Wieso auf AnsaldoBreda rumhacken? (Allgemeines Forum)

L.Willms, Freitag, 28.11.2014, 10:58 (vor 4147 Tagen) @ Steffen
bearbeitet von L.Willms, Freitag, 28.11.2014, 10:59

Mit so einer Übernahme fassen sie in Europa weiter Boden. Der Kaufpreis dürfte sehr niedrig sein und der Imageschaden überschaubar, wenn man "eigene" Produkte anbietet (so wie in England). Das Desaster waren ja hauptsächlich Eigenkonstruktionen,

Aber nur für solche ausländischen Auftraggeber, die vermutlich einfach nur sehr viel billiger einkaufen wollten, als ihre Nachbarn.

Beispiel Fyra250 -- warum haben die NS (Niederländische Staatsbahnen) nicht einfach weitere ICE-3 (BR 406) bestellt, um diese auf der HSL Zuid einzusetzen? Zu teuer? Oder TGVs von Alstom, die bereits für die angedachten Verkehre erprobt waren? Wer billig kauft, kauft viel...

Allerdings ist auch wie bei ICE-3 etc die Privatisierung und Deregulierung der Eisenbahnen in ganz Europa ein Faktor, wodurch die führende Rolle der eigentlichen Eisenbahngesellschaft in der Entwicklung von neuem Rollmaterial auf eine Industrie verschoben wurde, die darauf nicht vorbereitet war.

AnsaldoBreda blickt auf eine mehr als 150-jährige Geschichte im Bau von Eisenbahnfahrzeugen zurück, Fyra V250 und IC4 sind Ausreißer, für die man mal die Rolle der Besteller untersuchen sollte.

AnsaldoBreda liefert u.a. die automatische Metro für Kopenhagen und ein paar andere Städte.

Beste Übersicht findet sich natürlich in dem italienischen Wikipedia-Artikel


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