ICE-Zugbegleiter der Vergewaltigung verdächtigt (Allgemeines Forum)

ICETreffErfurt, Eisenach, Mittwoch, 20.01.2016, 11:58 (vor 3721 Tagen)
bearbeitet von ICETreffErfurt, Mittwoch, 20.01.2016, 11:59

-> http://www.morgenweb.de/blaulicht/berichte-blaulicht/vergewaltigung-durch-zugbegleiter-...

Ein 24-jähriger Zugbegleiter steht in Verdacht, in einem ICE ein 17-jähriges Mädchen vergewaltigt zu haben. Der Zug, der am Montag von Köln in Richtung Mannheim unterwegs war, wurde am Frankfurter Flughafen gestoppt, die Reisenden wurden auf andere Züge verteilt, wie ein Sprecher der Polizei Hagen bestätigte. Die Spurensicherung hielt den Zug stundenlang fest, bis er seine Reise fortsetzen konnte.

ICE-Zugbegleiter der Vergewaltigung verdächtigt

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Mittwoch, 20.01.2016, 12:08 (vor 3721 Tagen) @ ICETreffErfurt

Ich halte das eher für unwahrscheinlich. Bei dem besagten Zug handelt es sich um einen ICE3, der kaum Abteile hat. Und im Großraum wäre soetwas wohl eher nicht unbemerkt geblieben. Vor allem dann nicht, wenn das Mädel laut um Hilfe gerufen hat.
Möglicherweise war das Mädel ohne Ticket unterwegs und der Zugbegleiter wollte ihm eine Rechnung schreiben (oder hat es getan) und das Mädel wollte sich so an dem Zub "rächen" oder verhindern, das es zur Rechnungslegung kommt.
Möglicherweise war es aber tatsächlich so, das sich der Zub nicht beherrschen konnte. Das Ergebniss werden wir noch erfahren. Aber, um es noch mal zu wiederholen: Ich halte den Zub für unschuldig.

Die Frage ist: Was zählt als Vergewaltigung?

ICETreffErfurt, Eisenach, Mittwoch, 20.01.2016, 12:15 (vor 3721 Tagen) @ Tabernaer
bearbeitet von ICETreffErfurt, Mittwoch, 20.01.2016, 12:15

Der Vorfall ist ja schon ein paar Tage her. Zumindest hat man den Mann wieder auf freien Fuß gesetzt, also scheint es keine Verdunklungs- und Fluchtgefahr zu geben. Spricht positiv für den Angeklagten.

ICE-Zugbegleiter der Vergewaltigung verdächtigt

Berlin-Express, nähe BPHD, Mittwoch, 20.01.2016, 12:19 (vor 3721 Tagen) @ Tabernaer

Ich halte das eher für unwahrscheinlich. Bei dem besagten Zug handelt es sich um einen ICE3, der kaum Abteile hat. Und im Großraum wäre soetwas wohl eher nicht unbemerkt geblieben. Vor allem dann nicht, wenn das Mädel laut um Hilfe gerufen hat.

Dafür gibt es im ICE-3 großzügige Toilettenräume.

ICE-Zugbegleiter der Vergewaltigung verdächtigt

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 20.01.2016, 12:20 (vor 3721 Tagen) @ Tabernaer

Ich halte das eher für unwahrscheinlich. Bei dem besagten Zug handelt es sich um einen ICE3, der kaum Abteile hat. Und im Großraum wäre soetwas wohl eher nicht unbemerkt geblieben. Vor allem dann nicht, wenn das Mädel laut um Hilfe gerufen hat.

Selbst wenn er sie in die Toilette geschoben hätte (was weder zu körperlicher Nähe einlädt noch beim ICE 3 ein Raumwunder darstellt), hätte man ihre Schreie gehört. Die Türen sind nämlich alles andere als geräuschdicht. Wer schon mal vor'm Häuschen warten mußte, während drinnen kolossale Flatulenzen tobten, weiß, was ich meine.

Euch mit diesem Bild vorm geistigen Auge in die Mittagspause entlassende Grüße,
der Colaholiker

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ICE-Zugbegleiter der Vergewaltigung verdächtigt

Steffen, Mittwoch, 20.01.2016, 12:22 (vor 3721 Tagen) @ Tabernaer

Deine Vermutung erinnert mich an einen Fahrradfahrer aus Rottenburg (bei Tübingen), der einen zwölfjährigen Jungen, der im Weg stand, in den Neckar geworfen hat. Haben soll, denn wie sich dann herausstellte, war der Junge selbst in den Neckar gefallen, hat sich geschämt, das den Eltern zu erzählen und die Geschichte dann erfunden.

Man muss bei solchen Meldungen also tatsächlich an alles denken. Und dass der Artikel nicht gleich auf die böse Bahn eindrischt, ist auch positiv!

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Besser nicht spekulieren

markw, Mittwoch, 20.01.2016, 12:25 (vor 3721 Tagen) @ Tabernaer

Ich halte das eher für unwahrscheinlich. Bei dem besagten Zug handelt es sich um einen ICE3, der kaum Abteile hat. Und im Großraum wäre soetwas wohl eher nicht unbemerkt geblieben. Vor allem dann nicht, wenn das Mädel laut um Hilfe gerufen hat.

Ich halte es für unangemessen über das für und wieder der (Un)Schuld des Zugbegleiters zu spekulieren. Wir kennen die Details nicht und natürlich wäre das möglich (auch der ICE3 hat Toiletten, vielleicht wurde sie am Schreien gehindert). Da unmittelbar Spuren gesichert wurden, hat die Polizei hoffentlich die Möglichkeit schnell festzustellen, ob an den Vorwürfen etwas dran ist.

ICE-Zugbegleiter der Vergewaltigung verdächtigt

Frankfurt (Main) Süd, Mittwoch, 20.01.2016, 12:27 (vor 3721 Tagen) @ Tabernaer

Aber, um es noch mal zu wiederholen: Ich halte den Zub für unschuldig.

Ich halte es wiederum für merkwürdig, sich in solchen Fällen allein aufgrund von dürren Presseberichten eine Meinung zu bilden. Lassen wir die Justiz ihre Arbeit tun. Die Öffentlichkeit geht die Sache ohnehin einen feuchten Kehricht an.

Warum keine Meinung haben?

ICETreffErfurt, Eisenach, Mittwoch, 20.01.2016, 12:29 (vor 3721 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd

Man kann auch zu einem Ereignis eine Meinung habe, über das man nicht allzu viel weiß.

Egal wie es ausgeht, das Ansehen der betroffenen Person hat es so oder so geschadet.

Warum keine Meinung haben?

ICE-TD, Mittwoch, 20.01.2016, 12:35 (vor 3721 Tagen) @ ICETreffErfurt

Egal wie es ausgeht, das Ansehen der betroffenen Person hat es so oder so geschadet.

Und je mehr gemutmaßt wird, je schlimmer. Faktenwissen hat niemand von uns dazu, also einfach mal die Nachricht als solche stehenlassen.

Warum keine Meinung haben?

ICETreffErfurt, Eisenach, Mittwoch, 20.01.2016, 12:41 (vor 3721 Tagen) @ ICE-TD

Im konkreten Fall stimme ich dir zu. Aber so pauschal zu sagen, dass man keine Meinung kommunizieren soll, wenn man nur begrenztes Wissen hat, halte ich auch für falsch.

Die Frage ist: Was zählt als Vergewaltigung?

markw, Mittwoch, 20.01.2016, 12:46 (vor 3721 Tagen) @ ICETreffErfurt

Der Vorfall ist ja schon ein paar Tage her. Zumindest hat man den Mann wieder auf freien Fuß gesetzt, also scheint es keine Verdunklungs- und Fluchtgefahr zu geben. Spricht positiv für den Angeklagten.

Ich denke, dass dürfte Standard in solchen Fällen sein, also weder für noch gegen den Beschuldigten. Anklage wurde wahrscheinlich noch nicht erhoben, weil die Spurenauswertung und die Beweiserhebung sicher noch abgeschlossen wurde.
Ich kann das Bedürfnis gerade in diesem Forum verstehen, davon auszugehen, dass der Zugbegleiter unschuldig ist. Ich glaube aber öffentliche Spekulationen bringen nichts, gerade angesichts der veröffentlichen Fakten. In die eine oder andere Richtung wird man falsch liegen und entweder dem Mädchen oder Zugbegleiter Unrecht getan haben. In beiden Richtungen dürfte das hart sein: Als Zugbegleiter unschuldig beschuldigt zu sein. Aber auch für das Mädchen dürfte es extrem hart sein, wenn die Vorwürfe stimmen und in der Öffentlichkeit überall zu hören ist, dass der Vorwurf vermutlich erfunden sei.

@Admin: Ich würde der Forenleitung vorschlagen das Thema zu schließen, so lange kein Bericht über die Ermittlungen/ggf. Verfahren oder Prozess vorliegt.

Warum keine Meinung haben?

Frankfurt (Main) Süd, Mittwoch, 20.01.2016, 12:47 (vor 3721 Tagen) @ ICETreffErfurt

Im konkreten Fall stimme ich dir zu. Aber so pauschal zu sagen, dass man keine Meinung kommunizieren soll, wenn man nur begrenztes Wissen hat, halte ich auch für falsch.

Ich beziehe das ausdrücklich nur auf Kriminalfälle ohne politische Dimension, von denen man selbst und einem selbst nahestehende Personen nicht betroffen sind. In diesen Fällen bin ich in der Tat der Meinung, dass Dieter Nuhr, den ich sonst nicht besonders schätze, Recht hat.

Warum keine Meinung haben?

ICETreffErfurt, Eisenach, Mittwoch, 20.01.2016, 12:50 (vor 3721 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd

Gesunder Menschenverstand und Lebenserfahrung reichen manchmal aber auch aus, um instinktiv die richtigen Schlüsse zu ziehen. Schon viele Kriminalfälle wurden dadurch gelöst, dass die Ermittler ihrem Bauchgefühl gefolgt sind.

Ich finde deine Forderung, so gut sie auch gemeint ist, einfach viel zu allgemein.

ICE-Zugbegleiter der Vergewaltigung verdächtigt

Gambrinus, Mittwoch, 20.01.2016, 12:56 (vor 3721 Tagen) @ Tabernaer

Ich halte das eher für unwahrscheinlich. Bei dem besagten Zug handelt es sich um einen ICE3, der kaum Abteile hat. Und im Großraum wäre soetwas wohl eher nicht unbemerkt geblieben. Vor allem dann nicht, wenn das Mädel laut um Hilfe gerufen hat.
Möglicherweise war das Mädel ohne Ticket unterwegs und der Zugbegleiter wollte ihm eine Rechnung schreiben (oder hat es getan) und das Mädel wollte sich so an dem Zub "rächen" oder verhindern, das es zur Rechnungslegung kommt.
Möglicherweise war es aber tatsächlich so, das sich der Zub nicht beherrschen konnte. Das Ergebniss werden wir noch erfahren. Aber, um es noch mal zu wiederholen: Ich halte den Zub für unschuldig.

Es soll auch schon vorgekommen sein, dass ein weiblicher Fahrgast ohne Ticket "in Naturalien" zahlen konnte. Aber warten wir die Ergebnisse ab. Bisher gibt es nur Spekulationen.

Warum keine Meinung haben?

Frankfurt (Main) Süd, Mittwoch, 20.01.2016, 13:00 (vor 3721 Tagen) @ ICETreffErfurt

Die Ermittler haben aber erstens die nötige Ausbildung und Erfahrung, zweitens auch die Informationen, die nicht in der Zeitung stehen (was üblicherweise die übergroße Mehrheit der überhaupt existierenden Informationen zu dem Fall sind) und posten ihre Vermutungen drittens nicht öffentlich im Internet.

Und da sicher gleich das Argument kommt, dass manche Kriminalfälle durch die Mitwirkung der Öffentlichkeut gelöst wurden: Wenn die Ermittler der Meinung sind, dass die Öffentlichkeit helfen könnte (dürfte in dem hier in Rede stehenden Fall recht unwahrscheinlich sien), werden sie sich von sich aus an selbige wenden.

Die Frage ist: Was zählt als Vergewaltigung?

Mario-ICE, Mittwoch, 20.01.2016, 13:11 (vor 3721 Tagen) @ markw
bearbeitet von Mario-ICE, Mittwoch, 20.01.2016, 13:12

Es wäre nicht das erste Ereignis, wo ein Teenager unbescholtene Zugbegleiter aus was auch immer für Gründen dessen Berufs - und Familienleben zerstört hätten.

Die Frage ist: Was zählt als Vergewaltigung?

markw, Mittwoch, 20.01.2016, 13:15 (vor 3721 Tagen) @ Mario-ICE

Es wäre nicht das erste Ereignis, wo ein Teenager unbescholtene Zugbegleiter aus was auch immer für Gründen dessen Berufs - und Familienleben zerstört hätten.

Nun, es wäre auch nicht das erste Ereignis, wo ein Mann das Leben eines Mädchens/ einer Frau durch eine Vergewaltigung zerstört hätte.

Die Frage ist: Was zählt als Vergewaltigung?

611 040, Erfurt, Mittwoch, 20.01.2016, 13:40 (vor 3721 Tagen) @ Mario-ICE

Gut man muss aber auchmal sagen dass in vielen Fällen von "Vergewaltigung" wie wahrscheinlich dieser auch (wenn überhaupt) es gar keine "richtige" Vergewaltigung, ist, sondern die Mädchen alles schon als Vergewaltigung ansehen und der ZuB deshalb in Schwierigkeiten gelangt.

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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

ICE-Zugbegleiter der Vergewaltigung verdächtigt

611 040, Erfurt, Mittwoch, 20.01.2016, 13:42 (vor 3721 Tagen) @ Gambrinus

Soetwas hab ich mir auchschon gedacht ;)
Aber ich denke eher nicht dass das hier der Fall war...

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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Die Frage ist: Was zählt als Vergewaltigung?

ICETreffErfurt, Eisenach, Mittwoch, 20.01.2016, 13:45 (vor 3721 Tagen) @ 611 040

Deswegen habe ich ja auch die Frage in den Betreff gesetzt. Es gibt ja auch noch die Abstufung zur sexuellen Nötigung. Einer Frau unter den Rock greifen reicht in den meisten Fällen nicht für eine Anzeige mit Tatbestand Vergewaltigung. Da muss schon ein bisschen mehr passieren.

-> http://dejure.org/gesetze/StGB/177.html

§ 177
Sexuelle Nötigung; Vergewaltigung

(1) Wer eine andere Person

1. mit Gewalt,
2. durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder
3. unter Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist,
nötigt, sexuelle Handlungen des Täters oder eines Dritten an sich zu dulden oder an dem Täter oder einem Dritten vorzunehmen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.

(2) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn

1. der Täter mit dem Opfer den Beischlaf vollzieht oder ähnliche sexuelle Handlungen an dem Opfer vornimmt oder an sich von ihm vornehmen läßt, die dieses besonders erniedrigen, insbesondere, wenn sie mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind (Vergewaltigung), oder
2. die Tat von mehreren gemeinschaftlich begangen wird.
(3) Auf Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren ist zu erkennen, wenn der Täter

1. eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug bei sich führt,
2. sonst ein Werkzeug oder Mittel bei sich führt, um den Widerstand einer anderen Person durch Gewalt oder Drohung mit Gewalt zu verhindern oder zu überwinden, oder
3. das Opfer durch die Tat in die Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung bringt.
(4) Auf Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren ist zu erkennen, wenn der Täter

1. bei der Tat eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug verwendet oder
2. das Opfer
a) bei der Tat körperlich schwer mißhandelt oder
b) durch die Tat in die Gefahr des Todes bringt.
(5) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen der Absätze 3 und 4 auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu erkennen.

ICE-Zugbegleiter der Vergewaltigung verdächtigt

Gambrinus, Mittwoch, 20.01.2016, 14:06 (vor 3721 Tagen) @ 611 040

Soetwas hab ich mir auchschon gedacht ;)
Aber ich denke eher nicht dass das hier der Fall war...

Eine andere Variante wurde auch schon angedeutet. Es gab Fälle, wo weibliche Schwarzfahrer versucht haben, einen Ticketkauf oder eine FN zu entgehen.

Es wird dann gedroht, laut zu schreien oder versuchte Nötigung zu unterstellen, obwohl der Mitarbeiter rein gar nichts in der Hinsicht gemacht hat.

Auch solche Fälle soll es gegeben haben. Ob diese Masche in Zeiten von videoüberwachten Zügen allerdings noch so wirkungsvoll ist, weiß ich nicht.

