klassischer IC/EC neu ab 2022? (Allgemeines Forum)

ktmb, Dienstag, 10.11.2015, 16:38 (vor 3803 Tagen)
bearbeitet von ktmb, Dienstag, 10.11.2015, 16:40

Hallo,
In der aktuellen Drehscheibe wird über ein Projekt der Deutschen Bahn berichtet, welches die Bestellung von bis zu 770 klassischen Reisezugwagen für den Fernverkehr vorsieht. Im Jahr 2017 soll das dann eine Ausschreibung geben und ab 2022 sollen dann die ersten klassischen Reisezugwagen fahren. Verschiedene internationale und nationale Fernverkehrsverbindungen sollen damit bedient werden. Unter anderem auch die Verbindung zwischen Dresden und Köln (Linie 55) oder die Verbindung Karlsruhe, Nürnberg und Leipzig (Linie 61).
Läuft die Linie 61 dann über die alte Strecke über Saalfeld und Jena?.
Warum nicht gleich so?

Soll dann 2022 die Dostos abgestellt werden?

Berlin-Express, nähe BPHD, Dienstag, 10.11.2015, 16:41 (vor 3803 Tagen) @ ktmb
bearbeitet von Berlin-Express, Dienstag, 10.11.2015, 16:41

- kein Text -

IC/EC neu ab 2022?

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 10.11.2015, 16:43 (vor 3803 Tagen) @ ktmb

Das sind also ungefähr 90 Garnituren. Die werden wohl für das versprochene IC-neu-Netz benötigt werden. Der größte Teil heutiger IC-Stammlinien (30, 31, 32, 50, 60, 62) soll ja durch ICE(4) ersetzt werden.

EC-Verbindungen

ktmb, Dienstag, 10.11.2015, 16:45 (vor 3803 Tagen) @ ICETreffErfurt

Es geht aber auch um Euro City-Fernverbindungen nach Amsterdam, Kopenhagen, Österreich und auch nach Prag.

EC-Verbindungen

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 10.11.2015, 16:47 (vor 3803 Tagen) @ ktmb

Ja, vermutlich geht es bei den konkreten 770 Wagen sogar konkret darum.

EC-Verbindungen

ktmb, Dienstag, 10.11.2015, 16:51 (vor 3803 Tagen) @ ICETreffErfurt

Weiterhin soll es auch um zahlreiche Binnenverbindungen nach Westerland, Binz, Berchtesgaden und Oberstdorf sowie eine neue Intercity Linie zwischen Rostock und München. Das klingt insgesamt sehr spannend und ist wirklich eine echte Chance. Ich stelle mir gerade vor, dass bei diesen neuen Zügen vielleicht die Hälfte aller Wagen Abteile haben. Das wäre wirklich genial. Vielleicht gibt es analog den kürzlich hier vorgestellten Sitzen aus Frankreich für die erste Klasse ja auch wieder textile Bezüge.

Es geht ganz leicht aufwärts...

462 001, Taunus, Dienstag, 10.11.2015, 17:08 (vor 3803 Tagen) @ ktmb

Hey,

Weiterhin soll es auch um zahlreiche Binnenverbindungen nach Westerland, Binz, Berchtesgaden und Oberstdorf sowie eine neue Intercity Linie zwischen Rostock und München.

das eigentlich geplante Konzept, das dort die ICEs von Dieselloks geschleppt werden sollen ist ja auch schwachsinn...

Das klingt insgesamt sehr spannend und ist wirklich eine echte Chance. Ich stelle mir gerade vor, dass bei diesen neuen Zügen vielleicht die Hälfte aller Wagen Abteile haben. Das wäre wirklich genial.

Das wäre zu hoffen, doch bei DB weiß man nie...
Es ist zumindest mal ein Anfang, das klassische Reisezugwagen bestellt werden sollen, ein erster Schritt zur Besserung.

Vielleicht gibt es analog den kürzlich hier vorgestellten Sitzen aus Frankreich für die erste Klasse ja auch wieder textile Bezüge.

Hm, die Bahn fährt zumindest z. Zt. einen Ledertrip, also mal abwarten und dabei den berühmten Tee trinken...

--
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IC Linie ab Rostock

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Dienstag, 10.11.2015, 17:18 (vor 3803 Tagen) @ ktmb

sowie eine neue Intercity Linie zwischen Rostock und München.

Das glaube ich erst, wenn ich es sehe. Wenngleich eine Bummellinie Berlin-München via Sallebahn Potenzial hat, vielleicht sogar über Hof?
Wie auch immer: mich würde es freuen, hoffentlich wohne ich dann noch hier.

IC Linie ab Rostock

Mario-ICE, Dienstag, 10.11.2015, 17:30 (vor 3803 Tagen) @ Paladin

sowie eine neue Intercity Linie zwischen Rostock und München.


Das glaube ich erst, wenn ich es sehe. Wenngleich eine Bummellinie Berlin-München via Sallebahn Potenzial hat, vielleicht sogar über Hof?
Wie auch immer: mich würde es freuen, hoffentlich wohne ich dann noch hier.

2019 soll es doch eine Linie von Rostock nach Dresden geben.

IC Linie ab Rostock

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Dienstag, 10.11.2015, 19:36 (vor 3803 Tagen) @ Mario-ICE

Das ja als (teilsubventionierter?) Dosto-IC. Das ist für mich noch einigermaßen realistisch, wenngleich ich mir nur schwer vorstellen kann, dass MV dafür Geld ausgibt.

IC Linie ab Rostock

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Dienstag, 10.11.2015, 22:35 (vor 3803 Tagen) @ Paladin

Die bezuschussten Dosto-IC Dresden - Berlin - Rostock würden ja die heutigen RE auf dem Nordabschnitt ersetzen. Es könnte also bei einer Zusammenarbeit mit dem Fv (Freigabe für Regiofahrscheine) für das Land sogar günstiger werden. Genau über diese Schiene will die DB ihren IC-Verkehr doch zurück bringen. Eine weitere Verdichtung durch eine zweite IC-Linie als reines Fv-Angebot kann ich mir auf der Lloydbahn leider noch nicht vorstellen.

Gruß
Olaf

IC Linie ab Rostock, Frage?

Jon4s94, Donnerstag, 12.11.2015, 09:17 (vor 3801 Tagen) @ Alibizugpaar

Mir erschließt sich der Sinn des ganzen noch nicht richtig... Kann mir das bitte einer erklären, nur um das Beispiel Berlin - Dresden anzuführen. Gehen wir mal von Rostock - Berlin aus. Wenn der IC dort dann den RE ersetzen soll, falls es soweit kommt, wird dieser doch nicht an jedem Halt wie der RE halten... Bsp. Gransee, Dannenwalde, Fürstenberg, Kratzeburg.... Bis Fürstenwalde könnte man ja noch im 2 Stunden Takt halten mit dem RE5 nach Stralsund... Dennoch wäre ein 2 Stunden Takt eine deutliche Verschlechterung. (Okay Dannenwalde wird sowieso nur im 2h Takt angefahren), Kratzeburg würde man dann ganz vom Bahnverkehr abhängen? Wenn dann würde es ja so kommen das der RE5 alle 2h weiter fährt nach Stralsund, und alle 2h in Berlin endet.... Nur um das mal als Beispiel zu nennen, oder sehe ich da komplett was falsch? Das ganze könnte man ja dann auf das komplette IC Neu Netz beziehen, insofern die einzelnen Streckenabschnitte denn subventioniert werden sollen.

IC Linie ab Rostock, Mutmaßungen

ES89, Hamburg / Rostock, Donnerstag, 12.11.2015, 22:03 (vor 3801 Tagen) @ Jon4s94

Mir erschließt sich der Sinn des ganzen noch nicht richtig... Kann mir das bitte einer erklären, nur um das Beispiel Berlin - Dresden anzuführen. Gehen wir mal von Rostock - Berlin aus. Wenn der IC dort dann den RE ersetzen soll, falls es soweit kommt, wird dieser doch nicht an jedem Halt wie der RE halten... Bsp. Gransee, Dannenwalde, Fürstenberg, Kratzeburg.... Bis Fürstenwalde könnte man ja noch im 2 Stunden Takt halten mit dem RE5 nach Stralsund... Dennoch wäre ein 2 Stunden Takt eine deutliche Verschlechterung. (Okay Dannenwalde wird sowieso nur im 2h Takt angefahren), Kratzeburg würde man dann ganz vom Bahnverkehr abhängen? Wenn dann würde es ja so kommen das der RE5 alle 2h weiter fährt nach Stralsund, und alle 2h in Berlin endet.... Nur um das mal als Beispiel zu nennen, oder sehe ich da komplett was falsch?

Hier müssen wir vermutlich trennen:
- IC Rostock - Dresden: Die Linie setzt vermutlich voraus, dass die Länder eine Anerkennung der Nahverkehrsfahrkarten gegen Ausgelichszahlung vereinbaren. Folglich wäre der IC dann ein weißer RE, der weiterhin alle Halte bedient.
- IC Rostock - München: Diese dürfte sicherlich den einzelnen IC (bislang ICE) nach Rostock ersetzen. Eventuell weitere Sommer-IC nach Rostock? Mehr kann ich mir hier nicht vorstellen. Etwas misteriös, diese (plötzlich) 2 IC_Linien zwischen Rostock und Berlin.

--
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IC Linie ab Rostock, Mutmaßungen

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Freitag, 13.11.2015, 11:36 (vor 3800 Tagen) @ ES89
bearbeitet von Paladin, Freitag, 13.11.2015, 11:37

Mir erschließt sich der Sinn des ganzen noch nicht richtig... Kann mir das bitte einer erklären, nur um das Beispiel Berlin - Dresden anzuführen. Gehen wir mal von Rostock - Berlin aus. Wenn der IC dort dann den RE ersetzen soll, falls es soweit kommt, wird dieser doch nicht an jedem Halt wie der RE halten... Bsp. Gransee, Dannenwalde, Fürstenberg, Kratzeburg.... Bis Fürstenwalde könnte man ja noch im 2 Stunden Takt halten mit dem RE5 nach Stralsund... Dennoch wäre ein 2 Stunden Takt eine deutliche Verschlechterung. (Okay Dannenwalde wird sowieso nur im 2h Takt angefahren), Kratzeburg würde man dann ganz vom Bahnverkehr abhängen? Wenn dann würde es ja so kommen das der RE5 alle 2h weiter fährt nach Stralsund, und alle 2h in Berlin endet.... Nur um das mal als Beispiel zu nennen, oder sehe ich da komplett was falsch?


Hier müssen wir vermutlich trennen:
- IC Rostock - Dresden: Die Linie setzt vermutlich voraus, dass die Länder eine Anerkennung der Nahverkehrsfahrkarten gegen Ausgelichszahlung vereinbaren. Folglich wäre der IC dann ein weißer RE, der weiterhin alle Halte bedient.

Ich vermute eher, dass der DoIC in MV Rostock, Güstrow, Waren und Neustrelitz bedient und dann bis Berlin-Gesundbrunnen durchfährt. Klassischer RE5 Rostock-Berlin entfällt, bzw. endet er in Granser o.ä. Alternativ stündlicher RE5 nach Stralsund.

- IC Rostock - München: Diese dürfte sicherlich den einzelnen IC (bislang ICE) nach Rostock ersetzen. Eventuell weitere Sommer-IC nach Rostock? Mehr kann ich mir hier nicht vorstellen. Etwas misteriös, diese (plötzlich) 2 IC_Linien zwischen Rostock und Berlin.

Wenigstens ein oder zwei weitere - morgens, mittags und nachmittags - fänd ich schon gut, ob das aber kostendeckend wäre kann man durchaus in Frage stellen.

EC-Verbindungen evtl. als Nachtzug?

Dancingmachine, Dienstag, 10.11.2015, 17:48 (vor 3803 Tagen) @ ktmb

Es geht aber auch um Euro City-Fernverbindungen nach Amsterdam, Kopenhagen, Österreich und auch nach Prag.

Vielleicht geht's hier auch um neue Wagen für den Nachtreiseverkehr? 2017 soll ja das (neue) Konzept vorgestellt werden, da würde eine Ausschreibung auch passen und Amsterdam / Prag sind auch klassische CNL Zielorte

Zumindest wäre es zu wünschen !

EC-Verbindungen evtl. als Nachtzug?

Lumi25, Dienstag, 10.11.2015, 18:01 (vor 3803 Tagen) @ Dancingmachine

Vielleicht geht's hier auch um neue Wagen für den Nachtreiseverkehr? 2017 soll ja das (neue) Konzept vorgestellt werden, da würde eine Ausschreibung auch passen und Amsterdam / Prag sind auch klassische CNL Zielorte


Das Nachtzugkonzept gehört dringend überarbeitet. Ich finde es z.B. sehr schade, dass man von Köln aus nicht direkt per Nachtzug nach Salzburg fahren kann.

Da könnte aber auch die ÖBB selbst was dran ändern der Weg via. München-Salzburg ist zwar länger dürfte aber weitaus lukrativer sein als über Augsburg.

Natürlich wäre es dann toll wenn in Salzburg die IC nach Villach-Klagenfurt bzw. Richtung Graz erreicht würden.

EC-Verbindungen evtl. als Nachtzug?

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Dienstag, 10.11.2015, 19:39 (vor 3803 Tagen) @ Lumi25

Und wieviele Reisende würde das tatsächlich erschließen?

EC-Verbindungen evtl. als Nachtzug?

Dancingmachine, Dienstag, 10.11.2015, 21:00 (vor 3803 Tagen) @ Lumi25

Vielleicht geht's hier auch um neue Wagen für den Nachtreiseverkehr? 2017 soll ja das (neue) Konzept vorgestellt werden, da würde eine Ausschreibung auch passen und Amsterdam / Prag sind auch klassische CNL Zielorte

Das Nachtzugkonzept gehört dringend überarbeitet. Ich finde es z.B. sehr schade, dass man von Köln aus nicht direkt per Nachtzug nach Salzburg fahren kann.

Da könnte aber auch die ÖBB selbst was dran ändern der Weg via. München-Salzburg ist zwar länger dürfte aber weitaus lukrativer sein als über Augsburg.

Natürlich wäre es dann toll wenn in Salzburg die IC nach Villach-Klagenfurt bzw. Richtung Graz erreicht würden.

Das gab es ja schonmal, zuletzt als der EN und der CNL in Kooperation von Dortmund über Salzburg nach Wien fuhren, trotz der doch sehr frühen Ankunftszeit empfand ich den halt als gut frequentiert, würde aber niemals als eigenständiger Nachtzug bestehen.

EC-Verbindungen evtl. als Nachtzug?

MvG, Dienstag, 10.11.2015, 19:18 (vor 3803 Tagen) @ Dancingmachine


2017 soll ja das (neue) Konzept vorgestellt werden,

Achja? Was denn für ein neues Konzept?

EC-Verbindungen evtl. als Nachtzug?

Dancingmachine, Dienstag, 10.11.2015, 20:49 (vor 3803 Tagen) @ MvG


2017 soll ja das (neue) Konzept vorgestellt werden,


Achja? Was denn für ein neues Konzept?

Ob dabei wirklich ein neues Konzept bei rauskommt ist die Frage, aufjedenfall wurde mehrmals auf Facebook, sowohl auf DB Bahn/ Citynightline Seite, angekündigt das für 2017 ein neues Konzept verkündet wird, bzw allgemein wie es weitergeht

EC-Verbindungen

CNL484, Mittwoch, 11.11.2015, 22:19 (vor 3802 Tagen) @ ktmb

Nach Prag wünsch ich mir lieber ne Art ICE. Keine Lok bespannten Züge mehr. Müsste ja möglich sein. Dazu ICE von Paris nach Prag als ICE-Goethe wieder. Währe ja ordentliche Fahrzeitverkürzung drin gegenüber früher. Paris-FFM. Jetzt Erfurt-Lpz.Wenig Standzeit in Dresden. Leider wird das nie kommen. Nachrichten heute wieder voll das Fliegen noch billiger wird in Europa. Für die Bahn wird's immer enger werden das Auslandsgeschäft.

ICE International.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 11.11.2015, 23:46 (vor 3802 Tagen) @ CNL484

Nach Prag wünsch ich mir lieber ne Art ICE. Keine Lok bespannten Züge mehr. Müsste ja möglich sein. Dazu ICE von Paris nach Prag als ICE-Goethe wieder.

Als vor 15 Jahren der ICE International eingeführt wurde, hatte ich auch so die Idee, wir haben hier der EC-Nachfolger. Mehrsystemfähig mit 300 km/h kreuz und quer durch Europa unterwegs. Das europaweite Premiumprodukt der DB. Die internationale Version des ICE-Sprinters. Verlängerung von Amsterdam-Frankfurt nach München, mit nur dem Halt in Nürnberg, wo man dann Korrespondenz mit einem ICE International Hamburg-Wien(-Budapest) hatte.

Nur schade, dass ICE 3M Triebwagen nicht wie Früchte alle 4 Tage von den Bäumen eines durchschnittlichen Farmville Bauernhofs ernten kann...:)

Währe ja ordentliche Fahrzeitverkürzung drin gegenüber früher. Paris-FFM. Jetzt Erfurt-Lpz.Wenig Standzeit in Dresden. Leider wird das nie kommen. Nachrichten heute wieder voll das Fliegen noch billiger wird in Europa. Für die Bahn wird's immer enger werden das Auslandsgeschäft.

Aber Anfang des Jahrhunderts gab es s.i.w. noch nicht so viele Billigflieger.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

ICE International erfolgreich; Billigflieger werden billiger

Henrik, Donnerstag, 12.11.2015, 19:53 (vor 3801 Tagen) @ Oscar (NL)

Nach Prag wünsch ich mir lieber ne Art ICE. Keine Lok bespannten Züge mehr. Müsste ja möglich sein.

mit dem ICx
..oder eben als ICE 3 dann mit der NBS Dresden-Prag.

Als vor 15 Jahren der ICE International eingeführt wurde, hatte ich auch so die Idee, wir haben hier der EC-Nachfolger. Mehrsystemfähig mit 300 km/h kreuz und quer durch Europa unterwegs. Das europaweite Premiumprodukt der DB. Die internationale Version des ICE-Sprinters. Verlängerung von Amsterdam-Frankfurt nach München, mit nur dem Halt in Nürnberg, wo man dann Korrespondenz mit einem ICE International Hamburg-Wien(-Budapest) hatte.

Nur schade, dass ICE 3M Triebwagen nicht wie Früchte alle 4 Tage von den Bäumen eines durchschnittlichen Farmville Bauernhofs ernten kann...:)

es war ja durchaus mal mehr geplant.

Wäre ja ordentliche Fahrzeitverkürzung drin gegenüber früher. Paris-FFM. Jetzt Erfurt-Lpz. Wenig Standzeit in Dresden. Leider wird das nie kommen. Nachrichten heute wieder voll, dass Fliegen noch billiger wird in Europa. Für die Bahn wird's immer enger werden das Auslandsgeschäft.

Aber Anfang des Jahrhunderts gab es s.i.w. noch nicht so viele Billigflieger.

ja, das kam erst so Ende 2003 / 2004.

das ICE-Auslandsgeschäft ist sehr erfolgreich.

--


11. November 2015 | 07.48 Uhr

Die Billig-Airlines werden noch billiger

Die niedrigen Preise für Kerosin und der immer härtere Wettbewerb sorgen für weiter sinkende Ticketpreise bei den Billigfliegern.

[...]

http://www.rp-online.de/leben/reisen/news/die-billig-airlines-werden-noch-billiger-aid-...

ICE International erfolgreich; Billigflieger werden billiger

CNL484, Donnerstag, 12.11.2015, 23:18 (vor 3801 Tagen) @ Henrik

Todesstoß als erstes für Nachtzüge. Denke wird in Osteuropa auch bald losgehen. Wir kommen dann nur noch mit viel Umsteigen übern Balkan bestimmt.

Mehrsystem-Triebzüge teuer und exotisch

ES89, Hamburg / Rostock, Mittwoch, 11.11.2015, 23:46 (vor 3802 Tagen) @ CNL484

Nach Prag wünsch ich mir lieber ne Art ICE. Keine Lok bespannten Züge mehr. Müsste ja möglich sein. Dazu ICE von Paris nach Prag als ICE-Goethe wieder. Währe ja ordentliche Fahrzeitverkürzung drin gegenüber früher.

Mehrsystem-Triebzüge sind einfach teuer und bleiben im Bestand Exoten. Auch Wagenzüge kannst du für hohe Geschwindigkeiten zulassen (siehe Railjet mit Vmax 230 km/h).

Alles in allem erscheint mir die Strecke Paris - Prag aber für Tageszüge nicht sinnvoll (zu lange Fahrzeit, in Frankreich Strecke für 320 km/h, Rest der Strecke bis auf gut 50 km nur höchstens 200 km/h).

Frankfurt - Prag, rund 8 Stunden Fahrtzeit, das wäre für einen Tageszug okay.
Paris - Prag wäre eine ideale Nachtzugverbindung, Abends 17/18 Uhr los, morgens 8/9 Uhr da.

--
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Line 55 und 61 (statt Dosto-IC)

ktmb, Dienstag, 10.11.2015, 16:44 (vor 3803 Tagen) @ ktmb

Bei den Linien 55 und 61 steht es zumindest in dieser Form so vermerkt, dass es neue Wagen anstatt IC2 geben soll.

Keine Verknüpfung Linien 61 und 87?

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 10.11.2015, 16:48 (vor 3803 Tagen) @ ktmb
bearbeitet von ICETreffErfurt, Dienstag, 10.11.2015, 16:48

Die Linie 61 soll doch in Stuttgart als Linie 87 nach Zürich durch gebunden werden. Oder wurde da was geändert?

Keine Verknüpfung Linien 61 und 87?

ffz, Dienstag, 10.11.2015, 18:18 (vor 3803 Tagen) @ ICETreffErfurt

Nein die Linien 61 und 87 sollten nie verknüpft werden. Die Linie 87 wird mit Eröffnung von Stuttgart 21 über Backnang-Hessental-Crailsheim-Ansbach nach Nürnberg verlängrt, also über die Murrbahn und soll um 1 Stunde versetzt zur IC Linie 61 verkehren. Damit gibt es dann einen IC Stundentakt zwischen Stuttagrt und Nürnberg.

Keine Verknüpfung Linien 61 und 87?

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 10.11.2015, 21:22 (vor 3803 Tagen) @ ffz
bearbeitet von ICETreffErfurt, Dienstag, 10.11.2015, 21:22

Achso. Danke für die Aufklärung.

Keine Verknüpfung Linien 61 und 87?

gsg, Mittwoch, 11.11.2015, 12:00 (vor 3802 Tagen) @ ffz

Nein die Linien 61 und 87 sollten nie verknüpft werden. Die Linie 87 wird mit Eröffnung von Stuttgart 21 über Backnang-Hessental-Crailsheim-Ansbach nach Nürnberg verlängrt, also über die Murrbahn und soll um 1 Stunde versetzt zur IC Linie 61 verkehren. Damit gibt es dann einen IC Stundentakt zwischen Stuttagrt und Nürnberg.

Tatsächlich sollen dann aber in Nürnberg die Züge der Linie 87 auf die 61 wenden und umgekehrt. Denn dadurch hat man Wendezeiten um die 15-20 Minuten (Anstelle von 2x 80 Minuten). Dadurch spart man einen Umlauf und aufgrund der guten Pünktlichkeit auf diesen Linien sollte das dann auch passen.

Allerdings wird das ganze Konzept dann ab ca. 2023 sowieso nochmal verändert - irgendwann dann geht S21 in Betrieb und eben auch die evtl. Verlängerung über die Saalebahn. Ich gehe davon aus, dass sich über genaue Umläufe da noch nicht so genaue Gedanken gemacht wurden.

klassischer IC/ECmod ab 2013

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 10.11.2015, 17:36 (vor 3803 Tagen) @ ktmb

In der aktuellen Drehscheibe wird über ein Projekt der Deutschen Bahn berichtet, welches die Bestellung von bis zu 770 klassischen Reisezugwagen für den Fernverkehr vorsieht.

Die Zahl 770 erinnert m.M. zu sehr an das ICmod Programm, sodass ich weiterhin an eine Verwechslung glaube.

Im Jahr 2017 soll das dann eine Ausschreibung geben und ab 2022 sollen dann die ersten klassischen Reisezugwagen fahren. Verschiedene internationale und nationale Fernverkehrsverbindungen sollen damit bedient werden.

Das wäre wohl zu schön um wahr zu sein. Beim neuen FV-Konzept von DB Bahn war heuer jedenfalls kein Wort darüber zu lesen.
Kommt es dennoch so, um so besser.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
[image]

Lokbespannte Züge werden ja generell nicht abgeschafft

ALR997, Dienstag, 10.11.2015, 18:56 (vor 3803 Tagen) @ 218 466-1

In der aktuellen Drehscheibe wird über ein Projekt der Deutschen Bahn berichtet, welches die Bestellung von bis zu 770 klassischen Reisezugwagen für den Fernverkehr vorsieht.

Die Zahl 770 erinnert m.M. zu sehr an das ICmod Programm, sodass ich weiterhin an eine Verwechslung glaube.

Im Jahr 2017 soll das dann eine Ausschreibung geben und ab 2022 sollen dann die ersten klassischen Reisezugwagen fahren. Verschiedene internationale und nationale Fernverkehrsverbindungen sollen damit bedient werden.

Das wäre wohl zu schön um wahr zu sein. Beim neuen FV-Konzept von DB Bahn war heuer jedenfalls kein Wort darüber zu lesen.
Kommt es dennoch so, um so besser.

Das kommt natürlich nun sehr merkwürdig rüber, insofern darf man ruhig skeptisch sein. Man sollte allerdings beachten, dass die DB im IC(2)-Verkehr auch in Zukunft auf lokbespannte Züge setzt. Vielleicht möchte man künftig beide Varianten einer Zuggarnitur - ein- wie zweistöckig - im IC(2)-Netz allgemein, oder gar linienübergreifend gemischt - und zusätzlich natürlich auch im EC-Verkehr - einsetzen. Dies geschieht ja in der Schweiz bis zu einem gewissen Punkt auch, besser Vergleichbar ist die Situation dann wohl in Belgien und den Niederlanden, wo man allerdings wiederum vorrangig auf Triebwagen setzt.

NL: NS-Wagenzüge als Triebwagen-Surrogat.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 10.11.2015, 21:44 (vor 3803 Tagen) @ ALR997
bearbeitet von Oscar (NL), Dienstag, 10.11.2015, 21:46

ktmb:

In der aktuellen Drehscheibe wird über ein Projekt der Deutschen Bahn berichtet, welches die (1) Bestellung von bis zu 770 klassischen (2) Reisezugwagen für den Fernverkehr vorsieht.

218 466-1:

Die Zahl 770 erinnert m.M. zu sehr an das ICmod Programm, sodass ich weiterhin an eine Verwechslung glaube.

1. Bestellung, das ist nicht Umbau, nicht Refit, nicht Mod-Programm, nicht Redesign.

2. Klassische Reisezugwagen. Ich wiederhole: klassische Reisezugwagen. Ich wiederhole: klassische Reisezugwagen.
Damit durften also nicht die Dostos gemeint sein.

Selbstverständlich kann jemand sich verschrieben haben.

ktmb:

Im Jahr 2017 soll das dann eine Ausschreibung geben und ab 2022 sollen dann die ersten klassischen Reisezugwagen fahren. Verschiedene internationale und nationale Fernverkehrsverbindungen sollen damit bedient werden.

Gefährliches Wort, "soll(en)".
Beim Jahrhundertwechsel wurde bei uns ja auch behauptet, 2007 sollten zwischen Amsterdam und Brüssel nebst dem Thalys 250 km/h schnelle Züge fahren. Diese fahren heute immer noch nicht.

ALR997:

Man sollte allerdings beachten, dass die DB im IC(2)-Verkehr auch in Zukunft auf lokbespannte Züge setzt.

Irgendwie verstehe ich nicht, wieso das ausschlaggebende Pro-Argument für Lok+Wagenzüge noch niemals ausgespielt wurde: man kann Antriebseinheit und Fahrgasteinheit unabhängig voneinander entwickeln. Die meisten anderen Pro-Argumente kann man mit Triebwagen auch mehr oder weniger erreichen, aber dieses eine Argument nicht.
Nicht umsonst konnte gerade aus diesem Grund der TGV ein Erfolg werden, denn alle TGV-Versionen sind (bis auf dem Ur-TGV) Evolutionen von eheren TGV-Garnituren, wobei entweder die Antriebseinheiten oder die Wagenstrangen erneuert wurden, aber seltenerweise beide zugleich.

Vielleicht möchte man künftig beide Varianten einer Zuggarnitur - ein- wie zweistöckig - im IC(2)-Netz allgemein, oder gar linienübergreifend gemischt - und zusätzlich natürlich auch im EC-Verkehr - einsetzen.

Sollte das IC-NEU Konzept ein Erfolg werden, dann kann ich mich vorstellen, dass man auch Gegende abdecken möchte, wo 5 Dostos zu viel sind = wo man lieber 5 einstöckige Wagen einsetzt. Wie z.B. Köln-Eindhoven...:) Allerdings denke ich dann, dass Triebwagen wieder mehr Sinn machen, denn so verliert man wieder Bahnsteiglänge an die Lok.

Dies geschieht ja in der Schweiz bis zu einem gewissen Punkt auch, besser Vergleichbar ist die Situation dann wohl in (1) Belgien und (2) den Niederlanden, wo man allerdings wiederum vorrangig auf Triebwagen setzt.

