Warum das tatsächlich Sinn machen könnte... (Allgemeines Forum)

Kundenzug, Donnerstag, 22.05.2014, 15:16 (vor 4346 Tagen) @ Kundenzug
bearbeitet von Kundenzug, Donnerstag, 22.05.2014, 15:17

In dem bereits verlinkten Foliensatz http://www.lrabb.de/site/LRA-BB-Desktop/get/3277415/2012-186-a3.pdf findet sich eine Nachfrageprognose. Demnach hätten die Strecke Pforzheim – Calw, Calw – Weil der Stadt und Renningen – Böblingen alle ein Verkehrsaufkommen in einer vergleichbaren Größenordnung. Nur der Abschnitt Weil der Stadt - Renningen liegt weit darüber, aber den deckt die Schnellbahn nach Stuttgart mit ab.

Auch die Überlegung mit einer Schnellbahn Böblingen – Flughafen existiert bereits. Nur dürfte deren Verkehrsaufkommen auch nicht übermäßig sein. Von daher könnte das auch für eine Einbeziehung in eine Verbindung von Pforzheim sprechen. Die Verbindung würde ein großen Einzugsbereich an Stuttgart, an den Flughafen und an Karlsruhe anbinden.

Zwischen Calw und Nagold scheint das Verkehrsaufkommen hingegen deutlich geringer zu sein. Von daher mag ein Umstieg in Calw vielleicht nicht so sehr stören.

Wenn man aber an eine Verbindung Pforzheim – Stuttgart Flughafen denkt, könnten sich wiederum Änderungen an der Streckenführung anbieten.

Dann mag es vielleicht sinnvoll sein, die Schleife in Calw zu einer Rampe Richtung Pforzheim umzubauen und den Bahnhof deutlich höher zu legen (und mit einer Standseilbahn an die Innenstadt anzubinden?). Der Umsteigebahnhof Richtung Nagold müsste dann Richtung Pforzheim verschoben werden. Man würde aber einen Richtungswechsel und den einen oder anderen Streckenkilometer sparen.

Die nächste Frage wäre dann, ob die Strecke überhaupt über Weil der Stadt und Renningen führen sollte oder ob Calw nicht vielleicht sogar besser via Böblingen an Stuttgart angebunden wäre. Auf die Idee hat mich wieder die Fahrgastprognose gebracht, die zwischen Dagersheim und Böblingen ein sehr hohes Verkehrsaufkommen prognostiziert. Die Gelben sind ja Stadtbahnen. Man könnte bei Dätzingen aus der Schleife ausfädeln und mehr oder weniger entlang der Swippe die Strecke rund 10km zum Böblinger Bahnhof führen. Die Hälfte der Strecke könnte der Erschließung des sehr hohen Verkehrsaufkommens auf der kurzen Strecke zwischen Dagersheim und Böblingen dienen. Ich nehme an, dass sich dadurch die Fahrzeit zwischen Calw und Stuttgart eher verkürzen, als verlängern wird.

Die Frage ist, ob der Anschluss von Calw an Weil der Stadt und Renningen selbst einen großen Wert hat, oder ob die Anbindung an Stuttgart wesentlicher ist.

Aber auch unabhängig davon, mag die Reaktivierung des Gleises zwischen Weil der Stadt und der Schleife bei Dätzingen mit Anbindung in Richtung Böblingen einen Sinn ergeben. Denn auch zwischen Böblingen und Weil der Stadt gibt es entlang dieser Trasse ein Verkehrsaufkommen, dass den anderen hier betrachteten Verkehrsaufkommen nicht nachsteht. Diese Linie könnte für den Lückenschluss von Calw nach Weil der Stadt, für die Verbindung von Weil der Stadt und Böblingen und für die Verdichtung des Angebotes innerhalb von Böblingen sorgen.

Am Ende stünde dann eine recht direkte Strecke zwischen Stuttgart Flughafen und Pforzheim via Böblingen und Calw, die kaum noch Umwege aufweisen würde. Die Verbindung würde einen großen Einzugsbereich an Stuttgart, an den Flughafen und an den Raum Karlsruhe anbinden.


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