Auf dem Weg nach Kiruna: Im X2000 nach Stockholm... (Reiseberichte)

Blaschke, Donnerstag, 24.12.2015, 22:58 (vor 3749 Tagen)

Hallo!


Zurück zum Hamburger Hauptbahnhof. Mit diversen Devisen und etwas Mampfe stand ich also freudig am Bahnsteig, wo mich die dänische Dieselmöhre erwartete, die mich weiterbefördern sollte. Der reservierte Sitzplatz wurde eingenommen, pünktlich ging es los...

Der Zug war noch mit den Daten für die Hinfahrt beschriftet "til Hamburg". Die Reservierungsanzeigen waren also auch nicht richtig - aber trotzdem blieb alles friedlich und fröhlich. Nebenan kam ich mit "Bocki" ins Gespräch, der campte in Puttgarden. Mir gegenüber saß ein junger Mitreisender, wie sich herausstellte, auch Bahnfreak. Und deutlich mehr herumgekommen als ich. Es ging dann um tschechische Bahnhofsnamen und griechische Mythologie. Irgendwann war ich mutig und betrieb mein OUTING: Ja, ich sei bei DS-O aktiv. Als Herr Blaschke. Mein Gesprächpartner meinte, das habe er sich beinahe schon gedacht. Er sei da auch, aber überwiegend nur am Mitlesen. Schöne Grüße an dieser Stelle!


Puttgarden kam, das deutsche Zugteam ging, die Dänen kamen, stellten erstmal die Anzeigen richtig ein. Und die beteiligten Bahnen wagten dann ein Abenteuer: Den Zug samt Blaschi auf die Fähre versetzen, ohne dass die tiefergelegt wird dabei. Das klappte ganz wunderbar. Was ich schon wußte, sowas kommt mal vor, dass ich, wie alle anderen auch, den Zug verlassen mußte. Also raus, den Treppenaufgang nach oben und dann erstmal orientiert. Hätte ich irgendwie etwas größer erwartet den Dampfer, aber es war mir so auch ganz recht. "Bifi Roll" war billiger als an jeder 2. deutschen Tankstelle, irre. Und dann ab auf die Aussichtsplattform.

Heiko Focken schrieb mal so schön von dem Erlebnis der Überfahrt. Und ich muß sagen: Es war ein Erlebnis. Ein geiles! Denn es war wirklich alles perfekt: Ein paar Wölkchen am Himmel. Dazwischen die untergehende Sonne abends um 21:30 Uhr im Hochsommer. Etwas Schiffsverkehr in der Ferne, dazu eine laue Brise. Hinten Land zu sehen, vorne Land zu sehen. Dazwischen die See, unbeschreiblich schön. Und das schönste: Die Menschen sind alle friedlich, fröhlich und gut gelaunt. Hier ein Selfie, da ein Handy-Foto. Alle sind entspannt, jeder bringt dem anderen ein Lächeln entgegen. In der heutigen, durchgetakteten, hektischen Zeit ist so eine Fährüberfahrt ein Anachronismus; völlig aus der Zeit gefallen und genau deswegen einfach traumhaft schön, wenn man dazu so viel Glück mit dem Drumherum hat wie ich.

Dann durften wir wieder unsere Plätze einnehmen, es ging runter vom Schiff. Und weiter auf der Schiene. Die Fahrt war ganz unterhaltsam, die Beleuchtung der ganzen Unterwegsbahnhöfe gefiel mir, die Storströmbrücke auch. Ansonsten zog es sich etwas hin, der Zug war schön leer. Pünktlich erreichten wir den Kopenhagener Hauptbahnhof. Mein Gesprächspartner mußte ebenfalls mit dem Zug mit, der mich zum Oesterport bringen sollte. Wir setzten uns ganz vorne in den ersten Großraum. Nach kurzer leiser Unterhaltung ernteten wir böse Blicke und einen dänischen Anraunzer: Wir befanden uns im Ruheabteil! Und das ist dort auch wohl ein Ruheabteil! Selbst die folgende, noch leiserer Unterhaltung unsererseits wurde nicht geduldet! Nun sind es bis Oesterport nur 2 Stationen, unser drohender Rausschmiss hatte sich also eh erledigt. Ich verabschiedete mich also, stieg aus und erwischte logischweise den Hinterausgang. So stand ich also mitten in der Nacht mutterseelenallein auf der parallelen Ostbanegade und wußte nur: Irgendwo (am Oslo Plads) muß das Hotel ja nun sein.

