Kaltes Leder und Erfrischungstücher - Willkommen in der 1. (Reiseberichte)

indy3, Montag, 12.09.2011, 13:12 (vor 5302 Tagen)
bearbeitet von indy3, Montag, 12.09.2011, 13:17

Hallo,

ich habe heute beschlossen, dass es an der Zeit ist mal ein 1. Klasse Upgrade zu wagen.
Da ich noch nie 1. Klasse im ICE(1) gefahren bin, war das eine neue Erfahrung für mich alles in allem.

Ich finde das Design und das kalte rutschige Leder der Sitze zunächst gar nicht so angenehm. Außerdem sind die 2er Sitzgruppen für die Einzelbelegung und "Langmachen" zum Dösen für mich schlechter als die in der 2. Klasse. Am besten fand ich es daher auf dem Einzelsitz, wo ich es mir abgestützt auf meinen Rucksack bequem machte.

Von meinem laut funktionierender Reservierungsanzeigen freien Sitzplatz, wurde ich schnell vertrieben. Soweit also zum Sinn und Unsinn von Reservierungen. Jedoch konnte ich im nur halbvollen bahn.comfort-Bereich zwischen verschiedenen attraktiven Optionen wählen. Dabei stellt sich mir die Frage, gilt der bahn.comfort Status meiner BC100 2. Klasse auch bei der Verwendung mittels Upgrades in der 1. Klasse?

Nach kurzer Zeit reichte ein Lakai Erfrischungstücher und Karamellplätzchen. Insbesondere die Erfrischungstücher fand ich angesichts kalter Luft und kalter Ledersitze reichlich deplatziert.

Gut gefallen hat mir das insgesamt größere Platzangebot und auch die soliden Tische, die zum angenehmen Arbeiten einladen. Dabei finde ich schade, dass die Klapptische am Sitz genauso mittemäßig sind wie in der 2. Auch war das Publikum recht interessant und nicht nervig. Gefallen hat mir ebenfalls der Am Platz Service und die allgemein gesteigerte Aufmerksamkeit und Ordnungsliebe in der 1. Klasse.

Am Zielort Berlin angekommen, verweilte ich noch kurz in der DB-Lounge und fand den Service im 1. Klasse Bereich ebenfalls zuvorkommend und gut. Ein mit angebotenes Tomate-Mozzarella-Sandwich lehnte ich zwar schaudernd ab, da ich an das im Bordbistro verkaufte Produkt unter diesem Namen denken musste. Aber vielleicht versuche ich es nächstes Mal.

Bezogen auf den Zug finde ich die Vorteile der 1. Klasse recht mau. Am meisten reizen würden mich noch die im Vergleich zur 2. Klasse geringere Auslastung, das größere Platzangebot sowie die Einzelsitze. Außerdem ist es ein gutes Gefühl abseits vom gemeinen Volk zu sitzen. Die Lounge mit ihrem erweiterten Getränkeangebot sowie den Snacks wäre da schon eher ein Argument für die 1.

Insgesamt finde ich den Aufpreis happig und werde die 1. Klasse wohl weiterhin nur mit Upgrades nutzen. Eine konsequente Nutzung der 1. käme für mich vor allem in Frage, wenn der Arbeitgeber zahlt oder wenns mir um das Geld nicht schade wäre.
Schon am Bahnsteig am Ausgangsort fiel mir auf, dass ich im Bereich der 1. Klasse Waggons der einzige ohne Anzug war. Von daher scheinen nicht viele Leute die 1. zu nutzen. Vermutlich aus ähnlichen Gründen.

Im Sommer bin ich in Portugal 1. Klasse Alfa Pendular gefahren. Nicht nur dass die SItze gemütlicher waren (satte Polster und breite flauschige Armlehnen), es wurde auch ein besserer Service geboten. Obendrein war der Aufpreis nicht annähernd so happig wie im ICE bei uns in Deutschland.

