Vereimerung: Trotz +City die Fahrt im Bus bezahlen! (Allgemeines Forum)

br752, Montag, 08.09.2014, 17:52 (vor 4228 Tagen)
bearbeitet von br752, Montag, 08.09.2014, 17:53

Nabend zusammen,

wegen einer anderen Diskussion hier im Forum ist mir mein Aergernis wieder hochgekommen:

Trotz +City Funktion eines Onlinetickets muss ich den Citybereich bezahlen und das geht so:


------Bahnhof--------------------
         |
         |                   Ort X
         |
     A   |(Bushalt 1 in +City Zone)
         |
     B   |(Bushalt 2 in +City Zone)
         |
     C   |(Bushalt 3 in +City Zone)
         |
     --------- (Grenze/Ende des +City Bereiches)
         |
         |                   Ort Y
         |
     D   |(Bushalt 1 AUSSERHALB der +City Zone)
         |
     E   |(Bushalt 2 AUSSERHALB der +City Zone)
         |
     F   |(Bushalt 3 AUSSERHALB der +City Zone) - Ziel


A, B, C liegen in der +City Zone und in Tarifgebiet Ort X
D, E, F liegen im Tarifgebiet Ort Y

Preise fuer eine regulaere Busfahrt ohne +City oder sonstwas:
Eine Busfahrt innerhalb Ort X kostet 1,50 Euro
Eine Busfahrt innerhlab Ort Y kostet 1,50 Euro
Eine Busfahrt von Ort X nach Ort Y kostet 3,00 Euro

So was kostet nun eine Busfahrt vom Bahhof nach F mit einem DB Onlineticket mit +City?
Richtig! 3,00 Euro

Warum?
1. +City gilt nur im Ort X. In diesem Fall bis Haltestelle C: OK
2. Bei einer Busfahrt vom letzten Bushalt in Ort X nach (irgend-)einem Bushalt in Ort Y muss ein Ticket mit beiden Zonen geloest werden.

Soll heissen: Das +Cityticket gilt nur vom Bahnhof bis C und von dort Ort kostet eine regulaere Busfahrt bis F 3,00 Euro. Einen "Grenzhaltepunkt der in beiden Ort "gueltig" ist gibt es nicht. Da man aber am Bahnhof in den Bus steigt, muss man den vollen Betrag von 3,00 Euro bezahlen.

Das ganze habe ich schon mit dem Verkehrsverbund abgeklopft und die meinen das wirklich ernst. Die Busfahrer sind sogar darauf gedrillt das penibel einzuhalten. Als Alternative hat man mir angeboten von Bushalt C nach Bushalt D, sozusagen ueber die Grenze, zu laufen. Das geht natuerlich, sofern in 2 Stunden der naechste Bus kommt.

So meine Fragen:
Hat jemand eine Idee wie man das sinnvoll loesen kann?
Kennt jemand einen vergleichbaren Fall?


BR752

Hmm, Einführung von Grenztarifpunkten im ÖPNV?

Frankfurt (Main) Süd, Montag, 08.09.2014, 17:59 (vor 4228 Tagen) @ br752

- kein Text -

Vereimerung: Trotz +City die Fahrt im Bus bezahlen!

Sebi, Passau/Bochum, Montag, 08.09.2014, 18:02 (vor 4228 Tagen) @ br752

Hat jemand eine Idee wie man das sinnvoll loesen kann?
Kennt jemand einen vergleichbaren Fall?


BR752

Bei uns im VRR geht das insoweit, dass man beim Übergang in eine andere Stadt dann statt der Preisstufe B (5,30€) eine Kurzstrecke ab dem letzten Halt vor der Stadtgrenze und dann ein Ticket der Preisstufe A lösen kann (1,50€ + 2,50€ = 4€). Ist dann zumindest etwas günstiger. Allerdings muss man in dem Fall beide Tickets vorher unentwertet erwerben, das geht nur am Automaten oder im Kundencenter.

Außerdem gibt es im VRR (zumindest teilweise) auch eine Art "Grenzbereich", z. B. reicht in den an Herne angrenzenden Bochumer Stadtteilen auch ein Ticket der Preisstufe A für die Fahrt nach Herne. Ich weiß nicht, ob das für jede Stadt im VRR gilt, aber es ist mir an mehreren Stadtgrenzen bereits aufgefallen (Bochum - Hattingen; Düsseldorf - Duisburg etc.).

