Mit der Jungfraubahn zum Top of Europe (2/2 m. 37 B.) (Reiseberichte)

TD, Mittwoch, 11.03.2015, 18:20 (vor 4145 Tagen)

Hallo zusammen,

willkommen zum Teil 2 unseres Ausflugs zur Jungfraubahn. Den ersten Teil haben wir mit der Bergfahrt bei der Tunnelstation Eigerwand beendet, genau hier machen wir jetzt weiter.

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Nach weiteren 1,4 Kilometern Tunnelstrecke ist die Station Eismeer erreicht.

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Wir sind mittlerweile auf 3.158 Metern über dem Meeresspiegel angelangt und auch hier gibt es einen imposanten Ausblick vom „View Point“ aus.

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Und wieder rein in den Zug, die letzten 3,6 Kilometer Tunnelstrecke liegen noch vor uns.

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Schließlich ist nach der Fahrt durch Eiger und Mönch die Endstation Jungfraujoch erreicht. Von der Plattform des Observatoriums auf der Felsenkuppe Sphinx auf 3.571 Metern über dem Meeresspiegel können wir nun die Aussicht über die Berner Alpen und zum Aletschgletscher genießen.

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Mit jährlich 700.000 Touristen gehört das Jungfraujoch zu den meistbesuchten Reisezielen in der Schweiz. Und den asiatischen Touristen scheint es tatsächlich zu gefallen, mit Rollbändern durch die „Alpine Sensation“ gefahren zu werden oder den Eispalast zu besuchen.

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Offenbar sprudeln die Fahrgeldeinnahmen, wenn man in 3.000 Metern Höhe „Erlebnisnischen“, ein „Panorama-Kinoerlebnis“ und einen „Erlebnisrundgang in sinnlichen Einzelbildern, in Licht und Musik“ in den Berg bauen kann.

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Die Station Jungfraujoch liegt ebenfalls komplett im Tunnel, mit 3.454 Metern über dem Meeresspiegel ist sie die höchste Eisenbahnstation Europas und wird als „Top of Europe“ vermarktet. Im Jahr 2012 feierte die Strecke ihr 100-jähriges Jubiläum.

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Wir beginnen nun die Rückfahrt, um fast 1.400 Höhenmeter geht es nun wieder hinab zur Kleinen Scheidegg, diesmal wird der lange Tunnel ohne Zwischenhalt durchfahren. Ich hatte angesichts der touristischen Ausrichtung eigentlich erwartet, dass es auf der Jungfraubahn ein Zugangssystem mit Bahnsteigsperren wie bei der Gornergratbahn geben würde, stattdessen sind hier noch echte Zugbegleiter unterwegs, die Fahrkarten kontrollieren und zudem auf der Talfahrt noch kleine Schokolädchen verteilen. Und so kommen wir doch noch in einen Schokoladengenuss, obwohl wir den „Lindt Swiss Chocolate Heaven“ auf dem Gipfel gemieden hatten.

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An der Station Eigergletscher hat die 40-minütige Fahrt durch den Tunnel ein Ende und es geht nun unter freiem Himmel weiter.

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Gesundheitlich wohlbehalten fahren wir nun wieder Richtung Kleine Scheidegg – und das war zu Zeiten der Planung der Bahn nicht selbstverständlich, gab es doch Zweifel, ob eine Bahnfahrt in derartige Höhen medizinisch unbedenklich sei. Die Konzession wurde erst erteilt, nachdem eine Expedition mit Versuchspersonen unbeschadet vom Plateau zurückkehrte.

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Noch eine Kurve, dann ist die Station Kleine Scheidegg erreicht. Die Passhöhe liegt zwischen Eiger und Lauberhorn, hier treffen wir wieder auf die Wengernalpbahn. Links geht es Richtung Lauterbrunnen, über diese Strecke sind wir am Vormittag angereist, nun fahren wir nach rechts Richtung Grindelwald.

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Zur Talfahrt steht ein Niederflur-Panorama-Gelenktriebwagen der Wengernalpbahn bereit. Zu meiner Freude gibt es neben dem Mittelteil mit Panorama-Verglasung in den Endwagen auch Fenster, die sich öffnen lassen.

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So schön die Fahrt durch den Schnee auch ist, Ausflüge im Winter haben eben den Nachteil, dass es doch recht früh dunkel wird und die Strecke schon im Schatten liegt. Auch diese Strecke ist schön, aber nicht so spektakulär wie die Strecke von Lauterbrunnen.

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Wir fahren nun hinab in den Talkessel von Grindelwald. Wer genau hinsieht, entdeckt in der Bildmitte ein paar Pixel, die einen Zug der BOB darstellen, der ebenfalls Richtung Grindelwald unterwegs ist und uns auf der Rückfahrt mitnehmen wird.

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Während wir bei der Hinfahrt über Lauterbrunnen der Weissen Lütschine gefolgt sind, queren wir nun vor dem Bahnhof Grindelwald Grund die Schwarze Lütschine.

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Grindelwald Grund ist ein Kopfbahnhof, hier gibt es nun einen Fahrtrichtungswechsel und auf der anderen Talseite geht es noch etwa einen Kilometer weiter bis zum Bahnhof Grindelwald, wo Anschluss zur Berner Oberland-Bahn besteht.

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Mit der BOB fahren wir jetzt durch das Lütschental. In Zweilütschinen, wo schwarze und weiße Lütschine zusammenfließen, erfolgt auch die Vereinigung mit dem Zugteil aus Lauterbrunnen.

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Über das Bödeli, eine Schwemmebene zwischen Thuner- und Brienzersee, fahren wir nach Interlaken. Die Fahrplanauskunft spukt für die Rückfahrt wieder den Weg über Olten wie bei der Hinfahrt aus. Es wird zwar schon bald dunkel, da ist die Strecke dann eigentlich egal, aber trotzdem entscheide ich mich zur Abwechslung für die Brünigstrecke.

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Mit einem „ADLER“ (Alpiner dynamischer leichter eleganter Reisezug) der Zentralbahn geht es weiter entlang des Brienzersees und dann über den Brünigpass.

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Allerdings wird es nun dunkel, so dass wir diesen Reisebericht mit einem Sonnenuntergang über dem Brienzersee beenden. Über Luzern und Zürich fahren wir im weiteren Verlauf wieder nach Hause.

Ich hoffe, dass Euch dieser kleine Reisebericht gefallen hat und bedanke mich für die Anmerkungen und Kommentare zum ersten Teil.


Viele Grüße

Tobias


PS: Meine früheren Reiseberichte gibt‘s unter www.bahnreiseberichte.de.

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[image] "Fensterplatz, bitte." - Meine Bahnreiseberichte.de.| instagram.com/fensterplatz.bitte/


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