Grüße,
indy

Kaltes Leder und Erfrischungstücher - Willkommen in der 1.

markman, Montag, 12.09.2011, 14:13 (vor 5301 Tagen) @ indy3
bearbeitet von markman, Montag, 12.09.2011, 14:13

Hallo,

Schon am Bahnsteig am Ausgangsort fiel mir auf, dass ich im Bereich der 1. Klasse >Waggons der einzige ohne Anzug war. Von daher scheinen nicht viele Leute die 1. zu >nutzen. Vermutlich aus ähnlichen Gründen.

na, bitte nicht zu steif das Ganze sehen. Ich fahre mit Jeans und Sneaker, ganz ganz selten mit Anzug in der 1. Klasse mit meiner BC100 und fühle mich nicht deplaziert:-)

Gruß,
Markman

Kaltes Leder und Erfrischungstücher - Willkommen in der 1.

indy3, Montag, 12.09.2011, 15:24 (vor 5301 Tagen) @ markman

Hallo,

Schon am Bahnsteig am Ausgangsort fiel mir auf, dass ich im Bereich der 1. Klasse >Waggons der einzige ohne Anzug war. Von daher scheinen nicht viele Leute die 1. zu >nutzen. Vermutlich aus ähnlichen Gründen.


na, bitte nicht zu steif das Ganze sehen. Ich fahre mit Jeans und Sneaker, ganz ganz selten mit Anzug in der 1. Klasse mit meiner BC100 und fühle mich nicht deplaziert:-)

Mir ist das nur so aufgefallen außen auf dem Bahnsteig und im Zug, dass die Herrschaften in Uniform mengenmäßig klar dominierten. Also reine Beobachtung und keine Kritik. Deswegen habe ich mich nicht deplaziert gefühlt. War auf jeden Fall entspannter als schon manche Fahrt in der 2. Klasse, wo es doch manchmal von Schulklassen, Herrenclubs, etc. wimmelt und die haben ja immer so viel zu erzählen. In der 1. geht es doch deutlich öfter entspannt introvertiert zu, was mir sehr zusagt.

Kaltes Leder und Erfrischungstücher - Willkommen in der 1.

Matze86, München, Montag, 12.09.2011, 20:55 (vor 5301 Tagen) @ indy3

War auf jeden Fall entspannter als schon manche Fahrt in der 2. Klasse, wo es doch manchmal von Schulklassen, Herrenclubs, etc. wimmelt und die haben ja immer so viel zu erzählen. In der 1. geht es doch deutlich öfter entspannt introvertiert zu, was mir sehr zusagt.

Das ist leider nicht immer so :(

FIRST: Anzug bis Proll, alles dabei ;o)

Blackcard, Montag, 12.09.2011, 15:56 (vor 5301 Tagen) @ indy3

Danke fur Deinen gut zu lesenden, sehr interessanten Erfahrungsbericht.

Die Anzugträgerhäufigkeit ist stark relations- und zeitabhängig.
HH-B fahren z.B. viiele Springer-Fuzzis.


Es gibt in der First wirklich alles, sogar erschreckend oft merkwürdiges Publikum vom BILD-Leser bis zum Chav. ;o)

FIRST: Anzug bis Proll, alles dabei ;o)

br120fanboy, Montag, 12.09.2011, 22:23 (vor 5301 Tagen) @ Blackcard

Letztens im ICE 540 von Fr-Sa von Hannover nach Düsseldorf Flughafen.


Dort waren die Wagen der 1.Klasse relativ gut gefüllt und dass mit allem was Deutschland zu bieten hat nicht nur Anzug und andere gehobene Kleiderordnung sondern auch mehrere mit Jogging-Hose.

Auch an anderen Tagen schon Familien in der 1.Klasse zum Beispiel gesehen,beschwert über etwas Lärm haben sich die wenigsten, was mich ehrlich gesagt ein wenig gewundert hat.