Vereimerung: Trotz +City die Fahrt im Bus bezahlen!

br752, Montag, 08.09.2014, 18:10 (vor 4228 Tagen) @ Sebi

Außerdem gibt es im VRR (zumindest teilweise) auch eine Art "Grenzbereich", z. B. reicht in den an Herne angrenzenden Bochumer Stadtteilen auch ein Ticket der Preisstufe A für die Fahrt nach Herne. Ich weiß nicht, ob das für jede Stadt im VRR gilt, aber es ist mir an mehreren Stadtgrenzen bereits aufgefallen (Bochum - Hattingen; Düsseldorf - Duisburg etc.).

Ja, das stimmt, aber nur fuer Bartickets (Einzel- oder Viererticket). Die Info haengt an den Abfahrtsplaenen mit aus. Diese Regelung gilt nicht fuer Monatskarten. Ein Monats-A-Ticket fuer Herne beginnt "hart" ander Grenze von Herne.

Das ist aber alles VRR Gedoens. Bei mir handelt es sich um den ZRL.


BR752

In Hannover besser geregelt...

DG, Montag, 08.09.2014, 18:26 (vor 4228 Tagen) @ br752

Magst Du verraten, um welche Stadt es sich handelt?
Ich habe zumindest für Hannover gelesen, dass man etwa die BC100, die ja als permanentes City-Ticket fungiert, per Zeitkarte für eine oder beide nicht im +City enthaltenen Zonen in eine Zeitkarte für mehrere Zonen 'verwandeln' kann. Ob das für Einzeltickets auch zutrifft, weiss ich nicht, würde aber davon ausgehen.

Bsp:
Hannover hat unterschiedliche Zonen für Einzel- bzw. Zeittickets, wobei die Zone 1 der Einzeltickets in 2 Zonen für Zeittickets unterteilt wird, die beiden Erweiterungen sind gleich.
Das +City gilt in den beiden inneren Zeitticket-Zonen bzw. eben der inneren Einzelticketzone.
Man kann sich dann die Erweiterung um 1-2 Zonen dazukaufen und zahlt den abgedeckten Bereich des +City nicht nocheinmal.

Visualisierung:
[image]
Quelle: GVH
Hier ist die innerste Zone vom +City abgedeckt (diese wird bei Zeit-Tickets nochmals in 2 Zonen unterteilt).
Quelle für die Erweiterbarkeit: Siehe hier

Vereimerung: Trotz +City die Fahrt im Bus bezahlen!

Berlin-Express, nähe BPHD, Montag, 08.09.2014, 19:03 (vor 4228 Tagen) @ br752

Mit Berlin und Potsdam gibt es ein ähnliches Problem.

Wenn ich ein Ticket Berlin AB habe und nach Potsdam C möchte (was bei mir ab und zu vorkommt) reicht es nicht ein Ticket Potsdam ABC zu lösen. Ich muss ein Anschlussfahrausweis lösen und dann noch ein Ticket für Potsdam BC. Manchmal wenn ich Zeit habe fahre ich dann über Steinstücken und laufe über die Grenze.

Vereimerung: Trotz +City die Fahrt im Bus bezahlen!

JanZ, HB, Montag, 08.09.2014, 19:24 (vor 4228 Tagen) @ Sebi

Kennt jemand einen vergleichbaren Fall?

Wenn ich zu meinen Eltern fahre, nutzt mir das City-Ticket ebenfalls exakt gar nichts: Es gilt nur für die Fahrt innerhalb Recklinghausens, eine Fahrt nach Marl ab der Stadtgrenze würde exakt das Gleiche kosten wie ein Fahrschein ab Recklinghausen Hbf. Und zwar unabhängig davon, ob man die Grenze des Citytickets an der Stadtgrenze oder an der letzten Haltestelle in RE ansetzt.