Ich wurde dann auch fündig. Das Einchecken klappte auch zunächst, meinen Einzahlungsbeleg wollte niemand sehen. Bis dann der gute Mensch hinterm Tresen eine Sicherheitsgebühr haben wollte. Wofür warum erschloß sich mir nicht - denn die sollte ich morgens bei der Abreise wieder bekommen, also zu einem Zeitpunkt, wo man das Zimmer noch gar nicht darauf kontrollieren kann, ob ich es wohl verwüstet habe. 200 Euro wollte der Rezeptionist von mir haben. Zahlbar mit Karte. Ja, Freunde, davon hatte mir nun niemand was gesagt. An Karten habe ich nur Fahrkarten und Bargeld hatte ich ebenfalls nicht soviel. Er betonte nochmal, ich bekäme garantiert morgen früh alles wieder. Ich überreichte ihm dann den ganzen Krempel schwedischer, dänischer und europäischer Geldscheine. Irgendwas bei 170 Euro waren das etwa. Er gab sich dann schlußendlich damit zufrieden und mir den Zimmerschlüssel. Ich also ab ins Zimmer. Und ich zuckte zusammen: Die Gleise verliefen direkt, aber wirklich direkt vor meinem Fenster. Der Versuch, mal etwas länger am Stück zu schlafen, wurde regelmäßig vereitelt durch dieselbetriebene Doppelstockzüge, die, was waren es, 10 Meter oder 5 oder doch 15?, vom meinem Bettchen entfernt an mir vorbei schepperten. Okay, Ohrenstöpsel gab's auch - aber wenn ich den Zug nicht höre, dann höre ich auch den Wecker nicht. Es war Zimmer Nr. 112 - irgendwie passend von der Nummer her. Wer also nachts da mal trains spotten will, der ist dort goldrichtig. Wer tief schlafen will, eher weniger.

Es wurde Morgen und ich checkte aus und bekam mein ganzes Sammelsurium europäischer Geldscheine zurück. Ab auf die gegenüberliegende Straßenseite zum Bahnhof. Runter auf die Bahnsteige und mit der nächsten S-Bahn rüberwuppen zum Hauptbahnhof. Laut Fahrplan sollte mein X2 zwar auch in Oesterport starten, aber ich traute dem nicht so recht. Nachher gilt mein Fahrschein nicht oder der Zug fällt aus. Und niemand kann sich diverse Katastrophenszenarien so schön ausmalen wie ich. In Kopenhagen kaufte ich als erstes den teuersten Kugelschreiber meines Lebens (70 dänische Kronen wollte die Verkäuferin haben) - den hatte ich nämlich vergessen, brachte die bisherigen Erlebnisse quasi in Steno zu Papier und begab mich dann zum Bahnsteig.

Ausländische Sprachen haben ja manchmal ihre Schönheiten. In den Niederlanden sah ich an einem Prellbock mal die Aufschrift "Fixstop": Kann man die Funktionsweise besser und kürzer erkären? Was es mir in Dänemark angetan hat: Die Bezeichung "Perronafsnit". "Perronafsnit" - das klingt so weltläufig, so, als sei man im separaten Bereich für Kaiser und Könige. Würde ich, wenn ich mal Bahnchef werde in Deutschland, als erstes bahneindeutschen und dann werden hier alle Schilder ausgetauscht auf den Bahnhöfen, wofür man mich dann in einem bekannten Eisenbahnforum wieder tadeln würde ("der Blödmann soll die Züge pünktlich fahren lassen und nicht Geld für's Schilderaustauschen ausgeben!").

Mir gefällt, dass angezeigt wird, welcher Wagen in welchem "Perronafsnit" zum Halten kommen soll. So kann man sich gleich relativ passend positionieren.

