Von TGV bis Inselbahn – Reisebericht 4/4 mit 24 B. (Reiseberichte)

TD, Mittwoch, 25.02.2015, 19:08 (vor 4158 Tagen)

Hallo zusammen,

willkommen zum vierten und letzten Teil unseres kleinen Reiseberichts. Der dritte Teil hat im Zug der Borkumer Kleinbahn geendet, genau an dieser Stelle machen wir jetzt weiter.

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Wir fahren gerade von der Reede nach Borkum-Stadt, vor uns ein Deichdurchlass. Nach einer Fahrzeit von einer guten Viertelstunde treffen wir im Stadtbahnhof ein.

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Borkum bietet dem Touristen alles, was er von einer Nordseeinsel erwartet: einen Strand mit Promenade, Musikpavillon und Strandkörben...

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...Meer...

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...und Dünen.

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Aber jetzt zurück zur Borkumer Kleinbahn. Abgesehen von Nostalgiezügen wird der Verkehr hauptsächlich mit Schöma-Dieselloks und Neubau-Wagen aus den Jahren 1993/94 abgewickelt. Der erste Wagen verfügt zudem über eine Rampe für Rollstühle.

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Vom Inselbahnhof mitten im belebten Zentrum geht es nun auf 900-mm-Schmalspurgleisen wieder über die Insel zum Fähranleger. Betrieben wird die Bahn von der Reederei AG Ems, die auch den Schiffsverkehr von und zur Insel betreibt. In der über 125-jährigen Geschichte der Bahn gab es auch Überlegungen, die Verbindung durch eine Magnetschwebebahn zu ersetzen, diese wurden aber nie umgesetzt.

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Der Fahrplan der Borkumer Kleinbahn orientiert sich an den Fahrzeiten der Fähren bzw. des Katamarans. Und so steigen wir nun direkt auf die Fähre um.

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Im Gegensatz zum Katamaran auf der Hinfahrt verfügt die Fähre über ein Sonnendeck. Allerdings ist es ohne Sonne dann doch recht frisch. Hier überholt uns gerade der schnellere Katamaran.

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Und hier sind wir schon wieder in Emden Außenhafen angelangt, wo gerade eine Regionalbahn einfährt, die uns zurück an den Hauptbahnhof von Emden bringt.

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Wir unternehmen nun noch einen kleinen Abendspaziergang durch Emden, hier der Ratsdelft mit den Museumsschiffen...

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...und die Neue Kirche in nächtlicher Beleuchtung, links davor ein restauriertes Brückenwärterhäuschen an der Klappbrücke am Roten Siel.


Tag 5: Emden – Konstanz

Zum Zeitpunkt der Reiseplanung musste ich noch davon ausgehen, dass mit dem Fahrplanwechsel neben dem IC „Schwarzwald“ auch der nur am Wochenende verkehrende IC „Bodensee“ auf der Schwarzwaldbahn eingestellt werden würde.

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Und so steht heute eine vermeintliche Abschiedsfahrt mit dem IC 2005 auf seinem kompletten Laufweg von Emden nach Konstanz auf dem Programm. Der Laufweg des Zugs wird unterwegs von den K-Städten geprägt, so lautet die Anzeige an den Bahnhöfen Köln-Koblenz-Karlsruhe-Konstanz.
Der Zugchef hat hörbar Spaß an den Ansagen und verbreitet gute Laune mit breitem rheinischem Zungenschlag. Er spricht sogar den Zielbahnhof „richtig“ aus, nämlich „Konschdanz“, nur bei Villingen müssen wir nochmals üben, denn Willingen liegt woanders.

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Wir beziehen nun ein Abteil und machen es uns für die lange Fahrt von 6:34 Uhr bis 16:50 Uhr quer durch Deutschland bequem. Allerdings weist uns der Zugbegleiter schon gleich bei der Fahrkartenkontrolle darauf hin, dass in Köln ein Parktausch stattfinden wird, da im Zug zwei Wagen fehlen. Hmm, gilt das dann trotzdem als Komplett-Bereisung des IC „Bodensee“?

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Da ist uns auf der Reise doch eher zufällig das Kunststück gelungen, nur Fernzüge mit Namen zu nutzen, vom IC „Ostfriesland“ über den IC „Borkum“ bis zum IC „Bodensee“.

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Das Wetter ist während der Fahrt auf der Emslandstrecke bescheiden und zwischen Münsterland und Ruhrgebiet regnet es. Als wir hier in Köln bei der Fahrt über die Hohenzollernbrücke das erste Mal den Rhein queren, wird das Wetter etwas freundlicher.

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In Köln wartet im gleichen Gleis bereits ein Ersatzzug in Form deklassierter Erste-Klasse-Wagen, wohl die Garnitur eine Einsatzreserve (ERes). Während sich die anderen Fahrgäste über den komfortablen Ersatzzug freuen dürfen, wurmt es mich, dass es nun keine Fenster zum Öffnen gibt. Und jetzt erweist sich, dass es doch nicht schlecht war, in Emden beim Bäcker eine Tagesverpflegung einzukaufen, denn ein Bordbistro gibt es mit dem Ersatzzug auch nicht mehr. Wir folgen dem Rhein flussaufwärts, allerdings verzichte ich wegen der getönten Scheiben und des mittelprächtigen Wetters auf weitere Bilder.
Abweichend vom Regelweg fahren wir heute ab Mainz nicht linksrheinisch über Worms, sondern über die Riedbahn.

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Während der Fahrt auf der Schwarzwaldbahn bessert sich das Wetter deutlich und ich kann aus dem letzten Wagen noch ein paar sonnige Impressionen einfangen. Wir haben unterwegs munter Verspätung gesammelt, mal wegen eines Güterzugs bei Oberhausen, dann wegen des Parktauschs in Köln, in Offenburg streikte die Lok und jetzt kommt auch noch eine verminderte Geschwindigkeit wegen einer Sturmwarnung für den Schwarzwald hinzu. Aber egal, wir brauchen um keinen Anschlusszug mehr zu bangen, da wollen wir uns die schöne Fahrt durch den Schwarzwald nicht vermiesen lassen. Bis Konstanz werden es schließlich 25 Minuten Verspätung sein.

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Insgesamt drei Mal quert der IC „Bodensee“ den Rhein, hier fahren wir gerade in Konstanz über die letzte Rheinbrücke.

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Mit Kilometer 413,8 trennen uns nur noch 500 Meter vom Endbahnhof in Konstanz. Auf dem letzten, eingleisigen Abschnitt fahren wir nun in den Bahnhof von Konstanz.

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Und hier, wo der IC „Bodensee“ nach 913 Kilometern am Endbahnhof Konstanz angelangt ist, endet auch unser kleiner Reisebericht. Ich hoffe, dass Euch die kleine Runde zwischen Schwarzwald und Nordsee gefallen hat und bedanke mich für die Kommentare zu den bisherigen Teilen.

Als nächstes gibt es wahrscheinlich ein paar Winterbilder von einem höchstgelegenen Bahnhof, ich muss nur noch entscheiden von welchem, ich habe da noch zwei Touren in Arbeit...

Viele Grüße

Tobias

PS: Meine früheren Reiseberichte gibt‘s unter www.bahnreiseberichte.de

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[image] "Fensterplatz, bitte." - Meine Bahnreiseberichte.de.| instagram.com/fensterplatz.bitte/


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