Bahnreise nach München so schnell wie im Flugzeug (Allgemeines Forum)

ICE-T-Fan, Sonntag, 04.11.2012, 17:58 (vor 4902 Tagen)

-> http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article110612679/Bahnreise-nach-Muenchen-so-sch...

Der ICE-Sprinter, der ohne Zwischenstopp die beiden Hauptstädte verbindet, soll nach den Plänen der Deutschen Bahn ab Ende 2017 die Strecke in drei Stunden und 45 Minuten zurücklegen. Mit dem Flugzeug dürfte die Reise inklusive An- und Abfahrt dann kaum schneller gehen. Ingulf Leuschel vom Bahnkonzern für Berlin sagte: "Der Zug ist dann auch für diejenigen, die es ganz eilig haben, eine echte Alternative."

3h 45 min wären wohl nur mit Halt in Halle und Nürnberg. Die regulären Taktzüge werden so um die 4 Stunden 10 min brauchen.

Kernstück des Vorhabens ist der Bau einer komplett neuen, 230 Kilometer langen Gleistrasse, die südlich des Bahnknotens Halle/Leipzig beginnt und bis ins oberfränkische Ebensfeld führt. Über die Neubau-Strecke sollen die ICE-Züge mit bis zu 300 Kilometern pro Stunde fahren. Über die derzeit genutzten Schienenwege durch das Saaletal und den Frankenwald können die Züge wegen der vielen Kurven und großen Steigungen oft nicht einmal halb so schnell fahren.

Da hat wohl jemand nicht gut recherchiert. 249 km/h mit ICx sind da angesagt. Oder ist das ein Hinweis auf die BR 403/407 als Sprinter?

Bahnreise nach München so schnell wie im Flugzeug

Reservierungszettel, KDU, Sonntag, 04.11.2012, 18:27 (vor 4902 Tagen) @ ICE-T-Fan

-> http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article110612679/Bahnreise-nach-Muenchen-so-sch...

Der ICE-Sprinter, der ohne Zwischenstopp die beiden Hauptstädte verbindet, soll nach den Plänen der Deutschen Bahn ab Ende 2017 die Strecke in drei Stunden und 45 Minuten zurücklegen. Mit dem Flugzeug dürfte die Reise inklusive An- und Abfahrt dann kaum schneller gehen. Ingulf Leuschel vom Bahnkonzern für Berlin sagte: "Der Zug ist dann auch für diejenigen, die es ganz eilig haben, eine echte Alternative."


3h 45 min wären wohl nur mit Halt in Halle und Nürnberg. Die regulären Taktzüge werden so um die 4 Stunden 10 min brauchen.

Kernstück des Vorhabens ist der Bau einer komplett neuen, 230 Kilometer langen Gleistrasse, die südlich des Bahnknotens Halle/Leipzig beginnt und bis ins oberfränkische Ebensfeld führt. Über die Neubau-Strecke sollen die ICE-Züge mit bis zu 300 Kilometern pro Stunde fahren. Über die derzeit genutzten Schienenwege durch das Saaletal und den Frankenwald können die Züge wegen der vielen Kurven und großen Steigungen oft nicht einmal halb so schnell fahren.


Da hat wohl jemand nicht gut recherchiert. 249 km/h mit ICx sind da angesagt. Oder ist das ein Hinweis auf die BR 403/407 als Sprinter?

Ist doch möglich das 403er als Sprinter fahren, machen Sie ja auf der KRM jetzt schon - wenn auch nur innofiziell. :)

Die neuen Bummelzüge da lang schicken ist ja dann nicht sehr wirschftlich, oder ?

Grüße Andreas

Bahnreise nach München so schnell wie im Flugzeug

ICE-T-Fan, Sonntag, 04.11.2012, 18:32 (vor 4902 Tagen) @ Reservierungszettel

Da die beiden NBS nur ETCS 2 als Zugsicherungssystem bekommen sollen, fallen die ICE1/2 ja eh flach.

Es werden Anfangs nur ICE-T dort fahren, welche gerade eine ETCS-Ausrüstung bekommen und später die frisch ausgelieferten ICx.

Die ICE3 reichen ja gerade mal für den KRM-Betrieb und die geplanten Züge nach London und Paris, mehr als 4 Sprinterzugpaare wird es wohl auf der neuen SFS mit ICE3 nicht geben. Zudem steht ja immer noch im Raum, die SFS betrieblich nur für 250 km/h zuzulassen, auch wenn sie für 300 km/h trassiert ist.

Bahnreise nach München so schnell wie im Flugzeug

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 06.11.2012, 01:57 (vor 4900 Tagen) @ ICE-T-Fan

Da die beiden NBS nur ETCS 2 als Zugsicherungssystem bekommen sollen, fallen die ICE1/2 ja eh flach.

Es werden Anfangs nur ICE-T dort fahren, welche gerade eine ETCS-Ausrüstung bekommen und später die frisch ausgelieferten ICx.

Die ICE3 reichen ja gerade mal für den KRM-Betrieb und die geplanten Züge nach London und Paris, mehr als 4 Sprinterzugpaare wird es wohl auf der neuen SFS mit ICE3 nicht geben.

Einige 403 werden ggf. durch neue 407 von der KRM freigesetzt, wobei 4 Sprinterzugpaare vorerst ausreichen sollten.

Zudem steht ja immer noch im Raum, die SFS betrieblich nur für 250 km/h zuzulassen, auch wenn sie für 300 km/h trassiert ist.

Das wäre nur dann sinvoll, wenn auch Züge ohne Druckertüchtigung (p) dort fahren würden (z.B. Bpmz, Bimz, Bnrz, Dosto, 611 mit )p( Ausrrüstung). Dennoch wäre das das peinlichtste, was DB-Netz je zustande gebracht hätte.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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3:45 h?!

Claus_NN, Nürnberg, Sonntag, 04.11.2012, 20:01 (vor 4902 Tagen) @ ICE-T-Fan

... so hätte man sich die Milliarden auch sparen können. Eine völlig schwachsinnige Führung über Erfurt (wo die "Sprinter" dem Vernehmen nach ohnehin nicht halten werden) bremst die Züge auf eine lächerliche (status quo: unzumutbar) Fahrzeit aus. Alles über 3:30 (2:30 bis Nürnberg) ist nicht hinnehmbar. Warum man unbedingt beim Sprinter in Halle halten muss, weiß ich auch nicht - soll wohl der Erschließung Leipzigs dienen, aber ob sich da ernsthaft jemand vom Sprinter in die S-Bahn setzt...?!

Und wer meine Aussagen vereinfachend oder populistisch findet: Schreibe gerade vom Handy aus, aber reiche später gerne den Link zu einem Spiegel-Artikel nach, der Sinn und Unsinn der Führung über Erfurt und die Hintergründe (Regionalfürsten!) dessen beleuchtet. Und wer meint, ich übertreibe: Bin Berlin Südkreuz (Parkhaus) bis zum Nürnberger Stadtzentrum in 2:24 Stunden per Auto gefahren. Es ist also möglich... ;-)

Beste Grüße
Claus_NN

3:45 h?!

ICE-T-Fan, Sonntag, 04.11.2012, 20:06 (vor 4902 Tagen) @ Claus_NN

Eine Führung via Gera wäre geografisch sinnvoller aber auch teurer gewesen.

Erfurt liegt eher auf der Relation Hannover-Nürnberg. Darum bin ich schon seit Jahren für eine NBS Göttingen-Erfurt. So könnte wenigsten Hamburg-München auf 4 3/4 Stunden beschleunigt werden.

3:45 h?!

Claus_NN, Nürnberg, Sonntag, 04.11.2012, 22:13 (vor 4901 Tagen) @ ICE-T-Fan

Eine Führung via Gera wäre geografisch sinnvoller aber auch teurer gewesen.

Hast Du da genauere Zahlen beziehungsweise eine Dokumentation über die Diskussion des Streckenverlaufs? Würde mich brennend interessieren! :-)


Erfurt liegt eher auf der Relation Hannover-Nürnberg. Darum bin ich schon seit Jahren für eine NBS Göttingen-Erfurt. So könnte wenigsten Hamburg-München auf 4 3/4 Stunden beschleunigt werden.

Der Gedanke kam mir auch schon mal. Inklusive einer Westumfahrung Erfurts, bestehend aus einer Spange zwischen der NBS aus Richtung Süden und der nach Göttingen, der Auslegung der Spange und der Strecke nach Göttingen für 320 km/h, einer Geschwindigkeits-Optimierung (so langsam müsste dort sowieso eine Grundsanierung fällig sein?) Göttingen-Hannover und dann noch was in die Lüneburger Heide für 320 km/h hinklatschen... damit könnte man einen ganz großen Wurf landen. Ein Takt-Sprinter München - (1h) - Nürnberg - (2h) - Hannover - (1h) - Hamburg dürfte die Fliegerei zwischen M und H beziehungsweise N und HH obsolet machen und dem Germanwings-Plastikbomber (oder bleibt MUC-HAM davon verschont?) zwischen Alster und Isar schön Marktanteile abjagen. Kostet alles eine schöne Stange Geld, aber 1,2 Mrd. Euro Mehrkosten im Vergleich Transrapid <-> Express S-Bahn waren ja anfangs auch kein Problem in München... und wenn das Obige nicht Prestige ist, was dann?

Dann noch das geeignete Fahrzeug dafür, am besten noch mit Businessabteilen analog ÖBB-EC, einem ausgeweiteten Service auf der Kernstrecke Nürnberg-Hannover (so zum Beispiel wie im SC Pendolino in Tschechien mit Gratisgetränk und -tageszeitung in der 2. Klasse, 1. Klasse natürlich mehr) und ich glaube, die DB ist bei zuverlässigem Betrieb ein paar Imageprobleme los. Wenn ich jetzt aber noch polemisieren darf: Das sollte doch auch einer grünen Partei passen, aber dort reicht es ja, wenn es ICE heißt; dass dieser so schnell unterwegs ist wie ein IRE, ist egal. Beispiel Berlin-Nürnberg, das schafft jeder Skoda Fabia eine gute Stunde schneller als der ICE. Und die wenigsten müssen von Bahnhof zu Bahnhof, also vergrößert sich die Unterschied ICE -> Auto weiter...

Ach ja, hier der Spiegel-Artikel zur Sinnhaftigkeit der NBS Ebensfeld-Erfurt:
http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=81136870&aref=image049/2011/10/...

Beste Grüße,
Claus_NN

3:45 h?!

GibmirZucker, Sonntag, 04.11.2012, 22:44 (vor 4901 Tagen) @ Claus_NN

und dann noch was in die Lüneburger Heide für 320 km/h hinklatschen...

Neubaustrecken kann man icht einfach so hinklatschen....

Dann noch das geeignete Fahrzeug dafür, am besten noch mit Businessabteilen analog ÖBB-EC, einem ausgeweiteten Service auf der Kernstrecke Nürnberg-Hannover (so zum Beispiel wie im SC Pendolino in Tschechien mit Gratisgetränk und -tageszeitung in der 2. Klasse, 1. Klasse natürlich mehr)

Die Einrichtung von Businessabteilen im älteren Wagenmaterial hat sich die ÖBB ja geleistet, eine Weiterführung der Idee in Form von einer Premium Klasse im Railjet war ein Reinfall

Beispiel Berlin-Nürnberg, das schafft jeder Skoda Fabia eine gute Stunde schneller als der ICE. Und die wenigsten müssen von Bahnhof zu Bahnhof, also vergrößert sich die Unterschied ICE -> Auto weiter...

Das wären dann mit einem Skoda Fabia also 3Stunden45. Schon spitz gerechnet,,, aber wenn es in 2:24 schaffst...
Natürlich, durch die langsame Altstrecke, insbesondere im Frankenwald, ist der ICE alles andere als schnell zur Zeit (übrigens langsamer als vor wenigen Jahren wegen der Achsproblematik). Deshalb auch das NBS-Projekt.

3:45 h?!

Claus_NN, Nürnberg, Sonntag, 04.11.2012, 23:26 (vor 4901 Tagen) @ GibmirZucker

und dann noch was in die Lüneburger Heide für 320 km/h hinklatschen...


Neubaustrecken kann man icht einfach so hinklatschen....

Dessen bin ich mir durchaus bewusst. Ich wollte mit dieser deutlichen Ausdrucksweise ein bisschen auf die mir manchmal übertrieben hohe Berücksichtigung von Partikularinteressen bei Infrastrukturprojekten hinweisen... ;-)

Dann noch das geeignete Fahrzeug dafür, am besten noch mit Businessabteilen analog ÖBB-EC, einem ausgeweiteten Service auf der Kernstrecke Nürnberg-Hannover (so zum Beispiel wie im SC Pendolino in Tschechien mit Gratisgetränk und -tageszeitung in der 2. Klasse, 1. Klasse natürlich mehr)

Die Einrichtung von Businessabteilen im älteren Wagenmaterial hat sich die ÖBB ja geleistet, eine Weiterführung der Idee in Form von einer Premium Klasse im Railjet war ein Reinfall

Die Business-Abteile sind/waren ein richtiges Projekt am falschen Ort. Außer zwischen Wien, Linz und Salzburg sind die Fahrzeiten der ÖBB-Züge in meinen Augen zum Vergessen. Und das trotz 130er-Limit auf österreichischen Autobahnen.

Die Premium Class ging einfach am Bedarf vorbei. Ich war ja an sich immer begeistert vom Komfort und Service und habe kürzlich im RJ München-Wien die (nun) Business Class getestet. Sonst habe ich die Premium immer zum Relaxen und für das Besondere genutzt. Jetzt wollte ich in der Business ernsthaft arbeiten und stellte fest, dass auf den hochklappbaren Tisch zwei DIN A4-Blätter gerade mal so nebeneinander passen. Mit einem 15''-Laptop braucht man es wahrscheinlich gar nicht erst versuchen. Die "Abteile" dort sind ja auch nur dreiviertelhohe Wände, wie diese Hasenställe im ICE-T. Ein Dauertelefonierer im Nachbar"abteil" und man kann seine Sachen zusammenpacken.
Auf der Rückfahrt Wien-Nürnberg im ICE-T ging das Arbeiten am Vierer-Tisch problemlos, trotz dass eine zweite Person am Tisch Platz genommen hat.

Beispiel Berlin-Nürnberg, das schafft jeder Skoda Fabia eine gute Stunde schneller als der ICE. Und die wenigsten müssen von Bahnhof zu Bahnhof, also vergrößert sich die Unterschied ICE -> Auto weiter...


Das wären dann mit einem Skoda Fabia also 3Stunden45. Schon spitz gerechnet,,, aber wenn es in 2:24 schaffst...
Natürlich, durch die langsame Altstrecke, insbesondere im Frankenwald, ist der ICE alles andere als schnell zur Zeit (übrigens langsamer als vor wenigen Jahren wegen der Achsproblematik). Deshalb auch das NBS-Projekt.

Beste Grüße,
Claus_NN

3:45 h?!

Lumi25, Montag, 05.11.2012, 04:34 (vor 4901 Tagen) @ GibmirZucker

Beispiel Berlin-Nürnberg, das schafft jeder Skoda Fabia eine gute Stunde schneller als der ICE. Und die wenigsten müssen von Bahnhof zu Bahnhof, also vergrößert sich die Unterschied ICE -> Auto weiter...

Um konkurrenzfähig zum Auto zu sein braucht man den Super-IC ähm ICE nicht da würde es auch ein klassischer IC tun.

3:45 h?!