Nebenan kömmt ein Oeresundzug nach Göteborg zum Halten und ich stelle fest: Die Dummheit der Reisenden ist international. Ein ganze Batterie Blagen muß samt ihrer Betreuer durch einen EINZIGE Tür in den Zug. Obwohl es auch genug andere Türen gäbe. Dann wird unser X 2000 angekündigt. Verbunden mit dem Hinweis auf einen besonderen Fahrpreis. Die Fuhre trudelt ein, die Reisenden steigen ein und ich stelle fest: Die Dummheit der Reisenden ist nicht international. Alle finden völlig problemlos ihren Sitzplatz. Obwohl (oder weil?) es keine Reservierungsanzeigen gibt. Wozu auch, denn ohne Platzreservierung kommt man gar nicht erst mit. Ich staune nur, dass bei der Wagennummerierung der Wagen mit der Ordnungsnummer 2 fehlt, auf 1 folgt 3 und dann 4, 5, 6, und 7.


(hier muß ich teilen; grrrrrr)

Auf dem Weg nach Kiruna: Im X2000 nach Stockholm...

Blaschke, Donnerstag, 24.12.2015, 22:59 (vor 3749 Tagen) @ Blaschke

Der Zug an sich gefiel mir. Wirkte von innen ein bißchen altbacken, viel hölzernes Design, aber alles ganz nett, plüschige Sitze mit ausreichend Beinfreiheit. Und ich hatte Glück, dass die meiste Zeit der Fahrt neben mir keiner saß. Schwedens Bahn hatte mir Wagen 4, Platz 34 zugeteilt.

Was mir auch sehr zusagte: Der Zug ist nicht vollgepflastet mit tausenden Piktogrammen, die auf alle mögliche Erlaubte und Verbotene hinweisen. Nichtrauchen, Weg zum Klo und Restaurant, das darf der geneigte Reisende sich alles selbst erschließen und das tut er auch problemlos.

Dann ging es pünktlich los. Dass vor der Oeresundbrücke erstmal ein Tunnel kommt, war mir im Gegensatz zur ersten Fahrt dieses Mal klar. Die Fahrt über die Brücke ist wieder ein schönes Erlebnis gewesen, zumal da nicht gezuckelt, sondern eher gerast wird - was gibt's schöneres als rasende Eisenbahnen. Die Schaffnerin war mit meinem Fahrschein Osnabrück - Kiruna überfordert, denn da steht außer "Kiruna" und "NUR GÜLTIG MIT RES. NACH SCHW." nichts schwedisches drauf; wichtig war der separate Ausdruck "Fahrschein und Reservierung" für den Zug 530. Der Fahrschein wurde mit Kuli abgehakt; fertig.

Die Schafferin war dann aber hinter Malmö nicht mehr zu sehen, ganz offensichtlich hatte das Zugteam gewechselt. Interessanterweise sah ich sie auf der Rückfahrt dann hinter Malmö bis Kobenhagen dann wieder. Auch da muß das Zugteam in Malmö gewechselt haben! Gibt's da etwa "spezielle" Dienste oder Mitarbeiter, die nur auf dem grenzüberschreitenden Abschnitt ihren Dienst tun?

Interessant auch, dass die Schaffner so eine Mappe mit sich tragen, in der wohl die ganzen Reservierungen verzeichnet sind. Ich las mal in einem anderen Reisebericht, dass das Ding so eine Art Bibel sei; wer da drinstünde, habe keine Probleme und wer da nicht drinstünde mit seinem reservierten Platz, der habe ein Problem. Das kam mir dann auch haargenau so vor. Von den Hintergründen und den Arbeitsabläufen habe ich keine Ahnung. Ich hielt die Zettelwirtschaft nur irgendwie für ganz interessant und bemerkenswert.

Aufgefallen ist mir dann noch, dass dann Europas Eisenbahnen doch einen gewissen Einheitsbrei abliefern: Bei den Durchsagen. und bei den Uniformen. Weißes Hemd, blaue Weste, rotes Halstuch/Krawatte. Nur die Durchsagen waren teilweise ganz interessant: Der Halt wurde von Mitarbeiter 1 angekündigt, die Anschlüsse von Mitarbeiterin 2. Das machte es etwas abwechslungsreicher.

