Côte d’Azur & Wilhelm Tell [1/3] Reisebericht m. v. Bildern (Reiseberichte)
Hallo zusammen,
nach der Rajzefiber-Tour nach Polen und der Fahrt auf der GoldenPassLine durch die Schweiz sind wir nun bei meiner dritten Tour des diesjährigen Sommerurlaubs angelangt – und diese letzte Tour war mein persönliches Highlight. Die Tour fand Mitte August statt.
![[image]](http://www.bahnreiseberichte.de/28-Karte.jpg)
Ich möchte Euch mitnehmen auf eine erstklassige 4tägige Reise ans Mittelmeer. Wir fahren mit dem TGV von Karlsruhe nach Marseille, an der Côte d’Azur über Nizza und Monaco nach Sanremo, weiter entlang der italienische Riviera nach Genua, über Mailand nach Locarno und schließlich über die Gotthardstrecke und Luzern zurück.
Die erste Herausforderung ist, der Reiseauskunft einen Fahrplan nach Monaco zu entlocken, ohne in einer deutschen Landeshauptstadt zu landen. Nachdem dies gemeistert ist, kann es losgehen.
Tag 1: Konstanz – Marseille
Nachdem bei den letzten beiden Touren früh aufstehen angesagt war, lassen wir es heute gemütlich angehen. Es ist Sonntagmorgen und unser Zug fährt erst um halb zwölf. Eine Stunde später hätte auch noch gereicht, allerdings war mir ein 6-Minuten-Übergang in Baden-Baden etwas zu riskant. Und so fahren wir bei strahlendem Sommerwetter zunächst mit der Schwarzwaldbahn bis Karlsruhe.
Wir starten mit der Schwarzwaldbahn in Konstanz (links), die BR 611 rechts ist ein seltener Gast in Konstanz
Der Zug ist gut ausgelastet, auch in der ersten Klasse sind fast alle Plätze besetzt, was auch damit zusammenhängen mag, dass gestern mit dem Seenachtfest ein Großereignis in Konstanz war und einige Festbesucher erst heute wieder nach Hause fahren.
Ein letzter Blick von der Rheinbrücke über den Bodensee
Hier kann ich nun auch endlich den Gutschein für ein Getränk und ein belegtes Brötchen einlösen, der im Kursbuch für Baden-Württemberg abgedruckt ist. Denn meistens bin ich zu früh oder zu spät auf der Schwarzwaldbahn unterwegs, um in den Genuss des Caterings zu kommen. Wobei man sich beim Preis von nur 1 € auch ohne Gutschein einen Kaffee leisten kann.
Ok, ich gebe es zu, das Foto hatte ich schon zu Hause gemacht, denn das Kursbuch schleppe ich nicht mit. Ich nutze sonst zwar überwiegend die Onlineauskunft, aber ein geschenktes Kursbuch verschmähe ich auch nicht.
Ein Blick aus dem Fenster zwischen den 39 Tunneln der Schwarzwaldbahn
Pünktlich kommen wir in Karlsruhe an und können nun gemütlich zu Gleis 1 wechseln, wo 20 Minuten später der TGV von Frankfurt nach Marseille eintrifft. Wir haben Sitzplätze im Oberdeck des TGV Duplex.
Wir fahren nun bis Appenweier ein Stück zurück, dann durch die Ortenau über den Rhein ins Elsass und weiter durch den Oberrheingraben nach Süden. In Straßburg und Mülhausen wechseln wir die Fahrtrichtung, dann geht es auf die Schnellfahrstrecke LGV Rhin-Rhône.
Fahrt durch die Rheinebene zwischen Straßburg und Mülhausen
Die Reservierungsanzeigen sind zweizeilig, springen zwischen Abfahrts- und Zielbahnhof und wechseln dabei auch zwischen Deutsch, Englisch und Französisch.
Irgendwo in Frankreich
Bei der Fahrkartenkontrolle erhalten wir Gutscheine für einen Willkommenssnack, ein Getränk und eine Zeitung, die im Barwagen eingelöst werden können.
Und ich dachte, Frankreich sei ein Hort der Esskultur – davon strahlt der Barwagen nicht besonders viel aus.
Unser Willkommenspaket – außerdem gehört auch noch eine Zeitung zum Paket. Es gab aber nur noch Bildzeitung, und die kommt mir nicht aufs Foto.
Das deutsch-französische Zugteam ist während der ganzen Strecke an Bord, auch auf den französischen Unterwegsbahnhöfen werden zugestiegene Fahrgäste noch dreisprachig begrüßt. Gut gefällt mir die Durchsage, dass unter Rücksichtnahme auf die anderen Fahrgäste nur in den Einstiegsbereichen telefoniert werden soll.
Nach der Fahrt durch das Burgund geht es bis Lyon auf die LGV Sud-Est und anschließend weiter nach Süden über die LGV Méditerranée durch die Provence bis nach Marseille.
Während in Presseberichten immer alle Züge „rasen“, sei mir diese Wortwahl bei über Tempo 300 gestattet: wir rasen durch die Nacht.
Pünktlich erreichen wir Marseille, wo uns am Bahnhof St. Charles gleich ein toller Blick über die Stadt und hinauf zur Wallfahrtskirche Notre-Dame de la Garde empfängt, die zu den Wahrzeichen der Stadt zählt.
Es geht gleich weiter...
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07.09.2012, 17:42
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