Lakai? Herzlichen Dank, denn jetzt weiß ich....

liebe70, Montag, 12.09.2011, 20:44 (vor 5301 Tagen) @ indy3

Nach kurzer Zeit reichte ein Lakai Erfrischungstücher und Karamellplätzchen.

...was einige Reisende von den Mitarbeitern, die im Zug arbeiten, halten. :-( Ich bekomme Brechreize.

Insgesamt finde ich den Aufpreis happig und werde die 1. Klasse wohl weiterhin nur mit Upgrades nutzen. Eine konsequente Nutzung der 1. käme für mich vor allem in Frage, wenn der Arbeitgeber zahlt oder wenns mir um das Geld nicht schade wäre.

Hoffentlich erspart Dir Dein Arbeitgeber das - und uns auch. Das ist für Dich und uns das Beste.


Grüße von einem "Lakai"

Lakai? Herzlichen Dank, denn jetzt weiß ich....

bahnerausleidenschaft, Montag, 12.09.2011, 20:46 (vor 5301 Tagen) @ liebe70

Den gleichen Gedanken hatte ich auch beim lesen. Sehr traurig wie manche denken.

Lakai? Herzlichen Dank, denn jetzt weiß ich....

torsten_le, Dienstag, 13.09.2011, 18:33 (vor 5300 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Den gleichen Gedanken hatte ich auch beim lesen. Sehr traurig wie manche denken.

Dem kann ich mir nur anschließen. Beste Grüße.

Locker, nicht gleich wieder Kundenkreuzigen! ;o)

Blackcard, Montag, 12.09.2011, 23:15 (vor 5301 Tagen) @ liebe70
bearbeitet von Blackcard, Montag, 12.09.2011, 23:20

Mir ist der Ausdruck beim lesen zwar auch aufgefallen, aber im Zusammenhang habe ich jetzt nicht unbedingt den negativst möglichen Begriffsgebrauch vermutet bzw. vllt. war dem Poster die genaue heute überwiegend übliche Bedeutung nicht genau bekannt.
Jedenfalls erstmal kein Grund zum hier oft üblichen Kundenkreuzigen! ;o)

http://de.wikipedia.org/wiki/Lakai


Normalerweise werden hier ja nervende Bahnkunden von Mitarbeitern ohne Konsequenzen persönlich auf das Übelste beleidigt, also mal ganz sachte, falls es mal versehentlich und allgemein leicht in die andere Richtung gehen sollte. ;o)

:-)

kater_k, BBRN, Montag, 12.09.2011, 23:37 (vor 5301 Tagen) @ Blackcard

- kein Text -

Locker, nicht gleich wieder Kundenkreuzigen! ;o)

liebe70, Dienstag, 13.09.2011, 15:12 (vor 5300 Tagen) @ Blackcard

Mir ist der Ausdruck beim lesen zwar auch aufgefallen, aber im Zusammenhang habe ich jetzt nicht unbedingt den negativst möglichen Begriffsgebrauch vermutet ...

Sondern? Ich glaube nicht, daß der Spruch "Ich bin nicht Dein Lakai!" völlig unbekannt ist.

...bzw. vllt. war dem Poster die genaue heute überwiegend übliche Bedeutung nicht genau bekannt.

Die Bedeutung war auch schon früher so.

Jedenfalls erstmal kein Grund zum hier oft üblichen Kundenkreuzigen! ;o)

Wie man in den Wald reinruft... Ich könnte hier seitenweise beschreiben, wie und wie oft die Kolleg/innen im Zug von Reisenden auf das Übelste beschimpft und verbal niedergemacht werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Lakai

Ist mir bekannt, ich bin schon etwas länger auf der Welt und habe meine Ausbildung gemacht als die DB AG noch Bundes- bzw. Reichsbahn hieß.

Normalerweise werden hier ja nervende Bahnkunden von Mitarbeitern ohne Konsequenzen persönlich auf das Übelste beleidigt, ...

