Unterwegs zwischen Adria und Nordsee (1/4 m. 52 Bildern) (Reiseberichte)
TD, Donnerstag, 03.10.2013, 12:56 (vor 4567 Tagen)
Hallo zusammen,
„Wie, Italien UND Nordsee?“ – das war bisher überall die Reaktion, wenn ich auf die Frage nach dem Reiseziel dieser Tour geantwortet habe. Um zu erklären, wie diese etwas skurrile Reise zustande kam, muss ich etwas ausholen. Kernmotiv war, einmal mit dem EC Vindobona zu fahren. Nur wohne ich weder in Villach, noch in Hamburg. Wie also nach Villach kommen? Die üblichen Strecken dorthin kenne ich alle schon, aber wie wäre es mal über den Ofenpass nach Südtirol? Und lässt sich dann nicht zwischen Italien und Österreich der Micotra-Zug einbauen? Moment mal, würde da vielleicht sogar der .italo noch reinpassen? Und was machen wir dann in Hamburg? Vielleicht mal wieder an die Nordsee? Wollte ich nicht schon immer mal zur neg mit ihren Kurswagen? Meinem Bruder hatte ich noch einen Angeltag am Rursee versprochen, wie kommen wir also von Hamburg in die Eifel? Ist das nicht endlich mal eine Gelegenheit, den ICE Sprinter zu nutzen? Nur wie füllen wir dann den übrigen halben Tag zwischen Köln und Aachen? Hatte ich da nicht auf der Fahrt nach London einen alten belgischen Triebwagen in Aachen gesehen...?
![[image]](http://www.bahnreiseberichte.de/039-Vindobona/39-Karte.jpg)
Und auf diese Weise ist eine 7-tägige Tour durch 6 Länder entstanden. Durch die Schweiz und über den Ofenpass geht es nach Südtirol, weiter nach Verona, Bologna und Venedig und über die Pontebbana nach Villach. Mit dem EC Vindobona fahren wir dann nach Hamburg, von wo wir eine Runde über Amrum und Sylt drehen. Anschließend fahren wir via Köln und Aachen mit einem Schlenker nach Belgien an die Rurtalsperre und schließlich durch das Rheintal zurück an den Bodensee. Die erstklassige Tour fand Ende August statt.
Tag 1: Konstanz - Verona
Um 7 Uhr starten wir die Tour auf Gleis 3 des Konstanzer Bahnhofs. Mit einem SBB-InterRegio fahren wir nach Zürich und von dort mit einem Intercity nach Landquart. Ich bitte um Verständnis, dass ich diesen Abschnitt nicht nochmals beschrieben habe, schließlich sind wir erst vor einer knappen Woche auf der Rückfahrt unserer Ungarn-Reise in Gegenrichtung hier gefahren. Wer diesen Teil nicht missen möchte, findet unter www.bahnreiseberichte.de mehrere Reiseberichte über diese Strecke.
Wir sind also nun in Landquart angekommen und wechseln von den normalspurigen Gleisen der SBB zum meterspurigen Teil der Rhätischen Bahn (RhB). Hier steht bereits ein RegioExpress nach Scuol-Tarasp bereit. (Kann mir jemand helfen: der Zug RE 1229 hat einen besonderen Namen, der auch in der automatischen Ansage durchgesagt wird. Ich kann mich aber beim besten Willen nicht mehr daran erinnern und beim Googeln stelle ich mich zu blöd an...)
Auf der Davoserlinie fahren wir durch das Prättigau nach Klosters.
Nach dem Halt in Klosters (hier mit aufgegleistem Feuerwehrfahrzeug) fahren wir durch den 19 Kilometer langen Vereinatunnel, der das Prättigau mit dem Engadin verbindet. Während der Fahrt ist eine Hostess des örtlichen Tourismusverbands im Zug unterwegs, die nicht nur Infos dabei hat, sondern als Einstimmung auf die Region auch Kostproben von Bünderfleisch.
In Sagliains am Südportal des Vereinatunnels heißt es nun Umsteigen. Hier wartet bereits ein Zug nach Pontresina. Der Bahnsteig in Sagliains dient ausschließlich dem Umstieg zwischen den beiden Linien, es gibt hier weder einen Ort noch einen externen Zugang zum Bahnsteig. Auch in der SBB-Fahrplanauskunft ist es nicht möglich, Sagliains als Start- oder Zielbahnhof einzugeben, der Ort taucht nur bei Umsteigeverbindungen auf.
Für 10 Minuten fahren wir nun auf der Engadinerlinie der Rhätischen Bahn durch das Inntal nach Zernez.
Hier findet gerade eine Fotoverfolgung unseres Zugs statt. Ich bin anfangs beeindruckt, wie jemand aus einem fahrenden Auto beidhändig über das Autodach fotografiert – bis ich merke, dass es sich bei dem Auto um einen Rechtslenker handelt. Da es nach dem Nummernschild Briten sind, lohnt es sich wohl nicht, hier nach dem Gegenfoto zu fragen.
Nachdem im letzten Jahrhundert Pläne für eine Ofenbergbahn nie realisiert wurden, gibt es seit wenigen Jahren wieder neue Überlegungen, das Netz der Rhätischen Bahn mit einer Strecke durch das Münstertal mit der Vinschgaubahn bei Mals zu verbinden und so eine Bahnverbindung zwischen dem Schweizer Mittelland und Oberitalien zu schaffen. Bis das aber so weit ist (wenn die Studie denn jemals umgesetzt wird) überwinden wir diese Lücke im Bahnnetz mit dem Postauto.
Im Postauto gibt es übrigens gratis-WLAN – aber wer will bei dieser beeindruckenden Fahrt über den Ofenpass schon im Internet surfen? Die Strecke führt durch den schweizerischen Nationalpark hinauf zur Passhöhe auf 2.149 Höhenmetern.
Nachdem das Postauto den Ofenpass überwunden hat, führt die Strecke weiter durch das Münstertal (Val Müstair) und über die schweizerisch-italienische Grenze in den südtiroler Vinschgau. Dabei passiert der Bus auch einige abenteuerlich enge Ortsdurchfahrten. Schließlich erreichen wir Mals, wo der Bus direkt am Bahnsteig hält.
Mals ist der Endbahnhof der Vinschgaubahn. Auf der nicht elektrifizierten Strecke von Mals nach Meran verkehren Stadler-GTW.
Die rund 60 Kilometer lange Strecke wurde 1990 stillgelegt und 2005 wiedereröffnet. Sie führt landschaftlich reizvoll durch das Etschtal mit seinen Obstplantagen. Im Vinschgau ist die Mehrheit der Bevölkerung deutschsprachig, und so sind auch Durchsagen und Bahnhofsschilder zweisprachig.
Fahrt über die Etsch
Schloss Dornsberg
Besonders interessant ist dann der letzte Streckenabschnitt, wenn die Bahn von der Töll durch drei Tunnel und eine Kehrschleife hinab nach Meran fährt und dabei einen tollen Blick in den Talkessel von Meran eröffnet.
Es geht gleich weiter...
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Unterwegs zwischen Adria und Nordsee / Fortsetzung Teil 1
TD, Donnerstag, 03.10.2013, 13:03 (vor 4567 Tagen) @ TD
Bahnhof Meran
Meran selbst kenne ich schon (zum damaligen Reisebericht), deshalb wollen wir nun weiterfahren nach Bozen. Zwischen Meran und Bozen verkehren Regionalzüge der Trenitalia und FLIRT-Triebzüge der SAD. Wir entscheiden uns für einen Trenitalia-Zug.
