Mit dem Nachtzug zur Ferrovia Circumetnea – 6/8 Fortsetzung (Reiseberichte)

TD, Samstag, 24.10.2015, 17:22 (vor 3851 Tagen) @ TD

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Schließlich machen wir uns auf den Rückweg zum Bahnhof, er wurde 1876 eröffnet. Unser nächstes Zwischenziel heißt Roccapalumba-Alia, auch dorthin verkehrt wieder ein ALn 668.

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Wir fahren nun zunächst zurück nach Caltanissetta Xirbi, dort wechseln wir die Fahrtrichtung und fahren dann durch das Hügelland Richtung Palermo.

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Durch den über 6 Kilometer langen Marianopoli-Tunnel unterqueren wir eine Hügelkette, dann müssen wir auf der eingleisigen Strecke einen Gegenzug abwarten.

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Hier im hügeligen, wasserarmen Landesinneren wird überwiegend Landwirtschaft betrieben. Entlang der Strecke werden die unterschiedlichsten Kulturen angebaut – nur ist das nicht unbedingt mein Spezialthema. Vielleicht könnt Ihr mir beim Beschriften der Bilder behilflich sein: Oliven und Trauben?

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Mandeln?

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Feigenkaktus?

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In Roccapalumba-Alia trifft die Strecke aus Caltanissetta Xirbi auf die Bahnstrecke Agrigent-Palermo, hier endet unsere Zugfahrt und wir müssen umsteigen. Für die Grobplanung der Tour hatte ich die DB-Fahrplanauskunft verwendet und war erschrocken über einen Aufenthalt von über einer Stunde an diesem Bahnhof, der laut Google Earth ziemlich im Nichts liegt. Bei der Fahrkartenbuchung über die Trenitalia-Seite stelle ich dann fest, dass bei der DB wohl die Mindestübergangszeit nicht angepasst ist und hier ein schlanker 8-Minuten-Übergang angeboten wird.

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Und so kommt auch wenig später unser Anschlusszug eingefahren, diesmal in Form eines Minuetto-Triebzugs.

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Die Strecke Agrigent-Palermo ist die älteste Bahnstrecke Siziliens, wir fahren nun weiter durch das Hügelland um etwa 350 Höhenmeter hinab ans Meer.

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Bei Fiumetorto ist dann die Küste erreicht, hier die trifft die Bahnlinie auf die Strecke Palermo-Messina.

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Die Strecke führt nun entlang der Küste nach Palermo, hier der Blick zum Capo Zafferano. Nach 15 Uhr treffen wir dann in Palermo ein, wo unsere im Vergleich zu den letzten Tagen doch recht kurze Bahnfahrt endet.

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Den Nachmittag und Abend verbringen wir nun in der Hauptstadt Siziliens und der fünftgrößten Stadt Italiens. Wenn Ihr möchtet nehme ich Euch noch auf einen kleinen Stadtrundgang mit, wir beginnen am Stadthafen La Cala.

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Das Teatro Massimo gilt als das größte Opernhaus Europas.

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Die zentrale gelegene Via Maqueda ist tagsüber für den Verkehr gesperrt, zu einer richtigen Fußgängerzone konnte man sich aber offenbar nicht durchringen, am Abend rollt auch hier wieder der für Fußgänger nicht ungefährliche sizilianische Straßenverkehr.

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Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Palermos gehört die Kathedrale Maria Santissima Assunta, deren Wurzeln in das Jahr 1185 reichen.

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Nur über eine Spitzbogenarkade mit der eigentlichen Kathedrale verbunden befindet sich vor der Westfassade ein weiterer Turm.

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Etwas Ruhe von der doch recht lauten Stadt findet man im Palmengarten Villa Bonanno, der 1905 angelegt wurde.

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An der Quatto Canti, einer belebten Kreuzung zweier Verkehrsachsen, steht an jeder der vier Ecken ein Palast mit barocker Fassade. Die vier Paläste wurden zwischen 1608 und 1620 errichtet, wobei jeder Palast zu einem anderen Stadtviertel gehört. Bei diesem Bild sieht man zudem, warum der Platz auch Teatro del Sole genannt wird, denn den ganzen Tag fällt das Sonnenlicht auf eine der Eckfassaden. Jede der Fassaden steht für eine Jahreszeit und einen Schutzheiligen. Mit der Orientierung in Palermo ist es so eine Sache, aber ich denke das Bild zeigt den Winter-Palast der heiligen Agatha.

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Die Fontana Pretoria vor dem Rathaus hat ganz ordentliche Ausmaße, der Brunnen hat einen Umfang von 133 Metern.

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Nach einer Pause drehen wir die ganze Runde noch einmal im Abendlicht, wir beginnen an der Küste des Tyrrhenischen Meers...

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...wieder vorbei an der Innenstadtbucht La Cala...

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...zum Teatro Massimo...

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...zur Kathedrale. Damit ist es jetzt aber wirklich genug und mit schmerzenden Füßen humpeln wir zum Hotel.

Am nächsten Reisetag treten wir die Rückreise in Richtung Bodensee an, aber dazu in den nächsten Tagen mehr im Teil 7.

Viele Grüße

Tobias

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