Von Adler, Fink und Spatz – Reisebericht 2/2 mit 55 Bildern (Reiseberichte)

TD, Sonntag, 02.02.2014, 13:38 (vor 4457 Tagen)

Hallo zusammen,

zunächst herzlichen Dank für die Kommentare zum ersten Teil.

Wir wollen nun unsere ornithologische Reise in die Zentralschweiz fortsetzen. In Teil 1 waren wir mit dem SPATZ in Luzern angekommen, nun geht es weiter über die Brünigbahn.

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Auf der InterRegio-Linie von Luzern nach Interlaken Ost kommen 7-teilige „alpine dynamische leichte elegante Reisezüge“ zum Einsatz, abgekürzt ADLER. Die Zahnrad- und Adhäsionstriebzüge verfügen auch über einen Bistrowagen.

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Die Brünigbahn feierte im letzten Jahr ihr 125-jähriges Jubiläum. Die Schmalspurstrecke mit Zahnradabschnitten ist eine wunderschöne Strecke - wobei ich auch besonders Glück hatte mit dem Wetter. Anfangs war es noch neblig, aber hier am Sarnersee lichtet sich die Nebel- und Wolkendecke.

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Nach dem der Luzern-Interlaken Express die Südspitze des Sarnersees erreicht hat, beginnt am Bahnhof Giswil der Zahnradabschnitt und die Strecke gewinnt nun deutlich an Höhe.

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Dann folgt mit dem Lungerersee schon bald der nächste See. Der Lungerersee liegt gut 200 Meter höher als der Sarnersee.

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Allerdings war es hier nicht immer so idyllisch. 1887 hat eine schwere Überschwemmung die Kirche von Lungern mitgerissen, lediglich der Kirchturm hielt stand und steht heute etwas verloren im Ort.

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Nun geht es noch einmal rund 250 Höhenmeter nach oben bis zur Passhöhe auf 1.002 Meter über dem Meeresspiegel.

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Nach dem Passieren der Passhöhe geht es hinab in das Haslital nach Meiringen. Ebenfalls per Zahnrad geht es nun auf einer Strecke von rund 5 Kilometern um 400 Höhenmeter ins Tal.

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In Meiringen angekommen soll es nun weitergehen zur Meiringen-Innertkirchen-Bahn (MIB). Bis zur Weiterfahrt ist aber noch etwas Zeit um eine Runde um den Bahnhof und durch Meiringen zu drehen.

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Hier noch der freistehende Turm der Sankt Michaelskirche, dessen Geschichte bis heute rätselhaft ist. Vielleicht war er einst Wehrturm oder Teil eines Burgareals.

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So, jetzt ist es aber Zeit für die Meiringen-Innertkirchen-Bahn. Gerade mal knapp 5 Kilometer lang ist die Strecke der meterspurigen MIB, die am Bahnhof Meiringen beginnt.

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Für 10 Minuten heißt es nun Platz nehmen in dem einteiligen Triebwagen, ein Einzelstück aus dem Hause Stadler. Die Strecke sollte ursprünglich nur als Werksbahn der Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) dem Transport von Baumaterial für ein Kraftwerk dienen und ist noch heute im Besitz der KWO. Hauptattraktion der Strecke ist sicherlich die Aareschlucht, die im Kirchettunnel umfahren wird. Die Schlucht ist allerdings im Winter geschlossen.

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Wir steigen an der Station Innertkirchen Post aus. Das Dorf ist sehr überschaubar, die Gleise der MIB führen direkt über die Hauptkreuzung.

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Die Aare plätschert hier unscheinbar vor sich hin, man mag gar nicht glauben, dass das Flüsslein nur wenige Kilometer weiter durch eine beeindruckende Schlucht fließt.

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Unterdessen fährt die MIB wieder durch den Ort zurück nach Meiringen, rechts die Haltestelle Innertkirchen Post. Tagsüber verkehrt die Bahn im Halbstundentakt, für uns geht es dann mit der nächsten Bahn 30 Minuten später zurück.

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Mit knapp tausend Einwohnern ist Innertkirchen sehr übersichtlich. Dass ein solcher Ort einen Bahnanschluss im Halbstunden-Takt hat, ist für den Gast aus Deutschland doch sehr ungewöhnlich.

Es geht gleich weiter...