Zu (1): das wäre mir neu. Nein, Belgien bietet im hochwertigen Fernverkehr fast nur Lok+Wagenzüge an: die I11 und M6-Garnituren. Die Gumminasen-"IC"s befahren eher zweiträngige Strecken oder Strecken mit stark wechselndem Fahrgastaufkommen (wo Triebwagen dann wieder klar im Vorteil sind und erst recht wenn die durchgängig begehbar sind).
Der Einsatz von Desiro ML als "IC" soll man nicht allzu ernst nehmen, denn diese Leistungen durften doch die Bezeichnung "IC" nicht haben (sogar nicht mit "").

Zu (2): was NS noch lokbespannt fährt, ist Surrogat.
- die nicht-redesignten DD-AR sind Surrogat für die noch auszuliefern FLIRT3 und Civities (die redesignten DD-AR haben ihre Lok(s) verloren und verkehren als DDZ/NID mit einstöckigem Triebwagen, es sind etwa unsere "IC-NEU").
- die ICRm-Garnituren die als IC Direkt verkehren, sind Surrogat für die noch zu beschaffen IC200-Triebwagen. Diese fuhren schon als Surrogat für die V250.

Übrigens möchte NS nicht nur dem Lok+Wagenzug, sondern auch (und erst recht) dem Dieselzug verabschieden.


gruß,

Oscar (NL).

--
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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Inhaltliche Klarstellung

ALR997, Mittwoch, 11.11.2015, 21:13 (vor 3802 Tagen) @ Oscar (NL)

ALR997:

Man sollte allerdings beachten, dass die DB im IC(2)-Verkehr auch in Zukunft auf lokbespannte Züge setzt.

Irgendwie verstehe ich nicht, wieso das ausschlaggebende Pro-Argument für Lok+Wagenzüge noch niemals ausgespielt wurde: man kann Antriebseinheit und Fahrgasteinheit unabhängig voneinander entwickeln. Die meisten anderen Pro-Argumente kann man mit Triebwagen auch mehr oder weniger erreichen, aber dieses eine Argument nicht.

Ersteinmal sind Triebwagen im S-Bahn-Verkehr wie auch im Groben im gesamten Regionalverkehr sinnvoller einzusetzen als Lokzüge, da flexibler einsetzbar. Da wird dann womöglich geflügelt oder auch einfach gestärkt oder geschwächt. Häng mal an einem - durchgängig begehbaren - Lokzug zwei bis drei Wagen ab und setz dann den Steuerwagen oder die Lok wieder ans Ende. Das würde viel zu lange dauern.

Nicht umsonst konnte gerade aus diesem Grund der TGV ein Erfolg werden, denn alle TGV-Versionen sind (bis auf dem Ur-TGV) Evolutionen von eheren TGV-Garnituren, wobei entweder die Antriebseinheiten oder die Wagenstrangen erneuert wurden, aber seltenerweise beide zugleich.

Ist denn der ICE kein Erfolg? Weder sind Lokzüge, noch Triebwagen, die alleinige Lösung. Es kommt immer auch auf die Bauweise und die Situation an: der "Koploper", der heute ja nicht mehr so genannt werden darf, war sogesehen die beste Lösung, da leicht trennbar, aber durchgängig begehbar. Das heißt aber nicht, dass eine 101 mit einer festen Wagengarnitur, wie der Metropolitan oder vergleichbar der Metronom direkt schlecht sind. Sie sind eben nur nicht an den Bedarf anpassbar.

Vielleicht möchte man künftig beide Varianten einer Zuggarnitur - ein- wie zweistöckig - im IC(2)-Netz allgemein, oder gar linienübergreifend gemischt - und zusätzlich natürlich auch im EC-Verkehr - einsetzen.

Sollte das IC-NEU Konzept ein Erfolg werden, dann kann ich mich vorstellen, dass man auch Gegende abdecken möchte, wo 5 Dostos zu viel sind = wo man lieber 5 einstöckige Wagen einsetzt. Wie z.B. Köln-Eindhoven...:) Allerdings denke ich dann, dass Triebwagen wieder mehr Sinn machen, denn so verliert man wieder Bahnsteiglänge an die Lok.

Ursprünglich - noch vor einigen Jahren - waren Lokzüge alternativlos. Mit den ersten einstöckigen Triebwagen ging es dann voran, aber Doppelstocktzüge waren ja immer noch auf die Lok angewiesen. Erst mit KISS und Twindexx sind zwei salonfähige Doppelstocktriebwagen auf dem deutschen Markt, heute ist man also zu beinahe 100 % flexibel, also warum kann man nicht alles parallel betreiben, je nachdem wo es Sinn macht?

Dies geschieht ja in der Schweiz bis zu einem gewissen Punkt auch, besser Vergleichbar ist die Situation dann wohl in (1) Belgien und (2) den Niederlanden, wo man allerdings wiederum vorrangig auf Triebwagen setzt.

Zu (1): das wäre mir neu. Nein, Belgien bietet im hochwertigen Fernverkehr fast nur Lok+Wagenzüge an: die I11 und M6-Garnituren. Die Gumminasen-"IC"s befahren eher zweiträngige Strecken oder Strecken mit stark wechselndem Fahrgastaufkommen (wo Triebwagen dann wieder klar im Vorteil sind und erst recht wenn die durchgängig begehbar sind).

Um das klarzustellen: (1) war vordergründig auf Lokzüge, (2) mit dem Nebensatz zusammen auf Triebwagen bezogen. Inhaltlich ging es aber um den Mischbetrieb von ein- und doppelstöckigen Linien.

Der Einsatz von Desiro ML als "IC" soll man nicht allzu ernst nehmen, denn diese Leistungen durften doch die Bezeichnung "IC" nicht haben (sogar nicht mit "").

Das ist eben die Folge aus der Abschaffung der Interregio. Warum SNCB das gemacht hat, bleibt mir wohl auf ewig ein Rätsel.

Zu (2): was NS noch lokbespannt fährt, ist Surrogat.
- die nicht-redesignten DD-AR sind Surrogat für die noch auszuliefern FLIRT3 und Civities (die redesignten DD-AR haben ihre Lok(s) verloren und verkehren als DDZ/NID mit einstöckigem Triebwagen, es sind etwa unsere "IC-NEU").
- die ICRm-Garnituren die als IC Direkt verkehren, sind Surrogat für die noch zu beschaffen IC200-Triebwagen. Diese fuhren schon als Surrogat für die V250.

Übrigens möchte NS nicht nur dem Lok+Wagenzug, sondern auch (und erst recht) dem Dieselzug verabschieden.

Inhaltliche Klarstellung

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 11.11.2015, 22:08 (vor 3802 Tagen) @ ALR997
bearbeitet von Oscar (NL), Mittwoch, 11.11.2015, 22:09

Hallo ALR997,

zuerst mal Danke für Deine Erläuterungen.

Ersteinmal sind Triebwagen im S-Bahn-Verkehr wie auch im Groben im gesamten Regionalverkehr sinnvoller einzusetzen als Lokzüge, da flexibler einsetzbar. Da wird dann womöglich geflügelt oder auch einfach gestärkt oder geschwächt.

Kann mich irren, aber ich dachte, dieses Thema betraf Fernverkehr und nicht S-Bahnen.
Mir ist klar, dass je langsamer/feinmaschiger die Zuggattung, umso mehr Sinn machen Triebwagen. Bei uns waren die allermeisten Regionalbahnen schon von Anfang an Triebwagen, erst recht nach der Einführung der Schienenbananen 1964.
Als in den 1980ern auch bei uns die ersten Dostos eingeführt wurden, gab es s.i.w. noch keine Dostotriebwagen (die VIRM kamen erst eine Dekade später). Also musste man lokbespannt fahren. Jetzt geht die Tendenz bei unseren "Sprintern" zu einstöckigen Triebwagen. Dostos sind eher etwas für Mittelstreckenverkehr.

Und mir ist auch klar, dass im HGV-Segment die Triebwagen auch gut vorne stehen. China, Japan und Taiwan wissen nicht anders. Im HGV-Segment bietet der Triebwagen verteilten Antrieb, was der Traktion zugute kommt.

Aber es gibt auch einen Zwischensegment, wo die Pro-Argumente der Triebwagen weniger Geltung machen. Und dort verkehren die klassischen ICs: die belgischen I11/M6-Garnituren, die französischen Corails, die ganzen Eurofima-Nachfolger und in sicherem Sinne auch MET und railjet.

Häng mal an einem - durchgängig begehbaren - Lokzug zwei bis drei Wagen ab und setz dann den Steuerwagen oder die Lok wieder ans Ende. Das würde viel zu lange dauern.

Das wurde bei uns folgendermassen gemacht:

[image]

Gut, die Komposition ist nicht durchgängig mehr, aber das ist 2x VIRM-4 auch nicht.


gruß,

Oscar (NL).

--
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Inhaltliche Klarstellung

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 12.11.2015, 08:22 (vor 3801 Tagen) @ ALR997

Ersteinmal sind Triebwagen im S-Bahn-Verkehr wie auch im Groben im gesamten Regionalverkehr sinnvoller einzusetzen als Lokzüge, da flexibler einsetzbar. Da wird dann womöglich geflügelt oder auch einfach gestärkt oder geschwächt. Häng mal an einem - durchgängig begehbaren - Lokzug zwei bis drei Wagen ab und setz dann den Steuerwagen oder die Lok wieder ans Ende. Das würde viel zu lange dauern.

Verständnisfrage: Wenn wir uns eine S-Bahn aus Triebwagen vorstellen, die irgendwo geflügelt, zusammengeführt, gestärkt oder geschwächt wird - bei welcher S-Bahn-Baureihe haben wir anschließend einen über diese Kuppelstelle durchgängig begehbaren Zug? Also weder bei den gängigen Wechselstrom-S-Bahnen (München, Stuttgart, Frankfurt, teilweise Rhein/Ruhr, wo nicht lokbespannt) geht das nicht. Auch bei den S-Bahn-Hamstern in Leipzig nicht. Ebensowenig bei den mir bekannten Gleichstrom-S-Bahnen in Hamburg... Warum sollte man also für ein vergleichbares Ergebnis den Wagenzug auseinander reißen und die Verstärkung dazwischen kuppeln? Begehbarkeit innerhalb des jeweiligen Zugteils und Nichtbegehbarkeit an der Flügel-Kuppelstelle ist doch kein Merkmal der einen oder anderen Bauweise? Okay, es gibt Lösungen, die so etwas erlauben, aber deren Einsatz in Deutschland wäre mir seit dem Ende der Silberlings-Hasenkästen nicht bekannt.

Die Entscheidung zwischen Äpfeln und Birnen noch hinauszögernde Grüße,
der Colaholiker

--
[image]

Inhaltliche Klarstellung

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 12.11.2015, 09:41 (vor 3801 Tagen) @ Colaholiker

Okay, es gibt Lösungen, die so etwas erlauben, aber deren Einsatz in Deutschland wäre mir seit dem Ende der Silberlings-Hasenkästen nicht bekannt.


Gabs nicht vor einiger Zeit planmäßig DSB-IC3-Doppeltraktionen in Deutschland?

--
Weg mit dem 4744!

Inhaltliche Klarstellung

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 12.11.2015, 09:44 (vor 3801 Tagen) @ JeDi

Gabs nicht vor einiger Zeit planmäßig DSB-IC3-Doppeltraktionen in Deutschland?

Dann ergänzen wir das eben durch einen Einsatz bei Deutschen EVU. Vereinzelte Gastleistungen aus dem benachbarten Ausland sind da ja nicht das Maß der Dinge. ;-)

Klarstellende Grüße,
der Colaholiker

--
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klassischer IC/EC neu ab 2022?

Lumi25, Dienstag, 10.11.2015, 17:46 (vor 3803 Tagen) @ ktmb

In der aktuellen Drehscheibe wird über ein Projekt der Deutschen Bahn berichtet, welches die Bestellung von bis zu 770 klassischen Reisezugwagen für den Fernverkehr vorsieht. Im Jahr 2017 soll das dann eine Ausschreibung geben und ab 2022 sollen dann die ersten klassischen Reisezugwagen fahren. Verschiedene internationale und nationale Fernverkehrsverbindungen sollen damit bedient werden. Unter anderem auch die Verbindung zwischen Dresden und Köln (Linie 55) oder die Verbindung Karlsruhe, Nürnberg und Leipzig (Linie 61).

Ich bin da sehr skeptisch was neue Reisezugwagen angeht. Neue Reisezugwagen wären eigentlich nur interessant für Urlaubsverbindungen wo teilweise auf Diesel umgespannt werden muss.

Das sind nicht gerade viele Verbindungen die da in Frage kommen. Ich gehe daher eher davon aus, dass der jetzige Wagenpark zur Ersatzteilgewinnung nach und nach ausgeschlachtet und ein kleiner Teil längerfristig erhalten bleibt.

Eine neue kleine Wagenbeschaffung wie damals beim MET dürfte ziemlich Teuer werden.


Auch sollen ja einige touristische EC/IC-Verbindungen auf ICX umgestellt werden wie z.B. der EC 114/115

Den IC 118/119 könnte man längerfristig auch komplett auf E-Traktion umstellen es fehlt ja nur das kurze Stücke Friedrichshafen - Lindau sofern die Südbahn elektrifiziert wird.

klassischer IC/EC neu ab 2022?

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 10.11.2015, 17:59 (vor 3803 Tagen) @ Lumi25
bearbeitet von 218 466-1, Dienstag, 10.11.2015, 18:01

Ich bin da sehr skeptisch was neue Reisezugwagen angeht. Neue Reisezugwagen wären eigentlich nur interessant für Urlaubsverbindungen wo teilweise auf Diesel umgespannt werden muss.
Das sind nicht gerade viele Verbindungen die da in Frage kommen.

Warum sollen klassische Reisezüge nur mit Taktionswechsel sinvoll sein?

Eine neue kleine Wagenbeschaffung wie damals beim MET dürfte ziemlich Teuer werden.

770 ist nicht wirklich klein.

Auch sollen ja einige touristische EC/IC-Verbindungen auf ICX umgestellt werden wie z.B. der EC 114/115

Nein. Die sollen nach jetzigem Stand auf RJ umgestellt werden.

Den IC 118/119 könnte man längerfristig auch komplett auf E-Traktion umstellen es fehlt ja nur das kurze Stücke Friedrichshafen - Lindau sofern die Südbahn elektrifiziert wird.

Nein. Die Strecke Ulm - Lindau-Aeschach wird elektrifiziert (Rest ABS48).
Und wenn nicht, wurde das mit IC 1218 planmäßig auch ganz einfach gelöst. ;)

--
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klassischer IC/EC neu ab 2022?

TEE Rheingold, Dienstag, 10.11.2015, 18:34 (vor 3803 Tagen) @ 218 466-1

Und welche Loks sollen die Wagen ziehen?
Die 120er sind bald 30 Jahre alt, die 101er nicht viel jünger.
Vom Taurus hat DB Regio nur 25 Stück meines Wissens, die man an den Fernverkehr verkaufen oder verleihen könnte.
Und der von der 103 sind nicht mehr viele betriebsfähig ;)

klassischer IC/EC neu ab 2022?

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 10.11.2015, 20:13 (vor 3803 Tagen) @ TEE Rheingold

Und welche Loks sollen die Wagen ziehen?
Die 120er sind bald 30 Jahre alt, die 101er nicht viel jünger.
Vom Taurus hat DB Regio nur 25 Stück meines Wissens, die man an den Fernverkehr verkaufen oder verleihen könnte.

BR 101 ist erst ab 1996 gebaut worden. Gearde mal 19 Jahre. Die können noch mindestens 20 Jahre weiterfahren. Bis dann gibt es noch genug Zeit, sich um deren künftige Nachfolger Gedanken zu machen.
BR 147 der DB kann auch für 200 km/h umgerüstet werden.

Und der von der 103 sind nicht mehr viele betriebsfähig ;)

Eigentlilch keine. Die wenigen, die noch fahren, sind mehr defekt abgestellt, als dass sie unterwegs sind. Diese Loks sollten m.M. nur Sonderzüge ziehen, aber der AKE-TEE wird ja mit schwarzen Vectron entwürdigt.

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klassischer IC/EC neu ab 2022?

TEE Rheingold, Dienstag, 10.11.2015, 20:49 (vor 3803 Tagen) @ 218 466-1

Stimmt, so alt die sind 101er noch gar nicht.
Das mit den 103ern war natürlich ironisch gemeint. Mir ist schon klar, dass diese Loks nicht mehr wirtschaftlich im Dauereinsatz zu halten sind.
Gibt es Aussichten für die 120er? Hier sind doch schon einige bei DB Regio gelandet.
Sind noch alle im Dienst (bis auf Unfälle) oder gibt es schon Abstellungen und Verschrottungen?

BR 120 bei Regio eher unglücklich

ES89, Hamburg / Rostock, Dienstag, 10.11.2015, 21:06 (vor 3803 Tagen) @ TEE Rheingold
bearbeitet von ES89, Dienstag, 10.11.2015, 21:09

Stimmt, so alt die sind 101er noch gar nicht.

Nun ja, 2022 sind es dann schon gut 25 Jahre.

Gibt es Aussichten für die 120er? Hier sind doch schon einige bei DB Regio gelandet.
Sind noch alle im Dienst (bis auf Unfälle) oder gibt es schon Abstellungen und Verschrottungen?

siehe hier: http://www.br146.de/revisionsdaten.php?BA=BR+120

Zumindest bei DB Regio sind die doch nie richtig glücklich geworden wegen der kurzen Haltabstände. Deshalb soll es doch den Ringtausch geben (120er für den IRE Berlin-Hamburg, rote 182er für den RE1 MV, schwarze 182er für Sachsen)

--
Gegen Großraum-Zwang im Fernverkehr!
Für zumindest drei Abteile je Wagenklasse!

Verbleib BR 120

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 10.11.2015, 21:15 (vor 3803 Tagen) @ TEE Rheingold

Stimmt, so alt die sind 101er noch gar nicht.
Das mit den 103ern war natürlich ironisch gemeint. Mir ist schon klar, dass diese Loks nicht mehr wirtschaftlich im Dauereinsatz zu halten sind.
Gibt es Aussichten für die 120er? Hier sind doch schon einige bei DB Regio gelandet.
Sind noch alle im Dienst (bis auf Unfälle) oder gibt es schon Abstellungen und Verschrottungen?

Dazu gab es hier schon ein Thema mit ausfühlicher Liste.

Dazu aktualisiert ist 120 109-4 heuer aussortiert worden. Spricht nicht für eine langfristige Planung von DB Bahn mit BR 120.
Ob 120 130-0 nochmal aufgearbeitet wurde/wird, oder ebenfalls Ersatzteile spendet, weiß ich nicht.

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klassischer IC/EC neu ab 2022?

agw, NRW, Dienstag, 10.11.2015, 21:38 (vor 3803 Tagen) @ TEE Rheingold

Und welche Loks sollen die Wagen ziehen?
Die 120er sind bald 30 Jahre alt, die 101er nicht viel jünger.
Vom Taurus hat DB Regio nur 25 Stück meines Wissens, die man an den Fernverkehr verkaufen oder verleihen könnte.
Und der von der 103 sind nicht mehr viele betriebsfähig ;)

Vielleicht stellt man ja auch auf 101 + Dispo-Loks um? :-)
Scheint sich ja zu lohnen, wenn HKX, DB Regio und DB FV das so gerne machen.

Loks mieten statt haben?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 10.11.2015, 21:52 (vor 3803 Tagen) @ TEE Rheingold

Und welche Loks sollen die Wagen ziehen?
Die 120er sind bald 30 Jahre alt, die 101er nicht viel jünger.
Vom Taurus hat DB Regio nur 25 Stück meines Wissens, die man an den Fernverkehr verkaufen oder verleihen könnte.
Und der von der 103 sind nicht mehr viele betriebsfähig ;)

Loks, die man braucht, aber nicht hat, kann man auch mieten.
Es sei denn, man wird die Maschinen recht einfach wieder los (deswegen hat NS einige TRAXXe bestellt, statt gemietet).


gruß,

Oscar (NL).

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Loks mieten statt haben?

numi, Dienstag, 10.11.2015, 22:15 (vor 3803 Tagen) @ Oscar (NL)

Die Gründe dafür Loks zu leasen anstelle sie zu kaufen sind entweder, dass die notwendigen Investoren nicht vorhanden sind um die Loks zu finanzieren oder dass der geplante Einsatzzeitraum nur sehr kurz ist. Beides trifft hier jedoch nicht zu. Die DB hat ein exzellentes Rating und wenn sie neue Wagen kauft, wird sie dafür auch langfristig Loks benötigen.


Mir fällt es jedoch recht schwer einzuschätzen, wie gut die 101er noch sind. Eventuell könnte man diese nach einem Auffrischungsprogramm ja doch nochmal einige Jahre fahren. Die Schweizer planen beispielsweise ihre Re 460 bis Ende 2022 nochmal komplett modernisiert zu haben (mit neuen Umrichtern usw.) und dann noch viele Jahre weiterzufahren. Eventuell ist ähnliches auch mit der BR 101 möglich. Damit hätte man dann die passende Lok (und eventuell auch eine Erklärung, warum man neue Wagen kaufen möchte. Wenn man die Lok schon hat wird der Zug so schließlich deutlich preiswerter, zumindest in der Anschaffung).

Loks mieten statt haben?

ffz, Dienstag, 10.11.2015, 22:45 (vor 3803 Tagen) @ numi

Es gibt noch mehr Gründe sich Loks zu leasen statt sie zu kaufen, wenn zum Beispiel die Einsatzanforderungen nicht statisch sind, sondern sich verändern und sich auch noch die Anforderungen an die Loks verändern zB, oder wenn das EVU die Kosten für die HU sparen will und nicht genau bekannt ist ob die Loks dann wirklich nochmal 6-8 Jahre benötigt werden. DB Fernverkehr wird vielleicht erst mal abwarten wollen, wie sich der Fernverkehrsmarkt in den nächsten Jahren entwickelt. Die Ausschreibung ist ja erst mal nur eine Angebotsanforderung, ob sich daraus wirklich eine Beschaffung entwickelt ist nicht gesagt. Sicher ist nur, dass für die IC Strecken die mit dem IC2/IC neu bedient werden sollen, die nicht elektrifiziert sind eine Lösung her muss. Die 218er haben ihr Dienstalter erreicht, die Dostos haben nur noch WTB, was in den 245ern nicht verbaut ist, weil die sonst die Regio Dostos nicht mehr bespannen dürfen. Also braucht man für die Dieselstrecken Reisezugwagen die mit ZDS/ZWS arbeiten. Die jetzigen IC Wagen sind einfach durch und müssen in den nächsten Jahren ersetzt werden. Das Modernisierungsprogramm macht die Wagen zwar wieder schön, aber die Drehgestellgrenzwerte und die Wagenkästen werden davon nicht besser. Wenn ich für die jetzigen IC Wagen neue Drehgestelle beschaffen muss und die Wagenkästen aufarbeiten muss, kann ich gleich neue Wagen kaufen. Die 101er ist noch in einem sehr guten Zustand, die Störungen sind recht gering und die Loks zuverlässig. 10 Jahre halten die ohne größere Durcharbeitungen ganz sicher noch, wenn man die Loks nochmal etwas intensiver aufarbeitet sicher noch mal 20-25 Jahre.

klassischer IC/EC neu ab 2022?

numi, Dienstag, 10.11.2015, 21:00 (vor 3803 Tagen) @ 218 466-1

Warum sollen klassische Reisezüge nur mit Taktionswechsel sinvoll sein?

Eigentlich alle Bahnen, egal ob die DB oder andere, halten Triebzüge für die wirtschaftlichere Lösung. Daher wirkt die Beschaffung von neuen Wagen allgemein sehr seltsam. Eine einigermaßen sinnvolle Erklärung wäre da wohl nur die Möglichkeit des Traktionswechsels. Auch wenn andere Bahnen auch da inzwischen häufig auf Triebzüge setzen...

klassischer IC/EC neu ab 2022?

ffz, Dienstag, 10.11.2015, 23:12 (vor 3803 Tagen) @ numi

Eigentlich alle Bahnen, egal ob die DB oder andere, halten Triebzüge für die wirtschaftlichere Lösung. Daher wirkt die Beschaffung von neuen Wagen allgemein sehr seltsam. Eine einigermaßen sinnvolle Erklärung wäre da wohl nur die Möglichkeit des Traktionswechsels. Auch wenn andere Bahnen auch da inzwischen häufig auf Triebzüge setzen...

Nur weil die letzten Jahre verstärkt Triebwagen/Triebzüge beschafft wurden, bedeutet das nicht, dass das unbedingt die wirtschaftlichere Lösung darstellt. Ein klassischer Lok-Wagen-Zug mit einer modernen Lok ist ab 4 Wagen wesentlich wirtschaftlicher wie jeder gekuppelte Triebwagen und wenn ich flexibel die Züge stärken und schwächen will sowieso. So ist es zB wirtschaftlich völlig unsinnig 3 622er zu kuppeln und ohne zu flügeln in Traktion zu fahren, mit dem gleichen Verbrauch kann ich 2 245er und 4 Dostos im Sandwich fahren und lasse die Triebwagen in der Beschleunigung dann locker stehen und biete den Fahrgästen mehr Komfort. Triebwagen haben den Vorteil sie sind in der Beschaffung einzeln billiger, weil das Massenware ist.
Genau so ist es wirtschaftlich völliger Schwachsinn mit einem Dieseltriebwagen unter Oberleitung zu fahren, vom Umweltschaden ganz abgesehen.
Das nächste problem ist, dass es keine Serienreifen Hybridtriebzüge gibt, die mit Oberleitung und Dieselmotor fahren können.
Ein Triebzug hat immer den Nachteil dass er wenig flexibel ist, man schaue sich mal das neue Gäubahnkonzeot an:
Zur HVZ werden in Singen(Htw) an die IC's nach Zürich HB einfach am Zugende ein Mittelwagen und ein 2.er Steuerwagen angehängt, somit kann ich flexibel auf dem Schweizer Abschnitt mehr Sitzplätze anbieten, nach der Rückankunft in Singen werden die Zusatzmodule wieder abgehängt und abgestellt für den nächsten Einsatz. Die Schweizer arbeiten seit Jahren mit Modulen, teilweise hängen an Zügen auch 2 oder 3 Verstärkungsmodule. Diesen Vorteil des einfachen Verstärkens kann ein Triebzug nicht bieten, denn bei einem Triebzug verliere ich durch jeden Führerstand und jede Crashnorm-Front viel Raum für Sitzplätze, pro Führerstand inklusive Front ca 4 Meter, das sind bei 2 gekuppelten Führerständen schon 8 tote Meter, bei 2 gekuppelten Wagen verliere ich ca 1 Meter durch den Übergang und die Kupplung, bedeutet ich kann 7 Meter mehr mit Sitzplätzen belegen.
Dazu kommt, dass Triebzge bei Defekten ganz ausfallen, bei einem Lok-Wagen-Zug kann ich eine Ersatzlok anhängen, oder einen Reservesteuerwagen, auf den Platz den ich zB für einen Reserve ICE 3 benötige kann ich 6 101er und 3 Steuerwagen stellen. Abstellgleise und Abstellmeter sind erstens sehr teuer in der Anmietung und zweitens sehr rar gesäht, vor allem lange Abstellgleise. Für einen ICE 3 brauche ich ein 210m langes Abstellgleis, für eine Lok oder einen Steuerwagen reichen mir 30 Meter.
Auch für die Wartung ist das Trennen eines Lok-Wagen-Zuges viel einfacher wie ein Triebwagen, um einen Dosto-Zug zu trennen braucht ein geübter Ragierer vielleicht 20 Min für den gesamten Zug, bei einem ICE 3 ist ein Mann 1 Stunde beschäftigt nur um den Triebzug zu trennen, bis ich die Wagen einzeln habe, bei einem ICE 2 braucht man immernoch ca 30 Min um die Wagen einzeln zu trennen.

Zum kuppeln der einzelnen Wagen innerhalb eines Zuges kann man auch auf Scharfenberg oder BSK oder AK setzen, da braucht es nicht unbedingt die klassische Schraubenkupplung.

klassischer IC/EC neu ab 2022?

numi, Mittwoch, 11.11.2015, 00:34 (vor 3803 Tagen) @ ffz

Ein klassischer Lok-Wagen-Zug mit einer modernen Lok ist ab 4 Wagen wesentlich wirtschaftlicher wie jeder gekuppelte Triebwagen und wenn ich flexibel die Züge stärken und schwächen will sowieso. So ist es zB wirtschaftlich völlig unsinnig 3 622er zu kuppeln und ohne zu flügeln in Traktion zu fahren, mit dem gleichen Verbrauch kann ich 2 245er und 4 Dostos im Sandwich fahren und lasse die Triebwagen in der Beschleunigung dann locker stehen und biete den Fahrgästen mehr Komfort.

Allerdings wird das ja auch nicht gemacht. Nirgends fahren dauerhaft 3x622 gekuppelt umher. Wenn dann, handelt es sich um einzelne Züge die so verstärkt werden. Wenn man anstelle von 3x622 einfach 2x620 fährt, wäre das wohl schon sparsamer als die genannte Kombination von 2x245+4Dosto.

Wenn dauerhaft lange Züge gefahren werden sollen, dann lassen sich ja durchaus auch lange Triebzüge kaufen. Man muss ja keine Führerstände in die Mitte bauen.

Beim Doppelstockzug hat der lokbespannte Zug durchaus noch Vorteile, Doppelstock und Diesel lassen sich mit einem Triebzug schließlich schlecht umsetzen. Man bräuchte da wohl eine Lösung mit weiteren einstöckigen Wagen (vgl. Desiro HC nur eben mit Dieselmotoren).

