Von Dirndln, Linzer Torte und Moselwein Fortsetzung Teil 1 (Reiseberichte)

TD, Mittwoch, 10.06.2015, 17:36 (vor 4056 Tagen) @ TD

Tag 2: Linz – Mariazell - Kirchberg an der Pielach – St. Pölten – Linz

Heute steht nun die Fahrt mit der Mariazellerbahn auf dem Programm. Hierfür fahren wir zunächst mit einem IC von Linz nach St. Pölten. Ich kenne mich mit den ÖBB-Binnentarifen ja nicht so gut aus, erinnere mich aber an Werbung für die SparSchiene Österreich. Nur finde ich für die Strecke Linz – St. Pölten keinen solchen Sparpreis. Offenbar braucht man auch in Österreich etwas Kreativität, denn für Linz-Wien hingegen gibt es eine SparSchiene, die preiswerter ist als der Normalpreis Linz-St. Pölten.

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Zusammen mit uns steigt in Linz eine Dame mit Backwaren-Korb ein und verteilt gratis Gipfel an die Fahrgäste. Vielleicht eine Werbeaktion der AMA, der österreichischen Agrarmarketing-Gesellschaft, die auch den Werbenamen für den Zug stellt?

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Ok, dieses Bild von der Fahrt auf der Westbahn ist nicht unbedingt sehenswert, aber ich brauche das als Übergang bzw. Trennung, denn beim nächsten Bild sitzen wir schon im Panoramawagen der Mariazellerbahn.

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Die Mariazellerbahn ist eine gut 90 Kilometer lange Schmalspurbahn von St. Pölten nach Mariazell. Sie wurde in den letzten Jahren modernisiert, der Planverkehr wird mit neuen Elektrotriebwagen („Himmelstreppe“) abgewickelt, zudem werden im Ausflugsverkehr sowohl moderne Panoramawagen als auch die Nostalgiegarnitur „Ötscherbär“ eingesetzt. Wir haben unsere Tour so gelegt, dass wir alle drei Fahrzeugtypen antreffen, den Anfang machen die Panoramawagen.

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Die Erste-Klasse-Panoramawagen stammen von Stadler, sie sind seit Sommer 2014 an Wochenenden und Feiertagen auf der Strecke im Einsatz und werden von einem Himmelstreppe-Triebwagen gezogen. Mit den Holztischen machen die Wagen einen sehr hochwertigen Eindruck.

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Ich hatte mir eigentlich eingebildet zu wissen, was ein Dirndl ist. Bei diesem Getränk bekomme ich dann aber doch Zweifel. Aber bitte noch etwas Geduld, die Auflösung kommt im nächsten Teil des Reiseberichts. Es gibt ein Catering im Zug, die Getränke stehen auf den Tischen zur freien Bedienung, bezahlt wird dann einfach hinterher.

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Die Speisekarte mit regionalen Produkten gefällt mir sehr gut (wobei ein Mitforist hier sicherlich die Cola vermissen würde), die Jause kann man übrigens bei der Fahrkartenbuchung im Internet gleich mitbestellen. Ein Foto vom Verlängerten erspare ich Euch allerdings, denn ein viel zu großer zu einem Drittel mit Kaffee gefüllter Pappbecher passt so gar nicht zum edlen Ambiente und zur österreichischen Kaffeekultur.

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Ebenfalls erspare ich Euch Streckenbilder von der Bergfahrt, denn es regnet ununterbrochen. Bleibt uns nur auf besseres Wetter für die Rückfahrt zu hoffen.

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Und so sind wir beim nächsten Bild auch schon in Mariazell angekommen, hier die vier Himmelstreppe-Panoramawagen noch von außen.

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Der Endbahnhof Mariazell befindet sich ein Stück von der Ortsmitte des Wallfahrtsorts entfernt. Wir laufen nun entlang von Gleisen in Richtung Ortsmitte. Die Gleise und das Gleisdreieck gehören zur im Bau befindlichen Verlängerung der Museumstramway Mariazell–Erlaufsee. Der Museumstramway wollen wir uns später noch zuwenden, jetzt laufen wir erstmal zum Hauptplatz.

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Immerhin hat es aufgehört zu regnen als wir am Hauptplatz ankommen. Mariazell hat knapp 4.000 Einwohner und gilt als bedeutendster österreichischer Wallfahrtsort. Nicht nur für Pilger ist Mariazell interessant, sondern auch für Wanderer, Wintersportler und Bahnfreunde

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Das Ortsbild wird geprägt von der Basilika aus dem 14. Jahrhundert mit den drei Türmen an der Westfront. 2007 besuchte der damalige Papst Benedikt XVI. das Marienheiligtum.

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Wer noch ein Souvenir braucht, kauft entweder Mariazeller Lebkuchen-Spezialitäten oder findet rund um die Basilika eine große Auswahl an Devotionalien.

Wir wollen uns jetzt aber der Museumstramway zuwenden. Ich hatte vorab im Internet den Fahrplan recherchiert und den Plan gefasst, nach dem Besuch in Mariazell mit der Museumstramway an den Erlaufsee zu fahren. Das war allerdings die falsche Reihenfolge, denn wegen Bauarbeiten ist der Fahrplan heute ausgedünnt. Tja, da müssen wir „Erlaufsee“ wohl wörtlich nehmen.

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Die 2,3 Kilometer lange Strecke der Museumstramway wurde in den 1980er-Jahren neu gebaut, es handelt sich also nicht um eine historische oder reaktivierte Bahnstrecke. Unterwegs begegnet uns eine Diesellok, die vom Erlaufsee zurückkommt.

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Wir folgen nun mehr oder weniger den Gleisen in Richtung See.

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Schließlich ist die Wendeschleife an der Endstation erreicht und das Seeufer nicht mehr weit.

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Hier warten zwei einsame Wagen auf die Rückfahrt, für uns ist die Abfahrt um 15 Uhr allerdings zu spät. Aber egal, jetzt geht es erstmal an den See.

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Der fischreiche Bergsee liegt auf gut 800 Höhenmetern, umgeben von den niederösterreichischen Kalkalpen. Mitten durch den See verläuft die Grenze zweier Bundesländer, während wir in der Steiermark sind, gehört das gegenüberliegende Ufer zu Niederösterreich. Insofern ist es wohl recht knapp, dass der Erlaufsee den 1. Platz als schönster Ort der Steiermark belegen konnte.

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Mit diesem Bild verabschieden wir uns vom Erlaufsee und machen uns auf den Rückweg nach Mariazell. Von dort soll es dann mit dem Ötscherbär zurückgehen, aber dazu mehr im nächsten Teil.

Viele Grüße

Tobias

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[image] "Fensterplatz, bitte." - Meine Bahnreiseberichte.de.| instagram.com/fensterplatz.bitte/


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