wie verreist man am besten 1.555 km? (Allgemeines Forum)

Maggus, Ravensburg (Württ), Donnerstag, 24.09.2009, 23:27 (vor 6127 Tagen) @ Zugreisender

Anstatt gesetzlich Kurzstreckenflüge zu verbieten, sollte man den Markt das regeln lassen. Nein, ich wähle nicht FDP, finde es hier aber trotzdem passend.

Nach Eröffnung der LGV-Est wurde die Linie Strasbourg-Paris CDG von Air France ganz schön zusammengestaucht. Es fliegen halt nur noch die Leute mit, die von CDG aus weiterfliegen. Die, die in Paris aussteigen und dann in die Stadt fahren, sind jetzt länger unterwegs, als mit dem TGV von Strasbourg nach Paris.

Ist ja quasi bei Dir um die Ecke. Wie es bei Deinem nächstgelegenen Flughafen (oder nicht?) Basel-Mulhouse in puncto Air France aussieht, weiß ich nicht.

Von mir in Friedrichshafen aus, wird die CDG-Linie demnächst eingestellt. Ab hier lohnt es sich nicht, ab Stuttgart oder Zürich zu fliegen. Dazu ist die Distanz dorthin zu weit, die Fahrt von CDG aus zu lang und die Zugfahrt (knapp 6 Stunden) zu schnell. Hat immerhin was bewirkt.

Vor der ABS Hamburg-Berlin gab es auch noch vereinzelt Lufthansa-Flüge von Tegel nach Hamburg, ebenso gabs mit dem Kranich CGN-FRA (Köln - Ffm).

Jeder, der nur in die City will, wird es sich zweimal überlegen, ob er/sie nicht doch den Zug nimmt. Es sei denn, er ist Senator oder HON. *g* Bei HONs rollt der Flieger sogar nochmal zurück ans Gate, falls der gute Mann beim Boarding nicht rechtzeitig erschienen ist.

Weiter: Es hat sich im Luftverkehr einiges getan an Effizienz. Single European Sky ist endlich in Sicht. Und keine Fluggesellschaft kann es sich heute noch leisten, Spritfresser durch die Luft zu steuern. Außer in Venezuela, da kostet der Sprit umgerechnet 4 cent.
Die Projekte wie "Gas to Liquid"-Triebwerke, CFK-Rumpfstruktur gehen an Dir vorbei? Der Flugverkehr legt ein knapp zweistelliges Wachstum pro Jahr hin, die Abgasemmisionen stagnieren jedoch.
Air Berlin erneuert mindestens alle 5-8 Jahre seine Flotte komplett.

Auch Zugtickets werden subventioniert. Regionalzüge werden von den Ländern bestellt (durcschnittl. 8€ pro Zugkilometer). Das gleicht sich mit den Subventionen für Flughäfen wieder aus. Immerhin ist die öffentliche Hand in den meisten Flughäfen Teilhaber und zB in Berlin sind Flughafen-MA Angestellte im öffentl. Dienst.

Es ist grundsätzlich sinnvoll, dass der Staat bei Verkehrs-Infrastruktur der Herr im Haus bleibt (Luftverkehr: Flughäfen und Flugsicherung [wird ja auch privatisiert], Schiene: Bahnnetz)

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