Genau so ist es wirtschaftlich völliger Schwachsinn mit einem Dieseltriebwagen unter Oberleitung zu fahren, vom Umweltschaden ganz abgesehen.
Das nächste problem ist, dass es keine Serienreifen Hybridtriebzüge gibt, die mit Oberleitung und Dieselmotor fahren können.

Im Ausland bekommt man das hin. Dort wird auf Basis einer Plattform häufig auch ein Zweikraftzüge angeboten und auch gekauft. Z.B. die neuen Class 800 in Großbritannien oder die Régiolis in Frankreich. Wäre die Nachfrage da, würde es sicherlich auch für Deutschland eine Lösung geben. Bei einem Zug wie dem Flirt3 sollte die Serienreife für Deutschland nicht aufwendig sein. Das wäre sicherlich besser als der Lokwechsel, dieser klingt in Deutschland nach meinen Erfahrungen eher so: "Aufgrund verspäteter Bereitstellung eines Triebfahrzeuges haben wir derzeit eine Verspätung von 15 Minuten".

Diesen Vorteil des einfachen Verstärkens kann ein Triebzug nicht bieten, denn bei einem Triebzug verliere ich durch jeden Führerstand und jede Crashnorm-Front viel Raum für Sitzplätze, pro Führerstand inklusive Front ca 4 Meter, das sind bei 2 gekuppelten Führerständen schon 8 tote Meter, bei 2 gekuppelten Wagen verliere ich ca 1 Meter durch den Übergang und die Kupplung, bedeutet ich kann 7 Meter mehr mit Sitzplätzen belegen.

Ein IC 2 hat 3 Führerstände, wenn er in Singen gestärkt wurde, sind es 4. Der Triebzug hätte wohl 2 Führerstände, nach der Stärkung auch 4. Wo liegt da jetzt genau der Vorteil der Lok?

Im Fall IC 2 hat die jetzige Kombination den Vorteil, dass die Lok ziemlich genau in dem Leistungsbereich ist der benötigt wird und die Züge eben früher verfügbar sind. Gerade letzteres scheint wohl ausschlaggebend. Jedenfalls ist auch dieser Kauf ein ziemliches Novum. Die Schweizer kaufen Züge dieser Art als Triebzug (Kiss, Twindexx Express), die WestBahn hat vergleichbare Züge als Triebzug (Kiss), die Franzosen kaufen auch Triebzüge (Omneo), in Deutschland bestellt man Züge im Nahverkehr in der Größe auch nur als Triebzüge (Kiss, Twindexx Vario), mit nur einer Ausnahme beim MüNüX, den man aber wohl als Sonderfall ansehen muss (es sind ja auch nur 6 Züge).

Dazu kommt, dass Triebzge bei Defekten ganz ausfallen, bei einem Lok-Wagen-Zug kann ich eine Ersatzlok anhängen, oder einen Reservesteuerwagen, auf den Platz den ich zB für einen Reserve ICE 3 benötige kann ich 6 101er und 3 Steuerwagen stellen. Abstellgleise und Abstellmeter sind erstens sehr teuer in der Anmietung und zweitens sehr rar gesäht, vor allem lange Abstellgleise. Für einen ICE 3 brauche ich ein 210m langes Abstellgleis, für eine Lok oder einen Steuerwagen reichen mir 30 Meter.

Diese Theorie höre ich öfters. In der Praxis kenne ich es jedoch eigentlich nur so, dass ein Ausfall der Lok ein Ausfall dieses Umlaufes für den Rest des Tages (oder zumindest für viele Stunden) bedeutet. Die Ersatzlok existiert fast nie und wenn doch, dann ist nicht genug Zeit da diese anzukuppeln oder es fehlt das Personal oder die Infrastruktur (wenn noch was ausrangiert werden muss). Wenn ein Triebzug in Doppeltraktion fährt, kann im Störungsfall zumindest noch der halbe Zug fahren (das wird dann zwar gemütlich, aber besser als ein Ausfall). Wenn der Triebzug nicht in Doppeltration fährt, ist man natürlich genauso aufgeschmissen wie bei Lok+Wagen, denn auch dann gibt es normalerweise keine Reserve.

Auch für die Wartung ist das Trennen eines Lok-Wagen-Zuges viel einfacher wie ein Triebwagen, um einen Dosto-Zug zu trennen braucht ein geübter Ragierer vielleicht 20 Min für den gesamten Zug, bei einem ICE 3 ist ein Mann 1 Stunde beschäftigt nur um den Triebzug zu trennen, bis ich die Wagen einzeln habe, bei einem ICE 2 braucht man immernoch ca 30 Min um die Wagen einzeln zu trennen.

Aber wann trennt man denn schon einen Triebzug? In der Regel hat man in der Halle so lange Gleise wie der Zug lang ist und damit passt das.

Es stellt sich eben die grundsätzliche Frage, wenn Lok+Wagen so unglaublich toll ist, warum will es dann fast keiner? Egal ob NV oder FV, national oder international, Einkraft oder Zweikraft,... es werden mit überwältigender Mehrheit Triebzüge gekauft. Irrt hier jetzt die ganze Welt oder ist an den Vorteilen der Triebzüge eventuell doch was dran?

Hybridzug oder bimodaler Zug?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 11.11.2015, 22:34 (vor 3802 Tagen) @ numi

ffz:

Das nächste problem ist, dass es keine Serienreifen Hybridtriebzüge gibt, die mit Oberleitung und Dieselmotor fahren können.

numi:

Im Ausland bekommt man das hin. Dort wird auf Basis einer Plattform häufig auch ein Zweikraftzüge angeboten und auch gekauft. Z.B. die neuen Class 800 in Großbritannien oder die Régiolis in Frankreich.

Ein Hybridzug ist ein Zug, bei dem zwei Antriebsarten zeitgleich funktionieren.
Ein Zug, bei dem man zwischen zwei Antriebsarten schalten kann, ist ein bimodaler Zug. Der SNCF-B84500 kommt zurecht mit 1500 V DC oder 25 kV AC oder Diesel. Hier so ein Zug, auch mal unterwegs als "IC":

[image]

Ich bin mir nicht sicher was "ffz" genau meinte.

Ein bimodaler Zug hat aber den Nachteil, dass eine Traktionsart arbeitslos mitgenommen wird. Dass in Frankreich die bimodalen Züge dennoch ein Erfolg sind, hat damit zu tun, dass man dort viele Systemwechselstellen hat, und das Eisenbahngesetz lässt nur sehr eingeschränkt zu unter Fahrdraht zu dieseln (lies: wenn funktionierende Fahrdraht vorhanden, dann Triebwagen aufbügeln und Dieselaggregat abstellen).


gruß,

Oscar (NL).

--
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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Hybridzug oder bimodaler Zug?

Alphorn (CH), Mittwoch, 11.11.2015, 23:20 (vor 3802 Tagen) @ Oscar (NL)

Ein bimodaler Zug hat aber den Nachteil, dass eine Traktionsart arbeitslos mitgenommen wird.

Ganz so schlimm ist es nicht. Die Motoren sind ja ein beiden Fällen dieselben; der Dieselantrieb schleppt also nur einen unbeschäftigten Stromabnehmer mit und der Elektroantrieb nur einen unbeschäftigten Generator.

Hybridzug oder bimodaler Zug?

numi, Mittwoch, 11.11.2015, 23:24 (vor 3802 Tagen) @ Oscar (NL)

Das mit den Bezeichnungen für diese Züge ist so eine Sache für sich.

Der Begriff "bimodal" bezieht sich im Verkehrswesen eigentlich auf etwas völlig anderes. Er wird beim Modal-Split (also dem "Marktanteil der Verkehrsträger") verwendet. Ein "bimodaler Split" bezieht sich auf den Marktanteil von PKW und ÖV, die anderen Vekehrsträger werden nicht betrachtet. Ein "multimodaler Split" wird verwendet, wenn zusätzlich auch noch Fußgänger, Radfahrer, usw in den Modal-Split einfließen.

Wegen diesem Zusammenhang kann ein bimodaler Zug auch einen Zweiwege-Zug beschreiben. Also ein (Bau)Fahrzeug das sowohl auf der Straße sowie auch auf Schienen fahren kann.

Bimodal kommt wohl vor allem aus dem englischen. Dort git es auch das Kunstwort "bi-mode". Über weitere Bedeutungen hat man sich wohl keine Gedanken gemacht ;)

Mit Hybrid hat man das schon genannte Problem, dass eigentlich die gleichzeitige Verwendung von zwei Antriebsarten gemeint ist. Wenn man den Begriff wörtlich nimmt, kann aber durchaus auch für solche Züge passen. Der Duden definiert den Begriff so: "aus Verschiedenartigem zusammengesetzt, von zweierlei Herkunft; gemischt; zwitterhaft".

Der Begriff Hybrid wird sehr gerne für diese Züge verwendet. Stadler vermarktet den Flirt3 mit Elektro+Diesel als Flirt3 Hybrid. Auch Talgo verwendet für seinen T250 mit zusätzlichen Dieselmotoren die Bezeichnung Talgo 250 Hybrid.

Der traditionelle deutsche Begriff ist eigentlich Zweikraftlokomotive bzw. Zweikrafttriebwagen. Wahrscheinlich klingt dieser Begriff zu alt weshalb man nun nach neuen und modernen Begriffen sucht. Wenn man es aber sicher richtig machen möchte, ist man mit Zweikraft wohl ziemlich gut dabei.

Verstärkung im Werkstatt vs. während des Umlaufs.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 11.11.2015, 23:30 (vor 3802 Tagen) @ numi

Hallo ffz / numi,

es gibt zwei Arten des Verstärkens und somit zwei Dimensionen von Flexibilität.
Mit einem Wagenzug bin ich im Werkstatt vollflexibel. Ich kann wagengenau bilden. Sobald ich aber losgefahren bin, sieht das anders aus.
Mit einem Triebwagenzug ist es genau andersrum: die Flexibilität der initiellen Zugbildung ist eingeschränkt. Wenn ich aber losfahre, kann ich allerdings leicht Triebwagen ankuppeln oder abtrennen. In Gegensatz zum Wagenzug, wo ich eine Rangierlok benötige, sind Triebwagen selbstverschiebend.

Bei uns hat man mit dem ICM es fast perfekt gemacht. Drei- und vierteilige Einheiten, mit Durchgangsschleuse. Also kann man bis auf die 5-Wagenkomposition alles ab 3 Wagen bilden. Und man hatte auch noch einen durchgängig begehbaren Zug.
Die grosse Anzahl von arbeitslosen Führerständen bei Langzügen und die nicht gerade schnittige Aussenform waren die wichtigsten Imperfektionen.

Allerdings wird das ja auch nicht gemacht. Nirgends fahren dauerhaft 3x622 gekuppelt umher.

Mein tagtäglicher Stammzug sieht etwa so aus = 4x ICM dreiteilig:

[image]

Dazu kommt, dass Triebzüge bei Defekten ganz ausfallen, bei einem Lok-Wagen-Zug kann ich eine Ersatzlok anhängen, oder einen Reservesteuerwagen, auf den Platz den ich zB für einen Reserve ICE 3 benötige kann ich 6 101er und 3 Steuerwagen stellen. Abstellgleise und Abstellmeter sind erstens sehr teuer in der Anmietung und zweitens sehr rar gesäht, vor allem lange Abstellgleise. Für einen ICE 3 brauche ich ein 210m langes Abstellgleis, für eine Lok oder einen Steuerwagen reichen mir 30 Meter.

Diese Theorie höre ich öfters. In der Praxis kenne ich es jedoch eigentlich nur so, dass ein Ausfall der Lok ein Ausfall dieses Umlaufes für den Rest des Tages (oder zumindest für viele Stunden) bedeutet. Die Ersatzlok existiert fast nie und wenn doch, dann ist nicht genug Zeit da diese anzukuppeln oder es fehlt das Personal oder die Infrastruktur (wenn noch was ausrangiert werden muss). Wenn ein Triebzug in Doppeltraktion fährt, kann im Störungsfall zumindest noch der halbe Zug fahren (das wird dann zwar gemütlich, aber besser als ein Ausfall). Wenn der Triebzug nicht in Doppeltration fährt, ist man natürlich genauso aufgeschmissen wie bei Lok+Wagen, denn auch dann gibt es normalerweise keine Reserve.

Leider ist die Infra heutzutage nicht mehr auf das Rausnehmen von defekten Loks oder Wagen ausgelegt. Auch das Kurswagenverfahren funktioniert mit der heutigen Infra nicht mehr so wie damals. Hier in Eindhoven kannst Du z.B. die Abkupplung von einzelnen Kurswagen vergessen. Die Nachbargleise sind besetzt und bahnsteiglose Mittelgleise hat man nicht. Dann muss man zum Rangierfeld und wieder zurück, und ist man 10-15 Minuten weiter. Dann komt schon der Folgetakt.

Es stellt sich eben die grundsätzliche Frage, wenn Lok+Wagen so unglaublich toll ist, warum will es dann fast keiner? Egal ob NV oder FV, national oder international, Einkraft oder Zweikraft,... es werden mit überwältigender Mehrheit Triebzüge gekauft. Irrt hier jetzt die ganze Welt oder ist an den Vorteilen der Triebzüge eventuell doch was dran?

Das allerbeste für den Schienenpersonenverkehr wäre ein Einheitsbaukastenkonzept. So wie ich mir das beim ICx in der Urform vorgestellt hatte. Es gibt Endwagen und Mittelwagen, angetrieben oder nicht angetrieben, mit verschiedenen Komfortmerkmalen (1./2. Klasse, Mehrzweck, Bistro). Diese kann man einstöckig oder doppelstöckig ausliefern, mit oder ohne Stromabnehmer. Von all diesen Modulen bastelt man die dann passenden Züge. Manchmal ist es ein Langzug, dann wieder ein Kurzzug, dann wieder ein Kuppelzug. So kombiniert man die Vorteile der Triebwagen (verteilter Antrieb, volle Nutzlänge, selbstverschiebend) mit denen des Wagenzuges (wagengenaue Bildung, grosse Stückzahl an gleichen Modulen). Als Bonus hat man noch Spielraum in der Antriebsleistung pro Zuglänge.

Aber ich nehme an, dieses Konzept ist noch ausgereift, über den CAF Oaris höre ich zur Zeit ja auch nur sehr wenig. Vielleicht ändert sich einiges, wenn man Antriebsmodulen komplett in die Drehgestelle unterbringen kann.
Auch kann ich mir vorstellen, dass der Wartungsaufwand sehr gross ist.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Zwischenlösung Verstärkermodul

Alphorn (CH), Donnerstag, 12.11.2015, 01:21 (vor 3802 Tagen) @ Oscar (NL)

In der Schweiz wird auf vielen Strecken eine Zwischenlösung praktiziert: Weder Einzelwagen noch Triebwagen. Dem Stammzug von etwa 8 Wagen wird zur HVZ eine antriebslose Wagengruppe von etwa 3 Wagen mit Steuerwagen angehängt. Somit kann der Zug immer noch in beide Richtungen fahren. Vorteil: Die Wagengruppe ist billiger als ein eigener Triebzug und sie braucht nur einen Führerstand statt zwei.

Das allerbeste für den Schienenpersonenverkehr wäre ein Einheitsbaukastenkonzept. [...] Von all diesen Modulen bastelt man die dann passenden Züge.

Hat aber auch wichtige Nachteile: Zwar sind die Züge der jeweiligen Strecke angepasst. Aber was, wenn man den Umlauf mit einer anderen Strecke verknüpfen will? Und was, wenn ein Zug auf einer anderen Strecke einspringen soll, dort aber zu lang für die Bahnsteige ist? Nein, Einheitszüge haben schon ihre Vorteile.

klassischer IC/EC neu ab 2022?

Twindexx, St. Gallen (CH), Dienstag, 10.11.2015, 18:48 (vor 3803 Tagen) @ ktmb

Hoi zäme,

Ist ja schön. Die schreiben es einfach in die Drehscheibe und ich soll nach ausführlicher Lektüre der internen DB-Dokumente die Klappe halten. Egal, den einen oder anderen Hinweis gabs ja in meinen Beiträgen der letzten Monate trotzdem. Einem ist es dann sogar mal aufgefallen, dass ich die Begriffe ICneu und DoIC nicht zufällig verwendet hatte. ;-)

Warum nicht gleich so?

Wer sagt denn, dass die das erst seit Gestern planen? Die DoIC sind trotz Verspätung noch viel früher als jede andere Beschaffung auf der Schiene. Dauert ja noch ein paar Jahre bis zum ICneu-Rollmaterial. Und die DoIC macht das auch nicht überflüssig, Verwendung wird man auch für die noch haben. So sind für die ICneu schon mal keine CH-Zulassungen vorgesehen, was einen Einsatz auf der Gäubahn ausschliesst.

Aber vielleicht sollte ich mir erstmal dieses Heft besorgen, um zu wissen, wieviel denn davon nun bereits öffentlich geschrieben steht. Nicht dass ich jetzt doch noch mehr sage als ich sollte. Da dieses Heft in meiner Region nirgends erhältlich ist, kann das wahrscheinlich länger dauern.


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

klassischer IC/EC neu ab 2022?

611 040, Erfurt, Dienstag, 10.11.2015, 18:55 (vor 3803 Tagen) @ Twindexx

Interessant, also doch schöne neue IC-Reisezugwagen. Da hat die DB wohl gemerkt, dass die DOsto-ICs doch nicht so geeignet sind. Zumidest in der FV-Präsentation wurde ja noch angekündigt, dass der IC komplett mit Dostos gefahren werden soll und auch nur davon geschrieben. Die ICEs sollten mit ICx gefahren werden und das wars.
SO finde ich es sehr überraschend und toll dass man sich jetzt doch umentschieden hat neue IC-Wagen zu bestellen. Ich vermute mal es werden nur Großraumwagen Apmz und Bpmz kommen, die eine Inneneinrichtung ähnlich wie im ICx haben werden. Aufjedenfall freue ich mich auf weitere Bericht dazu...

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Wagen ohne RIC?

IC Schwarzwald, XFSTH, Dienstag, 10.11.2015, 20:16 (vor 3803 Tagen) @ Twindexx

So sind für die ICneu schon mal keine CH-Zulassungen vorgesehen, was einen Einsatz auf der Gäubahn ausschliesst.

So sehr ich normale Reisezugwagen begrüßen würde, welchen Sinn machen Sie denn, wenn es irgendwelche Sonderkonstruktionen à la Married Pair ohne internationale RIC-Zulassung werden, die dann doch in jedem Land einzeln zugelassen werden müssen? Dann kann man doch gleich kurze ET verwenden, die man je nach Bedarf aneinander reiht oder auch schleppt. Denn nur für die Inlandsverkehre und die rar gewordenen Kurswagenverbindungen schafft man doch nicht ernsthaft 800 böse teure Einzelwagen an…

DB Fernverkehr als Wagenpool-Betreiber?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 10.11.2015, 22:06 (vor 3803 Tagen) @ ktmb

Hallo,
In der aktuellen Drehscheibe wird über ein Projekt der Deutschen Bahn berichtet, welches die Bestellung von bis zu 770 klassischen Reisezugwagen für den Fernverkehr vorsieht.

Mir fällt etwas komplett Anderes ein: Geld verdienen an privatem Fernverkehr.

Man stellt sich vor, dass nach HKX, locomore und der Schnellzug mehr Anbieter kommen die privaten Fernverkehr betreiben möchten. Privater HGV wie NTV das in Italien macht, das denke ich nicht. Aber in Deutschland gibt es reichlich Relationen, wo DB Fernverkehr nicht kommt, die aber eine bestimmte Fernverkehrsnachfrage haben. Zumindest genug, damit eine Privatbahn einspringt.

Das Unternehmen braucht Loks. Die kann man mieten. MRCE zum Beispiel. Und das Unternehmen braucht Reisezugwagen. Und um diese Wagen handelt es sich hier. Das Unternehmen mietet die bei diesem Wagenpool, betrieben von einem DB Subunternehmen. So hat DB auch etwas von dem privaten FV-Erfolg.


gruß,

Oscar (NL).

--
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DB Fernverkehr als Wagenpool-Betreiber?

Lehrter Bahnhof, Dienstag, 10.11.2015, 22:33 (vor 3803 Tagen) @ Oscar (NL)

Hm, und wo ist da der Vorteil? Warum sollte die Bahn dann nicht gleich den Fernzug betreiben? Weil die Privatbahnen keinen Tarifvertrag haben?

falscher Hase?

Holger2, Dienstag, 10.11.2015, 23:23 (vor 3803 Tagen) @ ktmb

Hallo,

für mich ist das alles sehr merkwürdig und klingt nach falscher Hase.

Wie geschrieben, sollen es bis zu 770 Reisezugwagons werden - das heißt ja nicht, dass es tatsächlich so viele werden. Im Gegenteil, bei einem Rahmenvertrag macht es Sinn, eine große Menge auszuschreiben und nur eine kleinen Teil abzurufen; für den Hersteller scheint es dann attraktiver, den Gewinn zu minimieren.

Irgendwie scheint es logisch, dass die Bahn an den Doppelstockwagen nicht festhält. Einziger Grund für die Bestellung war, dass man geglaubt hat, diese Wagen schnell zu bekommen. Ursprünglich sollten sie für 190 km/h ausgelegt sein, jetzt sind es nur 160 km/h.

Ob das vorgestellte IC2 - Netz wirklich so umgesetzt wird, wie vorgeschlagen, möchte ich nicht so recht glauben. Auf vielen der Linien fährt heute nicht einmal ein Regionalexpress. Nehmen wir Leipzig - Magdeburg - Rostock: Hier reicht heute ein Nahverkehrstriebzug der BR 425
Oder Berlin - Magdeburg - Hannover: Selbst für Potsdamer ist es schneller, über Berlin zu fahren.

Möchte die Bahn ein eigenwirtschaftliches Konkurrenzangebot zu den RE - Zügen schaffen? Wie ich gehört habe, sind einige dieser Linien wahre Golgruben für die Verkehrsverbünde.

Holger

Leipzig - Magdeburg - Rostock

ES89, Hamburg / Rostock, Dienstag, 10.11.2015, 23:59 (vor 3803 Tagen) @ Holger2

Nehmen wir Leipzig - Magdeburg - Rostock: Hier reicht heute ein Nahverkehrstriebzug der BR 425

Nein, nicht "reicht", dort "fährt" halt einfach nur einfach nur ein 425er, der durch seine ständigen Halte (im Schnitt alle 5 Minuten) extrem unattrativ ist. Von Rostock aus nach Magdeburg musst du in Schwerin und Wittenberge umsteigen um läufst Gefahr, durch Anschlussverlust ewig in der Pampa hängen zu bleiben.

Will sagen: Es besteht sicherlich nicht mehr der Bedarf wie zu Zeiten der DR (Fahrplan 1990: http://grahnert.de/fernbahn/datenbank/suche/index.php?fahrplan_jahr=1990&zug_gattun... ), aber bei umsteigefreien schnelleren Verbindungen wäre mit Sicherheit mehr Bedarf da. (Und ja, ich weiß, die Verbidnung ist zumindest bis zum Fahrplanwechsel heute schneller als 1990.)

Wie von dir angesprochen wird man allerdings sicherlich auch hier den Regionalverkehr ersetzen wollen. Und eben das macht mir einen IC auf dieser Strecke unvorstellbar, da die Haltefrequenz auch für einen IR-IC völlig inakzeptabel wäre.

--
Gegen Großraum-Zwang im Fernverkehr!
Für zumindest drei Abteile je Wagenklasse!

Leipzig - Magdeburg - Rostock

Lumi25, Mittwoch, 11.11.2015, 02:09 (vor 3802 Tagen) @ ES89
bearbeitet von Lumi25, Mittwoch, 11.11.2015, 02:09

Wie von dir angesprochen wird man allerdings sicherlich auch hier den Regionalverkehr ersetzen wollen. Und eben das macht mir einen IC auf dieser Strecke unvorstellbar, da die Haltefrequenz auch für einen IR-IC völlig inakzeptabel wäre.


Es gibt zumindest zwischen Magdeburg und Stendal einen RE im 2h-Takt der 2-3 mal mehr hält wie der IC. Ebenso sehe ich da einen RE von Magdeburg nach Wittenberge der 4-5 mal mehr hält insgesamt wie der IC und kaum langsamer ist.

Ich denke 4-5 Halte mehr wären durchaus akzeptabel zu mal die Strecke eh nicht mehr als 120 km/h zulässt.

Leipzig - Magdeburg - Rostock

Holger2, Mittwoch, 11.11.2015, 20:21 (vor 3802 Tagen) @ Lumi25

Es gibt zumindest zwischen Magdeburg und Stendal einen RE im 2h-Takt der 2-3 mal mehr hält wie der IC. Ebenso sehe ich da einen RE von Magdeburg nach Wittenberge der 4-5 mal mehr hält insgesamt wie der IC und kaum langsamer ist.

Ich denke 4-5 Halte mehr wären durchaus akzeptabel zu mal die Strecke eh nicht mehr als 120 km/h zulässt.

Also es gibt einen 2 stdl. RE von Halle nach Uelzen, der zwischen Magdeburg und Stendal nicht überall hält.
Ferner gibt es eine stdl. S - Bahn von Magdeburg nach Wittenberge, die an jedem Halt hält.
Die S - Bahn wird mit einer einzelnen BR425 betrieben.

Welchen Sinn es macht, auf einer solchen schwach befahrenen Strecke noch einen IC - Verkehr einzurichten, erschließt sich mir nicht. Insbesondere da die BR425 schnell beschleunigt, was man bei einer ICneu - Garnitur nicht behaupten kann.

Ähnliches gilt für andere Strecken. Das ICneu - Netz sehe ich darum eher nicht. Das ist Hokuspokus für Eisenbahnfans.

Holger

Leipzig - Magdeburg - Rostock

Lumi25, Donnerstag, 12.11.2015, 00:40 (vor 3802 Tagen) @ Holger2

Also es gibt einen 2 stdl. RE von Halle nach Uelzen, der zwischen Magdeburg und Stendal nicht überall hält.
Ferner gibt es eine stdl. S - Bahn von Magdeburg nach Wittenberge, die an jedem Halt hält.
Die S - Bahn wird mit einer einzelnen BR425 betrieben.

Welchen Sinn es macht, auf einer solchen schwach befahrenen Strecke noch einen IC - Verkehr einzurichten, erschließt sich mir nicht. Insbesondere da die BR425 schnell beschleunigt, was man bei einer ICneu - Garnitur nicht behaupten kann.

Ähnliches gilt für andere Strecken. Das ICneu - Netz sehe ich darum eher nicht. Das ist Hokuspokus für Eisenbahnfans.


Das IC NEU-Netz wird es auch teilweise nur geben, wenn die gleichschnellen RE wegfallen oder die IC tariflich integriert sind.

Auf der Saalebahn würde das bedeuten, dass der Franken-Thüringen-Express mit Talent II zugunsten eines IC NEU wegfallen müsste. Genau so sieht es zwischen Siegen und Frankfurt aus wo die HLB derzeit das schnelle Angebot stellt.

Eigenwirtschaftliche IC NEU neben subventionierten und fast gleichschnellen RE ist wirtschaftlich nicht zu machen. Ich denke das dürfte jedem einleuchten.

Leipzig - Magdeburg - Rostock

Marcel-Berlin, Berlin, Donnerstag, 12.11.2015, 00:20 (vor 3802 Tagen) @ Lumi25

Ebenso sehe ich da einen RE von Magdeburg nach Wittenberge der 4-5 mal mehr hält insgesamt wie der IC und kaum langsamer ist.

Dieser RE von Magdeburg nach Wittenberge (ein einzelner Zug mit einer eigenen Liniennummer) verkehrt nur noch bis zum Fahrplanwechsel im Dezember. Danach wird dieser Zug in den normalen S-Bahn-Takt (die dann bis Wittenberge durchgehend so heißt) integriert. Heute fährt der RE um den Anschluss in Wittenberge an den IC nach Hamburg herzustellen. Durch den zukünftigen Taktknoten wird das auch mit längerer Fahrzeit sichergestellt.

falscher Hase?

Marcel-Berlin, Berlin, Donnerstag, 12.11.2015, 00:24 (vor 3802 Tagen) @ Holger2

Oder Berlin - Magdeburg - Hannover: Selbst für Potsdamer ist es schneller, über Berlin zu fahren.

Nicht schneller, nur gleich schnell. Der IC 2432 (Potsdam Hbf 7:55 - Hannover Hbf 10:23) benötigt ebenso 2:28 h Fahrzeit wie die Umsteigeverbindung über Berlin Hbf, die zudem "nur" 11 Minuten Umsteigezeit hat und auch noch 22 € (Normalpreis) teurer ist. Die Umsteigeverbindung über Magdeburg ist natürlich langsamer, weil der RE deutlich öfter hält und zudem noch die Umsteigezeit in Magdeburg möglich sein muss.

