Zackenbahn (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Montag, 07.07.2014, 19:08 (vor 4319 Tagen) @ TD
bearbeitet von Sören Heise, Montag, 07.07.2014, 19:08

Moin Tobias,

vielen Dank. Ich sollte ja eigentlich in "meinem" Forum kommentieren, aber jetzt mache ich das hier. ;-)

Die Strecke folgt dem namensgebenden Fluss Kamienna (deutsch Zacken) und gewinnt dann deutlich an Höhe.

Und so erfährt der Suchfaule, wie es zum deutschen Namen Zackenbahn kommt. ;-)

Und so können wir eine kleine Runde durch den Ort drehen und auch das Bahnhofsgebäude anschauen.

Ich versuche gerade, mir vorzustellen, wie ein vergleichbarer Bahnhof in Deutschland aussähe - da ist von einem Zustand wie hier bis zum Verfall alles drin. Aber vielleicht hat man nur bei der kürzlichen Modernisierung den Bahnhof auch mitgemacht.

Als wir an den Bahnhof zurückkommen, steht schon ein Triebwagen der Baureihe 810 („Brotbüchse“) der tschechischen Bahngesellschaft GW Train Regio zur Weiterfahrt bereit.

Da fuhr man mal in slowakischer Farbgebung, die in meinen Augen besser paßt.

In Harrachov endet die Fahrt mit dem gelben Triebwagen von GW Train Regio.

Der Bahnhof hat auch einiges an Namens- und Länderwechseln hinter sich. Die Geschichte ist ein wenig verworren, er war unter dem Namen Strickerhäuser einst der deutsche Grenzbahnhof zur ČSR. Der Fahrdraht hing bis Polaun, wie auch immer der Bahnhof heute heißt.

In Kořenov endet die historische Zackenbahn, landschaftlich nicht minder schön geht es weiter bergab. Ursprünglich wurde dieser Streckenabschnitt im Zahnradbetrieb befahren.

Der Satz ist ein wenig seltsam, die Zahnstange lag auf Teilstrecken zwischen Kořenov und Tanvald. Interessierten sei das Buch "Mit der Zahnstange ins Isergebirge" aus der Edition Bohemica empfohlen.


Viele Grüße
Sören

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