Bei uns im VRR geht das insoweit, dass man beim Übergang in eine andere Stadt dann statt der Preisstufe B (5,30€) eine Kurzstrecke ab dem letzten Halt vor der Stadtgrenze und dann ein Ticket der Preisstufe A lösen kann (1,50€ + 2,50€ = 4€). Ist dann zumindest etwas günstiger. Allerdings muss man in dem Fall beide Tickets vorher unentwertet erwerben, das geht nur am Automaten oder im Kundencenter.

Ich habe es nicht überprüft, aber ich bin relativ sicher, dass das gegen die BB verstößt. Und im Gegensatz zum Neuentwerten beim Umsteigen bekommt der Busfahrer solche Aktionen auch mit, insofern Vorsicht beim Ausprobieren.

Außerdem gibt es im VRR (zumindest teilweise) auch eine Art "Grenzbereich", z. B. reicht in den an Herne angrenzenden Bochumer Stadtteilen auch ein Ticket der Preisstufe A für die Fahrt nach Herne. Ich weiß nicht, ob das für jede Stadt im VRR gilt, aber es ist mir an mehreren Stadtgrenzen bereits aufgefallen (Bochum - Hattingen; Düsseldorf - Duisburg etc.).

Zwischen zwei benachbarten Waben unterschiedlicher Tarifgebiete gilt immer Preisstufe A, das ist auch der Grund für die eingangs erwähnte Situation zwischen RE und Marl. Es gibt allerdings Fälle, in denen die Regelung dadurch ausgehebelt wird, dass die Linie durch ein kleines Stück einer Wabe ohne Halt fährt, so z.B. der SB 25 zwischen Marl und Dorsten durch die Wabe 054. Dadurch gilt zwischen Marl Mitte und Dorsten Mitte nicht Preisstufe A.

Ticket gleich bis "F" buchen?

musicus, Montag, 08.09.2014, 19:50 (vor 4228 Tagen) @ br752

- kein Text -

VRR: Stückelung nicht erlaubt

Junior, Montag, 08.09.2014, 19:54 (vor 4228 Tagen) @ JanZ
bearbeitet von Junior, Montag, 08.09.2014, 19:55

Bei uns im VRR geht das insoweit, dass man beim Übergang in eine andere Stadt dann statt der Preisstufe B (5,30€) eine Kurzstrecke ab dem letzten Halt vor der Stadtgrenze und dann ein Ticket der Preisstufe A lösen kann (1,50€ + 2,50€ = 4€). Ist dann zumindest etwas günstiger. Allerdings muss man in dem Fall beide Tickets vorher unentwertet erwerben, das geht nur am Automaten oder im Kundencenter.


Ich habe es nicht überprüft, aber ich bin relativ sicher, dass das gegen die BB verstößt. Und im Gegensatz zum Neuentwerten beim Umsteigen bekommt der Busfahrer solche Aktionen auch mit, insofern Vorsicht beim Ausprobieren.

Das wollte ich auch gerade schreiben. Man darf im VRR nicht mehrere z.B. Einzeltickets aneinander stückeln!!

In München auch

M-PAS, München, Montag, 08.09.2014, 19:56 (vor 4228 Tagen) @ DG

In München kann man Anschlussfahrkarten zu dem bestehenden Ticket auch vor der Fahrt lösen.

Zitat:
Wenn Sie sich während der Fahrt spontan entscheiden, zu einem anderen Ziel zu fahren, das nicht im Geltungsbereich der vorhandenen Fahrkarte liegt, brauchen Sie ein Anschlussticket für die Weiterfahrt.

...... das Anschlussticket muss spätestens an der letzten Station des Geltungsbereichs des vorhandenen Fahrscheins – und kann, sofern bereits vorhanden, auch schon bei Fahrtantritt – entwertet werden.


Das gilt übrigens auch für Einzelfahrschein + Einzelfahrschein. Also auch für Kurzstrecken. Das wissen aber die wenigsten Kontrolleure ... ist aber so!

Sehe hier... MVV Anschlussticket

Manchmal ist es auch besser auf +City zu verzichten und gleich den DB Tarif über das eigentliche Fahrtziel hinauszubuchen.

Vereimerung: Trotz +City die Fahrt im Bus bezahlen!

JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 08.09.2014, 19:57 (vor 4228 Tagen) @ br752

Das ganze habe ich schon mit dem Verkehrsverbund abgeklopft und die meinen das wirklich ernst.

