ICE 370/EC 6: Selbst die ZUB raufen sich die Haare (Allgemeines Forum)

moonglum, Hagen, Freitag, 17.08.2012, 22:40 (vor 4981 Tagen)

Heute hat die Anschlussplanung wieder einmal Fässer gleich reihenweise überlaufen lassen. Im Zuge der Stellwerkstörung in Graben-Neudorf und der Umleitung des Fernverkehrs via Bruchsal erreicht der proppenvolle ICE 370 Mannheim wie auch recht genau angekündigt um exakt 16:40!

Scharenweise Umsteigegäste zum ICE 516.... Selbst die ZUB hofften, dass ICE 516 warten wird, da wir ja prima via Bruchsal - Heidelberg durchgekommen waren und nur max. 5 min. nach regulärer Abfahrtzeit des 516 direkt vis-a-vis am Bahnsteig ankommen, zumal - so hofft der ZUB - der 516 ja in der Regel ein paar Minuten auf der KBS aufholen kann. Der Vorgang war vorgemeldet, da wie gesagt erhebliche Reisenden-Mengen umsteigen wollten.

Aber - wie eigentlich gewohnt - es wurde Nichts daraus.

ICE 516 ist gerade fort gewesen…. Wir wurden samt und sonders auf EC 6 verwiesen. Dieser ratterte ebenfalls arg verspätet mit +30 nordwärts und dazu den Rhein herunter, was bei diesem Wetter landschaftlich zwar wunderbar ist, was aber den Fahrgästen reihenweise schon einmal 90 Minuten Verspätung bis Köln Hbf einbrachte, die sich für die Wuppertal-Hagen-Reisenden auf 2 Stunden (ICE 26) erhöht - und das alles nur deswegen, weil der 516 nicht einfach 7 - 8 Minuten später abfahren konnte. Für jene in der Klasse 2 war es wohl nicht mehr lustig, da in Mannheim - Mainz - Koblenz - Bonn auch noch die Reisenden für den mit +60 angekündigten EC 114 mit unter den Einsteigefreudigen waren.

Der ZUB aus dem 370 hatte bei Einfahrt in Mannheim Hbf erstaunlicherweise den gleichen, wirklich betroffenen kopfschüttelnden Kommentar auf den Lippen wie jener Kollege im EC 6: "Ich sag nichts mehr dazu - es tut mir einfach nur leid für Sie alle. Seien Sie sicher, ich verstehe so etwas oft genug selbst nicht. Der ZUB im 370 sagte noch: "An mir liegt es gewiss nicht….Schreiben Sie bitte nach Berlin, Sie sind die Reisenden, schreiben Sie, schreiben Sie - unser Wort hat da kein Gewicht."

Mir tut das Personal inzwischen wirklich leid - sie geben ihr Bestes.
Dass die Reisenden (zumal bei der Hitze) arg herumtoben, ist ebenso klar...

Ich verstehe wirklich diese Philosophie nicht. Wir sind schon oft genug mit +7 oder oftmals +10 in Mannheim abgefahren und nahezu pünktlich in Köln eingetroffen. Wie kann man solche simplen Anschlüsse nicht ermöglichen, obgleich die Folgen absolut klar abzusehen sind: Hohe Folgeverspätung für viele Reisende, erheblich dicht gefüllter EC 6, da er nun an einem späten Freitag Nachmittag die Umsteigereisenden für den 516 UND die Reisenden für den 114 zusätzlich mitnehmen musste.

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Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

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ICE 370/EC 6: Selbst die ZUB raufen sich die Haare

oppermad, Wuppertal/Wunstorf, Freitag, 17.08.2012, 23:17 (vor 4981 Tagen) @ moonglum

Moin,

als kleiner Trost: Auch ich habe schon wegen 6 Minuten Verspätung eine Stunde in Mannheim verbracht. Vielleicht gab es so nicht erkennbare Gründe für diese Entscheidung, die u. U. auch dem Zub nicht bekannt waren.

Bezüglich der Arbeit der Zubs an der Kundenfront stimme ich dir vollkommen zu. Die Zubs, Gastronomiemitarbeiter und selbst Bordtechniker arbeiten dort sehr engagiert. 100% werden m. E. nicht erreicht, aber dafür sind wir alle nur Menschen und da kann auch mal was daneben gehen.

Freundliche Grüße,

Dirk

ICE 370/EC 6: Selbst die ZUB raufen sich die Haare

br752, Freitag, 17.08.2012, 23:18 (vor 4981 Tagen) @ moonglum

Hallo moonglum, hallo Mitreisende,

ich danke herzlich fuer diesen Artikel! Das und genau DAS werfe ich der "Bahn" (wer sich auch immer dahinter verstecken will) vor.

Das "Good Will", das Augenmass, die Kleinigkeit an Umsicht wuerde das Leben fuer alle Beteiligten einfacher und angenehmer machen. Fuer alle Beteiligten? Nein, es gibt anscheinend einen (kleinen) Kreis an Beteiligten fuer die es besser und einfacher ist darauf zu "verzichten". Warum und wer ist das?

Die Transportleitung?
Die Chefs von irgendwem?
Die Regeln, die irgendjemand gemacht hat, aber anscheinend niemand aendern kann?

Vielleicht war das aber auch die Beste Loesung? Dann wuerde ich es aber gerne erklaert bekommen, denn soweit reicht meine Vorstellung nicht.

Ich habe schon reichlich so aehnliche "Vorfaelle" erlebt und haette "den Richtigen" an liebsten sofort verhauen. (Z.B. IC auf ICE Anschluss in Koeln nach Basel)

An dieser Stelle mochte ich einen Satz wiederholen weil ich ihn wichtig finde:
"Mir tut das Personal inzwischen wirklich leid - sie geben ihr Bestes."
Ab und zu gibt es aber auch Ausnahmen.


Uebrigens ist es eine Luege wenn gesagt wird "Der Anschluss konnte nicht warten". Richtig ist die Formulierung: "Der Anschluss durfte nicht warten." Dem Zug ist es egal ob er noch 5 Minuten auf dem Gleis steht. Aber derjenige der alle zwingt immer diese Luegen zu verbreiten gehoert mal ordentlich geteert und gefedert.

BR752, der letztenz problemlos und gluecklich durchgekommen ist und nicht vergisst sich ab und zu beim Zugpersonal zu bedanken!

ICE 370/EC 6: Selbst die ZUB raufen sich die Haare

Zugfahrer, Freitag, 17.08.2012, 23:40 (vor 4981 Tagen) @ br752

Da scheint wohl "Dienst nach Vorschrift" oberstes Gebot zu sein.

ICE 370/EC 6: Selbst die ZUB raufen sich die Haare

br752, Samstag, 18.08.2012, 00:14 (vor 4981 Tagen) @ Zugfahrer

Diest nach Vorschrift? Das will ich nicht sagen.

Ich verstehe einfach nicht, wer und warum diesen ... verzapft.

Spekulationen:
Vielleicht ist es auch unorganisiertes Chaos?
Vielleicht eine Wette wie viele Reisende man heute in die Wueste geschickt hat?
Vielleicht muss die Puenktlichkeitsstatistik fuer diesen Monat noch angepasst werden?
Vielleicht haengt von der Puenklichkeit auf der "Paradestrecke" die Monats-/Jahresbonuszahlung vom Teamleiter dran?
Vielleicht will er auch nur die Polizisten von FFM Flughafen auf die Doerfer verteilen?

Ich weiss es einfach nicht, aber ich wuerde es gerne wissen!

BR752

ICE 370/EC 6: Selbst die ZUB raufen sich die Haare

kimba2k, Wuppertal-Frankfurt am Main, Samstag, 18.08.2012, 12:50 (vor 4980 Tagen) @ br752

Hallo moonglum, hallo Mitreisende,

Hallo br752,hallo Mitleidende,

Vielleicht war das aber auch die Beste Loesung? Dann wuerde ich es aber gerne

Das wird sicher nicht ein Mensch im Kopf ausknobeln, da auch der erfahrenste Bahner sicher nicht die Auswirkungen auf den Folgeverkehr im ganzen überblicken kann. Da wird sicher Kollege Computer eine Empfehlung abgeben, unter Berücksichtigung von Anschlüssen und Trassenbelegungen bis ins 4te Folgeglied.

Ich habe schon reichlich so aehnliche "Vorfaelle" erlebt und haette "den Richtigen" an liebsten sofort verhauen. (Z.B. IC auf ICE Anschluss in Koeln nach Basel)

Köln ist schlichtweg so dicht, das Warten kaum mehr möglich ist. Gleisänderungen sind ja auch nur noch ad-hoc machbar, weil alle Gleise fix und im engen Zeittakt verplant sind.

Uebrigens ist es eine Luege wenn gesagt wird "Der Anschluss konnte nicht warten". Richtig ist die Formulierung: "Der Anschluss durfte nicht warten." Dem Zug ist es egal ob er noch 5 Minuten auf dem Gleis steht. Aber derjenige der alle zwingt immer diese Luegen zu verbreiten gehoert mal ordentlich geteert und gefedert.

Dem Zug ja, dem nachfolgenden nein, da sein Einfahrgleis belegt ist.

Beispiel vom Mittwoch:

ICE812 verendet in Montabaur. ICE10 will man nicht halten lassen (angeblich zu voll für die 23 Nasen), also nimmt man den eh schon verspäteten ICE514 in Montabaur rein.

514 und 26 haben 5 Minuten Umsteigezeit in Köln (beide kommen um 20:05 in Köln an, an Gleis 4+5), sind auch reguläre Anschlusszüge zueinander. Nun hatte der ICE26 aber auch schon 10 Min Verspätung, so dass der Laie meint: "Kein Problem". Der IC514 kommt gegen 20:22 mit +17 in Köln an, da man noch ein wenig bummeln durfte, begegnet dem ICE26 auf der Hohenzollernbrücke, da dieser gerade ausfährt. "@**'#!!+++grrrrrr" war meine Aussage dazu. Auch die ZUB fanden es unlustig, einige zumindest.

Nun sieht es aber tatsächlich so aus, das ICE26 an Gleis 4 garnicht länger warten konnte, da der ICE19 (Brüssel-Frankfurt) planmässig um 20:15 Gleis 4 belegen soll, und um 20:28 weiter muss. Der stand dem ICE26 schon 7 Minuten in den Hacken, also im Bahnhofsvorfeld. Was soll man dann tun? Den ICE19 noch 5-10 Min. vor Köln rumstehen lassen (wären dann rund 15 Min rumgammeln für diese Reisenden), damit man dann die Verspätung die AUS Frankfurt kommt, wieder NACH Frankfurt zurückgibt, und an folgende Züge Richtung Süden weitergibt (noch dazu um die Uhrzeit)? Den ICE19 hin und herschieben, damit der auf ein anderes Gleis ausweicht, welches aber in sich eigentlich auch belegt ist? So laut ich auch geflucht habe, muss ich einsehen, das es schlicht in Köln kaum anders machbar ist. Da gibts ein wenig Puffer in der Gleisbelegung (bei o.g. Zügen imho bis 20:17, also 7 Min, die auch oft genug genutzt werden), aber wenn der aufgebraucht ist, muss der Zug abfahren. Egal was passiert. Beim ICE514 war es nicht ganz so wild, da Gleis 5 danach von einer verspäteten RB belegt wurde, und das zusammenpasste. Aber 2 Gleise blockieren, den Folgeverkehr auflaufen lassen, nur damit 514 zu 26 und umgekehrt ihre Umsteigemöglichkeit erhalten? Geht einfach nicht, trotz nahezu gleicher Verspätungszeiten beider Züge.
Da müssen Hamburger Patienten im 26 eben in Dortmund auf den 514 gebracht werden. Düsseldorfer haben Ausweichmöglichkeiten, Duisburger haben Pech, oder müssen bis Dortmund weiter. Wuppertal und Hagen ist auch mit RE (würg, aber nicht zu ändern) erreichbar.

Ok, man hätte beide in Deutz kurz stoppen können, da sie sich dort eh begegnet sind. Ob ein zweiteiliger 3er aber in Deutz an den Bahnsteig passt, weiß ich nicht. Bei einteiligen Zügen, habe ich das schon 1-2 mal erlebt. (Vielleicht war da auch zufällig Frau Merkel oder Herr Grube an Board ;-))

ICE 370/EC 6: Selbst die ZUB raufen sich die Haare

moonglum, Hagen, Samstag, 18.08.2012, 13:39 (vor 4980 Tagen) @ kimba2k

Doch, umsteigen in Deutz geht! Zweiteilliger 503 hat da mal den EC von Hamburg nach Chur abgepasst - aber nur 1x in vielen Jahren!!! Gewöhnlich trifft man den EC nach Abfahrt in Köln Hbf auf der Brücke :-(

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Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
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ICE 370/EC 6: Selbst die ZUB raufen sich die Haare

ICE-TD, Samstag, 18.08.2012, 00:15 (vor 4981 Tagen) @ moonglum

Mal abgesehen davon das zu derzeit im Südwesten viel los war und daher der Anschluß vielleicht der VL durch die Lappen gerutscht sein könnte, gibt es auch gute Gründe den Anschluß abzulehnen. Da wäre z.B. der ab Mannheim dem 370 im Blockabstand folgende RE nach Frankfurt, bei Abwarten des Anschlusses wäre der 516 vermutl. 16:44 Uhr abgefahren der 370 16:48 Uhr, der RE hätte dann erst mit 13 min Verspätung folgen können oder man hätte ihn Plan abfahren lassen und ihn unterwegs vom 516 und 370 überholen lassen müssen, was ihm sicher auch 10 min eingebracht hätte. Dazu kämen Zugfolgeprobleme ab Goddelau-Erfelden mit der S 7.

Schlechte Planung ist das Problem

Jan, Samstag, 18.08.2012, 01:04 (vor 4981 Tagen) @ ICE-TD

Das Hauptproblem ist, das unsere Infrastruktur Stellenweise dermaßen überlastet ist, dass die Entscheidung, den 516 abfahren zu lassen richtig war. RE´s, S-Bahn, Güterzüge und FV teilen sich auf der Riedbahn 2 Gleise. Das ist einfach lächerlich. Und dazu kommt, das viele Anschlüsse nur in der Theorie möglich sind, in der Praxis ist das eigentlich eher Glück (damit meine ich 5 bis 7 Minuten Anschlüsse in Köln, Dortmund, Hannover, Mannheim, Basel, Ulm etc.). Wer z.B. plant dass 5 Minuten Umsteigezeit in Köln Hbf von einem aus Hamburg kommenden IC auf einen 16teligen ICE nach Basel reicht, der hat vom System Bahn keine Ahnung. Man rechnen mit einem Zug, der nicht mal 2 Minuten Verspätung haben darf. Das ist schlicht unrealistisch. Oder Fernzüge die im Raum NRW Planmäßig 2 Minuten hinter einem RE im Bahnhof ankommen. Es gibt Fälle, da sind Planzeiten unmöglich, da das Gleis so schnell gar nicht frei werden kann, Weichen gelegt sind und das Signal fahrt zeigt.

Aber irgendwie gibt es solche Probleme nur in Deutschland. In Holland kann man sich auf 2 Minuten Anschlüsse eigentlich verlassen. Undenkbar hier bei uns.

Im konkreten Fall würde ich der DB eine Mail schreiben, die sich gewaschen hat. Vielleicht gibt es noch ein paar Bonuspunkte....

Schlechte Planung ist das Problem

GibmirZucker, Samstag, 18.08.2012, 01:33 (vor 4981 Tagen) @ Jan

Holland oder auch die vielzitierte Schweiz sind natürlich auch ein anderer Fall. Je länger der Zuglauf, umso höher statistisch die Möglichkeit, das es irgendwo Probleme gibt. Ein anderes Beispiel sind andere europäische Flächenstaaten. Frankreich, Italien und Spanien leisten sich ein HGV-Netz das vom Restnetz zum großen Teil entkoppelt ist (wobei in Italien auf dem Restnetz die Zuverlässigkeit zu wünschen lässt). Dass über lange Strecken wie Mannheim-Frankfurt Hochgeschwindigkeitszüge mit langen Zugläufen, IC, Nahverkehr und Güterverkehr die gleichen Schienen nutzen, dürfte beinahe einzigartig sein. Daraus ergeben sich natürlich Probleme, gerade wenn es wegen der großen Geschwindkeitsunterschiede wie auf der Riedbahn (200/160/100) eng wird.

ICE 370/EC 6: Selbst die ZUB raufen sich die Haare

101 141, Samstag, 18.08.2012, 10:43 (vor 4980 Tagen) @ ICE-TD

Beim Thema Riedbahn verstehe ich allerdings auch nicht, warum der RE Mannheim immer zur Minute 38 verlassen muss und man hier nicht eine etwas spätere Abfahrtszeit plant.

Da ich häufig in Mannheim am Bahnhof verweile, muss ich mittlerweile nur noch grinsen, wenn der RE mal wieder mit 5 Minuten Verspätung den Bahnhof verlässt. Es ist ja fast schon die Regel, dass die beiden ICE um 31/35 leicht verspätet ausfahren und dementsprechend der RE natürlich auch nicht pünktlich abfahren kann.

Auch die Haltezeit der ICE München-Berlin in Mannheim von zwei Minuten 28-30 in Südrichtung ist für mich ein besserer Witz. Gerade freitags und sonntags nachmittags, wenn der ganze Bahnsteig voll mit Leuten steht, dauert es gute 3-4 Minuten bis aus dem ICE alle aus/eingestiegen sind: Konsequenz --> Verspätung. In Südrichtung kann man ja bis Stuttgart noch etwas herausholen, in Nordrichtung meines Erachtens aber kaum. Der ICE nach Berlin zieht zumindest bis Frankfurt seine Verspätung hinterher, das wirkt sich natürlich umgehend auf den Korrespondenzzug und den Nahverkehr aus.
Mir graut es jetzt schon, wenn ab Juni nächsten Jahres auch noch die zusätzlichen ICE Köln-Stuttgart über Riedbahn verkehren.


Ich persönlich würde zunächst die Umsteigetaktik ändern. Bestes Beispiel ist hier Ulm: Anschluss ICE auf Südbahn-IRE von 5 Minuten. Während meiner Fahrten mit dem Deutschland-Pass wollte ich zweimal diesen Umstieg nutzen, er hat zweimal nicht geklappt. Vielleicht wäre es sinnvoller solch einen Umstieg gar nicht erst anzubieten, dies erspart der Bahn und den Fahrgästen zusätzlichen Ärger. Eine Stunde Wartezeit in Ulm ist blöd, aber die Fahrgäste können sich besser darauf einstellen, wenn die Wartezeit von vorneherein klar ist, als wenn dann im Zug die "böse Überraschung" kommt, dass der Anschluss nicht warten kann.


Mein Dank gilt aber auch noch den Zugbegleitern im Fernverkehr, ich kann durchweg nur positives von den letzten 4 Wochen berichten. Die Mitarbeiter waren alle bemüht, Anschlüsse zu erreichen und die Fahrgäste mit Informationen zu versorgen.
Interessant fand ich zwei Gespräche, wo sich Zugbegleiter älteren Schlags mit Fahrgästen unterhalten haben. Sie gaben den Fahrgästen in allen Punkten recht, die sich über das manchmal schlecht funktionierende System Bahn in Deutschland aufgeregt haben. Aussagen mancher Mitarbeiter à la "Früher lief vieles besser" waren keine Seltenheit.

Grüße, 101 141

Umstieg in Ulm

heinz, Samstag, 18.08.2012, 11:09 (vor 4980 Tagen) @ 101 141

Moin,

Ich persönlich würde zunächst die Umsteigetaktik ändern. Bestes Beispiel ist hier Ulm: Anschluss ICE auf Südbahn-IRE von 5 Minuten. Während meiner Fahrten mit dem Deutschland-Pass wollte ich zweimal diesen Umstieg nutzen, er hat zweimal nicht geklappt. Vielleicht wäre es sinnvoller solch einen Umstieg gar nicht erst anzubieten, dies erspart der Bahn und den Fahrgästen zusätzlichen Ärger. Eine Stunde Wartezeit in Ulm ist blöd, aber die Fahrgäste können sich besser darauf einstellen, wenn die Wartezeit von vorneherein klar ist, als wenn dann im Zug die "böse Überraschung" kommt, dass der Anschluss nicht warten kann.

Diesen Anschluss nutzte ich schon ein paar Mal, er hat immer funktioniert. Bahnsteiggleiches Umsteigen mit Kind, Kegel und Gepäck aus dem ICE aus Berlin in den IRE in Richtung Friedrichshafen - besser gehts nicht. Wäre hier eine Stunde Wartezeit die fahrplanmäßige Regel, würde ich nicht mehr über Ulm fahren.

Ich finde es übrigens immer wieder interessant, dass die ICE auf dieser Relation in Berlin immer mit dem Zugziel "Stuttgart Hbf" ausgewiesen sind. Als ich den ZuB mal darauf ansprach, warum da nicht korrekt "München Hbf" am Bahnsteig zu lesen ist, wurde mir gesagt, dass im FV grundsätzlich immer der letzte Bahnhof ausgewiesen ist, bis zu dem dieser Zug sinnvoll ist. Wer von Berlin nach München will, soll nicht über Frankfurt und Stuttgart fahren. Das leuchtet mir ja noch ein, obwohl ich mich frage, ob das wirklich immer und überall so gehandhabt wird. Außerdem müsste bei konsequenter Anwendung dieser Regel eigentlich "Ulm" ausgewiesen sein, da man aus Berlin nicht schneller dorthin kommt.

Umstieg in Ulm

AndyUlm, TDI, Samstag, 18.08.2012, 11:49 (vor 4980 Tagen) @ heinz

Moin,

Ich persönlich würde zunächst die Umsteigetaktik ändern. Bestes Beispiel ist hier Ulm: Anschluss ICE auf Südbahn-IRE von 5 Minuten. Während meiner Fahrten mit dem Deutschland-Pass wollte ich zweimal diesen Umstieg nutzen, er hat zweimal nicht geklappt. Vielleicht wäre es sinnvoller solch einen Umstieg gar nicht erst anzubieten, dies erspart der Bahn und den Fahrgästen zusätzlichen Ärger. Eine Stunde Wartezeit in Ulm ist blöd, aber die Fahrgäste können sich besser darauf einstellen, wenn die Wartezeit von vorneherein klar ist, als wenn dann im Zug die "böse Überraschung" kommt, dass der Anschluss nicht warten kann.


Diesen Anschluss nutzte ich schon ein paar Mal, er hat immer funktioniert. Bahnsteiggleiches Umsteigen mit Kind, Kegel und Gepäck aus dem ICE aus Berlin in den IRE in Richtung Friedrichshafen - besser gehts nicht. Wäre hier eine Stunde Wartezeit die fahrplanmäßige Regel, würde ich nicht mehr über Ulm fahren.

Kurios ist es dann, wenn im ICE durchgesagt wird "der IRE nach Lindau/Friedrichshafen kann leider nicht warten" man aussteigt und jener genannte IRE auf dem Gegengleis abfahrbereit wartet.
Selbst über die 5 Minuten hinaus wird teilweise noch gewartet.

--
Wer früher bremst, ist länger schnell.

Umstieg in Ulm

br752, Samstag, 18.08.2012, 12:33 (vor 4980 Tagen) @ AndyUlm

... Dann gab es irgendwo einen Eisenbahner mit Herz!


BR752

(OT:) Zugzielanzeige

Blaschke, Sonntag, 19.08.2012, 11:46 (vor 4979 Tagen) @ heinz

Moin!

Ich finde es übrigens immer wieder interessant, dass die ICE auf dieser Relation in Berlin immer mit dem Zugziel "Stuttgart Hbf" ausgewiesen sind. Als ich den ZuB mal darauf ansprach, warum da nicht korrekt "München Hbf" am Bahnsteig zu lesen ist, wurde mir gesagt, dass im FV grundsätzlich immer der letzte Bahnhof ausgewiesen ist, bis zu dem dieser Zug sinnvoll ist. Wer von Berlin nach München will, soll nicht über Frankfurt und Stuttgart fahren. Das leuchtet mir ja noch ein, obwohl ich mich frage, ob das wirklich immer und überall so gehandhabt wird. Außerdem müsste bei konsequenter Anwendung dieser Regel eigentlich "Ulm" ausgewiesen sein, da man aus Berlin nicht schneller dorthin kommt.


Das war aber schon immer so. ;-). Zumindest zu meinen TMT-Zeiten Ende der 80er/Anfang der 90er-Jahre erlebte es auch so. Was damals noch bei klein Blaschi für Verwirrung sorgte.

Die IC Hamburg - Köln - Frankfurt - München waren in Hamburg mit "Koblenz" als Ziel ausgeschildert - andersrum in München mit "Münster".


Und was das Ulm betrifft: Ich meine mich ganz schwach erinnern zu können, genau das Ziel irgendwo auf so einem ICE-Anzeiger auch mal gesehen zu haben.


Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück von

jörg

(OT:) Zugzielanzeige

ICE822, Sonntag, 19.08.2012, 12:11 (vor 4979 Tagen) @ Blaschke

Und was das Ulm betrifft: Ich meine mich ganz schwach erinnern zu können, genau das Ziel irgendwo auf so einem ICE-Anzeiger auch mal gesehen zu haben.

Hi!

ich habe das Ziel Ulm mal vor einigen Jahren in Fulda auf einem ICE-Anzeiger bei einem ICE der Linie Berlin-Frankfurt-Stuttgart-München angeschrieben gesehen.

Viele Grüsse
ICE 822

Eröffnung NBS Köln-Frankfurt - zu Ulm

TRAXXP160DE, HBIK, Samstag, 18.08.2012, 13:10 (vor 4980 Tagen) @ 101 141

"Wir schenken Ihnen eine Stunde" war das Versprechen der Bahn.

Den Tourismus hat es gefreut. In Ulm können seit 10 Jahren 1stündige Stadtführungen angeboten werden. Anschluss Richtung Oberstdorf hat man doch auch nicht immer.

Eröffnung NBS Köln-Frankfurt - zu Ulm

Junior, Sonntag, 19.08.2012, 11:50 (vor 4979 Tagen) @ TRAXXP160DE

"Wir schenken Ihnen eine Stunde" war das Versprechen der Bahn.

Den Tourismus hat es gefreut. In Ulm können seit 10 Jahren 1stündige Stadtführungen angeboten werden. Anschluss Richtung Oberstdorf hat man doch auch nicht immer.

Das ist seit letztem Dezember anders: Ankunft ICE aus Richtung Dortmund/Berlin ´07, Abfahrt RE Richtung Kempten/Oberstdorf ´19.

Vermutlich durchgerutscht?

Mario-ICE, Samstag, 18.08.2012, 13:24 (vor 4980 Tagen) @ ICE-TD
bearbeitet von Mario-ICE, Samstag, 18.08.2012, 13:28

Wenn ich mir die RIS-Stempel so anschaue, wurde der Anschluss erst 16:41 Uhr bearbeitet, was ja nicht heißt das es dazu schon Vorgespräche gegeben hätte. Die Ursachen können vielfältig sein, als Außenstehender ist das jetzt schwer zu beurteilen.

Meine Wunschlösung: Überhaupt kein Warten mehr.

geko, München, Samstag, 18.08.2012, 07:33 (vor 4980 Tagen) @ moonglum

Der Ärger ist verständlich und liegt mE vor allem an der nicht konsequenten Wartepolitik: Mal wird auf Anschlusszüge gewartet, mal nicht. Ich bin daher für eine radikale, aber simple Lösung: "Kein Zug wartet!" oder "Züge warten max. 2 Minuten". Dies könnte man sehr transparent an alle Reisenden kommunizieren (z.B. in den ausliegenden Fahrplänen und auf den Display/Monitoren im Zug).

Dieses Herumgeschleppe von Verspätungen im Netz inkl. Anstecken von eigentlich "gesunden", also pünktlichen, Zügen, finde ich mehr als nervig und überflüssig.

Meine Wunschlösung: Überhaupt kein Warten mehr.

JumpUp, Samstag, 18.08.2012, 08:22 (vor 4980 Tagen) @ geko

Schonmal in Mannheim, Dortmund oder Köln auf die direkte Korrespondenz angewiesen gewesen? Dann würdest Du so etwas nicht von Dir geben! Noch dazu können die ICE zur Not über die KRM so einiges aufholen!

Verständnisfrage

geko, München, Samstag, 18.08.2012, 09:33 (vor 4980 Tagen) @ JumpUp

Was heißt "angewiesen sein" in diesem Zusammenhang? Keine weitere Fahrtmöglichkeit in Richtung Ziel an diesem Tag oder lediglich Warten auf die nächste Verbindung?

Meine Wunschlösung: Überhaupt kein Warten mehr.

JumpUp, Samstag, 18.08.2012, 08:22 (vor 4980 Tagen) @ geko

Schonmal in Mannheim, Dortmund oder Köln auf die direkte Korrespondenz angewiesen gewesen? Dann würdest Du so etwas nicht von Dir geben! Noch dazu können die ICE zur Not über die KRM so einiges aufholen!

Meine Wunschlösung: Überhaupt kein Warten mehr.

moonglum, Hagen, Samstag, 18.08.2012, 08:24 (vor 4980 Tagen) @ geko
bearbeitet von moonglum, Samstag, 18.08.2012, 08:27

Was ich einfach nicht verstehen kann, das ist dieses:
Das Problem Riedbahn muss es ja schon vor dem ICE gegeben haben, genau gesagt, seit die IC über Frankfurt Flughafen fahren. Und es wurde immer gewartet in Mannheim, und es stand auch zuzeiten im Kursbuch, dass maximal 10 Minuten IC aufeinander warten.
Es klappte so zuverlässig, dass Niemand sich wirklich seit IC 79 mehr irgendwelche Sorgen machte.
Auch wenn man um 11 Uhr ab Hagen plötzlich nach Freiburg wollte/musste, man stieg eben in Köln und Mannheim um, und es war klar, dass das funktionieren würde.
Heutzutage wird mal gewartet, mal nicht. Was ist die Logik dahinter? Es war auch damals auf den Strecken eng. Aber oft sah man auf der Riedbahn, dass RE überholt wurden. Heute sehe ich das immer seltener.

Warum sieht man oft genug die ICE via KRM gerade abfahren, wenn man von Wuppertal kommend in Köln einrollt?
Es geht um wenige Minuten....

Auf den vielen Fahrten komme ich immer wieder mit den ZUB ins Gespräch, und gerade die etwas älteren Kollegen, die fassen sich definitiv oft genug nur noch an den Kopf. Sie kennen es definitiv ander aus einer Zeit, die etwa 20 Jahre zurückliegen mag. Heute sind die Kommunikationsstrukturen, besser: die technischen Möglichkeiten wie Echtzeitkontrolle (wo steht der Zug, wann kommt er an?) erheblich besser bzw. könnten erheblich besser sein. Aber die Zustände draussen werden defacto nur zu oft immer katastrophaler - und das bei der kleinsten Störung.

Es wird auch zunehmend unflexibel reagiert, Beispiel: Vor dem ICE von Köln nach Hagen-Berlin rattert eine leicht verspätete RB nach Wuppertal. Der ICE muss deswegen schon vor Opladen bremsen..... Wird die RB dort zur Seite genommen? In der Regel nein, wird sie in Solingen zur Seite genommen? In der Regel nein. Wird sie in Vohwinkel zur Seite genommen? In der Regel nein. Folge: Ankunft Hagen mit bis zu +10, und in Hannover - man kann eigentlich seit Opladen schon sicher sein - ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der Anschluss-ICE nach Hamburg weg... Dann aber gibt es jene Glückstage, wo die RB auf einem der genannten Bahnhöfe überholt werden kann....
Na also geht doch - aber warum nur in einem von 25 Fällen?

Oder die Kreativlösung....
Ein Zub steht mit Handy bei Einfahrt Köln-Deutz am Bistrofenster und spricht: Ja, wir haben grün, sind in max. 3 Minuten da. Du wartest? Super, alles klar, danke Dir. Kurz drauf die Meldung via Lautsprecher, dass der ICE nach München doch noch erreicht wird und dass man schnell umsteigen soll. Die Perspektive aus anderer Sicht: ICE nach München hat auf Gleis 6 Ausfahrt, ZUB steht beim TFZ, Handy in der Hand - die Türen sind alle offen, man wartet..
Na also - geht doch. In dem geschilderten Fall stiegen viele Reisende um, wir verliessen Köln Hbf mit +8 und waren bei Ankunft Mannheim wieder pünktlich. Zwei simple Handys scheinen flexiblere Lösungen zu ermöglichen als das Backoffice der DB...

Des weiteren habe ich ein oft benutztes Argument widerlegt bekommen, es heisst: Bahnsteigknappheit.... der Zug konnte nicht warten....
Peinlicherweise ist dann der betreffende Bahnsteig, wo der Anschlusszug nicht gewartet hat, die ganze Zeit während des Haltes des Zuges leer bzw. frei. So oft genug beobachtet im Falle von Gleis 6 in Köln oder gestern auf Gleis 3 in Mannheim, wo der 516 grad weg war.

Ein weiteres Argument in diesem Zusammenhang in Köln erscheint mir auch falsch! Beispiel: IC vo Hamburg kommt mit etwa +8 auf der Hohenzollernbrücke an, man hat seit Hagen 5 Minuten mit dem langen IC aufholen können.... Man sieht aus dem Fenster, dass der ICE via KRM auf Gleis 6 steht, die Türen sind noch auf. Die Türen schliessen sich. Der ICE fährt ab.... Nun bekommt auch unser IC aus Hamburg-Hagen GRÜN, wir fahren ein, der Anschluss ist weg.... Schon mehrfach konnte man uns bestätigen, dass unser Gleis 7 in jenen Minuten absolut freii war. Das lässt nur den einen Schluss zu: Man hat uns absichtlich warten lassen, damit der ICE nahezu ungesehen abfahren konnte.

Genauso äusserte sich schon mancher ZUB. Ganz besonders gerne scheint das mit dem Anschluss zwischen den ICE von berlin UND dem Anschluss-IC in Richtung Koblenz in Köln Hbf veranstaltet zu werden.

Und bitte - nicht alle Reisenden sind blöd. Sie können 1 und 1 korrekt addieren, Beobachtungen miteinander verbinden. Das entstehende Gesamtbilld ist leider desolat.

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Meine Wunschlösung: Überhaupt kein Warten mehr.

heinz11, Samstag, 18.08.2012, 09:10 (vor 4980 Tagen) @ moonglum

Ein weiteres Argument in diesem Zusammenhang in Köln erscheint mir auch falsch! Beispiel: IC vo Hamburg kommt mit etwa +8 auf der Hohenzollernbrücke an, man hat seit Hagen 5 Minuten mit dem langen IC aufholen können.... Man sieht aus dem Fenster, dass der ICE via KRM auf Gleis 6 steht, die Türen sind noch auf. Die Türen schliessen sich. Der ICE fährt ab.... Nun bekommt auch unser IC aus Hamburg-Hagen GRÜN, wir fahren ein, der Anschluss ist weg.... Schon mehrfach konnte man uns bestätigen, dass unser Gleis 7 in jenen Minuten absolut freii war. Das lässt nur den einen Schluss zu: Man hat uns absichtlich warten lassen, damit der ICE nahezu ungesehen abfahren konnte.

Genauso äusserte sich schon mancher ZUB. Ganz besonders gerne scheint das mit dem Anschluss zwischen den ICE von berlin UND dem Anschluss-IC in Richtung Koblenz in Köln Hbf veranstaltet zu werden.

Diese Verarsche habe ich während meiner Koblenzer Zeit oft genug erleben müssen. Das führte dazu, daß ich auf Montabaur ausgewichen bin. (So, nun hoffe ich, daß allen Kritikern klar ist, warum es auch ICE auf der KRM geben muß, die in Montabaur halten müssen...*g*). Bei einer BC 100 war es finanziell egal und zeitmäßig habe ich zum Teil gutgemacht.

Und bitte - nicht alle Reisenden sind blöd. Sie können 1 und 1 korrekt addieren, Beobachtungen miteinander verbinden.

Ob das schon in der Plüschetage angekommen ist?

"Verarsche....."

moonglum, Hagen, Samstag, 18.08.2012, 09:50 (vor 4980 Tagen) @ heinz11
bearbeitet von moonglum, Samstag, 18.08.2012, 09:51

Das ist ja gut gesagt - ich denke, so ist es leider wirklich.

Desinformationskampagnen scheinen eine Stärke der DB in der Kommunikation zur Welt der Reisenden geworden zu sein....
Es gab sie ja schon immer, insbesondere wenn es darum ging, bei Unfällen die Medien nicht korrekt zu informieren.
Von den anscheinend angestrebten Versuchen, schnell noch Spuren zu verwischen (siehe div. Dokumentationen zu Eschede als Beispiel) ganz zu schweigen. Aber gut - man muss wirtschaftlich denken....

Übrigens hat mich ein Beispiel in Hagen Hbf seiner Zeit echt fasziniert: Wegen c.a. 20 Minuten Verspätung des 502 waren die Anschlüsse ins Sauerland sowie nach Schwerte-Unna-Hamm etc. leider weg - es wurden per Lautsprecher hahnebüchene Anschlüsse (Umsteigen Schwerte in einer Stunde...) durchgesagt...
Aber:
Der 502 hielt auf Gleis 3 (na also - geht doch), und auf Gleis 4 und Gleis 6 warteten die Anschlüsse doch noch. Der Auskunftsmitarbeiter wusste, dass sie warten würden, er deutete vorsichtig so etwas an wie "Taxigutscheine sparen"; der ZUB im 502 hatte in Höhe von Schwelm die Absagen bekommen.

Es wurde in Hagen mal behauptet, dass diese Anschlüsse nicht gingen, weil der Bahnsteigplatz nicht ausreiche, weil der 502 zu lang sei....Fakt ist: Das ist er definitiv nicht. Ein 403 passt an den Teil-Bahnsteig! Aber dieser sehr kundenfreundliche Anschluss ist mir in den letzten Jahren genau 1x begegnet. Ansonsten wird (natürlich?) nicht gewartet.

Ich erinnere mich an ein Seminar bei Microsoft - etwa 1998 - da wurde ein Workflow-Programm für Exchange/Outlook vorgestellt, wo man per Drag & Drop die Arbeitsabläufe festlegt und diese dann automatisch und schnell abgearbeitet werden. Ein Mitarbeiter eines Autoherstellers aus Bochum sagte damals, das System wäre für seine Zukunftsvision in sich zu starr und zu unflexibel, um auf Änderungen reagieren zu können. Er wurde von den jungen gel-behaarten "Karriere-Kids" munter ausgelacht.... Aber recht mag er gehabt haben. Auch die DB scheint in die starre Workflowautomatisierungsfalle gestürzt zu sein.....

Wenn es sich so verhält, wie hier in Beiträgen angedeutet worden ist, dann - und das wird mir erst jetzt so richtig klar - ist es aussichtslos auf Besserung zu hoffen...

Zurück zum Thema:
Mich würde interessieren, was die beruflich Vielreisenden eigentlich empfehlen?

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

beruflich Vielreisende empfehlen

dvor, Samstag, 18.08.2012, 09:58 (vor 4980 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von dvor, Samstag, 18.08.2012, 10:00

Mich würde interessieren, was die beruflich Vielreisenden eigentlich empfehlen?

Das Formular Fahrgastrechte noch während der Fahrt ausfüllen. Das vertreibt die Zeit. Ansonsten die Tür kennen, die direkt an der Treppe hält. Lektüre, Fresspaket und (ganz wichtig!) genug Trinkwasser mitnehmen.

Züge warten? Das ist eine reine Lotterie. Sie "Treppe" oben. Hoffnung auf Besserung: Fehlanzeige.

Ja, ja umsteigen in Hagen Hbf

Gambrinus, Samstag, 18.08.2012, 13:08 (vor 4980 Tagen) @ moonglum

Ich muss in Hagen auch häufiger umsteigen. Und zwar vom Berliner ICE auf einen RE 4 oder 7 nach Oberbarmen.

Planmäßig kommt der ICE um ´22 an und die REs fahren um ´32 bzw. ´39 ab.

Interessant wird es, wenn der ICE mit 10 bis 15 Min. Verspätung in Hagen ankommt. Im Zug wird immer wieder gesagt, dass der RE 4 nicht warten kann oder man sagt einfach gar nichts dazu. In den meisten Fällen ist es aber so, dass der RE trotzdem erreicht wird. Es mag sein, dass er nicht offiziell auf den ICE wartet, aber weil man den ICE vor dem RE abfahren lässt, steht der RE halt noch auf dem Gleis gegenüber und wartet bis der ICE abgefahren ist und den notwendigen Abstand eingefahren hat. Da es der gleich Bahnsteig ist, reicht die Zeit zum Umsteigen allemal.

Heißt für mich, vor Ankunft in Hagen meine Sachen notdürftig zusammenpacken und schön nach rechts aus dem Fenster schauen, ob man da einen RE stehen sieht und wenn ja, dann raus.

Ich verstehe nicht, warum der ICE-Chef das irgendwie nicht mitgeteilt bekommt, dass man doch noch den RE erreicht, weil man sich dafür entschieden hat, den ICE vor dem RE abfahren zu lassen, was faktisch heißt, dass die Fahrgäste halt auch noch umsteigen können.

Ja, ja umsteigen in Hagen Hbf

Mario-ICE, Samstag, 18.08.2012, 13:18 (vor 4980 Tagen) @ Gambrinus

Es ist halt höchst komplex, hat dann was mit Verspätungsursachen, deren Auswirkungen und den vielen Beteiligten zu tun.

"Verarsche....."

geko, München, Samstag, 18.08.2012, 13:12 (vor 4980 Tagen) @ moonglum

Mich würde interessieren, was die beruflich Vielreisenden eigentlich empfehlen?

Ganz simpel: Entspannt bleiben.

Ich fliege jede Woche mind. 2x und fahre pro Woche mind. 2x Bahn im Fernverkehr. In nicht seltenen Wochen sind's eher 4 Flüge und 4-6 FV-Bahnfahrten. Ich rege mich einfach über möglichst wenig Dinge auf. Verpasste Anschlüsse passieren, da muss man eben flexibel umplanen (Termine schieben, Telefonkonferenzen statt dessen etc.). Jedenfalls vermute ich nicht gleich böses, fahrgästeverachtendes Vorgehen in der DB-Zentrale. Meine Beobachtung ist in den letzten Jahren nämlich eine ganz andere: Der FV läuft wesentlich professioneller ab und der Umstieg auf die Bahn für Geschäftsreisen fällt zunehmend leichter.

Meine Wunschlösung: Überhaupt kein Warten mehr.

Alexander, Samstag, 18.08.2012, 09:30 (vor 4980 Tagen) @ moonglum

Hi,

früher waren aber die Wege kürzer und der Fdl hatte noch mehr Handlungsspielraum.
Heute dagegen ist der Prozess bis ins kleinste Detail vorgeschrieben.

Das Übel fängt ja da an, dass die Verkehrsleitungen/Transportleitungen nicht mehr mit dem Fdl persönlich sprechen dürfen sondern den Anschluss bei der BZ beantragen müssen die dann den Letztentscheid haben und die Entscheidung dem Fdl mitteilen. Soll der Fernverkehr mehr als 5 Minuten warten muss die Verkehrsleitung erst bei der Zentralen Verkehrsleitung um Genehmigung fragen und die BZ brauch zusätzlich auch erst da OK der Netzleitzentrale. Da jede Instanz zur Bearbeitung ihre Zeit brauch sind 10 - 15 Minuten schnell um.

Beim warten auf Anschlusszüge spielt auch immer der weitere Streckenverlauf eine Rolle.
So konnte z.B. gestern ein Zug nicht auf Anschluss warten wo normalerweise 10 Minuten gewartet wird, da aufgrund einer Weichenstörung der Zug pünktlich sein musste, sonst hätte dieser Zug 40 Minuten auf Kreuzung gestanden.

Ähnliche Fälle gibt es immer wieder, der RE kann an Bahnhof A max. 6 Minuten warten, damit er vor dem ICE bleibt, wenn der ICE aber Verspätung hat kann auch mal 9 Minuten gewartet werden.

Vor einiger Zeit hat jemand das genaue Prozedere der Anschlussbearbeitung erklärt, vielleicht findet ihn jemand.

Viele Grüße

--
Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)

Meine Wunschlösung: Überhaupt kein Warten mehr.

CNL484, Samstag, 18.08.2012, 11:32 (vor 4980 Tagen) @ Alexander

Ist wohl Die Regel gewurden.Auch München-Berlin und weiter nach Hamburg so.Wer denkt er bekommt in Berlin den ICE wird bitter entäuscht. Erst am 28.7 in Berlin wieder gesehen.IC2304 verspätet.ICE1596 Berlin-Hamburg fährt pünktlich aus Berlin Hbf aus.Genau 1 Minute später kommt der IC aus Nürnberg eingefahren.Leute sauen weil sie 1 Stunde warten müssen.Dabei war es ja nur Bahnsteig gegenüber gewesen.Kann echt nur jede Raten der aus Franken/Jena/Leipzig nach Hamburg will immer die Direktzüge zu benutzen. Sind zwar nur wenige aber man hat kein Stress ,umsteigefrei.

Meine Wunschlösung: Überhaupt kein Warten mehr.

moonglum, Hagen, Samstag, 18.08.2012, 12:10 (vor 4980 Tagen) @ CNL484

Das ist doch unglaublich, hätte ich nie gedacht, dass wir je - allem
Fortschritt zum Trotz - bei solch armen Verhältnissen landen!
Ein Jammer für ein so hoch industrialisiertes und technisiertes Land!

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
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Meine Wunschlösung: Überhaupt kein Warten mehr.

Mario-ICE, Samstag, 18.08.2012, 12:38 (vor 4980 Tagen) @ moonglum

Das ist doch unglaublich, hätte ich nie gedacht, dass wir je - allem
Fortschritt zum Trotz - bei solch armen Verhältnissen landen!
Ein Jammer für ein so hoch industrialisiertes und technisiertes Land!

Auf was bezieht sich jetzt gerade dein Statement?

Meine Wunschlösung: Überhaupt kein Warten mehr.

geko, München, Samstag, 18.08.2012, 13:01 (vor 4980 Tagen) @ moonglum

Das ist doch unglaublich, hätte ich nie gedacht, dass wir je - allem
Fortschritt zum Trotz - bei solch armen Verhältnissen landen!
Ein Jammer für ein so hoch industrialisiertes und technisiertes Land!

Ein bisschen viel Drama, hm? Einfach eine Stunde warten und den nächsten Zug nehmen.

Im Flugverkehr wirds ja oft so gemacht

Christian_S, Samstag, 18.08.2012, 12:48 (vor 4980 Tagen) @ geko


Dieses Herumgeschleppe von Verspätungen im Netz inkl. Anstecken von eigentlich "gesunden", also pünktlichen, Zügen, finde ich mehr als nervig und überflüssig.

So hats ein Bekannter von mir erst kürzlich im Luftverkehr wieder erlebt. Kommt mit Freundin aus London, Umstieg in Frankfurt in eine andere Maschine nach Nürnberg. Flug aus London hat Verspätung, Umsteigezeit wird knapp. In Frankfurt zum Gate des Anschlussfluges gehechtet, Maschine parkt gerade aus, Gate längst geschlossen. Außer ihm und seiner Freundin waren noch gut 20 andere Passagiere betroffen, es handelte sich um den letzten Flug des Tages. Ergebnis: Heimreise per Bahn ...

Im Flugverkehr wirds ja oft so gemacht

geko, München, Samstag, 18.08.2012, 13:00 (vor 4980 Tagen) @ Christian_S

Richtig so.

Habe manchmal Wochen mit 6 Flügen, auch Umsteiger. Bin bislang 2x "liegengeblieben", 1x davon dann mit Zwangs-Hotelübernachtung. Finde dieses Vorgehen aber absolut richtig. Wieso sollte sich eine Verspätung, die einzelne Reisende betrifft, sich auf potentiell sehr hohe Reisendenzahlen auswirken?

Meine Wunschlösung: Überhaupt kein Warten mehr.

Mario-ICE, Samstag, 18.08.2012, 13:07 (vor 4980 Tagen) @ geko

Trotzdem ist das auch keine Lösung.

Und all die reservierten Plätze?

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 18.08.2012, 15:10 (vor 4980 Tagen) @ geko

Und wie geht Dein Konzept dann mit den Heerscharen reservierter Sitzplätze um? Welche Kapazitäten sollen die Folgezüge freihalten, um im Bedarfsfall mal eben hundert Gestrandete aufnehmen zu können? Ich frage nur mal für einen Freitag oder Sonntag nach. Ich hoffe nicht, daß man bspw von Mannheim bis Kassel im Faltenbalg zwischen zwei Wagen stehen soll, eh man sich für den Restweg nach Berlin vielleicht setzen darf.

Gruß
Olaf

Deine Wunschlösung gibt es bald bei uns!

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 20.08.2012, 14:03 (vor 4978 Tagen) @ geko

Hallo geko,

Der Ärger ist verständlich und liegt mE vor allem an der nicht konsequenten Wartepolitik: Mal wird auf Anschlusszüge gewartet, mal nicht. Ich bin daher für eine radikale, aber simple Lösung: "Kein Zug wartet!" oder "Züge warten max. 2 Minuten". Dies könnte man sehr transparent an alle Reisenden kommunizieren (z.B. in den ausliegenden Fahrplänen und auf den Display/Monitoren im Zug).
Dieses Herumgeschleppe von Verspätungen im Netz inkl. Anstecken von eigentlich "gesunden", also pünktlichen, Zügen, finde ich mehr als nervig und überflüssig.

Bei uns wird das Verfahren, das Du beschreibst, ab etwa 2020 Praxis. Dann soll in sogenannten Korridoren gefahren werden. Bedeutet also, dass Verspätungen nur innerhalb der Korridoren verbleiben und diese nicht überspringen.
In diesen Korridoren verkehrt sowohl der Fernverkehr (FV) als der Nahverkehr (NV) in bis zu 10-Minutentakt. Wenn man also den Anschluß verpasst, wartet man halt auf den nächsten Zug.

Nur schade, dass sowas in Deutschland wieder nicht funktioniert:

1. Reservierungen im FV
2. großer Bedarf an Direktverbindungen
3. unterschiedliche Zuggattungen in FV und NV (bei uns grundsätzlich ein Produkt FV und ein Produkt NV)
4. Mischbetrieb mit Cargos (bei uns haben die meisten Cargos eine eigene Strecke = Betuweroute)


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

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Merry Mary, Samstag, 18.08.2012, 13:18 (vor 4980 Tagen) @ moonglum

Hallo zusammen,

nachdem hier ja mehrfach die Probleme insbesondere in Köln angesprochen wurden:
Gilt hier generell, dass kaum gewartet wird, oder werden beim letzten Zug des Tages Ausnahmen gemacht?
Konkret plane ich eine Fahrt von Luxemburg nach Hannover, geplante Ankunft des IC 2318 aus Koblenz in Köln um 21:05 Uhr, Abfahrt des ICE 502 nach Hannover um 21:10 Uhr. Besteht da überhaupt eine Chance, dass das klappt?
Als ich vor einigen Jahren mal eine ähnliche Verbindung aus Brüssel hatte, musste ich in Köln übernachten, weil der ICE trotz zahlreicher Umsteigerwünsche keine 5 Minuten gewartet hat - ist das in Köln normal?

Vielen Dank im Voraus,

Marion

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Mario-ICE, Samstag, 18.08.2012, 13:27 (vor 4980 Tagen) @ Merry Mary

Hallo zusammen,

nachdem hier ja mehrfach die Probleme insbesondere in Köln angesprochen wurden:
Gilt hier generell, dass kaum gewartet wird, oder werden beim letzten Zug des Tages Ausnahmen gemacht?
Konkret plane ich eine Fahrt von Luxemburg nach Hannover, geplante Ankunft des IC 2318 aus Koblenz in Köln um 21:05 Uhr, Abfahrt des ICE 502 nach Hannover um 21:10 Uhr. Besteht da überhaupt eine Chance, dass das klappt?
Als ich vor einigen Jahren mal eine ähnliche Verbindung aus Brüssel hatte, musste ich in Köln übernachten, weil der ICE trotz zahlreicher Umsteigerwünsche keine 5 Minuten gewartet hat - ist das in Köln normal?

Vielen Dank im Voraus,

Marion

Hallo, da keiner eine Glaskugel hat kann man da schlecht eine Aussage treffen. Was ich jedem Reisenden empfehle, manuell bei der Reiseauskunft auf Unterwegsbahnhöfen die Umsteigezeiten zu erhöhen. Da bekommt man dann natürlich nicht die schnellste Verbindung, jedoch steigt die Gewähr für das Erreichen des Anschlusszuges.

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rainer1204, Samstag, 18.08.2012, 13:38 (vor 4980 Tagen) @ Mario-ICE

Hallo

Köln umsteigen bedeutet für mich immer Lotterie spielen. Mal wird bei +10 Min. gewartet, mal wird bei +5 schon nicht mehr
gewartet. Ich kann hier auch nirgends eine Logik oder eine klare Struktur erkennen, es ist praktisch reine Glücksache oder ein
Desaster, was sich die Bahn in Köln leistet.

Gruss
Rainer

? zu Umstieg in Köln

moonglum, Hagen, Samstag, 18.08.2012, 13:35 (vor 4980 Tagen) @ Merry Mary

Mal so, mal so.....
Der 502 hat schon öfters bis 21:20 gewartet....
Aber eben NICHT immer.
Oft wird empfohlen, bis Dortmund im Zug zu verbleiben und dort den 502 zu bekommen...

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
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heinz11, Samstag, 18.08.2012, 13:57 (vor 4980 Tagen) @ Merry Mary

Hallo zusammen,

nachdem hier ja mehrfach die Probleme insbesondere in Köln angesprochen wurden:
Gilt hier generell, dass kaum gewartet wird, oder werden beim letzten Zug des Tages Ausnahmen gemacht?
Konkret plane ich eine Fahrt von Luxemburg nach Hannover, geplante Ankunft des IC 2318 aus Koblenz in Köln um 21:05 Uhr, Abfahrt des ICE 502 nach Hannover um 21:10 Uhr. Besteht da überhaupt eine Chance, dass das klappt?
Als ich vor einigen Jahren mal eine ähnliche Verbindung aus Brüssel hatte, musste ich in Köln übernachten, weil der ICE trotz zahlreicher Umsteigerwünsche keine 5 Minuten gewartet hat - ist das in Köln normal?

Es ist schon ein paar Tage her, daß ich aus Koblenz weg bin, so daß ich keine aktuelle Einschätzung habe. Aus meiner Erinnerung weiß ich, daß ein 5-Minuten-Umstieg in Köln genauso abenteuerlich war wie der in Mainz auf die Linie 50. Das heißt etwas präziser, daß ca. die Hälfte der 5-Minuten-Umstiege in Köln und in Mainz nicht funktioniert haben.

? zu Umstieg in Köln

kimba2k, Wuppertal-Frankfurt am Main, Samstag, 18.08.2012, 19:31 (vor 4980 Tagen) @ Merry Mary

Hallo zusammen,

Hallo,

Konkret plane ich eine Fahrt von Luxemburg nach Hannover, geplante Ankunft des IC 2318 aus Koblenz in Köln um 21:05 Uhr, Abfahrt des ICE 502 nach Hannover um 21:10 Uhr. Besteht da überhaupt eine Chance, dass das klappt?

Der 502 ist der Lumpensammler(C)für diese Richtung, so das ZUB. Es ist der letzte der diese Strecke fährt und wartet sich meist überall ne ordentliche Verspätung an, da er alles einsammeln soll, was irgendwo hängen geblieben ist. Normal (ich nutze den 502 auch nur im Notfall, wenns mal wieder länger gedauert hat, warum auch immer) konnte ich den IC2318 bisher immer stehen sehen. Sicher gibt es da auch Grenzen.

Gruß
Frank

gestern in Köln

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 18.08.2012, 14:59 (vor 4980 Tagen) @ moonglum

Meine Wenigkeit wartet gestern (Freitag) um 12:40 auf den IC 2313 (Hamburg-Stuttgart) zur Fahrt nach Mannheim. Der Anschluß-ICE 207 (Köln-Basel) wurde am Bahnsteig gegenüber rechtzeitig bereitgestellt.

Es ist 12:55 und ich wundere mich, daß der ICE auf den Zeigersprung abfährt - sollte mein IC etwa verspätet sein?

Der 207 rollt noch mit halber Länge am Bahnsteig entlang, da kommt freundlicherweise die Info, daß mein IC mit +120 verspätet ist und daß der ICE 123 (Amsterdam-Frankfurt) zudem komplett ausfalle. Man solle bitte den IC 1911 (Dortmund-Stuttgart) nehmen, den würde man mit +25 erwarten. Ja hätte man diese Infos nicht 3 Minuten früher bringen können, damit die Leute ersatzweise mit dem 207 abfahren können?

Der 1911 kam dann irgendwann angetrudelt. Es war verdammt voll und ich stand bis Koblenz hinten zwischen den Fahrrädern.

Der 207 mit seinen 16 Wagen ist hingegen ziemlich leer auf und davon. Warum so viele Leute mit dem 2313 fahren wollten und der 207 so leer war? Ich denke das hat die Bahn über die Sparpreiskontingente selber so gesteuert.

Ein sehr ärgerlicher Ablauf. Es passt zu den Erlebnissen in Mannheim.

Gruß
Olaf

gestern in Köln

ICE-TD, Samstag, 18.08.2012, 15:22 (vor 4980 Tagen) @ Alibizugpaar

Diie Infos konnten nicht eher kommen, da der 2313 gerade erst den Pu hatte kurz vor Köln.

gestern in Köln

Jan, Samstag, 18.08.2012, 16:21 (vor 4980 Tagen) @ ICE-TD

Moment.....aber man weiß um 12.54h, dass der IC noch nicht in Deutz ist. Schnell fragen, was los, man erfährt, der IC hatte einen PU, was bekanntlich etwas dauert, gibt den 207 frei, der mit 5 Minuten Verspätung abfährt und gut ist. Der PU muss ja auf jeden Fall vor Deutz passiert sein. Das sind Sachen, die als Eisenbahner und Bahnbefürworter nicht verstehen kann.

Menschen, die die Bahn ohnehin kritisch sehen, sich aber mal für eine Bahnfahrt entscheiden, werden doch das nächste Mal Autofahren, oder? Und das macht langfristig das System kaputt. Aber das scheint das zu sein, was die Wixxer in den Chefetagen wollen.....

gestern in Köln

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 18.08.2012, 16:49 (vor 4980 Tagen) @ Jan

Ganz genau.

Daß man nur wenige Sekunden(!) nach Abfahrt des ICE sofort alle Infos parat hatte (erster IC +120 / ICE nach Frankfurt fällt aus / zweiter IC mit +25) sagt mir, daß man das Schließen der Türen des ICE Köln-Basel bewusst abgewartet hat, weil man die Leute mit IC-Fahrkarte da nicht drin haben wollte.

IC durchs Rheintal gebucht? Dann sollen die Sparpreisfüchse gefälligst auch diesen Weg einhalten. Aber bitte nicht in den ICE.

Und wenn die Klärung der Situation weitere 3-4 Minuten gedauert hätte, dann soll man den leeren ICE eben die Minuten noch festhalten. Die Kölner Takt-ICE zur Minute 55 fahren so selten Tempo 300 nach Frankfurt, da ist immer Luft im Fahrplan.

So war das gestern aber ein großer Mist!

Gruß
Olaf

gestern in Köln

Mario-ICE, Samstag, 18.08.2012, 18:36 (vor 4980 Tagen) @ Alibizugpaar

Ganz genau.

Daß man nur wenige Sekunden(!) nach Abfahrt des ICE sofort alle Infos parat hatte (erster IC +120 / ICE nach Frankfurt fällt aus / zweiter IC mit +25) sagt mir, daß man das Schließen der Türen des ICE Köln-Basel bewusst abgewartet hat, weil man die Leute mit IC-Fahrkarte da nicht drin haben wollte.

IC durchs Rheintal gebucht? Dann sollen die Sparpreisfüchse gefälligst auch diesen Weg einhalten. Aber bitte nicht in den ICE.

Und wenn die Klärung der Situation weitere 3-4 Minuten gedauert hätte, dann soll man den leeren ICE eben die Minuten noch festhalten. Die Kölner Takt-ICE zur Minute 55 fahren so selten Tempo 300 nach Frankfurt, da ist immer Luft im Fahrplan.

So war das gestern aber ein großer Mist!

Gruß
Olaf

Das sind doch alles sinnlose Verschwörungstheorien. Glaubt hier jemand ernsthaft das DB Fernverkehr der DB Station und Service anweist diese Info erst zu einem bestimmten Zeitpunkt zu geben? Ich nehm mal an wie es immer so ist das Station ohne Service nicht mehr den Überblick hat. Und wenn dann noch alles die Blechelse macht dann sagt sie eben die Info erst dann an wenn es nach Richtlinie vorgesehen ist, weil so programmiert. Man kann sich auch in etwas hineinsteigern ...

gestern in Köln

Jan, Samstag, 18.08.2012, 19:36 (vor 4980 Tagen) @ Mario-ICE

Also das ist keine Verschwörungstheorie. Und ob gewollt oder nicht es ist einfach ein scheiß Kundenservice. Keine Frage, für einen PU kann die Bahn nix, aber sie hat dann den ICE freizugeben, Punkt.

Ich finde das ist auch kein Bahnbashing, was hier betrieben wird, das sind einfach Aufzählungen von Dingen, die die Bahn langfristig kaputt mach

gestern in Köln

ICE-TD, Samstag, 18.08.2012, 22:08 (vor 4980 Tagen) @ Jan

Ich habe gestern auch auf dem Bahnsteig in Köln gesessen und habe auf den 2313 gewartet, ich habe sogar 2h auf ihn gewartet, Fakt ist das es zur Abfahrtszeit noch keine Info im RIS zum PU des 2313 gab. Erst einige min nach Abfahrt des 207 kam eine allg. Info das es eine Streckensperrung zwischen Düsseldorf und Köln gibt wegen eines Notarzteinsatzes am Gleis. Erst später kam die Info im RIS das der 2313 betroffen ist mit 120 min Verspätung. Der Aufsicht lag keine Anschlußinfo vor, vom PU wußte sie sicher noch nichts, der Zug war noch nicht im "Anflug", also fährt der 207 ab. Das das alles für die Reisenden bescheiden verlaufen ist, keine Frage, aber hier von einer bewußten Verarsche zu sprechen ist einfach eine Frechheit.
Nach einem PU erfährt als erstes der FDL des betroffenen Gleisabschnitts und andere Züge in dem Bereich durch den Notruf des Tf über Zugfunk. Der FDL informiert anschließend die Notfallleitstelle (BZ), diese informiert dann erst die Leitstellen der EVU, bis das dann im Computersystem erscheint kann es nunmal ein paar min dauern, zumal BZ und Leistellen dann auch erstmal versuchen werden andere Züge rechtzeitig anzuhalten um sie noch umleiten zu können, in dem Fall spätestens in Düsseldorf.

immer in Köln

br752, Samstag, 18.08.2012, 19:44 (vor 4980 Tagen) @ Mario-ICE

Das sind doch alles sinnlose Verschwörungstheorien.

Bist du im Marketingausschuss der Bahn?

Jeder 2. Zugbegleiter erzaehlt dir, dass der IC bei +6 Min. auf der Bruecke warten musste bis der ICE puenktlich weg ist. Mittlerweile steht den Zugchefs aber mehr Kompetenz zu.

Entweder luegen die Zugbegleiter oder ich habe verstopfte Ohren.

BR752

vermute bahninternes EDV-Problem

TRAXXP160DE, HBIK, Samstag, 18.08.2012, 20:58 (vor 4980 Tagen) @ br752

Folgender Fall von Freitag:

IC .... wird in Recklinghausen mit +10 laut Blechelse angekündigt, laut DB Navigator ebenfalls +10. Tatsächlich kam der Zug +4 in Recklinghausen an.

Ich vermute, dass das System sich zu langsam aktualisiert und einen "Hänger" hat.

Station und Service hat schließlich auch nur IRIS und seltenst einen Streckenspiegel bzw. Leibit.

Wer eigentlich Blechelse so programmiert hat, ist mir auch nicht klar: singemäß

Einfahrt IC ... von Emden nach Köln - sie haben Anschluß an IC nach Emden Gleis 2 heute 10 Minuten später.

Wer also aus dem Nordseeurlaub kommt, darf gleich wieder zurück. Toller Service der Bahn.

vermute bahninternes EDV-Problem

Mario-ICE, Samstag, 18.08.2012, 21:06 (vor 4980 Tagen) @ TRAXXP160DE

Folgender Fall von Freitag:

IC .... wird in Recklinghausen mit +10 laut Blechelse angekündigt, laut DB Navigator ebenfalls +10. Tatsächlich kam der Zug +4 in Recklinghausen an.

Ich vermute, dass das System sich zu langsam aktualisiert und einen "Hänger" hat.

Station und Service hat schließlich auch nur IRIS und seltenst einen Streckenspiegel bzw. Leibit.

Wer eigentlich Blechelse so programmiert hat, ist mir auch nicht klar: singemäß

Einfahrt IC ... von Emden nach Köln - sie haben Anschluß an IC nach Emden Gleis 2 heute 10 Minuten später.

Wer also aus dem Nordseeurlaub kommt, darf gleich wieder zurück. Toller Service der Bahn.

Oh neue Theorie. Na hier wird ja heute alles rausgekramt. Also Es gibt viele Bereiche die einen Streckenspiegel bei Station und Service haben.

immer in Köln

Mario-ICE, Samstag, 18.08.2012, 21:35 (vor 4980 Tagen) @ br752

Das sind doch alles sinnlose Verschwörungstheorien.


Bist du im Marketingausschuss der Bahn?

Nö muss man da sein? Hat ja auch nichts mit Marketing zu tun.
Sondern mit betrieblichen Abläufen, die seit der Teilung in verschiedene Bereiche nicht einfacher geworden sind. Aber das haben ja fast alle so gewollt.

gestern in Köln

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 19.08.2012, 13:19 (vor 4979 Tagen) @ Mario-ICE
bearbeitet von Alibizugpaar, Sonntag, 19.08.2012, 13:20

"Ich nehm mal an wie es immer so ist das Station ohne Service nicht mehr den Überblick hat.
Man kann sich auch in etwas hineinsteigern..."


Gut, ´steigere´ ich mich weiter hinein.

Die Ansagen in Köln erfolgten übrigens nicht von der Else.

Ich frage mich, ob die Aufsicht führenden Rotkäppchen am Bahnsteig gar keine Anschluß-Entscheidungen treffen dürfen. Was machen die denn heute noch außer Abfahrauftrag Zp9 drücken und die Rollstuhlrampe bedienen? Den Kummerkasten spielen sie, den Kummerkasten vieler gestrandeter Reisender.

Wäre es nicht sinnvoller, wenn sie ins Geschehen sinnvoll eingreifen dürften statt sich nur das ewig vorgetragene Leid anzuhören. Waren es nicht gerade diese Aufsichtsbeamten, die früher bei der Bundesbahn in ihrem Bahnhof nach Möglichkeit dafür gesorgt haben, daß die Reisenden ihre Anschlüsse bekommen? Ich behaupte felsenfest, daß es vor 25 Jahren eine schlicht undenkbare Situation gewesen wäre, daß die Bundesbahn in Köln erst den einen IC nach Süden pünktlich abfahren lässt, um dann 10 Sekunden später die Info auszugeben, daß der nachfolgende IC leider ausfällt.

Nee, man hätte den einen IC festgehalten und erst die Angelegenheit des anderen Zuges geklärt. Das ist heute im Zeitalter von Handy und Internet wohl nicht möglich. Nicht, weil die Technik nicht bedienbar wäre. Nein, die Bahn AG hat sich vor Jahren nachhaltig in verschachtelten Zuständigkeiten und Nichtzuständigkeiten komplett verzettelt.

Gruß
Olaf

gestern in Köln

kimba2k, Wuppertal-Frankfurt am Main, Samstag, 18.08.2012, 20:31 (vor 4980 Tagen) @ Jan

Schnell fragen, was los, man erfährt, der IC hatte einen PU, was bekanntlich etwas dauert

Ja, im DB Konzern haben sie pro Zug mind. 1 Aufpasser, der den permanent beobachtet und binnen 1 Minute eigenständig eine Entscheidung trifft (Die sogenannte "Aufpassergebühr 5€" wird dann zum Fahrplanwechsel eingeführt). Lol. Minutenentscheidungen in einem Konzern dieser Größe... hahahaha. Entscheidungen die nicht mind. 3 mal durchgekaut sind treffen... in einem Konzern... ich lache mich schlapp.

Kollege?!.. Das klappt wonirgends. Wunschtraum von Leuten die entweder von solchen Hierarchien und Prozessabläufen keinen Plan haben, oder aber denken, dass dies nur für Ihren Konzern zutrifft. Irrtum, schiere größe lähmt überall ;-) Und gerade wenn noch ein PU im Spiel ist, sind die Personen der Transportleitung sicher mit Notfallgeschichten beschäftigt.

ICE 370/EC 6: Selbst die ZUB raufen sich die Haare

moonglum, Hagen, Samstag, 18.08.2012, 15:48 (vor 4980 Tagen) @ moonglum

Unterm Strich:
------------

Klar, es gibt jene Fälle, die einfach nicht anders lösbar gewesen sind ....
und es gibt jede Menge einfach nicht mehr im Sinne der Reisenden entschiedene Fälle, in denen die Folge einer Nachlässigkeit im Bereich von manchmal nur 2 Minuten, manchmal 10 Minuten für Reisende extrem negative Auswirkungen gehabt haben.

Es gibt einen erheblichen und anscheinend oft ins Absurde wachsenden Overhead an Fällen, die anscheinend auf ein weitgehend unflexibles Hintergrundplanungs- und entscheidungssystem gründen, gepaart mit zu langen Antwortzeiten und nicht vorhandenem Direktkontakt zu lokalen Fahrdienstleitern.

Besserung unter diesen Umständen halte ich darum nicht für wirklich möglich.

Es bleibt also jede Menge Frust, der irgendwie zu neuen Lösungsfindungen seitens der Reisenden, also Menschen wie mir, führen muss.

Wenn jetzt noch die sich mehrenden Zeichen, dass in den Redesign IC-Wagen die Klimaanlagen und andere Elektroniken besonders gerne ausfallen, dass in den Redesign ICE 2 alle Nase lang im Sommer die Kühlschränke anstatt kalt eben warm werden, als wahr herausstellen, kann man natürlich die Frage stellen, welche Menschen da hinter den Kulissen dringend eliminiert bzw. ausgewechselt gehören...
Wir kennen sie nicht, es scheint wenig Hoffnung zu bestehen, dass sich die Dinge durchgreifend zum Guten ändern.

Bleibt eine wichtige Erkenntnis:
Wenn insbesondere das ältere, erfahrene Personal als die entscheidende Schnittstelle zwischen (frustrierten) Reisenden und DB nicht so teilweise unglaublich positive Leistungen vollbringen würde, um die Reisenden in teilweise extrem misslichen Situationen "im psychischen Gleichgewicht" zu halten, sähe es viel düsterer aus.
All jenen mir großenteils unbekannten Mitarbeitern sei hier noch einmal mein Dank gesagt!
Komischerweise meine ich im Geiste, aus den Plüschetagen leises hämisches Kichern zu hören, wenn sie diese Zeilen lesen.
Vielleicht bekommen sie ja Bonuszahlungen, wenn ihre Züge - ohne Rücksicht auf Reisende - möglichst pünktlich am Ziel ankommen.....

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

ICE 370/EC 6: Selbst die ZUB raufen sich die Haare

martin.elsner, Samstag, 18.08.2012, 19:15 (vor 4980 Tagen) @ moonglum

Hallo!

Wie ging die Reise dann ab Mannheim weiter?

ich wollte Freitag auch mit dem 370 ab Karlsruhe losfahren und in Mannheim umsteigen.

Im Endeffekt habe ich dann aber den 370 verpasst der und meinen üblichen 104/504 genommen, was dann auch wieder ein FGR Formular wurde.

War der ICExxx um 18:05 über Frankfurt Flughafen pünktlich oder gab es vorher noch einen anderen Anschluss?

Gruß
Martin

heute ICE 1206

ICE197074, Region Leipzig, Samstag, 18.08.2012, 19:18 (vor 4980 Tagen) @ moonglum

genau andersherum

in Jena wird den Fahrgästen nach Leipzig empfohlen auszusteigen und auf nachfolgenden (in ca. 45 min) ICE 706 zu warten und mit dem weiter zu fahren,man wäre dann so gegen 17.00 Uhr in Leipzig.

Kaum aus Jena raus,die Anschlußinfo für Naumburg: es wird noch erreicht ein IC nach Dresden über Weißenfels,Leipzig,Riesa usw.

Da frag ich mich doch auch,was soll das ?? We nun brav in Jena ausgestiegen ist und auf dem Paradiesbahnhof eine 3/4 Stunde abgesessen hat,hat Pech gehabt. Später am Ziel.

heute es war ICE 1208 Karwendel owt

ICE197074, Region Leipzig, Samstag, 18.08.2012, 20:09 (vor 4980 Tagen) @ ICE197074

- kein Text -

heute ICE 1206

Sputnik, Overath, Samstag, 18.08.2012, 20:36 (vor 4980 Tagen) @ ICE197074

in Jena wird den Fahrgästen nach Leipzig empfohlen auszusteigen und auf nachfolgenden (in ca. 45 min) ICE 706 zu warten und mit dem weiter zu fahren,man wäre dann so gegen 17.00 Uhr in Leipzig.

Aber warum steigt ein Leipziger in einen ICE der über Halle fährt ^^

heute ICE 1206

ICE197074, Region Leipzig, Samstag, 18.08.2012, 20:44 (vor 4980 Tagen) @ Sputnik

ja die fahren doch alle 2 Stunden über Halle oder wie soll ich das verstehen??

heute ICE 1206

Mario-ICE, Samstag, 18.08.2012, 21:03 (vor 4980 Tagen) @ Sputnik

in Jena wird den Fahrgästen nach Leipzig empfohlen auszusteigen und auf nachfolgenden (in ca. 45 min) ICE 706 zu warten und mit dem weiter zu fahren,man wäre dann so gegen 17.00 Uhr in Leipzig.


Aber warum steigt ein Leipziger in einen ICE der über Halle fährt ^^

Weil es vielleicht schneller geht, je nach Verbindung.

heute ICE 1206

Mario-ICE, Samstag, 18.08.2012, 20:59 (vor 4980 Tagen) @ ICE197074

genau andersherum

in Jena wird den Fahrgästen nach Leipzig empfohlen auszusteigen und auf nachfolgenden (in ca. 45 min) ICE 706 zu warten und mit dem weiter zu fahren,man wäre dann so gegen 17.00 Uhr in Leipzig.

Kaum aus Jena raus,die Anschlußinfo für Naumburg: es wird noch erreicht ein IC nach Dresden über Weißenfels,Leipzig,Riesa usw.

Da frag ich mich doch auch,was soll das ?? We nun brav in Jena ausgestiegen ist und auf dem Paradiesbahnhof eine 3/4 Stunde abgesessen hat,hat Pech gehabt. Später am Ziel.

Auch hier kann man wieder mehrere Fragen stellen. Hat das Zub vorher mit der Verkehrsleitung gesprochen oder ohne Absprache die Reisenden auf den nachfolgenden Takt verwiesen? Ich vermute mal ja es war so. Anders ist ja nicht zu erklären dass dann sofort die Info zum Warten in Naumburg kam.

Lösungsmöglichkeiten...

Blaschke, Sonntag, 19.08.2012, 12:13 (vor 4979 Tagen) @ moonglum

Moin!

Besserung unter diesen Umständen halte ich darum nicht für wirklich möglich.

Eine Besserung ist in den nächsten Jahrzehnten nicht zu erwarten. Erst wenn das System völlig zugrunde gerichtet worden ist, wird ein Kluger auf die Idee kommen, die Strukturen wieder einzuführen, die es früher schon mal gab. Das geht dann wieder ein paar Jahre gut, bevor der Kreislauf von vorne anfängt.

Es bleibt also jede Menge Frust, der irgendwie zu neuen Lösungsfindungen seitens der Reisenden, also Menschen wie mir, führen muss.

Die Lösung ist doch ganz einfach: Die eigenen Zeitpläne auf die Unzuverlässigkeit anpassen. (*) Und die "Verluste", die man erlitten hat, durch "kreative Fahrkarten" a la Tommyboy und durch ähnliche Aktionen wieder ausgleichen. So dass die persönliche Bilanz stimmt.

Das kommt allen zugute: Die in Plüschetage haben ihre Ruhe und sind gut zufrieden. Ich be.... die Bahn etwas mehr als sie mich und bin auch gut zufrieden.


Erinnert an einen Arbeitgeber: Er hatte sich bei der Lohnzahlung immer ganz gerne mal verrechnet - ausnahmslos zu Ungunsten des Mitarbeiters. Regelmäßiger Protest brachte nichts. Bis eine gute Freundin aus der Personalabteilung, die dort in Kürze kündigen würde, im System eine Angabe verändert hatte, so dass eine Lohnposition doppelt gezahlt wurde, was aber in den Ausdrucken so nicht erkennbar war. So freute sich der Chef, dass der blöde Mitarbeiter endlich Ruhe gab und zahlte immer so 10 bis 30 Euro zu wenig - und der Mitarbeiter freute sich, weil er durch die doppelte Berechnung immer 20 bis 40 Euro zusätzlich bekam. Eine feine Sache!

(*) Im Zweifel fährt man Auto! Das ist erheblich zuverlässiger. Die ewigen Märchen mit den ach so schlimmen Staus werden ja nicht dadurch wahrer, dass man sie nur oft genug wiederholt. Meine maximale Verspätung auf der Autobahn waren bislang ca 40 Minuten, wobei man Verspätungen über 30 Minuten in 1,5 Jahren an einer Hand abzählen kann. Da ist die Bahn BEDEUTEND unzuverlässiger!!!!

Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück von

jörg

Lösungsmöglichkeiten...

br752, Sonntag, 19.08.2012, 12:25 (vor 4979 Tagen) @ Blaschke

Die Lösung ist doch ganz einfach: Die eigenen Zeitpläne auf die Unzuverlässigkeit anpassen. (*) Und die "Verluste", die man erlitten hat, durch "kreative Fahrkarten" a la Tommyboy und durch ähnliche Aktionen wieder ausgleichen. So dass die persönliche Bilanz stimmt.

Och. ;-)

[...]

(*) Im Zweifel fährt man Auto! Das ist erheblich zuverlässiger. Die ewigen Märchen mit den ach so schlimmen Staus werden ja nicht dadurch wahrer, dass man sie nur oft genug wiederholt. Meine maximale Verspätung auf der Autobahn waren bislang ca 40 Minuten, wobei man Verspätungen über 30 Minuten in 1,5 Jahren an einer Hand abzählen kann. Da ist die Bahn BEDEUTEND unzuverlässiger!!!!


Auto auf laengeren Strecken? Ne lass mal.
Soest - Duesseldorf-Flughafen:
Normalfahrzeit 1:15h
Mit Reservere 2:00h
2 mal erlebt: 3:30h, bzw. 3:40h und da war der Flieger weg. Das kann die Bahn auch nicht schlechter!

Eines der besten Argumente bei der Bahn zu bleiben ist der Preis! Guenstiger als mit der Bahn geht es insbesondere bei langen Strecken nicht! Normalerweise faehrt man zum Benzinpreis oder noch guenstiger.
Auch Abends um 20:00h, nach einem langen Arbeitstag, moechte ich nicht noch 500km im Auto abreissen. Da goenne ich mir eine entspannte Bahnfahrt in Richtung Mitternacht!

Aber wem erzaehle ich das. :-)

BR752

ICE 370/EC 6: Selbst die ZUB raufen sich die Haare

kimba2k, Wuppertal-Frankfurt am Main, Samstag, 18.08.2012, 20:51 (vor 4980 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von kimba2k, Samstag, 18.08.2012, 20:54

Hi,

was heisst denn "Selbst die ZUB"? (Ohne nun die ZUB herabstufen zu wollen)

Es ist normal, dass das Frontpersonal schon einmal die Stirn runzelt, was da so entschieden wird oder auch nicht. Überall. Das kennst Du sicher aus deinem Umfeld auch. Man muss als kritischer Reisender (bist du ja) eben auch mal differenzieren, was das ZUB leisten kann und darf (und sicher auch tut) und was eben nicht. Sonst glaubst Du denen ja auch nicht alles ;-).
Wenn das ZUB den Wunsch äussert, doch bitte zu warten, und Hans-Otto Krawutke als Entscheider sagt: NÖ, dann ist das einfach so. Da kann man dann 2 Stunden darüber diskutieren, bringt aber im Augenblick garnichts.

Bei manchen Daurgästen der Bahn möchte ich echt mal Wissen, was diese beruflich machen, und in welchem Umfeld. Konzern ist Konzern. Die ticken im Ablauf alle gleich, mal mehr, mal weniger Prozesslastig und schwerfällig. Vom Prinzip alles das gleiche, dafür gibt es ja Standards. Mich wundert es zwar von Jahr zu Jahr mehr, dass wir aufgrund dessen nicht immer noch mit der Fackel auf dem Baum sitzen und Morsezeichen geben, aber das ist halt mein Stirnrunzeln ;-). Und, ja, mich k**zt das auch an, bei der Bahn und bei anderen auch.
Um das aber zu ändern, müsste man ein paar "tolle Ideen" einiger BWLer der letzten 30 Jahre wieder abschaffen. Und das glaubst Du und ich nicht, oder?

Gruß
Frank

Edit:

Wenn insbesondere das ältere, erfahrene Personal als die entscheidende Schnittstelle zwischen (frustrierten) Reisenden und DB nicht so teilweise unglaublich positive Leistungen vollbringen würde, um die Reisenden in teilweise extrem misslichen Situationen "im psychischen Gleichgewicht" zu halten, sähe es viel düsterer aus.

Das ist wohl war. Die kennen Ihre Pappenheimer nur zu gut und haben Ihre Tricks. Ist aber auch in anderen Firmen so. Ohne erfahrene "Prozessumgeher" geht nur "Fackel auf Baum und trommeln".

ICE 370/EC 6: Selbst die ZUB raufen sich die Haare

Zugfahrer, Samstag, 18.08.2012, 23:08 (vor 4980 Tagen) @ kimba2k

Ich habe mal an einer Umfrage von INFAS im ICE teilgenommen, wo u.a. die Frage gestellt wurde, ob Anschlusszüge auf Umsteiger warten sollen. Die Fahrgäste in meinem Umfeld kommunizierten ausnahmslos, das "Pünktlichkeit OBERSTES Gebot sein, Hauptsache sie selber seien pünktlich am Ziel, so der O-Tenor. Grundlage sei sei das ICH!!!-Prinzip.
Warten auf auf Anschlussfahrgäste würde bloß die eigene Pünktlichkeit gefährden, sofern man selbst im Anschlusszug sitzt. Also gilt: PÜNKTLICH ABFAHREN, die Umsteiger sollen sehen wo sie bleiben.

ICE 370/EC 6: - Da kann man die Luft rauslassen.

br752, Sonntag, 19.08.2012, 00:25 (vor 4980 Tagen) @ Zugfahrer

Das kenne ich ausnahmslos genauso.
Wenn wieder gemeckert wird, dass der Zug unpuenklich ist, oder sonstwie verzoegert ist, dann mach ich immer dieses hier:

Sag den Leuten folgendes vor dem Kopf: "Sie wollen keinen puenktlichen Zug. Sie wollen was ganz anderes!"

Daraufhin faengt der Fahrgast (Auch das ist meine Erfahrung) sofort an selbststaendig zu denken und kontert mit der Antwort: "Ich will ankommen/nach Hause."

"Richtig!" sage ich dann.

Dann kommt ggf. der Hinweis dass man doch puenktlich sein will um den Anschluss zu bekommen. Richtig, sage ich dann. Das wollte die anderen Fahrgaeste gerade auch.

Wer will kann noch weiter argumentieren, aber ich bin ueberzeugt, dass diese Fahrgaeste nie wieder puenktliche Zuege haben wollen, sondern am Ziel ankommen wollen.
Mit dieser "Fangfrage" habe ich bisher immer "gewonnen". Niemand meiner Gespraechspartner wollte mehr einen puenktlichen Zug!

Probiert es!

Mit diese Puenktlichkeits-Phrase hat die Presse alle Leute bekloppt gemacht!

BR752

ICE 370/EC 6: Selbst die ZUB raufen sich die Haare

sfn17, Sonntag, 19.08.2012, 00:59 (vor 4980 Tagen) @ Zugfahrer

Also gilt: PÜNKTLICH ABFAHREN, die Umsteiger sollen sehen wo sie bleiben.

Interessant, dass selbst bahngeprüfte Fahrgäste so egomanisch denken. Denen hätte ich bislang doch etwas mehr Demut und Ergebenheit in Reiseschicksale zugestanden als den üblichen Verdächtigen in tiefgelegten Sportwagen (die natürlich bei Ankunft am Reiseziel die durchlittenen Staus umgehend vergessen haben).

Aber meinetwegen. Dann mögen die Züge tagsüber knallhart auf die Minute abfahren; lediglich die letzten Fernzüge am Abend sollen dann als Universal-Lumpensammler dienen (und den Freibrief haben, saftigste Verspätungen einzufahren^^).

(Vielleicht dämmert es den Egomanen nach diversen durch knallharte Pünktlichkeit verpassten Anschlüssen dann auch einmal, dass sie nicht allein auf der Welt sind und ihren Lebensluxus immer der Mit- und Zuarbeit von anderen Menschen zu verdanken haben.)

Noch zwei Highlights...

Matze86, München, Sonntag, 19.08.2012, 11:00 (vor 4979 Tagen) @ moonglum

1.) ICE aus München ist bis Einfahrt Hannover pünktlich, landet aber letztendlich mit +11 am Bahnsteig, IC Richtung Bremen fährt vor der Nase davon...

2.) ICE aus München hat in Hamburg ca. +20, laut Ansage steht IC Richtung Westerland abfahrbereit am Bahnsteig, leider reichte es auch da nur zu einem Sichtanschluss...

Noch zwei Highlights...

Mario-ICE, Sonntag, 19.08.2012, 11:42 (vor 4979 Tagen) @ Matze86

1.) ICE aus München ist bis Einfahrt Hannover pünktlich, landet aber letztendlich mit +11 am Bahnsteig, IC Richtung Bremen fährt vor der Nase davon...

2.) ICE aus München hat in Hamburg ca. +20, laut Ansage steht IC Richtung Westerland abfahrbereit am Bahnsteig, leider reichte es auch da nur zu einem Sichtanschluss...

Es bringt nur rein gar nichts ohne Zugnummer und Datum hier so etwas zu vermelden. Es würde das Forum sprengen wenn jeder Anschlussverlust auf einzelnen Bahnhöfen hier genannt wird. Als quasi Dritte können wir die einzelne Situation eh nicht abschließend beurteilen. Wer oder was den Anschlussverlust hätte verhindern können lässt sich auch hier nicht beurteilen.
Richtig ist , dass solche Sachen aber möglichst vermieden werden sollten, manchmal sind die Dinge jedoch komplexer als man denkt.

Noch zwei Highlights...

Jan, Sonntag, 19.08.2012, 12:00 (vor 4979 Tagen) @ Mario-ICE

Was ist denn da komplex? Es ist unbestritten, dass ein Anschlusszug nicht ewig warten kann. Aber wenn der Zug tatsächlich vor der Nase abfährt, reden wir von 2-3 Minuten. Und das kann nicht sein. Aber wie ich schon weiter oben geschrieben habe, man muss auch einfach immer ein paar Minuten Puffer überall einbauen, und die fehlen eben. Nur den Fahrgästen ist das scheiß egal. Die Ärgern sich und zwar zu Recht. Ich meine, wenn hier Kommunikation auf dem kleinen Dienstweg stattfinden würde, könnte viel gewonnen werden. Zugchef 1 könnte Zugchef 2 anrufen, wir wollen abfahren, wo seit ihr? Zugchef 2 sagt, (z.B. Köln) sind grade in Deutz, also in 2 Minuten da. Zugchef 1 wartet und der Zug fährt, mit +4, höchstens +5 ab. Selbst RE´s hätten dann nicht mehr als auch +4 oder 5. Das sollte aber möglich sein. Und selbst wenn der ICE über die KRM in Köln mit +10 abfährt und noch einen RE vor sich hat, gibt er Vollgas und ist in Frankfurt nahezu pünktlich….

Arbeitsplatz oder Kundenzufriedenheit?

br752, Sonntag, 19.08.2012, 12:13 (vor 4979 Tagen) @ Jan
bearbeitet von br752, Sonntag, 19.08.2012, 12:14

Das sollte aber möglich sein. Und selbst wenn der ICE über die KRM in Köln mit +10 abfährt und noch einen RE vor sich hat, gibt er Vollgas und ist in Frankfurt nahezu pünktlich….

Natuerlich ist das moeglich, aber wer traegt die Konsequenzen, wenn
sich der Zugchef oder Loekfuehrer rechfertigen muss, warum er nicht puenktlich abgefahren ist. In der Privatwirtschaft sind das Befehlsempfaenger.

Arbeitsplatz oder Kundenzufriedenheit? Das ist auch die Frage die sich die Bahnmitarbeiter stellen!

Da sind Regeln die von "oben" kommen und bekannstlich stinkt der Fisch vom Kopf an!

Ich bin der Meninung, dass wir als Kunden da was tun muessen!

BR752

Arbeitsplatz oder Kundenzufriedenheit?

Jan, Sonntag, 19.08.2012, 12:35 (vor 4979 Tagen) @ br752

Kann ich mich nur anschließen. Als DB Mitarbeiter würde ich mich auch an die Weisungen halten. Grundsätzlich ist dem Zugchef als Befehlsempfänger egal, ob der Fahrgast pünktlich ankommt oder nicht. Aber um größere Verbesserungen für die Kunden zu erzielen, muss der ganze Konzern DB geändert werden. Was irgendwie keiner Kapiert, dass denen die Kundenzufriedenheit egal ist. Es geht um Zahlen. Der Umsatz muss stimmen. Das Image usw. ist doch den meisten schnuppe. Es ist nur interessant, wenn aufgrund von Imageproblemen keiner mehr die Bahn nimmt. Es ist wirklich Schade, wie die Bahn immer mehr vor die Hunde geht........

Arbeitsplatz oder Kundenzufriedenheit?

br752, Sonntag, 19.08.2012, 13:05 (vor 4979 Tagen) @ Jan

Was irgendwie keiner Kapiert, dass denen die Kundenzufriedenheit egal ist. Es geht um Zahlen. Der Umsatz muss stimmen. Das Image usw. ist doch den meisten schnuppe.


Solange ein schlechtes Image keinen signifikanten Umsatzeinbruch bedeutet wird aufs Image ge********.
Erst wenn das Kind (die Zahlen/Umsatz/Gewinn) in den Brunnen gefallen ist wird wieder das Image aufpoliert um Kunden (Geld) zu gewinnen.

Ich stehe dazu, dass die Mitarbeiter, insbesondere Zugchefs, ihr bestes geben, aber fuer die Kunden meinen Arbeitsplatz auf Spiel setzten wuerde ich auch nicht.

Hier muss von oben die Erlaubnis kommen freundlich und kundenorientiert sein zu duerfen! Dann klappt es auch mit den Anschluessen.

BR752

Arbeitsplatz oder Kundenzufriedenheit?

Mario-ICE, Sonntag, 19.08.2012, 13:42 (vor 4979 Tagen) @ br752

Was irgendwie keiner Kapiert, dass denen die Kundenzufriedenheit egal ist. Es geht um Zahlen. Der Umsatz muss stimmen. Das Image usw. ist doch den meisten schnuppe.

Solange ein schlechtes Image keinen signifikanten Umsatzeinbruch bedeutet wird aufs Image ge********.
Erst wenn das Kind (die Zahlen/Umsatz/Gewinn) in den Brunnen gefallen ist wird wieder das Image aufpoliert um Kunden (Geld) zu gewinnen.

Ich stehe dazu, dass die Mitarbeiter, insbesondere Zugchefs, ihr bestes geben, aber fuer die Kunden meinen Arbeitsplatz auf Spiel setzten wuerde ich auch nicht.

Hier muss von oben die Erlaubnis kommen freundlich und kundenorientiert sein zu duerfen! Dann klappt es auch mit den Anschluessen.

BR752

Dein Denken ist eben nur schwarz und weiß. Schwarz, die bösen Buben, die entscheiden das ein Zug nicht warten kann und Weiß, die Zugbegleiter die alle ihr bestes geben und von den bösen schwarzen Buben und Girls gehindert werden das beste für den Kunden zu tun.

Frag mal beim Regionalverkehr nach, wo in manchen Verkehrsverträgen das Abwarten von Anschlüssen mit Regresszahlungen bestraft werden. Dann geh bitte aber dort zum Besteller und gib deinen Unmut Ausdruck.

Arbeitsplatz oder Kundenzufriedenheit?

br752, Sonntag, 19.08.2012, 13:54 (vor 4979 Tagen) @ Mario-ICE

Ja, genau das sage ich ja!

Der Fisch stinkt vom Kopf her. Ob der Kopf nun bei der Transportleitung, bei der Chefetage oder beim Aufgabenbesteller anfaengt ist definitionssache! Sicher ist aber, dass der Kopf nicht beim Zugchef anfaengt!

Die duerfen nicht Kundenorientierter sein, aber versuchen das Moeglichste.

Solange die Presse immer auf "Puenktliche Zuege" rumkaut wird der Aufgabentraeger nichts anderes fordern.

BR752

Arbeitsplatz oder Kundenzufriedenheit?

Mario-ICE, Sonntag, 19.08.2012, 12:35 (vor 4979 Tagen) @ br752

Das sollte aber möglich sein. Und selbst wenn der ICE über die KRM in Köln mit +10 abfährt und noch einen RE vor sich hat, gibt er Vollgas und ist in Frankfurt nahezu pünktlich….


Natuerlich ist das moeglich, aber wer traegt die Konsequenzen, wenn
sich der Zugchef oder Loekfuehrer rechfertigen muss, warum er nicht puenktlich abgefahren ist. In der Privatwirtschaft sind das Befehlsempfaenger.

Arbeitsplatz oder Kundenzufriedenheit? Das ist auch die Frage die sich die Bahnmitarbeiter stellen!

Da sind Regeln die von "oben" kommen und bekannstlich stinkt der Fisch vom Kopf an!

Ich bin der Meninung, dass wir als Kunden da was tun muessen!

BR752

Wieso wird eigentlich immer behauptet, die da "oben" sind daran Schuld, während die da "unten" nur das ausbaden müssen was die da "oben" entschieden haben. Es bestreitet keiner das es auch Fehleinschätzungen in der Disposition gibt, weil sich später herausstellte das die Situation anders eingetreten ist wie erwartet. Auch die Entscheider unterliegen Regularien, die hier schon oft genannt wurden. Zum Thema Kundenzufriedenheit nur so viel. Der Kunde der plan gefahren ist wird zufriedener sein als wenn er 8 Minuten verspätet losgefahren wäre. Die Kunden, die den Anschluss verpasst haben werden der Bahn wieder kein Dienst am Kunden vorwerfen. Ein Spagat, der täglich passiert. Aber ich bin gespannt auf deine Toplösung.

Arbeitsplatz oder Kundenzufriedenheit? - So sollte es sein.

br752, Sonntag, 19.08.2012, 13:20 (vor 4979 Tagen) @ Mario-ICE

Wieso wird eigentlich immer behauptet, die da "oben" sind daran Schuld, während die da "unten" nur das ausbaden müssen was die da "oben" entschieden haben.

Kann ich dir sagen:

Die da oben machen nun mal die Regeln!
Wenn du dich da unten nicht dran haelts gefaehrdest du deinen Lohn oder deinen Arbeitsplatz. Das ist in jedem privatwirtschaftlichen Betrieb so!

Zum Thema Kundenzufriedenheit nur so viel. Der Kunde der plan gefahren ist wird zufriedener sein als wenn er 8 Minuten verspätet losgefahren wäre. Die Kunden, die den Anschluss verpasst haben werden der Bahn wieder kein Dienst am Kunden vorwerfen. Ein Spagat, der täglich passiert. Aber ich bin gespannt auf deine Toplösung.

Genau, habe ich parat!

1. Keine politischen Laufzeiten: Koenl-Blubb in 59 Minuten.
2. Fahrplanreserven. (Auch dumm rumstehen genannt) Siehe Mannheim. Damit besteht die Chance alles wieder gut zu machen. Wenn der Kunde weiss, dass die Fahrt von A nach B seit 2014 immer 10 Minuten laenger dauert und er dafuer aber immer verlaesslich ankommt wird er das verstehen und begruessen.
3. Nicht die Puenklichkeit der Zuege, sondern der Reisenden messen! Die Frage "Wie viel spaeter waren sie zu Hause?" ueber eine Postkarte, auf der man 3 Fragen ankreuzen kann und beim verlassen des Zuges bekommt, messen. Die Statistiker filtern Falschbeantwortungen raus.
4. Der "doofen" Presse erklaeren, dass sie nicht die Kunden auf Puenktlichkeit, sondern auf Ankommen dressieren sollen.
5. Rechnertechnik benutzen! Verspaetungen aller Zuege ins RIS. Abfahrtstafeln, Handy, Ris synchron halten. Usw.
6. Oberstes Ziel ausgeben: Nicht Puenktlichkeit ist wichtig, sondern die Mitnahme und Zufriedenheit aller Reisenden!

Alles Massnahmen die machbar sind und bei denen man nicht die Welt neu erfinden muss!


So stelle ich mir das vor:

-> "Ich begruesse auch die Reisenden vom verspaeteten IC 1234 die wir noch mitnehmen konnten. Wir haben zur Zeit eine Verspaetung von 4 Minuten. Unsere Anschlusse sind bereits im Rechner angepasst, so dass die Umstiege in Blubb erreicht werden. Durch den entspannten Fahrplan werden wir bis Blibb wieder im Plan sein. - Ich lade sie ein unser gasttronomisches Angebot ..."

Ob das leicht ist? Ich denke nein, aber es muss nichts neu erfunden werden! Die Technik ist ueberall vorhanden, man muss sie nur zu Wohle des Kunden nutzen wollen!

BR752

Arbeitsplatz oder Kundenzufriedenheit? - So sollte es sein.

Mario-ICE, Sonntag, 19.08.2012, 13:54 (vor 4979 Tagen) @ br752

Wieso wird eigentlich immer behauptet, die da "oben" sind daran Schuld, während die da "unten" nur das ausbaden müssen was die da "oben" entschieden haben.


Kann ich dir sagen:

Die da oben machen nun mal die Regeln!
Wenn du dich da unten nicht dran haelts gefaehrdest du deinen Lohn oder deinen Arbeitsplatz. Das ist in jedem privatwirtschaftlichen Betrieb so!

Wobei du immer noch Schuldig geblieben bist wer die da "Oben " sind. Die Vorstände, die Mitarbeiter, die Regelwerke erstellen, die Mitarbeiter die Regelwerke umsetzen?
Die Bahn hatte früher und auch jetzt Hierachien. Anders würde sich Bahnbetrieb gar nicht betreiben lassen. Es gab immer jemanden der einem anderen Weisungsbefugt ist.


Genau, habe ich parat!

1. Keine politischen Laufzeiten: Koenl-Blubb in 59 Minuten.
2. Fahrplanreserven. (Auch dumm rumstehen genannt) Siehe Mannheim. Damit besteht die Chance alles wieder gut zu machen. Wenn der Kunde weiss, dass die Fahrt von A nach B seit 2014 immer 10 Minuten laenger dauert und er dafuer aber immer verlaesslich ankommt wird er das verstehen und begruessen.
3. Nicht die Puenklichkeit der Zuege, sondern der Reisenden messen! Die Frage "Wie viel spaeter waren sie zu Hause?" ueber eine Postkarte, auf der man 3 Fragen ankreuzen kann und beim verlassen des Zuges bekommt, messen. Die Statistiker filtern Falschbeantwortungen raus.
4. Der "doofen" Presse erklaeren, dass sie nicht die Kunden auf Puenktlichkeit, sondern auf Ankommen dressieren sollen.
5. Rechnertechnik benutzen! Verspaetungen aller Zuege ins RIS. Abfahrtstafeln, Handy, Ris synchron halten. Usw.
6. Oberstes Ziel ausgeben: Nicht Puenktlichkeit ist wichtig, sondern die Mitnahme und Zufriedenheit aller Reisenden!

Was du bringst sind doch olle Kamellen. Wieviel Puffer darf es denn für jeden Zug sein? Schon mal darüber nachgedacht, wieviele Trassen dann gestrichen werden müssten?

Hättest geschrieben konsequenter Infrastrukturausbau, wäre ich sofort bei dir gewesen. Aber der Bahnverkehr spielt sich halt fast nur auf engmaschigen Korridoren ab. Und die Mähr, dass mehr Fahrzeitreserven die Anschlussqualität steigert ist doch auch nicht erwiesen. Was mach ich nur mit zuviel Fahrzeitreserve wenn genau hinter der Fahrzeitreserve die Störung liegt.

Systemsicht unabdingbar

Sese, Sonntag, 19.08.2012, 12:37 (vor 4979 Tagen) @ Jan

Wenn es tatsächlich so einfach wäre, warum macht man es denn dann nicht? Fakt ist, dass ein ZuB oder ein Fdl allein nicht überblicken kann, was im System los ist. Mario-ICE und Co haben schon oft genug Beispiele gegeben, was da alles passiere kann. Beispielsweise könnte ICE 123 am Bahnhof A natürlich 5 Minuten auf die 12 Umsteiger aus einer verspäteten RB warten, die Reisenden aus der RB würden dem Zugchef bestimmt die Füße küssen. Nun weiß der ZC aber nicht, dass die Strecke zwischen Bahnhof A und B auf 10 km nur eingleisig wegen Bauarbeiten ist. Was passiert? ICE 123 fährt mit +5 in A ab, kommt zu spät zur Baustelle und statt direkt durchzufahren muss erstmal 2 Gegenzüge durchlassen, Ankunft in Bahnhof B ist dann auf einmal +15. Und der Anschluss-ICE 345 kann dort keine 20 Minuten warten. Blöd für die 150 Reisenden, die diesen Anschluss kriegen wollten und erst 2 Stunden später weg kommen. Die werden sich freuen, dass die 12 Mann aus der RB mitgenommen werden konnten. Und für 8 der 12 RB-Reisenden hätte es keinen Unterschied gemacht, ob sie in Bahnhof A oder Bahnhof B gestrandet wären.

Es gibt Millionen solcher denkbarer Konstellationen, von daher denke ich, dass eine übergeordnete Systemsicht erforderlich ist, um effektiv Anschlusssicherung zu betreiben. Bei der DB scheiterts momentan noch etwas an der Kommunikation innerhalb dieses Systems und der Geschwindigkeit der Entscheidungsfindung, so zumindest meine Sicht der Dinge.

--
Grüße,
Sese

Noch zwei Highlights...

Mario-ICE, Sonntag, 19.08.2012, 12:39 (vor 4979 Tagen) @ Jan

Was ist denn da komplex? Es ist unbestritten, dass ein Anschlusszug nicht ewig warten kann. Aber wenn der Zug tatsächlich vor der Nase abfährt, reden wir von 2-3 Minuten. Und das kann nicht sein. Aber wie ich schon weiter oben geschrieben habe, man muss auch einfach immer ein paar Minuten Puffer überall einbauen, und die fehlen eben. Nur den Fahrgästen ist das scheiß egal. Die Ärgern sich und zwar zu Recht. Ich meine, wenn hier Kommunikation auf dem kleinen Dienstweg stattfinden würde, könnte viel gewonnen werden. Zugchef 1 könnte Zugchef 2 anrufen, wir wollen abfahren, wo seit ihr? Zugchef 2 sagt, (z.B. Köln) sind grade in Deutz, also in 2 Minuten da. Zugchef 1 wartet und der Zug fährt, mit +4, höchstens +5 ab. Selbst RE´s hätten dann nicht mehr als auch +4 oder 5. Das sollte aber möglich sein. Und selbst wenn der ICE über die KRM in Köln mit +10 abfährt und noch einen RE vor sich hat, gibt er Vollgas und ist in Frankfurt nahezu pünktlich….

Bist du wirklich so naiv? Wo soll das denn hinführen. Die Zugbegleiter die quer durch Deutschland fahren kennen doch oft ihre Zubringer selbst nicht. Dein Beispiel auf einem großen Bahnhof und das Chaos ist in kürzester Zeit perfekt.
Puffer ist gut und schön nur mehr Puffer weniger Züge auf dem Netz,

Noch zwei Highlights...

br752, Sonntag, 19.08.2012, 13:25 (vor 4979 Tagen) @ Mario-ICE

Bist du wirklich so naiv? Wo soll das denn hinführen. Die Zugbegleiter die quer durch Deutschland fahren kennen doch oft ihre Zubringer selbst nicht.

Glaubst du das wirklich?

Wer 30 Jahre Zugbegleiter/-chef ist und ueberwiegend auf den gleichen Strecken faehrt kennt die wunden Punkte. Vielleicht nicht jeden Vorlaufzug, aber jeden Problemzug den er "ausbaden" muss.
Denn genau das ist auch sein Job. Der ist doch nicht bloss Fahrkartenknipser und Ansagenmacher!

Rede mal mit denen. Die kennen alle Sorgen und Probleme. Sowohl die Probleme im Fahrplan, als auch die Sorgen der Reisenden!


BR752

Noch zwei Highlights...

Mario-ICE, Sonntag, 19.08.2012, 13:33 (vor 4979 Tagen) @ br752

Bist du wirklich so naiv? Wo soll das denn hinführen. Die Zugbegleiter die quer durch Deutschland fahren kennen doch oft ihre Zubringer selbst nicht.


Glaubst du das wirklich?

Ja, sonst würde ich es nicht schreiben.


Wer 30 Jahre Zugbegleiter/-chef ist und ueberwiegend auf den gleichen Strecken faehrt kennt die wunden Punkte.

Im Fernverkehr dürfte das nur noch ein geringer Teil sein, da sonst Deutschlandweit gefahren wird.

Vielleicht nicht jeden Vorlaufzug, aber jeden Problemzug den er "ausbaden" muss.
Denn genau das ist auch sein Job. Der ist doch nicht bloss Fahrkartenknipser und Ansagenmacher!

Rede mal mit denen. Die kennen alle Sorgen und Probleme. Sowohl die Probleme im Fahrplan, als auch die Sorgen der Reisenden!


BR752

Glaube mir, mach ich genug. Ich kenne aber auch die Kehrseite der Medaille. Wenn z.B. ein Zugbegleiter aus dem Süden im Norden unterwegs ist weiß der oftmals gar nicht was es da für Anschlüsse gibt bzw. wohin die Leute wollen, wenn sie auf kleinere Bahnhöfe wollen.

Noch zwei Highlights...

Jan, Sonntag, 19.08.2012, 13:53 (vor 4979 Tagen) @ Mario-ICE

Also ein Tf muss Streckenkundig sein. Dann führt man so was eben auch für den Zugchef ein. Er ist Zugchef und sollte schon ein bisschen was wissen. Ich habe nie behauptet, dass meine Vorschläge so ohne weiteres umsetzbar sind, schon gar nicht unter den aktuellen Regelwerken. Aber so wie es ist, ist es schlecht. Es ist auch mindestens genau so naiv seitens der Bahn, 5 Minuten Anschlüsse zu "versprechen".

Zu dem Beispiel von eben, dass ICE mit +5 Minuten wegen einer eingleisigen Baustelle auf einmal +15 hat: Das ist doch quatsch, mit kleinen Reserven, etwas höher beschleunigen als normal hat der schon was aufgeholt und "flutscht" noch schnell durch. Und der entgegen kommende hat eben dann +2, das ist besser, als wenn 150 Leute doof rumstehen, und das 3X die Woche.

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Mario-ICE, Sonntag, 19.08.2012, 13:58 (vor 4979 Tagen) @ Jan

Also ein Tf muss Streckenkundig sein. Dann führt man so was eben auch für den Zugchef ein. Er ist Zugchef und sollte schon ein bisschen was wissen. Ich habe nie behauptet, dass meine Vorschläge so ohne weiteres umsetzbar sind, schon gar nicht unter den aktuellen Regelwerken. Aber so wie es ist, ist es schlecht. Es ist auch mindestens genau so naiv seitens der Bahn, 5 Minuten Anschlüsse zu "versprechen".

Zu dem Beispiel von eben, dass ICE mit +5 Minuten wegen einer eingleisigen Baustelle auf einmal +15 hat: Das ist doch quatsch, mit kleinen Reserven, etwas höher beschleunigen als normal hat der schon was aufgeholt und "flutscht" noch schnell durch. Und der entgegen kommende hat eben dann +2, das ist besser, als wenn 150 Leute doof rumstehen, und das 3X die Woche.

Aha Quatsch, na dann frag mal bei Mitarbeitern der Netzbetriebszentralen nach, welche Auswirkungen das haben kann. Ich hab es schon ein einer anderen antwort geschrieben. Ich hab nicht immer den Fahrzeitpuffer, wo ich ihn gerade gebrauchen kann.

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Jan, Sonntag, 19.08.2012, 14:02 (vor 4979 Tagen) @ Mario-ICE

Jetzt sagst du immer, alles wäre nicht möglich und es könne nicht umgesetzt werden. Was ist den dein Vorschlag? Alles einfach lassen wie es ist? Oder hast du was Besseres zu bieten. Jemand der täglich Wuppertal- Frankfurt pendelt und auf den 5 Minuten Anschluss Köln angewiesen ist, was sagt man dem? Ist doch alles gut, reg dich nicht auf das du Regelmäßig eine Stunde Verspätung hinnehmen muss, gibt ja 5€ zurück oder wie siehst du das?

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Mario-ICE, Sonntag, 19.08.2012, 14:08 (vor 4979 Tagen) @ Jan

Ich hab da kein Patentrezept. Sicher bleiben mit Korrespondenzanschlüssen die Reisezeiten kürzer als mit längeren Wartezeit. Am ende ist das ja oftmals auch das Kriterium überhaupt in den Zug zu steigen. Auf Umsteigebahnhöfen, wo ich mehrfach keinen Anschluss bekommen habe würde ich gegebenenfalls selber mehr Puffer einplanen. Die Reiseauskunft bietet ja solche Möglichkeiten.
Schön sind die Zustände in unseren größten Knotenbahnhöfen wirklich nicht, leider hat dort die infrastrukturelle Entwicklung in den letzten Jahren dem Mobilitätsbedürfnis und der Zahl der Züge nicht mehr standgehalten.

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frank_le, Sonntag, 19.08.2012, 15:48 (vor 4979 Tagen) @ Mario-ICE

Ich hab da kein Patentrezept. Sicher bleiben mit Korrespondenzanschlüssen die Reisezeiten kürzer als mit längeren Wartezeit. Am ende ist das ja oftmals auch das Kriterium überhaupt in den Zug zu steigen. Auf Umsteigebahnhöfen, wo ich mehrfach keinen Anschluss bekommen habe würde ich gegebenenfalls selber mehr Puffer einplanen. Die Reiseauskunft bietet ja solche Möglichkeiten.
Schön sind die Zustände in unseren größten Knotenbahnhöfen wirklich nicht, leider hat dort die infrastrukturelle Entwicklung in den letzten Jahren dem Mobilitätsbedürfnis und der Zahl der Züge nicht mehr standgehalten.

Ein Patentrezept habe ich auch nicht - aber vielleicht sollte die TP nach klaren Kriterien entscheiden. In der Praxis wird je nach Mitarbeiter kundenfreundlich / -kundenfeindlich entschieden.

Meine regelmäßige Herausforderung ist der Übergang vom Leipziger IC/ICE zum ICE nach Siegburg/Bonn in Frankfurt/Flughafen. Wenn der Leipziger Zug Verspätung hat geht es meist um wenige Minuten Verzögerung des ICE nach Köln/Dortmund. Mal fährt dieser pünktlich ab, mal wartet er 4 Minuten und schließt die Türen in dem Augenblick wenn der Leipziger Zug am Gleis gegenüber einfährt und ein anderes mal wartet er bis zu 8 Minuten (und ist in Siegburg dank großzügiger Reserven fast wieder pünktlich).

Sollte der ICE nicht erreicht werden geht das Lotteriespiel weiter. Hält der wenige Minuten später fahrende ICE zusätzlich in Siegburg? Wenn man nachfragt am Service-Punkt ruft der Mitarbeiter zwar bei der TP an und sagt einen meist schon vor dem Telefonat ob es was wird oder nicht (Je nachdem wer Dienst hat wird gehalten oder durchgefahren). Die ZUB melden die Umsteiger nach Siegburg zwar vor bekommen meistens aber keine Reaktion bis zur Einfahrt in Frankfurt/Flughafen. (Wenn man kurz vor der Einfahrt bei Zugchef nachfragt liegt keine Rückmeldung vor und diese empfehlen dann den Gang zum ServicePoint)

Auf der Strecke Frankfurt/Flughafen - Köln gibt es m.E. keine Infrastruktur-Mängel und auch keine Zugfolge-Probleme. Wenn die ICE die wenige Minuten warten bzw. einen Zusatzhalt in Siegburg einlegen sind diese in Köln wieder pünktlich.

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ICE-TD, Montag, 20.08.2012, 00:03 (vor 4979 Tagen) @ frank_le

Ein Patentrezept habe ich auch nicht - aber vielleicht sollte die TP nach klaren Kriterien entscheiden. In der Praxis wird je nach Mitarbeiter kundenfreundlich / -kundenfeindlich entschieden.

Ich hatte mal einen IC, da war der TP-Mitarbeiter sehr kundenfreundlich, wir haben auf einen Zug aus Westerland in Altona Anschluß abgewartet, sind mit gut 5 min Verspätung abgefahren, die Reisenden werden dem "kundenfreundlichen" TP-Mitarbeiter sehr dankbar gewesen sein. Durch die Verspätung kam es zu mehreren Zugfolgeproblemen auf dem Weg bis ins Ruhrgebiet, die Folge war gut 15 min Verspätung in Dortmund und auch in Köln, alle Anschlüsse natürlich weg, die Reisenden werden dem "kundenfreundlichen" Mitarbeiter der für das Anschlußabwarten gesorgt hat bestimmt heute noch sehr "dankbar" sein.

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frank_le, Montag, 20.08.2012, 00:31 (vor 4979 Tagen) @ ICE-TD

Ein Patentrezept habe ich auch nicht - aber vielleicht sollte die TP nach klaren Kriterien entscheiden. In der Praxis wird je nach Mitarbeiter kundenfreundlich / -kundenfeindlich entschieden.


Ich hatte mal einen IC, da war der TP-Mitarbeiter sehr kundenfreundlich, wir haben auf einen Zug aus Westerland in Altona Anschluß abgewartet, sind mit gut 5 min Verspätung abgefahren, die Reisenden werden dem "kundenfreundlichen" TP-Mitarbeiter sehr dankbar gewesen sein. Durch die Verspätung kam es zu mehreren Zugfolgeproblemen auf dem Weg bis ins Ruhrgebiet, die Folge war gut 15 min Verspätung in Dortmund und auch in Köln, alle Anschlüsse natürlich weg, die Reisenden werden dem "kundenfreundlichen" Mitarbeiter der für das Anschlußabwarten gesorgt hat bestimmt heute noch sehr "dankbar" sein.

Lies doch bitte meinen Beitrag komplett bis zum Ende. Es geht um eine reine HGV-Strecke mit ausreichenden Fahrzeitreserven und davon dass es scheinbar keine einheitlichen Regelungen gibt. Gleiche Verspätung, gleicher Wochentag --> 4 Varianten in der Anschlusslotterie.

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Mario-ICE, Montag, 20.08.2012, 01:08 (vor 4979 Tagen) @ frank_le

Ein Patentrezept habe ich auch nicht - aber vielleicht sollte die TP nach klaren Kriterien entscheiden. In der Praxis wird je nach Mitarbeiter kundenfreundlich / -kundenfeindlich entschieden.


Ich hatte mal einen IC, da war der TP-Mitarbeiter sehr kundenfreundlich, wir haben auf einen Zug aus Westerland in Altona Anschluß abgewartet, sind mit gut 5 min Verspätung abgefahren, die Reisenden werden dem "kundenfreundlichen" TP-Mitarbeiter sehr dankbar gewesen sein. Durch die Verspätung kam es zu mehreren Zugfolgeproblemen auf dem Weg bis ins Ruhrgebiet, die Folge war gut 15 min Verspätung in Dortmund und auch in Köln, alle Anschlüsse natürlich weg, die Reisenden werden dem "kundenfreundlichen" Mitarbeiter der für das Anschlußabwarten gesorgt hat bestimmt heute noch sehr "dankbar" sein.


Lies doch bitte meinen Beitrag komplett bis zum Ende. Es geht um eine reine HGV-Strecke mit ausreichenden Fahrzeitreserven und davon dass es scheinbar keine einheitlichen Regelungen gibt. Gleiche Verspätung, gleicher Wochentag --> 4 Varianten in der Anschlusslotterie.

Es gibt schon einheitliche Regeln, aber wie das so immer ist eine Regel hat auch Abweichungen.

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br752, Sonntag, 19.08.2012, 13:56 (vor 4979 Tagen) @ Mario-ICE

Glaube mir, mach ich genug. Ich kenne aber auch die Kehrseite der Medaille. Wenn z.B. ein Zugbegleiter aus dem Süden im Norden unterwegs ist weiß der oftmals gar nicht was es da für Anschlüsse gibt bzw. wohin die Leute wollen, wenn sie auf kleinere Bahnhöfe wollen.

Stimmt, aber man muss nicht immer die Ausnahme als Regel darstellen!

Mir wuerde reichen, wenn man die 80% der vermeidbaren Problemfaelle auch vermeiden wuerde.

BR752

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Mario-ICE, Sonntag, 19.08.2012, 14:03 (vor 4979 Tagen) @ br752

Glaube mir, mach ich genug. Ich kenne aber auch die Kehrseite der Medaille. Wenn z.B. ein Zugbegleiter aus dem Süden im Norden unterwegs ist weiß der oftmals gar nicht was es da für Anschlüsse gibt bzw. wohin die Leute wollen, wenn sie auf kleinere Bahnhöfe wollen.


Stimmt, aber man muss nicht immer die Ausnahme als Regel darstellen!

Dann fang mal damit an. Dass Sichtanschlüsse in die Hose gehen ist auch nicht täglich und trotzdem ärgerlich. Und die Anschlusssicherung aller Anschlüsse liegt bei weit über 80 %.


Mir wuerde reichen, wenn man die 80% der vermeidbaren Problemfaelle auch vermeiden wuerde.

BR752

Es gibt auch gute Anschlüsse

Jan, Sonntag, 19.08.2012, 14:07 (vor 4979 Tagen) @ Mario-ICE

Keine Frage, viele Anschlüsse sind auch sehr Zuverlässig. Wenn ich mit meinem Provinz RE komme und in Köln Hbf 20 Minuten Umsteigezeit habe, das klappt eigentlich 10 von 10mal. Genauso gibt es aber Anschlüsse (nicht nur FV) die gehen 5 von 10mal schief, 3mal klappen sie nur mit rennen (als Beispiel MO-FR Anschluss in Neuss Hbf von RE7 auf S8 Richtung Mönchengladbach).

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br752, Sonntag, 19.08.2012, 14:22 (vor 4979 Tagen) @ Mario-ICE

Mit verlaub: Willst du micht nicht verstehen?

Ich rede nicht ueber Anschluesse die gehalten werden, sondern dass man ohne grossen Aufwand 80% der "verlorenen" Anschluesse retten koennte WENN MAN WOLLTE!


BR752

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Mario-ICE, Sonntag, 19.08.2012, 14:28 (vor 4979 Tagen) @ br752

Mit verlaub: Willst du micht nicht verstehen?

Ich rede nicht ueber Anschluesse die gehalten werden, sondern dass man ohne grossen Aufwand 80% der "verlorenen" Anschluesse retten koennte WENN MAN WOLLTE!


BR752

Ich kontere nur in deinem Muster. Wie machen wir das denn die 80% verlorene Anschlüsse zu retten. Warten bis alle da sind?

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br752, Sonntag, 19.08.2012, 14:42 (vor 4979 Tagen) @ Mario-ICE

Bitte tue nicht so scheinheilig.

Du hast doch meinen Beitrag ein wenig hoeher gelesen.
Da sind doch einige Vorschlaege drin.

Antwortest du nur noch des antwortens wegen?

Ich hoere jetzt damit auf.

BR752

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Mario-ICE, Sonntag, 19.08.2012, 15:30 (vor 4979 Tagen) @ br752

Bitte tue nicht so scheinheilig.

Du hast doch meinen Beitrag ein wenig hoeher gelesen.
Da sind doch einige Vorschlaege drin.

Antwortest du nur noch des antwortens wegen?

Ich hoere jetzt damit auf.

BR752

Ich hatte auch darauf geantwortet und genau das verbessert auch keine Anschlussqualität. Mal was Blaues vom Himmel zaubern und dann ist die Welt wieder in Ordnung funktioniert so leider nicht.
Ich habe dir doch schon einige Punkte widerlegt.

EOD

br752, Sonntag, 19.08.2012, 15:31 (vor 4979 Tagen) @ Mario-ICE

- kein Text -

EOD

Mario-ICE, Sonntag, 19.08.2012, 15:33 (vor 4979 Tagen) @ br752

Klar wenn man sein Weltbild nicht durchbekommt, dann beendet man die Diskussion. Schöne einfache Welt.

Noch zwei Highlights...

Matze86, München, Sonntag, 19.08.2012, 20:37 (vor 4979 Tagen) @ Mario-ICE

1.) ICE aus München ist bis Einfahrt Hannover pünktlich, landet aber letztendlich mit +11 am Bahnsteig, IC Richtung Bremen fährt vor der Nase davon...

2.) ICE aus München hat in Hamburg ca. +20, laut Ansage steht IC Richtung Westerland abfahrbereit am Bahnsteig, leider reichte es auch da nur zu einem Sichtanschluss...


Es bringt nur rein gar nichts ohne Zugnummer und Datum hier so etwas zu vermelden. Es würde das Forum sprengen wenn jeder Anschlussverlust auf einzelnen Bahnhöfen hier genannt wird. Als quasi Dritte können wir die einzelne Situation eh nicht abschließend beurteilen. Wer oder was den Anschlussverlust hätte verhindern können lässt sich auch hier nicht beurteilen.
Richtig ist , dass solche Sachen aber möglichst vermieden werden sollten, manchmal sind die Dinge jedoch komplexer als man denkt.

Wenn durchgesagt wird, dass der Zug warten wird, gehe ich davon aus, dass es von der TP bestätigt wurde.
Der erste Fall wurde mit einem Bahner besprochen, der mehrere Jahre in der TP tätig war: Er meinte, dass das nicht so sein sollte.

Noch zwei Highlights...

Mario-ICE, Sonntag, 19.08.2012, 22:33 (vor 4979 Tagen) @ Matze86

1.) ICE aus München ist bis Einfahrt Hannover pünktlich, landet aber letztendlich mit +11 am Bahnsteig, IC Richtung Bremen fährt vor der Nase davon...


Wenn durchgesagt wird, dass der Zug warten wird, gehe ich davon aus, dass es von der TP bestätigt wurde.
Der erste Fall wurde mit einem Bahner besprochen, der mehrere Jahre in der TP tätig war: Er meinte, dass das nicht so sein sollte.

Richtig und er wird sicher auch bestätigt worden sein, aber garantiert zu einem Zeitpunkt wo der Zug noch annähernd pünktlich war. Dann erhält der Abbringer eine Information, dass er bis xx:yy warten soll. Das wird er auch gemacht haben. Da DB Netz aber nicht mehr das Abwarten von Anschlüssen mit Signalbedienung regeln soll/darf erhält der Abbringer die Zustimmung zur Abfahrt je nach betrieblicher Möglichkeit. Ist die Zeit bis zu der gewartet werden sollte ran und die Zustimmung zur Abfahrt vorhanden geht die Post ab. Leider ist das das größte Problem mit der Anschlussgestaltung wenn von der Anschlussentscheidung bis zur Ankunft am Bahnsteig noch etwas unerwartetes passiert. Da lässt sich bei den derzeitigen Kommunikationswegen für Anschlüsse nichts mehr retten. Das geht übrigens allen EVU so.

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