Zwei Gesichter: Chemnitz Hbf (60 Bilder) , Teil 1 (Allgemeines Forum)

Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 03.05.2012, 11:19 (vor 5122 Tagen)
bearbeitet von Sören Heise, Donnerstag, 03.05.2012, 11:19

Moin!

Die Industriestadt Chemnitz liegt am Nordrand des Erzgebirges. Sie ist Oberzentrum für die Region und auch ein bedeutender Eisenbahnknoten. Ihr Hauptbahnhof hat zwei Gesichter. Auf den Zugreisenden wirkt er völlig anders als auf den, der aus der Stadt kommt. Nachfolgend einige Bilder vom 25. April diesen Jahres. Der Bahnhof befindet sich seit geraumer Zeit im Umbau. Während die Umstellung auf moderne Stellwerkstechnik mittlerweile vollzogen ist, dauern umfangreiche Gleisarbeiten, darunter die Verknüpfung von Eisenbahn und Straßenbahn, an.


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Beginnen wir direkt unterhalb des Bahnhofes.


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Unter dem Nordende der Bahnsteighalle (oben zu sehen) verläuft ein langer Fußgängertunnel, die sogenannte Bazillenröhre, unter dem Bahnhof hindurch. Der helle Fleck im Tunnel ist das Ostende.

Zu sehen ist der Kontrast zwischen dem alten Mauerwerk und der draufgesetzten modernen Bahnhofshalle.


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Innendrin ist es nicht wirklich angenehm. Der Tunnel soll offenbar durch eine Verlängerung des Personentunnels des Bahnhofes auf die Ostseite ersetzt werden.


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Draußen ist Baustelle. Hier der Rest des außerhalb der Halle liegenden Inselbahnsteiges 15/16. Im Zuge der Umstellung auf die moderne Signaltechnik verlor er seine Funktion und wurde abgebaut.


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Ein Blick von Südosten. Links das historische Empfangsgebäude, rechts die moderne Bahnsteighalle.

Im Jahr 1852 wurde Chemnitz mit der Bahnstrecke von Riesa ans Eisenbahnnetz angeschlossen. 1858 erfolgte ihre Verlängerung nach Zwickau. Seit 1869 kann man Dresden auf direktem Weg erreichen, 1872 folgte die Strecke nach Leipzig. Kurz nach dem Jahr 1900 war das Eisenbahnnetz um Chemnitz komplett. Die Nebenbahnen nach Limbach-Oberfrohna und Wechselburg - Rochlitz werden heute nicht mehr bedient, letztgenannte ist abgebaut.


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Von einer Behelfsstraßenbrücke geht der Blick über das südliche Vorfeld zum Bahnhof. Wegen Bauarbeiten besteht eingleisiger Betrieb.


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Schräg vor dem Bahnhof die Straßenbahnhaltestelle. Wegen Bauarbeiten können derzeit nur Zweirichtungsfahrzeuge eingesetzt werden, da die Blockumfahrung außer Betrieb ist. Variobahn 903 auf Linie 2 nach Bernsdorf.


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Hinter einem großen leeren Platz das Portal des Empfangsgebäudes. Bemerkenswert ist, daß neben der DB auch der lokale Verkehrsverbund, der VMS, über dem Portal vertreten ist.


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Eine Gedenktafel für Richard Hartmann. Er wurde im Elsaß geboren.


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Ein Blick in die Halle. U-Bahn, Schlecker, Wiener Feinbäcker.
Draußen zuhause sehe ich immer erst auf den Bildern.

Die Empfangshalle wurde im noch jungen Kaiserreich fertiggestellt. Die die Gleise überspannende Halle wurde 1975 fertiggestellt, 30 Jahre nachdem ihr Vorgänger zuerstört wurde. Dieser Zeitunterschied von 100 Jahren macht den Chemnitzer Hauptbahnhof bemerkenswert. Wer der erste Mal mit dem Zug in Chemnitz ankommt, reibt sich verwundert die Augen, wenn er aus der modernen Bahnsteighalle ins Empfangsgbäude tritt und der Bahnhof plötzlich ganz anders aussieht.


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Die Modellbahnanlage. Auch mit Miefquirl. Die Berge als Hintergrund sehen nicht nach Erzgebirge aus.


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Aus der Halle geht es durch einen Durchgang in eine zweite Halle. Hier sind die Buchhandlung, der Brezelbäcker und die Bahn zu finden.


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Rechts runter geht es in den Tunnel. Da kommen wir später hin.


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Die Chemnitzer Modellschau hatte laut Ausgang das nächste Mal am 2. Mai offen, von 15 - 16 Uhr. Wie es aussieht, hat er einmal die Woche eine Stunde offen, Termine beim VMS.


Mittlerweile sind wir in der imposanten Bahnsteighalle angekommen.


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Auf Gleis 5 steht Regioshuttle 513 (650 051) der City-Bahn Chemnitz zur Fahrt nach Burgstädt bereit.


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Ein Blick aus der Halle hinaus. Gleise und Signale sind neu.


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Ein Blick zurück auf die Halle. Rechts entsteht die Verknüpfung zur Straßenbahn.


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Ein Blick auf den Rest der Halle. Ein Fischauge müßte man haben, dann bekäme man die ganze Halle auf ein Bild.


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Eine Kanzel in der Halle. Wozu diente sie früher?
Rechts im Bild der Zug von Dresden nach Nürnberg.


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Neugierig war er!


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Ein abgestelltes Edel-U-Boot (229 120), der Regioshuttle nach Hainichen und rechts auf dem durchgehenden Gleis ein Triebwagen der Erzgebirgsbahn.


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Die Südfront der Kopfbahnsteige ziert diese Wellblechfassade - rechts das Loch für die Citybahn.


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An einem bahnsteiglosen Gleis 642 200 "Bergstadt Lengefeld" der Erzgebirgsbahn.

Das hochwertigste Zugangebot in Chemnitz ist der Vogtlandexpreß der Vogtlandbahn. Er verkehrt an einigen Wochentagen zwischen dem Vogtland und Berlin, eingesetzt werden Triebwagen der Baureihe 642.
Die beiden Chemnitz anfahrenden Regionalexpreß-Linien fahren mit der Baureihe 612: Nürnberg - Dresden und Chemnitz - Leipzig. Letzte bietet in Leipzig sehr schlanke Anschlüsse an den Intercity in Richtung Hannover. Einst fuhr auch der Regionalexpreß aus Göttingen bis Chemnitz, dieser wurde mittlerweile bis Glauchau zurückgezogen.
Die Strecken von Dresden nach Zwickau (und weiter) sowie von Chemnitz nach Elsterwerda sind elektrifiziert, als Regionalbahn verkehren hier Elloks der Baureihe 143 mit zwei modernen Doppelstockwagen.
Der restliche Nahverkehr ist in der Hand von Dieseltriebwagen: Die Citybahn fährt nach Burgstädt (Strecke nach Leipzig) sowie Hainichen mit Regioshuttles, die Nebenstrecke nach Aue sowie die beiden in Flöha von der Strecke nach Dresden abzweigenden Strecken (einmal über Annaberg-Buchholz und Cranzahl ins böhmische Weipert und die andere via Pockau-Lengefeld nur noch nach Olbernhau-Grünthal, mit Zweig von Pockau-Lengefeld nur noch nach Marienberg) bedient die DB-Tochter Erzgebirgsbahn mit Desiros der Baureihe 642 (sie verfügen über ein besonderes Sitzdesign). Diese Strecken wurden in den letzten Jahren saniert, dennoch ist der Bus zu einigen Orten weiterhin schneller.


Fortsetzung folgt.


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