Das meint nicht der Verkehrsverbund ernst, sondern die Bahn. Das steht genau so in der Cityticket-Vereinbarung drin, dass zu Citytickets keine Anschlussfahrscheine ausgegeben werden.

--
Weg mit dem 4744!

Sehr oft ist der DB Tarif sowieso günstiger mit BC50

M-PAS, München, Montag, 08.09.2014, 20:18 (vor 4228 Tagen) @ musicus

Z.B. im MVV (Verbundtarif) vom Flughafen nach München kostet die benötigte 4-Zonenkarte einfach 10,30 oder 8 Streifen (10€) von einer 10er Streifenkarte zu 12,50€.

Buche ich eine DB Fahrkarte M-Flughafen nach Mering (erster Halt nach Pasing, vor Augsburg) mit nur NV kostet das 15,70€ und mit BC50 dann nur 7,85€

Zur Info ... für alle Centsparfuchse. Und BC-Punkte gibt's auch noch dazu.

Sei froh...

brueggi, Montag, 08.09.2014, 20:40 (vor 4228 Tagen) @ br752

...im HVV habe ich regelmäßig Busfahrer, die anscheinend noch nie ein Online-Ticket gesehen, geschweige denn etwas von +City gehört zu haben scheinen.

"Das ist von der Bahn, da haben wir nichts mit am Hut" ist eine beliebte Reaktion. Wie lange gibt's die City-Funktion inzwischen?

Standardantwort in diesem Fall

M-PAS, München, Montag, 08.09.2014, 20:57 (vor 4228 Tagen) @ brueggi

... ist doch kein Problem. Sie quittieren mir kurz auf dem Ticket .. "nicht gültig in diesem Bus", schreiben Ihre Dienstnummer dazu und ich löse jetzt bei Ihnen eine Fahrkarte. Damit ist doch dann allen geholfen.

Ich beschwere mich beim Bahn-Bonus-Service - bekomme viele Kulanz Punkte und das Fahrgeld nebst Kulanzgutschein erstattet und Sie fahren auf (die wohl notwendige) Schulung.

passt doch, oder? In 75% der Fälle raunt es nur ein .... "fahren Sie doch wohin Sie wollen, mir doch egal - wir müssen weiter, Fahrplan einhalten".

Habe diese Diskussionen sehr oft .. dann ist schnell Ruhe. Alternativ habe ich immer (bis zu 500 Punkte) und oder Board-Bistro Verzehrgutscheine erhalten und der Busfahrer, oder so ein Mitarbeiter DB - SICHERHEIT nen Einlauf, äähhh Schulung meinte ich.

Nur so mein Tipp.

VVO: Grenzbereiche und -tarifpunkte

Splittergattung, Montag, 08.09.2014, 22:05 (vor 4228 Tagen) @ Sebi

Außerdem gibt es im VRR (zumindest teilweise) auch eine Art "Grenzbereich", z. B. reicht in den an Herne angrenzenden Bochumer Stadtteilen auch ein Ticket der Preisstufe A für die Fahrt nach Herne. Ich weiß nicht, ob das für jede Stadt im VRR gilt, aber es ist mir an mehreren Stadtgrenzen bereits aufgefallen (Bochum - Hattingen; Düsseldorf - Duisburg etc.).

Der VVO kennt das auch: in manchen Stadtgrenzenbereichen überschneiden sich die Tarifzonen (vmtl. v.a. wenn es z.B. Einkaufsströme aus der Nachbargemeinde gibt), und ansonsten immer einen Grenzpunkt, also zumindest eine Haltestelle, die zu beiden Zonen gehört.

VRR: Stückelung nicht erlaubt

Sebi, Passau/Bochum, Montag, 08.09.2014, 22:19 (vor 4228 Tagen) @ Junior

Das wollte ich auch gerade schreiben. Man darf im VRR nicht mehrere z.B. Einzeltickets aneinander stückeln!!

Okay, das war mir nicht bewusst. Ein Busfahrer, den ich kenne, empfiehlt dies häufiger Fahrgästen, die an Stadtgrenzen einsteigen, insofern ging ich davon aus, es sei auch erlaubt!

