Von Donau, Balaton und Zürichsee – Reisebericht m. 70 B. 1/3 (Reiseberichte)
Hallo zusammen,
mittlerweile harren 480 Bilder von 3 Touren auf Veröffentlichung. Allerdings kann ich aus Zeitgründen die Reiseberichte diesmal nicht am Stück einstellen, sondern nur mit Unterbrechung. Aber jetzt fangen wir einfach mal an, mit diesem ersten Reisebericht möchte ich Euch auf eine erstklassige Rundfahrt mitnehmen. Für knapp 8 Tage sind wir entlang von Donau und Plattensee unterwegs. Die Tour fand Anfang August statt.
![[image]](http://www.bahnreiseberichte.de/037-Donau-Balaton/37-Karte.jpg)
Wir fahren vom Bodensee über Nürnberg und Passau nach Wien, machen einen Abstecher in die Wachau, fahren über Budapest an den Balaton und nach einem Ausflug nach Bad Gleichenberg via Graz und Zürich zurück.
Tag 1: Konstanz – Passau – Donau
Heute fahren wir zunächst mit dem Zug von Konstanz nach Passau. Für die Strecke gibt es mehrere alternative Wege und Verbindungen, mal über Ulm, mal durchs Allgäu oder via Stuttgart oder München. Ich habe mir allerdings einen kleinen Umweg ausgesucht, der uns über Stuttgart und Nürnberg nach Passau bringen soll.
Die Tour startet am frühen Sonntagmorgen in Konstanz, ein Zug der Schwarzwaldbahn bringt uns zunächst nach Singen. Das obligatorische Startbild mit dem Zug in Konstanz fehlt diesmal, denn der Übergang vom Bus auf den Zug war etwas knapp. In der ersten Klasse ist diesmal ein artfremder Wagen unterwegs mit durchgehender 1. Klasse im Oberdeck, dafür aber ohne Tische.
Bei der Fahrt am Seeufer entlang mit Blick hinüber zur Insel Reichenau kündigt sich ein schöner Sommertag an.
In Singen steht schon der erste Umstieg an, mit einem Regionalexpress geht es nun auf der Gäubahn nach Stuttgart. Als die Einfahrt des Zuges angekündigt wird mit „Regionalexpress aus Schaffhausen zur Weiterfahrt nach Stuttgart“ erschrecke ich kurz, denn mit dem RE Stuttgart-Schaffhausen verbinde ich BR 425+426. Aber die Sorge ist unberechtigt, der Zug ist aus Doppelstockwagen gebildet.
Durch den Hegau geht die Fahrt nach Tuttlingen, wo wir ein erstes Mal der Donau begegnen. Der Fluss wird uns die nächsten Tage noch begleiten, aber zunächst geht es nun weiter an den Neckar.
Horb
Bis Horb fahren wir durch das Neckartal, dann geht es hinauf auf die Gäuebene. Der Zug füllt sich unterdessen, den schönen Sommertag nutzen viele Ausflügler für eine Sonntagstour.
Mit Blick auf den Stuttgarter Talkessel geht es dann über die Panoramabahn hinunter nach Stuttgart, wo wir pünktlich den Hauptbahnhof erreichen. Wir kommen an einem der wegen der Bauarbeiten verkürzten Gleise an und haben so einen längeren Fußweg, aber trotzdem reicht die Zeit noch für einen Kaffee in der Lounge. Ich bin kein Dauergast in der Lounge, aber seit meinem letzten Besuch wurden die Bilder an den Wänden gewechselt.
Weiter geht es nun mit dem IC nach Nürnberg. Die Strecke von Stuttgart nach Nürnberg ist zwar unspektakulär, trotzdem mag ich diese Verbindung. Im wohl klimatisierten Abteilwagen geht es nun durch Ostwürttemberg.
Die Strecke ist noch weitgehend von Lärmschutzwänden verschont und bietet schönen Fernverkehr übers Land – hier die Frankenhöhe.
Ab Nürnberg geht es nun mit dem ICE-T weiter nach Passau. Unser Zugteil ist verkehrt gereiht – gut so, jetzt sitzen wir an der schöneren Seite mit Blick auf Walhalla und Donau ;).
Über die Fränkische Alb führt uns die Strecke in die Oberpfalz. Kurz vor Regensburg treffen wir wieder auf die Donau.
