Neues Fahrzeugmaterial auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim? (Aktueller Betrieb)

dobal, Mittwoch, 04.01.2012, 09:17 (vor 5315 Tagen) @ sflori

Zumindest beim 0.09 Uhr ab Mannheim hab ich auch mal mitbekommen, dass der n-Wagen-Zug einfach ein bisschen zu lang für einzelne Unterwegsbahnsteige ist. Darum gibts ne Anweisung, dass der letzte Waggon (also der Steuerwagen) zu verschließen ist.

Im konkreten Fall hat das damals zu ziemlichem Ärger in Mannheim Hbf. geführt, da ein Rollstuhlfahrer mit wollte, die Schaffnerin den Transport jedoch mit der Begründung verweigert hat, der Steuerwagen (mit Rollstuhlrampe und breiten Türen) dürfe laut Dienstanweisung auf dieser Fahrt nicht von Fahrgästen benutzt werden.

Völlig zurecht, wie ich finde. Während ich das Verhalten der Angestellten formal noch irgendwie nachvollziehen kann (menschlich eher nicht), muss man sich die Planung - sollte der Sachverhalt wie beschrieben stimmen - mal auf der Zunge zergehen lassen:
Da konzipiert man einen Zug, der planmäßig zu lang ist und verschließt den augenscheinlich einzigen ausgestatteten Wagen für die Menschen mit den entsprechenden Bedürfnissen. Noch dazu scheint es sich um den allerletzten Zug auf dieser Relation zu handeln. Astrein ... und imho ein Fall für eine Klage.

Wäre es aus pragmatischen Gesichtspunkten nicht möglich, entweder wenigstens einen anderen entsprechend ausgestatteten Wagen einzureihen oder aber im konkreten Fall an den Halten so weit vorzufahren, dass eben der erste Wagen verschlossen werden muss?


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