VRR: Stückelung nicht erlaubt - in München schon!

M-PAS, München, Montag, 08.09.2014, 23:00 (vor 4228 Tagen) @ Sebi
bearbeitet von M-PAS, Montag, 08.09.2014, 23:00

In München schon ... (MVV)

siehe hier Stückeln MVV

VRR: Stückelung nicht erlaubt

Bahngenießer, Montag, 08.09.2014, 23:54 (vor 4228 Tagen) @ Sebi
bearbeitet von Bahngenießer, Montag, 08.09.2014, 23:55

Das wollte ich auch gerade schreiben. Man darf im VRR nicht mehrere z.B. Einzeltickets aneinander stückeln!!


Okay, das war mir nicht bewusst. Ein Busfahrer, den ich kenne, empfiehlt dies häufiger Fahrgästen, die an Stadtgrenzen einsteigen, insofern ging ich davon aus, es sei auch erlaubt!

Ich habe auch gehört, dass ein Stückeln mehrerer aneinander anschließender Fahrkarten im VRR und bei vielen anderen Tarifen nicht zuläasig ist:
Jedoch: Sobald man aber aus einem Fahrzeug aussteigt, kann man sofort mit einem anderen Fahrausweis wieder in dasselbe oder in ein anderes Fahrzeug einsteigen. Es kann dann eben als neue Fahrt gewertet werden!

Was ist aber, wenn man eine Haltestelle weiterfahren möchte, als das City-Ticket (DB) oder das NRW-Ticket es zulässt? Macht man dann etwa eine einzige Busfahrt, für die das City-Ticket (DB) oder das NRW-Ticket gänzlich ungültig ist? Oder kann man ruhigen Gewissens nur für die anschließende VRR-Fahrt eine VRR-Kurzstrecke nachlösen? Interessant, interessant!

Vereimerung: Trotz +City die Fahrt im Bus bezahlen!

olmo, HB, Dienstag, 09.09.2014, 01:19 (vor 4228 Tagen) @ br752

So meine Fragen:
Hat jemand eine Idee wie man das sinnvoll loesen kann?
Kennt jemand einen vergleichbaren Fall?

Berlin. Da gilt das City-Ticket nur für Zone A - Fahrscheine gibt es dagegen nur für zwei oder drei Zonen. Heißt, möchte man außerhalb der Innenstadt unterwegs sein bringt das City-Ticket gar nichts, da dann eh AB gekauft werden muss ...

Vereimerung: Trotz +City die Fahrt im Bus bezahlen!

br752, Dienstag, 09.09.2014, 01:31 (vor 4228 Tagen) @ olmo

So meine Fragen:
Hat jemand eine Idee wie man das sinnvoll loesen kann?
Kennt jemand einen vergleichbaren Fall?


Berlin. Da gilt das City-Ticket nur für Zone A - Fahrscheine gibt es dagegen nur für zwei oder drei Zonen. Heißt, möchte man außerhalb der Innenstadt unterwegs sein bringt das City-Ticket gar nichts, da dann eh AB gekauft werden muss ...

Ok, aber wir sind hier nicht in Berlin. ;-) In meinen Fall koennte man aber ein Ticket fuer die Zone "B" kaufen und das +City fuer fuer Zone "A" gelten.


BR752

VRR: Stückelung nicht erlaubt

Holger2, Dienstag, 09.09.2014, 03:29 (vor 4228 Tagen) @ Junior

Da gab es in München mal ein Gerichtsurteil, dass dem Fahrgast Stückeln ausdrücklich erlaubt hat.

VRR: Stückelung nicht erlaubt - und zwar das hier:

Holger2, Dienstag, 09.09.2014, 04:47 (vor 4228 Tagen) @ Holger2
bearbeitet von Holger2, Dienstag, 09.09.2014, 04:48

Gerichtsurteil - Stückeln von Fahrkarten

Das hat damals der Ismaninger Bürgermeister durchgesetzt. Die Regelung des VRR ist damit schwebend unwirksam.

