Von EC Wawel, Zackenbahn und Premiumfernverkehr [5/5] 45 B. (Reiseberichte)

TD, Sonntag, 13.07.2014, 14:21 (vor 4313 Tagen)

Hallo zusammen,

wie versprochen heute noch der letzte Teil des Reiseberichts. In Teil 4 waren wir in Nürnberg angekommen.


Tag 6: Nürnberg - Behringersmühle - Konstanz

So, letzter Tag unserer kleinen Rundfahrt. Eigentlich soll es heute nur noch zurück nach Hause gehen, die Fahrplanauskunft bietet für die Strecke von Nürnberg nach Konstanz verschiedene Verbindungen an mit einer Fahrtdauer zwischen 4:37 und 6:37 - das ist ein bisschen wenig um einen ganzen Tag zu füllen. Also spiele ich verschiedene Umwege durch, aber so recht gefallen will mir keine Variante. Und so komme ich schließlich auf die Idee, einen Besuch bei der Dampfbahn Fränkische Schweiz einzubauen.

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Wir beginnen mit einem Blick in die Mittelhalle des Nürnberger Hauptbahnhofs, links das Mosaik „Bewegende Zeitreise“.

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Wir sind noch etwas früh und schauen deshalb in der Lounge vorbei. Am Sonntagmorgen gibt es hier noch viele freie Plätze.

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Ein Talent 2 (BR 442) als S 1 bringt uns nach Forchheim. Die Nürnberger-S-Bahn-Variante verfügt nicht über eine erste Klasse.

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Nach einer unspektakulären Fahrt erreichen wir nach knapp 40 Minuten Fochheim. Hier beginnt die rund 31 Kilometer lange Nebenbahn Forcheim-Behringersmühle, auch Wiesenttalbahn genannt.

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Das erste Teilstück Forchheim-Ebermannstadt gehört zum Dieselnetz Oberfranken und wird von einem agilis-Regioshuttle bedient. Der Zug ist mit Wanderern und Ausflüglern sehr gut besetzt.

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Recht ländlich mit einigen Bedarfshalten fahren wir durch das breite Wiesenttal, über das die St.-Nikolaus-Kirche wacht. Der Volksmund nennt sie Vexierkapelle, weil sie je nach Blickwinkel ein anderes Aussehen haben soll.

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Nach knapp 20 Minuten kommen wir in Ebermannstadt an. Seit 1976 ist dies die Endstation für den Regelzugverkehr. Das zweite Teilstück der Wiesentalbahn nach Behringersmühle ist im Eigentum der Dampfbahn Fränkische Schweiz (DFS), die die Strecke seit 1980 als Museumsbahn betreibt. Und so geht es nun mit dem Dampfzug weiter. Zufällig feiert die DFS genau heute am Veröffentlichungstag dieses Reiseberichts 40jähriges Jubiläum der Vereinsgründung – herzlichen Glückwunsch!

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Vom internationalen Fernverkehrszug über Dieseltriebwagen bis hin zu Luxuszügen und Hightech mit Onlinebestellung aus der Bistrospeisekarte war diese Rundreise ja schon äußerst abwechslungsreich, nun kommt auch noch eine nostalgische Fahrt mit Rußwolken am offenen Fenster hinzu.

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Die Strecke führt in einem Bogen um die Burgruine Neideck und folgt dann der Wiesent in das enger werdende Flusstal.

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Nach 45 Minuten ist die Endstation Behringersmühle erreicht. Die Weltwirtschaftskrise verhinderte einst den Weiterbau der Bahnstrecke; es gab damals Pläne einer Verlängerung nach Pegnitz mit Anschluss an die Strecke Nürnberg-Bayreuth.

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Das ist eine ganze neue Erfahrung für mich: ich bin beim Knipsen des Zugs nicht alleine. Man könnte von Behringersmühle aus eine Wanderung durch die Fränkische Schweiz machen oder auch direkt am Bahnhof ein Kajak mieten für eine Tour auf der Wiesent. An dem Wörtchen „könnte“ seht Ihr es schon, wir sind stattdessen gleich wieder zurückgefahren.

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Auf dem gleichen Weg geht es durch das Wiesenttal zurück.

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Dafür reicht bei der Rückfahrt die Zeit aber noch für einen kurzen Besuch in Ebermannstadt.

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Komisch, hier bin ich wieder der Einzige, der den Zug fotografiert.

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Mit 101 Sitzplätzen hat sich agilis für die maximale Sitzplatzzahl in einem Regioshuttle entschieden. Für die 20 Minuten von Ebermannstadt nach Forchheim ist das ok.

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Auch in Forchheim wollen wir die Umsteigezeit für einen kleinen Blick in die historische Innenstadt nutzen. Aber merke: 29 Minuten sind dafür etwas arg knapp.

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Zurück am Bahnhof Forchheim. Ich hatte überlegt für die Rückfahrt einen Bogen „obenherum“, also über Bamberg-Würzburg einzubauen, mich dann aber doch für den Weg über Nürnberg entschieden, so dass wir das Gepäck dort im Hotel lassen konnten.

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Die Fahrt nach Nürnberg erfolgt wieder in einem Talent 2, diesmal aber im Franken-Thüringen-Express, welcher im Gegensatz zur S-Bahn-Variante über eine erste Klasse verfügt.

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Ob die Anordnung der Steckdosen über den Sitzen auf Höhe der Gepäckablage so ganz praktisch ist?

Es geht gleich weiter...

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[image] "Fensterplatz, bitte." - Meine Bahnreiseberichte.de.| instagram.com/fensterplatz.bitte/


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