ICE-Zugbegleiter der Vergewaltigung verdächtigt

611 040, Erfurt, Mittwoch, 20.01.2016, 14:09 (vor 3721 Tagen) @ Gambrinus

Vor allen Dingen war der ICE doch voll. Da müsste ja irgendein Mitreisender etwas mibekommen haben.
Deshalb ist das ganze für mich ein bisschen seltsam...

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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Warum keine Meinung haben?

Destear, Berlin, Mittwoch, 20.01.2016, 14:27 (vor 3721 Tagen) @ ICETreffErfurt

Es geht hier nicht um gesunden Menschenverstand und das allgemeine Haben und Bekunden einer Meinung, sondern um den Verdacht einer Straftat. Zuständig für die Ermittlungen sind die entsprechenden Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft. Besteht hinreichender Tatverdacht, wird Anklage erhoben. Über die Schuld des Angeklagten entscheidet dann das Gericht. Der Vorwurf einer Vergewaltigung wiegt extrem schwer, sodass öffentliche Bekundungen von Laienpolizisten- und Juristen doch besser unterbleiben sollten. Genau so, wie es unterbleiben sollte, der potenziell Geschädigten eine feindliche bzw. bösartige Absicht zu unterstellen, wie es hier in einem Beitrag getan wurde. Beim Spekulieren über Fahrzeugeinsätze kommt niemand zu Schaden, bei solchen Spekulationen ist das aber durchaus möglich.

Sammelantwort

LimburgSüd, D, Mittwoch, 20.01.2016, 14:35 (vor 3721 Tagen) @ ICETreffErfurt

Ich bin ehrlich gesagt schockiert.

Hier weiß niemand mehr als im Artikel steht. Und (fast) jeder hier schreibt, dass man nicht spekulieren sollte.

Trotzdem wird hier
* spekuliert
* einer Person eine Straftat unterstellt (falsche Beschuldigung)
* darauf verwiesen, dass man ja wüsste, dass falsche Beschuldigungen häufig vorkommen (natürlich ohne Quelle)
* das Geschehen in eine Reihe gestellt ("nicht das erste Mal, dass..."), ohne dass überhaupt etwas feststeht.
* potenzielles Opfer als Täter und umgekehrt dargestellt, natürlich ohne Anhaltspunkt, dass dem so ist.


Natürlich weiß auch ich nicht, wer von beiden Wahrheit spricht und wer lügt.
Aber ich maße mir auch nicht an, einen von beiden zu be- oder entlasten.

Wenn ihr also zu meinen wisst, warum wer von beiden was getan hat und etwas nicht getan haben kann, solltet ihr dazu zur Polizei gehen und eine Aussage tätigen, weil ihr ja anscheinend wichtige Informationen für die Aufklärung des Sachverhalts habt.


Übrigens: Was viel häufiger vorkommt als falsche Beschuldigungen, sind übrigens tatsächliche Vergewaltigungen. Ich meine, mal was von einem Verhältnis von 1:200 gelesen zu haben, finde aber auf Anhieb keine genauen Angaben. Aber das ist natürlich nur eine Statistik und die spielt im konkreten Fall keine Rolle.
Der Wahrheitsgehalt der Aussagen geht nicht nach der Häufigkeit von Vorwürfen anderer Personen in der Vergangenheit (die Aussage des Mädchens ist nicht 200mal glaubwürdiger als die des Mannes).

Und auch die Aussage, dass es in einem ICE3 unwahrscheinlich ist, dass niemand etwas mitbekommt, ist ziemlich blöd, wenn man nicht mal weiß, welcher Zug zu welcher Tageszeit betroffen war. Ich saß schon oft genug in ICEs, in denen ein Wagen fast komplett leer war. Ich habe zumindest keinen Hinweis auf Tageszeit/Zugnummer gefunden.
Aber die Ermittler haben ja diese Infos und werden nach Widersprüchen und Zeugen suchen.
Wir aber hier könnnen daraus weder eine Bestätigung noch eine Ablehnung der Vorwürfe ableiten.


Und ob ihr's glaubt oder nicht, Vergewaltigungen finden verdammt häufig statt. Und manchmal kann man es nicht fassen, mit welcher Dreistigkeit TäterInnen vorgehen (ja, auch Frauen können vergewaltigen) (Die lokale Presse hat immer mal wieder Berichte). In meiner Verwandtschaft arbeitet jemand in einer Beratungsstelle. Nur ein Bruchteil der Personen, die nach einer Vergewaltigung dort Hilfe suchen, bringen die Kraft auf, das auch zur Anzeige zu bringen. Und nicht jedes Opfer bringt die Kraft auf zu einer Beratungsstelle zu gehen.
Wilde Spekulationen darüber, dass eine Anzeige ja nur eine falsche Verdächtigung sein kann, wird tatsächliche Opfer in Zukunft davon abhalten eine legitime Anzeige zu tätigen, aus Angst als LügnerIn dazustehen.


Egal wie hier die Karten gemischt sind, die Ermittler müssen mit viel Gefühl vorgehen. Ich vertraue darauf, dass sie das tun.

Danke für diesen Beitrag!

telemaxx, Bremen, Hannover, Mittwoch, 20.01.2016, 14:43 (vor 3721 Tagen) @ LimburgSüd

- kein Text -

Zur Zugnummer / Zugtyp

ICETreffErfurt, Eisenach, Mittwoch, 20.01.2016, 14:46 (vor 3721 Tagen) @ LimburgSüd
bearbeitet von ICETreffErfurt, Mittwoch, 20.01.2016, 14:50

Es war ein ICE3. Ich kenne auch den Tag und die Zugnummer, aber kann das aufgrund der Forenregeln hier nicht schreiben. Nur so viel, es war ein Zug der Linie 43. Dafür spricht auch der Laufweg Hagen-Wuppertal, wo der Vorfall stattgefunden haben soll, deswegen schreibe ich das auch hier so.

Sammelantwort

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 20.01.2016, 14:52 (vor 3721 Tagen) @ LimburgSüd

Danke für die schöne Zusammenfassung.
Fakt ist, wir wissen nicht, wer von beiden die Wahrheit sagt und wer lügt - aber genauso ist Fakt, daß höchstens eine der beiden Personen die Warheit spricht. Darüber, wer das ist, sollten wir in der Tat nicht spekulieren. Tatsache ist, sowohl falsche Anschuldigungen (mit welchem Hintergrund auch immer, das kann von "es ist in Wahrheit nie etwas passiert" bis hin zu "als es passiert ist, war es einvernehmlich, aber jetzt vernichte ich seine Existenz" eines vermeintlichen Opfers gegenüber dem angeblichen Täter als auch reale Vergewaltigungen sind in der Vergangenheit passiert, passieren und werden leider auch immer wieder passieren. (Letzteres ist nicht bagatellisierend gemeint, sondern eine Anerkennung der traurigen Realität, daß diese Art von Straftaten sich niemals verhindern lassen wird.)

Allerdings ist es denke ich schon konsensfähig, wenn man festhält, daß ein ICE während der Fahrt ein Ort ist, an dem es deutlich schwieriger ist, ohne daß es Dritte bemerken jemanden zu vergewaltigen als irgendeine dunkle Seitengasse. Nicht unmöglich, aber deutlich schwieriger, da es nur wenige Möglichkeiten gibt, außer Sicht zu kommen.

Keine Spekulationen anstellende Grüße,
der Colaholiker

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Zur Zugnummer / Zugtyp

611 040, Erfurt, Mittwoch, 20.01.2016, 15:12 (vor 3721 Tagen) @ ICETreffErfurt

Bei DSO ist eine Spekulation welche Zugnummer es sein muss/sehr wahrscheinlich ist. Es fahren (leider) nurnoch wenige ICEs der Linie 43 nach/von Köln über Wuppertal nach/von Dortmund.
Es kann auchnur ein ICE der Linie 43 gewesen sein weil die Linie 10 (einzige andere ICE-Linie über Wuppertal) spätestens in Bonn endet. Nur die L 43 kommt bis FFlug oder Mannheim.
Und daher muss es fast der ICE x0y sein. {x=1;2;6;y=1-9}

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Sammelantwort

Frankfurt (Main) Süd, Mittwoch, 20.01.2016, 15:44 (vor 3721 Tagen) @ Colaholiker

Danke für die schöne Zusammenfassung.

Zustimmung.

Fakt ist, wir wissen nicht, wer von beiden die Wahrheit sagt und wer lügt - aber genauso ist Fakt, daß höchstens eine der beiden Personen die Warheit spricht.

Genaugenommen wissen wir noch nicht mal, was und ob die Beteiligten überhaupt zur Sache gesagt haben. Die Pressemeldung ist ja (zum Glück) ziemlich dünn, und die Vernehmungsprotokolle liegen uns aus guten Gründen nicht vor.

Ich weise aber darauf hin, dass es das gute Recht jedes Beschuldigten im Strafverfahren ist, zur Sache überhaupt nichts zu sagen. Außerdem ist keineswegs gesagt, dass die Anzeige durch das mutmaßliche Opfer erfolgte, dass kann genausogut durch Dritte geschehen sein.

Darüber, wer das ist, sollten wir in der Tat nicht spekulieren. Tatsache ist, sowohl falsche Anschuldigungen (mit welchem Hintergrund auch immer, das kann von "es ist in Wahrheit nie etwas passiert" bis hin zu "als es passiert ist, war es einvernehmlich, aber jetzt vernichte ich seine Existenz" eines vermeintlichen Opfers gegenüber dem angeblichen Täter als auch reale Vergewaltigungen sind in der Vergangenheit passiert, passieren und werden leider auch immer wieder passieren. (Letzteres ist nicht bagatellisierend gemeint, sondern eine Anerkennung der traurigen Realität, daß diese Art von Straftaten sich niemals verhindern lassen wird.)

Zustimmung, wobei, wie der Vorposter schon anmerkte, Vergewaltigungen deutlich häufiger passieren als falsche Beschuldigungen in dieser Sache.

Allerdings ist es denke ich schon konsensfähig, wenn man festhält, daß ein ICE während der Fahrt ein Ort ist, an dem es deutlich schwieriger ist, ohne daß es Dritte bemerken jemanden zu vergewaltigen als irgendeine dunkle Seitengasse. Nicht unmöglich, aber deutlich schwieriger, da es nur wenige Möglichkeiten gibt, außer Sicht zu kommen.

Ja, nur hilft das hier auch nicht weiter. Im Übrigen passieren die meisten vergewaltigungen wedern in fahrenden ICEs noch in dunklen Seitengassen, sondern in Gebäuden.

Zur Zugnummer / Zugtyp

Rocket, Mittwoch, 20.01.2016, 16:19 (vor 3721 Tagen) @ 611 040

Zur Zugnummer / Zugtyp

611 040, Erfurt, Mittwoch, 20.01.2016, 16:33 (vor 3721 Tagen) @ Rocket

Ja genau ICE 109 hab ich auch vermutet, wollte es aber nicht schreiben weil man ja Zugnummern in Fällen wo das Personal schuld ist (wissen wir hier aber nicht) nicht schreiben soll.
Gut aber sollte er wirklich schuldig sein hat er sowieso Probleme genug und es weiß sowieso jeder, da ist hier die Zugnummer auch egal...

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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Keine U-Haft: Weder positiv noch negativ

Blaschke, Mittwoch, 20.01.2016, 16:57 (vor 3721 Tagen) @ ICETreffErfurt

Hallo.

Der Vorfall ist ja schon ein paar Tage her. Zumindest hat man den Mann wieder auf freien Fuß gesetzt, also scheint es keine Verdunklungs- und Fluchtgefahr zu geben. Spricht positiv für den Angeklagten.

Nein - weder positiv noch negativ. Zu verdunkeln gibt's nichts mehr. Und flüchten ist auch eher unwahrscheinlich. Warum also Haft?


Schöne Grüße von jörg

Die Frage ist: Was zählt als Vergewaltigung?

br752, Mittwoch, 20.01.2016, 17:48 (vor 3721 Tagen) @ markw

Es wäre nicht das erste Ereignis, wo ein Teenager unbescholtene Zugbegleiter aus was auch immer für Gründen dessen Berufs - und Familienleben zerstört hätten.

Nun, es wäre auch nicht das erste Ereignis, wo ein Mann das Leben eines Mädchens/ einer Frau durch eine Vergewaltigung zerstört hätte.

Stimmt, aber bei 300km/h im Zug? Schwer vorstellbar, aber nicht auszuschliessen.


BR752

War das der ICE 109?

br752, Mittwoch, 20.01.2016, 17:49 (vor 3721 Tagen) @ ICETreffErfurt

War das der ICE 109?

Dies nur als Verlinkung gedacht.


BR752

Hagen - Wuppertal für 300 km/h zugelassen?

Berlin-Express, nähe BPHD, Mittwoch, 20.01.2016, 17:56 (vor 3721 Tagen) @ br752

Es wäre nicht das erste Ereignis, wo ein Teenager unbescholtene Zugbegleiter aus was auch immer für Gründen dessen Berufs - und Familienleben zerstört hätten.

Nun, es wäre auch nicht das erste Ereignis, wo ein Mann das Leben eines Mädchens/ einer Frau durch eine Vergewaltigung zerstört hätte.


Stimmt, aber bei 300km/h im Zug? Schwer vorstellbar, aber nicht auszuschliessen.


BR752

2 mal 150 sind auch 300 :)

br752, Mittwoch, 20.01.2016, 18:33 (vor 3721 Tagen) @ Berlin-Express
bearbeitet von br752, Mittwoch, 20.01.2016, 18:33

Es wäre nicht das erste Ereignis, wo ein Teenager unbescholtene Zugbegleiter aus was auch immer für Gründen dessen Berufs - und Familienleben zerstört hätten.

Nun, es wäre auch nicht das erste Ereignis, wo ein Mann das Leben eines Mädchens/ einer Frau durch eine Vergewaltigung zerstört hätte.


Stimmt, aber bei 300km/h im Zug? Schwer vorstellbar, aber nicht auszuschliessen.


BR752

Hagen - Wuppertal für 300 km/h zugelassen?

Wenn man beide Zugteile addiert! ;-)

Da der Zug erst in F-Flughafen gestoppt wurde bin ich davon ausgegangen ...
Da es fuer mich auch uninteressant ist wo genau es war, habe ich den Artikel nicht so genau gelesen.


BR752

2 mal 150 sind auch 300 :)

Berlin-Express, nähe BPHD, Mittwoch, 20.01.2016, 18:35 (vor 3721 Tagen) @ br752

Es wäre nicht das erste Ereignis, wo ein Teenager unbescholtene Zugbegleiter aus was auch immer für Gründen dessen Berufs - und Familienleben zerstört hätten.

Nun, es wäre auch nicht das erste Ereignis, wo ein Mann das Leben eines Mädchens/ einer Frau durch eine Vergewaltigung zerstört hätte.


Stimmt, aber bei 300km/h im Zug? Schwer vorstellbar, aber nicht auszuschliessen.


BR752

Hagen - Wuppertal für 300 km/h zugelassen?


Wenn man beide Zugteile addiert! ;-)

Da der Zug erst in F-Flughafen gestoppt wurde bin ich davon ausgegangen ...
Da es fuer mich auch uninteressant ist wo genau es war, habe ich den Artikel nicht so genau gelesen.

Die Frau wird ja nicht im Laufenden Akt die Polizei zum Frankfurter Flughafen bestellt.

2 mal 150 sind auch 300 :)

br752, Mittwoch, 20.01.2016, 18:57 (vor 3721 Tagen) @ Berlin-Express

Es wäre nicht das erste Ereignis, wo ein Teenager unbescholtene Zugbegleiter aus was auch immer für Gründen dessen Berufs - und Familienleben zerstört hätten.

Nun, es wäre auch nicht das erste Ereignis, wo ein Mann das Leben eines Mädchens/ einer Frau durch eine Vergewaltigung zerstört hätte.


Stimmt, aber bei 300km/h im Zug? Schwer vorstellbar, aber nicht auszuschliessen.


BR752

Hagen - Wuppertal für 300 km/h zugelassen?


Wenn man beide Zugteile addiert! ;-)

Da der Zug erst in F-Flughafen gestoppt wurde bin ich davon ausgegangen ...
Da es fuer mich auch uninteressant ist wo genau es war, habe ich den Artikel nicht so genau gelesen.


Die Frau wird ja nicht im Laufenden Akt die Polizei zum Frankfurter Flughafen bestellt.

Man haette aber auch schon in Solingen/Koeln/Siegburg/Bonn eingreifen koennen. Von Wuppertal bis Siegburg/Bonn sind es ca. 1 Stunde Fahrzeit und alleine in Koeln gibt 9 Minuten Standzeit. Ich will nicht spekulieren wie es hat sein koennen und warum der Zug erst in F-Flughafen angehalten wurde. Es mag Gruede dafuer geben. Ich dachte halt, dass man einen Zug schnellstmoeglich nach einer Tat anhaelt und habe somit als Tatgeschehen KRM angenommen. Wenn es drauf ankommt, ist die Polizei am Frankfurter Flughafen mit nur 5-10 Minuten Vorlauf am Zug.