Es war schön ruhig im Zug, die Kundschaft las, schlief oder beschäftige sich mit elektronischen Geräten. Niemand nörgelte. Auf den Unterwegsstationen war mal mehr, mal weniger Fahrgastwechsel. Die Strecke machte für mich einen relativ intakten Zustand, der Zug fuhr schön gleichmäßig ohne diverse Geschwindigkeitseinbrüche. Die Durchsagen waren, wie sie hier auch sind: Manuell, mal besser verständlich, mal schlechter, mal auch in Englisch, mal nicht. Die Strecke an sich ist erstaunlich kurvig; man könnte meinen, der Trassierer war mit reichlich Prozenten, die sich in Promille umwandelten, unterwegs. Und was er für gerade hielt, darf heute die Neigetechnik ausbaden. Trotzdem war die Fahrt ganz angenehm. Diverse modernisierte Bahnhöfe fielen mir ins Auge. In, ich meine es war Nässjö, gibt's wohl ein größeres Depot einer Bahngesellschaft. Sah eher aus wie ein gigantischer Schrottplatz. Mir fiel unterwegs noch die "European furniture group" auf mit Holz für halb Europa.

In Mjölby waren es nur noch 16 Grad draußen und es regnete etwas. In Linköping sah ich dann beim Gegenzug wieder eine Anzeige, die mir gefiel und die ich als Bahnchef ebenfalls nach Deutschland importieren würde. Denn die Verspätung des Zuges wird einfach mit "Ny tid" angezeigt! Ist das nicht genial? Nichts mit "Verspätung" oder ähnlich negativer Worte. Einfach neben der planmäßigen Zeit die "Neue Zeit" anzeigen: Fertig. Das klingt positiv, nämlich danach, dass der Zug auch kömmt; später zwar, aber er kömmt. Schließlich könnte er ja auch ausfallen.

In Fiskeby vor Norrköping sieht Schweden dann so aus, wie man sich's vorstellt: Ein weiter Blick ins Land, viel Wasser, viel Wald und viel Wiesen. Dann erreichen wir Södertälje, was sich als Bahnhof Södertälje Syd herausstellt. Ein Einstieg ist nicht vorgesehen. Interessant die Lage des Bahnhofes mitten auf einer Brücke. Witzigerweise war genau die Brücke dann wenige Wochen später hier mal Thema im Forum. Wahnsinn. Ich sah von der Brücke irgendwie nur "Scania" und dachte mir dann so: Muß wohl eine Art Hauptsitz sein (ihr erinnert Euch: Ich recheriere nix vorab). Bei der Nachbereitung stellte sich dann heraus: Es ist auch so.

Dann ging's weiter mit großen Schritten auf Stockholm zu. Die Einfahrt gefiel mir: Durch ein paar Tunnels, dann über 'ne Brücke, ab in einen kurzen Tunnel, noch 'ne Brücke, dann bremsen und zack, schon steht man in Stockholm Central. Kein furchtbares Geschleiche wie vor Hamburg, Köln, Berlin und Co. 2 Minuten vor Plan treffen wir Stockholm ein. Auf Gleis 18, wenn ich mich richtig erinnere. Das klingt nach "ganz hinten" und wie ich im Laufe der Zeit so feststelle, ist es das auch wohl. Ich finde auf dem Bahnsteig erstmal nur Schilder mit der Aufschrift für einen Ausgang "Klarabergsviadukten". Klingt nicht nach "Hauptausgang", aber denen folge ich erstmal.

Dann nehme ich mir vor, die Haupthalle zu suchen. Und finde sie. Und starte dann erstmal meinen Orientierungslauf. Irgendwie hatte ich nach einer Weile so das Gefühl, dass der Bahnhof reingequetscht wurde in eine bestehende Baulücke. Und hier und da mal erweitert wurde. Es wirkte auf mich alles ein wenig verbastelt und unübersichtlich auf den ersten Blick. Jedenfalls nichts Erhabenes, Weltläufiges. Trotzdem ganz nett, ziemlich sauber. Die Haupthalle hat dann durchaus schon was. Sogar einen Schwung Sitzmöglichkeiten. Ich wechselte mal wieder Geld. Das Reisezentrum ist recht versteckt, so als schäme man sich, ein Bahnhof zu sein. Dafür gibt es im Gegensatz zu Kobenhagen eine vernünfige große Anzeige mit all den Zügen drauf, die einem auch recht schnell ins Auge fällt.

