Schuld ist nur die Bahn, finde ich. (Fahrkarten und Angebote)

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Freitag, 07.03.2014, 07:45 (vor 4414 Tagen) @ bers

Ich find das auch nicht gut, dass das jemand tut. Aber bei 80 Millionen Kunden (die die Bahn gern hätte) hat man davon IMMER mindestens einen. Deswegen ...

Natürlich müßte man mit sowas rechnen. Gerade wenn es darum geht, die Bahn zu betuppen sind entwickeln manche Subjekte echt erstaunliche kriminelle Energie.

... solltest Du diese unbedingt an den Ausrichter dieses "Gewinnspiels" richten, denn der trägt die Schuld an dem Schlamassel. Diese Management- und Social-Media-Teams müssen lernen, dass man so eine Aktion nicht von einem Praktikanten entwerfen und zusammenklicken lassen darf, sonst geht's eben in die Hose.

Kann man die irgendwie kontaktieren, ohne bei Spybook angemeldet zu sein?Der Kundendialog ist da vermutlich wenig zielführend.

Falls das jemandem ein Begriff ich, erinnere ich mal an die noch viel größer (Plakate, Fernsehspots) beworbene Big-Mac-Aktion von McDonalds im Januar. Für die, die es nicht wissen: Es ging darum, Barcodes zu scannen, zu sammeln und dann als BigMac-Gutschein einzulösen. Es hat einen Tag gedauert, da gab es Skripte, die automatisch alle möglichen Barcodes in einem Account ausprobiert haben, um Gutscheine zu generieren; Anleitungen, wie man durch Neuinstallation der App zum richtigen Zeitpunkt einen Gutschein mehrfach einlösen konnte (spart das Codes Neu-"Scannen"); Anleitungen, die Datenbank der App zu sichern, um sie nach dem Einlösen zurückzusichern und den uneingelösten Gutschein wieder zu bekommen (spart die Neuinstallation); und eine Fake-App, die einfach beliebig oft einen Gutschein anzeigte (spart alles andere).

Unglaublich. So viel Aufwand für einen Big Mac. Mir war die offizielle App zu groß, um sie nur für einen Gratisburger zu installieren. Okay, ich bevorzuge eigentlich sowieso die Konkurrenz mit der Krone.

Daraus muss man doch lernen. Jetzt hat halt jemand 80 Gutscheine, der dafür (angeblich) nicht mal einen Facebook-Account benötigt hat. Schade, Bahn!

Einfache Lösungsidee: Die Gutscheine werden bei der Generierung mit einem einzugebenden Namen verknüpft. Beim Buchungsvorgang wird der Name mit dem Namen des Buchenden verglichen und nur angerechnet wenn sie übereinstimmen. Damit kann man zwar Gutscheine für Freunde und Verwandte abgreifen, wenn man weiß daß sie welche brauchen, aber an zum Ausstellungszeitpunkt noch nicht bekannte Leute, denen man den Gutschein weiterverkaufen möchte, nicht. Damit wären die Gutscheine wirklich personalisiert. Ohne das Backend des Buchungssystems zu kennen, kann ich mir vorstellen, daß das umsetzbar sein sollte. Normalerweise werden in die eigentlichen Codes keine Informationen hineincodiert (gültigkeit, etc.) sondern nur in einer Datenbank hinterlegt, daß Gutschein mit Code ABC12345 den Wert von 22,34€ hat, bis zum Sankt-Nimmerleinstag 2023 gültig ist, und nur für Fahrkarten einlösbar ist, die von Hamburg über München nach Hannover und zurück führen. Da noch ein Feld "Name" anhängen, ist normal kein Thema.

Damals von der Bahn ja nicht gewollt wurdende Grüße
der Colaholiker


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