BR752

Ja Bild.de bestätigt ICE 109?

Nordy, Mittwoch, 20.01.2016, 19:01 (vor 3721 Tagen) @ br752

Hier ein Auszug aus dem Bildzeitungsartikel:

Flughafen – Missbrauchs-Horror im Express-Zug? Im „ICE 109“ nach Frankfurt soll ein Schaffner versucht haben, eine Schwarzfahrerin (17) zu vergewaltigen – Festnahme!
17 Uhr, Montag im Fernbahnhof am Flughafen: Polizisten stürmen den „ICE 109“ (Dortmund-Basel).

In Handschellen führen sie den Schaffner ab.

BILD erfuhr: Anis K. (31, Tunesier) steht unter schlimmen Verdacht: DER BAHNER SOLL EINEN SEX-ÜBERFALL AUF EINE JUNGE FRAU BEGANGEN HABEN!
Das Drama – wenige Stunden zuvor: In Höhe von Hagen (NRW) erwischt der Schaffner eine Schülerin – ohne Fahrschein.
Laut Aussage des Mädchens soll er sie auf die Zug-Toilette gebeten haben: „Dort können wir darüber reden.“

Die Jugendliche folgt dem Bahner. Auf dem WC soll es dann zu den Übergriffen gekommen sein.

Die 17-Jährige entkommt am Bahnhof Wuppertal aus dem Zug, erstattet sofort Anzeige bei der Polizei. Die NRW-Beamten alarmieren ihre Kollegen in Frankfurt, die Anis K. aus dem Zug holen.

Normaler Prozess

462 001, Taunus, Mittwoch, 20.01.2016, 19:07 (vor 3721 Tagen) @ Blaschke

Nabend,

Der Vorfall ist ja schon ein paar Tage her. Zumindest hat man den Mann wieder auf freien Fuß gesetzt, also scheint es keine Verdunklungs- und Fluchtgefahr zu geben. Spricht positiv für den Angeklagten.

@Markus: Nein, du kennst das "System" nicht(s.u.)

Nein - weder positiv noch negativ. Zu verdunkeln gibt's nichts mehr. Und flüchten ist auch eher unwahrscheinlich. Warum also Haft?

Genau, Tatverdächtige auf freien Fuss zu setzen ist weder positiv noch negativ auszulegen, es ist ein völlig normaleer Prozess. Wer ein geregeltes Leben führt brauch eigentlich nicht mit U-Haft rechnen.

Denn U-Haft kann nur durch die Staatsanwaltschaft beantragt werden und diese muss gut begründet sein. Die meisten kommen wieder auf freien Fuss, weil sie einen festen Wohnsitz in Deutschland nachweisen können.

Duch meine Arbeit bekomme ich das täglich mit, wie unser Rechtssystem in Deutschland "tickt".

Gruß aus dem Taunus

--
Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1619
- Euro. Ausland: 717

Stand: 20.02.2026

Ja Bild.de bestätigt ICE 109?

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Mittwoch, 20.01.2016, 19:40 (vor 3721 Tagen) @ Nordy

Immer wieder interessant zu wissen, daß die B*** Zeitung bei solchen Ereignissen dabei ist. Deren Reporter haben die Gabe allgegenwärtig zu sein. Hätte ich auch gern so eine Gabe. Wäre manchmal ganz hilfreich.

Die Blödzeitung...

462 001, Taunus, Mittwoch, 20.01.2016, 19:45 (vor 3721 Tagen) @ Nordy

...und ihr Qualitätsjournalismus a la "Horror-Express" und "Sex-Überfall". Na so kennen wir sie ja.

[...]

Ah ja, eine Schwarzfahrerin. Soll jetzt die mögliche Tat nicht schwächen, aber es wurde in einem anderen Post ja schon geschrieben das die Anzeige auch aus Rache sein könnte.

Aber noch eins: Ich bin oft im ICE3 unterwegs und die WCs sind doch arg eng. Wie soll man da etwas "in Ruhe" klären?

Die 17-Jährige entkommt am Bahnhof Wuppertal aus dem Zug, erstattet sofort Anzeige bei der Polizei. Die NRW-Beamten alarmieren ihre Kollegen in Frankfurt, die Anis K. aus dem Zug holen.

Da wurde ja doch schnell gehandelt.

Ein Urteil zu dem Vorfall will ich mir nicht bilden, da alles mögliche die Wahrheit sein kann. Also abwarten und Tee trinken und die Ermittler ermitteln lassen.

Gruß aus dem Taunus

Übrigens: Das Bild im Artikel ist aber schon leicht verstaubt. Da hängen ja noch die alten Faltblattanzeigen.

--
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Auch das noch: Die Nationalität des Beschuldigten...

Blaschke, Mittwoch, 20.01.2016, 20:11 (vor 3721 Tagen) @ Nordy

Hallo!

BILD erfuhr: Anis K. (31, Tunesier) steht unter schlimmen Verdacht: DER BAHNER SOLL EINEN SEX-ÜBERFALL AUF EINE JUNGE FRAU BEGANGEN HABEN!


Muß das jetzt auch noch sein... Wenn es nicht so dramatisch traurig wäre, könnte man sich vor Lachen glatt in die Ecke schmeißen. Wäre es doch wenigstens der Sepp aus Oberbayern gewesen.

Immerhin eröffnet sich da ein weites Feld für Spekulationen... Und es wäre zu klären, inwieweit die Nennung der Nationalität des Beschuldigten hier für die Berichterstattung notwendig ist.


Ganz im Ernst: Dass die Sheriffs den Zug quasi beschlagnahmt haben und ausgiebig auf Spurensuche gegangen sind, ist keine so schlechte Sache. Schadet zumindest nicht, wenn die Wahrheit ans Tageslicht kommen soll.

Was mir nur auffällt: Es fehlt der sonst nicht unübliche Satz, dass der Beschuldigte die Tat bestreitet.

Schöne Grüße von

jörg

DM meldet: Erstmal hat er frei...

Blaschke, Mittwoch, 20.01.2016, 20:21 (vor 3721 Tagen) @ ICETreffErfurt

Hallo!


Immerhin reicht es zu einer offiziellen Pressemitteilung der DB:

http://www.deutschebahn.com/presse/frankfurt/de/aktuell/presseinformationen/10686160/Er...


Schöne Grüße von

jörg

Fürs Empörungsmanagement: Die Nationalität des Beschuldigten

Beobachter7, Mittwoch, 20.01.2016, 21:01 (vor 3721 Tagen) @ Blaschke

es wäre zu klären, inwieweit die Nennung der Nationalität des Beschuldigten hier für die Berichterstattung notwendig ist.


Es geht bei BLÖD ja primär darum, Emotionen aufzupeitschen und für politische Zwecke zu instrumentalisieren.

Deswegen z.B. emotionalisierende Adjektive, die zur Darstellung der Tatsachen absolut nichts beitragen, sondern ausschließlich an Gefühle appelieren.

Das ist dann wie beim Büroklatsch, wo es auch nicht auf Tatsachen, sondern auf Einzelheiten ankommt.

Fürs Empörungsmanagement: Tagesschau

br752, Mittwoch, 20.01.2016, 21:26 (vor 3721 Tagen) @ Beobachter7
bearbeitet von br752, Mittwoch, 20.01.2016, 21:30

es wäre zu klären, inwieweit die Nennung der Nationalität des Beschuldigten hier für die Berichterstattung notwendig ist.


Es geht bei BLÖD ja primär darum, Emotionen aufzupeitschen und für politische Zwecke zu instrumentalisieren.

Da verwechselst du was: Bei Pressearbeit geht es immer auch darum mit Bildern und Worten die Emotionen der Menschen anzusprechen! Warum werden blos bei der Tagesschau "immer" nur Kulleraugen am Bahnhof gezeigt?

Deswegen z.B. emotionalisierende Adjektive, die zur Darstellung der Tatsachen absolut nichts beitragen, sondern ausschließlich an Gefühle appelieren.

Genau so ist es bei der Pressearbeit. Da "rast ein Zug" und das nicht nur bei der Bildzeitung. Wenn es "sachlich" bleiben sollte muesste man auch kein explodierendes Gebaeude in Fukushima zeigen, sondern diese Tatsache nur beschreiben.

So gross ist also der Unterschied zwischen Bild und anderen auch nicht, aber die reflexartig antrainierte Abneigung gegen bestimmte Presseorgane schon.


BR752

DM meldet: Erstmal hat er frei...bezahlt/unbezahlt? ...

MFBM, Mannheim, Mittwoch, 20.01.2016, 23:14 (vor 3721 Tagen) @ Blaschke

...was liegt näher. Unbezahlt wäre ein großer Eingriff in die wirtschaftliche Lage des Verdächtigten.

DM meldet: Erstmal hat er frei...bezahlt/unbezahlt? ...

ALR997, Mittwoch, 20.01.2016, 23:17 (vor 3721 Tagen) @ MFBM

Solange nichts eindeutiges geklärt hat diesbezüglich wird man ihm vermutlich nur den Kundenkontakt jedweder Art vorenthalten. Insofern, da er ja noch nicht schuldig gesprochen wurde (wäre auch Rekordzeit) wird der Urlaub wohl bezahlt sein.

Oder wie sieht die Schwarmintelligenz das Ganze? ;-)

ICE-Zugbegleiter der Vergewaltigung verdächtigt

Reservierungszettel, KDU, Mittwoch, 20.01.2016, 23:46 (vor 3721 Tagen) @ Tabernaer

Du vergisst das behinderten WC :)

Und der war nicht unschuldig ich habe es live miterlebt und bin heute noch über das verhalten geschockt: http://suite101.de/article/schauspieler-till-kretzschmars-fahrt-mit-dem-zug-a49202#.VqA...

Halt, stopp - im genannten Abschnitt nur einteilig

Reservierungszettel, KDU, Mittwoch, 20.01.2016, 23:48 (vor 3721 Tagen) @ br752

- kein Text -

Falsche Anschuldigung härter bestrafen

Manitou, Mittwoch, 20.01.2016, 23:54 (vor 3721 Tagen) @ markw

Ich bin dafür, im Zusammenhang mit der Änderung des Sexualstrafrechtes auch die falsche Anschuldigung, insbesondere im Zusammenhang mit besonder schweren oder ehrenrühigen Taten, härter zu betsrafen. So sollte bei einer Inhaftierung eines zu Unrecht Beschuldigten der Verleumder zwingend zu Haft mit einer Mindestverbüßungsdauer der (Untersuchungs-)Haftzeit verurteilt werden. Nur eine darüber hinausgehende Reststrafe darf zur Bewährung ausgesetzt werden.

Wenn man den Fall Kachelmann nimmt, wo eine falsche Anschuldigung (er wurde schließlich freigesprochen) eine berufliche Karriere und den Ruf in der Öffentlichkeit schwerstens schädigte, ohne daß die Falschanschuldigung bisher überhaupt in einem Strafverfahren behandelt wurde.

Fürs Empörungsmanagement: Tagesschau

Beobachter7, Donnerstag, 21.01.2016, 00:05 (vor 3721 Tagen) @ br752

So gross ist also der Unterschied zwischen Bild und anderen auch nicht, aber die reflexartig antrainierte Abneigung gegen bestimmte Presseorgane schon.

Es sind aber schon quantitative Unterschiede zwischen Tagesschau einerseits und der BILD als dem absoluten Maximum.

Fürs Empörungsmanagement: Tagesschau

br752, Donnerstag, 21.01.2016, 00:35 (vor 3721 Tagen) @ Beobachter7

So gross ist also der Unterschied zwischen Bild und anderen auch nicht, aber die reflexartig antrainierte Abneigung gegen bestimmte Presseorgane schon.


Es sind aber schon quantitative Unterschiede zwischen Tagesschau einerseits und der BILD als dem absoluten Maximum.

Ueber den Unterschied kann man streiten, aber "Akzente" setzen alle Medien.


BR752

IC-Zugbegleiter verpruegelt Fahrgast

br752, Donnerstag, 21.01.2016, 00:46 (vor 3721 Tagen) @ Reservierungszettel

Und der war nicht unschuldig ich habe es live miterlebt und bin heute noch über das verhalten geschockt: http://suite101.de/article/schauspieler-till-kretzschmars-fahrt-mit-dem-zug-a49202#.VqA...


Ueber welches Verhalten bis du geschockt?

Als Kretzschmar die Tür des IC 2307 erreichte, stand an dieser ein Schaffner. Kretzschmar klammerte sich an die Innenseite der Tür fest, um in den Zug steigen zu können. Im selben Moment fuhr der Zug los.

In der einen Hand hielt Kretzschmar seine Tasche; mit der anderen Hand hielt er sich an der Tür des schon rollenden Zuges fest.

Das muss also eine Drehklapptuer gewesen sein und wenn man sich dort an der offenen Drehklapptuer an deren Innenseite festklammert und dann der Zug abfaehrt ist das LEBENSGEFAEHRLICH!

Da versucht sich jemand am Schaffner vorbei zu draengeln obwohl der Zug wohl abgefertigt ist? Klare Ansage der Bahn ist, ab diesem Zeitpunkt niemanden mehr einsteigen zu lassen /eben weil/ der Zug jeden Moment abfahren kann und schon Personen unter die Raeder gekommen sind!
Da denke ich mir, lieber jemanden auf den Bahnsteig zurueckschubsen, als bei hoeherer Geschwindigkeit abrutschen und unter die Raeder kommen zu lassen. (Da ist doch erst vor kurzem einer zu Tode gekommen)
Aber in diesem Falle hat der Schaffner wohl (anschliessend) ueberreagiert. Wer weiss was fuer "Worte" zwischen diesen Personen geflogen sind.


BR752

Ups. Dann pro Fuehrerstand 150, macht auch 300 :)

br752, Donnerstag, 21.01.2016, 00:50 (vor 3721 Tagen) @ Reservierungszettel

- kein Text -

IC-Zugbegleiter verpruegelt Fahrgast

611 040, Erfurt, Donnerstag, 21.01.2016, 06:47 (vor 3720 Tagen) @ br752

Dass er ihn am Anfang am einsteigen hindert ist völlig ok. Das ist in der Tat lebensgefährlich dann noch einzusteigen. Aber wenn er schon drin ist ihn zu verprügeln und das immer wieder... da steckt mehr dahinter. Der Zf antwortet ja auch "dass er es verdient hat." Da kann es ja nicht nur um das zu späte einsteigen gehen.

PS: Was ist dass denn für ne Zeitung ???
Im letzten Abstatz steht wer künftig Bahn fährt und dem Zugpersonal nicht gefällt, muss sich nicht nur nachts aussetzen lassen sondern auch noch verprügeln...
Solche Polemik muss doch wirklich nicht sein...

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

IC-Zugbegleiter verpruegelt Fahrgast

Frank Augsburg, Ansbach, Donnerstag, 21.01.2016, 08:17 (vor 3720 Tagen) @ 611 040

Mahlzeit,

Moment mal, bloß mal so zum Sortieren: Ein Schauspieler, der sich selber in Lebensgefahr begibt, wird von einem "renitenten" IC-Zub verprügelt, und das im Jahr 2007. Und sechs Jahre später, 2013, schreibt irgend so ein Internetfuzzi drüber. Und vorher nicht? Auch keine Zeitung? Und das alles, wo doch sonst von letzteren keine Gelegenheit ausgelassen wird, auf die Bahn an sich, die Zugführer oder wen auch immer verbal einzuprügeln. Da steht ja das Ereignis fast eher in den Foren, als es tatsächlich passiert, so kommt es mir manchmal vor.
So wie ich das sehe: Entweder hat da jemand lange und fest geschlafen, oder zumindest diese Geschichte ist ein fake. Tut mir leid, vielleicht bin ich hier der einzige, der das so sieht.

Was mir auch auffällt ist eine merkwürdige Konzentration auf Köln. Hat das irgendwas zu sagen? Wahrscheinlich nicht...

Beste Grüße
Frank

--
"Die Ferne ist ein schöner Ort,
doch wenn ich da bin, ist sie fort.
Die Ferne ist wo ich nicht bin,
ich geh und geh und komm nicht hin."

(Silly, mit der leider viel zu früh verstorbenen Tamara Danz)

DM meldet: Erstmal hat er frei...bezahlt/unbezahlt? ...

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 21.01.2016, 08:53 (vor 3720 Tagen) @ ALR997

Solange nichts eindeutiges geklärt hat diesbezüglich wird man ihm vermutlich nur den Kundenkontakt jedweder Art vorenthalten. Insofern, da er ja noch nicht schuldig gesprochen wurde (wäre auch Rekordzeit) wird der Urlaub wohl bezahlt sein.

