Von Tendabahn und Pinienzapfenzug 3/8 Fortsetzung (Reiseberichte)
So langsam heißt es Abschied zu nehmen von Strand und Palmen - um auch noch den französischen Ast der Tendabahn befahren zu können, soll es nun wieder hinauf gehen in die Seealpen.
In die Schlange vor der Biglietteria müssen wir uns nicht einreihen, denn ich hatte vorab Online-Tickets gebucht. Unwissentlich und ungewollt habe ich dabei allerdings gegen den Tarif verstoßen. Unser heutiges Hotel liegt nämlich im französischen La Brigue. Da weder Trenitalia noch SNCF online ein Ticket von Ventimiglia nach La Brigue angeboten hatten, ich aus Bequemlichkeit aber die Tickets vorab kaufen wollte, hatte ich unbedarft ein Onlineticket der Trenitalia von Ventimiglia ins italienische Limone gebucht mit der Absicht, den restlichen Streckenanteil verfallen zu lassen. Wie ich nun hinterher beim Aufbereiten des Reiseberichts lese, kommt im Transit von Italien durch Frankreich nach Italien der günstigere italienische Tarif zur Anwendung, im grenzüberschreitenden Verkehr von Italien nach Frankreich jedoch der teurere internationale Tarif, so dass die kürzere Strecke zu den französischen Bahnhöfen teurer ist als die längere Strecke zu den italienischen Bahnhöfen. In der Praxis kann natürlich niemand kontrollieren, ob man zu früh aussteigt. Ich bitte die beteiligten Bahnen um Entschuldigung – und vielleicht macht dieser Reisebericht ja manch einem Leser Appetit, diese wunderbare Strecke ebenfalls mal zu bereisen, so dass diese Werbung als kleine Wiedergutmachung angerechnet werden kann.
Mit demselben Minuetto, der uns nach Ventimiglia gebracht hat, geht es nun erneut auf die Tendabahn. Auf den Displays wird während der Fahrt die Geschwindigkeit eingeblendet, mehr als 36 Stundenkilometer werden es auf der Gebirgsstrecke aber nicht werden.
Durch das Val Roia geht es nun wieder hinauf in die Berge. Bahnfreunde und Naturschützer vor Ort träumen davon, die Tendabahn touristisch aufzuwerten und aktiv zu vermarkten, denn mit einem Glacier- oder Bernina-Express könnte es die Streckenführung zwischen Küste und Seealpen durchaus aufnehmen, allerdings geht es derzeit wohl mehr darum, überhaupt denn Fortbestand zu sichern.
Wir sind die einzigen Fahrgäste, die den Zug am einsamen Haltepunkt von La Brigue verlassen. Üblicherweise bevorzuge ich größere Städte als Etappenziel und Übernachtungsort, dass es uns in ein Bergdorf mit 700 Einwohnern verschlägt, ist ehr selten. Für seine Größe ist der Ort aber gut ausgestattet mit mehreren kleinen Hotels, weshalb die Wahl auf La Brigue fiel.
Zum Abschluss unternehmen wir einen kleinen Abendspaziergang durch die engen Gassen von La Brigue, dann endet unser zweiter Reisetag.
Morgen geht es dann auf den französischen Streckenast der Tendabahn, aber dazu mehr in den nächsten Tagen im vierten Teil.
Viele Grüße
Tobias
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TD,
16.05.2015, 17:54
- Von Tendabahn und Pinienzapfenzug 3/8 Fortsetzung -
TD,
16.05.2015, 17:56
- Von Tendabahn und Pinienzapfenzug 3/8 Fortsetzung -
Turbonegro,
16.05.2015, 19:01
- Von Tendabahn und Pinienzapfenzug 3/8 Fortsetzung - TD, 18.05.2015, 18:56
- Einfach nur schön... - Blaschke, 16.05.2015, 19:09
- incredibile -
462 001,
16.05.2015, 21:51
- Ein "i" weniger und dann englisch: In der Tat "incredible" -
Blaschke,
17.05.2015, 15:54
- Keine Sorge - 462 001, 17.05.2015, 16:58
- Ein "i" weniger und dann englisch: In der Tat "incredible" - Ede, 18.05.2015, 21:27
- Ein "i" weniger und dann englisch: In der Tat "incredible" -
Blaschke,
17.05.2015, 15:54
- Von Tendabahn und Pinienzapfenzug 3/8 Fortsetzung -
Turbonegro,
16.05.2015, 19:01
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TD,
16.05.2015, 17:56