ICE-TD, Sonntag, 04.11.2012, 20:10 (vor 4902 Tagen) @ Claus_NN
bearbeitet von ICE-TD, Sonntag, 04.11.2012, 20:11

Die Führung über Erfurt macht Sinn, da dadurch auch die Ost-West-Verbindung Leipzig-Frankfurt beschleunigt wird.

Schön das du es in 2:24h geschafft hast, wahrscheinlich Nachts und unter Mißachtung jeglicher Geschwindigkeitsbeschränkungen, damit bist du aber nicht der normal Reisende/Autofahrer, zu der Tageszeit zu der der Sprinter fährt wäre dir wohl dein toller Rekord nicht gelungen.

3:45 h?!

ICE-T-Fan, Sonntag, 04.11.2012, 20:22 (vor 4902 Tagen) @ ICE-TD

Die NBS Erfurt-Leipzig dürfte gar nicht in Frage stehen. Das Problem ist eher die Querung des Thüringer Waldes mit der Strecke nach Ebensfeld.

Vermutlich wäre ein Weiterbau der NBS über Eisenach (nördlich vorbei) nach Niederaula sinnvoller gewesen. Ok, gut, dann wäre Eisenach vermutlich genau wie Weimar vom Fernverkehrsnetz abgeschnitten worden.

So profitiert Frankfurt-Leipzig nur halb davon und Berlin-Nürnberg ist mit einem leichten Umweg von 15 min betroffen.

Eisenach

JW, Sonntag, 04.11.2012, 21:00 (vor 4902 Tagen) @ ICE-T-Fan

Hallo,

Vermutlich wäre ein Weiterbau der NBS über Eisenach (nördlich vorbei) nach Niederaula sinnvoller gewesen. Ok, gut, dann wäre Eisenach vermutlich genau wie Weimar vom Fernverkehrsnetz abgeschnitten worden.

Zwischen Eisenach und Erfurt sind die Fahrzeiten doch gar nicht so schlecht und ein Ausbau der Altstrecke auf 200km/h ist ja auch geplant (wenn sich dies Projekt vermutlich noch einige Zeit hinziehen dürfte).

Aber westlich von Eisenach sehe ich Neubaubedarf. Eine Neubaustrecke von Eisenach an Bebra vorbei, die in beiden Fahrtrichtungen an die Neubausatrecke Kassel-Fulda angebunden ist, dürfte die Ost-West-Verbindungen von NRW und Frankfurt nach Thüringen und Sachsen erheblich verbessern.

Gruß Jörg

Eisenach

GibmirZucker, Sonntag, 04.11.2012, 21:11 (vor 4902 Tagen) @ JW

Aber westlich von Eisenach sehe ich Neubaubedarf. Eine Neubaustrecke von Eisenach an Bebra vorbei, die in beiden Fahrtrichtungen an die Neubausatrecke Kassel-Fulda angebunden ist, dürfte die Ost-West-Verbindungen von NRW und Frankfurt nach Thüringen und Sachsen erheblich verbessern.

Prioritär wäre wohl die Anbindung von Bad Hersfeld an die bestehende SFS (relativ kurze Neubastrecke), westlich von Eisenach geht es heute schon ziemlich schnell (160, evtl. Ausbau auf mehr möglich), die Durchfahrt von Bad Hersfeld ist auch relativ schnell, d.h. wohl eine kurze Strecke Raum Wildeck-Raum Bad Hersfeld. Mit relativ wenig Mitteln wäre da einiges herauszuholen. Nur tut sich die DB mit punktellen Ausbauten schwerer als mit langen Neubaustrecken.

Eisenach-NRW

joerg-dd, Dresden, Sonntag, 04.11.2012, 21:15 (vor 4902 Tagen) @ JW

Ein Beschleunigung von Eisenach Ri W wäre schön. a
aber deshalb ist man noch nicht schneller in NRW. Von Kassel nach Do wird über Hannover gefahren!

Eisenach-NRW

JW, Sonntag, 04.11.2012, 21:39 (vor 4902 Tagen) @ joerg-dd

Hallo,

Von Kassel nach Do wird über Hannover gefahren!

die Intercitys von Kassel nach Dortmund über Altenbeken/Paderborn benötige 2:15, die Verbindung über Hannover fährt zwar öfter, braucht aber eine halbe Stunde länger.

Gruß Jörg

Eisenach-NRW

Eisenacher, Sonntag, 04.11.2012, 21:48 (vor 4902 Tagen) @ JW

Davon fahren aber zu wenige. Ich fahre die Strecke einmal im Monat, aber die wenigen ICs erwische ich fast nie. Also: KRM und über FFM.

3:45 h?!

ice-t-411, Sonntag, 04.11.2012, 22:09 (vor 4901 Tagen) @ Claus_NN

Hi!

... so hätte man sich die Milliarden auch sparen können. Eine völlig schwachsinnige Führung über Erfurt (wo die "Sprinter" dem Vernehmen nach ohnehin nicht halten werden) bremst die Züge auf eine lächerliche (status quo: unzumutbar) Fahrzeit aus. Alles über 3:30 (2:30 bis Nürnberg) ist nicht hinnehmbar. Warum man unbedingt beim Sprinter in Halle halten muss, weiß ich auch nicht - soll wohl der Erschließung Leipzigs dienen, aber ob sich da ernsthaft jemand vom Sprinter in die S-Bahn setzt...?!

Und wer meine Aussagen vereinfachend oder populistisch findet: Schreibe gerade vom Handy aus, aber reiche später gerne den Link zu einem Spiegel-Artikel nach, der Sinn und Unsinn der Führung über Erfurt und die Hintergründe (Regionalfürsten!) dessen beleuchtet. Und wer meint, ich übertreibe: Bin Berlin Südkreuz (Parkhaus) bis zum Nürnberger Stadtzentrum in 2:24 Stunden per Auto gefahren. Es ist also möglich... ;-)

Tut mir Leid, aber jetzt mal halblag:

* Die direkte Streckenführung wurde im Raumordnungsverfahren untersucht, aber sie schneidet ziemlich schlecht ab. Zum einen wir die Metropolregion nördlich von Nürnberg nicht bedient (auch keine gemeinsame Trasse mit der S-Bahn) und stattdessen würde die Strecke durch ziemlich dünn besiedeltes Gebiet führen. Die Trassierung wäre noch viel aufwendinger und auch der jetzige ABS-Teil müsste komplette als ABS neu trassiert werden. Bündelung mit der A9 ist auch kaum möglich, da diese zu steil und kurvig ist.

* Die Trasse über Erfurt bietet den Vorteil, dass man nur eine NBS für Nord-Süd und Ost-West zwischen Erfurt und Halle/Leipzig bauen muss. Folge ist eine bessere Auslastung und geringere Kosten insgesamt.

* Ein realitische Fahrzeit (schnell, kein Stau, vmax mindestens 160 km/h) von Berlin-Zentrum nach Nürnberg liegt definitiv über 4 Stunden, von Südkreuz evtl. 3:45h. Alles unter 3 Stunden ist völlig konkurrenzfähig, genauso wie die 4:15 nach München. Mit dem Auto nicht zu schaffen, mit dem Flugzeug (BBR und FJS-Airport) auch völlig unrealistisch.

Man kann darüber streiten ob die NBS an sich sinnvoll ist, wenn die Auslastung tatsächlich nicht über 1 Zug/h hinauskommt, aber ich hoffe, dass sich dadurch Mehrverkehr für einen 30min-Takt in der HVZ (+ Sprinter) ergibt. Die signaltechnische Trennung vorausgesetzt sollte zumindest in den Abendstunden reger Güterverkehr ohne Nachschieben möglich sein. Aber das ist meine persönliche Meinung.

Gruß
Johannes

--
Schiffbau ist Kunst - Flugzeugbau ist Wissenschaft - Elektrotechnik ist Glücksache ;)

Alle Angaben ohne Gewähr!

3:45 h?!

Claus_NN, Nürnberg, Sonntag, 04.11.2012, 23:07 (vor 4901 Tagen) @ ice-t-411

Hi!


Tut mir Leid, aber jetzt mal halblag:

* Die direkte Streckenführung wurde im Raumordnungsverfahren untersucht, aber sie schneidet ziemlich schlecht ab. Zum einen wir die Metropolregion nördlich von Nürnberg nicht bedient (auch keine gemeinsame Trasse mit der S-Bahn) und stattdessen würde die Strecke durch ziemlich dünn besiedeltes Gebiet führen. Die Trassierung wäre noch viel aufwendinger und auch der jetzige ABS-Teil müsste komplette als ABS neu trassiert werden. Bündelung mit der A9 ist auch kaum möglich, da diese zu steil und kurvig ist.

Danke für die Detail-Info! :-)


* Die Trasse über Erfurt bietet den Vorteil, dass man nur eine NBS für Nord-Süd und Ost-West zwischen Erfurt und Halle/Leipzig bauen muss. Folge ist eine bessere Auslastung und geringere Kosten insgesamt.

* Ein realitische Fahrzeit (schnell, kein Stau, vmax mindestens 160 km/h) von Berlin-Zentrum nach Nürnberg liegt definitiv über 4 Stunden, von Südkreuz evtl. 3:45h. Alles unter 3 Stunden ist völlig konkurrenzfähig, genauso wie die 4:15 nach München. Mit dem Auto nicht zu schaffen, mit dem Flugzeug (BBR und FJS-Airport) auch völlig unrealistisch.

Tut mir leid, aber das muss ich jetzt ein wenig auseinandernehmen:

Auf der A9 zwischen Berlin und Nürnberg ist meinen Erfahrungen nach wesentlich mehr als 160 km/h drin. Zwischen dem Beginn der A9 am Dreieck Potsdam und Leipzig gibt's nur einen Geschwindigkeitseinbruch auf Höhe Dessau auf 120 km/h, ansonsten ist es dort flach und gerade -> da geht mit geeignetem Fahrzeug auch etwas über 200er-Marke. Kritisch wird es auf der A 9 auf einem Abschnitt in Thüringen unweit der Landesgrenze zu Bayern, der nur vierspurig ist und teils noch diese Platten aus dem DDR-Autobahnbau aufweist. Südlich von Hof ist es zwar steil und kurvig, aber ohne längere Abschnitte mit Geschwindigkeitsbeschränkung. Wenn ich für Nürnberg-Berlin 3:30 Stunden (Start und Ziel in der Innenstadt) ansetze, komme ich mit einer Pause sehr entspannt hin. Warum ich die Fahrzeit von 3 Stunden als lächerlich bezeichne, ist deshalb so, weil der gemeine, nicht besonders bahnfreundliche Bürger ja wohl mitbekommen hat, welche Querelen es beim Bau der NBS nach Erfurt gab und wie viele Milliarden hier je nach Standpunkt investiert oder versenkt wurden. Deshalb muss die ICE-Fahrzeit im Haustür-Haustür-Vergleich unter der eines Mittelklasse-Wagens liegen. Und da sieht's bei drei Stunden Fahrzeit zwischen Berlin Hbf und Nürnberg Hbf mau aus.

Die Bahn kann es sich nicht nur erlauben, auf Business-Kunden mit dichtem Terminkalender zu schauen, die nicht das Auto auf längeren Strecken nehmen, weil dadurch Arbeitszeit verloren geht. Ohne Frage ist das eine wichtige Zielgruppe und mit Angeboten à la 1. Klasse Business im ÖBB-EC kann man dort einen breiten Fuß in die Tür bekommen. Jedoch ist der Erlös pro km beim Business-Kunden mit BC50F/BC100F aufgrund der häufigen Fahrten nicht wirklich höher als bei einem Normalbahnfahrer, der sich einen Sparpreis für 49/59 Euro zugelegt hat. Auch diese muss man in den ICE locken.

Und "völlig unrealistisch" finde ich 4:15h zwischen Berlin Mitte und München Mitte bei Benutzung des Flugzeuges nicht.

Beispiel:

9:00 Start Berlin Mitte
9:30 Ankunft Airport BER
10:30 Abflug Richtung MUC
11:30 Landung in MUC
12:00 nach Entgegennahme des Gepäcks Start Richtung Zentrum
12:45 Ankunft im Zentrum

-> 3:45 Stunden und das halte ich für eine sehr konservative Rechnung. Die Business-Klientel würde da schärfer kalkulieren, profitiert dank Vielflieger-Status von lockereren Handgepäckregelungen und spart sich so schon wieder ein paar Minuten Wartezeit. Auch hier sollte wieder auf den Haustür-Haustür-Vergleich geschaut werden.


Beste Grüße
Claus_NN

3:45 h?!

GibmirZucker, Sonntag, 04.11.2012, 23:31 (vor 4901 Tagen) @ Claus_NN

-> da geht mit geeignetem Fahrzeug auch etwas über 200er-Marke.

Bei etwas über 200 und und den genannten Geschwindigkeitseinbrüchen ist es aber immer noch schwer, auf einen Schnitt von mehr als 180 zu kommen, inkl. Fahrt durch Nürnberg.

Deshalb muss die ICE-Fahrzeit im Haustür-Haustür-Vergleich unter der eines Mittelklasse-Wagens liegen. Und da sieht's bei drei Stunden Fahrzeit zwischen Berlin Hbf und Nürnberg Hbf mau aus.

Warum ignorierst dann den Haustür-Haustür Vergleich eines Erfurters? Willst
A: Erfurt eine Anbindung an das HG-Netz verweigern (d.h. lieber nach Saalfeld dieseln und dann Richtung Süden schaukeln?)
B: Eine reine HG-Strecke Berlin-Nürnberg. Und die Thüringer auch zufrieden stellen mit Halle-Erfurt-Ebensfeld? Die wäre ja immer noch notwendig für
B1: Erfurt-Berlin/Leipzig-Dresden
B2: Frankfurt-Leipzig (-)Dresden

D.h. die ganzen Relationen Frankfurt/Erfurt - Leipzig/Berlin/Dresden hätten das Nachsehen. Das alles nur zu Gunsten einer schnellen Verbindung von Bayern nach Berlin?

Ohne Frage ist das eine wichtige Zielgruppe und mit Angeboten à la 1. Klasse Business im ÖBB-EC kann man dort einen breiten Fuß in die Tür bekommen.

So breit scheint mir der Fuß in den Business-Premium Abteilen der ÖBB dann auch nicht zu sein.

Nahverkehr verbessern, statt ICE-Strecke.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 05.11.2012, 08:12 (vor 4901 Tagen) @ Claus_NN

Hallo Claus_NN,

Warum ich die Fahrzeit von 3 Stunden als lächerlich bezeichne, ist deshalb so, weil der gemeine, nicht besonders bahnfreundliche Bürger ja wohl mitbekommen hat, welche Querelen es beim Bau der NBS nach Erfurt gab und wie viele Milliarden hier je nach Standpunkt investiert oder versenkt wurden. Deshalb muss die ICE-Fahrzeit im Haustür-Haustür-Vergleich unter der eines Mittelklasse-Wagens liegen. Und da sieht's bei drei Stunden Fahrzeit zwischen Berlin Hbf und Nürnberg Hbf mau aus.

Ich verstehe hier etwas nicht.

Wenn die ICE-Fahrzeit Hbf-Hbf (im Soll-Zustand) schon konkurrenzfähig ist, aber Haustür-Haustür nicht, dann muss nicht die ICE-Strecke, sondern der Nahverkehr verbessert werden.
Es droht die Situation, in der alle gewonnenen ICE-Minuten als Wartezeit für den Regionalbus (der mich zur Haustür bringt) verloren gehen.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Nahverkehr verbessern, statt ICE-Strecke.

