Fortsetzung Côte d’Azur & Wilhelm Tell [3/3] (Reiseberichte)

TD, Sonntag, 09.09.2012, 17:26 (vor 4949 Tagen) @ TD

Für das letzte Stück des Heimwegs wählen wir nicht den schellen Weg über Zürich, sondern den schönen Weg mit dem Voralpen-Express nach Romanshorn. Der Zug verkehrt im Stundentakt als InterRegio und wird gemeinsam von Schweizerischer Südostbahn und den SBB betrieben.

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Die Lok des Voralpen-Express trägt ein Werbekleid

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„Wie kann man sich denn freuen, bei schönem Wetter im Zug zu sitzen?“ sagte mir vor einigen Jahren mal ein Bekannter im Zug, als ich mich über den Sonnenschein draußen gefreut hatte. Aber ich bleibe dabei: bei Sonnenschein macht das Zugfahren mehr Spaß – noch dazu, wenn man durch eine solche traumhafte Landschaft fährt. Auf der Fahrt im Voralpen-Express reiht sich eine schöne Landschaft an die nächste, hier fahren wir gerade am Ufer des Vierwaldstättersees.

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Streckenkarte auf dem Tisch

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Und der nächste See: wir passieren den Zugersee

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Jetzt geht’s den Berg hoch...

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... und die Hochmoorlandschaft von Rothenthurm zieht am Fenster vorbei.

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Und weiter führt die Strecke an den Zürichsee.

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Auf dem Seedamm von Rapperswil fahren wir dann über den Zürichsee. Unterwegs bauen wir allerdings etwas Verspätung auf und auch beim nächsten Halt in Rapperswil stehen wir auffällig lange. Hinzu kommen sonderbare Manöver, wir fahren kurz rückwärts, halten an, fahren vorwärts an, halten nochmals und dann geht’s erst los.

Wir fahren nun durch den über 8 Kilometer langen Rickentunnel und erreichen auf der anderen Seite das Toggenburg. Eine Durchsage bestätigt nun, was ich bereits geahnt habe: es gibt eine technisches Störung an der Lok. In Herisau heißt es deshalb umsteigen, am Gleis gegenüber steht schon eine Ersatzgarnitur bereit. Das Umsteigen geht zwar recht flott, aber trotzdem haben wir mittlerweile 10 Minuten Verspätung. Soll es uns nun so ergehen wie bei der der letzten Tour, dass wir hunderte Kilometer durch Europa fahren und dann kurz vor der Haustür noch etwas schief geht?

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Jetzt fahren wir aber erst mal über das Sitterviadukt, die höchste Eisenbahnbrücke der Schweiz.

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Nach dem Halt in St. Gallen ist nun bald der heimische Bodensee wieder zu sehen.

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Ankunft mit der Ersatzgarnitur in Romanshorn

Und es kommt wie befürchtet, in Romanshorn ist der Anschluss weg. Das ist bei dem Halbstundentakt auf der Strecke kein Weltuntergang, aber dadurch ist auch unser schneller Anschlussbus in Konstanz weg, wir werden eine fast Stunde später zu Hause ankommen - und damit wieder alle Klischees erfüllen: ist doch klar, wer mit der Bahn verreist kommt nicht pünktlich an...

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Ein knallgelber GTW mit Werbung für einen Radiosender bringt uns nun nach Kreuzlingen.

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In Kreuzlingen steigen wir ein letztes Mal um, wiederum ein GTW von Thurbo bringt uns über die Grenze. Von der Fahrt habe ich allerdings keine Bilder mehr, denn die verbringen wir stehend vor der Tür. Nicht, weil es keine Sitzplätze mehr gibt, sondern weil ich beim Blick auf den Fahrplan festgestellt habe, dass noch eine kleine Chance besteht, den ursprünglichen Anschlussbus in Konstanz noch zu erreichen. Und tatsächlich, nach einem Spurt durch die Bahnhofsunterführung kommen wir zeitgleich mit dem Bus an der Bushaltestelle an. Und somit: Ende gut – Alles gut.

Viele Grüße

Tobias


PS: Meine früheren Reiseberichte gibt es hier.

Und ganz zum Schluss möchte ich noch etwas Werbung machen für das Bahnreise-Wiki.de – ich freue mich über Mitautoren!

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