Die Bahnlinie Meran-Bozen führt durch das Etschtal weiter durch Apfelplantagen. Dank des mediterran-alpinen Klimas mit rund 300 Sonnentagen ist Südtirol das größte zusammenhängende Apfelanbaugebiet Europas.
Nach dem Halt in Sigmundskron/Ponte d'Adige trifft die Bahnstrecke auf die Brennerbahn und erreicht bald darauf Bozen.
In Bozen machen wir nun eine kleine Pause und erkunden die Landeshauptstadt Südtirols mit ihrer historischen Altstadt. Hier der Waltherplatz mit dem Denkmal für Walther von der Vogelweide.
Die Talfer fließt durch Bozen
Die Bozener Lauben sind seit dem Mittelalter wichtige Handelsstätten und zählen heute zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Bozens.
So, nun aber zurück an den Bahnhof von Bozen. Mit einem DB-ÖBB-Eurocity geht die Reise nun weiter nach Verona. Der Zug ist sehr pünktlich unterwegs und erreicht alle Bahnhöfe vor der Planankunft.
Ein Abteil für sich zu haben ist ja ganz nett – hier gibt es aber gleich einen ganzen Wagen für uns alleine. Ich komme mir fast wie in einem „Geisterzug“ vor, denn auch Personal lässt sich nicht blicken. Im Speisewagen sitzt ein einsames Pärchen, das hängt aber vielleicht auch damit zusammen, dass die Kaffeemaschine kaputt ist. Gut, dann müssen wir die weitere Fahrt eben ohne Kaffee genießen.
Es geht nämlich landschaftlich reizvoll weiter durch das Trentino, hier passieren wir die Festungsanlage Castel Beseno.
Die Strecke führt durch die Talebene der Etsch (italienisch Adige), hier mit Blick auf den Fluss. Die Landschaft ändert sich bei der weiteren Fahrt durch Venetien und wir erreichen den Bahnhof Verona Porta Nuova.
Wer sich nur für die Bahnreise interessiert, für den ist hier Schluss. Weitere Bahnbilder gibt es nämlich erst in Teil 2. Alle anderen nehme ich noch mit auf einen abendlichen Stadtbummel durch Verona.
Nahe dem Bahnhof auf dem Weg in die Altstadt liegt das namensgebende Stadttor Porta Nuova.
Durch die Torbögen des Portoni della Brà...
...erreichen wir die Arena von Verona. Die Arena wurde um das Jahr 30 n. Chr. erbaut und ist heute das drittgrößte erhaltene antike Amphitheater.
Piazza delle Erbe
Im Stadtgebiet von Verona treffen wir wieder auf die Etsch. Aus dem kleinen Flüsschen, dem wir im Vinschgau heute das erste Mal begegnet sind, ist ein stattlicher Fluss geworden, hier mit Blick hinüber zum Castel San Pietro.
Duomo Santa Maria Matricolare
Torre dei Lamberti
Porta Borsari
Und mit einem nächtlichen Blick auf die Piazza Brà beenden wir den abendlichen Spaziergang durch Verona und unseren ersten Reisetag. Morgen sind wir nochmals einen Tag in Italien unterwegs – aber dazu demnächst mehr.
Viele Grüße
Tobias
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Unterwegs zwischen Adria und Nordsee / Fortsetzung Teil 1
moonglum, Hagen, Donnerstag, 03.10.2013, 17:43 (vor 4567 Tagen) @ TD
danke, ganz ganz grosse Klasse
--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.
https://adobe.ly/2PMZyEV
1229
Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 03.10.2013, 13:56 (vor 4567 Tagen) @ TD
(Kann mir jemand helfen: der Zug RE 1229 hat einen besonderen Namen, der auch in der automatischen Ansage durchgesagt wird. Ich kann mich aber beim besten Willen nicht mehr daran erinnern und beim Googeln stelle ich mich zu blöd an...)
Googeln? Da nimmt man die Kursbuchtabelle (so man sie denn findet, das dauerte ohne Karte). ;-)
Aqualino heißt der Zug. Wässerchen?
Und natürlich vielen Dank für den Bericht!
Viele Grüße,
Sören
--
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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr
Wie suchst du?
Twindexx, St. Gallen (CH), Donnerstag, 03.10.2013, 14:29 (vor 4567 Tagen) @ Sören Heise
Hoi,
so man sie denn findet, das dauerte ohne Karte
Wieso dauerte das, wie suchst du?
-> http://www.fahrplanfelder.ch/de/suchen/
Ortschaft eingeben genügt. Nach der Eingabe von "Landquart" kommt als vierter Vorschlag das Fahrplanfeld 910:
Chur – Landquart – Davos
Chur – Landquart – Vereina – Scuol-Tarasp
Das geht blitzschnell ;-)
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Wie suchst du? - Offline; zur Vinschgerbahn
Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 03.10.2013, 14:39 (vor 4567 Tagen) @ Twindexx
Wieso dauerte das, wie suchst du?
Ich habe mir die Fahrpläne Anfang Fahrplanjahr runtergeladen und dann im entsprechenden Ordner gesucht. Ich wußte nur, daß die RhB 9xx hat. ;-)
Online wäre wohl schneller gewesen.
Die Vinschgerbahn, Du sprichst Dein Unverständnis über die Nichtelektrifizierung aus, soll wohl perspektivisch elektrifiziert werden. Man ist vom Erfolg überrollt und hat vor einiger Zeit auch noch ein Fahrzeug verloren.
Ich bin gerade überfragt, ob 2005 schon moderne Elektrotriebwagen zur Verfügung gestanden hätten. Der Minuetto ja, der Flirt war damals noch nicht international. Vielleicht rechnete man auch mit weniger Reisenden.
Viele Grüße,
Sören
Wie suchst du? - Offline; zur Vinschgerbahn
Twindexx, St. Gallen (CH), Donnerstag, 03.10.2013, 15:06 (vor 4567 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Twindexx, Donnerstag, 03.10.2013, 15:09
Hoi,
Ich habe mir die Fahrpläne Anfang Fahrplanjahr runtergeladen und dann im entsprechenden Ordner gesucht. Ich wußte nur, daß die RhB 9xx hat. ;-)
Online wäre wohl schneller gewesen.
Aha, so ist das. Dann empfehle ich den Download des folgenden PDF: http://www.fahrplanfelder.ch/fileadmin/fap_explanations/pdf-Dateien/kb1.pdf
Die Vinschgerbahn, Du sprichst Dein Unverständnis über die Nichtelektrifizierung aus, soll wohl perspektivisch elektrifiziert werden. Man ist vom Erfolg überrollt
Das ist doch gut. Das zeigt auch, wieviel Potenzial man mit einem guten Angebot abschöpfen kann.
und hat vor einiger Zeit auch noch ein Fahrzeug verloren.
Die Fahrt in den Erdrutsch? Das Fahrzeug war doch die ganze Zeit am nächsten Bahnhof Wind und Wetter ausgesetzt. Hätte man richtig gehandelt, hätte man es wohl reparieren können. Aber da war offenbar die italienische Justiz unfähig, welche das Fahrzeug nicht freigab.
Ich bin gerade überfragt, ob 2005 schon moderne Elektrotriebwagen zur Verfügung gestanden hätten. Der Minuetto ja, der Flirt war damals noch nicht international.
Die Mehrsystem-Flirt RABe 524 für SBB-Tilo kamen 2007 in Betrieb. Und die SBB konnten damals nicht die Frage stellen, ob ein Fahrzeug zur Verfügung stand. Bevor die SBB die RABe 524 bestellten, gab es solche Fahrzeuge auch noch nicht. Manchmal muss man halt die Industrie damit beauftragen, etwas neues zu entwickeln, wenn verfügbares ab Stange die Anforderungen nicht erfüllt.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Der SBB FV-Dosto.
