Goslar - Der Bahnhof und seine Kaiserstadt, Teil 2 (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 26.04.2012, 10:08 (vor 5077 Tagen) @ Sören Heise

Fortsetzung.

Das Kaiserhaus.
Der heutige Palas wurde um 1050 unter Kaiser Heinrich III. (sein Herz ruht in der links zu sehenden Ulrichskapelle) errichtet. Etwa 40 Jahre zuvor entstand ein erster Pfalzbau. Aufgrund des nahen Rammelsberges war Goslar ein beliebter Aufenthaltort der deutschen Kaiser. Nach 1253 begann der Niedergang. 1868 bis 1879 wurde das Bauwerk restauriert und im Stil der Zeit ausgeschmückt. Die zu sehenden Reiterstandbilder (Friedrich I., 1155 - 1190 deutscher Kaiser, sowie Wilhelm I., 1871 - 1888 deutscher Kaiser) sowie die Nachbildungen des Braunschweiger Löwen sind nicht original.


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Auf dem Aral eine Gedenkstätte für Vertriebene und Kriegsgefangene.


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Über die Dächer geht der Blick zur Marktkirche.


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Die Neuwerkkirche stammt aus dem 12. Jahrhundert. Rechts die Türme der Jakobikirche.


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Wenige Meter weiter sind wir wieder am Achtermann. Hier befindet sich eine Fußgängerbrücke, die einen Blick über den Bahnhof ermöglicht. Vor dem Stellwerk Go eine Fußgängerunterführung, die einen hier befindlichen Bahnübergang ersetzte.


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Nachdem ich den VPS-Zug zu spät bemerkt hatte, gelang hier ein Notschuß auf 648 265, der von Bad Harzburg nach Holzminden unterwegs war.


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Weil's so schön (fotografierbar) ist: Das Stellwerk Go.
Eigentlich sollte man die Stellwerks- und Signaltechnik in Goslar und Bad Harzburg unter Denkmalschutz stellen und der Nachwelt in Betrieb erhalten. Aber in einigen Jahren hält auch hier moderne Stellwerkstechnik Einzug.


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Mann kann nur hoffen, daß dann McDonald's eine Trainspotter-Lounge einrichtet.


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Im Gebüsch eine Kuppelachse der 012 077-4. Dies als Erinnerung an den letzten planmäßigen Einsatz einer Dampflok im Raum Goslar am 29.5.1976.


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Die Strecke zwischen Hannover, Goslar und Bad Harzburg wird von der 218 im Zweistundentakt gefahren. Mit dem werktäglichen Schülerzug hat 218 447 ihr Tagwerk getan und ruht sich auf dem Abstellgleis bis zum nächsten Morgen aus.


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Mit 50 km/h verlassen wir Goslar.


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Gute Reise!


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Viele Grüße, Sören


Literatur:

Ulrich Herz, Bw Goslar. Ein Nordharzer Bahnbetriebswerk der Dampflokzeit. Goslar [sup]3[/sup]2004.
Peter L. Pechstein und Jan Pechstein, «Harz „in Form” (3)». In Drehscheibe 238 (März/April 2012), S. 107-109.

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Verstehen Sie Bahnhof!
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