Von Donau, Balaton und Zürichsee – Fortsetzung 1/3 (Reiseberichte)
Tag 3: Wien – Spitz – Wien
Den heutigen Tag haben wir eigentlich für Wien vorgesehen. Allerdings macht Sightseeing bei einer Sommerhitze um 35 Grad nicht besonders viel Spaß und so wollen wir heute nochmals in die Wachau fahren, diesmal aber mit der Bahn. Vom Hotel am Westbahnhof fahren wir dazu mit der Bim (Straßenbahn) an den Franz-Josefs-Bahnhof.
Franz-Josefs-Bahnhof in Wien
Von hier geht es nun mit einem REX nach Krems an der Donau. Der Zug ist aus Wiesel-Doppelstockwagen gebildet und herrlich klimatisiert. Woher kommt eigentlich die Bezeichnung „Wiesel“?
Vorbei am Stift Klosterneuburg...
...führt die Strecke nun wieder durch das Tullnerfeld, diesmal aber landseitig und mit mehr als 22 Stundenkilometer wie bei der Schiffsfahrt.
In Krems haben wir vor der Weiterfahrt noch Zeit, uns etwas in der Altstadt umzusehen.
Steiner Tor
Anschließend steht eine Fahrt auf der Wachaubahn auf dem Programm. Die Donauuferbahn wird nur noch zwischen Krems und Emmendorf befahren und das auch nur von saisonalen Ausflugszügen. Wobei die Strecke an unserem Reisetag wegen eines „technischen Gebrechens“ nur bis Spitz an der Donau befahren wird. Also geht es jetzt wieder an den Bahnhof.
Nachdem ich mich im Vorfeld über die Wachaubahn informiert hatte, erwarte ich nun einen goldfarbenen Zug mit Schlierenwagen. Aber als Überraschung...
...ist der Zug diesmal aus noblen Salonwagen von B&B Blue Train gebildet – so macht sich der stolze Fahrpreis wenigstens bezahlt.
Ich will jetzt nicht die Donau-Kreuzfahrt schlecht machen, es liegt wohl eher an mir, dass ich mit einer Flusskreuzfahrt nicht viel anfangen kann – aber während man vom Schiff aus nur einen Eindruck der Wachau aus der Ferne erhält und eigentlich an der Wachau vorbeifährt, fährt man mit dem Zug mittendurch. Es ist eine herrliche Fahrt durch Weinberge, Tunnel und Dörfer und viel intensiver als vom Schiff aus. Und noch dazu bei dem prächtigen Sommerwetter den Kopf aus dem Fenster zu strecken, toll.
Bei Dürnstein erinnert ein Denkmal an eine Schlacht der napoleonischen Kriege 1805.
Bahnhof Weißenkirchen
Wehrkirche Mariae Himmelfahrt Weißenkirchen
Erst zu Hause bei der Sichtung der Bilder bemerke ich, dass hier ein Fotograf stand. Falls sich der Kollege erkennt: gibt es ein Gegenbild?
Echt schade, dass die Fahrt nach einer halben Stunde in Spitz schon wieder vorbei ist. In dem alten Winzerort im Herzen der Wachau, die übrigens als Kulturlandschaft UNESCO-Welterbe ist, genießen wir die ländliche Ruhe und decken uns mit frischen Marillen ein.
Pfarrkirche Spitz
Schade, über diese Bahnbrücke geht es heute nicht weiter.
Eine Rollfähre verbindet hier die beiden Donauufer. Zwischendurch passieren auch Kreuzfahrtschiffe Spitz – mit den Passagieren an Bord möchte ich aber nicht tauschen.
Mit dem Bus geht es nun zurück nach Krems, wo wir wieder auf einen REX umsteigen.
ÖBB-REX in Krems
Bis zu den Stadtgrenzen von Wien fahren wir auf der gleichen Strecke wie auf der Hinfahrt zurück, diesmal steigen wir aber in Wien-Spittelau auf die U-Bahn um und fahren mit der U6 zum Hotel.
Am Abend gibt es noch einmal Touristenprogramm pur mit...
...Wiener Riesenrad im Prater...
...und Schloss Schönbrunn.
Morgen früh geht es dann weiter nach Ungarn, aber dazu mehr in den nächsten Tagen in Teil 2.
Viele Grüße
Tobias
--
"Fensterplatz, bitte." - Meine Bahnreiseberichte.de.| instagram.com/fensterplatz.bitte/
gesamter Thread:
- Von Donau, Balaton und Zürichsee – Reisebericht m. 70 B. 1/3 -
TD,
08.09.2013, 11:38
- Von Donau, Balaton und Zürichsee – Fortsetzung 1/3 -
TD,
08.09.2013, 11:44
- Vielen Dank! Freue mich auf die Fortsetzungen!
-
oppermad,
08.09.2013, 12:15
- Von Donau, Balaton und Zürichsee – Fortsetzung 1/3 -
TGV99,
08.09.2013, 12:38
- Von Donau, Balaton und Zürichsee – Fortsetzung 1/3 - TGV Duplex, 08.09.2013, 12:49
- Vielen Dank! Freue mich auf die Fortsetzungen!
- Von Donau, Balaton und Zürichsee – Fortsetzung 1/3 -
TD,
08.09.2013, 11:44