In den letzten Zügen (Teil 2, 33 Bilder) (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 11.12.2014, 17:31 (vor 4233 Tagen)
bearbeitet von Sören Heise, Donnerstag, 11.12.2014, 17:32

Moin,

im ersten Teil sind wir bis Kilometer 10,1 gekommen. Uns stehen also noch 11,3 Kilometer bevor, ehe die Fahrt am Nullpunkt in Merseburg endet. Unser Zug fährt gerade durch die östlichen Vorstädte von Bad Lauchstädt.


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31 Noch ein Bahnübergang. Und ein frisch sanierter Bahndamm.


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32 Die Strecke kreuzt die Bahnstrecke Halle - Erfurt, die ohne planmäßigen Verkehr ist. Wir sehen den Betriebsbahnhof Dörstewitz. Er liegt unmittelbar nördlich der Schafsädter Bahn.


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33 Es geht brückab.


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34 Oberbauwechsel und Bahnsteigrest.


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35 Das ist der Haltepunkt Milzau (km 8,1). Es sind sogar einige wenige Meter Bahnsteig gepflastert.


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36 Zwischen den Bäumen der Haltepunkt, das einstige Empfangsgebäude ist hinter den linken Bäumen versteckt. Kilometer 7,9.


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37 Kilometer 7,9.


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38 Kilometer 7,9. Huch?!?
Wir schauen uns das Kleingedruckte näher an. -700 steht als Ergänzung. Man baut die 1200 Meter Streckenverlängerung im Kilometer 7,9 ab, das Schild eben war 7,9 -900, davor -1100.


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39 Kilometer 7,9 -500.


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40 Kilometer 7,9 -300.


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41 Schwellenwechsel und Kilometer 7,9 -100.


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42 Das Schild 7,9 hingegen gibt es nicht. Wir haben uns kurz erholt und sehen nun den Bahnübergang am Westtor der Buna-Werke.


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43 Das Westtor. Die Strecke bildet nun den Rand des Werksgeländes.


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44 Das Einfahrsignal des Bahnhofs Buna-Werke.


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45 Kilometerstein 5,9. Hinten Ellok MEG 607 (143 310). Rechts von ihr die Strecke nach Angersdorf. Die Strecke nach Schafstädt schwenkt über der Tafel 6,0 nach links. Vor der Rohrbrücke Stellwerk B3, rechts ein Stellwerk des Werkbahnhofs.


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46 Kilometer 5,7. Links ein Bahnsteig.


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47 Er ist durchaus modern ausgestattet.


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48 Wir sind zum Halten gekommen.


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49 Der Stellwerker auf B3 hatte zu tun. Im Bahnhof gibt es auch das 1983 in Betrieb genommene Stellwerk B2.


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50 672 917 passiert. Hier findet im nachmittäglichen Stundentakt die Kreuzung der beiden eingesetzten Fahrzeuge statt.


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51 Wenig später setzen auch wir unsere Fahrt fort.


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52 Die Einfahrt in den Werkbahnhof, der parallel zum DB-Bahnhof liegt.


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53 Der Bahnsteig wurde vor einigen Jahren verlegt, heraus aus dem Gleisbereich.


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54 Im Hintergrund kurz vorm Bahnsteig das Einfahrsignal von Buna, das links zu sehende dürfte zur nächsten Betriebsstelle gehören, Elisabethhöhe.


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55 Dort fahren wir aufs nördliche Streckengleis.


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56 Das ist Gleis 1.


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57 Die Schranken bleiben verschlossen, Signal 9 gibt den Weg frei.


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58 Eine Gravita passiert mit einem Güterzug. Unser Bahnsteig war auch mal länger.


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59 Wir bleiben auf dem linken Gleis. Rechts die Häuser der Elisabethhöhe.


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60 Plötzlich geht es richtig schnell, der Zug legt sich in die Kurve.


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61 Zur Überquerung der Thüringer Bahn gewinnt das Gleis an Höhe.


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62 Anschließend queren wir sie erneut.


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63 Vorbei am alten Stellwerk mit seinem charakteristischen schief aufgesetzten Turm erreichen wir den Bahnhof Merseburg. Er wird mittlerweile ferngesteuert, Mp (am 21. September 1969 eingeweiht) steuert seit Ende November 2011 nur noch Elisabethhöhe.