Vinschgerbahn
Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 04.10.2013, 21:07 (vor 4566 Tagen) @ Twindexx
Das ist doch gut. Das zeigt auch, wieviel Potenzial man mit einem guten Angebot abschöpfen kann.
Ja. So wie ich Today's Railways Europe verstehe (agreed) heißt es, haben sich die Provinz Bozen und die Region Trentino/Südtirol übrigens über die Elektrifizierung geeinigt. Sie kommt also definitiv.
Die Fahrt in den Erdrutsch? Das Fahrzeug war doch die ganze Zeit am nächsten Bahnhof Wind und Wetter ausgesetzt. Hätte man richtig gehandelt, hätte man es wohl reparieren können. Aber da war offenbar die italienische Justiz unfähig, welche das Fahrzeug nicht freigab.
Genau. Die Italiener beschlagnahmen in solchen Fällen wohl regelmäßig, in Domo war doch auch mal eine schweizer Lok betriffen?
Manchmal muss man halt die Industrie damit beauftragen, etwas neues zu entwickeln, wenn verfügbares ab Stange die Anforderungen nicht erfüllt.
Danke für die Zahlen zu den Flirts. Ich weiß jetzt nicht, warum Südtirol nicht gleich auf Strom gesetzt hat. Man wird aber seine Gründe gehabt haben. ;-)
Viele Grüße,
Sören
Aqualino
Twindexx, St. Gallen (CH), Donnerstag, 03.10.2013, 14:24 (vor 4567 Tagen) @ TD
Hoi,
Die Tour tönt schonmal recht spannend, da freue ich mich doch gleich auf die nächsten Teile ;-)
Kann mir jemand helfen: der Zug RE 1229 hat einen besonderen Namen, der auch in der automatischen Ansage durchgesagt wird. Ich kann mich aber beim besten Willen nicht mehr daran erinnern und beim Googeln stelle ich mich zu blöd an...)
Das ist der RE Aqualino, eigentlich eine normale Taktverbindung wie die anderen Züge von Disentis/Mustér nach Scuol-Tarasp auch: http://www.fahrplanfelder.ch/fileadmin/fap_pdf_fields/2013/910.pdf
Nach dem Halt in Klosters (hier mit aufgegleistem Feuerwehrfahrzeug) fahren wir durch den 19 Kilometer langen Vereinatunnel, der das Prättigau mit dem Engadin verbindet. Während der Fahrt ist eine Hostess des örtlichen Tourismusverbands im Zug unterwegs, die nicht nur Infos dabei hat, sondern als Einstimmung auf die Region auch Kostproben von Bünderfleisch.
Deshalb eben auch der Zugsname, da steckt eine Marketingidee dahinter: http://www.myswitzerland.com/de-ch/aqualino.html
Er ist auch Teil eines SBB-Railaway-Angebotes in Verbindung mit dem Erlebnisbad Scuol: http://www.sbb.ch/freizeit-ferien/tagesausfluege/sport-und-erholung.angebotdetail.tages...
In Sagliains am Südportal des Vereinatunnels heißt es nun Umsteigen. Hier wartet bereits ein Zug nach Pontresina. Der Bahnsteig in Sagliains dient ausschließlich dem Umstieg zwischen den beiden Linien, es gibt hier weder einen Ort noch einen externen Zugang zum Bahnsteig. Auch in der SBB-Fahrplanauskunft ist es nicht möglich, Sagliains als Start- oder Zielbahnhof einzugeben, der Ort taucht nur bei Umsteigeverbindungen auf.
Es gäbe mit dem Engadin-Star auch eine Direktverbindung von Landquart durch den Vereinatunnel nach Zernez und St. Moritz. Dieser nutzt den direkten Abzweig im Tunnel direkt Richtung Susch und ist so rund acht Minuten schneller in Zernez.
Im aktuellen Fahrplan werden die RE Landquart - Vereina - St. Moritz nur dreimal täglich geführt. Ab 15. Juni 2014 kommen drei weitere Zugspaare dazu und es wird tagsüber ein Zweistundentakt gefahren. Der Grund sind die zusätzlichen IC Zürich HB - Chur, die SBB bauen nämlich ihr IC-Angebot im nächsten Juni mit Verdichtungen zum Halbstundentakt alle zwei Stunden aus. Damit entsteht ein 30-30-60-Minuten-Takt. Die neuen IC werden dieselben Fahrzeiten und dieselben Halte, Sargans und Landquart, haben wie die bestehenden IC-Verbindungen.
Die RhB will natürlich ihrerseits die zusätzlichen IC auch abnehmen. Da am Albula noch kein Halbstundentakt möglich ist, verkehren die zusätzlichen RE ab Landquart via Vereina nach St. Moritz. Ab Klosters werden dann auch zusätzliche Anschluss-Züge nach Davos angeboten.
Hier findet gerade eine Fotoverfolgung unseres Zugs statt. Ich bin anfangs beeindruckt, wie jemand aus einem fahrenden Auto beidhändig über das Autodach fotografiert – bis ich merke, dass es sich bei dem Auto um einen Rechtslenker handelt. Da es nach dem Nummernschild Briten sind, lohnt es sich wohl nicht, hier nach dem Gegenfoto zu fragen.
Solche "Bahnfreunde" sind mir immer wieder ein Rätsel. Der richtige Bahnfan sitzt im Zug und fährt nicht mit dem Auto nebenher. Eine Bahn kann nicht davon leben, dass man neben ihr her fährt. Eine Bahn lebt davon, dass sie benutzt wird.
Nachdem im letzten Jahrhundert Pläne für eine Ofenbergbahn nie realisiert wurden, gibt es seit wenigen Jahren wieder neue Überlegungen, das Netz der Rhätischen Bahn mit einer Strecke durch das Münstertal mit der Vinschgaubahn bei Mals zu verbinden und so eine Bahnverbindung zwischen dem Schweizer Mittelland und Oberitalien zu schaffen. Bis das aber so weit ist (wenn die Studie denn jemals umgesetzt wird) überwinden wir diese Lücke im Bahnnetz mit dem Postauto.
Bis jetzt scheitert eine Bahnstrecke nach Mals, egal ob von Scuol oder Zernez aus, mal an den finanziellen Mitteln. Beim Kanton Graubünden geniesst das Vorhaben derzeit auch nur B-Priorität. Viel wichtiger sind bessere Verbindungen von Zürich her, eine Beschleunigung der Strecke Landquart - Klosters, einem Wolfgangtunnel Klosters - Davos und eine bahntechnische Erschliessung der Lenzerheide (in welcher Form auch immer).
Vorderhand sollen mal Taktverdichtungen im bestehenden RhB-Netz umgesetzt werden. Die SBB werden auf absehbare Zeit zwischen Zürich und Chur auf einen lückenlosen IC-Halbstundentakt verdichten. Die RhB soll diesen Halbstundentakt in ihrem Netz fortführen.
Und so eine Postautofahrt über den Ofenpass hat doch auch ihren Reiz ;-)
Mals ist der Endbahnhof der Vinschgaubahn. Auf der nicht elektrifizierten Strecke von Mals nach Meran verkehren Stadler-GTW.
Ich werde wohl nie begreifen, wie man eine stillgelegte Bahnstrecke in moderner Form wieder aufleben lassen kann, ohne dabei die Strecke auch gleich zu elektrifizieren. Vor allem bei Strecken mit Steigungen wäre man mit elektrischer Traktion besser beraten. Auch die Obstplantagen fänden es wohl besser, wenn man sie nicht volldieseln würde.