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[image] "Fensterplatz, bitte." - Meine Bahnreiseberichte.de.| instagram.com/fensterplatz.bitte/

Von Adler, Fink und Spatz – Reisebericht 2/2 Fortsetzung

TD, Sonntag, 02.02.2014, 13:47 (vor 4457 Tagen) @ TD

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So, da kommt die Bahn wieder zurück aus Meiringen, hier verlässt sie gerade den Cheisten-Tunnel am Ortseingang von Innertkirchen.

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In Innerkirchen gibt es zwei Haltestellen, wer auf diesem Bild genau hinsieht, sieht die Scheinwerfer der Bahn in der Endstation Innertkirchen KWO leuchten.

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Und das ist die Endstation auf dem Werksgelände der KWO. Entlang der Aare fahren wir nun zurück nach Meiringen.

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Hier heißt es nun umsteigen auf eine „flinke innovative Niederflur Komposition“, abgekürzt FINK. Die dreiteiligen Zahnradtriebzüge können als Verstärkermodule für die ADLER-Züge über den Brünig eingesetzt werden, sind aber auch – so wie hier - solo unterwegs.

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Der Zahnradantrieb ist aber auf dieser Strecke nicht erforderlich, denn es geht nun durch das flache Tal der Aare nach Westen. Am rechten Hang ist die Strecke hinauf zum Brünigpass zu sehen.

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Anschließend umrundet die Bahnstrecke den Brienzersee. Auch hier gibt es für den Bahnreisenden ein tolles Alpenpanorama zu bestaunen.

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Den Bahnhof Niederried gibt es übrigens auch als Bausatz für die Modellbahn – hier das Original.

In Interlaken Ost endet das schmalspurige Netz der Zentralbahn, jetzt geht es mit einem normalspurigen IC der SBB weiter nach Bern.

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Und es geht gleich weiter, ich habe gar nicht mehr mitgezählt, wie viele Alpenseen heute schon am Zugfenster vorbeigezogen sind, das ist jetzt jedenfalls der Thunersee.

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Über Thun und durch die Aareniederung geht die Fahrt weiter nach Bern. Unterwegs steht der Zug einige Minuten auf freie Strecke und ich beginne langsam, mir Sorgen zu machen um den Anschluss nach Luzern. Bis ich irgendwann merke, dass das rechts wohl die Strecke aus Konolfingen ist und der Zug, der da neben uns steht, folglich ebenjener Anschlusszug sein wird und dieser ebenfalls verspätet in Bern ankommen muss. Wegen Personen im Gleis sind wir schließlich knapp 10 Minuten verspätet in Bern. Kurz nach uns fährt auch der schon gesichtete RegioExpress ein, mit dem es nun zurück geht nach Luzern.

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Die Regionalzüge zwischen Bern und Luzern werden von der BLS betrieben, zum Einsatz kommen lokbespannte Pendelzüge. Die EW III-Zugkompositionen waren einstmals als Swiss-Express die Paradezüge der SBB. Der Erste-Klasse-Großraumwagen sieht nicht unbequem aus...

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...aber gehen wir mal noch einen Wagen weiter...

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...denn dort warten Abteile.

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Abteilwagen im Regionalverkehr sind mittlerweile ja doch schon eine Rarität, und so beziehen wir doch gleich mal ein Abteil.

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Landschaftlich nicht so spektakulär wie über den Brünigpass aber dennoch reizvoll führt die Strecke nun durch die Hügellandschaft des Emmentals. Ich bin allerdings etwas verwundert, dass es hier winterlich ist, den Schnee hätte ich eigentlich eher in den Höhenlagen des Brünig erwartet.

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Bei der Fahrt durch das Entlebuch verabschiedet sich die Wintersonne und für weitere Streckenbilder wird es nun zu dunkel.

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Nach der Ankunft in Luzern schauen wir uns den Zug noch von Außen an, wobei ich zugeben muss, dass das nachfolgende Bild schon am Morgen entstanden war, als der Bahnsteig gerade schön menschenleer war.

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Eigentlich möchte ich jetzt nach Hause fahren und die Verbindung mit einmaligem Umsteigen in Zürich passt auch – aber die Strecke kenne ich mittlerweile zur Genüge. Dabei gibt es noch eine weitere Verbindung mit nur einem Umstieg, nur verschweigt die Fahrplanauskunft diese aus gutem Grund, denn via Olten ist ein Umweg. Aber egal, der Weg ist das Ziel, dann geht es also mit einem InterRegio nach Olten.

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Es macht bei Dunkelheit zwar keinen großen Sinn, dennoch suchen wir uns ein Plätzchen im Panoramawagen. Mit dem Sempachersee passieren wir ein weiteres Gewässer unserer Seentour und erreichen dann Olten.