Normalerweise bin ich in diesem Forum einen freundlichen und sachlichen Ton gewöhnt. Viele der Stammuser waren schon im Vorgängerforum namens ICE-Fanpage aktiv. Da gab es die gegenseitigen Beleidigungen und Beschimpfungen nicht. Die kamen erst, als sich hier immer mehr neue User anmeldeten, die teilweise glaub(t)en, die Weisheit mit den Löffeln gefressen zu haben. Im letzten halben Jahr wurde es allerdings - für mein Verständnis - extrem.

...also mal ganz sachte, falls es mal versehentlich und allgemein leicht in die andere Richtung gehen sollte. ;o)

Versehentlich und allgemein? Das, was ich als inzwischen fast nur noch stiller Mitleser erlebe, ist, daß es regelmäßig gegen die Bahn bzw. die Mitarbeiter geht. Es fällt mir auf, daß gerade etliche Neuuser sachliche Kritik vermissen lassen. Es fällt mir schwer, zu glauben, daß das "versehentlich" sein soll.

Locker, nicht gleich wieder Kundenkreuzigen! ;o)

BR_103, Dienstag, 13.09.2011, 15:20 (vor 5300 Tagen) @ liebe70

Versehentlich und allgemein? Das, was ich als inzwischen fast nur noch stiller Mitleser erlebe, ist, daß es regelmäßig gegen die Bahn bzw. die Mitarbeiter geht. Es fällt mir auf, daß gerade etliche Neuuser sachliche Kritik vermissen lassen. Es fällt mir schwer, zu glauben, daß das "versehentlich" sein soll.


Diese Entwicklung ist doch nicht wirklich verwunderlich wenn man berücksichtigt das die Bahn in der Summe soviel ....... baut, das die positiven Dinge daneben verblassen.

Locker, nicht gleich wieder Kundenkreuzigen! ;o)

liebe70, Dienstag, 13.09.2011, 17:31 (vor 5300 Tagen) @ BR_103

Versehentlich und allgemein? Das, was ich als inzwischen fast nur noch stiller Mitleser erlebe, ist, daß es regelmäßig gegen die Bahn bzw. die Mitarbeiter geht. Es fällt mir auf, daß gerade etliche Neuuser sachliche Kritik vermissen lassen. Es fällt mir schwer, zu glauben, daß das "versehentlich" sein soll.

Diese Entwicklung ist doch nicht wirklich verwunderlich ...

Ach... Du hast doch irgendwo hier geschrieben, daß Du noch nie einen Bahnmitarbeiter angeschrieeen hast. Im Umkehrschluß bedeutet das für mich, daß Du sachlich kritisierst. Doch daran habe ich meine Zweifel

...wenn man berücksichtigt das die Bahn in der Summe soviel ....... baut, das die positiven Dinge daneben verblassen.

So? Wo baut die Bahn denn soviel Scheiße? Ich habe seit Ende August Ärger mit einem Telekommunikationsunternehmen. Was einige der Mitarbeiter der "Servicehotline" so von sich gaben... Solche Schuldzuweisungen wie dort fielen, habe ich von den Mitarbeitern der DB-Hotlines noch nicht gehört. Außerdem gehören immer zwei dazu, das sollte man dabei nicht vergessen.

Weiterhin ist es typischer (deutscher?) "Volkssport", über jedes und alles sich zu beklagen. Es gibt zwar die löblichen Ausnahmen, aber die gehen in der Masse unter. Wie wäre es denn mal mit etwas mehr Lob und sachlicher(!) Kritik? Die DB-Mitarbeiter wissen selbst am besten wo es klemmt, allerdings ist deren Problem, daß die breite Speckschicht zwischen dem reinen Fußvolk und der allerobersten Heeresleitung nichts durchkommen läßt. Das passiert schon aus dem Grund, weil sonst etliche in der Speckschicht ihren Stuhl räumen müßten.