Und wie Eingangs erwähnt, werde ich mich auf weitere Teile des Berichts freuen :-)
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Bahnfotoreisen mit dem Auto
safe go, Chemnitz, Donnerstag, 03.10.2013, 14:58 (vor 4567 Tagen) @ Twindexx
Hier findet gerade eine Fotoverfolgung unseres Zugs statt. Ich bin anfangs beeindruckt, wie jemand aus einem fahrenden Auto beidhändig über das Autodach fotografiert – bis ich merke, dass es sich bei dem Auto um einen Rechtslenker handelt. Da es nach dem Nummernschild Briten sind, lohnt es sich wohl nicht, hier nach dem Gegenfoto zu fragen.
Solche "Bahnfreunde" sind mir immer wieder ein Rätsel. Der richtige Bahnfan sitzt im Zug und fährt nicht mit dem Auto nebenher. Eine Bahn kann nicht davon leben, dass man neben ihr her fährt. Eine Bahn lebt davon, dass sie benutzt wird.
Leider gibt es aber viele schöne Stellen, die mit einem Fußmarsch vom nächstgelegenen Bahnhof nicht in vertretbarer Zeit erreichbar sind. So begründet sich u.a., dass ein sehr großer Anteil meiner Bahnfotos eben nicht kalendertauglich ist, sondern auf billigem Geknipse im Bahnhof beruht ... Und vom Rest ist die Hälfte auf Familienreisen mit dem Pkw entstanden.
Es ist ja nun nicht so, dass aller 2 km ein Haltepunkt mit 30-min-Takt läge.
Bahnfotoreisen mit dem Auto
Twindexx, St. Gallen (CH), Donnerstag, 03.10.2013, 16:03 (vor 4567 Tagen) @ safe go
Hoi,
Leider gibt es aber viele schöne Stellen, die mit einem Fußmarsch vom nächstgelegenen Bahnhof nicht in vertretbarer Zeit erreichbar sind. So begründet sich u.a., dass ein sehr großer Anteil meiner Bahnfotos eben nicht kalendertauglich ist, sondern auf billigem Geknipse im Bahnhof beruht ... Und vom Rest ist die Hälfte auf Familienreisen mit dem Pkw entstanden.
Ich finde, wenn man sich schon extra die Zeit für Bahnfotos nimmt, hat man auch die Zeit für einen kleinen Fussmarsch. Bewegung schadet nie. Man kann es ja auch mit einem schönen Wanderausflug kombinieren.
Es soll auch Fotostellen geben, die sind mit dem Auto nicht erreichbar. Dazu gehört beispielsweise die Lötschberg-Südrampe. Ja, da muss man halt mal einen längeren Fussmarsch machen.
Es ist ja nun nicht so, dass aller 2 km ein Haltepunkt mit 30-min-Takt läge.
Nein, jedoch sind solche Dinge planbar. Manchmal liegt dann eventuell noch eine Postautohaltestelle halbwegs in der Nähe.
Wenn man will, dann geht's auch.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
in der Schweiz mag das so schön einfach sein ...
safe go, Chemnitz, Donnerstag, 03.10.2013, 17:11 (vor 4567 Tagen) @ Twindexx
- kein Text -
Engadin Star und mehr
Splittergattung, Donnerstag, 03.10.2013, 19:06 (vor 4567 Tagen) @ Twindexx
Es gäbe mit dem Engadin-Star auch eine Direktverbindung von Landquart durch den Vereinatunnel nach Zernez und St. Moritz. Dieser nutzt den direkten Abzweig im Tunnel direkt Richtung Susch und ist so rund acht Minuten schneller in Zernez.
Im aktuellen Fahrplan werden die RE Landquart - Vereina - St. Moritz nur dreimal täglich geführt. Ab 15. Juni 2014 kommen drei weitere Zugspaare dazu und es wird tagsüber ein Zweistundentakt gefahren. Der Grund sind die zusätzlichen IC Zürich HB - Chur, die SBB bauen nämlich ihr IC-Angebot im nächsten Juni mit Verdichtungen zum Halbstundentakt alle zwei Stunden aus. Damit entsteht ein 30-30-60-Minuten-Takt. Die neuen IC werden dieselben Fahrzeiten und dieselben Halte, Sargans und Landquart, haben wie die bestehenden IC-Verbindungen.
Die RhB will natürlich ihrerseits die zusätzlichen IC auch abnehmen. Da am Albula noch kein Halbstundentakt möglich ist, verkehren die zusätzlichen RE ab Landquart via Vereina nach St. Moritz. Ab Klosters werden dann auch zusätzliche Anschluss-Züge nach Davos angeboten.
Ich meine, der wäre letzten Sommer auch schon im Zweistundentakt gefahren, zumindest am Wochenende. Ist er möglicherweise bisher saisonanbhängig im Fahrplan und fährt jetzt in der Nebensaison seltener? Wäre zwar schweiz-untypisch, aber anders kann ich es mir kaum vorstellen.
Ich werde wohl nie begreifen, wie man eine stillgelegte Bahnstrecke in moderner Form wieder aufleben lassen kann, ohne dabei die Strecke auch gleich zu elektrifizieren. Vor allem bei Strecken mit Steigungen wäre man mit elektrischer Traktion besser beraten. Auch die Obstplantagen fänden es wohl besser, wenn man sie nicht volldieseln würde.
Vom Erfolg überrascht - in Deutschland fallen mir zahlreiche Strecken ein, die zumindest kurz vor der Stilllegung standen und heute Fahrgastzahlen aufweisen, die eine Elektrifizierung geradezu aufdringlich nahelegen. Teilweise wird das auch umgesetzt, siehe Münstertalbahn, oder die Umsetzung ist fest eingeplant, siehe das restliche Netz der zukünftigen Breisgau-S-Bahn. Aber auch auf vielen anderen Strecken würde Bedarf bestehen, allein die ganzen Linien in NRW mit mindestens Halbstundentakt schon heute schreien geradezu nach Strom.
Engadin Star und mehr
Twindexx, St. Gallen (CH), Donnerstag, 03.10.2013, 20:18 (vor 4567 Tagen) @ Splittergattung
Hoi,
Ich meine, der wäre letzten Sommer auch schon im Zweistundentakt gefahren, zumindest am Wochenende. Ist er möglicherweise bisher saisonanbhängig im Fahrplan und fährt jetzt in der Nebensaison seltener? Wäre zwar schweiz-untypisch, aber anders kann ich es mir kaum vorstellen.
Die RhB kennt saisonale Fahrpläne. Bei Zusatzzügen und dem Paradepferd Glacier-Express sind nur saisonal fahrende Züge sehr wohl bekannt. Taktzüge kennen jedoch normal keine Saisonunterschiede im Fahrplan.
Bisher fährt ab Landquart nach St. Moritz immer um:
08:20 (saisonal täglich 9.Mai-20.Okt)
09:20 (täglich)
11:20 (täglich)
13:20 (nur Samstags)
und von St. Moritz Ankunft in Landquart:
14:37 (nur Samstags)
16:37 (täglich)
18:37 (täglich)
19:37 (saisonal täglich 9.Mai-20.Okt)
ein direkter RE.
Ab 15. Juni 2014 sieht das dann mit den Abfahrten ab Landquart so aus:
08:20 (saisonal täglich 10.Mai-26.Okt)
09:20 (täglich)
11:20 (täglich)
13:20 (neu täglich)
15:20 (täglich) *neu*
17:20 (täglich) *neu*
19:20 (täglich, jedoch nach Davos Platz) *neu*
Gegenrichtung Ankunft in Landquart:
08:36 (täglich, jedoch aus Davos Platz) *neu*
10:36 (täglich) *neu*
12:36 (täglich) *neu*
14:36 (neu täglich)
16:36 (täglich)
18:36 (täglich)
Der saisonale RE mit Ankunft in Landquart um 19:37 wird gestrichen, weil er dort keinen IC-Anschluss mehr haben würde. Der bisherige saisonale tägliche Zusatz-IC Landquart ab 19:49 Uhr entfällt zu Gunsten der zusätzlichen täglichen IC im Takt.