Claus_NN, Nürnberg, Montag, 05.11.2012, 23:14 (vor 4900 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo Claus_NN,

Warum ich die Fahrzeit von 3 Stunden als lächerlich bezeichne, ist deshalb so, weil der gemeine, nicht besonders bahnfreundliche Bürger ja wohl mitbekommen hat, welche Querelen es beim Bau der NBS nach Erfurt gab und wie viele Milliarden hier je nach Standpunkt investiert oder versenkt wurden. Deshalb muss die ICE-Fahrzeit im Haustür-Haustür-Vergleich unter der eines Mittelklasse-Wagens liegen. Und da sieht's bei drei Stunden Fahrzeit zwischen Berlin Hbf und Nürnberg Hbf mau aus.


Ich verstehe hier etwas nicht.

Wenn die ICE-Fahrzeit Hbf-Hbf (im Soll-Zustand) schon konkurrenzfähig ist, aber Haustür-Haustür nicht, dann muss nicht die ICE-Strecke, sondern der Nahverkehr verbessert werden.

Hallo Oscar (NL),


trickreiche Aussage, aber dein Vorschlag ist wohl noch weniger zu realisieren. Der ICE kann aber auch noch seinen Anteil leisten, wenn er im Hbf-Hbf-Vergleich dem Auto nicht den Hauch einer Chance lässt... ;-)

Es droht die Situation, in der alle gewonnenen ICE-Minuten als Wartezeit für den Regionalbus (der mich zur Haustür bringt) verloren gehen.

Für jeden Einzelfall wird man in einem öffentlichen Verkehrssystem keine Lösung anbieten können. Wenn es jedoch evident ist, dass sobald ich mich vom Bahnhof nur leicht entferne, der Zeit-Vorteil dahinschmilzt wie ein Becher Eis in der Sonne, sollte man den Kurs korrigieren, vorzugsweise auf dem leichter zu realisierbaren Weg (siehe oben).


Beste Grüße,
Claus_NN

Nahverkehr verbessern, statt ICE-Strecke.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 06.11.2012, 07:32 (vor 4900 Tagen) @ Claus_NN
bearbeitet von Oscar (NL), Dienstag, 06.11.2012, 07:33

Wenn die ICE-Fahrzeit Hbf-Hbf (im Soll-Zustand) schon konkurrenzfähig ist, aber Haustür-Haustür nicht, dann muss nicht die ICE-Strecke, sondern der Nahverkehr verbessert werden.

trickreiche Aussage, aber dein Vorschlag ist wohl noch weniger zu realisieren. Der ICE kann aber auch noch seinen Anteil leisten, wenn er im Hbf-Hbf-Vergleich dem Auto nicht den Hauch einer Chance lässt... ;-)

Bei uns wurde die Hanzelijn gebaut. Amsterdam-Zwolle soll damit 5 Minuten schneller werden. Kosten: eine Milliarde.

(...OK, 910 Millionen, aber die 90 Millionen die man "ausgespart" hat, sind nicht das Maß der Dinge...)

Interessant ist, dass ich mit Verkürzung der Zugfolgezeit, Entflechtung der Züge bei Hattemerbroek und doppelspurige Verzweigung bei Weesp wesentlich billiger weitere 5 Minuten gewinnen kann. Zudem profitieren von dieser Maßnahme die Verkehre Zwolle - Den Haag/Rotterdam, welche von der Hanzelijn gar nicht profitieren. Und das betrifft sowohl ICs als Regionalbahnen.

Wenn es jedoch evident ist, dass sobald ich mich vom Bahnhof nur leicht entferne, der Zeit-Vorteil dahinschmilzt wie ein Becher Eis in der Sonne, sollte man den Kurs korrigieren, vorzugsweise auf dem leichter zu realisierbaren Weg (siehe oben).

Wobei "leichter zu realisieren" ein relativer Begriff ist.

Man soll die investierten Moneten vergleichen mit der Zahl an gewonnenen Minuten und der Zahl der Fahrgäste, die davon profitieren würden. Ob diese für uns ICE-Fans so tolle Rennbahn dann immer noch besser abschneidet als die ziemlich uncoole Verbesserung der Bahn-Bus-Anschlüsse, bin ich mir nicht sicher. Und erst recht nicht wenn ich irgendwo sonst lesen muß, dass wegen Sparmaßnahmen Regionalbusverkehre gestrichen werden.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

3:45 h?!

ice-t-411, Montag, 05.11.2012, 20:44 (vor 4901 Tagen) @ Claus_NN

Hi!

Auf der A9 zwischen Berlin und Nürnberg ist meinen Erfahrungen nach wesentlich mehr als 160 km/h drin. Zwischen dem Beginn der A9 am Dreieck Potsdam und Leipzig gibt's nur einen Geschwindigkeitseinbruch auf Höhe Dessau auf 120 km/h, ansonsten ist es dort flach und gerade -> da geht mit geeignetem Fahrzeug auch etwas über 200er-Marke. Kritisch wird es auf der A 9 auf einem Abschnitt in Thüringen unweit der Landesgrenze zu Bayern, der nur vierspurig ist und teils noch diese Platten aus dem DDR-Autobahnbau aufweist. Südlich von Hof ist es zwar steil und kurvig, aber ohne längere Abschnitte mit Geschwindigkeitsbeschränkung. Wenn ich für Nürnberg-Berlin 3:30 Stunden (Start und Ziel in der Innenstadt) ansetze, komme ich mit einer Pause sehr entspannt hin. Warum ich die Fahrzeit von 3 Stunden als lächerlich bezeichne, ist deshalb so, weil der gemeine, nicht besonders bahnfreundliche Bürger ja wohl mitbekommen hat, welche Querelen es beim Bau der NBS nach Erfurt gab und wie viele Milliarden hier je nach Standpunkt investiert oder versenkt wurden. Deshalb muss die ICE-Fahrzeit im Haustür-Haustür-Vergleich unter der eines Mittelklasse-Wagens liegen. Und da sieht's bei drei Stunden Fahrzeit zwischen Berlin Hbf und Nürnberg Hbf mau aus.

Ehrlich gesagt halte ich jede Geschwindigkeit über 160 km/h für ziemlich unverantwortlich (und das sieht auch deine Versicherung so...). Aber abgesehen davon ist ein Schnitt über 160 km/h auch kaum machbar, selbst wenn das Teilstück Berlin-Leipzig tatsächlich relativ flach und gut ausgebaut ist.

Über die Betriebskosten eines Mittelklasse-Pkw bei über 200 km/h sollten wir im übrigen lieber auch nicht reden, selbst mit 4 Personen dürfte das nicht sonderlich rentabel sein.

Und "völlig unrealistisch" finde ich 4:15h zwischen Berlin Mitte und München Mitte bei Benutzung des Flugzeuges nicht.

Beispiel:

9:00 Start Berlin Mitte
9:30 Ankunft Airport BER
10:30 Abflug Richtung MUC
11:30 Landung in MUC
12:00 nach Entgegennahme des Gepäcks Start Richtung Zentrum
12:45 Ankunft im Zentrum

-> 3:45 Stunden und das halte ich für eine sehr konservative Rechnung. Die Business-Klientel würde da schärfer kalkulieren, profitiert dank Vielflieger-Status von lockereren Handgepäckregelungen und spart sich so schon wieder ein paar Minuten Wartezeit. Auch hier sollte wieder auf den Haustür-Haustür-Vergleich geschaut werden.

Bis auf die Flugzeit Berlin-München (1:15h, abgesehen von einer Verbindung am Tag die tatsächlich genau 60min braucht) kann ich dir zustimmen. Aber du musst zugeben, dass der Entspannungsfaktor dieser Reise eher gering sein dürfte, wenn du im Vergleich völlig umsteigfrei fahren kannst.

Gruß
Johannes

--
Schiffbau ist Kunst - Flugzeugbau ist Wissenschaft - Elektrotechnik ist Glücksache ;)

Alle Angaben ohne Gewähr!

3:45 h?!

IC.Chiemgau, Dienstag, 06.11.2012, 17:38 (vor 4900 Tagen) @ ice-t-411

Hi!

Auf der A9 zwischen Berlin und Nürnberg ist meinen Erfahrungen nach wesentlich mehr als 160 km/h drin. Zwischen dem Beginn der A9 am Dreieck Potsdam und Leipzig gibt's nur einen Geschwindigkeitseinbruch auf Höhe Dessau auf 120 km/h, ansonsten ist es dort flach und gerade -> da geht mit geeignetem Fahrzeug auch etwas über 200er-Marke. Kritisch wird es auf der A 9 auf einem Abschnitt in Thüringen unweit der Landesgrenze zu Bayern, der nur vierspurig ist und teils noch diese Platten aus dem DDR-Autobahnbau aufweist. Südlich von Hof ist es zwar steil und kurvig, aber ohne längere Abschnitte mit Geschwindigkeitsbeschränkung. Wenn ich für Nürnberg-Berlin 3:30 Stunden (Start und Ziel in der Innenstadt) ansetze, komme ich mit einer Pause sehr entspannt hin. Warum ich die Fahrzeit von 3 Stunden als lächerlich bezeichne, ist deshalb so, weil der gemeine, nicht besonders bahnfreundliche Bürger ja wohl mitbekommen hat, welche Querelen es beim Bau der NBS nach Erfurt gab und wie viele Milliarden hier je nach Standpunkt investiert oder versenkt wurde - insn. Deshalb muss die ICE-Fahrzeit im Haustür-Haustür-Vergleich unter der eines Mittelklasse-Wagens liegen. Und da sieht's bei drei Stunden Fahrzeit zwischen Berlin Hbf und Nürnberg Hbf mau aus.


Ehrlich gesagt halte ich jede Geschwindigkeit über 160 km/h für ziemlich unverantwortlich (und das sieht auch deine Versicherung so...).

Gott sei Dank siehst nur du das so. Es gibt Gott sei Dank auch heute noch AB Strecken auf denen man durchaus mit Geschwindigkeiten zwischen 220 und 300 Sachen unterwegs sein kann. Nach den Kosten wird dann auch nicht gefragt. Manchmal gibt es nur kompomisslose Geschwindigkeit - insbesondere auf Strecken wo die Bahn nicht mehr mithalten kann bzw. daran gehindert wird.

3:45 h?!

Mario-ICE, Sonntag, 04.11.2012, 22:27 (vor 4901 Tagen) @ Claus_NN

Hm ich grübel immer noch über die 2:24 h. Wenn ich mir die gefahrenen km anschaue komm ich auf eine durchschnittliche Geschwindigkeit weit über 200 km/h.

3:45 h?!

schmidti91, Sonntag, 04.11.2012, 22:36 (vor 4901 Tagen) @ Mario-ICE

Hm ich grübel immer noch über die 2:24 h. Wenn ich mir die gefahrenen km anschaue komm ich auf eine durchschnittliche Geschwindigkeit weit über 200 km/h.

Das nicht, aber auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 180 km/h, wenn meine Rechnung richtig ist.

433 km / 144 min = 3 km/min

Das *60 wären dann 180 km/h.

3:45 h?!

411, California, Sonntag, 04.11.2012, 22:49 (vor 4901 Tagen) @ schmidti91

Ich kenne persönlich jemanden, der es von Nürnberg Hbf nach Berlin in 2,5 Stunden mit dem richtigen Auto an einem Freitag Abend geschafft hatte. Es ist auf jeden Fall möglich.
Aber die Beifahrer (Mfg) waren nach der Fahrt paralysiert ;)

Natürlich sind solche Fahrten eher die Ausnahme....

Gruß
411

--
Mein Startup Keepoala:
Keepoala: Übersicht Rückgaberecht bei Onlineshops. Welche Kosten kommen bei deiner Retoure auf dich zu - und wie lange hast du für die Rücksendung Zeit?

3:45 h?!

Christian_S, Montag, 05.11.2012, 00:02 (vor 4901 Tagen) @ 411

Ich bin schon oft die Strecke Nürnberg-Jena mit dem Auto gefahren. Fahrzeit meist um die 2 Stunden (Ortslage Nürnberg und Jena, also nicht Autobahnausfahrt -> Autobahnausfahrt). Dabei normale Geschwindigkeiten so um die 140 km/h, bei Geschwindigkeitsbegrenzungen natürlich weniger. Nachts habe ich die gleiche Strecke auch durchaus mal in 1:45h geschafft, dabei aber mit längeren Fahrten im Bereich von 160 km/h (die A9 lässt dies zu). Hätte ich den Begrenzungen gar keine Beachtung geschenkt wären sicherlich auch 1:30h möglich gewesen, aber das eben nur bei sehr glücklichen Verkehrsverhältnissen und erhöhter Unfall- und Blitzgefahr. Unter normalen Umständen bei normalen Tagesverkehr sind 2 Stunden absolute Norm, darunter zu rechnen ist glatter Selbstbetrug ...

So ungefähr kann man das wohl auch auf Nürnberg-Berlin projezieren.

3:45 h?!

GibmirZucker, Montag, 05.11.2012, 00:22 (vor 4901 Tagen) @ Christian_S

Unter normalen Umständen

Naja, Claus hat ja im letzten Post zu verstehen gegeben, dass er nicht "unter normalen" Umständen fährt, also so mit 250 und Ausscheren in den Kurven... Claus, bist du beruflich Testfahrer? Oder sonst ein Autocrack? Denn sonst ist es nicht üblich, also von den Bezinkosten her und der Unfallgefahr wäre dem Normalautofahrer davon abzuraten. Du hast ja erklärt, wie die sensationelle Zeit zustande kommt. Und natürlich verlgeichst dann die Reiszeiten der Bahn damit, das betrifft dich selbst, den Normalbürger aber eher weniger, da die wenistens eine solche Fahrweise riskieren können bzw. sich das Geld für den Treibstoffverbrauch leisten können. Wieviel Liter hast bei deiner Rekordfahrt denn verbraucht?

Übrigens, Christian legt da den Finger auf eine noch zu entstehende Wunde, d.h. der Fahrzeit Jena-Nürnberg von zwei Stunden, bzw. nachts weniger. Der ICE brauchte ja gut 2 Stunden (2:10???), bevor die entspannten Fahrlagen eingeführt worden sind. D.h. ohne Neigetechnik 2:18 derzeit, davon aber viel Reserve, trotz Bummelei (RE oder Güterzug? War früher nicht so spürbar) bis Bamberg kommt er in der Regel über 5 Minuten zu früh in Jena an. Uns Raucher freut das. D.h. ohne jetzt wirklich an die Reserven zu gehen, sind Jena-Nürnberg mit Neigetechnik 2 Stunden realistisch, d.h. tagsüber Gleichstand mit dem Auto. Nach Ausbau Ebensfeld-Nürnberg wäre auch da eine Kürzung der Fahrzeit möglich, sicher mal in der Größenordnung 1:45-1:50. Das Pendel schlägt mal leicht zu Gunsten Auto, mal zu Gunsten Bahn aus auf der Strecke. Hängt auch vom individuellen Abfahrts- und Zielort ab. Mit Abschaffung des Fernverkehrs in Jena wird die Fahrzeit wohl analog zum aktuellen RE (provisorisch Umsteigen in Lichtenfels, kostet nicht mehr Zeit als Kuppeln)knapp drei Stunden betragen, eine Stunde länger als mit dem Auto. Absolut nicht konkurrenzfähig. Der Komfort im Talent2 ist ja umstritten, aber Überbelegungen im Nürnberger Raum sind zu erwarten.
Ähnliches gilt übrigens Richtung Leipzig, wo mit Neigetechnik 50 Minuten möglich sind (53 Minuten wurden trotz Bauarbeiten vor Leipzig locker unterboten), ebenfalls im Bereich einer Autofahrt. Mit dem RE wird sich auch diese Reise verlängern. Jena verliert eben nicht nur direkte Züge nach München und Berlin, sondern bekommt absolut nicht mehr konkurrenzfähige Fahrzeiten nach Leipzig und Nürnberg. Statt einer Vebesserung nach Achstausch, wird es in wenigen Jahren zu einer starken Verschlechterung des (unbefriedigenden) Status quo kommen. Trotz gut ausgebauter und elektrifizierter Strecke gibt die Bahn Jena praktisch auf. Bleiben werden auf den längeren Distanzen wohl nur noch Studenten, die bis zur Landesgrenze mit dem Semesterticket fahren.