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Olten gilt als Bahnknotenpunkt und Eisenbahnerstadt, soll aber auch eine nette Altstadt haben. Da passt es ja, dass bis zur Weiterfahrt noch etwas Zeit bleibt für einen kleinen Stadtbummel. Hier treffen wir auch wieder auf die Aare, die den Bahnhofsquai von der Altstadt trennt. Über eine Holzbrücke aus dem Jahr 1803 queren wir den Fluss.

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Eines der bekanntesten Häuser in Olten ist das Gasthaus Rathskeller, dessen Fassade ins Auge sticht. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1673, im Volksmund wird der Rathskeller „Chöbu“ genannt – was auch immer das bedeuten mag.

Aber jetzt zurück zum Bahnhof. Nach Zürich ist Olten der Bahnhof mit der zweitgrößten Zuganzahl in der Schweiz – aber nur wenn man die Güterzüge mitrechnet.

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Und von Olten geht es nun mit dem direkten InterRegio zurück nach Konstanz. Damit sind wir am Ende dieser Kreuz- und Quer-Tour angekommen und mir bleibt nur noch zu sagen...

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Viele Grüße

Tobias


PS: Meine früheren Reiseberichte gibt’s unter www.bahnreiseberichte.de.

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Sehr schöne Bilder; einige Anmerkungen

Alphorn (CH), Sonntag, 02.02.2014, 14:30 (vor 4457 Tagen) @ TD

Auf deiner Fahrt zwischen Meiringen und Innertkirchen bist du an einer der schönsten Ecken der Schweiz vorbeigefahren: Der Aareschlucht.

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Die öffnet allerdings erst im Mai wieder richtig, ist aber definitiv einen Besuch wert.

Das Entlebuch kommt auf Deinen Fotos etwas weniger gut weg als es sollte; vielleicht hat das Licht gefehlt. Es ist keine Tourismus-Paradestrecke wie der Brünigpass, aber doch ganz hübsch.

Bei den alten EW-III-Wagen kann man noch zwei Besonderheiten beobachten: Erstens die schrägen Seitenwände für die geplante und nie umgesetzte Neigetechnik, zweitens die automatische Kupplung zwischen den Wagen, die mal hätte europäischer Standard werden sollen und welche die SBB in vorauseilendem Gehorsam als einzige installiert hat.

Beim Panoramawagen hast du eines der wenigen (ich glaube zwei) revidierten Exemplare erwischt. Die anderen sind auch gut, aber der revidierte ist noch eine Ecke hübscher. Vielleicht der beste Wagen Europas? Ich wüsste grade nicht, in welchem anderen ich lieber reise (wenn es etwas zu sehen gibt). Bessere Aussicht gibt es fast nur noch bei der RhB:

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Sehr schöne Bilder; einige Anmerkungen

Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 02.02.2014, 19:38 (vor 4457 Tagen) @ Alphorn (CH)

Hoi,

Bei den alten EW-III-Wagen kann man noch zwei Besonderheiten beobachten: Erstens die schrägen Seitenwände für die geplante und nie umgesetzte Neigetechnik, zweitens die automatische Kupplung zwischen den Wagen, die mal hätte europäischer Standard werden sollen und welche die SBB in vorauseilendem Gehorsam als einzige installiert hat.

Wer eine Mitfahrt mit den EW III geniessen möchte, hat nicht mehr solange Zeit. Ende 2015 sollen die EW III durch neue Triebzüge ersetzt werden. Die BLS verhandelt mit Bombardier über eine weitere Lieferserie Lötschberger. Den definitiven Entscheid zum EW-III-Ersatz will die BLS noch diesen Frühling bekanntgeben.

Beim Panoramawagen hast du eines der wenigen (ich glaube zwei) revidierten Exemplare erwischt.

Es gibt drei fertig modernisierte Panoramawagen. Ein vierter müsste sich schon im Refit befinden. Das Refit aller Panoramawagen soll Ende 2014 abgeschlossen sein. TD hat hier den "Prototyp"-Refit-Pano erwischt, erkennbar an den alten neuen Sitzbezügen. Das war auch der Wagen, den man September 2010 nach Berlin zur InnoTrans schleppte.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Von Adler, Fink und Spatz – Reisebericht 2/2 Fortsetzung

moonglum, Hagen, Sonntag, 02.02.2014, 15:26 (vor 4457 Tagen) @ TD

Wunderschön!!!

