Trassenpreissystem 2017: DB Netz startet Marktkonsultation (Allgemeines Forum)

ICE-T-Fan, Mittwoch, 19.11.2014, 21:25 (vor 4156 Tagen)
bearbeitet von ICE-T-Fan, Mittwoch, 19.11.2014, 21:25

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Eine neue EU-Verordnung macht es erforderlich: Das Trassenpreissystem (TPS) der DB Netz AG muss angepasst werden und wird voraussichtlich Ende 2016 eingeführt. Im Vorfeld startet die DB Netz AG eine breite Marktkonsultation. Dr. Jörg Sandvoß, Vorstand Fahrplan und Vertrieb der DB Netz AG: „Aufgrund einer neuen Rechtslage müssen wir unser Trassenpreissystem weiterentwickeln. Kurz gesagt wird nicht mehr der Charakter der Strecke ausschlaggebend sein für den Preis, sondern die Art des Verkehrs – ob Güter- oder Personenverkehr. Damit die Umsetzung möglichst reibungslos gelingt, stimmen wir uns intensiv und frühzeitig mit dem Markt ab und sind bereits in intensiven Gesprächen mit der Bundesnetzagentur.“

Das EU-Recht sieht künftig vor, dass jeder Zug mindestens die von ihm verursachten Kosten decken muss. Hinzu kommen Kosten, die nicht unmittelbar einem Zug zugeordnet werden, etwa Investitionen in neue Brücken oder Instandhaltungsaufwendungen für Tunnel. Daher soll es nach EU-Recht Zuschläge nach Tragfähigkeit des Verkehrs geben. Die EU verspricht sich davon insgesamt mehr Verkehr auf die Schiene. So soll zum Beispiel verhindert werden, dass der wettbewerbsintensive Güterverkehr auf die Straße abwandert.

Auf Grundlage dieser Vorgaben hat Die DB Netz AG ein Grundkonzept für das TPS 2017 erarbeitet, das nun intensiv mit dem Markt diskutiert wird. Der Start war die zentrale Kundenveranstaltung im November 2014 in Kassel. Die Konsultation läuft bis März 2015 und beinhaltet eine Information über den Anlass der Weiterentwicklung, die neue Grundlogik sowie die einzelnen Entgeltkomponenten. Angesprochen werden alle Zugangsberechtigten. Die Konsultation bietet die Möglichkeit, durch Stellungnahmen aktiv an der Ausgestaltung mitzuwirken. Damit soll gewährleistet werden, dass das TPS den Bedürfnissen des Marktes bestmöglich gerecht wird. Im Anschluss wird das Feedback sorgfältig ausgewertet und geprüft, inwiefern Anpassungen an der Struktur des Preissystems möglich sind. Danach folgt der reguläre SNB Prozess, inklusive Stellungnahmeverfahren der Zugangsberechtigten.

In ersten Reaktionen begrüßten die Kunden sehr, dass die DB Netz AG den Markt so frühzeitig und transparent einbindet. Im Detail bestehen hingegen noch sehr viele Fragen, die viele Kunden in den kommenden Monaten ausführlich diskutieren und erörtern möchten.

Herausgeber: Deutsche Bahn AG
Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland
Verantwortlich für den Inhalt:
Leiter Kommunikation Oliver Schumacher


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