In der Gegenrichtung wird der IC Zürich HB ab 07:07 mit Anschluss auf den saisonalen RE Landquart ab 08:20 neu täglich während der gesamten Fahrplanperiode verkehren (in der Wintersaison einfach ohne RhB-Anschluss in Landquart).
Vom Erfolg überrascht - in Deutschland fallen mir zahlreiche Strecken ein, die zumindest kurz vor der Stilllegung standen und heute Fahrgastzahlen aufweisen, die eine Elektrifizierung geradezu aufdringlich nahelegen. Teilweise wird das auch umgesetzt, siehe Münstertalbahn, oder die Umsetzung ist fest eingeplant, siehe das restliche Netz der zukünftigen Breisgau-S-Bahn. Aber auch auf vielen anderen Strecken würde Bedarf bestehen, allein die ganzen Linien in NRW mit mindestens Halbstundentakt schon heute schreien geradezu nach Strom.
Fehlt das Geld?
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Ohne Vorurteil: wichtiger Unterschied CH <> DE
Meinrad aus Kanada, Oakville, Canada, Donnerstag, 03.10.2013, 21:10 (vor 4567 Tagen) @ Twindexx
Twindexx schreibt
Fehlt das Geld?
Neben dem Geld - das sicher eine Rolle spielt - darf man auch nicht vergessen, dass jede zusaetzliche kWh in der Schweiz zu 97% aus nuklearen oder Wasserkraftwerken stammt (also nahezu ohne zusaetzliche CO2-Emissionen). In DE ist das anders. Zusaetzlicher Strom beruht im Moment auf dem Verbrennen zusaetzlicher Kohle. Der Umweg ueber den Strom bringt an sich ueberhaupt nichts in Bezug auf Emissionen, bis irgendwann der Solarstrom und der Windstrom solche zusaetzlichen Verbraeuche abdecken. Da hat sich unglaublich viel getan (vor allem im Vergleich zu Kanada, wo ich die Situation intensiv miterlebe), aber noch nicht genug. Im August 2013 gab es einen sonnigen Sonntag mit viel Wind an der See; da wurde fuer drei Stunden mehr Strom aus erneuerbaren Resourcen erzeugt, als abgenommen werden konnte. Wenn der Zustand dann irgendwann einmal an einem bewoelkten Werktag im November erreicht wird, dann ist es auch in DE geboten, die letzten paar km unter den Fahrdraht zu bringen. Bis dahin gibt es eben einen Unterschied zwischen CH und DE, denn man wertfrei erkennen und beruecksichtigen muss.
Ohne Vorurteil: wichtiger Unterschied CH <> DE
Splittergattung, Donnerstag, 03.10.2013, 21:27 (vor 4567 Tagen) @ Meinrad aus Kanada
Im August 2013 gab es einen sonnigen Sonntag mit viel Wind an der See; da wurde fuer drei Stunden mehr Strom aus erneuerbaren Resourcen erzeugt, als abgenommen werden konnte. Wenn der Zustand dann irgendwann einmal an einem bewoelkten Werktag im November erreicht wird, dann ist es auch in DE geboten, die letzten paar km unter den Fahrdraht zu bringen.
Was sagen dann die Schweizer im Sommer, wenn wir ihnen noch mehr Ökostrom um die Ohren hauen, der die Rentabilität ihrer Pumpspeicherwerke gefährdet? Siehe hier (okay, für übertriebene Seriosität in Sachen Umweltpolitik ist der Focus nicht gerade bekannt, aber ich denke, man versteht, worauf ich hinauswill)
Leider geht es in Deutschland nicht nur um "die letzten paar km", sondern eher um Hunderte bis Tausende, wo eine Elektrifizierung ratsam wäre, teilweise auch, um dem Fernverkehr Ausweichrouten zu geben oder überhaupt erst echten Fernverkehr einzurichten, siehe Ulmer Südbahn (wobei hier sogar was passiert) oder Oberfranken/Oberfalz. Muss man sich halt überlegen, ob man nach energiepolitischen oder bahnbetrieblichen Kriterien entscheiden will.
Ohne Vorurteil: wichtiger Unterschied CH <> DE
Re 8/12, Winterthur, Samstag, 05.10.2013, 04:30 (vor 4566 Tagen) @ Splittergattung
Kleines OT zu unserem "Schwesterthema" Engergieversorgung:
Was sagen dann die Schweizer im Sommer, wenn wir ihnen noch mehr Ökostrom um die Ohren hauen, der die Rentabilität ihrer Pumpspeicherwerke gefährdet?
Im Prinzip kein Problem, genau dafür braucht es ja diese Pumpspeicherwerke - her mit dem Strom, damit wir euch Versorgungssicherheit auch für Zeiten schwacher Sonnen- und Windaktivität bieten können. Dass dieses Zusammenspiel noch nicht so richtig funktioniert, ist mir schon klar, die Gründe dafür eher weniger.
--
Ohne Vorurteil: wichtiger Unterschied CH <> DE
Splittergattung, Samstag, 05.10.2013, 13:13 (vor 4565 Tagen) @ Re 8/12
Im Prinzip kein Problem, genau dafür braucht es ja diese Pumpspeicherwerke - her mit dem Strom, damit wir euch Versorgungssicherheit auch für Zeiten schwacher Sonnen- und Windaktivität bieten können. Dass dieses Zusammenspiel noch nicht so richtig funktioniert, ist mir schon klar, die Gründe dafür eher weniger.
Generell macht es Sinn, die oberen Becken der Pumpspeicherwerke tagsüber zu den Verbrauchsspitzen zu leeren und nachts bei weniger Verbrauch zu füllen. Leider kommt vor allem deutscher Solarstrom nur tagsüber und vor allem im Sommer in die Schweiz und ist dann billiger als der einheimische Strom aus den Pumpspeicherwerken. Also müssten - der Logik des Artikels zufolge, inwieweit die stimmt weiß ich nicht - Schweizer Pumpspeicherwerke zeitweise unrentabel sein.
Seltsam finde ich vor allem, dass der Focus offenbar erneuerbare Energie in der Schweiz (Pumpspeicherwerke) gut und in Deutschland (Solarstrom) doof findet :D
Ohne Vorurteil: wichtiger Unterschied CH <> DE
Re 8/12, Winterthur, Samstag, 05.10.2013, 17:10 (vor 4565 Tagen) @ Splittergattung
Generell macht es Sinn, die oberen Becken der Pumpspeicherwerke tagsüber zu den Verbrauchsspitzen zu leeren und nachts bei weniger Verbrauch zu füllen.
Die Stauseen wurden ursprünglich dafür konzipiert, im (regenreicheren) Sommerhalbjahr Wasser für das Winterhalbjahr zu sammeln. Das Wechselspiel zwischen Pumpen und Turbinieren findet also nicht nur in tageszeitlichem Rhythmus statt, sondern kann sich durchaus auch über längere Zeiträume erstrecken.
Leider kommt vor allem deutscher Solarstrom nur tagsüber und vor allem im Sommer in die Schweiz und ist dann billiger als der einheimische Strom aus den Pumpspeicherwerken.
Warum "leider"? Das ist doch 'part of the game'. Speicherwerke müssen in Zeiten hoher Stromproduktion gar nicht billigeren Strom als die Konkurrenz liefern können. Vielmehr sollen sie selber von diesem billigen Strom profitieren, indem sie ihn speichern und später zu höheren Preisen wieder verkaufen.
