Scheibe in ICE 3 / ICE-T zwingend durchsichtig? (Allgemeines Forum)

PhilippK, Dienstag, 26.05.2009, 22:51 (vor 6054 Tagen) @ NIM rocks
bearbeitet von PhilippK, Dienstag, 26.05.2009, 22:52

So, dann auch mal ein paar Cents von mir dazu:

Als Fahrgast nutze ich manchmal auch gerne die Chance, einen Blick vorne auf die Strecke zu erhaschen. Und natürlich ist man da nicht erfreut, wenn man statt Streckensicht weiße Mattscheibe zu Gesicht bekommt - vor allem dann, wenn man für die Reservierung extra ein paar Euros gelöhnt hat. Dabei kann ich es auch durchaus akzeptieren, wenn die Scheibe mal kurz oder in Extremsituationen (Sturm, ...) nicht klar ist - aber der Regelzustand sollte das sicherlich nicht sein.

Die Diskussion zum Thema Privatsphäre geht meiner Ansicht nach etwas in die falsche Richtung. Denn das vorne im Zug ist keine Privatwohnung sondern ein Arbeitsplatz - und da kann der Arbeitgeber auch festlegen, wen er reischauen lassen möchte und wen nicht. In der Pause kann er die Scheibe auch gerne auf undurchsichtig stellen - mir wäre es als Fahrgast allerdings etwas unwohl, wenn mir gleich einer erklärt, dass die Pause neuerdings zwischen den Bahnhöfen bei Tempo 300 stattfindet. Auf der anderen Seite ist es mir als Fahrgast auch egal, ob da vorne während der Fahrt noch ein Kaffee geschlürft oder ein Schokoriegel gegessen wird - solange die Aufmerksamkeit da liegt, wo sie liegen sollte: auf der Strecke. Auch sollte man da nicht vergessen, dass die Triebfahrzeugführer im ICE 3/ICE T ja schon ein besseres Leben als manche Kollegen haben. Den Kaffeeservice vom Zugpersonal dürfte es in anderen Zügen meist nicht geben und auch die Chance, am Bahnhof mal kurz die Flucht in Richtung WC zu ergreifen, ist bei anderen Zügen nicht gegeben.

Mich befremdet da die Diskussion in zweierlei Hinsicht:

Aber vielleicht sind wir damit auch schon bei den zentralen Problemen der Deutschen Bahn von heute...

Gruß, Philipp


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