Vorgesehene Strecken!

mmandl, Donnerstag, 12.11.2015, 09:09 (vor 3801 Tagen) @ ktmb

Es geht um folgende Strecken:

EC-Verkehre:
Berlin-Hannover-Amsterdam
Vogelfluglinie (auch nach Eröffnung des Tunnels)
Frankfurt-München-Österreich
Saarbrücken-Stuttgart-Lindau-Österreich (neue Linie)
Hamburg-Berlin-Elbtal-Prag

nationale Verkehre/Einzelleistungen
Westerland-Hamburg-Köln-Stuttgart
Westerland-Hamburg-Berlin-Dresden
Westerland/Binz-Hamburg-Frankfurt/Karlsruhe (Linie 26)
IC "Königssee" nach Berchtesgaden
IC "Allgäu" nach Oberstdorf
Rostock-Berlin-Nürnberg-München (neue IC-Linie)
Dresden-Hannover-Köln (Linie 55, statt Dosto IC)
Karlsruhe-Nürnberg-Leipzig (Linie 61, statt Dosto IC)

Vorgesehene Strecken!

telemaxx, Bremen, Hannover, Donnerstag, 12.11.2015, 10:03 (vor 3801 Tagen) @ mmandl
bearbeitet von telemaxx, Donnerstag, 12.11.2015, 10:04

Es geht um folgende Strecken:

EC-Verkehre:
Berlin-Hannover-Amsterdam
Vogelfluglinie (auch nach Eröffnung des Tunnels)
Frankfurt-München-Österreich
Saarbrücken-Stuttgart-Lindau-Österreich (neue Linie)
Hamburg-Berlin-Elbtal-Prag

nationale Verkehre/Einzelleistungen
Westerland-Hamburg-Köln-Stuttgart
Westerland-Hamburg-Berlin-Dresden
Westerland/Binz-Hamburg-Frankfurt/Karlsruhe (Linie 26)
IC "Königssee" nach Berchtesgaden
IC "Allgäu" nach Oberstdorf
Rostock-Berlin-Nürnberg-München (neue IC-Linie)
Dresden-Hannover-Köln (Linie 55, statt Dosto IC)
Karlsruhe-Nürnberg-Leipzig (Linie 61, statt Dosto IC)

Da sind ja auf jeden Fall die Linien dabei, die längere Streckenanteile mit vmax > 160 km/h haben. Von daher scheint mir das gar nicht so abwegig, dafür neue bzw. andere neue Züge zu beschaffen, die 200 km/h schaffen.

Vorgesehene Strecken!

numi, Donnerstag, 12.11.2015, 10:50 (vor 3801 Tagen) @ telemaxx

bisher waren jedoch auf einigen dieser Linien sogar ICE Züge geplant. Dort bedeutet 200 km/h also eher einen Rückschritt.

Hier einmal ein Vergleich mit dem Fernverkehrskonzept vom Mai 2015:

ICE-Linien; ICneu Linien:


EC-Verkehre:
Berlin-Hannover-Amsterdam
Vogelfluglinie (auch nach Eröffnung des Tunnels)
Frankfurt-München-Österreich
Saarbrücken-Stuttgart-Lindau-Österreich (neue Linie)
Hamburg-Berlin-Elbtal-Prag

nationale Verkehre/Einzelleistungen
Westerland-Hamburg-Köln-Stuttgart
Westerland-Hamburg-Berlin-Dresden
Westerland/Binz-Hamburg-Frankfurt/Karlsruhe
IC "Königssee" nach Berchtesgaden
IC "Allgäu" nach Oberstdorf
Rostock-Berlin-Nürnberg-München
Dresden-Hannover-Köln
Karlsruhe-Nürnberg-Leipzig

Man erkennt also, dass insbesondere bei den EC-Verkehre, dieses neue Fahrzeugkonzept eher ein Rückschritt ist, vom ICE (also wohl ICE 4) auf den IC. Dabei stellte sich auf diesen Linien jedoch schon länger die Frage, welches Fahrzeugmaterial dort eingesetzt werden soll, da die DB zumindest zum aktuellen Zeitpunkt noch keine ICE 4 bestellt hat, die in die Niederlange oder auch nach Tschechien dürften.

Bei den Verkehren nach Westerland scheint man nun etwas zurückgerudert zu haben. Die ICneu Planungen sahen ja eigentlich vor, dass dort dann keine so langen Durchbindungen mehr existieren. Nun bleibt dort wohl das meiste so wie es heute ist. Dass selbe gilt wohl für die Züge nach Berchtesgarden bzw. Oberstdorf.

Die Linie Rostock-Berlin-Nürnberg-München taucht so im Fernverkehrskonzept nicht auf. Interessant ist dabei wohl der Laufweg über Nürnberg. Eventuell soll die Linie über die SFS fahren?!

Insbesondere bei den letzten beiden Linien stellt sich auch die Frage, ob die neuen Wagen dann über Niederflureinstiege verfügen sollen oder nicht. Falls nicht, würden sich Fahrzeiten eventuell sogar verlängern, da die Zahl der 200 km/h Abschnitte (insbesondere auf Karlsruhe - Leipzig) sehr gering ist und der Fahrgastwechsel sonst wohl deutlich länger dauert als mit den IC 2. Niederflureinstiege wären zumindest ein Grund dafür, auf Rostock-München nicht auf ICx zu setzen.

Warum Rückschritt?

ktmb, Donnerstag, 12.11.2015, 11:07 (vor 3801 Tagen) @ numi

Wir haben die neuen Wagen ja noch gar nicht gesehen. Vielleicht kommt ja der Riesenwurf mit Abteilen und richtig bequemen (Stoff-)Sitzen auch in der ersten Klasse.

mein Favorit

ktmb, Donnerstag, 12.11.2015, 12:00 (vor 3801 Tagen) @ ktmb

Wenn ich mir die Liste der möglichen Hersteller anschaue, dann steht ein Hersteller aus Spanien (nicht Talgo!) an erster Stelle. Und hier bitte auch Abteilwagen für die 1. Klasse.
Herzliche Grüße
Jörg

Welcher Favorit?

Kein Bier in Wagen 11, Donnerstag, 12.11.2015, 12:15 (vor 3801 Tagen) @ ktmb

Welchen Hersteller und welches Modell meinst du?

Neue Reisezugwagen klingen gut. Man sollte aber das Problem der Wagenübergänge lösen.

Welcher Favorit? CAF

ktmb, Donnerstag, 12.11.2015, 12:46 (vor 3801 Tagen) @ Kein Bier in Wagen 11

Ich meine den spanischen Hersteller CAF. Da Siemens auch auf der Liste steht, wird es von denen eher etwas im Sinne des Railjets geben.
Die CD hat doch bisher in ihren EC diese Wagen als Abteil- Großraumwagen benutzt.

Welcher Favorit? CAF

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 12.11.2015, 14:07 (vor 3801 Tagen) @ ktmb

Ich meine den spanischen Hersteller CAF. Da Siemens auch auf der Liste steht, wird es von denen eher etwas im Sinne des Railjets geben.

Warum? Siemens baut ja auch durchaus klassische Reisezugwagen, für die DB zuletzt 2003.

--
Weg mit dem 4744!

Welcher Favorit? CAF

ktmb, Donnerstag, 12.11.2015, 20:37 (vor 3801 Tagen) @ JeDi

Waren das die Schlafwagen, die in Slowenien für Siemens gebaut worden sind?

Warum nicht mal etwas innovatives bei den Wagen?

numi, Donnerstag, 12.11.2015, 21:47 (vor 3801 Tagen) @ ktmb

Ich würde mich freuen, wenn man hier endlich auch einmal im Fernverkehr bei normalen (druckertüchtigten?) Reisezugwagen etwas Innovation einbringen würde. Zumindest einige Wagen mit Niederflureinstiegen wäre wohl ein großer Fortschritt (insbesondere wenn die Züge teils auch mit NV-Integration fahren). Auch könnte man auf neue Drehgestelle setzen, wie beim ICx und damit das Gewicht sowie auch den Verschleiß reduzieren.

Eine Bestellung von 770 Wagen wäre so groß, dass sich hier auch etwas Entwicklungsarbeit lohnen würde. Wäre da nicht die Sache mit dem Niederflur würde ich ja fast sagen, man könnte Push-Pull Garnituren aus ICx Wagen bauen und dann eine BR 101 davorspannen.

Railjet und CAF

ES89, Hamburg / Rostock, Donnerstag, 12.11.2015, 23:45 (vor 3801 Tagen) @ ktmb

Ich meine den spanischen Hersteller CAF. Da Siemens auch auf der Liste steht, wird es von denen eher etwas im Sinne des Railjets geben.
Die CD hat doch bisher in ihren EC diese Wagen als Abteil- Großraumwagen benutzt.

CAF-Wagen hat MAV START, die CD-Eurofima-Neubauten von 2006 sind von Siemens.

Was die Hersteller am Ende bieten hängt ja dann nach dem Fahrzeugkonzept, welches nun als nächsten erstellt werden soll.

Falls Siemens die Viaggio Comfort-Wagen anbietet, heißt es ja nicht, dass diese zwingend genauso wie die ÖBB/CD-Railjets gestaltet werden müssten. Die SGP-Modularwagen, die für die Viaggio Comfort-Wagen Pate standen, gab es ja auch als Abteil- oder gar Halbgepäckwagen (siehe Griechenland). Bei so großen Bestellungen dürfte im Innenraum ziemlich große Gestaltungsfreiheit füpr den Besteller herrschen.

Letztlich präferiere ich daher keinen Hersteller, sondern warte ab, was geboten wird (falls wir dies je zu sehen bekommen werden). Zwecks Barrierefreiheit wäre Talgo sicherlich sehr interessant - ist allerdings vermutlich zu exotisch.

--
Gegen Großraum-Zwang im Fernverkehr!
Für zumindest drei Abteile je Wagenklasse!

Railjet und CAF

ktmb, Freitag, 13.11.2015, 08:44 (vor 3800 Tagen) @ ES89

Vielen Dank für die Klarstellung. Die tschechischen Wagen sind daher mein Favorit.
Herzliche Grüße
Jörg

Warum Rückschritt?

numi, Donnerstag, 12.11.2015, 12:16 (vor 3801 Tagen) @ ktmb

Rückschritt bezog ich vor allem auf die Produktklasse (auch wenn wir zum jetzigen Zeitpunkt ja noch nicht wissen, welcher Produktklasse die Züge zugeordnet werden). Es soll hier eben nicht der Eindruck entstehen, diese Züge sollen nur anstelle von IC 2 fahren sondern eben auch auf eigentlich als ICE Linien geplanten Verbindungen.

Beim Komfort gibt es da meiner Ansicht nach sowieso kaum Unterschiede. Ein ICmod und ein aktueller ICE unterscheiden sich von innen kaum. Das einzige nennenswerte Komfortmerkmal des ICE ist die Druckertüchtigung. Ich finde die Fahrt im IC zwischen Stuttgart und Mannheim daher nicht sehr angenehm, da ich da recht empfindlich bin. Da wird man dann abwarten müssen, ob die neuen Wagen druckertüchtigt sind oder wie die heutigen IC-Wagen nur druckgeschützt.

aktuell bestehende IC sind Rückschritt

Henrik, Donnerstag, 12.11.2015, 21:09 (vor 3801 Tagen) @ numi

Rückschritt bezog ich vor allem auf die Produktklasse (auch wenn wir zum jetzigen Zeitpunkt ja noch nicht wissen, welcher Produktklasse die Züge zugeordnet werden).

Es ist von IC/EC die Rede.

Es soll hier eben nicht der Eindruck entstehen, diese Züge sollen nur anstelle von IC 2 fahren sondern eben auch auf eigentlich als ICE Linien geplanten Verbindungen.

geht so nicht hervor.

Beim Komfort gibt es da meiner Ansicht nach sowieso kaum Unterschiede.

Das hängt von den Anforderungen ab, davon ist bislang absolut überhaupt nichts zu lesen gewesen,
IC/EC und die Linien lesen sich nicht gerade nach ICE-Komfort.

Ein ICmod und ein aktueller ICE unterscheiden sich von innen kaum. Das einzige nennenswerte Komfortmerkmal des ICE ist die Druckertüchtigung.


Das einzige was sich beim ICmod durch das mod geändert hat sind die Sitze und der Teppich - mehr nicht.
das sind nach wie vor die alten, uralten klapprigen Schrottkisten, mit Türen die zurückschlagen, und einer metallischen scharfen Deckenhöhe von 1,80 m, die einem die Stirn blutig schneidet.

vgl hier, Sätze 7, 8 und 9.

Ich finde die Fahrt im IC [...] nicht sehr angenehm

Das teilen die allermeisten Fahrgäste.

aktuell bestehende IC sind Rückschritt

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 13.11.2015, 08:30 (vor 3800 Tagen) @ Henrik

das sind nach wie vor die alten, uralten klapprigen Schrottkisten, mit Türen die zurückschlagen, und einer metallischen scharfen Deckenhöhe von 1,80 m, die einem die Stirn blutig schneidet.

Hä? Wo schlägt da eine Tür zurück? In der 2. Klasse gibt es außer bei Bim* (die ja zeitnah außer den Steuerwagen verschwinden sollen) und den wenigen Bwmz nur Schwenkschiebetüren, lediglich die Bordbistros und einige Baureihen der von A*mz haben noch Drehfalttüren. Ansonsten wüßte ich nicht, was Du mit Türen meinst...
Und eine Deckenhöhe von 1,80 habe ich im IC noch nicht gesehen, das ist doch eher was für Dosto?

Verständnislose Grüße,
der Colaholiker

--
[image]

Produktklasse ICE muss kein Triebzug sein

agw, NRW, Donnerstag, 12.11.2015, 14:08 (vor 3801 Tagen) @ ktmb

Wir haben die neuen Wagen ja noch gar nicht gesehen. Vielleicht kommt ja der Riesenwurf mit Abteilen und richtig bequemen (Stoff-)Sitzen auch in der ersten Klasse.

Wenn man die Wagen entsprechend ausstattet, könnten die doch auch als Produktklasse ICE laufen, ähnlichen dem Ex-MET oder Railjet.

Produktklasse ICE muss Triebzug sein

Henrik, Donnerstag, 12.11.2015, 20:58 (vor 3801 Tagen) @ agw

Wir haben die neuen Wagen ja noch gar nicht gesehen. Vielleicht kommt ja der Riesenwurf mit Abteilen und richtig bequemen (Stoff-)Sitzen auch in der ersten Klasse.

Wenn man die Wagen entsprechend ausstattet, könnten die doch auch als Produktklasse ICE laufen, ähnlichen dem Ex-MET oder Railjet.

beide waren nicht dafür konzipiert, letzteres hat noch nichmal was mit DB zu tun.
Die DB wird die Finger davon lassen, für solch teuren einzelnen Sondervarianten.

Produktklasse ICE muss KEIN Triebzug sein

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 12.11.2015, 21:04 (vor 3801 Tagen) @ Henrik

beide waren nicht dafür konzipiert, letzteres hat noch nichmal was mit DB zu tun.
Die DB wird die Finger davon lassen, für solch teuren einzelnen Sondervarianten.

Die MET fahren ofiziell als ICE. Die Zggattungen sind nicht Fahrzeugabhängig. Nirgends ist "ICE" als Triebzug definiert.
Auch ICE 1+2 sind keine Triebzüge.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Produktklasse ICE muss Triebzug sein

Henrik, Donnerstag, 12.11.2015, 21:14 (vor 3801 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von Henrik, Donnerstag, 12.11.2015, 21:14

beide waren nicht dafür konzipiert, letzteres hat noch nichmal was mit DB zu tun.
Die DB wird die Finger davon lassen, für solch teuren einzelnen Sondervarianten.

Die MET fahren ofiziell als ICE. Die Zuggattungen sind nicht Fahrzeugabhängig.

gewiss, die DB könnte auch einen 628 zwischen Nürnberg & Dresden weiß anmalen und als ICE fahren lassen.. ;) :D
..wenn sie lustig ist. -.-

Nirgends ist "ICE" als Triebzug definiert.

sie wird aber gehörig die Finger davon lassen.

Auch ICE 1+2 sind keine Triebzüge.

ICE 1 sowie ICE 2 sind Triebzüge.

Produktklasse ICE muss KEIN Triebzug sein

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 12.11.2015, 21:30 (vor 3801 Tagen) @ Henrik

gewiss, die DB könnte auch einen 628 zwischen Nürnberg & Dresden weiß anmalen und als ICE fahren lassen.. ;) :D
..wenn sie lustig ist. -.-

Richtig.

sie wird aber gehörig die Finger davon lassen.

Sagt wer?

ICE 1 sowie ICE 2 sind Triebzüge.

Nein. Bei Triebzügen ist der Antrieb auf den Zug verteilt. Daher die Bezeichnung Triebzug.
BR 401 und 402 sind Lokomotiven bzw. Triebköpfe.

--
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MET - Der beste Zug den es je gab
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Produktklasse ICE muss KEIN Triebzug sein

agw, NRW, Donnerstag, 12.11.2015, 21:51 (vor 3801 Tagen) @ 218 466-1

gewiss, die DB könnte auch einen 628 zwischen Nürnberg & Dresden weiß anmalen und als ICE fahren lassen.. ;) :D
..wenn sie lustig ist. -.-


Richtig.

sie wird aber gehörig die Finger davon lassen.


Sagt wer?

Genau.
Also halb-weiß sind sie schon und zum IC-Preis fahren sie auch bald.
Da fehlt nicht mehr viel zum Vollweiß und ICE-Preis.

Produktklasse ICE muss Triebzug sein

Henrik, Donnerstag, 12.11.2015, 22:05 (vor 3801 Tagen) @ 218 466-1

sie wird aber gehörig die Finger davon lassen.

Sagt wer?

Die Väter des ICE? -.-

jeder Bahnverantwortlicher mit Menschenverstand. -.-
bahnverantwortlich muss man dafür gar nich sein - es macht schlicht keinen Sinn,
sie wird sich daran nicht nochmal die Finger verbrennen.

ICE 1 sowie ICE 2 sind Triebzüge.

Nein. Bei Triebzügen ist der Antrieb auf den Zug verteilt. Daher die Bezeichnung Triebzug.

Das ist die Beschreibung für Triebwagenzüge.

BR 401 und 402 sind Lokomotiven bzw. Triebköpfe.

daher sind die ICE 1 und ICE 2 auch Triebkopfzüge,

alle ICE sind Triebzüge.

Produktklasse ICE muss KEIN Triebzug sein

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 12.11.2015, 22:16 (vor 3801 Tagen) @ Henrik

jeder Bahnverantwortlicher mit Menschenverstand. -.-
bahnverantwortlich muss man dafür gar nich sein - es macht schlicht keinen Sinn,
sie wird sich daran nicht nochmal die Finger verbrennen.

ICE fährt mit BR 101, 401 und 402. Das war schon immer so, dass ICE nicht oder nicht nur Triebzüge waren.
Auch künftige ICE können möglicherweise mit BR 101 und den neuen Wagen fahren. Solange du das Gegenteil nicht belegen kannst, halte dich mit Behauptungen zurück.

Das ist die Beschreibung für Triebwagenzüge.

Es gibt Treiebwagen und Triebzüge. "Triebwagenzüge" sind aus mehreren gekuppelten Triebwagen gebildet, z.B. 2x BR 612.

daher sind die ICE 1 und ICE 2 auch Triebkopfzüge,

An Kreativität Bezeichnungen zu erfinden, mangelt es dir nicht. ;)

alle ICE sind Triebzüge.

Nein.

--
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MET - Der beste Zug den es je gab
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Produktklasse ICE muss Triebzug sein

Henrik, Donnerstag, 12.11.2015, 22:48 (vor 3801 Tagen) @ 218 466-1

jeder Bahnverantwortlicher mit Menschenverstand. -.-
bahnverantwortlich muss man dafür gar nich sein - es macht schlicht keinen Sinn,
sie wird sich daran nicht nochmal die Finger verbrennen.

ICE fährt mit BR 101, 401 und 402. Das war schon immer so, dass ICE nicht oder nicht nur Triebzüge waren.

Nein, nicht schon immer.
Der allererste ICE, der später ICE/V genannte Zug war als Triebzug gebaut.
Noch während der Bauphase zu diesem war die Lokfraktion zwar sehr bemüht zu überzeugen, doch letztendlich überwogen die Vorteile des Triebzugs deutlich, so dass der erste Serien-ICE dann auch als Triebzug gebaut wurde, der später ICE 1 genannt wurde.
Bislang ist es immer so gewesen, dass ein Zug der als ICE konzipiert wurde, ein Triebzug war.

Auch künftige ICE können möglicherweise mit BR 101 und den neuen Wagen fahren.

..oder mit was auch immer. -.-

es könnte auch nächste Woche 20 Grad warm werden. ;)

Solange du das Gegenteil nicht belegen kannst, halte dich mit Behauptungen zurück.

wo keine Behauptung aufgestellt wurde, muss auch nichts belegt werden.

Das ist die Beschreibung für Triebwagenzüge.

Es gibt Triebwagen und Triebzüge. "Triebwagenzüge" sind aus mehreren gekuppelten Triebwagen gebildet, z.B. 2x BR 612.

..oder eben die ICE 3 - wir sind hier bei den ICE

daher sind die ICE 1 und ICE 2 auch Triebkopfzüge,

An Kreativität Bezeichnungen zu erfinden, mangelt es dir nicht. ;)

da ist in diesem Jahr nichts Neues erfunden worden. -.-

dass man damals die Triebzüge mit Triebköpfen Triebkopfzüge genannt hat, klingt äußerst plausibel - viel Kreativität gehört da nun nicht zu. -.-

alle ICE sind Triebzüge.

Nein.

s.o.
..bislang gibt es keine ICE, die bei Konzeption, Bau und Inbetriebnahme als ICE bezeichnet wurden und nicht Triebzüge sind.

Produktklasse ICE muss KEIN Triebzug sein

JeDi, überall und nirgendwo, Freitag, 13.11.2015, 01:01 (vor 3801 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von JeDi, Freitag, 13.11.2015, 01:02

An Kreativität Bezeichnungen zu erfinden, mangelt es dir nicht. ;)

Trotzdem verwechselst du Triebwagen (=Antrieb im Wagen) mit Triebzügen (=im Regelbetrieb nicht trennbare Einheit).

Ein Triebwagenzug wäre ein aus Triebwagen bestehender Zug.

--
Weg mit dem 4744!

Produktklasse ICE muss KEIN Triebzug sein

Berlin-Express, nähe BPHD, Donnerstag, 12.11.2015, 21:15 (vor 3801 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von Berlin-Express, Donnerstag, 12.11.2015, 21:15

Nirgends ist "ICE" als Triebzug definiert.
Auch ICE 1+2 sind keine Triebzüge.

Deswegen heißen die Lustigen Dinger an den Enden vom ICE 1 bzw. an einem Ende des ICE 2 auch TRIEBköpfe.

Produktklasse ICE muss KEIN Triebzug sein

ICE-TD, Donnerstag, 12.11.2015, 22:25 (vor 3801 Tagen) @ 218 466-1

beide waren nicht dafür konzipiert, letzteres hat noch nichmal was mit DB zu tun.
Die DB wird die Finger davon lassen, für solch teuren einzelnen Sondervarianten.


Die MET fahren ofiziell als ICE. Die Zggattungen sind nicht Fahrzeugabhängig. Nirgends ist "ICE" als Triebzug definiert.
Auch ICE 1+2 sind keine Triebzüge.

Die MET sind auch Triebzüge, das sind die Tz 930 und 931.

Produktklasse ICE muss KEIN Triebzug sein

agw, NRW, Donnerstag, 12.11.2015, 23:36 (vor 3801 Tagen) @ ICE-TD

beide waren nicht dafür konzipiert, letzteres hat noch nichmal was mit DB zu tun.
Die DB wird die Finger davon lassen, für solch teuren einzelnen Sondervarianten.


Die MET fahren ofiziell als ICE. Die Zggattungen sind nicht Fahrzeugabhängig. Nirgends ist "ICE" als Triebzug definiert.
Auch ICE 1+2 sind keine Triebzüge.


Die MET sind auch Triebzüge, das sind die Tz 930 und 931.

Und ich dachte, Triebzüge können nur in der Werkstatt getrennt werden. Das kennt man aber dort vom Lokwechsel her anders, oder?

Und es würde mich nicht wundern, wenn man auf die IC2-Einheiten nicht auch noch "Tz xyz" draufpinseln würde. Die Handhabung wird ja wohl analog zum Ex-MET sein.

Produktklasse ICE muss Triebzug sein

agw, NRW, Donnerstag, 12.11.2015, 21:49 (vor 3801 Tagen) @ Henrik

Wir haben die neuen Wagen ja noch gar nicht gesehen. Vielleicht kommt ja der Riesenwurf mit Abteilen und richtig bequemen (Stoff-)Sitzen auch in der ersten Klasse.

Wenn man die Wagen entsprechend ausstattet, könnten die doch auch als Produktklasse ICE laufen, ähnlichen dem Ex-MET oder Railjet.


beide waren nicht dafür konzipiert, letzteres hat noch nichmal was mit DB zu tun.
Die DB wird die Finger davon lassen, für solch teuren einzelnen Sondervarianten.

700 Wagen sind ja wohl keine Sondervarianten.
Ich will damit sagen, wenn man will, kann man alle oder auch nur die Hälfte davon als ICE laufen lassen.
Genau wie man den IC-T als ICE laufen lässt.

Wenn die DB keine Sondervarianten will, kann sie ja sofort alles unter 20 Einheiten verkaufen/verschrotten. Angefangen mit BR 407...

Produktklasse ICE muss Triebzug sein

Henrik, Donnerstag, 12.11.2015, 22:22 (vor 3801 Tagen) @ agw

Wir haben die neuen Wagen ja noch gar nicht gesehen. Vielleicht kommt ja der Riesenwurf mit Abteilen und richtig bequemen (Stoff-)Sitzen auch in der ersten Klasse.

Wenn man die Wagen entsprechend ausstattet, könnten die doch auch als Produktklasse ICE laufen, ähnlichen dem Ex-MET oder Railjet.

beide waren nicht dafür konzipiert, letzteres hat noch nichmal was mit DB zu tun.
Die DB wird die Finger davon lassen, für solch teuren einzelnen Sondervarianten.

700 Wagen sind ja wohl keine Sondervarianten.

hier gings ja nicht um die gesamte Anzahl, sondern um lediglich eine Teilmenge.

Ich will damit sagen, wenn man will, kann man alle oder auch nur die Hälfte davon als ICE laufen lassen.

kommt drauf an, wie viel das sind.
eine kleine spezielle Teilmenge wird sich die DB nicht antun.

Genau wie man den ICT als ICE laufen lässt.

das war nur ein Zug, und davon auch recht viele.

Wenn die DB keine Sondervarianten will, kann sie ja sofort alles unter 20 Einheiten verkaufen/verschrotten. Angefangen mit BR 407...

Die BR 407 sind ICE 3 - davon gibt es sehr viele.

Produktklasse ICE muss Triebzug sein

agw, NRW, Donnerstag, 12.11.2015, 22:35 (vor 3801 Tagen) @ Henrik

Wenn die DB keine Sondervarianten will, kann sie ja sofort alles unter 20 Einheiten verkaufen/verschrotten. Angefangen mit BR 407...


Die BR 407 sind ICE 3 - davon gibt es sehr viele.

Ne, ist er nicht. Ist eine Spezialversion fürs Ausland mit anderer Sitzaufteilung, keine Lounge, weniger Türen, etc. Eben eine echte Sondervariante.

Produktklasse ICE muss Triebzug sein

Henrik, Donnerstag, 12.11.2015, 22:55 (vor 3801 Tagen) @ agw

Wenn die DB keine Sondervarianten will, kann sie ja sofort alles unter 20 Einheiten verkaufen/verschrotten. Angefangen mit BR 407...

Die BR 407 sind ICE 3 - davon gibt es sehr viele.

Ne, ist er nicht. Ist eine Spezialversion fürs Ausland mit anderer Sitzaufteilung, keine Lounge, weniger Türen, etc. Eben eine echte Sondervariante.

ja, toll.

Es ging hier um den Betrieb, Instandhaltung etc.
da sind sie Teil der ICE 3

und auch 17 allein schon sind etwas mehr als 2 -.-

Produktklasse ICE muss Triebzug sein

agw, NRW, Donnerstag, 12.11.2015, 23:17 (vor 3801 Tagen) @ Henrik

Wenn die DB keine Sondervarianten will, kann sie ja sofort alles unter 20 Einheiten verkaufen/verschrotten. Angefangen mit BR 407...

Die BR 407 sind ICE 3 - davon gibt es sehr viele.

Ne, ist er nicht. Ist eine Spezialversion fürs Ausland mit anderer Sitzaufteilung, keine Lounge, weniger Türen, etc. Eben eine echte Sondervariante.


ja, toll.

Es ging hier um den Betrieb, Instandhaltung etc.
da sind sie Teil der ICE 3

und auch 17 allein schon sind etwas mehr als 2 -.-

Es ging darum, dass man ein paar hundert Wagen von 770 neuen Wagen auch ICE-mäßig ausstatten könnte und wie die erwähnten Beispiele als ICE fahren lassen. Allein für die Linien, die als ICE angekündigt waren, brauchst du schon wesentlich mehr als zwei Züge a 10 Wagen. Ich weiß also nicht woher du die Zahl 2 hast.

Und diese paar hundert Wagen würden bezüglich "Betrieb, Instandhaltung etc." den anderen aus der gleichen Serie in IC-Ausstattung wesentlich ähnlicher sein als der 407 zu den 403/406.

Produktklasse ICE muss Triebzug sein

611 040, Erfurt, Donnerstag, 12.11.2015, 23:26 (vor 3801 Tagen) @ agw

Ich weiß also nicht woher du die Zahl 2 hast.

Wahrscheinlich meint er die "ach so unbeliebte" Splittergattung MET...

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Produktklasse ICE muss Triebzug sein

agw, NRW, Donnerstag, 12.11.2015, 23:27 (vor 3801 Tagen) @ 611 040

Ich weiß also nicht woher du die Zahl 2 hast.