Seltsam finde ich vor allem, dass der Focus offenbar erneuerbare Energie in der Schweiz (Pumpspeicherwerke) gut und in Deutschland (Solarstrom) doof findet :D
Das Blatt zitiert ja die Schweizer Energieministerin. Es ist natürlich schon so, dass allzu stark subvenitonierter deutscher Solarstrom für Schweizer Kraftwerke auch zu einer unerwünschten Konkurrenz werden kann. Betroffen sind dabei aber nicht Speicher-, sondern Laufwerke, also z.B. Flusskraftwerke im Mittelland. Bei diesen gibt's noch Ausbaupotential, aber wenn die Preise zu tief sind, lohnen sich entsprechende Investitionen nicht. Der Frau Leuthard würde ich raten, die Preisentwicklung langfristig zu betrachten und dafür zu sorgen, dass überschüssiger Strom in grösserer Menge in den Pumpspeicherwerken 'gelagert' werden kann. Den Deutschen würde ich allerdings raten, endlich ihre Kohlekraftwerke abzustellen.
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Elektrifizierungsbedarf in D
Splittergattung, Donnerstag, 03.10.2013, 21:18 (vor 4567 Tagen) @ Twindexx
Vom Erfolg überrascht - in Deutschland fallen mir zahlreiche Strecken ein, die zumindest kurz vor der Stilllegung standen und heute Fahrgastzahlen aufweisen, die eine Elektrifizierung geradezu aufdringlich nahelegen. Teilweise wird das auch umgesetzt, siehe Münstertalbahn, oder die Umsetzung ist fest eingeplant, siehe das restliche Netz der zukünftigen Breisgau-S-Bahn. Aber auch auf vielen anderen Strecken würde Bedarf bestehen, allein die ganzen Linien in NRW mit mindestens Halbstundentakt schon heute schreien geradezu nach Strom.
Fehlt das Geld?
Ich weiß es auch nicht. Entweder das, oder der politische Wille fehlt, oder es ist gerade keine Ausschreibung in Sicht, die neue Fahrzeuge mit sich bringen würde, oder die Planungsprozesse dauern ewig ...
Elektrifizierungsbedarf in D
Henrik, Freitag, 04.10.2013, 00:29 (vor 4567 Tagen) @ Splittergattung
Vom Erfolg überrascht - in Deutschland fallen mir zahlreiche Strecken ein, die zumindest kurz vor der Stilllegung standen und heute Fahrgastzahlen aufweisen, die eine Elektrifizierung geradezu aufdringlich nahelegen. Teilweise wird das auch umgesetzt, siehe Münstertalbahn, oder die Umsetzung ist fest eingeplant, siehe das restliche Netz der zukünftigen Breisgau-S-Bahn. Aber auch auf vielen anderen Strecken würde Bedarf bestehen, allein die ganzen Linien in NRW mit mindestens Halbstundentakt schon heute schreien geradezu nach Strom.
Fehlt das Geld?
Ich weiß es auch nicht. Entweder das, oder der politische Wille fehlt, oder es ist gerade keine Ausschreibung in Sicht, die neue Fahrzeuge mit sich bringen würde, oder die Planungsprozesse dauern ewig ...
von letzteren beiden wüsste man dann aber ja auch.
bei vielen (den meisten?) reaktivierten Strecken lohnt sich Elektrifizierung ja einfach nicht ..für die paar kleinen kurzen Züge, die dort verkehren.
Elektrifizierungsbedarf in D
Twindexx, St. Gallen (CH), Freitag, 04.10.2013, 20:14 (vor 4566 Tagen) @ Splittergattung
bearbeitet von Twindexx, Freitag, 04.10.2013, 20:17
Hoi,
oder die Planungsprozesse dauern ewig
Das merken wir an sämtlichen deutschen Bahnstrecken im Zulauf zur Schweiz. Für die Elektrifikation Lindau-München haben jetzt die SBB mal die Planungen bei der DB genauestens durchleutet, nachdem es dem schweizerischen Bundesamt für Verkehr mit der DB mal zu blöd wurde. Denn da läuft bei der DB bezüglich der Termine so ziemlich alles schief. Und leider ist dies kein Einzelfall, das ist die Regel.
oder der politische Wille fehlt
Oh, der ist offensichtlich vorhanden, nur ist die Frage, wie dieser Wille aussieht. Stell dir vor, Deutschland würde die Bahnstrecken in die Schweiz vertragsgemäss ausbauen. Die ganzen Schweizer würden ja nur noch mit dem Zug fahren. Das würde ja die Einnahmen aus der Ausländer-PKW-Maut, über die da gerade in Deutschland geredet wird, drastisch reduzieren. Das wäre offenbar ein Problem, denn in Deutschland fehlt für Verkehrsinfrastrukturen offensichtlich an allen Ecken und Enden das Geld. So gesehen ergibt das wieder Sinn und lässt sogar einen gewissen politischen Willen erkennen. Nur geht dieser politische Wille meines Erachtens in die falsche Richtung.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Elektrifizierungsbedarf in D
Splittergattung, Freitag, 04.10.2013, 21:04 (vor 4566 Tagen) @ Twindexx
Ich häng mal eine Antwort an Oscars Thread ... da passt sie besser hin.
Symmetrieminute in Landquart
R 450, Samstag, 05.10.2013, 19:25 (vor 4565 Tagen) @ Twindexx
Kleine Randbemerkung, da entwickelt sich die Symmetrieminute nächstes Jahr sozusagen in die "falsche" Richtung, nämlich weg von der angeblich angestrebten Nullsymmetrie:
Ab 15. Juni 2014 sieht das dann mit den Abfahrten ab Landquart so aus:
08:20 (saisonal täglich 10.Mai-26.Okt)
09:20 (täglich)
11:20 (täglich)
13:20 (neu täglich)
15:20 (täglich) *neu*
17:20 (täglich) *neu*
19:20 (täglich, jedoch nach Davos Platz) *neu*
Gegenrichtung Ankunft in Landquart:
08:36 (täglich, jedoch aus Davos Platz) *neu*
10:36 (täglich) *neu*
12:36 (täglich) *neu*
14:36 (neu täglich)
16:36 (täglich)
18:36 (täglich)
--
Für eine europaweit einheitliche Symmetrieminute http://de.wikipedia.org/wiki/Symmetrieminute und http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Lampart
Explanation in English: https://en.wikipedia.org/wiki/Symmetry_minute
Symmetrieminute in Landquart
Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 07.10.2013, 00:51 (vor 4564 Tagen) @ R 450
Hoi,
Kleine Randbemerkung, da entwickelt sich die Symmetrieminute nächstes Jahr sozusagen in die "falsche" Richtung, nämlich weg von der angeblich angestrebten Nullsymmetrie:
Die Ankunftszeiten in Landquart wird wohl um eine Minute vorverschoben, weil die IC Richtung Zürich zwischen Chur und Sargans um eine Minute vorverschoben werden. Die IC werden Chur künftig um xx:08 bzw. xx:38 verlassen (statt xx:09 bzw. xx:39), was zur Ankunftszeit xx:52 bzw. xx:22 passt und womit die IC ab Dezember eine exakte Nullsymmetrie aufweisen werden.
Bei der RhB ist die grösstenteils einspurige Infrastruktur zu bedenken, welche teils unangenehme Zwangspunkte schafft. Zusätzlich führen grössere Steigungen zu unterschiedlichen Geschwindigkeitsprofilen und damit auch zu unterschiedlich langen Fahrzeiten.