VRR: Stückelung nicht erlaubt, außer… / veralteter Tarif

maxiboy, IBNR: 7006966, Dienstag, 09.09.2014, 08:36 (vor 4228 Tagen) @ Junior

Bei uns im VRR geht das insoweit, dass man beim Übergang in eine andere Stadt dann statt der Preisstufe B (5,30€) eine Kurzstrecke ab dem letzten Halt vor der Stadtgrenze und dann ein Ticket der Preisstufe A lösen kann (1,50€ + 2,50€ = 4€). Ist dann zumindest etwas günstiger. Allerdings muss man in dem Fall beide Tickets vorher unentwertet erwerben, das geht nur am Automaten oder im Kundencenter.


Ich habe es nicht überprüft, aber ich bin relativ sicher, dass das gegen die BB verstößt. Und im Gegensatz zum Neuentwerten beim Umsteigen bekommt der Busfahrer solche Aktionen auch mit, insofern Vorsicht beim Ausprobieren.


Das wollte ich auch gerade schreiben. Man darf im VRR nicht mehrere z.B. Einzeltickets aneinander stückeln!!

Stimmt es, dass auch zweimal B billiger ist als C? Irgendwie so etwas hatte ich in Erinnerung.

Wohl aber ist die Stückelung einer (Zeit-)Karte, die nur bis Venlo(Gr) gilt, und das Entwerten einer VRR-Einzelfahrt A als Ersatz für Venlo(Gr)->Venlo schon ab dem Startpunkt der Fahrt erlaubt (auch wenn man den RE13 schon z.B. in Mönchengladbach besteigt), da im VRR keine Zone-zu-Zone-Buchung möglich ist. Steht so auch in den Vertriebsinformationen.

Der A-B-C-D-E-Tarif ist einfach hoffnungslos veraltet. Ein viel zu grober Tarif für eine mittelgroße westdeutsche Stadt und ihr provinzielles Umfeld ist das, kein Tarif für Metropolregionen wie etwa im MDV oder VBB, wo man Zone-zu-Zone-Buchung hat und die Preisstufen größtenteils vor dem Nutzer verstecken kann. Zum Glück arbeitet man beim VRR bereits an einer Tarifstrukturreform.

Aber auch die anderen alteingesessenen westdeutschen Verbünde kranken daran. Ja, wenn man billig von Düsseldorf nach Köln will mit dem VRS, nehme man ein Handy-Tagesticket mit Zentralgebiet Leverkusen. Geht's noch?

Danke für den Tipp, genial!

GUM, Dienstag, 09.09.2014, 09:45 (vor 4228 Tagen) @ M-PAS
bearbeitet von GUM, Dienstag, 09.09.2014, 09:46

Sieht gut aus. Dann muss man bei einer Verlängerung an der Endstelle/Grenzbahnhof seines Zeitkartenringes nicht mehr rausspringen und entwerten.

Sondern kann ganz komfortabel durchfahren.

Danke dafür!

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Sprichwort: Einem geschenkten Gaul......

GUM, Dienstag, 09.09.2014, 09:48 (vor 4228 Tagen) @ br752
bearbeitet von GUM, Dienstag, 09.09.2014, 09:49

Bei der Einführung der zusätzlichen, kostenfreien +City Funktion wurden die entsprechenden Fernverkehrstarife nicht mit angehoben. In 99+ % der Fälle also eine kostenlose Zugabe für fast alle BahnCard-Nutzer.

Damit reagierten die ÖPNV-Betriebe auf die Propaganda der Automobilindustrie, dass es einem fahrgast von München nach Hamburg zu schwer wäre, zwei unterschiedliche Tickets zu kaufen. Er aber bei Nutzung des PKW sechs bis sieben Stunden rudern und tanken gehen muss. Es wurde also ein subjektiv propagierter Komfortnachteil durch einen eleganten Schwenk des Mobilitätsdienstleisters Nr. 1 ausgeglichen.

Dass diese Regelung nicht in allen Fällen anwendbar ist, verschlechtert das City-Ticket in keinem Fall.

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Giovanni, Dienstag, 09.09.2014, 09:51 (vor 4228 Tagen) @ br752

So meine Fragen:
Hat jemand eine Idee wie man das sinnvoll loesen kann?
Kennt jemand einen vergleichbaren Fall?