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Wenig später bleiben wir am Bahnsteig stehen. Es bleibt die Erinnerung an eine Strecke, die bis auf einen zu langen Kilometer keinerlei Höhepunkt bietet. Ihre Stationen sind nicht wirklich attraktiv und liegen zumeist am Rand der Orte oder noch ein wenig weiter weg.


Viele Grüße
Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
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So hätte man die Strecke retten können...

Blaschke, Donnerstag, 11.12.2014, 20:10 (vor 4233 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Blaschke, Donnerstag, 11.12.2014, 20:14

... oder Blaschi spielt Wildsau in Milzau sozusagen.

Hallöchen allerseits!


Ich hätte auf der SFS/NBS aus dem "Betriebsbahnhof Dörstewitz" einen "richtigen" Bahnhof gemacht, also mit Verkehrshalt-Möglichkeit: Milzau Main Station unten. Den jetzigen Haltepunkt Milzau hätte ich etwas verlegt - quasi direkt auf die Brücke. Milzau Main Station oben. Als Turmbahnhofsstadtbewohner ist sowas natürlich mein Faible.

Und dann hätte der internationale IC-TGV Warschau - Berlin - Halle - Erfurt - Frankfurt - Paris auch in Milzau gehalten - mit direktem Anschluß zur GOETHESTADT Bad Lauchstädt; ja, die heißt amtlich wirklich so! Was die mit Goethe zu tun hat, muß ich gleich erstmal ergoogeln, immerhin gibt's da aber ein "Festival der Deutschen Sprache". http://de.wikipedia.org/wiki/Festspiel_der_Deutschen_Sprache . Kein Wunder, dass unsere Denglisch-Bahn damit nix zu tun haben will. Und dass auch diverse Forenfreunde hier ganz froh sind, dass ihnen zukünftig niemand eine BAHNreise dorthin ans Herz legt.


Nun, Milzau als DER Systemhalt in der Region hätten wir eisenbahntechnisch abgefrühstückt. Nur führt da ja auch noch des Deutschen geliebte Autobahn entlang. Zumindest eine davon. Nämlich die A 38. Hört sich öde an, "Südharzautobahn" klingt schon schöner und dass sie Teil der "Mitteldeutschen Schleife" ist ( http://de.wikipedia.org/wiki/Mitteldeutsche_Schleife ), befördert das Projekt hier gleich auf die internationale Ebene. Denn es wird natürlich dann auch noch eine Art P+R Parkplatz geben, so dass man die Autobahn verlassen kann, das Auto auch und in den Zug umsteigen kann. Wahlweise nach Schafstädt oder Saarbrücken. Nach Warschau (ohne Umstieg) oder Weißenfels (mit Umstieg). Und falls da oben rund um Sylt tatsächlich demnächst DB Autozug den Rück-Zug antreten darf, dann bietet sich hier vielleicht Ersatz: Erfindet man hier in 10 Jahren den Autozug neu und bietet Milzau - Monaco di Baviera (in tedesco: München) - Mailand an.

Ja, das sind wieder geniale Pläne, die der Umsetzung harren. Aber nein, in Deutschland ist man wieder kleinkariert, bloß kein Größenwahn (weswegen man Stuttgart zum Beispiel auch nach unten baut, damit es keiner sieht...) und so ist's Essig mit Goethe auf der Bahn in Bad Lauchstädt.

Außerdem wäre in Schafstädt sowieso nicht Schluß gewesen. Über Langeneichstädt (noch 'n Turmbahnhof!) gäbe es eine NBS nach Vitzenburg, dann geht es über Unstrutbahn nach Bretleben (ohne Kopfmachen in Reinsdorf - das Verbindungsgleis bauen wir eben wieder auf; und einen Bahnhof dran!), über die Kyffhäuserbahn (jetzt kommt sogar der Kaiser, der dort pennt, ins Spiel; heute drehen wir das ganz große Rad!) nach Sondershausen und dann über die neu zu bauende östliche Einführung auf die Halle-Kasseler-Bahn in Wolkramshausen weiter nach Eichenberg, wo man den Zug teilen kann Richtung Göttingen oder Kassel. Wäre im SFS-Störungsfall dann sogar eine ideale Umleitung. Die Terroristen stehen im Saubachtal, während der Zug nördlich der Hohen Schrecke langfährt. Tja, Schockschwerenot...

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32 Die Strecke kreuzt die Bahnstrecke Halle - Erfurt, die ohne planmäßigen Verkehr ist. Wir sehen den Betriebsbahnhof Dörstewitz. Er liegt unmittelbar nördlich der Schafsädter Bahn.