Beispielsweise beträgt bei den Engadin-Star-RE die Fahrzeit Landquart - Klosters Platz 48 Minuten, während sie bei den Takt-RE Landquart - Davos Platz im selben Abschnitt mit einem Halt mehr im Vergleich nur 37 Minuten lang ist. In Gegenrichtung legen die Engadin-Star-RE den Abschnitt Klosters Platz - Landquart in 41 Minuten zurück, während die RE Davos Platz - Landquart diesen Streckenteil auch wieder mit einem Halt mehr in genau 30 Minuten bewältigen.
Ein Infrastruktur-Ausbau für einen richtigen RE-Halbstundentakt ist erst in Planung. Hier wären dann ab Landquart halbstündliche RE Richtung Klosters Platz geplant, welche sich dann in Klosters Platz in einen Zugsteil nach Davos und einen durch den Vereina-Tunnel aufteilen werden (Flügelzugskonzept).
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
NL: Schnellverkehr entscheidend, nicht Anzahl der Züge.
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 04.10.2013, 09:15 (vor 4566 Tagen) @ Splittergattung
bearbeitet von Oscar (NL), Freitag, 04.10.2013, 09:15
Twindexx:
Ich werde wohl nie begreifen, wie man eine stillgelegte Bahnstrecke in moderner Form wieder aufleben lassen kann, ohne dabei die Strecke auch gleich zu elektrifizieren.
Tja, wir sind nicht in der Schweiz...:)
Vor allem bei Strecken mit Steigungen wäre man mit elektrischer Traktion besser beraten. Auch die Obstplantagen fänden es wohl besser, wenn man sie nicht volldieseln würde.
Obstplantagen brauchen ja CO2, und Dieselabgase liefern das...
Nur schade, dass CO2 auch ein Treibhausgas ist.
Splittergattung:
In Deutschland fallen mir zahlreiche Strecken ein, die zumindest kurz vor der Stilllegung standen und heute Fahrgastzahlen aufweisen, die eine Elektrifizierung geradezu aufdringlich nahelegen.
...allein die ganzen Linien in NRW mit mindestens Halbstundentakt schon heute schreien geradezu nach Strom.
Demnach müsste quasi unser komplettes Netz elektrisch sein (Halbstundentakt ist in NL ja Regel), und erst recht Nijmegen-Cuijk.
Abfahrten ab Cuijk Richtung Nijmegen zwischen 7:30 und 8:30 sind um 7:37, 7:52, 7:56, 8:07, 8:12, 8:22 und 8:26. Abfahrtstafel. Alles über eine teilweise eingleisige Dieselstrecke. Es wird mit 2x GTW-8 gefahren und es müssen immer noch Menschen stehen.
Auch Groningen-Zuidbroek und Arnhem-Doetinchem sind 15-Minutentakt. Dieselstrecke, eingleisig.
Erst wenn man einen "IC" fahren möchte, kommt Fahrdraht in Frage.
...das restliche Netz der zukünftigen Breisgau-S-Bahn.
Die Breisgau-S-Bahn gibt es heute schon, sie verkehrt rundum Freiburg.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Nichts gegen Eingleisigkeit
Alphorn (CH), Freitag, 04.10.2013, 14:54 (vor 4566 Tagen) @ Oscar (NL)
Abfahrten ab Cuijk Richtung Nijmegen zwischen 7:30 und 8:30 sind um 7:37, 7:52, 7:56, 8:07, 8:12, 8:22 und 8:26. Abfahrtstafel. Alles über eine teilweise eingleisige Dieselstrecke.
Wenn man die Infrastruktur passend zum Fahrplan baut, ist (partielle) Eingleisigkeit kein Problem; der Reisende merkt davon nichts. Bedingung ist nur, dass dort, wo die Züge fahrplanmässig kreuzen sollen, ein kurzes Stück Doppelspur gebaut wird. Zwischen Meilen und Zürich fahren bald 8 Züge pro HVZ-Stunde und Richtung über eine teilweise eingleisige Strecke.
Diesel hingegen merkt der Reisende immer am Lärm und an den längeren Fahrzeiten.
Also lieber zuerst elektrifizieren und dann über durchgehende Doppelspuren nachdenken.
NL: Schnellverkehr entscheidend, nicht Anzahl der Züge.
Splittergattung, Freitag, 04.10.2013, 15:46 (vor 4566 Tagen) @ Oscar (NL)
Demnach müsste quasi unser komplettes Netz elektrisch sein (Halbstundentakt ist in NL ja Regel), und erst recht Nijmegen-Cuijk.
Abfahrten ab Cuijk Richtung Nijmegen zwischen 7:30 und 8:30 sind um 7:37, 7:52, 7:56, 8:07, 8:12, 8:22 und 8:26. Abfahrtstafel. Alles über eine teilweise eingleisige Dieselstrecke. Es wird mit 2x GTW-8 gefahren und es müssen immer noch Menschen stehen.Erst wenn man einen "IC" fahren möchte, kommt Fahrdraht in Frage.
Fahrdraht lohnt sich auch auf Strecken mit kurzer Zugfolge, denn elektrische Fahrzeuge können stärker beschleunigen als Dieselfahrzeuge. Außerdem kann man Züge mit größeren Gefäßgrößen wirtschaftlich betreiben. Es hat schon einen Grund, dass eure "IC" elektrisch fahren ...
...das restliche Netz der zukünftigen Breisgau-S-Bahn.
Die Breisgau-S-Bahn gibt es heute schon, sie verkehrt rundum Freiburg.
Die wird aber demnächst ausgeweitet - dann auch als Bezeichnung für das Netz - (deswegen zukünftig) und dabei sollen sämtliche Strecken unter Fahrdraht. Sechsfachtraktionen von RS1 gehören dann der Vergangenheit an. Stattdessen fahren elektrische und wegen des Fahrgastandrangs vermutlich auch längere Züge.
Dieseltraktion
Twindexx, St. Gallen (CH), Freitag, 04.10.2013, 20:02 (vor 4566 Tagen) @ Oscar (NL)
Hoi,
Obstplantagen brauchen ja CO2, und Dieselabgase liefern das...
Nur schade, dass CO2 auch ein Treibhausgas ist.
Da gibts nur zwei Probleme:
1.) Aus dem Auspuff kommt ein wenig mehr CO₂ als den Pflanzen lieb wäre.
2.) Auch im Jahr 2013 kommt aus dem Auspuff noch weit mehr als nur CO₂.
Vor allem der zweite Punkt war auch die Ursache, dass seit 2005 in Schweizer Tiefbahnhöfen keine planmässigen Fahrten von Reisezügen mit Dieseltraktion mehr erlaubt sind. Sowas wie der ICE-TD gehört der Vergangenheit an.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
NVR/VRS (Köln)
Lumi25, Samstag, 05.10.2013, 17:43 (vor 4565 Tagen) @ Twindexx
Hier im VRS will man auch die Strecken Köln-Meinerzhagen, Köln-Kall und Bonn-Euskirchen elektrifizieren was ja auch sinnvoll ist. Weniger sinnvoll ist aber wie der VRS vorgeht und das ist halt symbolisch für Deutschland.
Bis jetzt fuhr der VT 644. Das Fahrzeug ist klar für S-Bahnverkehr gemacht aber anstatt jetzt zu elektrifizieren schreibt man die Leistungen neu aus und natürlich muss es nach nur einer Vertragslaufzeit wieder ein neues Fahrzeug in Form des frisierten LINT sein.
Der Besteller geht also hin gibt lieber Millionen für Neufahrzeuge aus und erkauft sich damit Zeit. Nach Ende der nächsten Vertragslaufzeit soll der Fahrdraht stehen allerdings braucht man dann wiedermal Neufahrzeuge.
Verantwortungsvoll gehen unsere Besteller nicht gerade mit Geld um zahlen darf man dies dann mit völlig überhöhten Tarifen.