Links in der Ferne ist dann die Gedenkstätte Walhalla zu entdecken (der weiße Fleck in Bildmitte). Weiter führt uns die Fahrt durch den Gäuboden, wegen Bauarbeiten und aus anderen Gründen sammeln wir hier 15 Minuten Verspätung an, aber das ist nicht weiter schlimm.
Vilshofen
Ab Vilshofen führt die Strecke an der Donau entlang nach Passau. Aus Rücksichtnahme auf mitreisende Familienmitglieder endet unsere Bahnreise nun in Passau und wir machen uns auf den Weg zur Anlegestelle der Kreuzfahrtschiffe. Ich selbst wäre ja lieber im Zug sitzengeblieben und zweieinhalb Stunden später in Wien gewesen, aber so werden wir nun etwas entschleunigt weiterreisen und erst morgen Abend in Wien ankommen.
Mit dem Fluss-Kreuzfahrtschiff geht es nun über Nacht bis nach Melk und dann weiter nach Wien. Wer sich für diesen Off-Topic-Teil nicht interessiert, scrolle runter bis zu Tag 3, dort wechseln wir wieder auf die Schiene (keine Sorge, ich habe dafür Verständnis, mich selbst hätte ein Schiffsreisebericht auch nicht sonderlich interessiert).
„Unser Abteil“
Passau mit Rathaus und Dom
Nachdem wir Passau verlassen hatten, fahren wir für rund 40 Kilometer auf der deutsch-österreichischen Grenze, die hier in der Flussmitte verläuft. Das linke Ufer ist bayerisch, das rechte Ufer österreichisch, so auch hier bei Burg Krempelstein.
Zum Bordprogramm schreibe ich mal nichts -stattdessen genießen wir die Abendstimmung auf dem Sonnendeck. Von der Schlögener Schlinge bekommen wir bei der Dunkelheit leider nichts mit.
Und mit der nächtlichen Durchfahrt durch Linz mit den beleuchteten Gebäuden des Ars Electronica Center und des Lentos Kunstmuseums beschließen wir den ersten Reisetag.
Tag 2: Melk – Wien
Das Schiff hat vor dem Frühstück in Melk festgemacht, den Vormittag verbringen wir nun bei einem Landgang in dem Städtchen und dem berühmten Benediktinerkloster Stift Melk, welches zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
Das Stift über den Dächern von Melk
Prälatenhof
Stiftskirche
Stiftspark mit Gartenpavillon
Puh, nun ist doch noch ein Bild mit Bahnbezug gefunden, links der Bildmitte verläuft die Westbahn.
Da ich sonst ja auch Bilder der Verkehrsmittel zeige, muss das wohl auch sein: Tui Melodia
Am Nachmittag geht die Reise durch die Wachau und weiter nach Wien, wo wir gegen 19 Uhr ankommen werden.
Auf der Fahrt durch die Wachau passieren wir Dürnstein mit dem blauen Kirchturm des Augustiner-Chorherrenstifts und der Burgruine Dürnstein. Auf der Burg wurde einst der englische König Richard Löwenherz gefangen gehalten.
Dürnstein
Was dem Bahnreisenden der Lokwechsel, ist dem Schiffspassagier die Schleuse.
Die anschließende Fahrt durch das Tullnerfeld ist dann landschaftlich unspektakulär, die Sonne brennt und irgendwie habe ich schon nach einem Tag genug vom „Flussgenuss“ – aber gut, heute Abend sind wir ja in Wien.
Hier nutzen wir den Abend noch für einen Stadtbummel durch die österreichische Hauptstadt.
Stephansdom in der Abendsonne
Graben
Hofburg
Es geht gleich weiter...
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gesamter Thread:
- Von Donau, Balaton und Zürichsee – Reisebericht m. 70 B. 1/3 -
TD,
08.09.2013, 11:38
- Von Donau, Balaton und Zürichsee – Fortsetzung 1/3 -
TD,
08.09.2013, 11:44
- Vielen Dank! Freue mich auf die Fortsetzungen!
-
oppermad,
08.09.2013, 12:15
- Von Donau, Balaton und Zürichsee – Fortsetzung 1/3 -
TGV99,
08.09.2013, 12:38
- Von Donau, Balaton und Zürichsee – Fortsetzung 1/3 - TGV Duplex, 08.09.2013, 12:49
- Vielen Dank! Freue mich auf die Fortsetzungen!
- Von Donau, Balaton und Zürichsee – Fortsetzung 1/3 -
TD,
08.09.2013, 11:44