Im Untergeschoß befindet sich ein coop-Laden. Da kann ich in Ruhe Lebensmittel einkaufen. Von der Sprache verstehe ich außer dem allgegenwärtigen "Hey Hey!" nun nichts. Da bin ich froh, einkaufen zu können, ohne mich artikulieren zu müssen. Natürlich drücke ich der Kassiererin das Geld in die Hand, anstatt das in die Geldschale zu werfen. Und ihre Frage nach einer Tüte verstehe ich erst, als sie mir so ein Ding unter die Nase hält und mich fragend anschaut. Diese Touristen...

Nun habe ich 3 Stunden Pause in Stockholm. Von Stadtbesichtigungen halte ich generell nicht viel, sowas reizt mich nicht. Ich laufe draußen über das/den "Klarabergsviadukten" und finde auf der anderen Seite des Wassers an der Ecke "Bolinders plan" eine einsame Sitzbank, auf der ich mich erstmal ein Stündchen niederlasse und die Gedanken und die Zeit und das Leben so an mich vorbei ziehen lasse. Später mache ich mich auf den Weg in die andere Richtung, am Bahnhof vorbei und ich finde die Fußgängerzone, die Drottninggatan. Wieder daheim lese ich, dass diese Fußgängerzone ganz bekannt sein soll und eine Touristenattraktion dazu. Das erstaunt mich doch sehr, denn wirklich interessantes konnte ich da nicht entdecken. Kann natürlich auch an meiner Wahrnehmung liegen; Blaschi sieht die Welt ja meist irgendwie anders. Aber dafür dahin fahren würde ich nicht. Dann wird es langsam Zeit, sich wieder zum Bahnhof zu begeben. Die vorderen Gleise sind Stumpfgleise, dort soll auch mein Nachtzug abfahren. Nebenan steht ein Arlanda-Expreß und blinkt mit seinen Schlußlichtern vor sich hin, auf Gleis 6 wartet ein ja irgendwie historisch aussehender IC mit schwarzen Wägelchen auf seinen Einsatz.

Eigentlich wird es Zeit für meinen Nachtzug, aber noch wird nichts angezeigt.

Als dann die Anzeige aufleuchtet, bekomme ich den ersten Schock. Bei der Anzeige der Wagenreihung. Der Lok folgt Wagen 10. Dann Wagen 14 und 15 und 16 und 17 und 18 usw. Ich falle hintenrüber. Habe ich doch eine Reservierung für Wagen 13. OH MEIN GOTT! Der Wagen wird fehlen! Alles andere wird ausgebucht sein. Ich werde nicht mitgenommen werden. Darf also 2 Tage in Stockholm auf der Straße verweilen (mangels Geld für ein Hotel) oder mich mit umgebuchten X2000 (falls bezahlbar) bis Kobenhagen und von da bis Deutschland durchschlagen (Zugbindung gibt's ja keine). Die DB hatte wieder alles versemmelt, alles falsch gemacht. Oder die SJ falsche Daten rübergemeldet. Blödes Europa, blöde Bahnen und ich darf es wieder ausbaden.

Als nächster Schock dann auch hier eine "Ny tid". 18:25 Uhr statt 17:55 Uhr sollte es los gehen. Na toll. Ich Katastrophenjunkie malte mir es dann aus: Verspätung schon bei der Abfahrt, unterwegs ist es bestimmt öfters eingleisig, wir werden tausende Gegenzüge abwarten müssen und die Verspätung wird sich gigantisch erhöhen und ich werde in Kiruna nicht den Gegenzug erreichen, sondern muß vorher aussteigen. Wenn ich denn eine Ahnung hätte, was der letzte Halt vor Kiruna denn ist - denn natürlich habe ich, Stichwort Reisevorbereitung, keine Unterwegsfahrzeiten und -halte des Zuges notiert. Voraussetzung für das Chaos ist natürlich, dass ich überhaupt erst mit darf.