Immerhin eine GENIALE Straßen-Zuwegung. Da kommt direkt Formel 1-Feeling auf bei den ganzen "Kurven"... Da bemitleide ich schon jetzt den Patienten im Krankenwagen, der im Notfall dringend ins Hospital geschafft werden muß - hat sich nach der Achterbahnfahrt dann wahrscheinlich erledigt; auch 'ne Lösung zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen.

Schöne Grüße von

jörg

So hätte man die Strecke retten können...

safe go, Chemnitz, Donnerstag, 11.12.2014, 20:22 (vor 4233 Tagen) @ Blaschke

Du hast nicht genug Arbeit, wenn zwischen den Kurierdiensten noch Zeit bleibt, so etwas zu tippen. Dabei rechne ich schon damit, dass die zugrunde liegenden Überlegungen während der Arbeit stattfinden. ;-)

Die Brücke ist dann doch ideal für Fotografen - landläufig auch Fuzzies genannt. Der zufällig über Milzau Hbf (oben) verkehrende Sonderzug legt dann bestimmt auch einen Fotohalt für die Personen im Gleis ein.

In den letzten Zügen (Teil 2, 33 Bilder)

KR, Bärlin, Donnerstag, 11.12.2014, 20:26 (vor 4233 Tagen) @ Sören Heise

Danke für den Bericht.
Wollte das ja eigentlich auch noch mal bereisen.
Aber, aber, aber .... :(

Danke auch für den 2. Teil

462 001, Taunus, Donnerstag, 11.12.2014, 22:16 (vor 4233 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von 462 001, Donnerstag, 11.12.2014, 22:17

Danke, nochmals für das Portrait.
Jetzt ist ja nicht mehr lang bis zur letzten Fahrt:(

Gruß
ICE1223

Sammelantwort nach Betriebsschluß

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 14.12.2014, 15:24 (vor 4230 Tagen) @ Sören Heise

Moin und Danke fürs Kommentieren!


Jörg: Wäre Warschau - Paris nicht über Aachen schneller. Davon abgesehen verstehe ich nicht, warum man nicht von Schafstädt bis Querfurt weitergebaut hat.


Erik: Sieht man da vor lauter Masten denn die Züge auf dem Bild?


KR: Das geht mir bei anderen Strecken aber genau so. Kein Trost, ich weiß.


ICE1223-Limburg: Mittlerweile ist es vorbei, die MZ hat einen kurzen Bericht, garniert mit alten (Eisenbahn-)Fotos aus Schafstädt.


Viele Grüße
Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Sammelantwort nach Betriebsschluß

Silo, Bad Lauchstädt, Sonntag, 28.12.2014, 18:01 (vor 4216 Tagen) @ Sören Heise

Hallo Sören,

es gab in Schafstädt mal eine Verlängerung!
Im WK 2 wurde das Gleis in Richtung Feldflugplatz Altweidenbach für Munizüge verlängert.
Auf Googlesat Bilder erkennt man heute noch den Gleisbogen der die Querfurter Str. nach dem OA Schafstädt quert.

Im Bunawerk gab es zur Wende sehr lange Doppelstockzüge. Daher ist der links zu sehende Bahnsteig so lang. Nach der Wende wurde der überflüssig und nach Einstellung der Züge nach HA-Neu entfiel auch das Umsteigen in andere Richtungen. Den Werkshalt nutzen täglich zu meist Lehrlinge ohne Führerschein. Diese dürfen nun in Merseburg in die Tram steigen und haben eine erhebliche Verlängerung ihres Arbeitsweges+ Fussmarsch in MER und Schkopau. Der erste Bus fährt auch erst weit nach 06:00.

Vorm Bau der Bunawerke gab es in Bündorf einen Anschluss zum Kohlebergwerk. Heute geht die Ortsumgehung nach MER lang und die Reste der Grube sind noch zu sehen.

In Elisabethhöhe befand sich der Abzweig zum Flughafen MER. Heute ist da eine Str. Die Bahnbrücke in der offenen Kaserne steht noch. Die Russen sind von dort zum Flughafen Allstedt über Querfurt- Leimbach auch mit Panzerzügen gefahren und das obwohl es diese seit dem WK nicht mehr gab! Wer genaueres über die Zusammenstellung wissen möchte, einfach fragen. Fotos gibt es nicht, war zu gefährlich.

Werde in Erinnerung an diese Strecke mal einen Text mit Bildern einstellen. Baue gerade den Bhf. Bad Lauchstädt in TT nach.

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