@ Fahrzeiten im Saaletal Jena-Nürnberg

ICE-T-Fan, Montag, 05.11.2012, 01:41 (vor 4901 Tagen) @ GibmirZucker

1999: 2 Stunden 29 min (Saalfeld, Lichtenfels, Bamberg, Erlangen)
2000: 2 Stunden 12 min (Saalfeld, Lichtenfels, Bamberg, Erlangen)
2001/2002: 2 Stunden 15 min (Saalfeld, Lichtenfels, Bamberg, Erlangen)
2003: 2 Stunden 13 min (Saalfeld, Lichtenfels, Bamberg, Erlangen)
2004: 2 Stunden 10 min (Saalfeld, Lichtenfels, Bamberg, Erlangen)
2005: 2 Stunden 14 min (Saalfeld, Lichtenfels, Bamberg, Erlangen)

2006:
2 Stunden 14 min (Saalfeld, Lichtenfels, Bamberg, Erlangen)
2 Stunden 6 min (Bamberg, Erlangen)

2007:
2 Stunden 11 min (Saalfeld, Lichtenfels, Bamberg, Erlangen)
2 Stunden 6 min (Lichtenfels, Erlangen)
2 Stunden 6 min (Saalfeld, Bamberg)

2008:
2 Stunden 14 min (Saalfeld, Lichtenfels, Bamberg, Erlangen)
2 Stunden 14 min (Lichtenfels, Bamberg, Erlangen)
2 Stunden 7 min (Saalfeld)

2009:
2 Stunden 14 min (Saalfeld, Lichtenfels, Bamberg, Erlangen)
2 Stunden 14 min (Lichtenfels, Bamberg, Erlangen)
2 Stunden 14 min (Bamberg, Erlangen)
2 Stunden 8 min (Saalfeld)

2010:
2 Stunden 15 min (Saalfeld, Lichtenfels, Bamberg, Erlangen)
2 Stunden 14 min (Lichtenfels, Bamberg, Erlangen)
2 Stunden 8 min (Saalfeld)

2011:
2 Stunden 30 min (Saalfeld, Lichtenfels, Bamberg, Erlangen)
2 Stunden 20 min ()

2012:
2 Stunden 30 min (Saalfeld, Lichtenfels, Bamberg, Erlangen)
2 Stunden 25 min ()


Wir sind also wieder da, wo wir 1999 mit lokbespannten Intercity aufgehört haben. Die schnellsten Züge schaffen 2006 und 2007 die Strecke in 2 Stunden und 6 min. Ohne Zwischenhalt wären wohl glatte 2 Stunden möglich mit GNT.

@ Fahrzeiten im Saaletal Jena-Nürnberg

ICE 2, Montag, 05.11.2012, 22:30 (vor 4900 Tagen) @ ICE-T-Fan

Die Fahrzeiten werden überall gestreckt, ein Grund nicht mehr mit dem Zug zu fahren, der jedes teurer wird, deutlich über der Kostensteigerung für das KFZ.
Da werden Strecken ausgebaut wie Hamburg-Berlin-Leipzig oder Mannheim-Karlsruhe-Basel aber leider werden die jedes Jahr wieder länger oder nicht so kurz wie möglich. Ein Zuschlag kann schon eingerechnet werden, Fahrzeiten wie 1996 braucht auch keiner, aber Bauzuschläge als Dauerzustand sind mehr als ärgerlich.
Anderseits wird das Bauen immer komplizierter durch Grundstückveräusserungen, Lärmschutzwände und Blockverdichtungen. Wie soll man da Bauen?
Ein drittes Gleis ist mehr als sinnvoll genauso wie eine Nachtruhe, wie in GB oder F.

Das Auto wird gerade auf der Strecke Jena-Nürnberg immer konkurrenzfähiger, wenn Schleiz-Dittersdorf dreispurig ist, ist bis auf die "Las" bei Rudolpstein und Bindlach alles mit theoretisch 220m/h befahrbar. Tempomat und 150km/h ist auch tagsüber problemlos möglich, ausser kurz vor Nürnberg. Schnitte von 130 km/h sind problemlos möglich. Bf zu Bf mit 125km/h. Aber wer will schon zum Bahnhof? Eher zur Uni, nach Altdorf oder auch weiter nach Gera oder Treutlingen. Wer da wohl schneller ist??

Auch der Preis ist nicht höher, moderne Diesel (z.B. 2.0 TDI 140PS vom VW Konzern) verbrauchen bei einem Schnitt von 130km/h nicht mehr als 5,8l in Golf oder A3, im Q5 sind es beim 160PS TDI nicht mehr als 6,8l ! Ein TSI ist auch nicht über 8 l !

Wo die Strecken dreigleisig sind, sind die Fahrzeiten oft deutlich knapper, z.B. die kurze Strecke Hamm-Bielefeld oder Bremen-Harburg schaffen die IC-Züge ohne Probleme Schnitte von 140km/h und mehr, warum siehe auch oben. Autarke Strecken wie die NIM oder KRM natürlich auch.

@ Fahrzeiten im Saaletal Jena-Nürnberg

GibmirZucker, Montag, 05.11.2012, 22:40 (vor 4900 Tagen) @ ICE 2

Das Auto wird gerade auf der Strecke Jena-Nürnberg immer konkurrenzfähiger, wenn Schleiz-Dittersdorf dreispurig ist, ist bis auf die "Las" bei Rudolpstein und Bindlach alles mit theoretisch 220m/h befahrbar.

Praxis und Theorie sind zwei Dinge, insbesondere dürfte der genannte Verbrauch bei einer Fahrt mit 220km/h übertroffen werden. Die Bahn hätte einen Vorteil, nach erfolgtem Achstausch und Zulassung wäre eben Jena-Nürnberg in 2 Stunden möglich, u.a. da die Baustelle bei Fühth endlich weg ist und die vier Gleise dem Fernverkehr mehr Luft lassen. Als nächster Schritt wäre, analog zum Autobahnausbau, die Erhöhung auf 230km/h südlich von Lichtenfels möglich, ist ja geplant (zieht sich wieder in die Länge).
Wobei man sagen muss, dass Jena schon Pech hat. Durch die NBS wird Jena abgekoppelt. Natürlich könnte man argumentieren, dass die Stadt viel Verkehr generiert. Leider aber nicht genug um einen ICE Nürnberg-Jena-Leipzig zu führen. Dazu müsste dann eben auch Naumburg angebunden werden, natürlich auch Saalfeld, Lichtenfels und Bamberg sollte man auch nicht auslassen und dann Erlangen... und schon sind die Fahrzeiten Jena-Nürnberg, bzw. Jena-Leipzig nicht mehr konkurrenzfähig. Der Fernverkehr der Bahn hat Jena wohl abgeschrieben, Pech für die Bewohner und Mitarbeiter vor Ort.

@ Fahrzeiten im Saaletal Jena-Nürnberg

ICE 2, Montag, 05.11.2012, 23:02 (vor 4900 Tagen) @ GibmirZucker

Natürlich theoretisch, ist aber sehr stressig und auch nicht notwendig. Es reichen (leider) Tacho 140km/h um den Zug abzuhängen. Also alles auch mit einem Tempolimit 130 machbar....

Ich fahre auch sehr gerne Zug, gerade ICE. Sonst wäre ich auch nicht in diesem Forum. Nur will ich für den hohen Fahrpreis auch mindestens so schnell sein wie das Auto bei normaler Geschwindigkeit und auch Fortschritte im Streckennetz sollten sich langfristig bemerkbar machen.
Bahnfahren ist stressfreier und auch viel interessanter als über die überall gleichen Autobahnen zu fahren! Beides hat seinen Reiz!

@ Fahrzeiten im Saaletal Jena-Nürnberg

GibmirZucker, Montag, 05.11.2012, 23:22 (vor 4900 Tagen) @ ICE 2

Natürlich theoretisch, ist aber sehr stressig und auch nicht notwendig. Es reichen (leider) Tacho 140km/h um den Zug abzuhängen. Also alles auch mit einem Tempolimit 130 machbar....

Wobei Jena-Autobahn und Autobahn-Nürnberg ohne Stau nach aktueller Verkehrslage mit insgesamt 15 Minuten veranschlagt werden. Natürlich sind dann ohne Stau auf reiner Autobahnfahrt so 1,5 Stunden machbar. Tagsüber bei viel Verkehr geht es vielleicht länger. Aber wie gesagt, der ICE wäre ungefähr gleich schnell, sprich, könnte er mit Neigetechnik fahren, womit man die zwei Stunden hätte, bei späterem Ausbau im Südabschnitt entsprechend weniger. Die Diskussion ob man mit dem Auto dann doch gleich schnell oder 5 Minuten schneller wäre, geht da leider ein wenig am Thema vorbei, da Jena-Nürnberg eben 3 Stunden dauern wird, also auf jeden Fall länger als auf der Autobahn. Ein Fernbus wird diese Zeit ebenfalls halten können. Aber zugegeben, was wäre da die Lösung? Ein subventionierter Jena-Sprinter?

@ Fahrzeiten im Saaletal Jena-Nürnberg

ICE-T-Fan, Dienstag, 06.11.2012, 02:17 (vor 4900 Tagen) @ ICE 2

Der Neigetechnikgewinn machte anfangs 17 min auf der Frankenwald- und Saalbahn aus.
Die Reisezeit wurde dann von 2000 bis 2006 beibehalten, wobei es Schwankungen um die 5 min aufgrund diverser Baustellen auf der Strecke gab. Ab 2007 fuhr dort ein Stundentakt, sodass man die Halte aufteilen konnte und dadurch nochmals 5 min Zeit gegenüber 2000 sparen konnte.

Erst 2011 mit dem offiziellen Fahrplan ohne Neigetechnik wurde es wieder langsamer. Das ist aber keine systematische Rücknahme sondern fehlenden Neigetechnikfahrzeugen geschuldet. Ein 612er könnte derzeit problemlos die ICE-T-Fahrzeit von 2007 wieder erreichen.

@ Fahrzeiten im Saaletal Jena-Nürnberg

andy24b, Dienstag, 06.11.2012, 09:06 (vor 4900 Tagen) @ ICE-T-Fan

In der Strecke scheinen allerhand Reserven zu liegen. Ich war vor kurzem bei + 10 in Jena und bin bei - 6 in Nürnberg angekommen (ICE ohne Zwischenhalt). Und das Ganze trotz Langsamfahrt rund um Fürth (Baustelle)

@ Fahrzeiten im Saaletal Jena-Nürnberg

ICE-T-Fan, Dienstag, 06.11.2012, 09:31 (vor 4900 Tagen) @ andy24b

Ja, wenn man Plan fährt, fährt man dem Regionalverkehr dicht hinterher, sodass hier keine Beschleunigung möglich ist, ohne die Regionalzüge aus ihren Trassen zu schubsen.

Wenn der ICE Verspätung hat, ist die Lücke zum Regionalverkehr natürlich größer, sodass er alle Reserven nutzen kann.

3:45 h?!

IC.Chiemgau, Dienstag, 06.11.2012, 17:32 (vor 4900 Tagen) @ GibmirZucker

Unter normalen Umständen


Naja, Claus hat ja im letzten Post zu verstehen gegeben, dass er nicht "unter normalen" Umständen fährt, also so mit 250 und Ausscheren in den Kurven... Claus, bist du beruflich Testfahrer? Oder sonst ein Autocrack? Denn sonst ist es nicht üblich, also von den Bezinkosten her und der Unfallgefahr wäre dem Normalautofahrer davon abzuraten. Du hast ja erklärt, wie die sensationelle Zeit zustande kommt. Und natürlich verlgeichst dann die Reiszeiten der Bahn damit, das betrifft dich selbst, den Normalbürger aber eher weniger, da die wenistens eine solche Fahrweise riskieren können bzw. sich das Geld für den Treibstoffverbrauch leisten können. Wieviel Liter hast bei deiner Rekordfahrt denn verbraucht?

Ich glaube nicht das man in diesem Lande ein Autocrack sein muss, um mit der beschriebenen Fahrweise über die Autobahn zu fahren. Vielmehr gibt es da 2 Punkte:

1. Es gibt nun mal eine durchaus nennenswerte Klientel, die hier in Deutschland darauf angewiesen ist SCHNELL von einem zum nächsten Ort zu kommen. Und wenn die Bahn da leider durch gewisse Minderheiten ausgebremst wird, dann bleibt da nur noch der Flug oder der Ritt auf der Autobahn.

2. Wenn man ein entsprechend PS starkes Auto in der Garage hat, dann will man dieses auch ausfahren. Dann wünscht man sich Leute wie @Claus_NN, die dann auf der linken Spur vor einem her fahren und diese frei schaufeln. Ggf. auch mit entsprechenden Rollentausch. Schleicher auf der linken Spur sind dann einfach nur schlecht - insbesondere dann, wenn diese nicht das Rechtsfahrgebot kennen.

3:45 h?!

Lumi25, Montag, 05.11.2012, 21:48 (vor 4901 Tagen) @ Christian_S

Das Problem ist ein ganz anderes. Die DB AG hat keine eindeutige Strategie im Fernverkehr. Um gegen das Auto konkurrieren zu können hätten auch kleine Neubauabschnitte genügt so das man größtenteils zumindest 160 km/h hätte fahren können.

Autofahrer wollen schnelle Direktverbindungen mit möglichst wenig Umsteigen verbunden und darauf wird seit Jahren von der DB AG nicht drauf eingegangen. Die NBS ist ja schön und gut aber für einen 230 km/h Takt-ICE ist die NBS reinste Geldverschwendung.

Dem Flugverkehr kann man auch keine Konkurrenz machen mit 1-2 Sprintern am Tag und einer Fahrzeit von 3 3/4 Stunden. Sprinter müssten eine Fahrzeit von 3 Stunden haben um den Flugverkehr paroli bieten zu können.

Des weiteren kann man davon ausgehen, dass hier eine saftige Preiserhöhung kommt man vergleiche nur damals den Fahrpreis Rheinstrecke/NBS.

Für den Flugverkehr ist die Bahn also viel zu langsam und für den Autofahrer zu Teuer bzw. umständlich. Wie viele Autofahrer werden ernsthaft ab Jena erst mal zum Knoten Erfurt pendeln? Den Talent II wird man sich 1-2 mal antun und dann hat die Bahn endgültig verschissen.

3:45 h?!