Wahrscheinlich meint er die "ach so unbeliebte" Splittergattung MET...

Verstehe, hat aber nichts mit dem Thema zu tun :-)

Produktklasse ICE muss Triebzug sein

Henrik, Donnerstag, 12.11.2015, 23:37 (vor 3801 Tagen) @ agw
bearbeitet von Henrik, Donnerstag, 12.11.2015, 23:38

Ich weiß also nicht woher du die Zahl 2 hast.

Wahrscheinlich meint er die "ach so unbeliebte" Splittergattung MET...

er nicht. ;)

Verstehe, hat aber nichts mit dem Thema zu tun :-)

Das Thema waren die MET. ;-)

Produktklasse ICE muss Triebzug sein

agw, NRW, Donnerstag, 12.11.2015, 23:51 (vor 3801 Tagen) @ Henrik

Ich weiß also nicht woher du die Zahl 2 hast.

Wahrscheinlich meint er die "ach so unbeliebte" Splittergattung MET...


er nicht. ;)

Verstehe, hat aber nichts mit dem Thema zu tun :-)


Das Thema waren die MET. ;-)

Nein, das hast du nicht richtig gelesen. Es ging um neue FV-Wagen, die man als Produktklasse ICE laufen lassen könnte. Wie dies auch bei Railjet und Ex-MET der Fall ist. Das wäre auch noch der Fall, wenn es 1000 Ex-MET gäbe. Der Ex-MET war nur ein Beispiel für einen Wagenzug, der in der ICE-Produktklasse läuft. Das hat absolut nix mit der Anzahl der Züge zu tun.

Produktklasse ICE muss Triebzug sein

Henrik, Donnerstag, 12.11.2015, 23:59 (vor 3801 Tagen) @ agw

Ich weiß also nicht woher du die Zahl 2 hast.

Wahrscheinlich meint er die "ach so unbeliebte" Splittergattung MET...

er nicht. ;)

Verstehe, hat aber nichts mit dem Thema zu tun :-)

Das Thema waren die MET. ;-)

Nein, das hast du nicht richtig gelesen. Es ging um neue FV-Wagen, die man als Produktklasse ICE laufen lassen könnte. Wie dies auch bei Railjet und Ex-MET der Fall ist.

ersterer ist nicht DB,
zweiteren Fehler wird die DB eben nicht nochmal wiederholen.

Das wäre auch noch der Fall, wenn es 1000 Ex-MET gäbe.

..wie einst vorgesehen,
wäre aber ein gänzlich anders gelagerter Fall.

Der Ex-MET war nur ein Beispiel für einen Wagenzug, der in der ICE-Produktklasse läuft. Das hat absolut nix mit der Anzahl der Züge zu tun.

hier war einzig allein die Anzahl der springende Punkt.
eine gesonderte spezielle Reihe von anders gearteten Zügen,
ICE-Komfort ist natürlich anders aufgebaut als IC-Komfort.

Produktklasse ICE muss Triebzug sein

Henrik, Donnerstag, 12.11.2015, 23:46 (vor 3801 Tagen) @ agw

Wenn die DB keine Sondervarianten will, kann sie ja sofort alles unter 20 Einheiten verkaufen/verschrotten. Angefangen mit BR 407...

Die BR 407 sind ICE 3 - davon gibt es sehr viele.

Ne, ist er nicht. Ist eine Spezialversion fürs Ausland mit anderer Sitzaufteilung, keine Lounge, weniger Türen, etc. Eben eine echte Sondervariante.

ja, toll.

Es ging hier um den Betrieb, Instandhaltung etc.
da sind sie Teil der ICE 3

und auch 17 allein schon sind etwas mehr als 2 -.-

Es ging darum, dass man ein paar hundert Wagen von 770 neuen Wagen auch ICE-mäßig ausstatten könnte und wie die erwähnten Beispiele als ICE fahren lassen. Allein für die Linien, die als ICE angekündigt waren, brauchst du schon wesentlich mehr als zwei Züge a 10 Wagen. Ich weiß also nicht woher du die Zahl 2 hast.

Und diese paar hundert Wagen würden bezüglich "Betrieb, Instandhaltung etc." den anderen aus der gleichen Serie in IC-Ausstattung wesentlich ähnlicher sein als der 407 zu den 403/406.

wenns denn so wäre, wäre der Sinn ja weg.

also so, wie's schon aus rein rationalen Gründen beim ICE T nicht geklappt hat,
und es beim ICx dann doch auch nicht realisiert wurde?

erscheint also nicht gerade realistisch.

Produktklasse ICE muss Triebzug sein

agw, NRW, Donnerstag, 12.11.2015, 23:57 (vor 3801 Tagen) @ Henrik

Und diese paar hundert Wagen würden bezüglich "Betrieb, Instandhaltung etc." den anderen aus der gleichen Serie in IC-Ausstattung wesentlich ähnlicher sein als der 407 zu den 403/406.


wenns denn so wäre, wäre der Sinn ja weg.

Nicht unbedingt. Es geht ja hauptsächlich um Innenausstattung.
Vielleicht eine Trenntür zum Ausstiegsbereich (wie sie beim IC2 meist fehlt), vielleicht Abteile, vielleicht (eingeschaltetes) WLAN und ICE-Portal, vielleicht ICE-Sitze und Sitzabstand statt IC2-Sitze und vielleicht ein eingereihtes Bordrestaurant gegenüber dem IC-Snackcaddie. Halt einfach das, was die Marke ICE ausmacht.
Bei der Wartung macht das alles keinen Unterschied.

Der letzte für Normalleute von außen erkennbare Unterschied zwischen ICE und IC (weiße Wagen), fällt ja zum Fahrplanwechsel eh weg.

Produktklasse ICE muss Triebzug sein

Henrik, Freitag, 13.11.2015, 00:06 (vor 3801 Tagen) @ agw

Und diese paar hundert Wagen würden bezüglich "Betrieb, Instandhaltung etc." den anderen aus der gleichen Serie in IC-Ausstattung wesentlich ähnlicher sein als der 407 zu den 403/406.

wenns denn so wäre, wäre der Sinn ja weg.

Nicht unbedingt. Es geht ja hauptsächlich um Innenausstattung.
Vielleicht eine Trenntür zum Ausstiegsbereich (wie sie beim IC2 meist fehlt), vielleicht Abteile, vielleicht (eingeschaltetes) WLAN und ICE-Portal, vielleicht ICE-Sitze und Sitzabstand statt IC2-Sitze und vielleicht ein eingereihtes Bordrestaurant gegenüber dem IC-Snackcaddie. Halt einfach das, was die Marke ICE ausmacht.
Bei der Wartung macht das alles keinen Unterschied.

Der Unterschied zwischen hochwertigem Fernverkehr (ICE) und minderwertigem liegt hauptsächlich im technischen Bereich.
Dieses beides miteinander mit einem Grundgerüst zu vereinen, ist bislang stets gescheitert, teils sehr offenkundig, vgl. ICE T.
ICE macht weit mehr aus als oben aufgeführtes.

Der letzte für Normalleute von außen erkennbare Unterschied zwischen ICE und IC (weiße Wagen), fällt ja zum Fahrplanwechsel eh weg.

sämtliche 770 IC-Wagen werden über Nacht umlackiert?

Vorgesehene Strecken!

telemaxx, Bremen, Hannover, Donnerstag, 12.11.2015, 11:12 (vor 3801 Tagen) @ numi
bearbeitet von telemaxx, Donnerstag, 12.11.2015, 11:12

Hamburg-Frankfurt-Karlsruhe ist doch im Fernverkehrskonzept als ICneu ausgewiesen, oder nicht?

Neue Wagen wären auf allen genannten Verbindungen ein Fortschritt. Bordbistro oder Restaurant lässt sich auf einzelnen Linien vielleicht auch unterbringen.

Und wozu Züge, die schneller als 200 km/h fahren können, wenn die Strecken das gar nicht hergeben?

Vorgesehene Strecken!

numi, Donnerstag, 12.11.2015, 12:12 (vor 3801 Tagen) @ telemaxx

Hamburg-Frankfurt-Karlsruhe ist doch im Fernverkehrskonzept als ICneu ausgewiesen, oder nicht?

Also zumindest schriftlich in der Zeitleiste taucht die Strecke nicht auf. In der Grafik ist jedoch eine ICneu Verbindung von Hamburg in Richtung Süden angedeutet. Was da jetzt konkret geplant ist lässt sich da nur vermuten. Eventuell war man sich zum Zeitpunkt der Präsentation da auch selbst nicht so sicher und hat sich mal beide Optionen offen gehalten ;)

IC HH - F - KA besteht bereits

Henrik, Donnerstag, 12.11.2015, 20:16 (vor 3801 Tagen) @ numi

Hamburg-Frankfurt-Karlsruhe ist doch im Fernverkehrskonzept als ICneu ausgewiesen, oder nicht?

Also zumindest schriftlich in der Zeitleiste taucht die Strecke nicht auf.

wieso sollte sie auch? Es ist ja auch keine neue IC-Linie, würde da also auch nicht reinpassen.

In der Grafik ist jedoch eine ICneu Verbindung von Hamburg in Richtung Süden angedeutet. Was da jetzt konkret geplant ist lässt sich da nur vermuten.

es ist eine konkrete Linie - diese wird dann mit IC-NEU bedient, da muss man nichts vermuten, war hier auch mehrfach im Detail Thema.

Eventuell war man sich zum Zeitpunkt der Präsentation da auch selbst nicht so sicher und hat sich mal beide Optionen offen gehalten ;)

nein, das nich.. ;)

beide?

Vorgesehene Strecken!

Lumi25, Donnerstag, 12.11.2015, 11:20 (vor 3801 Tagen) @ numi

Hier einmal ein Vergleich mit dem Fernverkehrskonzept vom Mai 2015:

ICE-Linien; ICneu Linien:


EC-Verkehre:
Berlin-Hannover-Amsterdam


Hinter dieser Linie setze ich mal ein großes Fragezeichen. Ich gehe immer noch davon aus, dass die DB AG hier am liebsten ICE einsetzen würde.

Vogelfluglinie (auch nach Eröffnung des Tunnels)


Auch hier wird man sich wohl mit Dänemark abstimmen eventuell sogar Schweden. Durchgehende X2000 sollten theoretisch ja möglich sein.

Frankfurt-München-Österreich


Wäre sicherlich ein Kandidat wobei hier schon geschrieben wurde, dass der EC 114/115 auf den siebenteiligen ICX umgestellt werden soll sobald S 21 und NBS Wendlingen-Ulm fertig sind.

Des weiteren soll der EC 114/115 in die zukünftige ICE-Linie 30/31 integriert werden so wie ich das hier gelesen habe.

Kann mir nicht vorstellen, dass die DB AG ein langfristiges Interesse an ICE/IC-Mischmaschlinien hat.

Saarbrücken-Stuttgart-Lindau-Österreich (neue Linie)


Bei der Linie wäre ich nicht so optimistisch. Die DB AG möchte damit wohl eher die RE-Linie Saarbrücken - Mannheim so wie die künftige IRE-Linie Stuttgart - NBS - Ulm - Lindau damit ersetzen.

Vorgesehene Strecken!

agw, NRW, Donnerstag, 12.11.2015, 14:09 (vor 3801 Tagen) @ Lumi25


Des weiteren soll der EC 114/115 in die zukünftige ICE-Linie 30/31 integriert werden so wie ich das hier gelesen habe.

Kann mir nicht vorstellen, dass die DB AG ein langfristiges Interesse an ICE/IC-Mischmaschlinien hat.

Warum?

Vorgesehene Strecken!

Henrik, Donnerstag, 12.11.2015, 20:52 (vor 3801 Tagen) @ numi
bearbeitet von Henrik, Donnerstag, 12.11.2015, 20:54

bisher waren jedoch auf einigen dieser Linien sogar ICE Züge geplant.

nicht ICE im Sinne von Zügen, auf denen ICE drauf steht.

und auch nicht fest geplant, sondern Stand des Konzepts.

Dort bedeutet 200 km/h also eher einen Rückschritt.

dort werden heute nicht mehr als 200 km/h gefahren, geschweige dass es überhaupt möglich wäre.

Hier einmal ein Vergleich mit dem Fernverkehrskonzept vom Mai 2015:

Du meinst März 2015? 18.3.2015
weiter oben schrieb einer gar von vorgestern.. sehr wirrend solche gehäuften Schreibfehler.

ICE-Linien; ICneu Linien:


EC-Verkehre:
Berlin-Hannover-Amsterdam
Vogelfluglinie (auch nach Eröffnung des Tunnels)
Frankfurt-München-Österreich
Saarbrücken-Stuttgart-Lindau-Österreich (neue Linie)
Hamburg-Berlin-Elbtal-Prag

nationale Verkehre/Einzelleistungen
Westerland-Hamburg-Köln-Stuttgart
Westerland-Hamburg-Berlin-Dresden
Westerland/Binz-Hamburg-Frankfurt/Karlsruhe
IC "Königssee" nach Berchtesgaden
IC "Allgäu" nach Oberstdorf
Rostock-Berlin-Nürnberg-München
Dresden-Hannover-Köln
Karlsruhe-Nürnberg-Leipzig

Man erkennt also, dass insbesondere bei den EC-Verkehre, dieses neue Fahrzeugkonzept eher ein Rückschritt ist, vom ICE (also wohl ICE 4) auf den IC. Dabei stellte sich auf diesen Linien jedoch schon länger die Frage, welches Fahrzeugmaterial dort eingesetzt werden soll, da die DB zumindest zum aktuellen Zeitpunkt noch keine ICE 4 bestellt hat, die in die Niederlange oder auch nach Tschechien dürften.

geplant sind diese NL-ICx ja aber durchaus, und aktuell ja auch u.a. Planungsstand.

Vorgesehene Strecken!

numi, Donnerstag, 12.11.2015, 21:37 (vor 3801 Tagen) @ Henrik

Klar ist März gemeint (dummer Fehler...).

Es ging darum, dass die DB zu diesem Zeitpunkt noch groß verkündet hat, dass es zukünftig das Kernnetz mit ICE Fahrzeugen und das Ergänzungsnetz mit doppelstöckigen ICneu geben soll. Nun ist, keine 8 Monate später, das ganze schon wieder hinfällig und es soll wohl noch etwas dazwischen geben (also wie den heutigen IC).

Im Vergleich zum Konzept scheinen manche Linien jetzt also wieder runtergestuft zu werden. Im Vergleich also wieder ein Schritt zurück. Anstelle die Linien zum ICE zu machen bleibt es jetzt wohl doch eher wie es ist.

Vorgesehene Strecken!

Henrik, Donnerstag, 12.11.2015, 21:52 (vor 3801 Tagen) @ numi

Klar ist März gemeint (dummer Fehler...).

ok... ;)

Es ging darum, dass die DB zu diesem Zeitpunkt noch groß verkündet hat, dass es zukünftig das Kernnetz mit ICE Fahrzeugen und das Ergänzungsnetz mit doppelstöckigen ICneu geben soll.

davon kann man ja auch ausgehen,
hinsichtlich des ICE-Netzes steht das ja auch im Wesentlichen, die Fahrzeuge bestehen oder sind fest beauftragt.

Nun ist, keine 8 Monate später, das ganze schon wieder hinfällig und es soll wohl noch etwas dazwischen geben (also wie den heutigen IC).

Nein, dem ist ja grade nicht so.

Im Vergleich zum Konzept scheinen manche Linien jetzt also wieder runtergestuft zu werden.


Nein,
ein Konzept bleibt weiterhin ein Konzept,
das hat es nunmal so an sich, dass es ein Konzept ist und keine komplett feste Planung.

Im Vergleich also wieder ein Schritt zurück. Anstelle die Linien zum ICE zu machen bleibt es jetzt wohl doch eher wie es ist.

so wie es ist, bleibt es ja auf gar keinen Fall. ;)
Wie es kommen wird, steht weiterhin nicht fest, ob es wirklich eine derlei Ausschreibung geben wird, ob anschließend eine entsprechende Beauftragung folgen wird etc.

Ansonsten war ja auch schon etliches hier sehr detailliert erläutert worden in letzten Wochen,
Karolinger war es - Dank an seine Beiträge!

Vorgesehene Strecken!

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 12.11.2015, 16:42 (vor 3801 Tagen) @ mmandl

Es geht um folgende Strecken:

EC-Verkehre:
Berlin-Hannover-Amsterdam
Vogelfluglinie (auch nach Eröffnung des Tunnels)
Frankfurt-München-Österreich
Saarbrücken-Stuttgart-Lindau-Österreich (neue Linie)
Hamburg-Berlin-Elbtal-Prag

nationale Verkehre/Einzelleistungen
Westerland-Hamburg-Köln-Stuttgart
Westerland-Hamburg-Berlin-Dresden
Westerland/Binz-Hamburg-Frankfurt/Karlsruhe (Linie 26)
IC "Königssee" nach Berchtesgaden
IC "Allgäu" nach Oberstdorf
Rostock-Berlin-Nürnberg-München (neue IC-Linie)
Dresden-Hannover-Köln (Linie 55, statt Dosto IC)
Karlsruhe-Nürnberg-Leipzig (Linie 61, statt Dosto IC)

Vernünftig von DB Bahn, bei längeren Strecken doch noch "richtige" IC einzusetzen.
Eine Ausstattung wie bei den neuen Bpmz von RegioJet wird man bei DB Bahn zwar nicht erwarten dürfen, aber 200 km/h und ohne Treppen im Zug ist viel besser als IC-D.
Und das wichtigste: Die Zu(g)kunft der BR 101 dürfte langfristig gesichert sein. :)

--
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RegioJet? Bitte nicht!

ktmb, Donnerstag, 12.11.2015, 16:47 (vor 3801 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von ktmb, Donnerstag, 12.11.2015, 16:50

Ich finde die Innenausstattung von RegioJet nicht besonders überzeugend. Sieht doch aus wie unsere erste Klasse nur in 2 + 2.

über den "IC nagelneu" und so.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 12.11.2015, 22:05 (vor 3801 Tagen) @ mmandl

Es geht um folgende Strecken:

EC-Verkehre:
Berlin-Hannover-Amsterdam
Vogelfluglinie (auch nach Eröffnung des Tunnels)
Frankfurt-München-Österreich
Saarbrücken-Stuttgart-Lindau-Österreich (neue Linie)
Hamburg-Berlin-Elbtal-Prag

Dann bitte schön mit vollwertigem Speisewagen und nicht mit diesen Möchtegern-Speisewagen namens BordRestaurant. Erst dann rede ich von EC. Alles andere ist Imitat, Surrogat, Plagiat, Ersatz.
Wenn dann auch noch 230 km/h Fahrzeugmaterial in Einsatz kommt und ich dafür auch noch nur Tarifklasse B zu bezahlen brauche, werde ich gerne auf den IC-Bus verzichten und Eindhoven-Berlin via Amsterdam fahren...:)

Gut, mal ernst.

Wenn ich mal annehme, dass die 101er nach wie vor so fahren, wie sie sind, dürfen Grenzstationen wie Bad Bentheim sich freuen. Dann wird ganz normal Lok gewechselt und das geht nunmal nicht unter rollendem Rad. Auch die Rauchergemeinde wird diese Lokwechselpausen sehr schätzen.
Man stellt sich allerdings die Frage, welche Ellok in NL vor dem Wagenstrang steht. Die 1700er wird es 2022 wohl nicht mehr geben. Dann verbleiben nur noch die TRAXXe die jetzt auf der HSL-Zuid fahren. Bin mir nicht sicher ob NL lediglich 2-3 Maschinen beiseite behält für den Berlin-IC.
Ich kann mir auch vorstellen, dass einige 101er zu 104er umgebaut werden. Also Mehrsystem-101er, damit man ohne Lokwechsel fahren kann. Wenn neue Rennbahnen hinzukommen, müssen vermutlich auch alle 101er mit ERTMS nachgerüstet werden. Ich erwarte ja nicht, dass diese "IC nagelneu" die parallelen Altstrecken befahren.

nationale Verkehre/Einzelleistungen
Westerland-Hamburg-Köln-Stuttgart
Westerland-Hamburg-Berlin-Dresden
Westerland/Binz-Hamburg-Frankfurt/Karlsruhe (Linie 26)
IC "Königssee" nach Berchtesgaden
IC "Allgäu" nach Oberstdorf

Hier sind Dieselabschnitte dabei (angenommen Königssee + Allgäu in einem Zug). Offenbar ist der Einsatz von ICx mit Dieselvorspann dann doch nicht so geeignet.

Rostock-Berlin-Nürnberg-München (neue IC-Linie)

Via Rennbahn (Erfurt) oder via Altstrecke (Jena)?

Dresden-Hannover-Köln (Linie 55, statt Dosto IC)
Karlsruhe-Nürnberg-Leipzig (Linie 61, statt Dosto IC)

Hat die Bahn es jetzt schon mit dem IC-NEU satt? :)

Allerdings habe ich den Eindruck, dass 770 Reisezugwagen etwas viel ist für die vorgesehenen Leistungen. Es sei denn, man erwartet die guten alten Zeiten des IC'79 und IC'85, in denen man sogar bei 12-15 Wagen zum Teil noch stehen musste.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

über den "IC nagelneu" und so.

ALR997, Donnerstag, 12.11.2015, 22:13 (vor 3801 Tagen) @ Oscar (NL)

Bei einem 7-Wagen-Zug hätten wir 110 Garnituren. Ich würde mehr Wagen kalkulieren. Aktuell sind nur etwa 60(?) Doppelstockzüge geplant. Bei schrittweiser Bestellung wie bei den Dosto ist das eigentlich eine relativ humane Zahl. Schließlich hat man auch ganze 800 Doppelstockwagen per Rahmenvertrag vereinbart gehabt.

über den "IC nagelneu" und so.

thelasse, Utrecht(NL), Donnerstag, 12.11.2015, 23:02 (vor 3801 Tagen) @ Oscar (NL)

Es geht um folgende Strecken:

EC-Verkehre:
Berlin-Hannover-Amsterdam
Vogelfluglinie (auch nach Eröffnung des Tunnels)
Frankfurt-München-Österreich
Saarbrücken-Stuttgart-Lindau-Österreich (neue Linie)
Hamburg-Berlin-Elbtal-Prag


Dann bitte schön mit vollwertigem Speisewagen und nicht mit diesen Möchtegern-Speisewagen namens BordRestaurant. Erst dann rede ich von EC. Alles andere ist Imitat, Surrogat, Plagiat, Ersatz.
Wenn dann auch noch 230 km/h Fahrzeugmaterial in Einsatz kommt und ich dafür auch noch nur Tarifklasse B zu bezahlen brauche, werde ich gerne auf den IC-Bus verzichten und Eindhoven-Berlin via Amsterdam fahren...:)

Gut, mal ernst.

Wenn ich mal annehme, dass die 101er nach wie vor so fahren, wie sie sind, dürfen Grenzstationen wie Bad Bentheim sich freuen. Dann wird ganz normal Lok gewechselt und das geht nunmal nicht unter rollendem Rad. Auch die Rauchergemeinde wird diese Lokwechselpausen sehr schätzen.
Man stellt sich allerdings die Frage, welche Ellok in NL vor dem Wagenstrang steht. Die 1700er wird es 2022 wohl nicht mehr geben. Dann verbleiben nur noch die TRAXXe die jetzt auf der HSL-Zuid fahren. Bin mir nicht sicher ob NL lediglich 2-3 Maschinen beiseite behält für den Berlin-IC.

Warum soll man das nicht machen ? Wenn nächstes Jahr die neuen Sprinter kommen werden die 1700er doch auch hauptsächlich für IC Berlin und CNL eingesetzt.(oder vergesse ich da jetzt was ?)Also warum sollte man das gleiche nicht mit den TRAXXen machen.Die Frage ist natürlich auch wie lange man mit den TRAXXen plant und dementsprechend wie lange man die Loks wirklich beiseite behalten müsste. Meinem Gefühl nach werden vor 2020 keine neuen Züge auf der HSL fahren.

ohne Lokwechsel (wahrscheinlich) kein Halt mehr in Bentheim

Dominik, Duisburg, Freitag, 13.11.2015, 00:00 (vor 3801 Tagen) @ Oscar (NL)

Wenn ich mal annehme, dass die 101er nach wie vor so fahren, wie sie sind, dürfen Grenzstationen wie Bad Bentheim sich freuen. Dann wird ganz normal Lok gewechselt und das geht nunmal nicht unter rollendem Rad. Auch die Rauchergemeinde wird diese Lokwechselpausen sehr schätzen.

Na da bin ich auch noch gespannt, wie sich das entwickelt.

Ich kann mir auch vorstellen, dass einige 101er zu 104er umgebaut werden. Also Mehrsystem-101er, damit man ohne Lokwechsel fahren kann. Wenn neue Rennbahnen hinzukommen, müssen vermutlich auch alle 101er mit ERTMS nachgerüstet werden. Ich erwarte ja nicht, dass diese "IC nagelneu" die parallelen Altstrecken befahren.

Wobei der Halt in Bad Bentheim dann trotz (oder eher erst recht) mit hoher Wahrscheinlichkeit wegfallen würde. Man darf nicht vergessen, dass ab Dez. 2017 die Linie RB61 ab Bad Bentheim bis nach Hengelo durchgebunden wird und zwar immerhin im Stundentakt.

Und bis sich bezüglicherweise der IC-Loks/ICE-Umstellung etwas tut, fließ eh noch sehr viel Wasser den Rhein runter.

über den "IC nagelneu" und so.

Lumi25, Freitag, 13.11.2015, 01:16 (vor 3801 Tagen) @ Oscar (NL)

Dann bitte schön mit vollwertigem Speisewagen und nicht mit diesen Möchtegern-Speisewagen namens BordRestaurant. Erst dann rede ich von EC. Alles andere ist Imitat, Surrogat, Plagiat, Ersatz.
Wenn dann auch noch 230 km/h Fahrzeugmaterial in Einsatz kommt und ich dafür auch noch nur Tarifklasse B zu bezahlen brauche, werde ich gerne auf den IC-Bus verzichten und Eindhoven-Berlin via Amsterdam fahren...:)


Ich halte sogar den Einsatz von ICE 3 für durchaus realistisch. Die ICE-Linien nach Brüssel/Paris soll die Br.407 übernehmen bleibt für die Niederlande die Br.406

Wäre Umlauftechnisch ja auch eigentlich recht gut

Frankfurt - Amsterdam, Amsterdam - Berlin und Berlin - München (Sprinter)

Ist nur die Frage ob die Br. 406 für einen 2h-Takt Frankfurt - Amsterdam - Berlin reichen würde.

Aber auch wenn nicht macht man es eben so wie früher und fährt nur einen 4 Stunden-Takt Amsterdam - Berlin und dazwischen dann halt ab Münster alle 4 Stunden mit ICx.


Ob man für die Niederlande extra neue Mehrsystemloks beschafft zweifle ich doch stark an. Solche Kleinserien sind nicht gerade billig in Kauf und Unterhalt.

über den "IC nagelneu" und so.

TheFons, Freitag, 13.11.2015, 13:19 (vor 3800 Tagen) @ Lumi25

)


Ist nur die Frage ob die Br. 406 für einen 2h-Takt Frankfurt - Amsterdam - Berlin reichen würde.

Wenn man die Reisezeit Amsterdam-Berlin auf etwa 5:45 drückt (was nur mit ICE geht), dann kann man Amsterdam-Berlin theoretiisch mit 6 Einheiten abdecken. Man müsste u.a. die Züge in Berlin HBF enden lassen. Die Züge müssten dann jeweils am Bahnsteig stehenbleiben und direkt dort wenden. Dazu wäre dann eine halbe Stunde vorgesehen.

Aber auch wenn nicht macht man es eben so wie früher und fährt nur einen 4 Stunden-Takt Amsterdam - Berlin und dazwischen dann halt ab Münster alle 4 Stunden mit ICx.

Mit der Idee kann ich mich nicht anfreunden. Besser wären zusätzliche ICE Frankfurt-SFS-Köln-Münster-Berlin.


Viele Grüße

Sammelantwort

Twindexx, St. Gallen (CH), Freitag, 13.11.2015, 17:42 (vor 3800 Tagen) @ ktmb
bearbeitet von Twindexx, Freitag, 13.11.2015, 17:43

Hoi zäme,

Ich habe den Artikel mittlerweile erhalten. Dann werde ich mal ein wenig meinen Senf dazugeben. Da der Beitragsbaum mittlerweile doch etwas lang geworden ist, übersehe ich vielleicht das ein oder andere.

Das sind also ungefähr 90 Garnituren.

118 Kompositionen mit je nach Typ zwischen 450 und 650 Sitzplätzen sind geplant. Darum habe ich einige Zweifel bezüglich der Korrektheit der Angabe der Anzahl Wagen im DS-Artikel.

Es geht aber auch um Euro City-Fernverbindungen nach Amsterdam, Kopenhagen, Österreich und auch nach Prag.

Stardardmässig werden die Wagen in DE und AT zugelassen. Von den sechs Kompositionstypen soll eine eine NL-Ausrüstung erhalten, eine eine DK- und Grosser-Belt-Tunnel-Zulassung. Eine Zulassung für Tschechien oder Polen ist lediglich als mögliche Option für später genannt.

Ich stelle mir gerade vor, dass bei diesen neuen Zügen vielleicht die Hälfte aller Wagen Abteile haben. Das wäre wirklich genial. Vielleicht gibt es analog den kürzlich hier vorgestellten Sitzen aus Frankreich für die erste Klasse ja auch wieder textile Bezüge.

