Führerstandtür & Türnotentriegelungen (Allgemeines Forum)

fabs, Braunschweig, Freitag, 18.09.2015, 13:05 (vor 3855 Tagen) @ Steffen

Moin!

Ich bezweifle aber, dass man die Scheibe zum Führerstand einschlagen kann. Die dürfte besonders stabil sein, um den TF vor Übergriffen zu schützen.

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So sieht eine Führerstandtür eines LINT nach einem Feuer im Zug aus. Das ist zwar ein bisschen was anderes, aber wenn man anmerkt, dass die Frontscheibe und die Seitenfenster - zumindest augenscheinlich - nahezu unbeschädigt waren, hat man eine Vorstellung davon, dass die Führerstandtür nicht besonders stabil oder gesichert ist.

Was mich an der Sache besonders beunruhigt ist die wirkungslose "Not"-Bremse. Hat der Zug denn eine Tür-Notentriegelung? Bekommt man so den Zug vielleicht zum Stehen?

Zumindest bei den VT/ET, die ich so fahren darf verursacht das Betätigen der Türnotentriegelung keine Bremsung. Das liegt daran, dass man verhindern will, dass Personen durch die Bremskräfte aus dem Zug fallen. Weiterhin arbeitet der Türmotor bis zum Stillstand gegen das öffnen der Tür per Hand. In einer Testfahrt haben wir mit vier kräftigen Personen die Tür gerade mal gut 20 cm weit auf bekommen. Ab dem Moment des Stillstands geht es dann locker mit einer Hand.
Wird die Notentriegelung während der Fahrt betätigt, kann lediglich keine Leistung mehr aufgeschaltet werden (so genannte Traktionssperre). Je nach Streckentopographie kann es durchaus sein, dass der Zug trotzdem noch schneller wird (Gefällestrecken). Wie es beim 425 aussieht, weiß ich aber nicht (keine Einweisung).

Grüße
fabs

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