GibmirZucker, Montag, 05.11.2012, 22:13 (vor 4900 Tagen) @ Lumi25

Das Problem ist ein ganz anderes. Die DB AG hat keine eindeutige Strategie im Fernverkehr. Um gegen das Auto konkurrieren zu können hätten auch kleine Neubauabschnitte genügt so das man größtenteils zumindest 160 km/h hätte fahren können.

ab Großheringen bis Kronach geht es aktuell eben nur mit 100-120km/h (mit Neigetechnik abschnittsweise 160), insbesondere Saalfeld-Pressig ist auf 70-100km/h begränzt, d.h. es bräuchte nicht nur kleinere Abschnitte, sondern längere Neubauten, egal an welchem Ort.

Autofahrer wollen schnelle Direktverbindungen mit möglichst wenig Umsteigen verbunden und darauf wird seit Jahren von der DB AG nicht drauf eingegangen. Die NBS ist ja schön und gut aber für einen 230 km/h Takt-ICE ist die NBS reinste Geldverschwendung.

230, 250 oder 300 ist einmal sekundär, da der Fahrzeitgewinn für Erfurt enorm ist. Es stimmt aber, die DB sollte mehr an Direktverbindungen arbeiten.

Dem Flugverkehr kann man auch keine Konkurrenz machen mit 1-2 Sprintern am Tag und einer Fahrzeit von 3 3/4 Stunden. Sprinter müssten eine Fahrzeit von 3 Stunden haben um den Flugverkehr paroli bieten zu können.

Bei den abgelegenen Flughäfen in München und Berlin ist es anders, da darf es auch ein wenig mehr sein. Aber natürlich stärkt jede Fahrzeitverkürzung die Position der Bahn, 3 Stunden wären sicher idealer.

Wie viele Autofahrer werden ernsthaft ab Jena erst mal zum Knoten Erfurt pendeln? Den Talent II wird man sich 1-2 mal antun und dann hat die Bahn endgültig verschissen.

Kaum jemand wird Jena-Erfurt-Nürnberg fahren. Selbst bei guter Korrespondenz in Erfurt wird die Fahrzeit gegenüber der direkten Strecke mit ICE (inkl. Neigetechnik, 2 Stunden wie ich vorgerechnet habe) sich nicht verkürzen. Es wird viel teurer, zusätzliches Umsteigen und überfüllte Züge (da ja noch in Weimar Leute zusteigen werden) zwischen Jena und Erfurt. Eher schon den Direkt-RE, wer Zeit hat, kommt wenigstens billiger. Das Auto wird von Jena aus aber nach Nürnberg und Leipzig schneller sein, die RE-Fahrzeiten sind auch nicht kürzer als denkbare Busfahrzeiten. Einen Fuß hat Steinbrück ja schon in Jena gesetzt, ich nehme an, dass der Bus der größte Profiteuer sein wird.

3:45 h?!

ICE-T-Fan, Dienstag, 06.11.2012, 02:21 (vor 4900 Tagen) @ GibmirZucker

Genauso sehe ich das auch. Der Umweg über Erfurt lohnt sich tariflich nur für die wenigen Sparpreisbenutzer. Für den Normalpreis wird es erheblich teurer, da nehmen Umweg-km noch SFS-Zuschlag hinzu kommt. Jena-Weimar-Erfurt wird mit einer Fahrzeit um die 35 min zu fahren sein, dann noch ca 10 min Umsteigezeit in Erfurt, sind also 45 min. Die Fahrzeit Erfurt-Nürnberg liegt bei 85 min, wenn man beide Knoten bedienen will, sind wir also bei 130 min oder 2h 10 min, genau der ICE-T-Fahrzeit von 2005.

3:45 h?!

Holger2, Dienstag, 06.11.2012, 02:55 (vor 4900 Tagen) @ ICE-T-Fan

Hallo,

...wobei Jena jetzt natürlich nur für einige wenige Forenuser der Nabel der Welt ist.

Es soll ja einige Wochenendverbindungen über Jena geben, so dass die Studenten auch weiter gut von Erfurt wegkommen. Für die restliche Zeit dürfte die Strecke über Erfurt nicht so dramatisch sein. Zumal sich ja nichts verschlechtert.

Sagen wir so: Fahrzeitmäßig bleibt es für Jena beim Status quo, für alle anderen Städte verbessert sich die Situation enorm.

BTW: Wo kommen eigentlich Deine 85 Minuten Fahrzeit N -ER her, ich gehe eher von 75 Minuten aus. Und die Fahrzeit nach Jena beträgt heute schon 31 min. So dass man bei einem optimierten Anschluss durchaus Fahrzeiten Nürnberg - Jena von unter 2 Stunden erreichen könnte.

Holger

3:45 h?!

ICE-T-Fan, Dienstag, 06.11.2012, 03:06 (vor 4900 Tagen) @ Holger2
bearbeitet von ICE-T-Fan, Dienstag, 06.11.2012, 03:09

Sagen wir so: Fahrzeitmäßig bleibt es für Jena beim Status quo, für alle anderen Städte verbessert sich die Situation enorm.

Aber das Preis-Leistung-Verhältnis wird schlechter. Die Fahrtkarte wird bei gleicher Reisezeit um etwa 33-50% teurer werden, wenn man die zusätzlichen 50 Tarif-Kilometer nach Erfurt und den SFS-Zuschlag einbezieht.


BTW: Wo kommen eigentlich Deine 85 Minuten Fahrzeit N -ER her, ich gehe eher von 75 Minuten aus.

Ok, es sind nur 75 min, wenn wir jeweils in Erfurt und Nürnberg von knapp 10 min Standzeit ausgehen.
Ansonsten sind es eher um die 80 min:

Der ICE kommt so gegen x:32/33 in Erfurt an (Abfahrt in Halle zu x:00), überholt den ICE der Linie 50 nach Frankfurt mit Korrespondenzanschluss, fährt dann gegen x:36 ab und kommt gegen x:55 in Nürnberg an. Das entspricht also einer Fahrzeit von 1 Stunde und 19 min, also 79 min. Wer natürlich weiter nach München will, muss auch die Standzeit in Nürnberg von x:55 bis x:00 (Anschluss aus Fulda-Würzburg) miteinbeziehen.

Die 85 min kommen dann daher, wenn man von Abfahrt in Erfurt punkt x:30 ausgeht, was aber in der Praxis an den mindestens 31 min Fahrzeit Halle-Erfurt und der Überholung der L50 mit Anschlussaufnahme scheitert.

München-Erfurt via NIM wird dann also um die 145 min dauern, wenn man Halt in Ingolstadt berücksichtigt (Fahrzeit 62 min).

3:45 h?!

Holger2, Dienstag, 06.11.2012, 03:52 (vor 4900 Tagen) @ ICE-T-Fan


Ok, es sind nur 75 min, wenn wir jeweils in Erfurt und Nürnberg von knapp 10 min Standzeit ausgehen.
Ansonsten sind es eher um die 80 min:

Der ICE kommt so gegen x:32/33 in Erfurt an (Abfahrt in Halle zu x:00), überholt den ICE der Linie 50 nach Frankfurt mit Korrespondenzanschluss, fährt dann gegen x:36 ab und kommt gegen x:55 in Nürnberg an. Das entspricht also einer Fahrzeit von 1 Stunde und 19 min, also 79 min. Wer natürlich weiter nach München will, muss auch die Standzeit in Nürnberg von x:55 bis x:00 (Anschluss aus Fulda-Würzburg) miteinbeziehen.

Ja, das dürfte in etwa hinkommen, denn nach

Verkehrskonzept Tübingen 2015

auf Seite 15 kommen und fahren alle ICE in Erfurt zwischen :24 und :36.

Also etwa von Leipzig :28, von Halle :31, nach München :33 und nach Frankfurt :36.
dito andersrum
von Frankfurt :24, von München :27, nach Halle :29 und nach Leipzig :32 - oder so.

Zusammen mit Zusatzhalten in Bamberg und Erlangen oder nur Coburg dürfte eine Fahrzeitverlängerung auf knapp 85 min (+10) realistisch sein - mit Nürnberg wieder als Nullknoten.

Abfahrt nach Jena dürfte dann etwa zwischen :35 und :40 sein, nach o.g. Veröffentlichung. Diese Strecke soll ja auch ausgebaut werden. Das könnte insgesamt immer noch eine Fahrzeit von etwa 2 Stunden sein.

Holger

3:45 h?!

Mario-ICE, Dienstag, 06.11.2012, 10:03 (vor 4900 Tagen) @ Holger2


Ok, es sind nur 75 min, wenn wir jeweils in Erfurt und Nürnberg von knapp 10 min Standzeit ausgehen.
Ansonsten sind es eher um die 80 min:

Der ICE kommt so gegen x:32/33 in Erfurt an (Abfahrt in Halle zu x:00), überholt den ICE der Linie 50 nach Frankfurt mit Korrespondenzanschluss, fährt dann gegen x:36 ab und kommt gegen x:55 in Nürnberg an. Das entspricht also einer Fahrzeit von 1 Stunde und 19 min, also 79 min. Wer natürlich weiter nach München will, muss auch die Standzeit in Nürnberg von x:55 bis x:00 (Anschluss aus Fulda-Würzburg) miteinbeziehen.


Ja, das dürfte in etwa hinkommen, denn nach

Verkehrskonzept Tübingen 2015

auf Seite 15 kommen und fahren alle ICE in Erfurt zwischen :24 und :36.

Also etwa von Leipzig :28, von Halle :31, nach München :33 und nach Frankfurt :36.
dito andersrum
von Frankfurt :24, von München :27, nach Halle :29 und nach Leipzig :32 - oder so.

Zusammen mit Zusatzhalten in Bamberg und Erlangen oder nur Coburg dürfte eine Fahrzeitverlängerung auf knapp 85 min (+10) realistisch sein - mit Nürnberg wieder als Nullknoten.

Abfahrt nach Jena dürfte dann etwa zwischen :35 und :40 sein, nach o.g. Veröffentlichung. Diese Strecke soll ja auch ausgebaut werden. Das könnte insgesamt immer noch eine Fahrzeit von etwa 2 Stunden sein.

Holger

Ich vermute eher das Ri Westen die Züge Ri Frankfurt als erstes fahren. Eine Zeit um 36 ab Erfurt sprengt das Taktgefüge im Kinzigtal und Knoten Frankfurt. Selbst eine frühere Abfahrt würde jetzt einen Takttausch mit der Linie 11/12 bedeuten.

Wenn Halle 00-Knoten wird, wird Korrespondenz recht eng

ICE-T-Fan, Dienstag, 06.11.2012, 10:09 (vor 4900 Tagen) @ Mario-ICE
bearbeitet von ICE-T-Fan, Dienstag, 06.11.2012, 10:10

Richtung Westen können sie sogar gleichzeitig ausfahren und natürlich auch einfahren.

Die Fahrzeiten in Eisenach werden wohl wieder auf dem Niveau von 2006 liegen, also in Richtung Erfurt Abfahrt x:02 und Richtung Frankfurt Abfahrt x:57. Mit der ABS 200 Eisenach-Neudietendorf kann man ja die Fahrzeit auf 24 min drücken. Somit würde die L50 um x:26 in Erfurt ankommen und müsste x:33 dort wegfahren.

Allerdings kann aufgrund der Fahrzeit von mind. 31 Minuten der ICE aus Halle bei 00-Knoten-Abfahrt erst x:31 in Erfurt sein. Das wird ganz schön eng.

Nürnberg-Erfurt 75-81 min

naseweiß, Dienstag, 06.11.2012, 08:40 (vor 4900 Tagen) @ Holger2
bearbeitet von naseweiß, Dienstag, 06.11.2012, 08:41

BTW: Wo kommen eigentlich Deine 85 Minuten Fahrzeit N -ER her, ich gehe eher von 75 Minuten aus.

Ich vermute 81 min, allerdings nur 230 km/h für den Takt und immer mit Halt in Bamberg UND Erlangen.

Mit 249 km/h und ohne Halt in Erlangen käme man wohl genau bei 75 min heraus. Wenn 249er Züge in Erlangen hielten, 230er nur in Bamberg, wären es für beide Varianten wohl rund 78 min (oder so ähnlich).

Und die Fahrzeit nach Jena beträgt heute schon 31 min. So dass man bei einem optimierten Anschluss durchaus Fahrzeiten Nürnberg - Jena von unter 2 Stunden erreichen könnte.

Das stimmt, die Fahrzeit Erfurt - Jena-West könnte auf 28 min sinken. Dennoch wird der Weg Jena-Nürnberg teurer und umständlicher, nach Berlin z.B. wegen RE-Nutzung bis Halle langsamer und auch umständlicher. Aber natürlich ist Jena nicht der Nabel der Welt und insgesamt sollten beiden NBS so viele Vorteile bringen, dass man die Nachteile für Jena vernachlässigen kann. Oder man schaue sich nur mal das benachbarte Gera an, dagegen hat Jena mit den ICE Berlin-München einfach über die Maßen Glück gehabt.

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Nürnberg-Erfurt 75-81 min

ICE-T-Fan, Dienstag, 06.11.2012, 08:57 (vor 4900 Tagen) @ naseweiß

Langfristig muss Jena-Weimar-Erfurt ohne Neigetechnik auskommen, insbesondere wenn mal irgendwann ET dort fahren. Dann sind die 28 min nicht mehr praktikabel, wenn auch theoretisch noch erreichbar.

Ich denke es wird sich irgendwo bei 32-33 min einpendeln. Aber die paar Minuten spielen im großen Ganzen auch keine Rolle mehr.

3:45 h?!

Christian_S, Dienstag, 06.11.2012, 13:01 (vor 4900 Tagen) @ Holger2

Hallo,

...wobei Jena jetzt natürlich nur für einige wenige Forenuser der Nabel der Welt ist.

Für die Foren-User vielleicht, aber es soll noch Bahn-Reisende geben, die nicht hier oder bei DSO aktiv sind ;) Und selbst für jene Ferrero-und-WM/EM-Ticket-Nutzer ändert sich auch ab 2018 nichts ;)
Aber für Jena speziell sind das, wie ich aus eigener Erfahrung weiss, durchaus auch eine nicht kleine Gruppe eher zahlungskräftigerer Kunden (Professoren etc), die sich den Umweg über Erfurt sicher auch leisten könnten, aber ob sie das auch wollen? In dem Punkt stimme ich dem eigenen Tenor ein, für Verbindungen nach Süden dürfte von Jena her die Nachfrage ab Ende 2017 deutlich sinken.

Bedenke aber: Es geht nicht nur um Jena, sondern auch um alles östlich und südlich davon ...


Sagen wir so: Fahrzeitmäßig bleibt es für Jena beim Status quo, für alle anderen Städte verbessert sich die Situation enorm.

Falsch. Für Gera und auch den gesamten westsächsischen Raum sowie auch Naumburg samt Hinterland gibt es keine Verbesserungen.

3:45 h?!

Claus_NN, Nürnberg, Montag, 05.11.2012, 22:57 (vor 4900 Tagen) @ Lumi25

Das Problem ist ein ganz anderes. Die DB AG hat keine eindeutige Strategie im Fernverkehr.

Würde ich so vorbehaltlos unterschreiben. Ich kann mir auch vorstellen, dass der DB-Vorstand des Jahres 2030 die heutigen Entscheidungen zur Entschleunigung (siehe ICx mit 249 km/h Höchstgeschwindigkeit) verfluchen wird.


Autofahrer wollen schnelle Direktverbindungen mit möglichst wenig Umsteigen verbunden und darauf wird seit Jahren von der DB AG nicht drauf eingegangen. Die NBS ist ja schön und gut aber für einen 230 km/h Takt-ICE ist die NBS reinste Geldverschwendung.