Locker, nicht gleich wieder Kundenkreuzigen! ;o)

Blackcard, Dienstag, 13.09.2011, 15:42 (vor 5300 Tagen) @ liebe70
bearbeitet von Blackcard, Dienstag, 13.09.2011, 15:46

Der TE hat sich wie von mir erwartet nur 'verformuliert' und bereits nett entschuldigt

http://www.ice-treff.de/index.php?id=143659

- was bei gefrusteten Bahnmitarbeitern, die hier Kunden, Fans und vermeintliche Schwarzfahrer und Betrüger regelmäßig zur Schnecke und Sau machen, selten bis nie vorkommt ;o)


Ich kenne die geschichtliche Entwicklung des Forums nicht, aber schlimm, wenn früher Mitarbeiter noch ungestrafter ausrasten und beleidigen durften.. Das wird auch nicht besser durch Hinweise, dass in Foren wie DSO noch mehr gefrustete militante Bahnmitarbeiter austeilen... ;o)

Locker, nicht gleich wieder Kundenkreuzigen! ;o)

liebe70, Dienstag, 13.09.2011, 17:43 (vor 5300 Tagen) @ Blackcard

Der TE hat sich wie von mir erwartet nur 'verformuliert' und bereits nett entschuldigt

http://www.ice-treff.de/index.php?id=143659

Der erste satz war tatsächlich okay, aber den "Lakai" als scherzhaft abtun zu wollen, ist schon wieder daneben.

- was bei gefrusteten Bahnmitarbeitern, die hier Kunden, Fans und vermeintliche Schwarzfahrer und Betrüger regelmäßig zur Schnecke und Sau machen, selten bis nie vorkommt ;o)

Das ist eine Unterstellung, die nicht stimmt.

Ich kenne die geschichtliche Entwicklung des Forums nicht, ...

Schade.

...aber schlimm, wenn früher Mitarbeiter noch ungestrafter ausrasten und beleidigen durften..

Das ist falsch. Im alten Forum haben interessierte Reisende und Eisenbahnfans gefragt und die Eisenbahner gaben bereitwillig Auskunft. Natürlich ging es auch hoch her und es wurde heiß diskutiert, aber die gesamten Beleidigungen wie sie jetzt leider regelmäßig an der Tagesordnung sind, gab es nicht. Auf jeden Fall ist früher kein Mitarbeiter ausgerastet und hat auch niemanden beleidigt. Das hat auch damit zu tun, daß der Frust, den der einzelne User (eagl ob Bahnmitarbeiter oder Reisender oder Eisenbahnfreund) hatte, bei weitem nicht so hoch war wie heute.

Das wird auch nicht besser durch Hinweise, dass in Foren wie DSO noch mehr gefrustete militante Bahnmitarbeiter austeilen... ;o)

DSO ist schon lange nicht mehr das was es mal war. Ich wünsche denen dort drüben, daß sie bis auf die wenigen seriösen Foren (wo es noch gesittet zugeht), den Rest radikal stillegen. Das was da manchmal abgeht... Als Admin und Mod würde ich mir das schon längst nicht mehr antun.

Im Übrigen sind viele Eisenbahn(freunde)-Forenbetreiber regelrecht froh, daß es DSO gibt. Ansonsten würde sich das üble Volk, was dort "User" ist, in ihren eigen Foren rumtreiben. So haben die Schlammschlacht-Foren bei DSO auch ihre Daseinsberechtigung. Das sollte man auch nicht vergessen.

Gegenposition dazu !

GUM, Dienstag, 13.09.2011, 09:28 (vor 5301 Tagen) @ liebe70

Nach kurzer Zeit reichte ein Lakai Erfrischungstücher und Karamellplätzchen.

...was einige Reisende von den Mitarbeitern, die im Zug arbeiten, halten. :-( Ich bekomme Brechreize.

...andere Reisende haben großen Respekt vor den Leistungen der Bahn-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Auch wenn ich das Wort der *heroischen* Leistungen im 20-Stunden-Betrieb nicht mehr schreiben sollte (wenn ich auf das Feedback höre...), schreibe ich das trotzdem noch einmal:

Hervorragende Leistungen der *heroischen* Bahn-Mitarbeiter trotz unterirdischer Führung und suboptimalem Material !