So ist das leider in Deutschland häufig der Fall. Lernfähig ist man nicht siehe nur RE 9 die Umstellung von Dostos auf Talent II. Obwohl man auch beim Besteller mittlerweile die Probleme erkannt hat stellt man den RE 7 künftig ebenfalls von Dostos auf Talent II um.
Auch immer mehr in Mode kommt hier Türen einzusparen um stattdessen mehr Sitzplätze reinzuquetschen was auch auf den LINT auf dem Eifelnetz zutreffen wird.
Allgemeine Frage
Jens, Bayern/NRW, Donnerstag, 03.10.2013, 18:11 (vor 4567 Tagen) @ TD
Ich bin sehr beeindruckt von all deinen Reiseberiechten, spannend zu sehen was man ohne Langstreckenflug nur mit der Bahn oder dem Bus in nächster nähe alles sehen kann.
Eine Frage zu deinen Bildern:
Bei den Fotos ausm Zug/Bus raus sehe ich meistens kaum Spiegelungen oder Dreck, "Wie" machst du Bilder durch Scheiben? Nah ranhalten? Mit den Händen? Entsprechend Verlängertes Objektiv? Flter?
Vielen Dank und ich freue mich auf weiter Berichte, bzw. erstmal auf die Fortsetzung :)
Allgemeine Frage
TD, Donnerstag, 03.10.2013, 21:10 (vor 4567 Tagen) @ Jens
Eine Frage zu deinen Bildern:
Bei den Fotos ausm Zug/Bus raus sehe ich meistens kaum Spiegelungen oder Dreck, "Wie" machst du Bilder durch Scheiben? Nah ranhalten? Mit den Händen? Entsprechend Verlängertes Objektiv? Flter?
Hallo,
ich habe nur eine kleine Kompaktkamera ohne Extras, die in die Hemdtasche passt. Wenn es keine Fenster zum Öffnen gibt, ist das mit den Fotos wirklich nicht so einfach. Gut, bei dreckigen Scheiben muss man sich halt eine halbwegs saubere Stelle suchen. Ansonsten habe ich mittlerweile etwas Übung und einen Blick, wo es mit Fotos klappen könnte. Am besten sind offene Landschaften und weit entfernte Motive, vorzugsweise im 90-Grad-Winkel zur Fahrtrichtung und mit der Sonne im Rücken. Aber auch nicht alle Scheiben sind gleich gut geeignet und Wetterglück braucht es natürlich auch. Manchmal geht das aber auch völlig schief, siehe die schlechten Bilder in meinem Centovalli-Reisebericht: links der Fahrtrichtung alle Plätze belegt, viel Wald und wenn es rechts einen Blick ins Tal gab, stand die Sonne frontal über der Panoramascheibe. Manche Bilder lassen sich noch retten, wenn man Ausschnitte erstellt und Spiegelungen oder verschwommene Objekte abschneidet. Außerdem suche ich für die Reiseberichte aus einer Vielzahl von Bildern nur die besten aus und habe auch viel Ausschuss – Bilder mit Oberleitungsmasten- oder Brückenpfeilerschäden lösche ich gleich vor Ort, viele weitere Bilder fallen dann zu Hause der Löschtaste zum Opfer.
Viele Grüße
Tobias
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"Fensterplatz, bitte." - Meine Bahnreiseberichte.de.| instagram.com/fensterplatz.bitte/
Unterwegs zwischen Adria und Nordsee (1/4 m. 52 Bildern)
ICE11, Aachen, Freitag, 04.10.2013, 23:44 (vor 4566 Tagen) @ TD
Schon der Anfang macht Laune auf mehr! Danke für die Mühe des Schreibens!
Wollte ich nicht schon immer mal zur neg mit ihren Kurswagen? Meinem Bruder hatte ich noch einen Angeltag am Rursee versprochen, wie kommen wir also von Hamburg in die Eifel? Ist das nicht endlich mal eine Gelegenheit, den ICE Sprinter zu nutzen? Nur wie füllen wir dann den übrigen halben Tag zwischen Köln und Aachen? Hatte ich da nicht auf der Fahrt nach London einen alten belgischen Triebwagen in Aachen gesehen...?
Auf diesen Teil der Berichte freue ich mich besonders, zum einen wie ein "Auswärtiger" das sieht, was ich jeden Tag sehe - Aachen und Umgebung - zum anderen Amrum, wo ich im Mai zwei herrliche Urlaubswochen verbracht habe (und auch 2014 wieder verbringen werde).
Der Bahnsteig in Sagliains dient ausschließlich dem Umstieg zwischen den beiden Linien, es gibt hier weder einen Ort noch einen externen Zugang zum Bahnsteig. Auch in der SBB-Fahrplanauskunft ist es nicht möglich, Sagliains als Start- oder Zielbahnhof einzugeben, der Ort taucht nur bei Umsteigeverbindungen auf.
Gibt es sowas noch sonstwo in Europa?
Unterwegs zwischen Adria und Nordsee (1/4 m. 52 Bildern)
Meinrad aus Kanada, Oakville, Canada, Samstag, 05.10.2013, 06:43 (vor 4566 Tagen) @ ICE11
Der Bahnsteig in Sagliains dient ausschließlich dem Umstieg zwischen den beiden Linien, es gibt hier weder einen Ort noch einen externen Zugang zum Bahnsteig. Auch in der SBB-Fahrplanauskunft ist es nicht möglich, Sagliains als Start- oder Zielbahnhof einzugeben, der Ort taucht nur bei Umsteigeverbindungen auf.
Gibt es sowas noch sonstwo in Europa?
Ja, in der Irischen Republik: Manulla Junction
Unterwegs zwischen Adria und Nordsee (1/4 m. 52 Bildern)
Regiosprinter, Sonntag, 06.10.2013, 22:30 (vor 4564 Tagen) @ ICE11
Der Bahnsteig in Sagliains dient ausschließlich dem Umstieg zwischen den beiden Linien, es gibt hier weder einen Ort noch einen externen Zugang zum Bahnsteig. Auch in der SBB-Fahrplanauskunft ist es nicht möglich, Sagliains als Start- oder Zielbahnhof einzugeben, der Ort taucht nur bei Umsteigeverbindungen auf.
Gibt es sowas noch sonstwo in Europa?
Nicht ganz so hermetisch abgeriegelt, aber auch ohne Siedlung dazu:
Der Bahnhof Neuoffingen.
Hier zweigt die Donautalbahn Ulm-Donauwörth-Ingolstadt-Regensburg von der Hauptstrecke Ulm-Augsburg-München ab. Der Bahnhof wurde rein zum Umstieg gebaut, wird jedoch seit Jahrzehnten nicht mehr bedient. Umsteigen muss man jetzt in Günzburg.
Klaus
Sagliains als Start/Ziel
R 450, Sonntag, 06.10.2013, 23:50 (vor 4564 Tagen) @ TD
In Sagliains am Südportal des Vereinatunnels heißt es nun Umsteigen. Hier wartet bereits ein Zug nach Pontresina. Der Bahnsteig in Sagliains dient ausschließlich dem Umstieg zwischen den beiden Linien, es gibt hier weder einen Ort noch einen externen Zugang zum Bahnsteig. Auch in der SBB-Fahrplanauskunft ist es nicht möglich, Sagliains als Start- oder Zielbahnhof einzugeben, der Ort taucht nur bei Umsteigeverbindungen auf.
Bei der ÖBB-Auskunft geht es.
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Für eine europaweit einheitliche Symmetrieminute http://de.wikipedia.org/wiki/Symmetrieminute und http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Lampart
Explanation in English: https://en.wikipedia.org/wiki/Symmetry_minute