Dem Flugverkehr kann man auch keine Konkurrenz machen mit 1-2 Sprintern am Tag und einer Fahrzeit von 3 3/4 Stunden. Sprinter müssten eine Fahrzeit von 3 Stunden haben um den Flugverkehr paroli bieten zu können.

Das sehe ich auch so. Bei den Extremen Berlin und München (extrem im Hinblick auf die Fahrzeit Flughafen <-> Zentrum) wären auch noch 3,5 Stunden vertretbar. Aber das ist die absolute Obergrenze auf dieser Strecke. Bei all der Euphorie um die relativ betrachtet massive Fahrzeitverkürzung möchte ich folgendes zu bedenken geben:

Die Entfernung von München bzw. Nürnberg nach Hannover und Berlin ist vergleichbar. Heute liegen die Reisezeiten ohne Berücksichtigung der Bauzuschläge zwischen München und Ingolstadt bei 4:12 Stunden ab München und 2:59 Stunden ab Nürnberg. Das entspricht also dem, was uns beim Takt-ICE München-Nürnberg-Berlin erwartet. Nur, dieses Fahrzeitenniveau zwischen München und Hannover wird 2017 schon ein Vierteljahrhundert bestehen.* Wo ist hier also der absolute Fortschritt, der große Wurf, für den sich die Milliarden gelohnt haben?!
Ich spreche kein Geheimnis aus, dass die Bahn in Form des Unternehmens DB AG und des Systems im Allgemeinen hierzulande einen mitleidserregenden Ruf hat. Und ich warte auf den Tag, an dem ein vielleicht etwas auto-affiner Journalist diesen Vergleich M/N-H // M/N-B mal anstellt. Wünschen tue ich es mir natürlich nicht, aber hier delegitimieren sich weitere Hochgeschwindigkeitsprojekte von selbst, wenn kein Fortschritt zum Stand von 1992 sichtbar wird.

Als einziger Ausweg erscheint mir eine wirklich für jedermann erkennbare Entwicklung im Hinblick auf das Gesamtsystem und nicht in Relation zur Frankenwald-Strecke. Deshalb sollte man im Vergleich zu den Hannover-Fahrzeiten unbedingt nochmal eine halbe Stunde runtergehen. Mit weiteren Halten außer in Nürnberg wird das wohl schwierig werden, aber die Vier-Stunden-Marke sollte allein aus Marketing-Gründen unterboten werden. Der Sprinter sollte bei maximal 3:30 liegen, nicht zuletzt, um eine Einheitlichkeit des Sprinter-Angebots ab Berlin herzustellen - Berlin->Frankfurt dauert ja auch knapp 3:30 Stunden.

Beste Grüße
Claus_NN

* nur ab Nürnberg, ab München sind 2006 dank Eröffnung der NIM circa 30 Minuten abgefallen.

3:45 h?!

GibmirZucker, Sonntag, 04.11.2012, 22:50 (vor 4901 Tagen) @ schmidti91

DB sagt im Moblitätscheck 433km, Google gibt mindestens 460km vor (ab Bayreuth einen Schwenker nach Bamberg, warum auch immer). In beiden Fällen aber doch sehr sportlich. Insebsondere da jetzt sogar zur nächtlichen Stunde Google nach der aktuellen Verkehrslage mit 4:47 rechnet (statt mindestens 4:24).

3:45 h?!

ICE 2, Montag, 05.11.2012, 22:34 (vor 4900 Tagen) @ GibmirZucker

Bei Google wird wohl alles mit einem Moped gefahren! Wenn mehr als 80% Autobahnanteil gefahren wird, selbst mit zwei langen Baustellen und Tacho 140km/h (ca wirkliche 128km/h also immer im "Blitzerrahmen") sind Problemlos Schnitte von 115 bis 120km/h möglich.
Bei einer Stauverzögerung auch sehr selten unter 100km/h.

Sammelantwort zu den 2:24h

Claus_NN, Nürnberg, Sonntag, 04.11.2012, 23:46 (vor 4901 Tagen) @ Mario-ICE

Wie ein Mitposter ja schon angemerkt hat, kann man in unter 150 Minuten von Berlin nach Nürnberg per Auto kommen. Ich habe dies zwei Mal versucht und ein Mal ist es mir gelungen.

Natürlich braucht man schon seine Zeit (bin alleine gefahren, deshalb kann ich mit genauen Daten nicht dienen), bis man erst auf der A9 am Dreieck Potsdam ist. Aber ab dann kann man sich sehr schnell der 250er-Marke nähern und sie dank flacher und gerader Strecke bis Leipzig, sofern das Auto entriegelt ist, auch überschreiten. Im Raum Leipzig/Halle ist der Verkehr dann etwas dichter und links kein so entspanntes Durchkommen mehr. Dann geht's aber wieder einigermaßen bis zum zweispurigen Abschnitt in Thüringen, wo nur 120 drin sind und man auch nicht groß überholen kann. Hier wurde dann auch getankt. Südlich von Hof war es dann verkehrsmäßig sehr ruhig und es gab keine Elefantenrennen, sodass man die Kurven dort mit hoher Geschwindigkeit nehmen konnte, weil man ja nach rechts ausscheren konnte. Allgemein gibt es dort kaum Geschwindigkeitsbeschränkungen außerhalb der Stadttangenten. Stattgefunden hat die Rekordfahrt an einen Mittwoch Abend (Start ca. 20 Uhr) im Sommer. Die Autobahn habe ich folglich nach 22 Uhr verlassen und da war dann in Nürnberg entspanntes Durchkommen. Natürlich ist die 2:30h-Marke nicht immer zu brechen, aber unter drei Stunden habe ich es schon öfter geschafft.

Ich betone jedoch, dass eine anhaltend lange Fahrt mit hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn zu verzerrter Wahrnehmung der Geschwindigkeit führt und sage auch im Hinblick auf die Ausscherereien in Kurven: Nicht zur Nachahmung geeignet!

Sammelantwort zu den 2:24h

ICE 2, Montag, 05.11.2012, 22:55 (vor 4900 Tagen) @ Claus_NN

Messe Berlin - Flughafen München ist ohne Stress in 250min machbar (570km), was auch der Sprinter nicht schaffen wird. Rasen muss man da nicht, selbst sehr entspannte 300min (Schnitt 114km/h, mit zwei 15min Pausen) wird die Bahn leider nicht schaffen...

Messe Süd - Berlin Hbf: 15 min (ich setze den Weg zum Bahnhof mal den zum Parkhaus gleich, also berücksichtige ich diesen bei keiner Verbindung)

Umsteigen/Anschluss Berlin Hbf: 10min (sportlich)

Berlin Hbf - München Hbf : 225min

Umsteigen/Anschluss München : 10min (sportlich)

München Hbf - München FJS Terminal : 40min

macht 300 min also soviel wie eine entspannte Autofahrt....

Mit Start und Zielpunkten Köpenick und Fürstenfeldbruck sieht es noch etwas anders aus...
Aber die neue Strecke geht in die richtige Richtung, gerade was die Fahrzeiten betrifft. Die A9 ist hier auch eine sehr gute Konkurrenz! Zwischen Hannover und Würzburg/München sieht das ganz anders aus, da ist der ICE selbst jetzt deutlich schneller, könnte noch schneller sein....

Sammelantwort zu den 2:24h

Matze86, München, Montag, 05.11.2012, 22:58 (vor 4900 Tagen) @ ICE 2
bearbeitet von Matze86, Montag, 05.11.2012, 22:58

macht 300 min also soviel wie eine entspannte Autofahrt....

Tut mir Leid, aber Zug fahren ist m.E. immer entspannter als eine Autofahrt (bei der man selbst am Steuer sitzt).

Die A9 ist hier auch eine sehr gute Konkurrenz!

Die A9... da steht man leider oft im Stau...

Sammelantwort zu den 2:24h

ICE 2, Montag, 05.11.2012, 23:04 (vor 4900 Tagen) @ Matze86

Neufahrn - Allershausen ist fertig und in der Tat staugefährdet, wobei die Baustelle vorbei ist.
Die Bahnverbindungen auf dieser Strecke haben auch massig Zuschläge und nicht neigende Züge...

Entspannt Autofahren: es liegt am Fahrzeug

Maggus, Ravensburg (Württ), Montag, 05.11.2012, 23:51 (vor 4900 Tagen) @ Matze86

macht 300 min also soviel wie eine entspannte Autofahrt....


Tut mir Leid, aber Zug fahren ist m.E. immer entspannter als eine Autofahrt (bei der man selbst am Steuer sitzt).

Ich glaube, Du bist noch nie 7er BMW gefahren. :-)

bei Sixt wurde ich upgegraded auf einen fast vollausgestatteten 7er BMW (auf jeder Rechnung von Sixt steht der Neupreis des gefahrenen Wagens, und der hatte für 48.000 € Sonderausstattung drin!!). Sehr entspannendes Fahren vor allem dank automatischem Bremsen und Beschleunigen bei Kolonnenverkehr (Abstandstempomat). Zum entspannten Fahren gehört auch genügend Dampf unter der Haube.
Achso, und gerast bin ich damit nicht. Meistens 180-200, auch mal 220. Bodensee-München Flughafen und zurück auf der A96 mit nicht mal 9 Liter Diesel. :-) nicht schlecht für 2 Tonnen Kampfgewicht.

Ich setze mich lieber 2h 20min ins Auto anstatt 5-6 Stunden in den Zug (Bodensee-Würzburg).

und wer hat jetzt den längsten?

Holger2, Dienstag, 06.11.2012, 01:27 (vor 4900 Tagen) @ Maggus

....ich dachte,ich wäre hier im Eisenbahnforum und jetzt fängt das hier auch schon an.

und wer hat jetzt den längsten?

kaythxbye, Berlin, Dienstag, 06.11.2012, 02:21 (vor 4900 Tagen) @ Holger2

Na DAS Thema hatten wir ja schonmal: http://youtu.be/2NVU7S8KyUo

Hauptstädte... Schon klar....Hauptstädte

ice_pendler, Sonntag, 04.11.2012, 20:50 (vor 4902 Tagen) @ ICE-T-Fan

-> http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article110612679/Bahnreise-nach-Muenchen-so-sch...

Der ICE-Sprinter, der ohne Zwischenstopp die beiden Hauptstädte verbindet, ...

Die haben das wirklich geschrieben! Und Ihr hackt hier wegen lächerlicher Rechtschreibfehler auf den Leuten rum....

Hauptstädte!

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 04.11.2012, 21:00 (vor 4902 Tagen) @ ice_pendler

Berlin ist Hauptstadt Deutschlands.
München ist Hauptstadt des Regierungsbezirks Oberbayern.

Wo ist das Problem?


Viele Grüße, Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Hauptstädte! München

BahnCard100First, Hamburg, Montag, 05.11.2012, 06:35 (vor 4901 Tagen) @ Sören Heise

Berlin ist Hauptstadt Deutschlands.
München ist Hauptstadt des Regierungsbezirks Oberbayern.

Wo ist das Problem?


Viele Grüße, Sören

Und die Landeshauptstadt von Bayern

... ohne Zwischenstopp!

Reisender, München, Montag, 05.11.2012, 07:45 (vor 4901 Tagen) @ ice_pendler

Der ICE-Sprinter, der ohne Zwischenstopp die beiden Hauptstädte verbindet, ...

Die haben das wirklich geschrieben! Und Ihr hackt hier wegen lächerlicher Rechtschreibfehler auf den Leuten rum....

Berlin-München "ohne Zwischenstopp" bedeutet also auch kein Halt in Nürnberg und erst recht nicht in Halle (Saale)!

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Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf

Erhebliches Fahrgastpotenzial

GUM, Montag, 05.11.2012, 10:07 (vor 4901 Tagen) @ ICE-T-Fan

Wenn ich mich an den (nicht mehr verkehrenden) München-Frankfurt Sprinter erinnere, dann sehe ich bei der Reisezeit ein erhebliches Fahrgastpotenzial für München-Berlin.

Zumal der dann hoffentlich eröffnete Berliner Flughafen eine erhebliche Verlängerung der Reisezeiten beim Flieger bedeutet. Da ist dann nichts mehr mit schnell nach Tegel und ab ins Flugzeug.

Allerdings wird es schon bald zur Verärgerung vieler Reisenden kommen! Eineinhalb Wagen 1. Klasse beim ICE-T sind eindeutig zu wenig für einen Sprinter. Mein Tipp wäre also eher der Einsatz der MET-Garnituren.

Erhebliches Fahrgastpotenzial

ice-t-411, Montag, 05.11.2012, 23:13 (vor 4900 Tagen) @ GUM

Hi!

Allerdings wird es schon bald zur Verärgerung vieler Reisenden kommen! Eineinhalb Wagen 1. Klasse beim ICE-T sind eindeutig zu wenig für einen Sprinter. Mein Tipp wäre also eher der Einsatz der MET-Garnituren.

Ich denke nicht, dass man den Sprinter mit ICE-T fährt, weil gerade bei ihm der Unterschied zwischen 230 km/h und 300 km/h durchaus ein bisschen ins Gewicht fällt. Ob jetzt ICx, ICE1 oder ICE3 sei jetzt mal dahingestellt, aber von der 1. Klasse-Ausstattung sind diese auf jeden Fall alle besser geeignet.

Gruß
Johannes

--
Schiffbau ist Kunst - Flugzeugbau ist Wissenschaft - Elektrotechnik ist Glücksache ;)

Alle Angaben ohne Gewähr!

Erhebliches Fahrgastpotenzial

Claus_NN, Nürnberg, Montag, 05.11.2012, 23:25 (vor 4900 Tagen) @ ice-t-411

Hi!

Allerdings wird es schon bald zur Verärgerung vieler Reisenden kommen! Eineinhalb Wagen 1. Klasse beim ICE-T sind eindeutig zu wenig für einen Sprinter. Mein Tipp wäre also eher der Einsatz der MET-Garnituren.


Ich denke nicht, dass man den Sprinter mit ICE-T fährt, weil gerade bei ihm der Unterschied zwischen 230 km/h und 300 km/h durchaus ein bisschen ins Gewicht fällt. Ob jetzt ICx, ICE1 oder ICE3 sei jetzt mal dahingestellt, aber von der 1. Klasse-Ausstattung sind diese auf jeden Fall alle besser geeignet.

Gruß
Johannes

Auch wenn ich den ICE 3 jetzt auch nicht für das Nonplusultra in der 1. Klasse halte (es geht eben nichts über den ICE 1) - aber ein ICE-T?! Neee, biiiite nicht! Da gibt es gerade mal eine Handvoll Plätze in der 1. Klasse, die zum Arbeiten geeignet sind, nämlich die Abteilplätze, die bahn.comfort-Plätze am Tisch sowie den Vierertisch, gleich wenn man im Wagen 28 in den Großraum kommt. (Platznummern 23-26, wenn ich mich nicht täusche). Die Tische mit den 80er-Platznummern sind wegen der Lage über den Drehgestellen zum Vergessen, andauernd vernehme ich dort ein schnaubendes Geräusch und was die Einzel-Gangplätze neben den Abteilen (Nummern 71 und 72) mit 1. Klasse zu tun haben, bedarf für mich auch noch näherer Erläuterung. Na ja, Gaffereien aus den "Abteilen" gibt's dort inklusive. ;-)
Bisher finde ich den ICE-T ja ganz annehmbar, ist ja auch kein Wunder, in der 1. Klasse fährt ja über den Frankenwald kaum einer mit, sodass man schon seinen Wunschplatz bekommt, aber wer den als Sprinter bei der Business-Klientel vorfahren lässt, zeigt, dass er einiges nicht begriffen hat.