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Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

Von Adler, Fink und Spatz – Reisebericht 2/2 Fortsetzung

Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 02.02.2014, 20:16 (vor 4457 Tagen) @ TD

Hoi,

Auf der InterRegio-Linie von Luzern nach Interlaken Ost kommen 7-teilige „alpine dynamische leichte elegante Reisezüge“ zum Einsatz, abgekürzt ADLER. Die Zahnrad- und Adhäsionstriebzüge verfügen auch über einen Bistrowagen.

Allerdings ohne Fahrzeugreserve. Während eine Adler-Hälfte noch von einem Fink ersetzt werden kann, gibt es bei den Bistrowagen wirklich null Reserve. Abgemildert wird das zwar, in dem die Bistrowagen nicht fest in die Adler eingebunden sind, sondern mit ihren normalen Kupplungen auch an die Fink gehängt werden können. Wenn aber ein Bistrowagen ausfällt, dann hat ein Umlauf keinen Bistrowagen. Man hat vier Umläufe und vier Adler. Zu verdanken hat man das den geldgebenden Kantonen, die keine Reserve-Adler bewilligten. An der Zentralbahn liegts nicht.

Hier ist ein Bild vom Bistro: http://www.zentralbahn.ch/sites/default/files/gallery/458A7788_Bistro_50x50.jpg

Und hier die Speisekarte: http://www.zentralbahn.ch/sites/default/files/Speisekarte_ZentralBahn_0.pdf

Es ist ein etwas reduziertes Angebot im Vergleich zu den SBB-Speisewagen, aber angesichts der engeren Platzverhältnisse auf Meterspur auch nachvollziehbar. Die Öffnungszeiten fallen kürzer aus als wie bei dei SBB, aber man will jetzt zum Start des neuen Bistro-Angebots die Nachfrage beobachten und dann gegebenenfalls die Öffnungszeiten ausdehnen. Auch könnte man sich künftig spezielle Menüs vorstellen, die elvetino nur für die Brünigstrecke kreiert. Aber jetzt muss sich das Angebot und vor allem die Nachfrage erstmal entwickeln.

Die Regionalzüge zwischen Bern und Luzern werden von der BLS betrieben, zum Einsatz kommen lokbespannte Pendelzüge. Die EW III-Zugkompositionen waren einstmals als Swiss-Express die Paradezüge der SBB. Der Erste-Klasse-Großraumwagen sieht nicht unbequem aus...

Abteilwagen im Regionalverkehr sind mittlerweile ja doch schon eine Rarität, und so beziehen wir doch gleich mal ein Abteil.

Es ist ein RegioExpress (RE) und RE sehen wir als Mischkategorie FV/RV, also das was früher der IR in Deutschland war. Nicht jede Bahngesellschaft setzt einem als RE einen Kiss, Flirt oder Domino vor die Nase. ;-)

Olten gilt als Bahnknotenpunkt und Eisenbahnerstadt, soll aber auch eine nette Altstadt haben. Da passt es ja, dass bis zur Weiterfahrt noch etwas Zeit bleibt für einen kleinen Stadtbummel. Hier treffen wir auch wieder auf die Aare, die den Bahnhofsquai von der Altstadt trennt. Über eine Holzbrücke aus dem Jahr 1803 queren wir den Fluss.

Ach, da gibts auch noch einen Ort? Ich habe auch schon einige fragen hören: «In Olten kann man wohnen? Da steigt man doch nur um!» Daher mal Danke für den kleinen Stadtbummel.

Eines der bekanntesten Häuser in Olten ist das Gasthaus Rathskeller, dessen Fassade ins Auge sticht. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1673, im Volksmund wird der Rathskeller „Chöbu“ genannt – was auch immer das bedeuten mag.

Wie wäre es mit «Kübel»?


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Von Adler, Fink und Spatz – Reisebericht 2/2 Fortsetzung

guru61, Arolfingen, Montag, 03.02.2014, 07:32 (vor 4457 Tagen) @ TD


Eines der bekanntesten Häuser in Olten ist das Gasthaus Rathskeller, dessen Fassade ins Auge sticht. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1673, im Volksmund wird der Rathskeller „Chöbu“ genannt – was auch immer das bedeuten mag.

Hallo

Schweizerdeutsch für Fortgeschrittene:

Was trinkt man im Rathskeller:
Bier im Halbliterkrug, Kübel genannt.

