Goslar - Der Bahnhof und seine Kaiserstadt (Reiseberichte)

Sören Heise @, Region Hannover, Donnerstag, 26.04.2012, 10:07 (vor 2962 Tagen)
bearbeitet von Sören Heise, Donnerstag, 26.04.2012, 10:08

Moin!

Goslar, die Kaiserstadt am Harz.

Nicht nur die Altstadt ist sehenswert. Für den Eisenbahnfreund bietet auch der Bahnhof viel Interessantes. Die Bahnsteige sind mittlerweile modernisiert, aber die Technik ist noch alt und die Formsignale teilweise ungewöhnlich.

Nachfolgend 43 Bilder vom 19. April, neben dem Bahnhof auch einige aus der Altstadt.

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Beginnen wir mit P1. Das Ausfahrsignal an Gleis 1 in Richtung Oker wurde unter dem Bahnsteigdach als Zwergsignal errichtet. Seit einem kürzlich erfolgten Umbau ist Gleis 1 nur noch aus Richtung Seesen zu erreichen. Früher hielten hier auch die Züge aus Richtung Hannover, da wäre statt 648 253 vielleicht 218 447 im Bild gewesen.


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648 253 verschwindet nach Bad Harzburg und gibt den Blick auf zwei weitere Ausfahrsignale frei. P3 am durchgehenden Hauptgleis ist ebenfalls verkürzt, da hinter dem Bahnsteigdach.


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P1, diesmal in Haltstellung.


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Der Antrieb des Signals.


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Die Silhouette der Stadt begrüßt die Zugreisenden. Das kleine k ist nicht korrekt, wie der Schriftkundige sofort sieht.


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Ehemals im Dienst der Eisenbahn (1893 bis 1911 befand sich hier das Bahnbetriebswerk, später waren es Abstellgleise), dient das Areal an Gleis 1 heute der Gummieisenbahn.

Links ein Setra in Lackierung der Regiobus Hannover auf Linie 822 (wohl ein Subunternehmer der Regionalbus Braunschweig), rechts ein Mercedes der Regionalbus Braunschweig in aktueller Lackierung auf Linie 830 nach Clausthal-Zellerfeld. Er nimmt nicht den Weg entlang der leider eingestellten Innerstetalbahn, sondern fährt über Hahnenklee, bekannt durch seine Stabkirche nach norwegischem Vorbild.


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Der Abgang zum Personentunnel.


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Der sehr nüchtern gehaltene Personentunnel vom hinteren Bahnsteig aus gesehen.


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Der Rest der Güterabfertigung. Im Vordergrund ein Stahlpendel der Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter.


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Das Westende der Bahnsteige mit den Ausfahrsignalen von Gleis 2, Gleis 4 und Gleis 5 sowie diversen Haltetafeln.


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Blick in die Gegenrichtung. Zwischen den Gleisen weitere Haltetafeln. Zwischen Bahnhofsgebäude und Harz die Türme der Neuwerkkirche.


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Ausfahrsignal N5. Links im Hintergrund das Fahrdienstleiterstellwerk Gwf.


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Ausfahrsignal N4, das zweite Zwergsignal. Im Hintergrund wiederum Gwf.


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Eine alte Fernsprecherbude auf dem hinteren Bahnsteig. Das antike Telefon scheint noch in Betrieb zu sein, es wurde zuletzt im Mai 2011 durch DB Systel geprüft. Im Hintergrund Teile der aktuellen Bahnsteigmöblierung.


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Vom hinteren Bahnsteig bietet sich ein Blick auf die Ausfahrsignale an Gleis 1 und Gleis 2.


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Blick in Richtung Oker. Wenn man die Bahnsteiglampe außer Acht läßt, sieht man den Achtermann, vor ihm das Stellwerk Go, das Ausfahrsignal P5 sowie das romanische Bahnhofsgebäude (das ich leider nicht im Detail zeigen kann).


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Auf diesem leicht gegenlichtigen Bild sieht man die Ausfahrsignale (v.l.n.r.) von Gleis 3, Gleis 1 und Gleis 2. Das Empfangsgebäude hinter erstgenanntem, der Treppenabgang rechts gerade nicht mehr im Bild. Der Berg im Hintergrund müßte der Rammelsberg sein, mit seinem Bergwerk die Quelle des Goslarar Wohlstands.


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Ein Blick ins Empfangsbäude. Die resautierte Decke kommt hier leider nicht zur Geltung.
Das Empfangsgebäude wurde 1900 bis 1902 umgebaut. Die Bahnhofsbuchhandlung befindet sich im ehemaligen Wartesaal 1. und 2. Klasse, hinten die Uhr in demjenigen für die Holzklassen. Zu den Bahnsteigen ging es früher da, wo rechts die beiden Fenster zu sehen sind.

Seinen ersten Eisenbahnanschluß erhielt Goslar 1866 von Vienenburg aus. Erst 1883 waren direkte Fahrten in Richtung Langelsheim (weiter nach Seesen - Kreiensen) und Grauhof (weiter nach SZ-Ringelheim - Hildesheim) möglich. 1912 schließlich wurde die Strecke Oker - Bad Harzburg eröffnet.


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Der neue Teil des Empfangsgebäudes. Der alte Haupteingang ist heute das große Fenster rechts vom Auto.


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Im Hintergrund der neue Teil, heute als einziger für Reisende zugänglich. Rechts das ursprüngliche Empfangsgebäude, das heute u.a. Diensträume der Regionalbus Braunschweig beherbergt. Die Stadtbusse halten hier.


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Neben der Filiale eines Fastessenkonzerns das Stellwerk Go. Wie auch Gwf am Westkopf wurde dieses Stellwerk im Jahr 1894 in Betrieb benommen. Die Abnahme fand am 9. Juni, nach Ankunft des Zuges 248, statt.


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Gegenüber im Hotel dieses Ladengeschäft.

Wir verlassen jetzt den Bahnhof und begeben und auf eine kleine Runde durch die Altstadt.


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An der Haltestelle Rathaus (es selber ist nicht im Bild) Bus 112 der Stadtwerke Goslar auf Linie 802 zum Krankenhaus.


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Das Brusttuch, eines der bekannten Häuser Goslars. Es wurde 1521 errichtet.


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Auf dem Marktplatz. Auf dem Brunnen eine Kopie des Reichsadlers. Das Haus im Hintergrund hat ein Glockenspiel mit Figurenumlauf, wie es so schön heißt.


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Das Hotel Kaiserworth. Im späten 15. Jahrhundert erbaut, diente es anfangs der Gewandschneidergilde.


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Das Rathaus wird derzeit saniert. Im Hintergrund die beiden Türme der Marktkirche St. Cosmas und Damian.


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Die Abzucht. Im linken Gebäude das städtische Museum.


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Blick über den Hohen Weg zur Marktkirche.


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Wenige Meter weiter das mittelalterliche Hospiz Großes Heiliges Kreuz.


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Die Domvorhalle. Die Stiftskirche St. Simon und Judas, der sogenannte Dom, wurde 1050 geweiht und 1819 abgebrochen. Dieser letzte bauliche Rest stammt aus der Mitte des 12. Jahrhunderts.


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Fortsetzung folgt.

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