Merci beaucoup. (Allgemeines Forum)

sfn17, Donnerstag, 25.06.2015, 20:07 (vor 3938 Tagen) @ br752

Du beschreibst sehr schön, wie wenig angloamerikanische "Lebensart" zu kontinentaleuropäischen Maßstäben passt.

Selbst die Frage der Menschenrechte wird unterschiedlich beantwortet. Die Menschenversuche, die in den USA selbst noch in den 1950ern gemacht wurden (an Gefangenen und an Soldaten), wären in Europa gar nicht mehr denkbar gewesen. Es nähme nicht wunder, wenn Tote planmäßig mit geldlichem Gegenwert vorgesehen werden - statt Geld dafür aufzuwenden, die Unfallgefahr zu minimieren und überhaupt Tote zu vermeiden.

Mal ganz runtergekocht: Eine bekannte, in deutschen Innenstadtlagen präsente Warenhauskette soll demnächst von einem kanadischen Investor übernommen werden. Ich glaube, dass es diese Kette deshalb nicht mehr lange geben wird.

Im angelsächsischen Denken ist es völlig normal, dass Firmen entstehen und wieder verrecken, es entstehen dann eben neue Firmen; entsprechend normal ist es, den Arbeitsplatz zu wechseln wie andere ihr Hemd. In Kontinentaleuropa denkt man da traditioneller. Meiner Meinung nach kommt bei beiden Mentalitäten aber nicht der gleiche allgemeine Wohlstand heraus; im angelsächsischen System sind die Einkommen noch deutlich mehr gespreizt als in Kontinentaleuropa, was ich persönlich nicht so dolle finde aus vielen Gründen.

Und - weil immer "amerikanische" Verhältnisse in Deutschland befürchtet werden: die kommen nicht. Wenn, dann steuern wir auf britische Verhältnisse zu, wo es schon fast ein Klassendenken gibt. Wer paarmal in UK war, weiß, was ich meine.


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