Das wird ja wieder alles was werden. So saß ich da auf einer Bank auf dem Bahnsteig in Stockholm Central und wartete, was das Schicksal für mich bereithalten würde....

Was es dann bereit hielt, das gibt's im nächsten Teil... ;-)

Schöne Grüße von

jörg

Danke!

EC 178, Donnerstag, 24.12.2015, 23:34 (vor 3749 Tagen) @ Blaschke

Moin Jörg,

danke für die ersten Teile dieses Reiseberichts. Freue mich auf die Weiteren.

So wurde meine (bisher seeehr ruhige) Nachtschicht schon angenehm verkürzt.

Gruß
EC 178

Stockholms Bahnhof und die Panik mit dem Zug...

462 001, Taunus, Donnerstag, 24.12.2015, 23:39 (vor 3749 Tagen) @ Blaschke

Nabend nach Osnabrück,

wow, dein Bericht ist bis jetzt eine Granate(ich hoffe es geht so weiter^^) Ich bin bei Reisen ganz anders, ich bereite mich penibel vor und schaue alles im Internet nach...

Aber eigentlich ist es ja viel schöner, so wie du es gemacht hast. Da kann man sich ohne Streß in den Zug setzten und was man sieht sieht man und das andere halt nicht, da man es ja gar nicht weiß;-))

Nächstes Jahr steht für mich erstmal das Abenteuer an, per Bahn nach Roma und Napoli zu fahren. Mal schauen wie es wird:)

Also noch mal vielen Dank für deinen Bericht(das es keine Bilder gibt, verkrafte ich, da dein Geschreipsel aussagekräftig genug ist) und ich bin schon sehr gespannt wie das Abenteuer Nachtzug(also im D94) für dich weiterging.

Ich wünsche dir noch schöne Weihnachtsfeiertage und immer grüne Welle;-)-)-)

Gruß von ICE1223,
der in 2 Wochen endlich zum ersten Mal nach Dänemark fährt(natürlich mit der Bahn!)

--
Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1619
- Euro. Ausland: 717

Stand: 20.02.2026

Stockholms Bahnhof und die Panik mit dem Zug...

Berlin-Express, nähe BPHD, Donnerstag, 24.12.2015, 23:59 (vor 3749 Tagen) @ 462 001

Also noch mal vielen Dank für deinen Bericht(das es keine Bilder gibt, verkrafte ich, da dein Geschreipsel aussagekräftig genug ist) und ich bin schon sehr gespannt wie das Abenteuer Nachtzug(also im D94) für dich weiterging.

Ohne Bilder wird auch etwas die Fantasiekraft angeregt ;)

Der Coop in Stockholm

ALR997, Freitag, 25.12.2015, 11:02 (vor 3749 Tagen) @ Blaschke

Moin Jörg,

Da hast du dir ja eine wirklich bemerkenswerte Strecke ausgesucht. Vielleicht komme ich ja dazu, nochmal meinen Senf dazuzugeben, "Kommentare, Hinweise, wüste Beschimpfungen" sind willkommen, so hält es wohl der Postillon.

Der Punkt, wo ich mich wirklich verstanden fühlte, war die geschilderte Situation im coop am Stockholmer Hbf. Da in meiner Schlange wohl damals ein paar Touristen dabei waren an der Kasse, war die Kassiererin es wohl bereits gewöhnt nach der Frage nach einer Tüte, erstmal einen blöden Blick und Nachfragen auf englisch als Antwort zu bekommen. So nicht bei mir! Lernfähig wie man so ist, habe ich das (damals für mich) Gebrabbel so erschlossen, und konnte unerkannt als Tourist, den Coop wieder verlassen.

Das fiel mir nun auch nur deshalb ein, weil es mir, indem ich deinen Text las, wieder einfiel, als wäre es vorgestern gewesen - gut das war es auch: vorgestern vor einem Jahr!

Liebe Grüsse und einen ruhigen Freitag (Fahrplantechnisch Sonntag) wünschend,
Lucas

Fortsetzung

ICEjan, Sonntag, 29.03.2020, 17:15 (vor 2193 Tagen) @ Blaschke

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum