zu Zügen in den Kanada und den USA (Allgemeines Forum)

Meinrad aus Kanada, Oakville, Canada, Mittwoch, 09.05.2012, 03:15 (vor 5082 Tagen) @ safe go

Mir ist aus irgendeiner Vorlesung in den letzten Wochen in Erinnerung geblieben, dass man zum Teil die Bremsung parallel an beiden Enden des Zuges einleitet. Die Kommunikation mit dem Zugschluss (und den dortigen Einrichtungen - Ventil oder was auch immer) geschieht über Funk.

Kennst Du derartiges?

Auf Steilstrecken (mehr oder weniger alles westlich von Denver oder Calgary) gibt es "pushers", das sind festverkoppelte Loks am Schluss des Zuges. Sie sind funkgesteuert, und die Bremsventilansteuerung kommt dann beidseitig. Noch extremer ist der Betrieb der "British Columbia Railway" in Kanada. Dort wird auf einer Strecke mit Kurvenradien bis runter auf 120m und Gradienten von 2% mit "intermediate slaves" gefahren. Bis zu 12 Lokomtiven pro Zug, verteilt in Zweiergruppen. Hier gibt es dann nicht die gefuerchtete Verzoegerung, die man auch in dem Video gesehen hat. Ich habe noch einen Artikel beigefuegt. Er bedient sich zwar des amerikanschen Masssytems (das jeden SI-Gewoehnten zur Weissglut bringt), aber der Artikel zeigt trotzdem den Unterschied zwischen dem amerikanisch-kanadischen Bremssystem und dem europaeischen System auf. Man bedenke, dass der als Beispiel gewaehlte 4000t-Zug auf Hauptbahnen noch ein putziges Zueglein ist. Ich habe schon einmal ueber 240 Container auf einem Zug gezaehlt.
Bremsen auf US-Zuegen


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