Beste Grüße,
Claus_NN

ICE-T sowieso falsch

GibmirZucker, Montag, 05.11.2012, 23:38 (vor 4900 Tagen) @ Claus_NN

Der ICE-T ist sowieso das falsche Gefährt für München-Berlin über die NBS, egal ob Sprinter oder Bummel-ICE. Er hat seine Vorzüge, einerseits eine Neigetechnik, andererseits die Verwendbarkeit für Nürnberg-Jena-Leipzig-Berlin, da ein 411-Doppel auf die Bahnsteige zugeschnitten ist. Er hat aber auch gerade deshalb Nachteile, nämlich
- Blöder Wagenquerschnitt wegen Berücksichtung der Neigung
- Wenig Sitzpätze, da kurz (vgl. ICE3) und Platzbedarf für Strohabnehmerrahmen
- vmax von nur 230 - d.h. auf fast 300km fährt er dann die Streckengeschwindigkeit nicht aus
- fährt bei 230 unruhiger als ein ICE3

Die Motorisierung ist ebenfalls nicht berauschend, wie ein Dauerseinsatz am Geschwindigkeitslimit - erst noch in den Steigungen - sich auswirken wird, ist eine andere Frage.

Da ich jedoch nicht erwarte, dass bei Eröffnung der Strecke genügend IC(E)x zur Verfügung stehen werden, wird das leider auf einen ICE-T Einsatz hinauslaufen.

dafür unterstützt er ERTMS Level 2.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 06.11.2012, 09:02 (vor 4900 Tagen) @ GibmirZucker

Hallo GibmirZucker,

Der ICE-T ist sowieso das falsche Gefährt für München-Berlin über die NBS, egal ob Sprinter oder Bummel-ICE. Er hat seine Vorzüge, einerseits eine Neigetechnik, andererseits die Verwendbarkeit für Nürnberg-Jena-Leipzig-Berlin, da ein 411-Doppel auf die Bahnsteige zugeschnitten ist.

Der entscheidende Vorteil nennst Du aber nicht...

Er hat aber auch gerade deshalb Nachteile, nämlich
- Blöder Wagenquerschnitt wegen Berücksichtung der Neigung

Akzeptiert, denn Neigung braucht man auf M-N-EF-B nicht.

- Wenig Sitzpätze, da kurz (vgl. ICE3) und Platzbedarf für Stromabnehmerrahmen

Dafür ist er flexibel = man kann als 5-, 7-, 10-, 12- oder 14-Wagenzug fahren, beim ICE 3 nur als 8- oder 16-Wagenzug.

- vmax von nur 230 - d.h. auf fast 300km fährt er dann die Streckengeschwindigkeit nicht aus

Wenn die Bahn aber 230-250 als Norm sieht, ist das schon in Ordnung. Nur die Sprinter machen die 300 Sachen.
Der ICE-T ist also als Sprinter ungeeignet, aber als Bummel-ICE geht's noch.

- fährt bei 230 unruhiger als ein ICE3

Durfte eher ein Argument für uns ICE-Fans sein.
Zudem braucht DB die ICE 3 für die Rennbahn K-F.

Die Motorisierung ist ebenfalls nicht berauschend, wie ein Dauerseinsatz am Geschwindigkeitslimit - erst noch in den Steigungen - sich auswirken wird, ist eine andere Frage.

Dann muß man halt den Fahrplan anpassen.
Bei uns wurde das bei der HSL-Zuid doch auch gemacht, als NS Hispeed sich mit Surrogatzügen aushelfen mußte.

Da ich jedoch nicht erwarte, dass bei Eröffnung der Strecke genügend IC(E)x zur Verfügung stehen werden, wird das leider auf einen ICE-T Einsatz hinauslaufen.

Genau, denn in Gegensatz zu den meisten Fahrzeugen unterstützen die ICE-T ERTMS Level 2, und das durfte entscheidend sein!

Und mal wieder stelle ich die Frage: wieso wurden/werden nicht auch die (oder: einige von den) 140 restlichen Maschinen der BR 101 mit dem für ERTMS Level 2 erforderlichen "trainborne equipment" versehen?
So entsteht mit den dann meistens redesignten IC-Wagen eine gute Einsatzreserve, sollten die ICE-T mal versagen und die neuen IC230/250-Triebwagen noch nicht da sein.
Und wenn DB vorhat, den Maschinen Aufgaben in die Gütersparte zu geben, sind die schon für ERTMS-Strecken vorbereitet.
Auch die geplanten Rennbahnen Frankfurt-Mannheim und Stuttgart-Ulm werden ERTMS Level 2 haben; DB wird die Maschinen dort wohl noch brauchen.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Erhebliches Fahrgastpotenzial

ICE-T-Fan, Dienstag, 06.11.2012, 02:23 (vor 4900 Tagen) @ ice-t-411

Hi!

Allerdings wird es schon bald zur Verärgerung vieler Reisenden kommen! Eineinhalb Wagen 1. Klasse beim ICE-T sind eindeutig zu wenig für einen Sprinter. Mein Tipp wäre also eher der Einsatz der MET-Garnituren.


Ich denke nicht, dass man den Sprinter mit ICE-T fährt, weil gerade bei ihm der Unterschied zwischen 230 km/h und 300 km/h durchaus ein bisschen ins Gewicht fällt. Ob jetzt ICx, ICE1 oder ICE3 sei jetzt mal dahingestellt, aber von der 1. Klasse-Ausstattung sind diese auf jeden Fall alle besser geeignet.

Gruß
Johannes

Von ICE-T-Sprinter redet hier doch niemand oder? Die sind höchsten zwischen Dresden und Frankfurt sinnvoll, wenn man die minimale Fahrzeit Eisenach-Fulda-Frankfurt herausholen will. Ansonsten denke ich, wird man für die wenigen Sprinter paar ICE3 erübrigen können, zumal sie ja in München stationiert sind.

Wird aber wohl ein ICE-T sein!

GUM, Dienstag, 06.11.2012, 11:00 (vor 4900 Tagen) @ ICE-T-Fan

Von ICE-T-Sprinter redet hier doch niemand oder?

Doch! Ursprünglich wurde ja geschrieben, dass Berlin-München nur mit zwei Halten unter 4 Stunden möglich wäre. Und das ist dann schon eine Sprinter Qualität. Ich sehe halt den immer noch vorhandenen Fahrzeugmangel als problematisch an.

Wenn man ein bisschen Geld investieren möchte, dann könnte man einen ICE-T5 und einen ICE-T7 einsetzen. Den ICE-T5 müsste man dann so umbauen, dass er zwei vollwertige 1. Klasse Wagen hätte. Da zeigt sich leider der Nachteil, dass man aus dem ICE-T nicht einen einzelnen Waggon abkuppeln kann. Bei den früheren Messeschnellzügen war es gar kein Problem, fünf oder mehr A-Wagen aneinanderzuhängen.

Bloß weiss ich nicht, was man dann mit dem ICE-T5 "2 First" den Rest des Tages machen soll. Alternative wäre wirklich der MET aus 4 A und 2 B.

Wird aber wohl ein ICE-T sein!

ICE-T-Fan, Dienstag, 06.11.2012, 11:28 (vor 4900 Tagen) @ GUM

Von ICE-T-Sprinter redet hier doch niemand oder?


Doch! Ursprünglich wurde ja geschrieben, dass Berlin-München nur mit zwei Halten unter 4 Stunden möglich wäre.

Die Taktzüge werden auch nicht so waahnsinnig weit weg davon liegen. 4 Stunden 10 min braucht man via Halle und Ingolstadt, 4 Stunden 20 min über Leipzig und Ingolstadt.

ICE Sprinter = Psychologie

GUM, Dienstag, 06.11.2012, 11:33 (vor 4900 Tagen) @ ICE-T-Fan

Die Taktzüge werden auch nicht so waahnsinnig weit weg davon liegen. 4 Stunden 10 min braucht man via Halle und Ingolstadt, 4 Stunden 20 min über Leipzig und Ingolstadt.

Die ICE Sprinter leben - wie viele andere Luxusprodukte auch - von einer psychologischen oder marketingtechnischen Komponente. Irgendwann hat jemand von der Bahn ausgerufen, dass bei Tagesfahrten eine Fahrzeit von unter 4 Stunden wesentlich attraktiver wäre, weil dann Geschäftsreisende bei Nutzung dieser Verbindung noch 6 oder mehr Stunden am Zielort hätten (oder so ähnlich). Dies ist wohl der Zusatznutzen jedes ICE-Sprinters.

Der Hauptnutzen wird viel zu wenig kommuniziert. Beim ICE-Sprinter München-Frankfurt gab es damals einen einzigen Halt in Mannheim. Also fiel der Fahrgastwechsel und die Unruhe in Augsburg, Ulm, Stuttgart weg und die Fahrgäste hatten eher das Gefühl des Gleitens, denn eines stop and go. Der überbreite ICE1 mit seinen riesigen 1. Klasse Fauteils (vor dem Redesign) tat ein Übriges.

Also einfach ein genials Marketing, welches mit dem Sprinterzuschlag überaus günstig abgegolten worden ist. Echter Mehrwert für die Kunden.

Taktzug vs. Sprinter

naseweiß, Dienstag, 06.11.2012, 11:53 (vor 4900 Tagen) @ ICE-T-Fan

Von ICE-T-Sprinter redet hier doch niemand oder?

Doch! Ursprünglich wurde ja geschrieben, dass Berlin-München nur mit zwei Halten unter 4 Stunden möglich wäre.

Die Taktzüge werden auch nicht so waahnsinnig weit weg davon liegen. 4 Stunden 10 min braucht man via Halle und Ingolstadt, 4 Stunden 20 min über Leipzig und Ingolstadt.

Wirklich, stand das in einem der Artikel?
Für Leipzig-Ingolstadt ging ich zuletzt von ziemlich genau 04:30 h aus:
- Berlin-Südkreuz-Wittenberg-Leipzig 69 min (+ 5 min)
- Leizig-Erfurt 40 min (+ 7 min)
- Erfurt-Bamberg-Erlangen-Nürnberg 81 min (+ 4 min)
- Nürnberg-Ingolstadt-München 65 min

Für Halle-Augsburg landet man schon bei rund 04:45 h, also eine Stunde langsamer als der Sprinter. Und Augsburg muss garantiert mit einigen Zügen mitgenommen werden, vermutlich sogar mit der ganzen L28.2, also 2h-Takt bzw. jedem zweiten Taktzug. Gerade unter dieser Voraussetung erhält der Sprinter seine große Chance, wobei man Nürnberg schon mitnehmen sollte.

--
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Zustimmung!

GUM, Dienstag, 06.11.2012, 11:56 (vor 4900 Tagen) @ naseweiß

Für Halle-Augsburg landet man schon bei rund 04:45 h, also eine Stunde langsamer als der Sprinter. Und Augsburg muss garantiert mit einigen Zügen mitgenommen werden, vermutlich sogar mit der ganzen L28.2, also 2h-Takt bzw. jedem zweiten Taktzug. Gerade unter dieser Voraussetung erhält der Sprinter seine große Chance, wobei man Nürnberg schon mitnehmen sollte.

Nürnberg aber bitte nur zum AUSSTEIGEN!

Zu der Fahrzeit der Linie 28 ab 2018

ICE-T-Fan, Dienstag, 06.11.2012, 12:22 (vor 4900 Tagen) @ naseweiß
bearbeitet von ICE-T-Fan, Dienstag, 06.11.2012, 12:22

Das stand nicht im Artikel. Das sind die Zahlen aus vergangenen Diskussionen und Entwürfen.

4 Stunden 10 min ist schon realistisch, wenn man von einem Laufweg via Halle und der SFS NIM ausgeht.

Berlin-Halle in 63 min
2 min Haltezeit
Halle-Erfurt in 31 min (damit die Züge nach Frankfurt zeitig weg kommen)
4 min Haltezeit
Erfurt-Bamberg-Nürnberg in 79 min (inklusive 2 min Haltezeit in Bamberg)
5 min Haltezeit
65 min über NIM (mit Halt in Ingolstadt)
---
63+2+31+4+79+5+65 = 249 Minuten = 4 Stunden 9 Minuten


Über Leipzig sind es etwa 15 min mehr:

Berlin-Leipzig in 64 min
5 min Haltezeit
Leipzig-Erfurt in 42 min
4 min Haltezeit
Erfurt-Bamberg-Nürnberg in 79 min (inklusive 2 min Haltezeit in Bamberg)
5 min Haltezeit
65 min über NIM (mit Halt in Ingolstadt)
---
64+5+42+4+79+5+65 = 264 Minuten = 4 Stunden 24 Minuten

Den Laufweg über Augsburg habe ich dabei natürlich nicht bedacht, auch nicht den optionalen Halt in Wittenberg oder Bitterfeld.

Zu der Fahrzeit der Linie 28 ab 2018

naseweiß, Dienstag, 06.11.2012, 13:21 (vor 4900 Tagen) @ ICE-T-Fan
bearbeitet von naseweiß, Dienstag, 06.11.2012, 13:23

Über Leipzig sind es etwa 15 min mehr:
...
64+5+42+4+79+5+65 = 264 Minuten = 4 Stunden 24 Minuten

Das kann ich nachvollziehen.

Den Laufweg über Augsburg habe ich dabei natürlich nicht bedacht, auch nicht den optionalen Halt in Wittenberg oder Bitterfeld.

Wittenberg, Bitterfeld und Erlangen, ganz zu schweigen von dem möglichen Halt Coburg mit vollständiger Werrabahn als Zubringer. Dort werden sicher nicht die Sprinter halten, sondern eben ein 2h-Takt der Taktzüge. Ein solcher Halt und wir sind bei rund 04:30 h für Leipzig-Ingolstadt.

Über Augsburg werden ebenso sicher nicht die Sprinter geführt, sondern vermutlich ein 2h-Takt der Taktzüge. Laut dieser 2 Jahre alten Meldung (es kann letztendlich sowieso anders kommen) wird der eine Takt Leipzig-Ingolstadt, der andere Halle-Augsburg fahren. Die direkte Route Halle-Ingolstadt kann man für Taktzüge gleich vergessen* und somit sind ca. 04:30 bzw. 04:45 h die Fahrzeiten der Taktzüge.

Der Sprinter ist somit 45-60 min schneller, lohnt sich also klar.

* Edit: Mit Umstieg in Nürnberg bzw. Erfurt ginge die Route dank wahrscheinlicher Korrespondenzen.

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Zu der Fahrzeit der Linie 28 ab 2018

ICE-T-Fan, Dienstag, 06.11.2012, 13:29 (vor 4900 Tagen) @ naseweiß

Es wurde aber immer kommuniziert, dass die Linie 28 zukünftig glatte 4 Stunden haben soll. Damit meinte man vermutlich keine Sprinter. Ich halte daher 4 1/4 Stunden für wahrscheinlicher als 4 3/4 Stunden. Augsburg wird noch Alibi-Verkehr bekommen nach dem heutigen Muster mal mit L25 mal mit L28 und mal gar nicht. ;)

Zu der Fahrzeit der Linie 28 ab 2018

Mario-ICE, Dienstag, 06.11.2012, 13:35 (vor 4900 Tagen) @ ICE-T-Fan

Es wurde aber immer kommuniziert, dass die Linie 28 zukünftig glatte 4 Stunden haben soll. Damit meinte man vermutlich keine Sprinter. Ich halte daher 4 1/4 Stunden für wahrscheinlicher als 4 3/4 Stunden. Augsburg wird noch Alibi-Verkehr bekommen nach dem heutigen Muster mal mit L25 mal mit L28 und mal gar nicht. ;)

Naja in der Fachpresse war schon längere Zeit nichts mehr von 4 Stunden zu lesen. Das sind dann eher Meldungen, wo Agenturen das verbreiten und man sollte dann manchmal auch die genaue Formulierung lesen.