Oder wie sieht die Schwarmintelligenz das Ganze? ;-)

Ich bin zwar weder Schwarm noch intelligent, aber ich kann mir vorstellen, daß eine unbezahlte Freistellung nur aufgrund einer Anschuldigung verdammt dünnes Eis ist. Die Ermittlungen können sich über Monate hinziehen. Wenn man also jetzt überlegt, daß der beschuldigte Zugbegleiter über Monate kein Einkommen hat, dadurch (je nach Erspartem und eventuellen Nebenverdiensten früher oder später) in die Privatinsolvenz rutscht, mit allen Folgen, die das hat, und dann kommt raus, daß die Anschuldigungen frei erfunden sind (ich skizziere nur ein mögliches Szenario, dies ist keine Bewertung des Wahrheitsgehaltes der Anschuldigungen), was glaubt Ihr, was dann los wäre? Das Risiko wird die DB nicht eingehen wollen.

Natürlich gibt es Einkommenspositionen die jetzt schon wegfallen, wie die Zulagen bei Schichten mit ungünstigen Arbeitszeiten, Provisionen aus dem Fahrkartenverkauf (falls es die noch gibt), etc. Aber das Grundgehalt wird man ganz sicher weiter zahlen, bis die Sache geklärt ist. Kommt raus, daß er unschuldig ist, kann er sicherlich diese entgangenen Zusatzverdienste bei einer Schadenersatzklage gegen das vorgebliche Opfer geltend machen. (Unabhängig von dem strafrechtlichen Aspekt, den solche Anschuldigungen haben, wenn sie unberechtigt sind.) Kommt raus, daß die Anschuldigungen stimmen, dürfte die Bahn wohl eine fristlose Kündigung aussprechen, und dann stellt sich die Gehaltsfrage eh nicht mehr.

Nach wie vor nicht über den Wahrheitsgehalt der Anschuldigungen spekulierende Grüße,
der Colaholiker

--
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Häßlicher Vorort von Düsseldorf :o)

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 21.01.2016, 08:58 (vor 3720 Tagen) @ Frank Augsburg

Was mir auch auffällt ist eine merkwürdige Konzentration auf Köln. Hat das irgendwas zu sagen? Wahrscheinlich nicht...

Doch, es hat was zu sagen. Wer in dieser Stadt zu viel Zeit verbringt, wird gaga und ist mit dem Leben drumherum nicht mehr kompatibel.

Zum Glück diesem Inferno nach einem halben Jahr wieder entflohene Grüße,
der Colaholiker

--
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DM meldet: Erstmal hat er frei...bezahlt/unbezahlt? ...

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 21.01.2016, 09:02 (vor 3720 Tagen) @ Colaholiker

Natürlich gibt es Einkommenspositionen die jetzt schon wegfallen, wie die Zulagen bei Schichten mit ungünstigen Arbeitszeiten, Provisionen aus dem Fahrkartenverkauf (falls es die noch gibt), etc. Aber das Grundgehalt wird man ganz sicher weiter zahlen, bis die Sache geklärt ist.

Selbst das sind aber schon anständige Einbußen...

--
Weg mit dem 4744!

Gewissenkonflikte wegen Forum-Treff ;-)

oppermad, Wuppertal/Wunstorf, Donnerstag, 21.01.2016, 09:22 (vor 3720 Tagen) @ Colaholiker

Moin,

Was mir auch auffällt ist eine merkwürdige Konzentration auf Köln. Hat das irgendwas zu sagen? Wahrscheinlich nicht...


Doch, es hat was zu sagen. Wer in dieser Stadt zu viel Zeit verbringt, wird gaga und ist mit dem Leben drumherum nicht mehr kompatibel.

Zum Glück diesem Inferno nach einem halben Jahr wieder entflohene Grüße,
der Colaholiker

was war ich froh, dass morgens auf der S 6 ein 422 statt des 423 kommt;-) Jetzt geht es im April wieder in die Stadt mit der Kirche am Bahnhof. Meine Kollegen wissen, was gemeint ist. Wie ich denen den geplanten Aufenthalt dort schonend beibringen soll??? Keine Ahnung. Vielleicht wollte ich in Opladen aussteigen und bin Opfer einer Türstörung geworden;-))))))

Grüße,

Dirk

--
Wer ist kundig auf folgenden Baureihen:
101, 103, 110, 111, 112, 120, 139, 140, 141, 143, 150, 151, 155, 181.2, 218, 225, 233, 362, 420, 472, 601, 605, 624, 628, 643 und 644?
Richtig: Bender!

Häßlicher Vorort von Düsseldorf :o)

bahnerausleidenschaft, Donnerstag, 21.01.2016, 09:34 (vor 3720 Tagen) @ Colaholiker

Steht da irgendwo das es ein Kollege aus Köln gewesen ist. Bei diesem dummen Gerede hier über diesen Vorfall kann ich nur k..... Am Ende gibt es nur Verlierer, egal was am Ende bei rauskommt.

Stimme Dir zu, es kann nur Verlierer geben!

oppermad, Wuppertal/Wunstorf, Donnerstag, 21.01.2016, 09:38 (vor 3720 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

- kein Text -

--
Wer ist kundig auf folgenden Baureihen:
101, 103, 110, 111, 112, 120, 139, 140, 141, 143, 150, 151, 155, 181.2, 218, 225, 233, 362, 420, 472, 601, 605, 624, 628, 643 und 644?
Richtig: Bender!

Häßlicher Vorort von Düsseldorf :o)

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 21.01.2016, 09:40 (vor 3720 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Es geht in diesem Teil-Baum nicht um den aktuellen Vorfall, sondern um einen Zwischenfall am Kölner Hbf vor etlichen Jahren, wo ein Zugbegleiter einen Fahrgast zu vehement am Einsteigen in den anfahrenden Zug abgehalten hat. Und das trug sich im Bahnhof an der Kirche zu. Und über die Stadt kann man halt so schön herziehen. ;-)

Aufklärende Grüße,
der Colaholiker

--
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(OT) Falsche Anschuldigung härter bestrafen

Frankfurt (Main) Süd, Donnerstag, 21.01.2016, 09:53 (vor 3720 Tagen) @ Manitou

(Nachdem hier eh schon munter OT diskutiert wird, mache ich halt auch mit. Meinetwegen kann aber der gesamte OT-Teil dieses Threads ersatzlos gelöscht werden. Von mir aus auch tief im Gesunden operieren.)

Ich bin dafür, im Zusammenhang mit der Änderung des Sexualstrafrechtes auch die falsche Anschuldigung, insbesondere im Zusammenhang mit besonder schweren oder ehrenrühigen Taten, härter zu betsrafen. So sollte bei einer Inhaftierung eines zu Unrecht Beschuldigten der Verleumder zwingend zu Haft mit einer Mindestverbüßungsdauer der (Untersuchungs-)Haftzeit verurteilt werden. Nur eine darüber hinausgehende Reststrafe darf zur Bewährung ausgesetzt werden.

Erwiesene Falschbeschuldigung wird auch bestraft. Da gab es jüngst in Hessen einen Fall, wo eine Frau für mehrere Jahre ins Gefängnis musste (allerdings war zuvor der zu Unrecht der Vergewaltigung beschuldigte Mann zu Unrecht ebenfalls mehrere Jahre im Gefängnis gesessen und war bald nach seiner Entlassung gestorben).

Allerdings kommt das aus mehreren Gründen eher selten vor. Erstens folgt aus der Tatsache, dass eine Beschuldigung wegen Vergewaltigung nicht zu einer Verurteilung des Beschuldigten führte, nicht automatisch, dass die Beschuldigung erwiesenermaßen wissentlich und willentlich falsch war (siehe auch meine Anmerkung zu Kachelmann unten). Zweitens und vor allem gibt es nicht nur das Problem falscher Beschuldigungen, sondern auch das entgegengesetzte Problem, dass nicht wenige Vergewaltigungen (insbesondere solche, wo Täter und Opfer sich schon vorher kannten, möglicherweise auch miteinander verwandt sind) überhaupt nicht zur Anzeige gebracht werden (und deswegen auch nicht bestraft werden), weil die Opfer sich nicht trauen, zur Polizei zu gehen – aus Scham, aus Angst vor Repressalien aus dem Umkreis des Täters oder eben auch, weil sie Angst haben, dass man ihnen nicht glaubt. Und aus diesem Grund sind die Strafverfolgungsbehörden (IMHO durchaus zu Recht) eher zurückhaltend, in Vergewaltigungsfällen Verfahren wegen Falschbeschuldigung einzuleiten, da man befürchtet, dass sonst noch deutlich mehr Opfer tatsächlicher Vergewaltigungen sich nicht trauen, diese anzuzeigen. Und das Trauma, erst vergewaltigt zu werden und dann noch ein Strafverfahren wegen falscher Beschuldigung über sich ergehen lassen zu müssen (selbst wenn dieses Verfahren am Ende gut ausgeht), wünsche ich echt niemandem.

Wenn man den Fall Kachelmann nimmt, wo eine falsche Anschuldigung (er wurde schließlich freigesprochen) eine berufliche Karriere und den Ruf in der Öffentlichkeit schwerstens schädigte, ohne daß die Falschanschuldigung bisher überhaupt in einem Strafverfahren behandelt wurde.

Kachelmann ist nach dem Grundsatz "im Zweifel für den Angeklagten" freigesprochen worden. Dass die Anschuldigung erwiesenermaßen falsch gewesen wäre, hat zumindest das zuständige Gericht nicht festgestellt.

DM meldet: Erstmal hat er frei...bezahlt/unbezahlt? ...

Frankfurt (Main) Süd, Donnerstag, 21.01.2016, 10:00 (vor 3720 Tagen) @ JeDi

Natürlich gibt es Einkommenspositionen die jetzt schon wegfallen, wie die Zulagen bei Schichten mit ungünstigen Arbeitszeiten, Provisionen aus dem Fahrkartenverkauf (falls es die noch gibt), etc. Aber das Grundgehalt wird man ganz sicher weiter zahlen, bis die Sache geklärt ist.


Selbst das sind aber schon anständige Einbußen...

Das stimmt natürlich. Allerdings ist es nun mal das Wesen variabler Gehaltsbestandteile, dass man auf die nur Anspruch hat, wenn man die diesen zugrunde liegenden LEistungen tatsächlich erbringt. Und dass es einen guten Grund gibt, ihn für die Dauer der Ermittlungen nicht im Kundenkontakt einzusetzen (auch zu seinem eigenen Schutz), wird ja niemand ernsthaft bestreiten können.

Interessant wäre dann noch die Frage, ob er sich während der Freistellung anderweitig was hinzuverdienen darf und, wenn ja, ob das mit seinem Gehalt verrechnet wird.

Häßlicher Vorort von Düsseldorf :o)

bahnerausleidenschaft, Donnerstag, 21.01.2016, 10:03 (vor 3720 Tagen) @ Colaholiker

Falsch, dies ist in Duisburg passiert. Er war auf der Fahrt nach Köln.

Endlich mal eine Mitteilung mit hoher Aussagekraft!

GUM, Donnerstag, 21.01.2016, 10:08 (vor 3720 Tagen) @ Blaschke

Obwohl der Anlaß der Anschuldigung sehr traurig ist ist dies eine der wenigen Pressemitteilungen der Bahn, die wirklich gut sind.

Zitat:
"„Für unseren Mitarbeiter gilt bis zur Klärung der Vorwürfe selbstverständlich die Unschuldsvermutung. Klar ist aber auch, dass wir Übergriffe auf Kunden in keiner Form dulden“, so Bohle weiter."

Nach Abschluß der Ermittlungen sollte die Bahn dann noch mit dem Ergebnis nachlegen und könnte ja ergänzen ob die Anschuldigende:

a.) überhaupt einen Fahrschein hatte
b.) Die Bahn rechtzeitig an eine Anzeige wegen falscher Verdächtigung, Vortäuschung einer Straftat gegen die Bahn"kundin" gestellt hat. Details können sicherlich die Bahnjuristen klären....

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

DM meldet: Erstmal hat er frei...bezahlt/unbezahlt? ...

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 21.01.2016, 10:21 (vor 3720 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd

(auch zu seinem eigenen Schutz)

Gerade in der jetzigen Zeit wichtiger denn je. Wer weiß ob nicht irgendein Flachkopf denkt "In der Bildzeitung stand der ist aus Tunesien, also ist er Moslem, er ist jung und männlich, also hat er auf jeden Fall die Frau vergewaltigt" und ihm im Zug ans Leder will. Wobei ich nicht anzweifeln will, daß es auch genug Idioten gibt, die selbst wenn sich heraustellt, die Anschuldigungen waren falsch, das noch auf die "Kuscheljustiz" schieben. (Es gibt sicherlich Fälle, wo Richter härter hätten urteilen können, aber es dürfte glaube ich bei allen normal denkenden Menschen Konsens sein, daß bei nachweislich falschen Anschuldigungen nur eine Einstellung des Verfahrens der einzig richtige Weg sein kann.)

Ohne andere Geschehnisse jüngster Zeit anzweifeln oder schönreden zu wollen (auf dieses Thema gehe ich aber jetzt nicht näher ein), ist die Herkunft des Zugbegleiters für mich abolut kein Argument für oder gegen den Wahrheitsgehalt der Anschuldigungen. Aber es gibt sicher genug Idioten, die Parallelen ziehen, die gar nicht da sind.

Auf die Ergebnisse der Ermittlungen gespannte Grüße,
der Colaholiker

--
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Häßlicher Vorort von Düsseldorf :o)

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 21.01.2016, 10:23 (vor 3720 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Falsch, dies ist in Duisburg passiert. Er war auf der Fahrt nach Köln.

Sorry, dann habe ich das aus den Kommentaren falsch geschlossen, die verlinkte Seite lädt hier nämlich nicht weiter als bis zur Überschrift. Trotzdem wird Köln dadurch nicht schöner. Wobei Duisburg jetzt auch nicht die Traumstadt ist... ;-)

Mich in anderen Ecken des Landes heimischer fühlende Grüße,
der Colaholiker

--
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Volle Zustimmung

Frankfurt (Main) Süd, Donnerstag, 21.01.2016, 10:42 (vor 3720 Tagen) @ Colaholiker

Ergänzend füge ich noch hinzu, dass ich mich auch nicht zu 100% darauf verlassen würde, dass die Angabe der Bild-"Zeitung", der Beschuldigte sei Tunesier, der Wahrheit entspricht.

Erstens hat die Bild eh bekanntermaßen ein kreatives Verhältnis zu Fakten (Tunesier, Algerier, eh alles eins...), und zweitens würde es mich in einem derart gelagerten Fall auch nicht wundern, wenn sie einen deutschen Staatsbürger tunesischer Herkunft einfach als "Tunesier" bezeichnen würde.

"Bild" und Glaubwürdigkeit sind zwei verschiedene Dinge.

Fürs Protokoll

Frankfurt (Main) Süd, Donnerstag, 21.01.2016, 10:45 (vor 3720 Tagen) @ GUM

Nach Abschluß der Ermittlungen sollte die Bahn dann noch mit dem Ergebnis nachlegen und könnte ja ergänzen ob die Anschuldigende:

a.) überhaupt einen Fahrschein hatte
b.) Die Bahn rechtzeitig an eine Anzeige wegen falscher Verdächtigung, Vortäuschung einer Straftat gegen die Bahn"kundin" gestellt hat. Details können sicherlich die Bahnjuristen klären....

Sollten die Beschuldigungen aber im Wesentlichen der Wahrheit entsprechen, ist die Frage, ob die Anschuldigende einen Fahrschein hatte, komplett irrelevant.

Seit wann ist Duisburg...

Frankfurt (Main) Süd, Donnerstag, 21.01.2016, 10:46 (vor 3720 Tagen) @ Colaholiker

...kein hässlicher Vorort von Düsseldorf mehr?

Ist es nicht mehr hässlich, oder wurde es nach Vorpommern verlegt?

+1

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 21.01.2016, 10:52 (vor 3720 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd

Die zugehörige Meldung auf hessenschau.de verzichtet übrigens auf die Nennung eines Namens (Ob der stimmt, wissen wir auch nicht) und einer Nationalität seitens des Beschuldigten.

Ergänzende Grüße,
der Colaholiker

--
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Ändert nichts dran das es ein Kölner Zub war

Reservierungszettel, KDU, Donnerstag, 21.01.2016, 10:55 (vor 3720 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

- kein Text -

Seit wann ist Duisburg...

Reservierungszettel, KDU, Donnerstag, 21.01.2016, 10:59 (vor 3720 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd

...kein hässlicher Vorort von Düsseldorf mehr?