Berlin. Da gilt das City-Ticket nur für Zone A - Fahrscheine gibt es dagegen nur für zwei oder drei Zonen. Heißt, möchte man außerhalb der Innenstadt unterwegs sein bringt das City-Ticket gar nichts, da dann eh AB gekauft werden muss ...


Ok, aber wir sind hier nicht in Berlin. ;-) In meinen Fall koennte man aber ein Ticket fuer die Zone "B" kaufen und das +City fuer fuer Zone "A" gelten.

Für eine Fahrt in den C-Bereich braucht es aber in den meisten Fällen* nur noch BC statt ABC.

*:Niederbarnimer Eisenbahn / RB27 und bis Oktober 2011 auch BEX / SXF1 könnenn nicht mit Cityticket + BC-Fahrschein benutzt werden, da keine Anerkennung des Citytickets erfolgt

In Potsdam ist die Nutzung eines Anschlusstickets C in Kombination mit dem Cityticket ausdrücklich zulässig (ob hier alle VBB-Busunternehmen das Cityticket anerkennen habe ich jedoch nicht überprüft).

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Einem bezahlten Gaul......

Henrik, Dienstag, 09.09.2014, 11:52 (vor 4227 Tagen) @ GUM

Bei der Einführung der zusätzlichen, kostenfreien +City Funktion wurden die entsprechenden Fernverkehrstarife nicht mit angehoben. In 99+ % der Fälle also eine kostenlose Zugabe für fast alle BahnCard-Nutzer.

Ende 2003 bei 44 Städten,
heute sind es über 120 Städte und im Laufe der Jahre gingen Preissteigerungen auch mit der Angebotsausweitung einher.
Mit Einführung der +City-Funktion auch am Startort wurden die BahnCard-Preise deswegen um 1 bzw. 2 Euro erhöht.
Die BahnCard100 wurde mit Umwandlung zur Mobilitätskarte um 250 Euro teurer.

Das "in 99+ % der Fälle" passt also nicht wirklich..

Damit reagierten die ÖPNV-Betriebe auf die Propaganda der Automobilindustrie, dass es einem fahrgast von München nach Hamburg zu schwer wäre, zwei unterschiedliche Tickets zu kaufen. Er aber bei Nutzung des PKW sechs bis sieben Stunden rudern und tanken gehen muss. Es wurde also ein subjektiv propagierter Komfortnachteil durch einen eleganten Schwenk des Mobilitätsdienstleisters Nr. 1 ausgeglichen.

In der Forschung zur Entwicklung der durchgehenden Reisekette vor 15 Jahren spielte irgendeine Propaganda gar keine Rolle. Der Nachteil von 3 verschiedenen Tickets auf dem Reiseweg war ganz offensichtlich vorhanden und somit eine weitere Barriere.

Das City-Ticket ist gemeinsam entwickelt worden vom VDV und der Deutschen Bahn.

Richtig. City+ ist nicht "kostenlos".

sfn17, Dienstag, 09.09.2014, 12:57 (vor 4227 Tagen) @ Henrik

Um es einmal klar zu sagen:

Das City+ ist keineswegs "kostenlos", sondern die DB Bahn bezahlt den örtlichen Stadtverkehren dafür einen Ausgleich.

Klar, es haben beide was davon: der Stadtverkehr bekommt regelmäßig eine relativ feste Summe, die DB Bahn wertet die Fahrkarten auf.

Ich finde das ja supergut, nur sollte man nicht so tun, als ob man als Fahrgast nicht schon zu einem gewissen Teil dafür bezahlt hätte. Für mein Reiseverhalten habe ich die im vorigen Beitrag genannten Preisaufschläge durch die "freien" City+-Fahrten jedenfalls regelmäßig nicht reingeholt.

Bleibt aber für den Fahrgast kostenlos!

GUM, Dienstag, 09.09.2014, 13:22 (vor 4227 Tagen) @ sfn17
bearbeitet von GUM, Dienstag, 09.09.2014, 13:25

Da die zugrundeliegenden Fahrkarten über 100 Kilometer am Inbetriebnahmetag nicht erhöht wurden. Deshalb ist es eine enorme Serviceverbesserung.

Und ja: Damit soll die Zugangshemmschwelle zum öffentlichen Nahverkehr noch einmal gesenkt werden.