Zu der Fahrzeit der Linie 28 ab 2018

ICE-T-Fan, Dienstag, 06.11.2012, 13:46 (vor 4900 Tagen) @ Mario-ICE

Bei 4 3/4 Stunden hätte man sich schon fast die NBS sparen können. In seiner besten Zeit brauchte der ICE-T für Berlin-München etwas über 5 1/2 Stunden also nur 45 min mehr.

Zu der Fahrzeit der Linie 28 ab 2018

Mario-ICE, Dienstag, 06.11.2012, 14:13 (vor 4900 Tagen) @ ICE-T-Fan

Bei 4 3/4 Stunden hätte man sich schon fast die NBS sparen können. In seiner besten Zeit brauchte der ICE-T für Berlin-München etwas über 5 1/2 Stunden also nur 45 min mehr.

Bei den 4 Stunden ging man natürlich nicht von irgendwelchen Linienführungen abseits der verschiedenen NBS aus.

Zu der Fahrzeit der Linie 28 ab 2018

ICE-T-Fan, Mittwoch, 07.11.2012, 01:32 (vor 4899 Tagen) @ Mario-ICE

Ist mit klar, das war der direkte Laufe via Halle und Ingolstadt, also ausschließlich SFS-Anteile.

Zu der Fahrzeit der Linie 28 ab 2018

naseweiß, Dienstag, 06.11.2012, 15:20 (vor 4900 Tagen) @ ICE-T-Fan

Es wurde aber immer kommuniziert, dass die Linie 28 zukünftig glatte 4 Stunden haben soll. Damit meinte man vermutlich keine Sprinter. Ich halte daher 4 1/4 Stunden für wahrscheinlicher als 4 3/4 Stunden.

- Berlin-Südkreuz-Halle 60 min (+ 2 min)
- Halle-Erfurt 31 min (+ 4 min)
- Erfurt-Bamberg-Nürnberg 75 min (+ 3 min)
- Nürnberg-Ingolstadt-München 65 min

Summe genau 4 h, direkte Strecke.

- Wittenberg?
- Bitterfeld?
- Leipzig?
- (Hal/L-Flughafen?)
- (Coburg?)
- Erlangen?
- Donauwörth-Augsburg-Pasing?

Augsburg wird noch Alibi-Verkehr bekommen nach dem heutigen Muster mal mit L25 mal mit L28 und mal gar nicht.

Halte ich für unwahrscheinlich. Augsburg wird man mindestens im 2h-Takt nach Norden anbinden, bevorzugt mit der L28.2. Wie gerade im anderen Beitrag erörtert, wird die L25.2 für den 30-min-Takt Nürnberg-München benötigt und wird eher weniger für Augsburg zur Verfügung stehen.

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Zu der Fahrzeit der Linie 28 ab 2018

ICE-T-Fan, Mittwoch, 07.11.2012, 01:35 (vor 4899 Tagen) @ naseweiß

Es wurde aber immer kommuniziert, dass die Linie 28 zukünftig glatte 4 Stunden haben soll. Damit meinte man vermutlich keine Sprinter. Ich halte daher 4 1/4 Stunden für wahrscheinlicher als 4 3/4 Stunden.


- Berlin-Südkreuz-Halle 60 min (+ 2 min)
- Halle-Erfurt 31 min (+ 4 min)
- Erfurt-Bamberg-Nürnberg 75 min (+ 3 min)
- Nürnberg-Ingolstadt-München 65 min

Summe genau 4 h, direkte Strecke.

- Wittenberg?
- Bitterfeld?

Wird vermutlich von den ICE Leipzig-Hamburg übernommen. Bitterfeld wird wohl nur noch Tagesrand-Halt bekommen oder Halt der Linie 15 nach Frankfurt.

- Leipzig?

Für Leipzig habe ich schon 4 Stunden 24 min vorhergesagt.

- (Hal/L-Flughafen?)

Vermutlich durch die Linie 50 übernommen, da die zwischen Erfurt und Leipzig größeren Zeitpuffer hat, um die kürzere Fahrzeit Erfurt-Halle auszugleichen.

- (Coburg?)

Tagesrandhalt, kein Systemhalt -> siehe neuestes Statement von Herrn Grube

- Erlangen?

2h-Takt für die Züge aus Leipzig

- Donauwörth-Augsburg-Pasing?

Großes ?

Augsburg wird noch Alibi-Verkehr bekommen nach dem heutigen Muster mal mit L25 mal mit L28 und mal gar nicht.

Halte ich für unwahrscheinlich. Augsburg wird man mindestens im 2h-Takt nach Norden anbinden, bevorzugt mit der L28.2. Wie gerade im anderen Beitrag erörtert, wird die L25.2 für den 30-min-Takt Nürnberg-München benötigt und wird eher weniger für Augsburg zur Verfügung stehen.

Takt Linie 28 überhaupt möglich?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 06.11.2012, 13:35 (vor 4900 Tagen) @ ICE-T-Fan

Von ICE-T-Sprinter redet hier doch niemand oder?

Doch! Ursprünglich wurde ja geschrieben, dass Berlin-München nur mit zwei Halten unter 4 Stunden möglich wäre.

Die Taktzüge werden auch nicht so waahnsinnig weit weg davon liegen. 4 Stunden 10 min braucht man via Halle und Ingolstadt, 4 Stunden 20 min über Leipzig und Ingolstadt.

Inzwischen kann man sich die Frage stellen, ob ein ordentlicher Takt der Linie 28 überhaupt noch möglich sei.

Als pragmatischer Niederländer könnte man die Sache übersimplifizieren und sagen:

25a 41a 28a 41b = 30-Min."Takt" M-(IN)-N (25a+28a Halt in IN, daher An/Ab M nicht sauber)
28b     25b     = 60-Min. Takt  M-A-N (Donauwörth/Treuchtlingen abwechselnd?)
25a 41a 25b 41b = 30-Min. Takt  N-WÜ
28b     28a     = 60-Min. Takt  N-EF-HAL-B (Erlangen+Bamberg / Coburg abwechselnd?)
28b     28a     = 60-Min. Takt  B-HH schnell
    27      DK  = 60 Min. Takt  B-HH langsam

Wir sind aber in Deutschland, also:

1. München-Berlin nonstop
2. München-Leipzig nonstop
3. Nürnberg-Berlin nonstop
4. Nürnberg-Leipzig nonstop
5. Erfurt-Berlin stündlich
6. Erfurt-München stündlich
7. Erfurt-Leipzig-Dresden stündlich
8. Ingolstadt-Berlin direkt
9. Ingolstadt-Leipzig direkt
10. Augsburg-Berlin direkt
11. Augsburg-Leipzig direkt
12. Coburg-Berlin direkt
13. Coburg-Dresden direkt
14. Coburg-München direkt, ohne Umweg via Augsburg
15. Coburg-Augsburg direkt
16. Coburg-Hamburg direkt
17. Bamberg-Berlin direkt
18. Bamberg-Dresden direkt
19. Bamberg-München direkt, ohne Umweg via Augsburg
20. Bamberg-Augsburg direkt
21. Bamberg-Hamburg direkt
22. Korrespondenz N/F - EF - B/L
23. Jena-München direkt
24. Jena-Berlin direkt
25. Jena-Hamburg direkt
26. Jena-Leipzig-Dresden direkt
27. Weimar, Apolda und Naumburg nach wie vor mit Fernverkehr bedient
28. Saalfeld und Lichtenfels nach wie vor mit Fernverkehr bedient
29. Erfurt-Hamburg direkt
30. Stuttgart-Berlin via Nürnberg direkt (S-N-B schneller als S-F-B)
31. Verlängerungen über Berlin hinaus nach z.B. Stralsund
32. Verlängerungen über München hinaus nach z.B. Salzburg, Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck
33. Halle-München direkt
34. vernünftige Anbindung von Weimar
35. keine leer rumfahrende Fernzüge (FV eigenwirtschaftlich!)
36. und alles so gestaltet, dass man den Fahrplan auch ohne Unistudie und/oder aberhundert Fußnoten verstehen kann

Viel Erfolg!


Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Taktverkehr ist natürlich möglich!

Reisender, München, Dienstag, 06.11.2012, 14:18 (vor 4900 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von Reisender, Dienstag, 06.11.2012, 14:23

Inzwischen kann man sich die Frage stellen, ob ein ordentlicher Takt der Linie 28 überhaupt noch möglich sei.

Als pragmatischer Niederländer könnte man die Sache übersimplifizieren und sagen:

25a 41a 28a 41b = 30-Min."Takt" M-(IN)-N (25a+28a Halt in IN, daher An/Ab M nicht sauber)
28b     25b     = 60-Min. Takt  M-A-N (Donauwörth/Treuchtlingen abwechselnd?)
25a 41a 25b 41b = 30-Min. Takt  N-WÜ
28b     28a     = 60-Min. Takt  N-EF-HAL-B (Erlangen+Bamberg / Coburg abwechselnd?)
28b     28a     = 60-Min. Takt  B-HH schnell
27      DK  = 60 Min. Takt  B-HH langsam

Festzuhalten ist zunächst, dass die Linie 28 im Prinzip nicht eine Linie ist, sondern mehrere Linien sind, da die Züge sowohl im nördlichen als auch im südlichen Ast zwei verschiedene Routen nehmen. Deshalb liest man oft 28.1, 28.2 oder eben 28a oder 28b. Warum macht man daraus dann nicht einfach zwei Linien, die jeweils in einem sauberen Zweistundentakt fahren könnten?

Der „pragmatische Niederländer“ geht aber offenbar weiter und will auf den Teilstrecken der Linien 25, 28 und 41 durch Linienüberlagerungen – soweit wie möglich – jeweils einen sauberen Takt haben. Hier gibt es aber schon das Problem, dass die genannten drei Linien mit unterschiedlichen Fahrzeugen mit unterschiedlicher Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit befahren werden.

Der Taktfahrplan, der alle drei Linien erfassen soll, müsste also so aussehen, dass er selbst mit den schlechtesten Zügen noch in der fahrplanmäßigen Zeit bewältigt werden könnte. Dies wiederum hätte in letzter Konsequenz ziemlich lange Reisezeiten zur Folge, die keiner haben will. Hinzu kommen noch die Achsprobleme, insbesondere beim ICE-T, die nochmals zu weiteren Aufschlägen bei der Reisezeit führten.

Als pragmatischer Bayer könnte ich mir gleichwohl vorstellen:

Halbstundentakt M-IN-N-Wü: Überlagerung der stündlichen Linien 25 und 41
Stundentakt: M-A-N mit der stündlichen Linie 28 und Anschluss an Linie 25 in N

Die Linie 28 sollte stets über Augsburg fahren, da hier vmax 230 km/h ausreichend, während auf der NIM ein Halbstundentakt mit ICE-T und ICE 3 auf der anderen Seite kaum sinnvoll zu machen ist. Ein Halbstundentakt auf der NIM mit ICE 1/2 und ICE 3 erscheint mir aber mit vernünftigen Reisezeiten machbar.

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Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf

Takt Linie 28 überhaupt möglich?

naseweiß, Dienstag, 06.11.2012, 15:10 (vor 4900 Tagen) @ Oscar (NL)

Als pragmatischer Niederländer könnte man die Sache übersimplifizieren und sagen:

25a 41a 28a 41b = 30-Min."Takt" M-(IN)-N (25a+28a Halt in IN, daher An/Ab M nicht sauber)
28b     25b     = 60-Min. Takt  M-A-N (Donauwörth/Treuchtlingen abwechselnd?)
25a 41a 25b 41b = 30-Min. Takt  N-WÜ
28b     28a     = 60-Min. Takt  N-EF-HAL-B (Erlangen+Bamberg / Coburg abwechselnd?)
28b     28a     = 60-Min. Takt  B-HH schnell
.   27      DK  = 60 Min. Takt  B-HH langsam

Lustige Tatsache (fun fact):

Wegen der 30er-Lage Erfurt, der dem Land Thüringen für den Regionalverkehrs-Anschluss versprochen wurde und der auch für das Zusammentreffen mit L50a/b nötig ist, und der Fahrzeit von 01:15-01:20 h für Erfurt-Nürberg wird die L28a/b in Nürnberg in der 00er-Lage ankommen. Die L25a/b, die du hier schön fürs Alternieren mit der L28a/b nutzt, wird aber wohl weiterhin in der 30er-Lage bleiben. Die L41b (00er-Lage) über Augsburg zu schicken, ist aber weniger sinnvoll, da Augsburg-Frankfurt/NRW auch über Stuttgart gut geht und schneller ist.

Wenn die L25b nun nicht über Nürnberg-Ingolstadt fährt, sondern über Ansbach-Augsburg oder auch Nürnberg-Augsburg, könnte es auf Nürnberg-Ingolstadt-München sogar alle 2h eine Taktlücke von 60 min geben. Zur Zeit müsste die L25b eine Mischung aus allen drei Routen sein. Dafür führen zu anderer Zeit L28a und L41b kurz nacheinander über Ingolstadt.

Übrigens hast du in deiner Aufzählung die Relation Berlin-Leipzig nicht erwähnt und nach der Belegung der Relation Berlin-Hamburg zu schließen sogar ganz vergessen.

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Diese Problematik ist bekannt!

Reisender, München, Dienstag, 06.11.2012, 15:41 (vor 4900 Tagen) @ naseweiß

Lustige Tatsache (fun fact):

Wegen der 30er-Lage Erfurt, der dem Land Thüringen für den Regionalverkehrs-Anschluss versprochen wurde und der auch für das Zusammentreffen mit L50a/b nötig ist, und der Fahrzeit von 01:15-01:20 h für Erfurt-Nürberg wird die L28a/b in Nürnberg in der 00er-Lage ankommen. Die L25a/b, die du hier schön fürs Alternieren mit der L28a/b nutzt, wird aber wohl weiterhin in der 30er-Lage bleiben. Die L41b (00er-Lage) über Augsburg zu schicken, ist aber weniger sinnvoll, da Augsburg-Frankfurt/NRW auch über Stuttgart gut geht und schneller ist.

Wenn die L25b nun nicht über Nürnberg-Ingolstadt fährt, sondern über Ansbach-Augsburg oder auch Nürnberg-Augsburg, könnte es auf Nürnberg-Ingolstadt-München sogar alle 2h eine Taktlücke von 60 min geben. Zur Zeit müsste die L25b eine Mischung aus allen drei Routen sein. Dafür führen zu anderer Zeit L28a und L41b kurz nacheinander über Ingolstadt.

Diese Thematik hatten wir schon einmal:
http://www.ice-treff.de/index.php?id=179144

Spätestens wenn Nürnberg-Erfurt-Leipzig/Halle in Betrieb geht, wird der ICE-Halbstundentakt auf der NIM mit L25/41 gebildet werden müssen. Bevor Stuttgart 21 und die NBS Wendlingen–Ulm sowie Rhein/Main–Rhein/Neckar fertig sind, wird die L41 auch auf jeden Fall den Stundentakt behalten.

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Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf

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