Das Leben ist kein Ponyhof, äh, Computerspiel! (Allgemeines Forum)
wie gut, dass es auch Leute gibt, die das anders sehen und ihr Wissen durch ein Studium oder praktische Erfahrung erworben haben und nicht durch Computerspielchen. ;-)
Ob nun virtuelle oder reale Umgebung das Grundkonzept bleibt doch das gleiche.
Das ist nur deine Meinung ;-)
Das ist eine Tatsache, dass die theoretisch optimalste Lösung diejenige ist, wo die Verkehrs- und Versorgungsstruktur zuerst geplant und gebaut wird und dann die Siedlungsstruktur quasi oben drauf gesetzt wird.
Da hat man die schnellsten und kürzesten Wege, im Rahmen der Einschränkungen durch die Ökologie.
Meiner Meinung sollte man die Lage der Siedlungsstrukturen an die optimalen Verkehrswege anpassen und nicht die Verkehrswege für zig Mrd. Euro an der Lage der Städte.
Dummerweise dienen Verkehrswege aber zum erschließen der Siedlungsstrukturen und nicht etwa die Siedlungsstrukturen dazu, Verkehrswege mit Leben zu füllen.
Was immer dazu führt, dass man niemals den theoretisch optimalsten Zustand erreichen kann, weil die Siedlungsstruktur aus diversen historischen und technologischen Gründen nie die optimalste ist.
Alleine die Einschränkung der Bautechnologie im Mittelalter hat viele aus heutiger Sicht fehlerhaft und unvorteilhafte Entscheidungen gebracht.
Wenn man wieder bei Null anfangen könnte, würde wohl vieles anders gebaut und verplant werden.
Ich würde die Hälfte der deutschen Straßen und Gewerbegebiete z.B. in Naturreservate umwandeln.. soviel dürfte nämlich der Leerstand und die ökonomisch nicht gegebene Auslastung sein.
Nicht schlecht :-D Hast du auch ein paar Zahlen um diese gewagte und weitsichtige These zu unterfüttern?
Gut das war jetzt etwas übertrieben formuliert, aber es gibt gewiss einige redundante Verkehrswege, welche nicht unbedingt sein müssten.
Macht vielleicht 33% der Autobahnen*, 25% der Bundesstraßen und 10% der Schienenwege aus.
* hier geht es vorallem um relativ schwach ausgelastete sechsspurige Autobahnen, wo man durchaus 2 Spuren zurück bauen könnte.
Mein Problem ist einfach, dass man jedes Jahr dutzende Kilometer neuer teils sechsspuriger Autobahn in die Landschaft pflastert, aber selbst für einen eingleisigen Schienenweg keine Genehmigung bekommt, weil angeblich irgendwelche Naturräume zerschnitten werden.
Ich würde mich doch sehr wundern, wenn eine Straße ökologischer wäre als ein Schienenweg.
Wäre der Mensch nicht so automobilversessen, könnte man auf einigen Routen auf Fernstraßen ganz verzichten und dafür 4-gleisige NBS für den Schienenverkehr anlegen, wäre jedenfalls sehr viel umweltschonender.
Genau, es gibt Leute, die assoziieren ganz positiv etwas mit dem Begriff "Heimat". Eine schöne verbaute Stadt, in der die Zeit und die Kultur Spuren hinterlassen haben.
Ich rede ja nicht vom Umsetzen ganzer Städte, auch wenn diese Idee irgendwie ihren Reiz hat, aber man könnte Verkehrswege durchaus so optimieren, dass man eben nicht durch jede Stadt baut, sondern die Verkehrswege geographisch optimiert und dann kleinere Anschlussstellen in die Ballungszentren und Kleinstädte legt. Ähnlich dem Prinzip der Autobahnabfahrt.
Kein Mensch käme nämlich auf die Idee z.B. eine Autobahn durch jede Stadt zu bauen, die auf dem Weg liegt... komischerweise wird das bei Schienenwegen aber immer gefordert und dann beschweren sich die Leute wegen dem Bahnverkehrslärm *kopfschüttel*.
Ich empfehle ein Studium des Verkehrsingenieurwesens an der TU Dresden mit der Vertiefungsrichtung "Verkehrsplanung und Verkehrstechnik". Dort lernt man, dass man nicht einfach so einfach mal irgendwas machen kann, das sich toll anhört und auf den ersten Blick nach der besten Lösung aussieht, sondern man lernt mit fundiertem Fachwissen Lösungen zu erarbeiten.
Jeder Bürgermeister, der durch seine Stadt wegen ICE-Anschluss eine NBS haben will, sich dann aber über den Bahnlärm beschwert, wenn die ersten Züge rollen, gehört abgesetzt.
Warum baut man denn keine Autobahnen mitten durch Städte? (Weils so weit ich weiß, nach der deutschen Straßenbauordnung gar nicht mal erlaubt ist.)
Es müsste auch eine gesetzliche Regelung geben, die es verbietet HGV-Strecken durch Ballungszentren zu bauen.
Dann müsste man konsequenterweise die SFS Würzburg-Hannover in Fulda, Kassel und Göttingen verlegen.
Durch Städte sollten wirklich nur Züge rollen, die dort auch halten.
gesamter Thread:
- HGV China: übertreiben ist ein Fach... -
Oscar (NL),
15.10.2009, 20:41
- HGV China: übertreiben ist ein Fach... -
ICE-T-Fan,
16.10.2009, 00:46
- Das Leben ist kein Ponyhof, äh, Computerspiel! -
Holger_HAM,
16.10.2009, 14:35
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ICE-T-Fan,
16.10.2009, 14:46
- Das Leben ist kein Ponyhof, äh, Computerspiel! -
Sese,
16.10.2009, 15:01
- Das Leben ist kein Ponyhof, äh, Computerspiel! - ICE-T-Fan, 16.10.2009, 15:29
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Sese,
16.10.2009, 15:01
- Das Leben ist kein Ponyhof, äh, Computerspiel! -
Steffen,
17.10.2009, 20:46
- Das Leben ist kein Ponyhof, äh, Computerspiel! - ICE-T-Fan, 17.10.2009, 22:23
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ICE-T-Fan,
16.10.2009, 14:46
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Holger_HAM,
16.10.2009, 14:35
- HGV China: übertreiben ist ein Fach... -
Maggus,
16.10.2009, 12:06
- HGV China: übertreiben ist ein Fach... - NIM rocks, 16.10.2009, 14:57
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ICE-T-Fan,
16.10.2009, 00:46