Darum heisst das Lokal, je nach Mundart:
Chöbu
Chübu
Chübel

Gruss Guru

Von Adler, Fink und Spatz – Reisebericht 2/2 Fortsetzung

TD, Montag, 03.02.2014, 17:45 (vor 4456 Tagen) @ guru61

Eines der bekanntesten Häuser in Olten ist das Gasthaus Rathskeller, dessen Fassade ins Auge sticht. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1673, im Volksmund wird der Rathskeller „Chöbu“ genannt – was auch immer das bedeuten mag.

Hallo

Schweizerdeutsch für Fortgeschrittene:

Was trinkt man im Rathskeller:
Bier im Halbliterkrug, Kübel genannt.

Darum heisst das Lokal, je nach Mundart:
Chöbu
Chübu
Chübel

Gruss Guru

Vielen Dank - Schweizerdeutsch für Anfänger bekomme ich ja mehr oder weniger hin, aber da wäre ich nicht draufgekommen.

Viele Grüße

Tobias

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Von Adler, Fink und Spatz – Reisebericht 2/2 mit 55 Bildern

Zugfahrer, Sonntag, 02.02.2014, 20:32 (vor 4457 Tagen) @ TD

Ein sehr informativer und gut bebilderter Bericht. Sehr schön!

"Unterdessen fährt die MIB wieder durch den Ort zurück nach Meiringen, rechts die Haltestelle Innertkirchen Post. Tagsüber verkehrt die Bahn im Halbstundentakt, für uns geht es dann mit der nächsten Bahn 30 Minuten später zurück."

Da muss ja auf der Strecke ein ziemlich hohe Fahrgastfluktuation sein, wenn die MIB im Halbstundentakt verkehrt?

Auf Deinen Bildern sah der Zug ziemlich leer aus. Fahren die Züge immer leer hin und her?

Halbstundentakt für 1000 Einwohner

Alphorn (CH), Sonntag, 02.02.2014, 21:10 (vor 4457 Tagen) @ Zugfahrer

"Unterdessen fährt die MIB wieder durch den Ort zurück nach Meiringen, rechts die Haltestelle Innertkirchen Post. Tagsüber verkehrt die Bahn im Halbstundentakt, für uns geht es dann mit der nächsten Bahn 30 Minuten später zurück."

Auf Deinen Bildern sah der Zug ziemlich leer aus. Fahren die Züge immer leer hin und her?

Die Fahrzeit auf der gesamten Strecke beträgt nur 12 Minuten. Das heisst, ein einziger Triebwagen mit einem einzigen Lokführer kann die Strecke viermal pro Stunde und Richtung zurücklegen; die Ersparnis durch Stundentakt wäre also sehr gering. Vielleicht kommt man nur dank der Halbstundenzüge mit einem Einzeltriebwgen aus.

Nebenbei ist der Halbstundentakt alles andere als lückenlos: Die Zwischenzüge ab Innertkirchen gibt es nur um 6, 7, 8, 11, 12, 13 und 16 Uhr, sind also eher als Verstärker zu verstehen.

Halbstundentakt für 1000 Einwohner

Ede, Sonntag, 02.02.2014, 21:37 (vor 4457 Tagen) @ Alphorn (CH)

Hat die Stunde in der Schweiz mindestens 96 Minuten oder mehr?

Halbstundentakt für 1000 Einwohner

Alphorn (CH), Sonntag, 02.02.2014, 21:41 (vor 4457 Tagen) @ Ede

Hat die Stunde in der Schweiz mindestens 96 Minuten oder mehr?

Hoppla. Ich schreib zuerst "viermal pro Stunde" und wollte das auf "zweimal pro Stunde und Richtung" editieren, aber das "zweimal" ging vergessen.

Von Adler, Fink und Spatz – Reisebericht 2/2 mit 55 Bildern

TD, Montag, 03.02.2014, 17:42 (vor 4456 Tagen) @ Zugfahrer

Da muss ja auf der Strecke ein ziemlich hohe Fahrgastfluktuation sein, wenn die MIB im Halbstundentakt verkehrt?

Auf Deinen Bildern sah der Zug ziemlich leer aus. Fahren die Züge immer leer hin und her?

Ich war an einem Sonntagmittag dort, bei der Hinfahrt (Meiringen ab 12:45 Uhr) waren es vielleicht 6-8 Fahrgäste, bei der Rückfahrt (Innertkirchen ab 13:31) war außer mir noch ein weiterer Fahrgast an Bord.

Viele Grüße

Tobias

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