Die Wagen sollen Grossraum mit 2+2-Bestuhlung in der zweiten und 2+1 in der ersten Klasse haben. Der Vis-à-vis-Anteil der Sitze in der ersten Klasse 25-35% und in der zweiten Klasse 35-45%. Ein Kleinkindabteil kommt ebenfalls, auch ein Zugchefabteil und Veloplätze. Sitze in beiden Klassen verstellbar. Ausstattung aktueller DB-FV-Standard.

Und welche Loks sollen die Wagen ziehen?

Neue Loks. Zu den Reisezugwagen soll es auch parallel eine Beschaffung neuer Loks geben. Noch Unklar ist, ob die reinen AC-Loks ebenfalls neu ausgeschrieben oder aus dem Traxx-Rahmenvertrag mit Bombardier bezogen werden (Traxx P200). Die Mehrsystemloks werden definitiv neu ausgeschrieben, die internationalen ICneu-Linien sollen ohne Lokwechsel verkehren. Die Planungen sehen eine Ausserdienststellung der BR 101 etwa um 2025 herum vor, wenn sie dann von diesen neuen Loks abgelöst werden.
Die neuen Loks sollen bis zu zwölf IC-Wagen ziehen oder stossen können, aber auch im Sandwich verkehren können.

Die Schweizer planen beispielsweise ihre Re 460 bis Ende 2022 nochmal komplett modernisiert zu haben (mit neuen Umrichtern usw.) und dann noch viele Jahre weiterzufahren. Eventuell ist ähnliches auch mit der BR 101 möglich.

Möglich vielleicht schon, aber man hat es nicht vor.

Sicher ist nur, dass für die IC Strecken die mit dem IC2/IC neu bedient werden sollen, die nicht elektrifiziert sind eine Lösung her muss. Die 218er haben ihr Dienstalter erreicht, die Dostos haben nur noch WTB, was in den 245ern nicht verbaut ist, weil die sonst die Regio Dostos nicht mehr bespannen dürfen. Also braucht man für die Dieselstrecken Reisezugwagen die mit ZDS/ZWS arbeiten.

Die neuen Reisezugwagen erhalten WTB und sollen BR245-kompatibel sein, von den 218 ist schon gar keine Rede mehr. Eine ZWS sollen die neuen Wagen allerdings trotzdem noch wenigestens teilweise erhalten, denn bis 2025 sollen sie noch BR101-kompatibel sein, danach mit den neuen Loks nur noch über WTB. Es ist davon auszugehen, dass die neuen IC-Wagen mit den ICmod und 101 sowie der neuen Loks eine Zeit lang gemischt eingesetzt werden, bis dann nach 2025 nur noch das neue Rollmaterial übrig bleibt.

Die DB FV hat übrigens bereits fünf 245 mit WTB (und auch ETCS) bestellt. Es sind die VDE-8-Abschlepploks, welche auch die DoIC nach Gera bespannen sollen. Eine Lieferung ist leider erst 2018 möglich, da die DB die Bestellung zu lange aufschob.

Eigentlich alle Bahnen, egal ob die DB oder andere, halten Triebzüge für die wirtschaftlichere Lösung. Daher wirkt die Beschaffung von neuen Wagen allgemein sehr seltsam.

Einen Triebzug zu dispositionieren ist halt einfacher als Einzelwagen mit Lok. Wenn man aber auf die Vorteile eines Triebzugs nicht angewiesen ist (Längenausnutzung, Beschleunigung), sind lokbespannte Wagenzüge ab einer gewissen Gefässgrösse günstiger.

Eine Bestellung von 770 Wagen wäre so groß, dass sich hier auch etwas Entwicklungsarbeit lohnen würde. Wäre da nicht die Sache mit dem Niederflur würde ich ja fast sagen, man könnte Push-Pull Garnituren aus ICx Wagen bauen und dann eine BR 101 davorspannen.

Man wird sich an der Länge der Wagen an klassische Masse zurückerinnern statt den verlängerten ICx-Wagen. Das PRM-Konzept sieht nur optional einen Einstieg je Zugseite auf 760 mm vor, da Hauptangebot soll einfach einen Hublift enthalten. Im Zug haben die Rollstuhlfahrer dann Zugang zu ihren Sitzen, PRM-Toilette und Gastro-Bereich. Die Gangbreite muss dort mindestens 500 mm betragen. Vorgesehen ist bei der Zugszusammenstellung die klassische Blockzugbildung 1.Kl.-/-Gastro-/-Service-/-2.Kl.-/-ev.Steuerwagen (nicht alle Kompositionstypen sollen einen Steuerwagen haben, v.a. die für Dieselstrecken vorgesehenen nicht).

Und bei der Menge wird jeder Hersteller auch entsprechende Entwicklungsarbeit leisten. Da lohnen sich Neuentwicklungen. Deshalb ist es auch nicht zielführend, jetzt bei jedem Hersteller nachzuschauen, was er gerade im Angebot hat.

Bordbistro oder Restaurant lässt sich auf einzelnen Linien vielleicht auch unterbringen.

Es wird zwei Typen von Gastronomie-Einsrichtungen geben, Typ A und Typ B genannt. Typ A ist dieselbe Ausstattung wie die Bistro-ICmod-Wagen und Typ B sind Verkaufsautomaten. Je nach Linie wird es entweder das eine oder andere. Die internationalen Linien und Langläufer sind mit Typ A vorgesehen.

geplant sind diese NL-ICx ja aber durchaus, und aktuell ja auch u.a. Planungsstand.

Nein, die sind nicht (mehr) geplant. NL-taugliche ICx sind abbestellt worden. Die NL-tauglichen ICneu-Wagenkompositionen sind explizit für die IC Berlin-Amsterdam vorgesehen.


Was noch zusätzlich zu erwähnen ist:
- Angestrebt ist, einen Teil der Wagenkompositionen für vmax 230 km/h zuzulassen. In erster Linie sind damit die internationalen Linien fürs erste nach Dänemark und Niederlande gemeint. Die entsprechend zu beschaffenden neuen Mehrsystemloks sollen ebenfalls für vmax 230 km/h zuzulassen sein. Allerdings haben da die neuen TSI mal wieder für einen Querschläger gesorgt (mit für Loks typische Achslasten nur noch bis vmax 200 km/h). Darüber ist also zum jetzigen Zeitpunkt noch keine abschliessende Aussage möglich.
- Die neuen Loks und Steuerwagen sollen als Zugsicherungen ETCS, LZB und PZB sowie die jeweilig nötigen ausländischen System erhalten.
- Eine Anforderung an die neuen Wagen stellen ICE-3-Begegnungen bei 300 km/h, ICE-1-Begegnungen bei 280 km/h und das Befahren sämtlicher NBS ausser der KRM dar.


Grüsse aus der Ostschweiz

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Sammelantwort

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Freitag, 13.11.2015, 18:10 (vor 3800 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von 218 466-1, Freitag, 13.11.2015, 18:14

118 Kompositionen mit je nach Typ zwischen 450 und 650 Sitzplätzen sind geplant. Darum habe ich einige Zweifel bezüglich der Korrektheit der Angabe der Anzahl Wagen im DS-Artikel.

Unterschiedliche Länge der Wagenzüge.

Die Wagen sollen Grossraum mit 2+2-Bestuhlung in der zweiten und 2+1 in der ersten Klasse haben. Der Vis-à-vis-Anteil der Sitze in der ersten Klasse 25-35% und in der zweiten Klasse 35-45%. Ein Kleinkindabteil kommt ebenfalls, auch ein Zugchefabteil und Veloplätze. Sitze in beiden Klassen verstellbar. Ausstattung aktueller DB-FV-Standard.

Keine wesentlichen Änderungen zu ICmod.

Neue Loks. Zu den Reisezugwagen soll es auch parallel eine Beschaffung neuer Loks geben. Noch Unklar ist, ob die reinen AC-Loks ebenfalls neu ausgeschrieben oder aus dem Traxx-Rahmenvertrag mit Bombardier bezogen werden (Traxx P200). Die Mehrsystemloks werden definitiv neu ausgeschrieben, die internationalen ICneu-Linien sollen ohne Lokwechsel verkehren.

BR 147 vlt. Die kann ja auch für 200 km/h ausgelegt werden.

Die Planungen sehen eine Ausserdienststellung der BR 101 etwa um 2025 herum vor, wenn sie dann von diesen neuen Loks abgelöst werden.

Wer hat sich den Unsinn denn einfallen lassen? Viel zu früh m.M.. 2035 reicht auch noch.

Die Schweizer planen beispielsweise ihre Re 460 bis Ende 2022 nochmal komplett modernisiert zu haben (mit neuen Umrichtern usw.) und dann noch viele Jahre weiterzufahren. Eventuell ist ähnliches auch mit der BR 101 möglich.


Möglich vielleicht schon, aber man hat es nicht vor.

Das ist aber zu hoffen, dass DB Bahn doch nicht den Verstand verliert und sich nochmal besinnt.

Die neuen Reisezugwagen erhalten WTB und sollen BR245-kompatibel sein, von den 218 ist schon gar keine Rede mehr. Eine ZWS sollen die neuen Wagen allerdings trotzdem noch wenigestens teilweise erhalten, denn bis 2025 sollen sie noch BR101-kompatibel sein, danach mit den neuen Loks nur noch über WTB. Es ist davon auszugehen, dass die neuen IC-Wagen mit den ICmod und 101 sowie der neuen Loks eine Zeit lang gemischt eingesetzt werden, bis dann nach 2025 nur noch das neue Rollmaterial übrig bleibt.

BR 218 wird ab Dez 2018 vsl. nur noch in Ulm (bis zur Südbahn-Elektrifizierung ~2020) sowie als ICE-Abschlepploks im Einsatz sein. In Kiel (Sylt-Shuttle) endet der Einsatz heuer im Dezember, in Kempten im Dezember 2016, in Mühldorf im Dez. 2018.
2021 ist der Gesamteinsatz vsl. schon beendet.


Die DB FV hat übrigens bereits fünf 245 mit WTB (und auch ETCS) bestellt. Es sind die VDE-8-Abschlepploks, welche auch die DoIC nach Gera bespannen sollen. Eine Lieferung ist leider erst 2018 möglich, da die DB die Bestellung zu lange aufschob.

Reicht doch für die neuen IC200 und IC-D. Zum abschleppen wird bis dahin mit gemieteten 285 überbrückt.
Solche hätte DB-Schenker längst beschaffen sollen...

Einen Triebzug zu dispositionieren ist halt einfacher als Einzelwagen mit Lok. Wenn man aber auf die Vorteile eines Triebzugs nicht angewiesen ist (Längenausnutzung, Beschleunigung), sind lokbespannte Wagenzüge ab einer gewissen Gefässgrösse günstiger.

Man wird sich an der Länge der Wagen an klassische Masse zurückerinnern statt den verlängerten ICx-Wagen.

Einwurf: Sollen die ICx eigentlich noch vor S21 Stuttgart erreichen? Könnte eine gaaaanz schlechte Idee sein. Stichwort WRmz.

Es wird zwei Typen von Gastronomie-Einsrichtungen geben, Typ A und Typ B genannt. Typ A ist dieselbe Ausstattung wie die Bistro-ICmod-Wagen und Typ B sind Verkaufsautomaten. Je nach Linie wird es entweder das eine oder andere. Die internationalen Linien und Langläufer sind mit Typ A vorgesehen.

Das könnte auf Einsatz sowohl im A-Netz (ICE), als auch im B-Netz (IC) hindeuten.

Was noch zusätzlich zu erwähnen ist:
- Angestrebt ist, einen Teil der Wagenkompositionen für vmax 230 km/h zuzulassen. In erster Linie sind damit die internationalen Linien fürs erste nach Dänemark und Niederlande gemeint. Die entsprechend zu beschaffenden neuen Mehrsystemloks sollen ebenfalls für vmax 230 km/h zuzulassen sein. Allerdings haben da die neuen TSI mal wieder für einen Querschläger gesorgt (mit für Loks typische Achslasten nur noch bis vmax 200 km/h). Darüber ist also zum jetzigen Zeitpunkt noch keine abschliessende Aussage möglich.
- Die neuen Loks und Steuerwagen sollen als Zugsicherungen ETCS, LZB und PZB sowie die jeweilig nötigen ausländischen System erhalten.
- Eine Anforderung an die neuen Wagen stellen ICE-3-Begegnungen bei 300 km/h, ICE-1-Begegnungen bei 280 km/h und das Befahren sämtlicher NBS ausser der KRM dar.

Letzteres ist nur die (p) Druckertüchtigung, die alle ICE und einige der jetzigen Eurofirma-Wagen auch schon haben.

Danke für die Informstion.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Sammelantwort

agw, NRW, Samstag, 14.11.2015, 01:06 (vor 3800 Tagen) @ 218 466-1

Man wird sich an der Länge der Wagen an klassische Masse zurückerinnern statt den verlängerten ICx-Wagen.


Einwurf: Sollen die ICx eigentlich noch vor S21 Stuttgart erreichen? Könnte eine gaaaanz schlechte Idee sein. Stichwort WRmz.

Worauf willst du hinaus? Überpufferung bei ICE-Wagen mit Mittelpufferkupplung?

Sammelantwort

Twindexx, St. Gallen (CH), Samstag, 14.11.2015, 19:39 (vor 3799 Tagen) @ 218 466-1

Hoi,

BR 147 vlt. Die kann ja auch für 200 km/h ausgelegt werden.

Dann wird sie eher eine BR 10x und keine BR 147.

Das ist aber zu hoffen, dass DB Bahn doch nicht den Verstand verliert und sich nochmal besinnt.

Wenn es um Beschaffungen geht, wird wohl die DB sehr genau untersuchen, ob es die bessere Lösung ist. Jetzt hat man den Vorteil, dass zu dem Zeitpunkt, an dem die 101 ohne unfassende und kostenintensive Modernisierung nicht mehr weiter eingesetzt werden können, auch die ICmod ihr Lebensende erreichen. Das bedeutet, dass man die einmalige Chance hat, Wagen und Loks im selben Alter zu beschaffen. Die 101 für teures Geld zu modernisieren würde eine Neubeschaffung von Lokomotiven ja nur aufschieben und nicht aufheben, womit man unnötig zusätzliches Geld raushauen würde. Und die Mehrsystemloks müssen eh oder so gleichzeitig mit den Wagen beschafft werden, da die 101 nicht für die Auslandslinien umgerüstet werden können.

Bei den SBB war das eine ganz andere Fragestellung. Man hat ganze Wagenflotten, die bis 2030/2040 mindestens noch bestens in Schuss sind. Man hat da drei Möglichkeiten: Wagen vor deutlich dem Lebensende abstellen (und mit was ersetzen?), bestehende Loks umfassend modernisieren für weitere 20 Jahre oder neue Loks beschaffen. Da war natürlich die Modernisierung der bestehenden Loks das wirtschaftlichste. Somit dann auch hier für Loks und Wagen etwa gleiche Lebenserwartung.

BR 218 wird ab Dez 2018 vsl. nur noch in Ulm (bis zur Südbahn-Elektrifizierung ~2020) sowie als ICE-Abschlepploks im Einsatz sein. In Kiel (Sylt-Shuttle) endet der Einsatz heuer im Dezember, in Kempten im Dezember 2016, in Mühldorf im Dez. 2018.
2021 ist der Gesamteinsatz vsl. schon beendet.

Der Komplettersatz sämtlicher ICE-Abschlepploks deutschlandweit mit BR 245 wird die nächsten Jahre auch noch kommen.

Solche hätte DB-Schenker längst beschaffen sollen...

Die denken bezüglich grosser Streckenloks lieber daran, dass Hauptstrecken mit viel Güterverkehr möglichst noch elektrifiziert werden. Der Anteil von Fahrten ohne Fahrdraht eines Güterzuges ist mittlerweile recht klein geworden. Am liebsten hätte man Zweikraftloks, reine Streckendieselloks werden eigentlich von den Cargo-EVU fast gar nicht mehr nachgefragt. Solange Zweikraftloks in der gewünschten Leistungsgrösse noch Utopie sind, würde Schenker dann lieber unter Fahrdraht mit E-Lok fahren und für den Dieselabschnitt umspannen und dafür beim nächsten Regiodepot ein paar BR245-Leistungen mieten (wie es der Fernverkehr im Allgäu schon praktiziert, da allerdings jetzt noch mit BR 218).

Einwurf: Sollen die ICx eigentlich noch vor S21 Stuttgart erreichen? Könnte eine gaaaanz schlechte Idee sein. Stichwort WRmz.

Und was hat das eine mit dem anderen zu tun? Richtig: Gar nichts!
Im ICx wird die Kraftübertragung anders bewerkstelligt (Statt Aussenpuffer mittige geschraubte Kurzkupplung). Im ICx sieht die Kräfteverteilung ganz anders aus (Antrieb verteilt statt nur von hinten stossend). Im ICx sind alle Wagen so lang und nicht nur ein einzelner (andere Fahrdynamik).
Also alle relevanten fahrzeugseitigen Gründe für die Entgleisungen in Stuttgart sind beim ICx gar nicht erst vorhanden. Und damit ist das Thema abgeschlossen.


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Sammelantwort

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Samstag, 14.11.2015, 22:51 (vor 3799 Tagen) @ Twindexx

Dann wird sie eher eine BR 10x und keine BR 147.

Das ist ja klar, so wie auch 160 km/h-218 als 210 ungezeichnet waren, oder 111 mit 200 km/h auch 10X Nummern bekommen hätte. Auch wenn es ansonsten weitgehend identische Loks sind.

Wenn es um Beschaffungen geht, wird wohl die DB sehr genau untersuchen, ob es die bessere Lösung ist. Jetzt hat man den Vorteil, dass zu dem Zeitpunkt, an dem die 101 ohne unfassende und kostenintensive Modernisierung nicht mehr weiter eingesetzt werden können, auch die ICmod ihr Lebensende erreichen. Das bedeutet, dass man die einmalige Chance hat, Wagen und Loks im selben Alter zu beschaffen. Die 101 für teures Geld zu modernisieren würde eine Neubeschaffung von Lokomotiven ja nur aufschieben und nicht aufheben, womit man unnötig zusätzliches Geld raushauen würde. Und die Mehrsystemloks müssen eh oder so gleichzeitig mit den Wagen beschafft werden, da die 101 nicht für die Auslandslinien umgerüstet werden können.

Die Wagen halten aber deutlich länger als Lokomotiven, sicher 50 Jahre und mehr. Die Eurofirmawagen waren zuvor bereits mit 103 schon über 20 Jahre unterwegs, bevor sie durch die 101 abgelöst wurden.
Wenn man zu den neuen Wagen zeitgleich neue Loks beschafft, wird man in 40 Jahren schon wieder neue Loks beschaffen müssen, die wieder zu den Wagen passen.
Das Problem hat auch ICE1 in einigen Jahren: Die Wagen wären noch einige Zeit einsatzfähing, aber die 401er kriechen dann bereits auf dem Zahnfleisch.
Kostengünstiger ist unterm Strich daher, die BR 101 zu modernisieren und noch 10-15 Jahre länger im Einsatz zu halten und dann erst neue Loks zu beschaffen, die dann bis an das Ende der Einsatzteit der Wagen durchhalten.
Totale Verschwendung, relativ moderne Loks vorzeitig abzustellen.

Bei den SBB war das eine ganz andere Fragestellung. Man hat ganze Wagenflotten, die bis 2030/2040 mindestens noch bestens in Schuss sind. Man hat da drei Möglichkeiten: Wagen vor deutlich dem Lebensende abstellen (und mit was ersetzen?), bestehende Loks umfassend modernisieren für weitere 20 Jahre oder neue Loks beschaffen. Da war natürlich die Modernisierung der bestehenden Loks das wirtschaftlichste. Somit dann auch hier für Loks und Wagen etwa gleiche Lebenserwartung.

Dieses Problem wird man später auch bei der DB haben, wenn man zu früh, neue Loks beschafft, s.o.

Die denken bezüglich grosser Streckenloks lieber daran, dass Hauptstrecken mit viel Güterverkehr möglichst noch elektrifiziert werden. Der Anteil von Fahrten ohne Fahrdraht eines Güterzuges ist mittlerweile recht klein geworden. Am liebsten hätte man Zweikraftloks, reine Streckendieselloks werden eigentlich von den Cargo-EVU fast gar nicht mehr nachgefragt. Solange Zweikraftloks in der gewünschten Leistungsgrösse noch Utopie sind, würde Schenker dann lieber unter Fahrdraht mit E-Lok fahren und für den Dieselabschnitt umspannen und dafür beim nächsten Regiodepot ein paar BR245-Leistungen mieten (wie es der Fernverkehr im Allgäu schon praktiziert, da allerdings jetzt noch mit BR 218).

Die haben aber schadanfällige 247 beschafft, damit unnötig andere Technik ins Haus geholt. Mit 246 und 285 hätte man mit einheitlicher Technik, den Fuhrpark schon vor 10 Jahren modernisieren können.
Bimodale Loks sind unwirtschaftlich, da unnötigerweise zusätzliches Gewicht spazierengefahren wird. Das wird sich m.E. nie durchsetzen.

Und was hat das eine mit dem anderen zu tun? Richtig: Gar nichts!

Halt. Ich habe nicht "gar nichts" gesagt, warum gibst du dir die Antworten selbst?

Im ICx wird die Kraftübertragung anders bewerkstelligt (Statt Aussenpuffer mittige geschraubte Kurzkupplung). Im ICx sieht die Kräfteverteilung ganz anders aus (Antrieb verteilt statt nur von hinten stossend). Im ICx sind alle Wagen so lang und nicht nur ein einzelner (andere Fahrdynamik).
Also alle relevanten fahrzeugseitigen Gründe für die Entgleisungen in Stuttgart sind beim ICx gar nicht erst vorhanden. Und damit ist das Thema abgeschlossen.

Ich glaube das erst, wenn ICx, deren Wagen noch länger als WRmz sind, einige male über diese Weichen gefahren sind ... und nicht ausgehoben wurden.

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MET - Der beste Zug den es je gab
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Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 15.11.2015, 13:42 (vor 3798 Tagen) @ 218 466-1

Hoi,

Totale Verschwendung, relativ moderne Loks vorzeitig abzustellen.

Wegen der sowieso nötigen Beschaffung von Mehrsystemloks wären da eh einige rausgeflogen. Und dann stellt sich natürlich die Frage, ob man den verbleibenden Rest noch teuer modernisiert oder nicht auch dafür gleich auch noch neue Loks beschafft und so im Lokalter auf demsleben Stand zu sein.

Bimodale Loks sind unwirtschaftlich, da unnötigerweise zusätzliches Gewicht spazierengefahren wird. Das wird sich m.E. nie durchsetzen.

Da haben die ganzen BWLer aber eine andere Meinung. Und wenns um Wirtschaftlichkeit geht, dann sind das bekanntlich die ersten, wo motzen.
Zusätzliches Gewicht spazieren fahren (welches im Vergleich zum Gesamtgewicht eines Güterzugs sowieso nicht wirklich relevant ist), ist schon günstiger, als extra eine eigene zusätzliche Diesellok vorzuhalten und umzurangieren. Mit Diesellok unter Fahrdraht durchfahren ist auch nicht günstiger, ja da gibts schon EVU, die da um ihr Image fürchten (umweltfreundlich und so).

Halt. Ich habe nicht "gar nichts" gesagt, warum gibst du dir die Antworten selbst?

Weil deine Einwände diesbezüglich völliger Unsinn sind. Da hast du Stammtisch-Polemik betrieben und keine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema.


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Sammelantwort

Steffen, Montag, 16.11.2015, 23:44 (vor 3797 Tagen) @ Twindexx

Hoi,

Totale Verschwendung, relativ moderne Loks vorzeitig abzustellen.


Wegen der sowieso nötigen Beschaffung von Mehrsystemloks wären da eh einige rausgeflogen. Und dann stellt sich natürlich die Frage, ob man den verbleibenden Rest noch teuer modernisiert oder nicht auch dafür gleich auch noch neue Loks beschafft und so im Lokalter auf demsleben Stand zu sein.

Mit welchem Argument ist es bei den Schweizer Re 460 günstiger, sie zu modernisieren, und bei den deutschen BR 101 günstiger, neue zu beschaffen?

Einziger Unterschied ist doch, dass die DB danach zwei Loktypen hätte, während die SBB weiterhin nur einen Loktyp. Aber das kann doch nicht so viel ausmachen?

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Sammelantwort

SPFVG, Dienstag, 17.11.2015, 00:37 (vor 3797 Tagen) @ Steffen

Mit welchem Argument ist es bei den Schweizer Re 460 günstiger, sie zu modernisieren, und bei den deutschen BR 101 günstiger, neue zu beschaffen?

Einziger Unterschied ist doch, dass die DB danach zwei Loktypen hätte, während die SBB weiterhin nur einen Loktyp. Aber das kann doch nicht so viel ausmachen?

Die Schweizer ist ne Art Luxusversion der 101, die hat z.B. Koppelwellen, so dass sich die Radsätze in den Kurven radial einstellen. Schont die Gleise und das ist in der Schweiz bekanntlich wichtiger als in D. Solche Koppelwellen hat meines Wissens seitdem keiner mehr bestellt. Keine Ahnung, ob Bombardier das überhaupt noch anbietet.

Möglicherweise gibts auch noch die 1-2 anderweitigen Leckerli, so dass es sich rentiert die Lok zu hätscheln und zu pflegen.

Die 101er ist dagegen 08/15 Standard ohne Besonderheiten. Sicherlich zuverlässig, aber die Ersatzteile für die GTOs werden immer knapper, ein Komplettumbau wird nicht billig und wenn man gleichzeitig sowieso auch noch MS-Loks will, bietet es sich an gleich was Neues zu kaufen. Bei den ICE-TKs ist das bekanntlich was anderes.

Sammelantwort

462 001, Taunus, Freitag, 13.11.2015, 23:02 (vor 3800 Tagen) @ Twindexx

Nabend,

Es geht aber auch um Euro City-Fernverbindungen nach Amsterdam, Kopenhagen, Österreich und auch nach Prag.

Stardardmässig werden die Wagen in DE und AT zugelassen. Von den sechs Kompositionstypen soll eine eine NL-Ausrüstung erhalten, eine eine DK- und Grosser-Belt-Tunnel-Zulassung.

Das hört sich gut an, da für die Berlin-Amsterdam ein ICE völlig fehl am Platz wär.

Eine Zulassung für Tschechien oder Polen ist lediglich als mögliche Option für später genannt.

Hoffentlich kommt da noch was für CZ.

Ich stelle mir gerade vor, dass bei diesen neuen Zügen vielleicht die Hälfte aller Wagen Abteile haben. Das wäre wirklich genial. Vielleicht gibt es analog den kürzlich hier vorgestellten Sitzen aus Frankreich für die erste Klasse ja auch wieder textile Bezüge.

Die Wagen sollen Grossraum mit 2+2-Bestuhlung in der zweiten und 2+1 in der ersten Klasse haben. Der Vis-à-vis-Anteil der Sitze in der ersten Klasse 25-35% und in der zweiten Klasse 35-45%. Ein Kleinkindabteil kommt ebenfalls, auch ein Zugchefabteil und Veloplätze. Sitze in beiden Klassen verstellbar. Ausstattung aktueller DB-FV-Standard.

Nur Großraum? Ich find die Wagen jetzt schon Mist:( Aber na ja so ist es halt...

Und welche Loks sollen die Wagen ziehen?

Neue Loks. Zu den Reisezugwagen soll es auch parallel eine Beschaffung neuer Loks geben. Noch Unklar ist, ob die reinen AC-Loks ebenfalls neu ausgeschrieben oder aus dem Traxx-Rahmenvertrag mit Bombardier bezogen werden (Traxx P200). Die Mehrsystemloks werden definitiv neu ausgeschrieben, die internationalen ICneu-Linien sollen ohne Lokwechsel verkehren.

Das sparen des umspannen spart natürlich auch wertvolle Zeit.

Die Planungen sehen eine Ausserdienststellung der BR 101 etwa um 2025 herum vor, wenn sie dann von diesen neuen Loks abgelöst werden.

Schön das die blöden Loks dann endlich bei Bender landen(hoffentlich sind die MET dann schon längst über den Jordan gegangen).

Die neuen Loks sollen bis zu zwölf IC-Wagen ziehen oder stossen können, aber auch im Sandwich verkehren können.

Ist für den Sandwich-Betrieb etwas besonderes zu beachten?

Die Schweizer planen beispielsweise ihre Re 460 bis Ende 2022 nochmal komplett modernisiert zu haben (mit neuen Umrichtern usw.) und dann noch viele Jahre weiterzufahren. Eventuell ist ähnliches auch mit der BR 101 möglich.

Möglich vielleicht schon, aber man hat es nicht vor.

Gut so:)))

Sicher ist nur, dass für die IC Strecken die mit dem IC2/IC neu bedient werden sollen, die nicht elektrifiziert sind eine Lösung her muss. Die 218er haben ihr Dienstalter erreicht, die Dostos haben nur noch WTB, was in den 245ern nicht verbaut ist, weil die sonst die Regio Dostos nicht mehr bespannen dürfen. Also braucht man für die Dieselstrecken Reisezugwagen die mit ZDS/ZWS arbeiten.

Die neuen Reisezugwagen erhalten WTB und sollen BR245-kompatibel sein, von den 218 ist schon gar keine Rede mehr. Eine ZWS sollen die neuen Wagen allerdings trotzdem noch wenigestens teilweise erhalten, denn bis 2025 sollen sie noch BR101-kompatibel sein, danach mit den neuen Loks nur noch über WTB. Es ist davon auszugehen, dass die neuen IC-Wagen mit den ICmod und 101 sowie der neuen Loks eine Zeit lang gemischt eingesetzt werden, bis dann nach 2025 nur noch das neue Rollmaterial übrig bleibt.