Ist es nicht mehr hässlich, oder wurde es nach Vorpommern verlegt?

Nein, es gehört zu Rumänien ;)

http://www.sueddeutsche.de/politik/duisburger-oberbuergermeister-tausche-rumaenen-und-b...

Fürs Protokoll

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 21.01.2016, 11:03 (vor 3720 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd

Sollten die Beschuldigungen aber im Wesentlichen der Wahrheit entsprechen, ist die Frage, ob die Anschuldigende einen Fahrschein hatte, komplett irrelevant.

Richtig. Wobei es durch die Tatsache, daß die Anschuldigende keine Fahrkarte hatte, ein mögliches Szenario gibt, das es mit Fahrkarte nicht gegeben hätte. Hypothetisch: Fahrgästin ohne Fahrkarte bietet dem Zugbegleiter an, ihre Fahrt "in Naturalien zu bezahlen", es kommt zu einer einvernehmlichen Handlung (moralisch möchte ich das nicht bewerten, im Sinne der Fahrgeldsicherung der Bahn ist es sicher nicht, aber strafrechtlich relevant im Sinne der Anklage ist es auch nicht, da einvernehmlich), und hinterher erstattet sie Anzeige. Ich will nicht unterstellen, daß es sich so zugetragen hat, ich will nicht sagen, es hat sich nicht so zugetragen. Es ist aber eine Möglichkeit, wie es mit Zusammenhang zum Schwarzfahren passiert sein könnte. Bei nicht einvernehmlicher Handlung stellt sich die Frage nach der Fahrkarte aber in der Tat nicht.

Aber um noch mal was mit Tatsachen statt Spekulationen zu schreiben - vor einiger Zeit reiste ich in einem abendlichen IC durch's Land, an einem Unterwegshalt stiegen ein paar junge Frauen (geschätzt 18-22 Jahre alt) in den recht leeren einzigen Apmz im Zug ein. Sie nahmen an einem Tisch platz, stellten einen kleinen Lautsprecher auf selbigen und begannen lautstark ein Hörbuch laufen zu lassen. Ging mir ziemlich auf den Sack, das ganze, und mangels weiterer Wagen 1. Klasse konnte ich nicht ohne weiteres den Wagen wechseln. (1. Klasse zahlen und Bimz (Typischer Wochenendverstärker eben) fahren kommt nicht in Frage.) Also bat ich die jungen Damen höflich, doch auf Kopfhörer umzusteigen, das wäre der Örtlichkeit angemessener. Die Wortführerin schlug mir mit kesser "Berliner Schnauze" vor, sie könnte ja ihre obere Körperhälfte entblößen, wenn ich sie dafür weiter das Hörbuch über Lautsprecher hören lassen würde. Ich lehnte dankend ab - erstens weil mir dann das Hörbuch (fürchterlich monoton erzählt) trotzdem weiter auf den Keks gegangen wäre und zweitens hätte es eh nicht viel zu sehen gegeben.

Immer noch kopfschüttelnde Grüße,
der Colaholiker

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Ändert nichts dran das es ein Kölner Zub war

bahnerausleidenschaft, Donnerstag, 21.01.2016, 11:04 (vor 3720 Tagen) @ Reservierungszettel

Und nun sind alle Kölner Schläger? Oder wie soll ich das verstehen?

Seit wann ist Duisburg...

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 21.01.2016, 11:05 (vor 3720 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd

...kein hässlicher Vorort von Düsseldorf mehr?

Es ist aber nicht der häßliche Vorort von Düsseldorf, sondern ein anderer. :o)

Sachsenhausen ist ja auch nicht einfach nur ein Stadtteil von Frankfurt am Main, aber das muß ich Dir ja sicher nicht erklären. ;-)

Klar differenzierende Grüße,
der Colaholiker

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Endlich mal eine Mitteilung mit hoher Aussagekraft!

LimburgSüd, D, Donnerstag, 21.01.2016, 11:22 (vor 3720 Tagen) @ GUM

b.) Die Bahn rechtzeitig an eine Anzeige wegen falscher Verdächtigung, Vortäuschung einer Straftat gegen die Bahn"kundin" gestellt hat. Details können sicherlich die Bahnjuristen klären....

Aha... scheinst ja schon zu wissen, wies ausgeht.

Warum soll die Bahn die Anzeige stellen? Die Bahn wurde nicht angezeigt und es wird nicht gegen die Bahn ermittelt. Wenn es eine nachweisbar falsche Verdächtigung vorliegt, ist es Aufgabe des Rechtsbeistands des Verdächtigen, die entsprechende Anzeige zu stellen.

:-D

Frankfurt (Main) Süd, Donnerstag, 21.01.2016, 11:24 (vor 3720 Tagen) @ Colaholiker

- kein Text -

Ändert nichts dran das es ein Kölner Zub war

Reservierungszettel, KDU, Donnerstag, 21.01.2016, 11:40 (vor 3720 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Und nun sind alle Kölner Schläger? Oder wie soll ich das verstehen?

Da hab ich nichts von gesagt, andere hier werden das jedoch leider so sehen...

Endlich mal eine Mitteilung mit hoher Aussagekraft!

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 21.01.2016, 11:42 (vor 3720 Tagen) @ LimburgSüd

Warum soll die Bahn die Anzeige stellen?

Falls sich herausstellt, die Anschuldigungen waren falsch, kann die Bahn zumindest die Beschuldigende auf Schadenersatz verklagen - denn durch ihre Anschuldigungen gab es Beeinträchtigungen im Betriebsablauf, die sich sicher zumindest teilweise auch in Währungseinheiten ausdrücken lassen. Den Zug für die Ermittlungen länger anzuhalten war ja eine direkte Folge ihrer Anzeige. Allerdings ginge es hier um eine rein zivilrechtliche Angelegenheit.

Anzeige wegen der falschen Verdächtigungen erstatten (Strafrecht) kann jedoch nur der zu Unrecht Beschuldigte, das ist richtig.

Ersteres im Falle des Falles als Geste, dem Angestellten den Rücken zu stärken durchaus in Betracht ziehende Grüße,
der Colaholiker

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Köln

Gambrinus, Donnerstag, 21.01.2016, 12:26 (vor 3720 Tagen) @ Colaholiker

Was mir auch auffällt ist eine merkwürdige Konzentration auf Köln. Hat das irgendwas zu sagen? Wahrscheinlich nicht...


Doch, es hat was zu sagen. Wer in dieser Stadt zu viel Zeit verbringt, wird gaga und ist mit dem Leben drumherum nicht mehr kompatibel.

Zum Glück diesem Inferno nach einem halben Jahr wieder entflohene Grüße,
der Colaholiker

Ich finde es immer wieder interessant wie Köln polarisiert. Für mich ist Köln DIE Stadt und wird es immer bleiben.

Ich kenne keine andere Stadt, die von ihren Fans - und davon gibt es viele auch außerhalb der Stadt - so innig und abgrundtief geliebt wird wie Köln.

Verstehen kann ich allerdings auch, wenn es Leute gibt, die dort nicht hinwollen - aus welchem Grund auch immer. Das sind sehr oft persönliche Gründe.

Aber zu behaupten, dass "jeder der zu viel Zeit da verbringt gaga ist" ist ja nun Quatsch. Auch wenn ich glaube zu wissen, was Du damit sagen willst.

Kölle alaaf!

Fürs Protokoll, Lautsprecher

Beobachter7, Donnerstag, 21.01.2016, 12:29 (vor 3720 Tagen) @ Colaholiker

Also bat ich die jungen Damen höflich, doch auf Kopfhörer umzusteigen, das wäre der Örtlichkeit angemessener. Die Wortführerin schlug mir mit kesser "Berliner Schnauze" vor, sie könnte ja ihre obere Körperhälfte entblößen, wenn ich sie dafür weiter das Hörbuch über Lautsprecher hören lassen würde.

"Und die Bollen daran dienen dann als Lautsprecher?" wäre eine passende Gegenfrage gewesen.

Fürs Protokoll, Lautsprecher

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 21.01.2016, 12:35 (vor 3720 Tagen) @ Beobachter7

"Und die Bollen daran dienen dann als Lautsprecher?" wäre eine passende Gegenfrage gewesen.

"Was für Bollen?" wäre da jetzt eher die Gegenfrage gewesen.

Auf den Anblick einer Tischplatte verweisende Grüße,
der Colaholiker

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Du lieferst die Antwort gleich selbst

Frankfurt (Main) Süd, Donnerstag, 21.01.2016, 12:45 (vor 3720 Tagen) @ Gambrinus

Ich kenne keine andere Stadt, die von ihren Fans - und davon gibt es viele auch außerhalb der Stadt - so innig und abgrundtief geliebt wird wie Köln.

Genau das ist ein wesentlicher Teil des Problems: Wenn einem nicht jeder Voll- und Teilzeitkölner ständig erzählen würde, Köln sie die mit weitem Abstand großartigste Stadt auf Gottes Erdboden, hätte ich schon mal ein Problem weniger mit dieser Stadt. Nicht, dass ich sie dann auf einmal super toll fände, aber es fiele mir wesentlich leichter, über ihre sonstigen nicht unerheblichen Schwächen gnädig hinwegzusehen.

In den bald acht Jahren, die ich inwzwischen in Frankfurt lebe, hat mir noch niemand Derartiges erzählt. Typisch war vielmehr folgendes Erlebnis: Ich war gerade dabei, nach Frankfurt zu ziehen, und hatte einen Termin bei einer Frankfurter Augenärztin, die mir die neuen Nachbarn empfohlen hatten. Bei der Anmeldung wies ich darauf hin, dass ich gerade am Umziehen sei, auf der Krankenkassenkarte stünde noch die alte Adresse, die neue könnte ich gern auf einen Zettel schreiben.

Die Sprechstundenhilfe steckt die Karte ins Lesegerät und sagt daraufhin (mit deutlich erkennbarem Frankfurter Akzent):

Sie sind gerade von Berlin nach Frankfurt gezogen? Das muss ja schrecklich für Sie sein!

Köln

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 21.01.2016, 12:47 (vor 3720 Tagen) @ Gambrinus

Ich finde es immer wieder interessant wie Köln polarisiert. Für mich ist Köln DIE Stadt und wird es immer bleiben.

Für mich gibt es an dieser Stadt absolut nichts, was mir gefällt. Damals sah es zumindest etwas anders aus, aber meine damalige Freundin ist erstens meine Ex, zweitens mittlerweile verheiratet und drittens wohnt sie woanders. Gescheite Straßenbahnen (lies: Düwag-Achtachser) gibts auch nicht mehr.

Allerdings verspüre ich mit zunehmendem Lebensalter immer mehr eine Abneigung gegen große Städte. Selbst Frankfurt, die Stadt, in der ich quasi mein ganzes Leben verbracht habe, kotzt mich immer und immer mehr an. Da ist es wenig verwunderlich, daß Köln als noch größere Stadt mich in noch dickerem Strahl ankotzt. Wenn ich ehrlich bin, ist der einzige Grund, wieso ich Frankfurt noch nicht entflohen bin, die Arbeit...

Ich kenne keine andere Stadt, die von ihren Fans - und davon gibt es viele auch außerhalb der Stadt - so innig und abgrundtief geliebt wird wie Köln.

Ich wrde jetzt mal Hamburg und Berlin ins Rennen schmeißen, auch wenn ich bei Berlin ebenfalls das Fan-Tum nicht verstehen kann. Hamburg hingegen hat meiner Meinung nach was, auch wenn ich dort auch nicht leben wollte.

Verstehen kann ich allerdings auch, wenn es Leute gibt, die dort nicht hinwollen - aus welchem Grund auch immer. Das sind sehr oft persönliche Gründe.

Optisch gefällts mir da nicht, die Mentalität der Leute ist zu meiner inkompatibel, den Kölschen Dialekt finde ich persönlich vom Hören einen der schlimmsten in Deutschland - die Liste ist lang. Aber in der Tat sind die meisten Punkte daran Geschmackssache. Genau wie die oft gehörten Pro-Argumente wie das Nachtleben und der Karneval.. ich bin zwar ein Nachtmensch, aber "das Nachtleben" brauche ich nit. Im Gegenteil, das ist meistens meine produktivste Zeit.

Und.. einen Dom haben wir in Frankfurt auch. Der steht zwar nicht vorm Bahnhof und ist kleiner, dafür wurden da schon Kaiser gekrönt. Ätsch. :-P

Aber zu behaupten, dass "jeder der zu viel Zeit da verbringt gaga ist" ist ja nun Quatsch. Auch wenn ich glaube zu wissen, was Du damit sagen willst.

Nun ja, sehen wir den Tatsachen mal ins zwinkernde Auge. Man fängt an, selsame Plörre in Reagenzgläsern für Bier zu halten, findet dicke bärtige Männer, die in einer Art geheimsprache singen gut, lacht an ein paar Tagen im Jahr auf Kommando über unlustige Gestalten wie Bernd Stelter (WAS in aller Welt ist an dem Typen lustig?), und...

Kölle alaaf!

wirft dazu Tourette-artig solche komischen Worte in den Raum. :o)

Kräftig augenzwinkernde Grüße,
der Colaholiker

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Du lieferst die Antwort gleich selbst

Gambrinus, Donnerstag, 21.01.2016, 13:16 (vor 3720 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd

Ich kenne keine andere Stadt, die von ihren Fans - und davon gibt es viele auch außerhalb der Stadt - so innig und abgrundtief geliebt wird wie Köln.


Genau das ist ein wesentlicher Teil des Problems: Wenn einem nicht jeder Voll- und Teilzeitkölner ständig erzählen würde, Köln sie die mit weitem Abstand großartigste Stadt auf Gottes Erdboden, hätte ich schon mal ein Problem weniger mit dieser Stadt. Nicht, dass ich sie dann auf einmal super toll fände, aber es fiele mir wesentlich leichter, über ihre sonstigen nicht unerheblichen Schwächen gnädig hinwegzusehen.

Also grundsätzlich sind mir Leute, die ihre Heimat lieben, sehr sympathisch.

Ein Kölner kann natürlich auch mal dahin tendieren, die negativen Seiten von Köln komplett zu übersehen. Er ist dann auch mal etwas zu unkritisch.

Aber warum ist das Bestandteil des Problems, das Du mit der Stadt hast?

Am Ende muss sich ja jeder sein eigenes Bild machen und eine Stadt gilt es ja immer zu entdecken. Somit kriege ich den Transfer von der Heimatliebe der Kölner zu dem Problem, das Du damit hast, nicht hin.

Wie Du schon schriebst, "sollten sich... bewahrheiten"

GUM, Donnerstag, 21.01.2016, 13:29 (vor 3720 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd
bearbeitet von GUM, Donnerstag, 21.01.2016, 13:30

Sollten die Beschuldigungen aber im Wesentlichen der Wahrheit entsprechen, ist die Frage, ob die Anschuldigende einen Fahrschein hatte, komplett irrelevant.

Diese Frage ist aber der Ausgangspunkt der Ermittlungen. Die Polizei ermittelt ja meist sehr gewissenhaft in alle Richtungen und trägt be- und entlastendes Material zusammen. Ist ein Fahrschein vorhanden, so fällt dieses Motiv der falschen Anschuldigung schon weg.

Ich erinnere nur an diesen Aufreger in den Medien in der Nähe von München. Ein junges Mädchen behauptete, dass Asylbewerber eine Vergewaltigung versucht hätten. Die ursprüngliche Vorwurf wurde sehr extensiv verbreitet, die entlastende Mitteilung erreichte nicht Alle gleichermaßen.

Quelle: Focus.de

Aus derzeitiger Sicht sehe ich in der Behauptung eher die krasse Form von etwas, was 2012 ein Mitarbeiter der S-Bahn Wache München in ähnlicher Form erlebt hat. Dort ging es zwar "nur" um Anfassen bzw. Grapschen aber auch das ist schon ein schwerer Vorwurd.

Ich weise nur auf Punkt 2 eines Beitrags vom Mai 2012 hin:

Schwarzfahrerin behauptete ein Kontrolleur hätte sie angefasst

Nachdem sie die Behauptung auch nicht wiederholt hatte und mehrere Zeugen zur Verfügung standen habe ich nie mehr was davon gehört. Dort war aber die potentielle Beweislage dank S-Bahn Großraum und wahrscheinlich Videoaufzeichnung auch besser.

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

Endlich mal eine Mitteilung mit hoher Aussagekraft!

GUM, Donnerstag, 21.01.2016, 13:33 (vor 3720 Tagen) @ LimburgSüd

b.) Die Bahn rechtzeitig an eine Anzeige wegen falscher Verdächtigung, Vortäuschung einer Straftat gegen die Bahn"kundin" gestellt hat. Details können sicherlich die Bahnjuristen klären....