Der Grund dafür sind Verzögerungen in der Informationsaufnahme bei den Kunden. Sie informieren sich über jede N-Zoll Aluminiumfelge eines Autos und in welchen Motorkombinationen dieses den Bruttogewinn des Autoherstellers befeuernde Teil angeboten wird, können aber eine Zone=Farbe im MVV nicht von einer Kurzstrecke unterscheiden.

Im Klartext: Zahlen jede Menge Geld für ein Design-Teil während sie sich für umweltbewusste Fortbewegung gar nicht interessieren.

Die Auto B''D-Zeitung erreicht hohe Auflagenzahlen, gegen die Bahn hetzt die Presse uneingeschränkt. Schon seltsam, oder?

--
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Bleibt aber für den Fahrgast alles anders!

Henrik, Mittwoch, 10.09.2014, 00:49 (vor 4227 Tagen) @ GUM

Ich finde das ja supergut, nur sollte man nicht so tun, als ob man als Fahrgast nicht schon zu einem gewissen Teil dafür bezahlt hätte. Für mein Reiseverhalten habe ich die im vorigen Beitrag genannten Preisaufschläge durch die "freien" City+-Fahrten jedenfalls regelmäßig nicht reingeholt.

oh.
keine einzige Stadtverkehrsfahrt unternommen im Vor bzw. Nachlauf?

Da die zugrundeliegenden Fahrkarten über 100 Kilometer am Inbetriebnahmetag nicht erhöht wurden. Deshalb ist es eine enorme Serviceverbesserung.

das eine hat mit dem anderen ja nichts zu tun.
Eine enorme Serviceverbesserung ist es zweifelsohne, daher zurecht den Innovationspreis, Sept 2005 im Rahmen des 10. IIR ÖPV-Kongresses CiTOP,
"Das Projekt City-Ticket überzeugt vor allem durch seinen direkten Kundennutzen."

Das Cityticket ist aber nicht abhängig von der zugrundeliegenden Fahrkarte, sondern von der BahnCard,
Der Normalpreis/Sparpreis ist mit BahnCard immernoch um 50% bzw. 25% günstiger und nicht weniger.
Eine Tarifänderung genau bei 100 km fand nicht statt,
jedoch tatsächlich Ende 2004 ab 150 km und mehr um 3,4% bzw. 4,2% - dadrunter blieben sie stabil

Und ja: Damit soll die Zugangshemmschwelle zum öffentlichen Nahverkehr noch einmal gesenkt werden.

Nein, das nun grade wirklich nicht.
Fahrten über 100 km in FV-Zügen gehören weniger zum öffentlichen Nahverkehr..
das passt höchstens auf die BahnCard 100 ein Jahr später, aber die kauft sich keiner nur wegen des NV.
Die Barrieren zum Bahn FV sollten gesenkt werden und zu der gehört die gesamte Reisekette.

Der Grund dafür sind Verzögerungen in der Informationsaufnahme bei den Kunden. Sie informieren sich über jede N-Zoll Aluminiumfelge eines Autos und in welchen Motorkombinationen dieses den Bruttogewinn des Autoherstellers befeuernde Teil angeboten wird,

darüber informiert sich kein Mensch, das interessiert niemanden und schnallt auch niemand.

können aber eine Zone=Farbe im MVV nicht von einer Kurzstrecke unterscheiden.

das ist auch schwer verständlich für einen jeden Außenstehenden,
noch weniger unverständlich, wieso das nicht gleich in der Bahnfahrkarte der Reisekette bereits mit drin ist.

Im Klartext: Zahlen jede Menge Geld für ein Design-Teil während sie sich für umweltbewusste Fortbewegung gar nicht interessieren.

umweltbewusste Fortbewegung?
was soll das sein? zu Fuß gehen? Fahrrad?

Die Auto B''D-Zeitung erreicht hohe Auflagenzahlen, gegen die Bahn hetzt die Presse uneingeschränkt. Schon seltsam, oder?

Die AutoBILD lobt die BahnCard100 in Himmel,
http://www.autobild.de/artikel/db-mobility-bahncard-100-50846.html

gegen die blöden Deutschen schweren großen Autos hetzt die Presse uneingeschränkt. Schon seltsam, oder?

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