Die DB FV hat übrigens bereits fünf 245 mit WTB (und auch ETCS) bestellt. Es sind die VDE-8-Abschlepploks, welche auch die DoIC nach Gera bespannen sollen. Eine Lieferung ist leider erst 2018 möglich, da die DB die Bestellung zu lange aufschob.

Die schnellsten sind die schon lange nicht mehr.

Eine Bestellung von 770 Wagen wäre so groß, dass sich hier auch etwas Entwicklungsarbeit lohnen würde. Wäre da nicht die Sache mit dem Niederflur würde ich ja fast sagen, man könnte Push-Pull Garnituren aus ICx Wagen bauen und dann eine BR 101 davorspannen.

Man wird sich an der Länge der Wagen an klassische Masse zurückerinnern statt den verlängerten ICx-Wagen. Das PRM-Konzept sieht nur optional einen Einstieg je Zugseite auf 760 mm vor, da Hauptangebot soll einfach einen Hublift enthalten. Im Zug haben die Rollstuhlfahrer dann Zugang zu ihren Sitzen, PRM-Toilette und Gastro-Bereich. Die Gangbreite muss dort mindestens 500 mm betragen. Vorgesehen ist bei der Zugszusammenstellung die klassische Blockzugbildung 1.Kl.-/-Gastro-/-Service-/-2.Kl.-/-ev.Steuerwagen (nicht alle Kompositionstypen sollen einen Steuerwagen haben, v.a. die für Dieselstrecken vorgesehenen nicht).

Alt bewährt kann ja auch gut.

Bordbistro oder Restaurant lässt sich auf einzelnen Linien vielleicht auch unterbringen.

Es wird zwei Typen von Gastronomie-Einsrichtungen geben, Typ A und Typ B genannt. Typ A ist dieselbe Ausstattung wie die Bistro-ICmod-Wagen und Typ B sind Verkaufsautomaten. Je nach Linie wird es entweder das eine oder andere. Die internationalen Linien und Langläufer sind mit Typ A vorgesehen.

Das mit den neuen Bistrowagen freut mich sehr. Aber auch die Sache mit den Automaten hat was.

Gruß aus dem Taunus

--
Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1619
- Euro. Ausland: 717

Stand: 20.02.2026

Sammelantwort

ICE-TD, Samstag, 14.11.2015, 01:27 (vor 3799 Tagen) @ 462 001

Die Planungen sehen eine Ausserdienststellung der BR 101 etwa um 2025 herum vor, wenn sie dann von diesen neuen Loks abgelöst werden.

Schön das die blöden Loks dann endlich bei Bender landen(hoffentlich sind die MET dann schon längst über den Jordan gegangen).

Was interessiert dich als Reisender was da für eine Lok dran ist, was hast du für Probleme damit? Solange Tf und EVU damit zufrieden sind passt das. Manche hier haben Probleme...

Sammelantwort

462 001, Taunus, Samstag, 14.11.2015, 06:30 (vor 3799 Tagen) @ ICE-TD

Die Planungen sehen eine Ausserdienststellung der BR 101 etwa um 2025 herum vor, wenn sie dann von diesen neuen Loks abgelöst werden.

Schön das die blöden Loks dann endlich bei Bender landen(hoffentlich sind die MET dann schon längst über den Jordan gegangen).

Was interessiert dich als Reisender was da für eine Lok dran ist, was hast du für Probleme damit?

Eher keine...

Solange Tf und EVU damit zufrieden sind passt das. Manche hier haben Probleme...

...denn das war nur wegen der Diesellise und deren Sprüche über die "beste E-Lok aller Zeiten";-)

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Sammelantwort

ES89, Hamburg / Rostock, Samstag, 14.11.2015, 00:52 (vor 3800 Tagen) @ Twindexx

Stardardmässig werden die Wagen in DE und AT zugelassen. Von den sechs Kompositionstypen soll eine eine NL-Ausrüstung erhalten, eine eine DK- und Grosser-Belt-Tunnel-Zulassung.

Oje, was ein Stückwerk. Die Wagen für alle Länder zulassen wäre wohl zu teuer. Wenn das im Realbetrieb nicht mal ein Sparen am falschen Ende ist.

Eine Zulassung für Tschechien oder Polen ist lediglich als mögliche Option für später genannt.

Verwundert mich nicht. Die ECs nach Osten überlässt man ja schon seit Jahren den mittelosteuropäischen Bahnen.

Die Wagen sollen Grossraum mit 2+2-Bestuhlung in der zweiten und 2+1 in der ersten Klasse haben. Der Vis-à-vis-Anteil der Sitze in der ersten Klasse 25-35% und in der zweiten Klasse 35-45%. Ein Kleinkindabteil kommt ebenfalls, auch ein Zugchefabteil und Veloplätze. Sitze in beiden Klassen verstellbar. Ausstattung aktueller DB-FV-Standard.

Wie ich es erwartet habe. Man will ja den ICE 4 nicht überflügeln. Man könnte sagen: Der übliche Murks, wenn auch besser als der IC 2.

Was allerdings verwundet, sind die 35-45% Vis-à-vis in der 2. Klasse. Da freuen sich natürlich die Familien und Laptopnutzer. Wenn man allerdings glauben sollte, dass man damit auch die Abteilnutzer zufriedenstellen kann, hat man so einiges nicht verstanden.

Die neuen Reisezugwagen erhalten WTB und sollen BR245-kompatibel sein, von den 218 ist schon gar keine Rede mehr. Eine ZWS sollen die neuen Wagen allerdings trotzdem noch wenigestens teilweise erhalten, denn bis 2025 sollen sie noch BR101-kompatibel sein, danach mit den neuen Loks nur noch über WTB. Es ist davon auszugehen, dass die neuen IC-Wagen mit den ICmod und 101 sowie der neuen Loks eine Zeit lang gemischt eingesetzt werden, bis dann nach 2025 nur noch das neue Rollmaterial übrig bleibt.

Klingt logisch. Ich frage mich nur, warum man dann einen Hersteller wie Talgo überhaupt gefragt hat, bei dem einen Kompatibilität ausgeschlossen sein dürfte.

Man wird sich an der Länge der Wagen an klassische Masse zurückerinnern statt den verlängerten ICx-Wagen. Das PRM-Konzept sieht nur optional einen Einstieg je Zugseite auf 760 mm vor, da Hauptangebot soll einfach einen Hublift enthalten.

Dürftig, dürftig. Wenn man schon nur Großraum will, kann man auch ein Konzept à la Married-Pair-Wagen mit viel Niederflur vorschreiben.
Aber: Eventuell überzeugt ja am Ende ein Konzept mit "mehr als verlangt".

... (nicht alle Kompositionstypen sollen einen Steuerwagen haben, v.a. die für Dieselstrecken vorgesehenen nicht).

Muss ich nicht verstehen, oder? Da gibt man Flexibilität auf und macht ein Sandwich mehr oder minder zum zwingenden Dauerzustand.

Und bei der Menge wird jeder Hersteller auch entsprechende Entwicklungsarbeit leisten. Da lohnen sich Neuentwicklungen. Deshalb ist es auch nicht zielführend, jetzt bei jedem Hersteller nachzuschauen, was er gerade im Angebot hat.

Bei fünf Jahren bis zum ersten Wagen sollte das machbar sein.

Grüsse aus der Ostschweiz

Danke und Grüße zurück!

--
Gegen Großraum-Zwang im Fernverkehr!
Für zumindest drei Abteile je Wagenklasse!

Sammelantwort

Twindexx, St. Gallen (CH), Samstag, 14.11.2015, 19:51 (vor 3799 Tagen) @ ES89

Hoi,

... (nicht alle Kompositionstypen sollen einen Steuerwagen haben, v.a. die für Dieselstrecken vorgesehenen nicht).


Muss ich nicht verstehen, oder? Da gibt man Flexibilität auf und macht ein Sandwich mehr oder minder zum zwingenden Dauerzustand.

Sandwich nicht unbedingt. Klassisch Lok vorne geht ja auch. Aber warum man in Immenstadt mit der 245 lieber umsetzen will, statt den Fahrtrichtungswechsel mit einem Steuerwagen zu vereinfachen, habe ich mich auch gefragt. Aber das kann man ja noch einmal anpassen im Konzept.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Sammelantwort

4652, Samstag, 14.11.2015, 19:58 (vor 3799 Tagen) @ ES89

Stardardmässig werden die Wagen in DE und AT zugelassen. Von den sechs Kompositionstypen soll eine eine NL-Ausrüstung erhalten, eine eine DK- und Grosser-Belt-Tunnel-Zulassung.


Oje, was ein Stückwerk. Die Wagen für alle Länder zulassen wäre wohl zu teuer. Wenn das im Realbetrieb nicht mal ein Sparen am falschen Ende ist.

Ist das Erhalten einer allgemeinen RIC-Zulassung heute so schwierig?

Die Wagen sollen Grossraum mit 2+2-Bestuhlung in der zweiten und 2+1 in der ersten Klasse haben. Der Vis-à-vis-Anteil der Sitze in der ersten Klasse 25-35% und in der zweiten Klasse 35-45%. Ein Kleinkindabteil kommt ebenfalls, auch ein Zugchefabteil und Veloplätze. Sitze in beiden Klassen verstellbar. Ausstattung aktueller DB-FV-Standard.


Wie ich es erwartet habe. Man will ja den ICE 4 nicht überflügeln. Man könnte sagen: Der übliche Murks, wenn auch besser als der IC 2.

Wie bedauerlich es auch ist, schon in der Presse wurde öffentlich bekanntgegeben dass die DB sich komplett von Abteilen verabschieden wird. Ggf. eine gewisse Chance für die Privaten, sich auf eben diesem Punkt auszuzeichnen, HKX macht das ja schon mit ihrer Werbung für die Bomz. Auch wenn die Bomz m.E. nicht gerade zu den komfortabelsten Abteilwagen gehören, die es in Deutschland gegeben hat - die Atmosphäre eines Abteils hat eben einen bestimmten Reiz.

Sammelantwort

Twindexx, St. Gallen (CH), Samstag, 14.11.2015, 20:38 (vor 3799 Tagen) @ 4652

Hoi,

Ist das Erhalten einer allgemeinen RIC-Zulassung heute so schwierig?

Gibts die RIC für Neufahrzeuge überhaupt noch? Dann erledigt sich das Thema eh. Aber unabhängig davon sind natürlich die Anforderungen mittlerweile extrem gestiegen, teilweise je nach Land noch unterschiedlich. Und dann kommt in den Steuerwagen und Loks noch die Zugsicherung der anderen Länder und allgemein die abweichenden Spannungen. Vielleicht hat man am Schluss einfach eine Flotte für DE und AT und eine einheitliche Auslandsflotte für NL und DK (statt DK und NL getrennt). Aber da muss man abwarten,
was die Hersteller offerieren werden und wer den Zuschlag erhält.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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RIC

4652, Montag, 16.11.2015, 19:32 (vor 3797 Tagen) @ Twindexx

Ist das Erhalten einer allgemeinen RIC-Zulassung heute so schwierig?


Gibts die RIC für Neufahrzeuge überhaupt noch?

Bei den relativ neuen PKP-Wagen der BA 159A steht "200 RIC" angeschrieben, ein solcher Wagen ist im EN Jan Kiepura auch mal nach Amsterdam gekommen. Von daher würde ich sagen, dass es die RIC weiterhin gibt.

Sammelantwort

numi, Samstag, 14.11.2015, 13:42 (vor 3799 Tagen) @ Twindexx

Einen Triebzug zu dispositionieren ist halt einfacher als Einzelwagen mit Lok. Wenn man aber auf die Vorteile eines Triebzugs nicht angewiesen ist (Längenausnutzung, Beschleunigung), sind lokbespannte Wagenzüge ab einer gewissen Gefässgrösse günstiger.

Was ändert denn die Länge daran? Einen Triebzug länger zu bauen kostet genau das selbe wie beim lokbespannten Zug. Nur wenn die Basis schon wirtschaftlicher ist, ändert sich das auch nicht durch die Verlängerung. Man muss ja nicht mit einem längeren Triebzug auch die Antriebsleistung erhöhen.

Was noch zusätzlich zu erwähnen ist:
- Angestrebt ist, einen Teil der Wagenkompositionen für vmax 230 km/h zuzulassen. In erster Linie sind damit die internationalen Linien fürs erste nach Dänemark und Niederlande gemeint. Die entsprechend zu beschaffenden neuen Mehrsystemloks sollen ebenfalls für vmax 230 km/h zuzulassen sein. Allerdings haben da die neuen TSI mal wieder für einen Querschläger gesorgt (mit für Loks typische Achslasten nur noch bis vmax 200 km/h). Darüber ist also zum jetzigen Zeitpunkt noch keine abschliessende Aussage möglich.

Aber warum dann nicht doch einfach ICx kaufen? Insbesondere auf den sowieso elektrischen Strecken erscheint das deutlich sinnvoller. Die Anforderungen entsprechen ja eigentlich genau dem ICx. Dieser kann 230 km/h, lässt sich auch als Mehrsystemvariante beschaffen (war ja bis 2013 auch so geplant) und wenn die neuen Züge auch keine Niederflureinstiege haben, ist da wohl echt kein Vorteil mehr übrig. Gleichzeitig hat der ICx aber seinen deutlich geringeren Energiebedarf durch das geringere Gewicht und die bessere Aerodynamik.

Die neue TSI wird man wohl einhalten müssen, mehr als 200 km/h ist mit Loks nicht mehr möglich. Das ist meiner Ansicht nach auch sehr sinnvoll, da die dynamischen Kräfte und damit der Streckenverschleiß bei diesen Geschwindigkeiten doch deutlich ansteigen.

- Eine Anforderung an die neuen Wagen stellen ICE-3-Begegnungen bei 300 km/h, ICE-1-Begegnungen bei 280 km/h und das Befahren sämtlicher NBS ausser der KRM dar.

Dann werden die Fahrzeuge wohl (p), das ist dann ja immerhin ein Fortschritt gegenüber den heutigen )p( Wagen, die in fast allen ICs verwendet werden.

Sammelantwort

Twindexx, St. Gallen (CH), Samstag, 14.11.2015, 20:26 (vor 3799 Tagen) @ numi

Hoi,

Was ändert denn die Länge daran? Einen Triebzug länger zu bauen kostet genau das selbe wie beim lokbespannten Zug. Nur wenn die Basis schon wirtschaftlicher ist, ändert sich das auch nicht durch die Verlängerung. Man muss ja nicht mit einem längeren Triebzug auch die Antriebsleistung erhöhen.

Doch, da unterscheiden sich Triebzüge von Wagenzügen. Niemand kommt auf die Idee, bei der Gefässgrösse eines GTW mit einer ganzen Lok dagegenzuhalten. Eine Lok gibts nur in ganz oder gar nicht, im Triebzug wird die Traktionseinheit einfach runterskaliert. Umgekehrt muss man bei längeren Triebzügen schon die Traktion hochskalieren, um die nötigen Werte bei Leistung und Zugkraft zu erreichen. Die vierachsige Lok hat ihre 300 kN Zugkraft, der Triebzug braucht für diese Zugkraft mehr Antriebseinheiten, da wegen geringerer Achslast geringere Adhäsion pro Achse. Und dann wird der Triebzug eben schnell mal teurer.

Aber warum dann nicht doch einfach ICx kaufen? Insbesondere auf den sowieso elektrischen Strecken erscheint das deutlich sinnvoller. Die Anforderungen entsprechen ja eigentlich genau dem ICx. Dieser kann 230 km/h, lässt sich auch als Mehrsystemvariante beschaffen (war ja bis 2013 auch so geplant) und wenn die neuen Züge auch keine Niederflureinstiege haben, ist da wohl echt kein Vorteil mehr übrig.

Ein siebenteiliger ICx kostet ungefähr 24 Mio €. Sieben Reisezugwagen plus Lok kosten etwa 18 Mio €. Noch Fragen?
Die DB hatte ja schon früher angekündigt, die Beschaffungsmenge ICx zu Gunsten der ICneu zu reduzieren.

Diese Mehrkosten rechnen sich erst dann, wenn man die Vorteile eines Triebzugs wirklich benötigt. Also über 200 oder 230 Km/h, maximale Längenausnutzung, hohe Beschleunigung. Mit einer Doppeltraktion siebenteiliger ICx könnte man höchstens die Längenausnutzung gewinnen, nur wo hat es dann regelmässig (!) soviele Fahrgäste, dass zwölf Wagen im ICneu-Wagenzug nicht mehr reichen? Da bietet mir der Wagenzug doch mehr Flexibiltät, wenn ich mal nur einen oder zwei Wagen mehr brauche, während beim ICx gleich ein ganzer zusätzlicher Triebzug her muss. Ein wahnsinniges Beschleunigungswunder sind die ICx dann auch wieder nicht, auch den Punkt können wir ihm also nicht geben. Und solange die vmax keinen Triebzug erforderlich macht, kommt der ICneu hier locker besser weg.

Gleichzeitig hat der ICx aber seinen deutlich geringeren Energiebedarf durch das geringere Gewicht und die bessere Aerodynamik.

Der ICx hat Stahlwagenkästen wie normale Reisezugwagen, er hat Antrieb und eben alles was ein Zug so braucht. Wieso meinst du, dass da der ICx gegen eine moderne Reiszeugwagenflotte in irgendeiner Form leichter sein könnte? Auch eine Reisezugwagenflotte kann energieeffizent sein!

Die neue TSI wird man wohl einhalten müssen, mehr als 200 km/h ist mit Loks nicht mehr möglich. Das ist meiner Ansicht nach auch sehr sinnvoll, da die dynamischen Kräfte und damit der Streckenverschleiß bei diesen Geschwindigkeiten doch deutlich ansteigen.

Nein, sinnvoll ist das nicht. Der Streckenverschleiss ist bei schwereren Fahrzeugen in Kurven natürlich höher als auf der Geraden. Aber wo man 230 km/h fahren kann, wird man entsprechend enge Kurven auch schwer finden.
Dann ist es so, dass ja nur die Lok mit ihren vier Achsen so schwer ist. Ist es nun besser, vier schwere Antriebsachsen und 28 leichte Wagenachsen zu haben oder zwölf mittelschwere Antriebsachsen mit 16 leichteren Achsen? Insgesamt ist beides etwa gleich schwer. Aus der Diskussion über verschleissabhängie Trassenpreise in der Schweiz wissen wir, dass S-Bahn-Triebzüge unter Umständen die Gleise mehr abnutzen als schwere Güterzüge. Viele mittelschwere Achsen, die hohe Traktionsenergie auf die Schienen übertragen können eben schon schädlicher sein, als vier schwere.

Es bleibt die Hoffnung, dass man da noch nachverhandeln kann bei denen, welche diese TSI verbrochen haben. 230 km/h war bisher eigentlich eine sinnvolle Grenze.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Sammelantwort

numi, Sonntag, 15.11.2015, 02:34 (vor 3798 Tagen) @ Twindexx

Doch, da unterscheiden sich Triebzüge von Wagenzügen. Niemand kommt auf die Idee, bei der Gefässgrösse eines GTW mit einer ganzen Lok dagegenzuhalten. Eine Lok gibts nur in ganz oder gar nicht, im Triebzug wird die Traktionseinheit einfach runterskaliert. Umgekehrt muss man bei längeren Triebzügen schon die Traktion hochskalieren, um die nötigen Werte bei Leistung und Zugkraft zu erreichen. Die vierachsige Lok hat ihre 300 kN Zugkraft, der Triebzug braucht für diese Zugkraft mehr Antriebseinheiten, da wegen geringerer Achslast geringere Adhäsion pro Achse. Und dann wird der Triebzug eben schnell mal teurer.

Das ist klar, ich hatte mich da auch nicht optimal ausgedrückt ;) Bis zu einem bestimmten Punkt hat der lokbespannte Zug den großen Nachteil, dass er eben mind. eine Lok braucht und diese nicht teilen kann. Es gibt dann natürlich einen Punkt, wo der lokbespannte Zug seine maximale Effektivität erreicht (eben da, wo genau die Leistung benötigt wird, die die Lok liefert). Dieser Punkt wird wohl insbesondere von IC 2 recht gut getroffen. Trotzdem scheint diese Beschaffung von Lok+Wagen auch bei diesem Optimalfall ein Sonderfall zu sein. Im Nahverkehr werden auch bei dieser Größe Triebzüge bestellt und so ziemlich bei allen ausländischen Bahnen auch. Dabei gewinnt man durch den Triebzug im Doppelstockbereich sogar kaum nutzbare Fahrzeuglänge, da der Antrieb doch sehr viele Sitzplätze kostet (nicht nur durch die Technikschränke sondern auch durch die geringere Fahrzeuglänge angetriebener Wagen um die Radsatzlasten gering zu halten). Nur wenn sich der Triebzug selbst da rentiert, wo der lokbespannte Zug am effektivsten ist, dann muss er sich auch bei allen Zuglängen darüber rentieren.

Ein siebenteiliger ICx kostet ungefähr 24 Mio €. Sieben Reisezugwagen plus Lok kosten etwa 18 Mio €. Noch Fragen?

Was macht den ICx denn so teuer? Wenn man sich den Unterschied zwischen Triebzug und lokbespanntem Zug anschaut, dann entsteht der Unterschied ja eigentlich nur beim Antrieb und bei den Wagenübergängen. Relevant ist hier wohl vor allem der Antrieb. Nur eigentlich spart man durch den Triebzug ja schonmal die ganze Lok ein. Also einen Wagenkasten und zwei Drehgestelle sowie häufig auch einen Führerstand. Dafür hat man dann den Verteilten Antrieb. Die angetriebenen Wagen müssen also etwas stabiler ausgeführt werden um die weitere Last aufzunehmen und der Antrieb wird über mehr Fahrzeuge verteilt. Anstelle von zwei angetriebenen DG hat man dann eben z.B. sechs (um beim ICx zu bleiben). Nur sollte das eigentlich nicht viele Mio Euro ausmachen.

Die DB hatte ja schon früher angekündigt, die Beschaffungsmenge ICx zu Gunsten der ICneu zu reduzieren.

Und insbesondere beim IC 2 macht das meiner Ansicht nach auch absolut Sinn, da sich eben auch die Anforderungen an den Zug deutlich unterscheiden. Auf Strecken, die keine hohe Höchstgeschwindigkeit verlangen und bei denen dank NV-Integration auch ein Tiefeinstieg geboten werden sollte, kann man natürlich sehr gut auf einen Zug auf Basis einer NV-Plattform setzten. Das ist zum einen deutlich preiswerter und zum anderen sogar besser wegen der Barrierefreiheit. Nur wenn jetzt Züge beschafft werden sollen, die von den Anforderungen eigentlich genau dem ICx entsprechen, stellt sich dann eben doch die Frage nach dem Sinn. Dann hätte man ja gleich anstelle des ICx auch Railjet kaufen können...

Der ICx hat Stahlwagenkästen wie normale Reisezugwagen, er hat Antrieb und eben alles was ein Zug so braucht. Wieso meinst du, dass da der ICx gegen eine moderne Reiszeugwagenflotte in irgendeiner Form leichter sein könnte? Auch eine Reisezugwagenflotte kann energieeffizent sein!

Weil er keine Lok mehr mitschleppen muss. Allerdings muss ich zugeben, dass der Unterschied nicht mehr sehr groß ist. Insbesondere, wenn man die Wagen eben auch nach aktuellem Stand der Technik baut (z.B. lassen sich ja alleine durch die innengelagerten DG etwa 3 t je Wagen sparen). Die Vorteile beim Luftwiderstand bleiben jedoch.

Dann ist es so, dass ja nur die Lok mit ihren vier Achsen so schwer ist. Ist es nun besser, vier schwere Antriebsachsen und 28 leichte Wagenachsen zu haben oder zwölf mittelschwere Antriebsachsen mit 16 leichteren Achsen? Insgesamt ist beides etwa gleich schwer. Aus der Diskussion über verschleissabhängie Trassenpreise in der Schweiz wissen wir, dass S-Bahn-Triebzüge unter Umständen die Gleise mehr abnutzen als schwere Güterzüge. Viele mittelschwere Achsen, die hohe Traktionsenergie auf die Schienen übertragen können eben schon schädlicher sein, als vier schwere.

Bei dem von dir beschriebenen Problem geht es um die hohe Reibwertausnutzung einiger Triebzüge. Dieses Thema ist im HGV, zumindest bei Triebzügen, jedoch nicht wirklich relevant (und auch im NV könnte man das Problem durch andere Zugkonstruktionen umgehen, was wir mit dem neuen Trassenpreissystem eventuell auch endlich mal sehen werden). In der Formel zum neuen Verschleißfaktor wäre das dieser Kostenkalibrierungsfaktor k3 "Kosten für Schienenschleifungen (36%; Radien > 1.200m)".

Mir ging es jedoch um die dynamischen Radkräfte, also die Faktoren k1 "Kosten für Gleisstopfungen" und k2 "Kosten für Schienenschleifungen (64%; Radien > 1.200m)" im Verschleißfaktor. Dort zählen natürlich die Radsatzlasten, aber insbesondere auch die ungefederten Massen (das ganze hat dann noch eine Abhängigkeit von der Geschwindigkeit). Hauptsächlich die großen Radsätze, die die Lok jedoch benötigt um die nötige Zugkraft traktionieren zu können, wirken sich hier sehr negativ aus. Dabei steigt der Verschleiß mit zunehmender Geschwindigkeit deutlich an. Die Schweizer rechnen hier teilweise mit der 3. Potenz, da machen sich die Unterschiede dann doch sehr stark bemerkbar.

Wenn man sich also wünscht, dass es möglichst wenig Bauarbeiten auf Schnellfahrstrecken gibt, dann ist man gleichzeitig auch dafür, dass lokbespannte Züge nicht mehr so schnell fahren dürfen.

Sammelantwort

Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 15.11.2015, 13:16 (vor 3798 Tagen) @ numi

Hoi,

Es gibt dann natürlich einen Punkt, wo der lokbespannte Zug seine maximale Effektivität erreicht (eben da, wo genau die Leistung benötigt wird, die die Lok liefert). Dieser Punkt wird wohl insbesondere von IC 2 recht gut getroffen.

Da gingen auch zehn Doppelstock-Wagen an die Lok. Dann leidet einfach die Beschleunigung etwas, aber das ist bei entsprechenden Fahrplänen auch kein Problem. An die 101 hängen sie ja auch mehr Wagen dran. Auch die neuen Loks sollen mindestens zwölf Wagen alleine ziehen können.

Trotzdem scheint diese Beschaffung von Lok+Wagen auch bei diesem Optimalfall ein Sonderfall zu sein. Im Nahverkehr werden auch bei dieser Größe Triebzüge bestellt und so ziemlich bei allen ausländischen Bahnen auch.
Nur wenn sich der Triebzug selbst da rentiert, wo der lokbespannte Zug am effektivsten ist, dann muss er sich auch bei allen Zuglängen darüber rentieren.

Du musst das unbedingt differenzierter Anschauen. Triebzug und lokbespannter Zug haben unterschiedliche Vorteile. Wenn man irgendwo auf die Vorteile des Triebzugs angewiesen ist, rentieren sich dann eben die Mehrkosten einfach von dem her.

Wie bereits gesagt, Triebzüge zu dispositionieren ist einfacher als einzelne Wagen und einzelne Loks. Das ist ein Faktor, den man aber lernen kann, zu beherrschen, wenn man die richtigen Leute an den richtigen Positionen hat (v.a. die frisch aus dem Boden gestampften Privatbahnen könnten da durchaus so ihre Probleme haben).

Was aber im Regionalverkehr dazu kommt, ist dass man in der Regel ein höheres Beschleunigungsvermögen aufbringen muss. Da hat der Triebzug dann natürlich die Nase vorne. Im Fernverkehr ist das nicht ganz so wichtig wenn du nicht gerade wie die SBB eine S-Bahn Schweiz betreibst.
Dann hätte man noch an kleineren Stationen auch noch begrenzte Perronlängen. Da kann ein Triebzug auch den Vorteil maximaler Längenausnutzung ausspielen. Aber auch das ist im Fernverkehr eher nicht so relevant.
Und ann haben Regionallinien auch noch oft den Fall, nur in den Spitzenzeiten eine rechte Auslastung zu haben. Die grösste Zeit unter Tags reichen dann Kapazitäten, bei denen ein lokbespannter Zug noch darüberliegt. Und für die HVZ fährt man dann den Triebzug einfach in Vielfachsteuerung statt dafür lokbespannte Züge vorzuhalten. Es gibt aber so meinte ich einen Fall bei Frankfurt, wo das tatsächlich so gemacht wird: Zur HVZ 245 mit Dosto und sonst kleinere Dieseltriebwagen. Was das jeweilige Rollmaterial dann aber macht, wenn es gerade keinen Einsatz hat, entzieht sich meiner Kenntnis (durch Rumstehen wird da Rollmateial ja nicht gratis).

Was macht den ICx denn so teuer?

Das ist bei allen Triebzügen so. Die Lok bekommt man für um die 4 Mio €, den einzelnen guten Wagen sehr grosszügig gerechnet für 2 Mio € (in Grossserie vielleicht auch schon bei 1.5 Mio €).
Ein Triebzug braucht viel mehr Antriebseinheiten, diese sind auch auch noch komplizierter verbaut (das merkt dann auch der Unterhalt). Dann die Leittechnik und die ganzen zusätzlichen Kabel plus die damit verbundenen Arbeitsstunden. Das macht eine Menge aus.