Aha... scheinst ja schon zu wissen, wies ausgeht.

Warum soll die Bahn die Anzeige stellen?

Du rügst zu Recht meine ungenaue Formulierung. Die Bahn sollte darauf dringen, dass der dann ehemalige Beschuldigte diese Art Anzeige stellt. Und könnte durchaus auch einen Rechtsbeistand für seinen Mitarbeiter bereitstellen.

Um ein deutliches Symbol zu setzen, dass es so nicht geht.

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

Köln

Gambrinus, Donnerstag, 21.01.2016, 13:38 (vor 3720 Tagen) @ Colaholiker

Für mich gibt es an dieser Stadt absolut nichts, was mir gefällt. Damals sah es zumindest etwas anders aus, aber meine damalige Freundin ist erstens meine Ex, zweitens mittlerweile verheiratet und drittens wohnt sie woanders. Gescheite Straßenbahnen (lies: Düwag-Achtachser) gibts auch nicht mehr.

Ist doch OK. Finde es auch schade, dass es die DÜWAG-Achtachser nicht mehr gibt.


Allerdings verspüre ich mit zunehmendem Lebensalter immer mehr eine Abneigung gegen große Städte. Selbst Frankfurt, die Stadt, in der ich quasi mein ganzes Leben verbracht habe, kotzt mich immer und immer mehr an. Da ist es wenig verwunderlich, daß Köln als noch größere Stadt mich in noch dickerem Strahl ankotzt. Wenn ich ehrlich bin, ist der einzige Grund, wieso ich Frankfurt noch nicht entflohen bin, die Arbeit...

Ich habe auch einmal zwei Monate in Frankfurt gelebt. Da gibt´s auch schöne und häßliche Ecken. Ansonsten ist mir die Stadt einfach nur egal.

Ich kenne keine andere Stadt, die von ihren Fans - und davon gibt es viele auch außerhalb der Stadt - so innig und abgrundtief geliebt wird wie Köln.


Ich wrde jetzt mal Hamburg und Berlin ins Rennen schmeißen, auch wenn ich bei Berlin ebenfalls das Fan-Tum nicht verstehen kann. Hamburg hingegen hat meiner Meinung nach was, auch wenn ich dort auch nicht leben wollte.

Ich denke da vor allem an das Liedgut. Es gibt zig Songs, in der die Liebe zu Köln thematisiert wird. In meiner neuen "Arbeits"-Heimat München gibt es den Kölner Abend. Eine Diskothek wo einmal im Monat ausschließlich kölsche Musik gespielt und Kölsch getrunken wird. Wo ich das erste Mal dort war hatte ich erwartet, hier trifft man ja nur Rheinländer, die im bayerischen Exil ein bisschen Heimatgefühl pflegen wollen. Weit gefehlt! Der Laden ist - obwohl Dienstag also mitten in der Woche - gerammelt voll. Und es liegen sich Kölner, Berliner, Münchner und aus welchen Landesteilen sie auch immer kommen in den Armen und singen gemeinsam "Meine Liebe, meine Stadt und mein Verein". Ich war einfach nur baff, dass es Bayern gibt, die bei reinen Kölsch-Songs textsicher mitsingen können. Auf die Frage, was einen Bayern dazu treibt regelmäßig zum Kölner Abend zu gehen kam die Antwort "Hier trifft man endlich mal normale Leute und nicht den typischen versnobten, arroganten, hochnäsigen Münchner". Donnerwetter dachte ich, sogar in fernen München gibt es Köln-Fans.

Verstehen kann ich allerdings auch, wenn es Leute gibt, die dort nicht hinwollen - aus welchem Grund auch immer. Das sind sehr oft persönliche Gründe.


Optisch gefällts mir da nicht, die Mentalität der Leute ist zu meiner inkompatibel, den Kölschen Dialekt finde ich persönlich vom Hören einen der schlimmsten in Deutschland - die Liste ist lang. Aber in der Tat sind die meisten Punkte daran Geschmackssache. Genau wie die oft gehörten Pro-Argumente wie das Nachtleben und der Karneval.. ich bin zwar ein Nachtmensch, aber "das Nachtleben" brauche ich nit. Im Gegenteil, das ist meistens meine produktivste Zeit.

Deine Meinung, aber Du sagst es ja: Geschmacksache!


Und.. einen Dom haben wir in Frankfurt auch. Der steht zwar nicht vorm Bahnhof und ist kleiner, dafür wurden da schon Kaiser gekrönt. Ätsch. :-P

Komisch, dass mir der Frankfurter Dom überhaupt kein Begriff ist, egal!

Aber zu behaupten, dass "jeder der zu viel Zeit da verbringt gaga ist" ist ja nun Quatsch. Auch wenn ich glaube zu wissen, was Du damit sagen willst.


Nun ja, sehen wir den Tatsachen mal ins zwinkernde Auge. Man fängt an, selsame Plörre in Reagenzgläsern für Bier zu halten, findet dicke bärtige Männer, die in einer Art geheimsprache singen gut, lacht an ein paar Tagen im Jahr auf Kommando über unlustige Gestalten wie Bernd Stelter (WAS in aller Welt ist an dem Typen lustig?), und...

Das liest sich ja schon ganz anders als der Eingangspost. Dass Kölsch Bier ist kann man nicht wegdiskutieren, ob man es mag, ob man den Karneval mag, ob man Bernd Stelter mag: Wieder Geschmacksache!

Kölle alaaf!


wirft dazu Tourette-artig solche komischen Worte in den Raum. :o)

Der Frankfurter ruft narri-narra oder helau oder wie? Ist natürlich viel besser als alaaf!

Kräftig augenzwinkernde Grüße,
der Colaholiker

Texte lesen und verstehen...

Frank Augsburg, Ansbach, Donnerstag, 21.01.2016, 13:52 (vor 3720 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Steht da irgendwo das es ein Kollege aus Köln gewesen ist. Bei diesem dummen Gerede hier über diesen Vorfall kann ich nur k..... Am Ende gibt es nur Verlierer, egal was am Ende bei rauskommt.

...ist eine Pisa-Kategorie, bei der Deutschland nicht besonders gut abgeschnitten hat, und Du bist das leuchtende Beispiel dafür. In zitiertem Text steht nämlich:

"Der Kölner Jung- Schauspieler..." - und so weiter.
Aber kotz ruhig, am besten gegen den Wind, dann trifft es keinen Falschen.

Herzlichst
Frank

--
"Die Ferne ist ein schöner Ort,
doch wenn ich da bin, ist sie fort.
Die Ferne ist wo ich nicht bin,
ich geh und geh und komm nicht hin."

(Silly, mit der leider viel zu früh verstorbenen Tamara Danz)

Köln

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 21.01.2016, 14:01 (vor 3720 Tagen) @ Gambrinus
bearbeitet von Colaholiker, Donnerstag, 21.01.2016, 14:02

Ich habe auch einmal zwei Monate in Frankfurt gelebt. Da gibt´s auch schöne und häßliche Ecken. Ansonsten ist mir die Stadt einfach nur egal.

Ich hab in dem halben Jahr Köln (okay, es war jede Woche von Donnerstagnachmittag bis Dienstagvormittag) halt abgesehen vom Rheinpark keine schönen Ecken gesehen. Aber ja, Frankfurt hat auch einige üble Ecken!

Ich denke da vor allem an das Liedgut. Es gibt zig Songs, in der die Liebe zu Köln thematisiert wird. In meiner neuen "Arbeits"-Heimat München gibt es den Kölner Abend. Eine Diskothek wo einmal im Monat ausschließlich kölsche Musik gespielt und Kölsch getrunken wird. Wo ich das erste Mal dort war hatte ich erwartet, hier trifft man ja nur Rheinländer, die im bayerischen Exil ein bisschen Heimatgefühl pflegen wollen. Weit gefehlt! Der Laden ist - obwohl Dienstag also mitten in der Woche - gerammelt voll. Und es liegen sich Kölner, Berliner, Münchner und aus welchen Landesteilen sie auch immer kommen in den Armen und singen gemeinsam "Meine Liebe, meine Stadt und mein Verein". Ich war einfach nur baff, dass es Bayern gibt, die bei reinen Kölsch-Songs textsicher mitsingen können. Auf die Frage, was einen Bayern dazu treibt regelmäßig zum Kölner Abend zu gehen kam die Antwort "Hier trifft man endlich mal normale Leute und nicht den typischen versnobten, arroganten, hochnäsigen Münchner". Donnerwetter dachte ich, sogar in fernen München gibt es Köln-Fans.

Erstaunlich und für mich vollkommen unverständlich. Zumal es für mich eigentlich nur zwei Lieder gibt, die man mit Köln verbindet, die mir auch zusagen. "Verdammt lang her" (sorry, wenn ich es Hochdeutsch schreibe), und "Niemals geht man so ganz". Wobei beides ja nicht wirklich mit der Stadt Köln zu tun hat, sondern die Verbindung nur über die dahinterstehenden Personen gegeben ist.

Komisch, dass mir der Frankfurter Dom überhaupt kein Begriff ist, egal!

Frankfurt hat eben anders als Köln mehr als eine Sehenswürdigkeit, die zudem noch direkt vorm Bahnhof steht. ;-) Vielleicht liegt es aber auch am größeren Zeitlichen Abstand seiner Relevanz im Vergleich beispielsweise zur Paulskirche, die Dir hoffentlich eher ein Begriff ist.

Der Frankfurter ruft narri-narra oder helau oder wie? Ist natürlich viel besser als alaaf!

Offiziell werfen die Frankfurter, die damit etwas zu tun haben, wohl mit "Helau" um sich. Aber, auch wenn es in der Innenstadt einen "großen" (kein Vergleich zu Köln) und im Stadtteil Heddernheim auch einen bekannten Zug gibt, ist das ganze Treiben hier in Frankfurt im Verhältnis zur Einwohnerzahl eine Randerscheinung. Wer an den "närrischen Tagen" frei haben will, muß eben seinen Urlaub passend planen, verkleidet im Büro ist ein absolutes no-no (eine Kollegin, die aus dem Rheinland hierher gezogen ist, hat im ersten Jahr an Weiberfastnacht mächtig Ärger bekommen, als sie einem Abteilungsleiter die Krawatte gekürzt hat), und auch sonst ist hier abseits der wenigen offiziellen Veranstaltungen in der Zeit "ganz normales Leben". Einziges Zeichen, daß was anders ist, sind die vermehrten Verkehrskontrollen in der Zeit auf der Suche nach Leuten, die zu tief ins Glas geschaut haben.

Helau übrigens genauso dämlich wie Alaaf findende Grüße,
der Colaholiker

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Gewissenkonflikte wegen Forum-Treff ;-)

Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 21.01.2016, 14:13 (vor 3720 Tagen) @ oppermad

Wie ich denen den geplanten Aufenthalt dort schonend beibringen soll??? Keine Ahnung.

Du wirst beten, daß Düsseldorf nie so wird wie Köln. Du scheinst schonmal dagewesen zu sein. Sonst hättest Du sagen können, es wenigstens einmal mit eigenen Augen sehen zu wollen. ;-)

Viele Grüße
Sören
(der nicht weiß, warum ihm Köln nicht ganz sympathisch ist)

Gewissenkonflikte wegen Forum-Treff ;-)

oppermad, Wuppertal/Wunstorf, Donnerstag, 21.01.2016, 15:01 (vor 3720 Tagen) @ Sören Heise

Moin Sören,

"Problem" sind nicht unbedingt die Kollegen, sondern indirekt der Arbeitgeber. Wie soll ich den Düsseldorfern erklären, dass evtl. ihre Gebühren, Beiträge usw. in der "feindlichen" Stadt verjubelt werden von jemanden, der noch nicht einmal in Düsseldorf wohnt?

Probleme über Probleme ;-)))))))

Grüße,

Dirk

--
Wer ist kundig auf folgenden Baureihen:
101, 103, 110, 111, 112, 120, 139, 140, 141, 143, 150, 151, 155, 181.2, 218, 225, 233, 362, 420, 472, 601, 605, 624, 628, 643 und 644?
Richtig: Bender!

Endlich mal eine Mitteilung mit hoher Aussagekraft!

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 21.01.2016, 16:38 (vor 3720 Tagen) @ GUM

Nach Abschluß der Ermittlungen sollte die Bahn dann noch mit dem Ergebnis nachlegen und könnte ja ergänzen ob die Anschuldigende:

a.) überhaupt einen Fahrschein hatte
b.) Die Bahn rechtzeitig an eine Anzeige wegen falscher Verdächtigung, Vortäuschung einer Straftat gegen die Bahn"kundin" gestellt hat. Details können sicherlich die Bahnjuristen klären....

Leider gehst du nur von einem Ergebnis aus. Das ist zu einseitig, auch wenn es für dich offenbar nicht vorstellbar zu sein scheint, dass es auch unter Eisenbahnern Idioten geben kann.
Wenn die Ermittlungen den Vorfall bestätigen, dann sollte DB Bahn genauso nachlegen und das Verhalten ihres Mitarbeites aufs schärfste veruteilen. Fristlos entlassen würde der "Kollege" dann sowieso.
In dem Fall würden alle Eisenbahner vorerst zu unrecht als Monster angesehen werden, nur weil einer komplett seinen Job verfehlt hätte.

Aber man sollte sich generell mit voreiligen Schlüssen zurückhalten, weder in die eine, noch in die andere Richtung.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Endlich mal eine Mitteilung mit hoher Aussagekraft!

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 21.01.2016, 16:42 (vor 3720 Tagen) @ GUM

Die Bahn sollte darauf dringen, dass der dann ehemalige Beschuldigte diese Art Anzeige stellt. Und könnte durchaus auch einen Rechtsbeistand für seinen Mitarbeiter bereitstellen.

Um ein deutliches Symbol zu setzen, dass es so nicht geht.

Bitte stelle das nicht so dar, als ob es schon erwiesen sei, dass der Mitarbeiter unschuldig sein würde.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Du lieferst die Antwort gleich selbst: Francoforte

Beobachter7, Donnerstag, 21.01.2016, 17:46 (vor 3720 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd

Ich kenne keine andere Stadt, die von ihren Fans - und davon gibt es viele auch außerhalb der Stadt - so innig und abgrundtief geliebt wird wie Köln.

...

In den bald acht Jahren, die ich inwzwischen in Frankfurt lebe, hat mir noch niemand Derartiges erzählt.

"Es will mer net in de Kopp enei,
wie kann e Mensch nor net aus Frankfort sei!"

Frankfurter Heimatdichter

Die Sprechstundenhilfe steckt die Karte ins Lesegerät und sagt daraufhin (mit deutlich erkennbarem Frankfurter Akzent):

Sie sind gerade von Berlin nach Frankfurt gezogen? Das muss ja schrecklich für Sie sein!

Es wohnen viele Leute in Frankfurt (am Main), weil man Frankfurt so schnell verlassen kann, und das in alle Richtungen und mit allen Verkehrsmitteln.

Köln

462 001, Taunus, Donnerstag, 21.01.2016, 18:16 (vor 3720 Tagen) @ Colaholiker

Hey,

Frankfurt hat eben anders als Köln mehr als eine Sehenswürdigkeit, die zudem noch direkt vorm Bahnhof steht. ;-) Vielleicht liegt es aber auch am größeren Zeitlichen Abstand seiner Relevanz im Vergleich beispielsweise zur Paulskirche, die Dir hoffentlich eher ein Begriff ist.

der Eiserne Steg als Tor zum Ebbelwei(Ich mag das Stöffsche aber nicht) ist auch sehenswert:)

Der Frankfurter ruft narri-narra oder helau oder wie? Ist natürlich viel besser als alaaf!

Offiziell werfen die Frankfurter, die damit etwas zu tun haben, wohl mit "Helau" um sich. Aber, auch wenn es in der Innenstadt einen "großen" (kein Vergleich zu Köln) und im Stadtteil Heddernheim auch einen bekannten Zug gibt, ist das ganze Treiben hier in Frankfurt im Verhältnis zur Einwohnerzahl eine Randerscheinung. Wer an den "närrischen Tagen" frei haben will, muß eben seinen Urlaub passend planen, verkleidet im Büro ist ein absolutes no-no (eine Kollegin, die aus dem Rheinland hierher gezogen ist, hat im ersten Jahr an Weiberfastnacht mächtig Ärger bekommen, als sie einem Abteilungsleiter die Krawatte gekürzt hat), und auch sonst ist hier abseits der wenigen offiziellen Veranstaltungen in der Zeit "ganz normales Leben". Einziges Zeichen, daß was anders ist, sind die vermehrten Verkehrskontrollen in der Zeit auf der Suche nach Leuten, die zu tief ins Glas geschaut haben.

