Wie ich eine Schulklasse günstig nach Wien bringe :) (Reiseberichte)

Regiosprinter, Freitag, 17.08.2012, 23:08 (vor 4967 Tagen) @ JumpUp

Hallo zusammen!

Schon bei Ausflügen in der 5. Klasse (ich hatte diesen Musiklehrer durchgehend bis zum Abitur) sind wir immer per Regionalexpress in die Oper nach Frankfurt oder Mannheim gefahren - auch Ausflüge in entferntere Regionen sollten immer mit dem Zug, und zur Not mit dem öffentlichen Busverkehr durchgeführt werden.

Da hatten wir sogar mehrere bahnaffine Lehrer: Zu Ausflügen nach München (Deutsches Museum, Bavaria-Filmstudios etc.) ging es immer mit dem RE. Die Busfahrt ins Münchner Zentrum ist da mindestens so unvorhersehbar wie der Regionalverkehr. :-)

Ich selbst bin damals mit einem weit unkompetenteren Lehrer für 400 Euro für vier Nächte! mit dem Bus nach London gefahren. Per Bahn oder mit dem Flieger wäre es viel günstiger und angenehmer gewesen, aber mich durfte man damals in der 13. Klasse noch nichts planen!

Wieso das? Wir haben sowohl unsere Abschlussfahrt in der 12. Klasse FOS, als auch unsere Abschlussfahrt nach der 12. Klasse Berufsschule selber geplant. Bei der FOS ging´s - wenn ich mich recht erinnere - noch über die Schule, an der Berufsschule dagegen gleich privat.

An der FOS schrieben wir morgens noch eine Schulaufgabe, ehe es mit dem RE um 13:10 Uhr von Augsburg nach München ging. Dort wartete der EC "Albert Einstein" auf uns, um uns über Regensburg - Furth im Wald - Pilsen nach Prag zu bringen. Zuglauf war übrigens Zürich-Lindau-München-Prag. Die Rückfahrt führte dann mit dem damaligen EC "Karlstein" (Prag-Dortmund) bis Nürnberg, wo wir eine Stunde Aufenthalt hatten. Die Weiterfahrt mit dem IC nach Augsburg war deutlich günstiger als der Direkt-Anschluss mit dem ICE...

Wiederum zwei Jahre später haben wir unsere Abschlussfahrt komplett selbst organisiert. Ich habe am Hauptbahnhof gleich die fertige Reise gebucht, inkl. Hotel, Stadtführung und Tageskarten für Prag. Hinfahrt mit dem D-Zug* im Sitzwagen, Abfahrt 23:52 Uhr, Ankunft in Prag gegen 8 Uhr am nächsten Morgen. Dann kurz Zimmer beziehen und um 10:00 treffen zur Stadtführung. Ihr könnt euch denken, wie begeistert wir waren. :-) Die beiden IC-Zugpaare Prag-Nürnberg waren inzwischen gestrichen, sodass di Rückfahrt mit dem Regionalverkehr erfolgen musste. Ein R-Zug von Prag bis Cheb, dann mit der Vogtlandbahn rüber nach Marktredwitz, weiter mit dem RE Richtung Nürnberg. Zu allem Überfluss wurden kurzfristig zwischen Kirchenlaibach und Pegnitz Bauarbeiten angesetzt, weshalb dieser Abschnitt mit dem SEV überbrückt werden musste. In Nürnberg hatten wir dann sogar noch Anschluss an einen ebenfalls verspäteten ICE...

Alles in allem haben alle Fahrten problemlos funktioniert.
Von meiner ersten Klassenfahrt nach Prag - mit dem Bus - habe ich nicht mehr viele Erinnerungen. Muss ewig gedauert haben, ohne der A 6 bis Pilsen. :-)

Grüße,
Klaus

* Dieser wunderbare Nachtzug mit seinen verschiedenen Flügeln wurde leider vor ein paar Jahren gestrichen. Es gab drei Flügel aus "Süden": München-Nürnberg, Stuttgart-Nürnberg und Frankfurt-Nürnberg. Hier wurden die Wagen nachts neu sortiert, und weiter ging´s nach Prag, Dresden und Berlin. In der Gegenrichtung jede Nacht dasselbe Spiel...


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