Bei dem von dir beschriebenen Problem geht es um die hohe Reibwertausnutzung einiger Triebzüge. Dieses Thema ist im HGV, zumindest bei Triebzügen, jedoch nicht wirklich relevant

Nein, das ist bei jedem modernen Schienfahrzueg relevant. Die haben alle eine Adhäsionsregelung, welche versucht, das Maximum auf die Schiene zu bringen. Ob Lok, FV-Triebzug oder RV-Triebzug spielt dabei keine Rolle.

Mir ging es jedoch um die dynamischen Radkräfte, also die Faktoren k1 "Kosten für Gleisstopfungen" und k2 "Kosten für Schienenschleifungen (64%; Radien > 1.200m)" im Verschleißfaktor. Dort zählen natürlich die Radsatzlasten, aber insbesondere auch die ungefederten Massen (das ganze hat dann noch eine Abhängigkeit von der Geschwindigkeit).

Deshalb haben Loks in diesem Geschwindigkeitsbereich auch abgefederte Antriebe, meist mit Hohlwellenlager. Noch besser geht auch mit integriertem Gesamtantrieb, wie 101 oder ICE 1. Dagegen haben Triebzüge aufgrund der kleineren und daher leichteren Antriebseinheiten, eben oft auch nur einen teilabgeferten Antrieb. Somit ist da dann bei Treibzügen der Antreib teilweise ebenfalls zu den unabgeferten Massen zu zählen, im Gegensatz zu Lokomotiven. Das gleicht es dann mindestens ein Stück weit wieder aus.

Die Schweizer rechnen hier teilweise mit der 3. Potenz, da machen sich die Unterschiede dann doch sehr stark bemerkbar.

Was wir in der Schweiz rechnen, ist noch gar nicht abschliessend geklärt. Aktuell laufen mit den verschiedensten Fahrzeugen Referenzmessfahrten. Das BAV wird bis Anfang 2016 ein unabhängiges Ingenieurbüro zertifiziert haben, welches dann im Laufe des nächsten Jahres die ganzen Berechnungen für jedes Fahrzeug genau machen wird. Und dann werden wir es wissen.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Sammelantwort

numi, Sonntag, 15.11.2015, 15:02 (vor 3798 Tagen) @ Twindexx

Da gingen auch zehn Doppelstock-Wagen an die Lok. Dann leidet einfach die Beschleunigung etwas, aber das ist bei entsprechenden Fahrplänen auch kein Problem. An die 101 hängen sie ja auch mehr Wagen dran. Auch die neuen Loks sollen mindestens zwölf Wagen alleine ziehen können.

Klar, man kann aber auch den Triebzug mit weniger Antriebsleistung ausstatten und verlängern. Das ist da nicht wirklich anders. Bei einem flexiblen Konzept wie dem ICx sind sogar recht schnelle Änderungen möglich.

Es gibt aber so meinte ich einen Fall bei Frankfurt, wo das tatsächlich so gemacht wird: Zur HVZ 245 mit Dosto und sonst kleinere Dieseltriebwagen. Was das jeweilige Rollmaterial dann aber macht, wenn es gerade keinen Einsatz hat, entzieht sich meiner Kenntnis (durch Rumstehen wird da Rollmateial ja nicht gratis).

Da meinst Du richtig. Die gesuchte Strecke ist die Niddertalbahn https://de.wikipedia.org/wiki/Niddertalbahn . Dort fahren meist Desiro (BR 642) und zur HVZ die 245+Dosto.

Bei dem von dir beschriebenen Problem geht es um die hohe Reibwertausnutzung einiger Triebzüge. Dieses Thema ist im HGV, zumindest bei Triebzügen, jedoch nicht wirklich relevant


Nein, das ist bei jedem modernen Schienfahrzueg relevant. Die haben alle eine Adhäsionsregelung, welche versucht, das Maximum auf die Schiene zu bringen. Ob Lok, FV-Triebzug oder RV-Triebzug spielt dabei keine Rolle.

Eben nicht! Bei einem Zug wie dem Flirt oder dem Kiss ist beim Beschleunigen die Adhäsion der limitierende Faktor. Der Antriebsstrang ist so ausgelegt, dass fast immer der maximal mögliche Reibwert auch genutzt werden kann. Das führt nun dazu, dass es schnell zu schleudernden Radsätzen kommt was dann zu Schäden an der Schienenoberfläche führt.

Beim FV Triebzug ist jedoch in der Regel der Antriebsstrang der limitierende Faktor. Es kommt durch die lange Übersetzung gar nicht soviel Zugkraft am Rad an, dass so stark beschleunigt werden könnte. Die Räder kommen also eben nicht ins schleudern, da der Antriebsstrang gar nicht soviel Kraft aufwenden kann.

Einmal zum Vergleich. Ein Flirt oder Kiss versucht mit zwei Drehgestellen ganze 200 kN zu traktionieren. Beim ICx (oder auch einem ICE 3) sind es nur etwa 75 kN. Dabei sind die Rahmenbedingungen sehr ähnlich (Radsatzlasten, Raddurchmesser,...).

Deshalb haben Loks in diesem Geschwindigkeitsbereich auch abgefederte Antriebe, meist mit Hohlwellenlager. Noch besser geht auch mit integriertem Gesamtantrieb, wie 101 oder ICE 1. Dagegen haben Triebzüge aufgrund der kleineren und daher leichteren Antriebseinheiten, eben oft auch nur einen teilabgeferten Antrieb. Somit ist da dann bei Treibzügen der Antreib teilweise ebenfalls zu den unabgeferten Massen zu zählen, im Gegensatz zu Lokomotiven. Das gleicht es dann mindestens ein Stück weit wieder aus.

Klar, es wird eben vor allem das gebaut was am wirtschaftlichsten ist. Insbesondere im Nahverkehr sind viele Triebzüge da auch nicht optimal. Daher gibt es ja solche Bestrebungen wie jetzt in der Schweiz, dies durch einen Verschleißfaktor zu verbessern.

Es ist jedoch so, dass die TSI auch für dynamische Kräfte einige Maximalwerte vorgibt. Das zwingt bei höheren Geschwindigkeiten natürlich die Hersteller dazu, auch bei Triebzügen auf sehr gute Werte zu kommen. Den Machern der TSI ist es ziemlich egal ob das was den Zug antreibt jetzt eine Lok ist oder nicht. Die Maximalwerte für die Belastung der Infrastruktur müssen aber eingehalten werden. Dies ist mit konventionellen Loks jedoch einfach nicht mehr möglich.

Das heißt nicht, dass es nicht auch bei Triebzügen noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Das ICx Trieb-DG verursacht auch größere Schäden als ein Velaro DG, da die Motoraufhängung beim Velaro eben doch noch etwas besser ist. Auch wäre natürlich eine bessere Gewichtsverteilung möglich, würde man auf das PowerCar Konzept verzichten und die längeren Wagenkästen sind auch nicht optimal. Es werden jedoch die Mindestanforderungen eingehalten und da es ohne Verschleißfaktor keinen Anreiz gibt besser zu sein, werden die Fahrzeuge eben so ausgelegt.

Was wir in der Schweiz rechnen, ist noch gar nicht abschliessend geklärt. Aktuell laufen mit den verschiedensten Fahrzeugen Referenzmessfahrten. Das BAV wird bis Anfang 2016 ein unabhängiges Ingenieurbüro zertifiziert haben, welches dann im Laufe des nächsten Jahres die ganzen Berechnungen für jedes Fahrzeug genau machen wird. Und dann werden wir es wissen.

Zumindest das was bisher publiziert wurde lässt jedoch diese Berücksichtigung der dynamischen Kräfte vermuten. Ich muss auch sagen, dass mir das sehr gut gefällt was ihr Schweizer da macht. Der Verschleißfaktor führt insgesamt zu einem wirtschaftlicheren Schienenverkehr, was in der Regel dann mehr Bahnverkehr als Konsequenz hat. Da könnten wir hier in Deutschland ruhig auch mal mitmachen...

Wozu noch ICx? Wozu überhaupt noch ICE?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Sonntag, 15.11.2015, 11:22 (vor 3798 Tagen) @ Twindexx

numi:

Aber warum dann nicht doch einfach ICx kaufen?

Die Frage ist eher: "warum dann doch ICx gekauft?".

Insbesondere auf den sowieso elektrischen Strecken erscheint das deutlich sinnvoller. Die Anforderungen entsprechen ja eigentlich genau dem ICx.

Aus der Sicht von DB Fernverkehr sehe ich nicht mehr, was der ICx für eine Mehrwert hat in Vergleich zum "IC 3".

IC 1 ist der klassische IC, so wie wir ihn heute kennen.
IC 2 ist der IC160 Dosto-IC.
IC 3 ist die in diesem Thema ausdiskutierte Neubeschaffung.
Der dänische FV-Dieseltriebwagen der zu EC-Ehren kommt, bezeichne ich als DSB-IC3.

Dieser (1) kann 230 km/h, (2) lässt sich auch als Mehrsystemvariante beschaffen (war ja bis 2013 auch so geplant) und (3) wenn die neuen Züge auch keine Niederflureinstiege haben, ist da wohl echt kein Vorteil mehr übrig.

Zu 1: das kann der IC 3 angeblich auch.

Zu 2: IC 3 lässt sich kostengünstiger als Mehrsystemvariante beschaffen.
Der 406 hat einige Sitzplätze weniger als der 403, gerade wegen der Mehrsystemkomponenten. Bei IC 3 sind die Sitzplatzzahlen gleich, weil die Unterschiede nur in der Lok sind. Man kann also von den Wagengarnituren grössere identische Stückzahlen bauen als in der Triebwagenvariante.

Zu 3: wenn zu einem bestimmten Aspekt A keinen Vorteil zu B bietet, dann B auch keinen Nachteil zu A.
Wenn IC 3 keine Niederflureinstiege hat und diese beim ICx offenbar nicht geplant waren, dann ist das Argument "Niederflureinstieg" wohl nicht so wichtig.

ES89:

Man will ja den ICE 4 nicht überflügeln. Man könnte sagen: Der übliche Murks, wenn auch besser als der IC 2.

Ich sehe den IC 3 eher als eine lokbespannte Alternative zum ICE 4.
Genauso wie bei uns der NS1600 + ICR-Wagen eine lokbespannte Alternative für die ICM-Triebwagen war. Suche die 10 Unterschiede...:)

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Twindexx:

Ein siebenteiliger ICx kostet ungefähr 24 Mio €. Sieben Reisezugwagen plus Lok kosten etwa 18 Mio €.
Diese Mehrkosten rechnen sich erst dann, wenn man die Vorteile eines Triebzugs wirklich benötigt. Also über 200 oder 230 Km/h, maximale Längenausnutzung, hohe Beschleunigung. Mit einer Doppeltraktion siebenteiliger ICx könnte man höchstens die Längenausnutzung gewinnen, nur wo hat es dann regelmässig (!) soviele Fahrgäste, dass zwölf Wagen im ICneu-Wagenzug nicht mehr reichen?

Hamburg-Köln am Freitagnachmittag?

Da bietet mir der Wagenzug doch mehr Flexibiltät, wenn ich mal nur einen oder zwei Wagen mehr brauche, während beim ICx gleich ein ganzer zusätzlicher Triebzug her muss.

Das hat auch damit zu tun, dass die Mindestlänge eines ICx schon 7 Wagen ist.
Bei uns verkehren die ICM-Triebwagen als Drei- oder Vierteiler. Ab 6 Wagen kann mal dann wagengenau alles bilden, und man bleibt auch während des Umlaufs flexibel.
Nun funktioniert das in Deutschland nicht wegen Sachen wie BordBistro, die in jeder Einheit vorhanden sein müssen.

(Oh Ironie: dafür erlaubt man es sich, dass in bestimmten IC-Wagenzügen mal einige Wagen fehlen oder sogar der Bistrowagen fehlt; aber immerhin besser als Totalausfall des Zuges)

Ein wahnsinniges Beschleunigungswunder sind die ICx dann auch wieder nicht, auch den Punkt können wir ihm also nicht geben. Und solange die vmax keinen Triebzug erforderlich macht, kommt der ICneu hier locker besser weg.

Der ICx hat Stahlwagenkästen wie normale Reisezugwagen, er hat Antrieb und eben alles was ein Zug so braucht. Wieso meinst du, dass da der ICx gegen eine moderne Reiszeugwagenflotte in irgendeiner Form leichter sein könnte? Auch eine Reisezugwagenflotte kann energieeffizent sein!

Dann stelle ich die Frage andersrum: war der ICx eine Fehlentscheidung und diese IC 3 Beschaffung eine Korrektur dieser Fehlentscheidung? Denn ich sehe nicht mehr, auf welcher Art und Weise der ICx eine Mehrwert zu einem IC 3 hat.

250 vs. 230 km/h macht nicht wirklich den Unterschied; zudem ist man bei 230 km/h in Vergleich zu 250 km/h (230/250)^2 = 15% energiesparender unterwegs.

Es bleibt die Hoffnung, dass man da noch nachverhandeln kann bei denen, welche diese TSI verbrochen haben. 230 km/h war bisher eigentlich eine sinnvolle Grenze.

Man kann sich sogar die Frage stellen, wozu Deutschland überhaupt einen ICE braucht, wenn 230 km/h allemal reichen. Mit einer Konfiguration Lok - 6 Wagen - Lok - 6 Wagen - Lok müsste man doch auf der Rennbahn K-F fahren können. Man hat ja erwartungsgemäss 19,2 MW (mehr als 2x ICE 3) für 12 statt 16 Wagen.
Klar, man kann keine 300 km/h fahren, aber was soll's? Aus Blickpunkt DB Fernverkehr ist Deutschland für echten HGV ja nicht so geeignet wie Frankreich, Spanien oder Italien. Die längste innerdeutsche Strecke, die ohne Halt gefahren wird, ist s.i.w. Hamburg-Berlin, eine 230 km/h Strecke.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Wozu noch ICx? Wozu überhaupt noch ICE?

Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 15.11.2015, 12:35 (vor 3798 Tagen) @ Oscar (NL)

Hoi,

IC 3 ist die in diesem Thema ausdiskutierte Neubeschaffung.

Nenn wir es doch einfach ICneu. Die IC2 oder DoIC lassen wir on den Bezeichnungen.

Hamburg-Köln am Freitagnachmittag?

Das wird ja eine ICE-Linie. Da kommen ICneu dann höchstens als Durchbindungen nach Westerland vor.

Dann stelle ich die Frage andersrum: war der ICx eine Fehlentscheidung und diese IC 3 Beschaffung eine Korrektur dieser Fehlentscheidung? Denn ich sehe nicht mehr, auf welcher Art und Weise der ICx eine Mehrwert zu einem IC 3 hat.

Für vmax 250 km/h ist die Beschaffung definitiv kein Fehlentscheid. Da gabs ja sogar die Bestelländerung, weil ein 249-km/h-Zug unter LZB nur 240 km/h fahren dürfte (unter ETCS 249 km/h). Und 240 km/h wären für die Fahrpläne zu langsam gewesen.

Wegen vmax 230 km/h gabs offenbar DB-intern tatsächlich eine Diskussion, die ICx-Siebenteiler ganz abzubestellen. Aber mehr als eine einzige Aussage habe ich darüber auch nie gehört. Da wird sehen müssen, wie sich das alles entwickelt.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Wozu noch ICx? Wozu überhaupt noch ICE?

SPFVG, Dienstag, 17.11.2015, 01:07 (vor 3797 Tagen) @ Oscar (NL)

Dann stelle ich die Frage andersrum: war der ICx eine Fehlentscheidung und diese IC 3 Beschaffung eine Korrektur dieser Fehlentscheidung? Denn ich sehe nicht mehr, auf welcher Art und Weise der ICx eine Mehrwert zu einem IC 3 hat.

Naja, Du zitiertest doch schon treffend vor einem Jahr einen DB-Vertreter:
Bei der Forschung nach einem Nachfolger der IC-Züge haben wir auch den railjet betrachtet. Wir waren zwar sehr über die Eigenschaften des railjet beeindruckt, aber bezüglich IC-Nachfolger erkannten wir uns nicht im railjet. Wir wünschen die ÖBB dennoch viel Erfolg mit dem railjet.

http://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&id=269039

Aus der Sicht schließe ich, dass der ICx einer der dicksten Managementfehler der DB in den letzten Jahren war. Der Railjet war den DB Chefs damals zu billig, man sah sich als Konkurrent zur Glitzerwelt der Flugzeuge. Dummerweise hat man jetzt festgestellt, dass es mehr der schnöde Bus und nicht der Flieger ist, mit dem man konkurriert.

Auch wenn ich kein Fernbusfan bin, bin ich der neuen Konkurrenz für diesen Richtungwechsel bei der Bahn dankbar. Erst der Fernbus hat die abgehobene Bahn wieder auf den Boden der Tatsachen befördert, so dass sie sich erstmals seit langem einmal wieder Gedanken über halbwegs bezahlbare Fahrpreise macht.

Vermutlich hätten IC230 für das Gros der Verbindungen gereicht. Für die Ausnahmefälle wo 230 nicht reichen, hätte man sich mit dem ggü. der ICx-Bestellung gesparten Geld, ein paar zusätzliche Velaros auf den Hof stellen können.

Aber hätte hätte Fahrradkette ... aus vorbei, die ICE4 kommen und bleiben der DB die nächsten Jahrzehnte am Hals. Es bleibt die Hoffnung, dass sie wenigstens fehlerfrei funktionieren werden.

Für die VDE8 sind ICE zwingend erforderlich.

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 17.11.2015, 02:48 (vor 3796 Tagen) @ SPFVG
bearbeitet von ICETreffErfurt, Dienstag, 17.11.2015, 02:49

Naja für die VDE8 hätte man durchaus schon 30 neue ICE3 benötigt, wenn man auf die ICE4 gänzlich verzichtet hätte. Ist halt die Frage, ob es unterm Strich preiswerter geworden wäre.

Ich kann mir in Anlehnung von Twindexx's Beitrag durchaus vorstellen, dass die DB eventuell auf die 7-teiligen ICx verzichtet und stattdessen ICneu / IC3 einsetzt. Mit den ICE-T hat man ja noch 230 km/h schnelle Bestandsfahrzeuge, welche bis ca. 2030 einsatzfähig sind.

Für die VDE8 sind ICE zwingend erforderlich.

SPFVG, Dienstag, 17.11.2015, 16:51 (vor 3796 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von SPFVG, Dienstag, 17.11.2015, 16:55

Naja für die VDE8 hätte man durchaus schon 30 neue ICE3 benötigt, wenn man auf die ICE4 gänzlich verzichtet hätte. Ist halt die Frage, ob es unterm Strich preiswerter geworden wäre.

Hmm wieso müssen Velaros auf die VDE8?
Druckgeschützt (p) müssen die ICneu200 laut Twindexx' Beschreibung sowieso sein. Und vom Tempo her ist die Kantzeit mit 69-74 Min ziemlich miserabel, da lag sowieso schon in der Luft dass die ICE4 vermutlich bummeln werden und die Fahrzeit auf ~85 Min aufgeblasen wird. 90 Min würde wieder besser zu einem ITF passen.

Es dürfte reichen Velaros nur für die Sprinter einzusetzen.

Für ~20 Velaros hätte das gesparte Geld wohl gereicht:

Twindexx schrieb ja:
18 Mio für den 7-teiligen IC200
24 Mio für den 7-teiligen ICx.

Bestellt sind in der erste Tranche:
45 7-Teiler
85 12-Teiler

D.h. bei 45 Stück 7-Teiler hätte man 270 Mio gespart.

Frage ist jetzt, ob man auch die 12-Teiler hätte umbestellen können. Anstatt denen 13 Railjetwagen und 2 Loks im Sandwichbetrieb, Vmax 230. Da wär es interessant auszurechen, wieviel die ~3 MW-Mehrleistung im oberen Geschwindigkeitsbereich und die 600 kN ggü. 450 kN im unteren, die 20 km/h VMax-Nachteil wettmachen könnten. Einsetzen würde man die Züge natürlich sowieso nur auf den Linien mit häufigeren Halten. Da könnte das dann schon ausreichend sein.

Der 13-Teiler kostete nach Twindexx' Angaben 13*2 Mio (Wagen)+ 2x4 Mio (Loks) = 34 Mio.

Für den Preis das 12-teiligen ICx gabs leider keine Infos, aber wenn man den Preis des 7-Teilers mit 12/7 hochrechnet, kommt man auf 41,1 Mio. Nachdem die Endwagen gleich bleiben, kann man guten Gewissens auf 40 Mio abrunden und sollte halbwegs hinkommen.

Bei 85 Stück ergäbe das dann einen Preisunterschied von 6*85 = 510 Mio.

Zusammen dann 780 Mio. Dafür gäbs dann immerhin 22 Velaros (~35 Mio pro Stück) zusätzlich. Zwar keine 30, aber die Teile wären mit MS-Ausrüstung und 300 km/h-Fähigkeit dafür auch wesentlich flexibler einsetzbar.

Ich kann mir in Anlehnung von Twindexx's Beitrag durchaus vorstellen, dass die DB eventuell auf die 7-teiligen ICx verzichtet und stattdessen ICneu / IC3 einsetzt. Mit den ICE-T hat man ja noch 230 km/h schnelle Bestandsfahrzeuge, welche bis ca. 2030 einsatzfähig sind.

Das Problem ist, dass die aktuellen Preise einen Aufschlag pro Zug für die Entwicklungskosten beinhalten. Dieser Aufschlag ist auf 220 Züge umgelegt. Falls die DB jetzt weniger als die 220 Züge bestellt, gibt es eine Klausel, dass die DB die fehlenden Entwicklungskosten dann extra nachzahlen muss. Eventuell flossen da schon Ausgleichszahlungen bei den 600 Mio für die Bestelländerung. Damals wurden ja schon 31 Züge weniger bestellt. Wenn die DB jetzt also noch weniger ICE4 bestellen würde, bliebe vom Ersparten vermutlich nicht mehr viel übrig. Das rentiert sich womöglich nur beim sehr billigen IC2, aber ein druckfester 200 km/h Zug ist schon wieder deutlich teurer.

Aufgrund dieser Entwicklungskostenklausel hätte ich eigentlich vermutet, dass die DB "Railjets" aus ICx-Wagen bestellen könnte. Es gibt schließlich Mittelwagentypen beider Klassen ohne Antrieb und Stromabnehmer und auch die Steuerwagen sind antriebslos. Wegen der Siebas Leittechnik wird man zwar auf Siemens Vectronfamilie festgelegt sein, aber es gäbe wohl Schlimmeres. So einfach scheint es dann aber doch nicht zu sein, wenn die DB nun doch Standard-IC-Wagen fordert.

Aber naja, die DB wird die Fälle sicher mit spitzem Bleistift durchgerechnet haben und wissen was sie macht.

Für die VDE8 sind ICE zwingend erforderlich.

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 17.11.2015, 19:26 (vor 3796 Tagen) @ SPFVG

200 km/h reichen nicht zum Halten des Fahrplans, da ja jede Stunde in Bamberg und alle zwei Stunden in Erlangen gehalten werden soll. Die Kantenzeit München-Nürnberg soll ja auch auf etwa 60 Minuten gedrückt werden, dafür sind 250 km/h schon notwendig.

Ein IC230 würde für die Taktzüge der VDE8 gerade so reichen, ein IC200 dagegen nicht.

Für die VDE8 sind ICE zwingend erforderlich.

SPFVG, Dienstag, 17.11.2015, 21:59 (vor 3796 Tagen) @ ICETreffErfurt

200 km/h reichen nicht zum Halten des Fahrplans, da ja jede Stunde in Bamberg und alle zwei Stunden in Erlangen gehalten werden soll. Die Kantenzeit München-Nürnberg soll ja auch auf etwa 60 Minuten gedrückt werden, dafür sind 250 km/h schon notwendig.

Ein IC230 würde für die Taktzüge der VDE8 gerade so reichen, ein IC200 dagegen nicht.

Ja klar sorry, hätte IC230 schreiben sollen, 230 müssten es natürlich schon sein.

Nebenbei noch zur Frage nach dem ICx-7-Teiler mit VMax 250:
Im offiziellen PDF gibts einen 7-Teiler mit 250, wäre also wohl kein Problem gewesen, abgesehen von der 250er-Extraausstattung. Die wäre zwar wieder teurer, aber unter Wartungsgesichtspunkten könnte man langfristig wieder etwas einsparen, denn so wie es jetzt ist, hat man 2 verschiedene Powercartypen die man unterscheiden muss.

ICx-Gewicht

SPFVG, Dienstag, 17.11.2015, 01:40 (vor 3796 Tagen) @ Twindexx

Der ICx hat Stahlwagenkästen wie normale Reisezugwagen, er hat Antrieb und eben alles was ein Zug so braucht. Wieso meinst du, dass da der ICx gegen eine moderne Reiszeugwagenflotte in irgendeiner Form leichter sein könnte? Auch eine Reisezugwagenflotte kann energieeffizent sein!

Da schlug mir schon vor 2 Jahren das ICx-PDF hier auf den Magen:

http://www.schienenfahrzeugtagung.at/download/PDF2013/06_Offer.pdf

Seite 8 Masse pro Sitzplatz. Spitzenwerte für den ICx, aber nur für die abbestellte Engversion mit 499 Sitzplätzen. Setzt man dagegen die im gleichen PDF auf Seite 15 genannten 456 Sitzplätze ein, kommt man schon nur noch auf 0,87t pro Sitzplatz und das trotz des ganzen Aufwands mit den innengelagerten Drehgestellen und den längeren Wagenkasten durch die man einen kompletten Standardwagen samt Drehgestellen einsparen kann.
Schon damals war klar, dass ein modernisierter IC-Zug z.B. mit Innenlager-Drehgestellen plus Standardlok nicht schlechter abscheiden dürfte.

Lange Wagen ein Fehler?

Alphorn (CH), Dienstag, 17.11.2015, 02:50 (vor 3796 Tagen) @ SPFVG

Setzt man dagegen die im gleichen PDF auf Seite 15 genannten 456 Sitzplätze ein, kommt man schon nur noch auf 0,87t pro Sitzplatz und das trotz des ganzen Aufwands mit den innengelagerten Drehgestellen und den längeren Wagenkasten durch die man einen kompletten Standardwagen samt Drehgestellen einsparen kann.

Es sind zwar weniger Wagen (und damit weniger teure Drehgestelle), aber die Wagen sind dadurch länger und müssen stabiler gebaut werden. Leichter sind EC 250 mit Jakobsdrehgestellen, am leichtesten die Talgos mit ihren superkurzen Wagen. Das wusste die DB natürlich schon vorher, ich wundere mich nur, dass die höheren Energiekosten den ICx nicht aus dem Rennen geworfen haben.

             t    m   t/m
ICx-7       397  200  1.99
TGV Duplex  380  200  1.90 (Doppelstock!)
Talgo AVRIL 316  202  1.56

Lange Wagen ein Fehler?

Holger2, Samstag, 30.07.2016, 13:42 (vor 3540 Tagen) @ Alphorn (CH)

             t    m   t/m
ICx-7       397  200  1.99
TGV Duplex  380  200  1.90 (Doppelstock!)
Talgo AVRIL 316  202  1.56

Jetzt ist das Gewicht natürlich nicht das alleinige Merkmal für einen wirtschaftlichen Zug. Talgo und TGV sind durch ihre Einzelradaufhängungen oder Jakobsdrehgestelle beispielsweise schwieriger zu warten.
Außerdem interessiert mich, ob in allen Fällen von den gleichen Vorraussetungen ausgegangen wurde, also ob Sitzplatzabstand und Anteil 1. Klasse bzw. Größe Bordbistro (da fällt bei DB einiges an nutzbarer Fläche weg) überall gleich sind. Aussagekräftiger ist m.E. die Fläche nutzbarer ebener Raum zur Gesamtmasse.

Holger

Lange Wagen ein Fehler?

SPFVG, Sonntag, 31.07.2016, 12:52 (vor 3539 Tagen) @ Holger2

             t    m   t/m
ICx-7       397  200  1.99
TGV Duplex  380  200  1.90 (Doppelstock!)
Talgo AVRIL 316  202  1.56


Jetzt ist das Gewicht natürlich nicht das alleinige Merkmal für einen wirtschaftlichen Zug. Talgo und TGV sind durch ihre Einzelradaufhängungen oder Jakobsdrehgestelle beispielsweise schwieriger zu warten.

Was ist denn dabei "schwieriger"? Gewartet wird in der Halle mit aufgeständerten Gleisen oder einer Grube. Dort prüft man dann die Drehgestelle. Je weniger, desto schneller. Schwierig ist nur das abkuppeln, aber wie oft macht man das bei nem Triebzug?

Im NV siegt man grundsätzlich nur mit Jakob DGs, Flirt, Talent2 und selbst Siemens ist mit dem Mireo-Design nun darauf aufgesprungen.

Außerdem interessiert mich, ob in allen Fällen von den gleichen Vorraussetungen ausgegangen wurde, also ob Sitzplatzabstand und Anteil 1. Klasse bzw. Größe Bordbistro (da fällt bei DB einiges an nutzbarer Fläche weg) überall gleich sind. Aussagekräftiger ist m.E. die Fläche nutzbarer ebener Raum zur Gesamtmasse.

Ja sicherlich ist das auch noch wichtig, aber zumindest beim Railjet ist bekannt, dass es dort auch ein Restaurant gibt.

Haben die TGV Duplex eigentlich ein Restaurant? Die wären in der Tabelle Spitzenreiter mit 0,71t pro Sitzplatz. Dieser Zugtyp wurde wohl "zufällig" vergessen.

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