Ah, "Klaa Paris"! Da war ich schon öfter, ist was anderes als als die großen Umzüge am (Nieder-)Rhein:)

Helau übrigens genauso dämlich wie Alaaf findende Grüße,
der Colaholiker

Ich finde Helau deutlich besser als Alaaf, da Düsseldorf eh besser als Köln ist;-))

Früher mal zwischen Düsseldorf und Wuppertal gewohnt habende Grüße,
ICE1223

--
Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1619
- Euro. Ausland: 717

Stand: 20.02.2026

Köln

Gambrinus, Donnerstag, 21.01.2016, 19:02 (vor 3720 Tagen) @ Colaholiker

Ich hab in dem halben Jahr Köln (okay, es war jede Woche von Donnerstagnachmittag bis Dienstagvormittag) halt abgesehen vom Rheinpark keine schönen Ecken gesehen. Aber ja, Frankfurt hat auch einige üble Ecken!

Dann konntest Du ja doch Köln etwas schönes abgewinnen. Für die Altstadt konntest Du dich nicht begeistern ?

Erstaunlich und für mich vollkommen unverständlich. Zumal es für mich eigentlich nur zwei Lieder gibt, die man mit Köln verbindet, die mir auch zusagen. "Verdammt lang her" (sorry, wenn ich es Hochdeutsch schreibe), und "Niemals geht man so ganz". Wobei beides ja nicht wirklich mit der Stadt Köln zu tun hat, sondern die Verbindung nur über die dahinterstehenden Personen gegeben ist.

Aber die dahinter stehenden Personen (Wolfgang Niedecken und Trude Herr) sind natürlich zwei echte Kölsche, wie sie kölscher nicht sein könnten. Schön, dass Dir diese Songs gefallen.

Komisch, dass mir der Frankfurter Dom überhaupt kein Begriff ist, egal!


Frankfurt hat eben anders als Köln mehr als eine Sehenswürdigkeit, die zudem noch direkt vorm Bahnhof steht. ;-) Vielleicht liegt es aber auch am größeren Zeitlichen Abstand seiner Relevanz im Vergleich beispielsweise zur Paulskirche, die Dir hoffentlich eher ein Begriff ist.

Auch Köln hat natürlich mehr Sehenswürdigkeiten als nur der Dom.


Gruß, Gambrinus!

ICE-Zugbegleiter der Vergewaltigung verdächtigt

moonglum, Hagen, Donnerstag, 21.01.2016, 19:05 (vor 3720 Tagen) @ ICETreffErfurt

Aha, die Staatsanwaltschaft Hagen ist dran. Das wird die Chefin selbst an sich reißen. Diese Leute sind ermittlungstechnisch topfit. Da wird es ziemlich wahrscheinlich sein, dass die Wahrheit zeitnah ans Licht kommen wird.

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

Die Frage ist: Was zählt als Vergewaltigung?

moonglum, Hagen, Donnerstag, 21.01.2016, 19:05 (vor 3720 Tagen) @ ICETreffErfurt

Nein, das ist übliches Handeln.

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

Ja, in den Fällen, die Markus geschildert hat.

kater_k, BBRN, Donnerstag, 21.01.2016, 19:37 (vor 3720 Tagen) @ moonglum

- kein Text -

z.T. selber Schuld

611 040, Erfurt, Donnerstag, 21.01.2016, 22:25 (vor 3720 Tagen) @ Nordy

Hier ein Auszug aus dem Bildzeitungsartikel:

Flughafen – Missbrauchs-Horror im Express-Zug? Im „ICE 109“ nach Frankfurt soll ein Schaffner versucht haben, eine Schwarzfahrerin (17) zu vergewaltigen – Festnahme!
17 Uhr, Montag im Fernbahnhof am Flughafen: Polizisten stürmen den „ICE 109“ (Dortmund-Basel).

In Handschellen führen sie den Schaffner ab.

BILD erfuhr: Anis K. (31, Tunesier) steht unter schlimmen Verdacht: DER BAHNER SOLL EINEN SEX-ÜBERFALL AUF EINE JUNGE FRAU BEGANGEN HABEN!
Das Drama – wenige Stunden zuvor: In Höhe von Hagen (NRW) erwischt der Schaffner eine Schülerin – ohne Fahrschein.
Laut Aussage des Mädchens soll er sie auf die Zug-Toilette gebeten haben: „Dort können wir darüber reden.“

Die Jugendliche folgt dem Bahner. Auf dem WC soll es dann zu den Übergriffen gekommen sein.

Sollte es wirklich stimmen wie dort beschrieben (was ich bezweifel) dann hat sie aber teilweise! auch selber Schuld. Wenn der ZuB sagt wir können das auf dem WC klären (was anderes wäre im Dienstabteil was ja dafür gemacht ist), kann sie sich ja hoffentlich denken dass es nicht 'normal' geklärt werden soll. Wenn sie dann auchnoch mitgeht hat sie z.T. aber auch selber Schuld.

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Köln

Beobachter7, Donnerstag, 21.01.2016, 23:11 (vor 3720 Tagen) @ Gambrinus

Komisch, dass mir der Frankfurter Dom überhaupt kein Begriff ist, egal!

Es ist eigentlich auch keiner, er wird nur so genannt. Schließlich liegt die Kirche St. Bartolomäus an der Domstraße. Und die U-Bahn-Station daneben heißt Dom/Römer. Warum soll man die Kirche dort nicht auch Dom nennen?

Sehr schön, danke

markw, Freitag, 22.01.2016, 01:01 (vor 3720 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd

- kein Text -

(OT) Falsche Anschuldigung härter bestrafen

Manitou, Freitag, 22.01.2016, 01:17 (vor 3720 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd

Aber der Staat haftet auch nicht für den vollen Schaden aus der Verfolgung eines am Verfahrensende freigesprochenem und damit aus juristischer Sicht Unschuldigem. Insofern ist für den nichtmateriellen Schaden der erlittenen Haft eine Verurteilung von Schuldigen für zu Unrecht erlittene Haft auch eine notwendige Genugtuung.

DM meldet: Erstmal hat er frei...bezahlt/unbezahlt? ...

Manitou, Freitag, 22.01.2016, 01:34 (vor 3720 Tagen) @ Colaholiker

Wenn ein Arbeitgeber einen Arbeitnehmer nicht einsetzt, setzt er sich in den "Annahmeverzug" gemäß BGB. Bei Freispruch bzw. Einstellung des Verfahrens müßte die DB alle Entgeltbestandteile so nachzahlen, als hätte der Mitarbeiter gearbeitet. Dabei müßten variable Anteile nach dem Durchschnitt eines angemessenen zurückliegendem Zeitraum berechnet werden. Die DB müßte dann gegen die Verursacherin klagen.

Endlich mal eine Mitteilung mit hoher Aussagekraft!

Manitou, Freitag, 22.01.2016, 01:44 (vor 3720 Tagen) @ GUM

Eine Straftat (Offizialdelikt) kann jeder Anzeigen, der davon Kenntnis erhält, also auch ein Zeuge. Dagegen kann der Strafantrag bei einem Antragsdelikt nur von Geschädigten bzw. deren rechtlichen Vertretern gestellt werden.

Köln

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 22.01.2016, 08:40 (vor 3719 Tagen) @ Gambrinus

Dann konntest Du ja doch Köln etwas schönes abgewinnen. Für die Altstadt konntest Du dich nicht begeistern ?

Vielleicht war ich da an den falschen Ecken, vielleicht ist es auch das Übemaß an "Kölsch-Kultur" das mir da nicht so zugesagt hat. Genau kann ich es nicht mehr sagen, es ist schon einige Jahre her, daß ich das letzte Mal überhaupt einen Fuß nach Köln gesetzt habe, die Zeit, die ich dort länger verbracht habe, ist noch länger her.

Aber die dahinter stehenden Personen (Wolfgang Niedecken und Trude Herr) sind natürlich zwei echte Kölsche, wie sie kölscher nicht sein könnten. Schön, dass Dir diese Songs gefallen.

Ich bin niemand, der aus Prinzip sagt "das kommt aus einer Stadt die ich nicht mag, also muß es Mist sein". Mit Brings, Höhner und wie sie sonst alle heißen kann ich hingegen nicht viel anfangen, vielleicht auch weil ich die Texte nur begrenzt verstehe... ;-)

Auch Köln hat natürlich mehr Sehenswürdigkeiten als nur der Dom.

Auch das ist mir klar. Wäre auch armselig wenn eine Stadt dieser Größe nur eine Sehenswüdigkeit hätte. ;-) Nur bin ich mir relativ sicher, wenn man in einer Fußgängerzone irgendwo in Deutschland (vielleicht nicht gerade im Dunstkreis von Köln oder Frankfurt) Passanten Fotos zeigt von Sehenswürdigkeiten und sie bittet, sie Städten zuzuordnen, dürften viele außer dem Dom nicht viel nach Köln verorten können. Bei Frankfurt gibt es sicher mehr, die spontan zugeordnet werden können... Skyline (sorry, aber in dem Punkt kann Köln sowas von nicht mit Frankfurt mithalten), Römer (man denke an die legendären Empfänge der Fußball-Nationalmannschaft nach internationalen Meisterschaften), Paulskirche (durch ihre Bedeutung für die Demokratie in Deutschland), evtl. Hauptbahnhof (in meinen Augen ein sehr charakteristisches Gebäude - okay, das in Köln ist auch charakteristisch, nur kleiner und nach meinem Geschmack nicht so schön), Flughafen (wenn man nicht gerade einen Bildausschnitt nimmt, der nur eine Bodenfliese im Bereich der Damen-Pesonaltoilette des Burger King-Restaurants im Abflugbereich Non-Schengen im Terminal 2 zeigt Ja, den Burgerbräter gibt es da, ob die geschlechtsgetrennte Personaltoiletten haben, weiß ich aber nicht.), etc, etc. Das Marketing der Stadt Köln ist doch sehr auf den Dom zentriert.

Letztlich hat da jeder seine eigenen Präferenzen was ihm gefällt und was nicht, und ein paar Sticheleien (sofern es nicht ernsthafte Beleidigungen sind) ber die Eigenheiten des "typischen Einwohners" einer Stadt sind doch auch mal ganz nett. Und ja, das gilt auch, wenn es gegen den "typischen Frankfurter" geht - zumal ich ja in Sachsenhausen geboren und aufgewachsen bin. (Zur Erklärung für die nicht ortskundigen: Sachsenhausen ist der größte Stadtteil Frankfurts und liegt im Gegensatz zu einem Großteil des Stadtgebiets südmainisch. Frankfurt-intern ist das -wie mit Köln und Deutz- ein gigantischer Unterschied. ;-) Nur daß eben die Sachsenhäuser sich als der schöne sonnige Süden sehen und von den nordmainischen Frankfurtern nicht so abschätzig -"Schäl Sick"- behandelt werden wie die Deutzer von den Kölnern. Mundartlich spricht man hier nur von "Hibb de Bach" und "Dribb de Bach" - also hüben/drüben des Bachs.)

Trotz der gemeinsamen ersten fünf Buchstaben einen großen Mentalitätsunterschied zwischen Rheinland und Rhein-Main-Gebiet feststellende Grüße,
der Colaholiker

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Danke für den Hinweis....

GUM, Freitag, 22.01.2016, 10:24 (vor 3719 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von GUM, Freitag, 22.01.2016, 10:24

Bitte stelle das nicht so dar, als ob es schon erwiesen sei, dass der Mitarbeiter unschuldig sein würde.

Deinen Hinweis nehme ich gerne dankend an.

Mein unbestimmtes Gefühl sagt mir aber, dass wir in einigen Wochen Entwarnung bekommen - wenn es in den Medien nicht gerade als Dreizeiler irgendwo verschwindet.

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

Danke für den Hinweis....

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 22.01.2016, 10:40 (vor 3719 Tagen) @ GUM

Mein unbestimmtes Gefühl sagt mir aber, dass wir in einigen Wochen Entwarnung bekommen - wenn es in den Medien nicht gerade als Dreizeiler irgendwo verschwindet.

Ich hoffe daß es Entwarnung gibt, weil das dann nämlich bedeutet, daß der Frau eine schreckliche Erfahrung erspart geblieben ist. Allerdings darf man sich da bei der Beurteilung nicht auf das unbestimmte Bauchgefühl verlassen.

Mich daher nach wie vor mit Spekulationen über das, was da passiert ist oder auch nicht zurückhaltende Grüße,
der Colaholiker

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So, jetzt will ich mal den OT-Vogel abschießen, yeah!

Frankfurt (Main) Süd, Freitag, 22.01.2016, 10:52 (vor 3719 Tagen) @ Beobachter7

Komisch, dass mir der Frankfurter Dom überhaupt kein Begriff ist, egal!


Es ist eigentlich auch keiner, er wird nur so genannt. Schließlich liegt die Kirche St. Bartolomäus an der Domstraße. Und die U-Bahn-Station daneben heißt Dom/Römer. Warum soll man die Kirche dort nicht auch Dom nennen?

Wann ist ein Dom ein Dom? Gute Frage, einfache Antwort: Dann, wenn er so genannt wird. Die gerade in gebildeten Kreisen in Deutschland verbreitete und von Fremdenführern gerne reproduzierte Annahme, "Dom" bedeute "Bischofskirche", und ein "Dom", der (wie der Frankfurter) keine Bischofskirche sei, sei kein richtiger Dom, ist falsch.

Es gibt nämlich überhaupt keine Definition dessen, was ein Dom ist: Weder eine architektonische (mal abgesehen davon, dass Dome üblicherweise eher groß sind), ncoh eine kirchenrechtliche. Das katholische Kirchenrecht kennt für eine Kirche, in der sich der Sitz eines Diözesanbischofs befindet, nur die Bezeichnung "Kathedrale" – das evangelische Kirchenrecht kennt das Konzept der Bischofskirche in dieser strengen Form ohnehin nicht. Und weil die meisten katholischen Kathedralen im deutschen Sprachraum traditionell als "Dom" bezeichnet werden, wird häufig fälschlicherweise davon ausgegangen, "Dom" und "Kathedrale" seien Synonyme und nur eine Bischofskirche ein "richtiger" Dom. Das ist aber niemals von irgendwem amtlich so festgelegt worden, und die Tatsache, dass viele Kirchen beider Konfessionen (u.a. der Frankfurter "Kaiserdom St. Bartholomäus") seit Jahrhunderten als "Dom" bezeichnet werden, ohne Kathedrale zu sein, zeigt klar und deutlich, dass es eine solche Definition des Terminus "Dom" nicht gibt.

Nochmal der Klarheit halber:

  • Kathedrale: katholische Kirche, die als Sitz eines Diözesanbischofs fungiert. Die meisten Kathedralen in Deutschland heißen traditionelln "Dom" (Köln, Trier, Osnabrück [!], Trier, Bamberg, Augsburg u.v.a.); es gibt aber auch Kathedralen, die üblicherweise nicht als Dom bezeichnet werden (Berlin, Görlitz, Freiburg, Dresden u.a.).
  • Dom: (meist große) Kirche unterschiedlicher Konfession, die traditionell als "Dom" bezeichnet wird. Unter den Domen in Deutschland gibt es katholische Kathedralen (s.o.), ehemalige katholische Kathedralen, die entweder von der katholischen Kirche herabgestuft wurden (Worms, Freising) oder inzwischen evangelisch sind (Magdeburg, Lübeck, Meißen, Bremen u.a.), sowie Kirchen unterschiedlicher Konfession, die niemals Kathedrale waren (kath.: Frankfurt, Soest, Fritzlar u.a., ev.: Braunschweig, Berlin [Berliner Dom, Deutscher Dom, Französischer Dom], Königslutter u.a., Simultankirche: Wetzlar).

Insofern verhält es sich, um hier doch noch etwas Eisenbahnbezug zu bringen, mit den Domen wie mit den Zuggattungen: Der MET ist ein ICE, weil er ICE heißt. Und eine S-Bahn ist genau dann eine S-Bahn, wenn sie als S-Bahn bezeichnet wird – auch dann, wenn der unbedarfte Ortsfremde meint, das Ding sehe aus wie eine Regionalbahn und würde sich auch so verhalten.

P.S.
Wie wäre es mit einem neuen Preis: Wer schafft es, beim abseitigsten OT-Thema noch einen Bahnbezug zu bringen?

