Tja, der Berliner Außenring (Reiseberichte)

Eingleisigkeit, Freitag, 01.02.2013, 10:39 (vor 4798 Tagen) @ Sören Heise

Hallo Sören,

vielen Dank für das schöne Bahnhofsporträt.

Bis um die Jahrtausendwende rum waren das Bahnhofsgebäude und alle oberen Bahnsteige noch zugänglich, obwohl auch schon damals nichts mehr dort gehalten hat und afair sogar die Bahnsteiggleise schon abgebaut waren. Es war eine sehr unheimliche Stimmung, durch die verlassene Bahnhofshalle zu laufen. Mittlerweile hat man ja alles zugemauert.

Für mich ist dieser Bahnhof Inbegriff der 40 Jahre Berliner Teilung (auch wenn ich sie selbst nicht erlebt habe). Die DR hat zu ihrer Zeit ja viele Bahnhöfe errichtet, die eigentlich mehr Provisorien waren und vollkommen fernab irgendwelcher Ortschaften lagen. Dazu zählt sicherlich auch Pirschheide. Ein Hauptbahnhof völlig fernab von der Stadt konnte nach dem Mauerfall natürlich nicht überleben. Insofern ist es eigentlich ganz in Ordnung, dass man den Verkehrshalt aufgibt. Kurioserweise fehlte aber meist das Geld, die Sache auch zu Ende zu bringen und so sieht es an den meisten Stellen aus, als wäre von einem Tag auf den anderen alles stehen und liegen gelassen.

Ich kann sehr empfehlen, mal ein paar andere (verlassene) Bahnhöfe am Außenring zu besuchen:

Sie alle bieten unheimlich spannende und stimmungsvolle Foto-Motive. Wenn ich die Bilder wiederfinde, kann ich hier auch mal ein paar einstellen.
Wer sich das Ganze mal innerstädtisch ansehen möchte, dem empfehle ich, Berlin-Karlshorst (noch in Betrieb) zu besuchen...

Eigentlich hat auf dem Außenring nur Golm die Wende gut überstanden. Alle anderen Stationen sind verlassen oder zumindest auf dem Stand von 1989 gehalten.

Immerhin kann man den Außenring mit RB 12, 20 und 22 heute wieder fast vollständig befahren und sich die Situation gut aus dem Zugfenster heraus anschauen.

Ich kann das sehr empfehlen!

Grüße,
Eingleisigkeit


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