Köln

Gambrinus, Freitag, 22.01.2016, 11:06 (vor 3719 Tagen) @ Colaholiker

Ich bin niemand, der aus Prinzip sagt "das kommt aus einer Stadt die ich nicht mag, also muß es Mist sein". Mit Brings, Höhner und wie sie sonst alle heißen kann ich hingegen nicht viel anfangen, vielleicht auch weil ich die Texte nur begrenzt verstehe... ;-)

Das ist eine gute Einstellung. Auch verstehe lange nicht alles, was auf Kölsch gesunden wird. Ist aber ja kein Problem, weil es mich interessiert den kompletten Text zu verstehen, nutze ich diverse Internetseiten, auf denen die kompletten Texte sowohl auf kölsch als auch in hochdeutsch dargestellt werden.
Nachdem Du zwei sehr schöne Titel genannt hast, könnte ich Dir natürlich auch noch weitere empfehlen, wo ich mir eventuell vorstellen könnte, dass sie Dir gefallen würden. Das sollte wir dann allerdings auch als PN weiter diskutieren, weil ich denke, dass dies hier keiner mehr mitlesen muss.

Auch das ist mir klar. Wäre auch armselig wenn eine Stadt dieser Größe nur eine Sehenswüdigkeit hätte. ;-) Nur bin ich mir relativ sicher, wenn man in einer Fußgängerzone irgendwo in Deutschland (vielleicht nicht gerade im Dunstkreis von Köln oder Frankfurt) Passanten Fotos zeigt von Sehenswürdigkeiten und sie bittet, sie Städten zuzuordnen, dürften viele außer dem Dom nicht viel nach Köln verorten können. Bei Frankfurt gibt es sicher mehr, die spontan zugeordnet werden können... Skyline (sorry, aber in dem Punkt kann Köln sowas von nicht mit Frankfurt mithalten), Römer (man denke an die legendären Empfänge der Fußball-Nationalmannschaft nach internationalen Meisterschaften), Paulskirche (durch ihre Bedeutung für die Demokratie in Deutschland), evtl. Hauptbahnhof (in meinen Augen ein sehr charakteristisches Gebäude - okay, das in Köln ist auch charakteristisch, nur kleiner und nach meinem Geschmack nicht so schön), Flughafen (wenn man nicht gerade einen Bildausschnitt nimmt, der nur eine Bodenfliese im Bereich der Damen-Pesonaltoilette des Burger King-Restaurants im Abflugbereich Non-Schengen im Terminal 2 zeigt Ja, den Burgerbräter gibt es da, ob die geschlechtsgetrennte Personaltoiletten haben, weiß ich aber nicht.), etc, etc. Das Marketing der Stadt Köln ist doch sehr auf den Dom zentriert.

Das sehe ich aber anders. Aber es sind ja reine Spekulationen. Ich kann mir vorstellen, dass ein x-beliebiger Passant in Berlin oder Hamburg nicht mal den Kölner Dom erkennen würde. Und wer noch nie in Frankfurt war, erkennt da möglicherweise auch gar nichts.

Dagegen kann ich mir eher vorstellen, dass wenn man mal aus Deutschland rausgeht und alle Länder berücksichtigt, würde der Kölner Dom weltweit von deutlich mehr Menschen erkannt werden, als irgendeine Sehenswürdigkeit aus Frankfurt.
Ist aber auch nur Spekulation, keine Ahnung ob das stimmt.
In einem gegoogelten Ranking der Top100 Sehenswürdigkeiten Deutschlands kommen Köln und Frankfurt je einmal vor. Kölner Dom Platz 3, Römer Platz 80.

Die von Dir genannten Sehenswürdigkeiten aus Frankfurt haben mit Sicherheit ihren Reiz, aber keine sticht letztlich so heraus wie der Kölner Dom.


Letztlich hat da jeder seine eigenen Präferenzen was ihm gefällt und was nicht, und ein paar Sticheleien (sofern es nicht ernsthafte Beleidigungen sind) ber die Eigenheiten des "typischen Einwohners" einer Stadt sind doch auch mal ganz nett. Und ja, das gilt auch, wenn es gegen den "typischen Frankfurter" geht - zumal ich ja in Sachsenhausen geboren und aufgewachsen bin. (Zur Erklärung für die nicht ortskundigen: Sachsenhausen ist der größte Stadtteil Frankfurts und liegt im Gegensatz zu einem Großteil des Stadtgebiets südmainisch. Frankfurt-intern ist das -wie mit Köln und Deutz- ein gigantischer Unterschied. ;-) Nur daß eben die Sachsenhäuser sich als der schöne sonnige Süden sehen und von den nordmainischen Frankfurtern nicht so abschätzig -"Schäl Sick"- behandelt werden wie die Deutzer von den Kölnern. Mundartlich spricht man hier nur von "Hibb de Bach" und "Dribb de Bach" - also hüben/drüben des Bachs.)

Mundarten finde ich sowieso klasse. Es gibt da nur wenige, die ich nicht mag, wobei mir natürlich kölsch lieber ist als hessisch, aber das war ja zu erwarten!

Gruß, Gambrinus!

OT-Vogel

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 22.01.2016, 11:14 (vor 3719 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd

P.S.
Wie wäre es mit einem neuen Preis: Wer schafft es, beim abseitigsten OT-Thema noch einen Bahnbezug zu bringen?

Auf dem Hamburger Dom kann man bestimmt Bahn fahren.

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Köln

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 22.01.2016, 11:27 (vor 3719 Tagen) @ Gambrinus

Das ist eine gute Einstellung. Auch verstehe lange nicht alles, was auf Kölsch gesunden wird. Ist aber ja kein Problem, weil es mich interessiert den kompletten Text zu verstehen, nutze ich diverse Internetseiten, auf denen die kompletten Texte sowohl auf kölsch als auch in hochdeutsch dargestellt werden.

Gibt es eigentlich mittlerweile einen Onlineübersetzer Hochdeutsch <-> Kölsch? ;-) Für mich als Nichtkölner gehört ein (intensiv genutztes) Kölsch übrigens zu den am schwersten verständlichen Dialekten nördlich des Weißwurstäquators.

Nachdem Du zwei sehr schöne Titel genannt hast, könnte ich Dir natürlich auch noch weitere empfehlen, wo ich mir eventuell vorstellen könnte, dass sie Dir gefallen würden. Das sollte wir dann allerdings auch als PN weiter diskutieren, weil ich denke, dass dies hier keiner mehr mitlesen muss.

Tu dir keinen Zwang an, da oben ist das Briefsymbol. ;-)

Das sehe ich aber anders. Aber es sind ja reine Spekulationen. Ich kann mir vorstellen, dass ein x-beliebiger Passant in Berlin oder Hamburg nicht mal den Kölner Dom erkennen würde. Und wer noch nie in Frankfurt war, erkennt da möglicherweise auch gar nichts.

Als zumindest bei der Skyline von Frankfurt möchte ich Dir da widersprechen, auch wenn es Spekulationen sind. Die ist einfach deutschlandweit zu einzigartig. Große Kirchen gibt es da doch deutlich mehr. ;-) Und der Römer samt Römerberg ist zumindest unter Fußballfans in Deutschland sehr bekannt. Dort fanden ja bis vor einigen Jahren immer die Rückkehrfeiern der Fußball-Nationalmannschaft nach Europa- und Weltmeisterschaften statt. Wer sich mit der Materie auskennt, kennt die Bilder mit den Mannschaften auf dem Balkon. Wenn Du Dich (wie ich) nicht für Fußball interessierst (ich weiß es halt als Frankfurter, nicht als Fußballfan), ist klar, daß Dir das wenig sagt.

Dagegen kann ich mir eher vorstellen, dass wenn man mal aus Deutschland rausgeht und alle Länder berücksichtigt, würde der Kölner Dom weltweit von deutlich mehr Menschen erkannt werden, als irgendeine Sehenswürdigkeit aus Frankfurt.

Definierst Du den Flughafen als Sehenswürdigkeit? Als Flughafen mit deutlich größerer internationaler Relevanz im Passagierbereich als Köln/Bonn (sorry dafür, aber den Größenvergleich gewinnen wir selbst im Halbschlaf) ist das international doch ein wesentlich bekannteres Ding.

Ist aber auch nur Spekulation, keine Ahnung ob das stimmt.
In einem gegoogelten Ranking der Top100 Sehenswürdigkeiten Deutschlands kommen Köln und Frankfurt je einmal vor. Kölner Dom Platz 3, Römer Platz 80.

Die Frage ist, wer das festlegt und nach welchen Kriterien. Als "Must see"? Anhand der Besucherzahlen (die nur geschätzt werden können, denn wer zählt bitte, wieviel Dutzend japanische Touristen alleine jeden Tag auf dem Römerberg in Frankfurt Selfiestickkarate betreiben?

Die von Dir genannten Sehenswürdigkeiten aus Frankfurt haben mit Sicherheit ihren Reiz, aber keine sticht letztlich so heraus wie der Kölner Dom.

Ja, er ist höher. ;-)

Drehen wir den Spieß mal um. Frag 1000 Leute in Deutschland nach einer Sehenswürdigkeit in Köln und nach einer Sehenswürdigkeit in Frankfurt am Main. Ich wette mit Dir, daß zu Köln der Löwenanteil der Antworten "Kölner Dom" lauten wird. Für Fankfurt prognostiziere ich ein wesentlich diverseres Antwortenfeld, wo zwangsläufig keine einzelne Antwort einen so großen Anteil haben kann.

Mundarten finde ich sowieso klasse. Es gibt da nur wenige, die ich nicht mag, wobei mir natürlich kölsch lieber ist als hessisch, aber das war ja zu erwarten!

Bis auf die Präferenz der Mundart sehe ich es genauso.

Selbst eigentlich kein richtiges Frankfurterisch (meine Eltern kommen nicht von hier) sprechende Grüße,
der Colaholiker

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Tschilp!

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 22.01.2016, 11:29 (vor 3719 Tagen) @ Sören Heise

Auf dem Hamburger Dom kann man bestimmt Bahn fahren.

Kindereisen- oder Achter-?

Letzteres bevorzugende Grüße,
der Colaholiker

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Köln

Gambrinus, Freitag, 22.01.2016, 12:30 (vor 3719 Tagen) @ Colaholiker

Gibt es eigentlich mittlerweile einen Onlineübersetzer Hochdeutsch <-> Kölsch? ;-) Für mich als Nichtkölner gehört ein (intensiv genutztes) Kölsch übrigens zu den am schwersten verständlichen Dialekten nördlich des Weißwurstäquators.

Hier empfehle ich koelsch-akademie.de

Als zumindest bei der Skyline von Frankfurt möchte ich Dir da widersprechen, auch wenn es Spekulationen sind. Die ist einfach deutschlandweit zu einzigartig. Große Kirchen gibt es da doch deutlich mehr. ;-) Und der Römer samt Römerberg ist zumindest unter Fußballfans in Deutschland sehr bekannt. Dort fanden ja bis vor einigen Jahren immer die Rückkehrfeiern der Fußball-Nationalmannschaft nach Europa- und Weltmeisterschaften statt. Wer sich mit der Materie auskennt, kennt die Bilder mit den Mannschaften auf dem Balkon. Wenn Du Dich (wie ich) nicht für Fußball interessierst (ich weiß es halt als Frankfurter, nicht als Fußballfan), ist klar, daß Dir das wenig sagt.

Mag ja alles sein, aber für mich sind ein paar nebeneinander gestellte Hochhäuser oder ein altes Rathaus oder ein Flughafen letztlich austauschbar. Und wenn Du sagst, dass den Balkon vor allem Fussballfans kennen, hast Du ja schon ein Einschränkung.

Dagegen kann ich mir eher vorstellen, dass wenn man mal aus Deutschland rausgeht und alle Länder berücksichtigt, würde der Kölner Dom weltweit von deutlich mehr Menschen erkannt werden, als irgendeine Sehenswürdigkeit aus Frankfurt.


Definierst Du den Flughafen als Sehenswürdigkeit? Als Flughafen mit deutlich größerer internationaler Relevanz im Passagierbereich als Köln/Bonn (sorry dafür, aber den Größenvergleich gewinnen wir selbst im Halbschlaf) ist das international doch ein wesentlich bekannteres Ding.

Keine Frage, dass der Frankfurter Flughafen größer ist als der in Köln/Bonn. Aber sowohl der eine als auch der andere Flughafen ist für mich noch lange keine Sehenswürdigkeit der jeweiligen Stadt. Er ist Mittel zum Zweck und aussehen tut der eine wie der andere. In Frankfurt hatte ich zudem mal das Erlebnis, dass ich einen extrem weiten Fußweg zurücklegen musste, um zu meinem Gate zu kommen. Da sind die kleineren Flughäfen deutlich angenehmer. ´
Bei Bahnhöfen ist das wieder was anderes, weil sie deutlich älter sind. Da finde ich sowohl den Kölner als auch den Frankfurter schön, wobei mir der Frankfurter als sehr weitläufig vorkommt. Im Köln Hbf ist alles so schön eng beisammen, was für den Bahnbetrieb natürlich mehr Fluch als Segen ist.

Ist aber auch nur Spekulation, keine Ahnung ob das stimmt.
In einem gegoogelten Ranking der Top100 Sehenswürdigkeiten Deutschlands kommen Köln und Frankfurt je einmal vor. Kölner Dom Platz 3, Römer Platz 80.


Die Frage ist, wer das festlegt und nach welchen Kriterien. Als "Must see"? Anhand der Besucherzahlen (die nur geschätzt werden können, denn wer zählt bitte, wieviel Dutzend japanische Touristen alleine jeden Tag auf dem Römerberg in Frankfurt Selfiestickkarate betreiben?

Deswegen habe ich ja geschrieben, dass es "ein" gegoogeltes Ranking ist. Trotzdem möchte ich mal das Ranking sehen, wo die Plätze andersrum verteilt sind.

Die von Dir genannten Sehenswürdigkeiten aus Frankfurt haben mit Sicherheit ihren Reiz, aber keine sticht letztlich so heraus wie der Kölner Dom.


Ja, er ist höher. ;-)

Nicht nur das.

Drehen wir den Spieß mal um. Frag 1000 Leute in Deutschland nach einer Sehenswürdigkeit in Köln und nach einer Sehenswürdigkeit in Frankfurt am Main. Ich wette mit Dir, daß zu Köln der Löwenanteil der Antworten "Kölner Dom" lauten wird. Für Fankfurt prognostiziere ich ein wesentlich diverseres Antwortenfeld, wo zwangsläufig keine einzelne Antwort einen so großen Anteil haben kann.

Stimmt. Zu Frankfurt dürfte manchen auch gar nichts einfallen. Kommt aber immer auf den Bildungsstand des jeweiligen an.
Wenn es jedoch so wäre, liegt es meiner Ansicht nicht daran, ob die jeweilige Stadt faktisch mehr oder weniger Sehenswürdigkeiten hat sondern an der selektiven Wahrnehmung des Menschen an sich. Würde es in Köln auch einen Römer wie in Frankfurt geben, stünde der immer im Schatten des Doms. In Frankfurt gibt es keinen Kölner Dom, also steht der Römer an erster Stelle.

Mundarten finde ich sowieso klasse. Es gibt da nur wenige, die ich nicht mag, wobei mir natürlich kölsch lieber ist als hessisch, aber das war ja zu erwarten!


Bis auf die Präferenz der Mundart sehe ich es genauso.

Es kommt ja auch immer darauf an, wer seine Mundart wie ausspricht. Teilweise unterscheiden die sich ja von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf. Dann gibt es Leute, die sprechen den Dialekt stärker, andere schwächer. Da gibt es wahrscheinlich Millionen Unterschiede, wenn man mal in die Tiefe geht.

Selbst eigentlich kein richtiges Frankfurterisch (meine Eltern kommen nicht von hier) sprechende Grüße,
der Colaholiker

Gruß, Gambrinus!

IC-Zugbegleiter verpruegelt Fahrgast

Manitou, Samstag, 23.01.2016, 01:10 (vor 3719 Tagen) @ Frank Augsburg

Hat es eigentlich einen Verfahrensabschluß gegeben? Es wäre genauso folgendes möglich:
- Fahrgast versucht aufzuspringen und wird von Zub abgedrängt.
- Fahrgast versucht daraufhin Zub tätlich anzugreifen, Zub wehrt sich im Rahmen des Notwehrrechtes erfolgreicht, wütender Fahrgast stellt später Anzeige aus Rache und informiert auf Grund seiner Bekanntheit die Presse.

Nachverfolgung in den Medien nicht zu erwarten

Beobachter7, Samstag, 23.01.2016, 11:40 (vor 3718 Tagen) @ GUM

Mein unbestimmtes Gefühl sagt mir aber, dass wir in einigen Wochen Entwarnung bekommen - wenn es in den Medien nicht gerade als Dreizeiler irgendwo verschwindet.

Das ist nicht zu erwarten. Dazu braucht es langfristiges Denken und Beharrlichkeit, was beides heute in den Medien nicht gefragt ist.

Vor allem: mit so einer Entwarnung kann man keine großen Gefühle aufputschen.

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