Insgesamt finde ich den Aufpreis happig und werde die 1. Klasse wohl weiterhin nur mit Upgrades nutzen. Eine konsequente Nutzung der 1. käme für mich vor allem in Frage, wenn der Arbeitgeber zahlt oder wenns mir um das Geld nicht schade wäre.

Hoffentlich erspart Dir Dein Arbeitgeber das - und uns auch. Das ist für Dich und uns das Beste.

60 % Aufpreis. Zum Vergleich: Ap (Großraumwagen 1. Klasse) 51 Plätze, Bp (Großraumwagen 2. Klasse) 80 Plätze
==> Aus reiner "Quadratmetersicht" bekommst Du 56,8 % mehr Platz für 60 % Aufpreis !
==> Quadratmeterpreis/miete in der 1. Klasse nicht viel höher.

2. Beispiel: Nahverkehrswagn n-Wagen (ex Silberling): 1. Klasse Mitteilteil 30 Plätze, 2. Klasse 48 Plätze ==> 60 % mehr Quadratmeter in 1. Klasse, Aufpreis 60 %.

Wo ist das Problem ?


Grüße von einem "Lakai"

Grüße von einem "Bewunderer der Bahn"

Gegenposition dazu !

liebe70, Dienstag, 13.09.2011, 18:14 (vor 5300 Tagen) @ GUM

Nach kurzer Zeit reichte ein Lakai Erfrischungstücher und Karamellplätzchen.

...was einige Reisende von den Mitarbeitern, die im Zug arbeiten, halten. :-( Ich bekomme Brechreize.


...andere Reisende haben großen Respekt vor den Leistungen der Bahn-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Ich weiß, daß Du die Bahn magst und objektiv urteilst. Es gibt noch einige andere mehr, die aber weder hier noch anderswo aktiv sind.

Insgesamt finde ich den Aufpreis happig und werde die 1. Klasse wohl weiterhin nur mit Upgrades nutzen. Eine konsequente Nutzung der 1. käme für mich vor allem in Frage, wenn der Arbeitgeber zahlt oder wenns mir um das Geld nicht schade wäre.

Hoffentlich erspart Dir Dein Arbeitgeber das - und uns auch. Das ist für Dich und uns das Beste.

60 % Aufpreis. Zum Vergleich: Ap (Großraumwagen 1. Klasse) 51 Plätze, Bp (Großraumwagen 2. Klasse) 80 Plätze
==> Aus reiner "Quadratmetersicht" bekommst Du 56,8 % mehr Platz für 60 % Aufpreis !
==> Quadratmeterpreis/miete in der 1. Klasse nicht viel höher.

2. Beispiel: Nahverkehrswagn n-Wagen (ex Silberling): 1. Klasse Mitteilteil 30 Plätze, 2. Klasse 48 Plätze ==> 60 % mehr Quadratmeter in 1. Klasse, Aufpreis 60 %.

Ich verstehe jetzt nicht den Zusammenhang zwischen Platzangebot und Preis pro Quadratmeter.

Wo ist das Problem ?

Das Problem ist, daß hier die Mitarbeiter im Zug pauschal verunglimpft und abgestempelt werden. Daß der OP das anders meinte, hat sich mittlerweile geklärt.

Grüße von einem "Lakai"

Grüße von einem "Bewunderer der Bahn"

:-)

:-) zurück

GUM, Dienstag, 13.09.2011, 18:25 (vor 5300 Tagen) @ liebe70

Ich verstehe jetzt nicht den Zusammenhang zwischen Platzangebot und Preis pro Quadratmeter.

Ich wollte dem ursprünglichen Beitragsschreiber nur noch mal übermitteln, dass aus reiner Umsatzsicht die 1. Klasse zwar für den Kunden teurer ist und er für den Mehrpreis aber fast genauso viel "mehr Platz und mehr Komfort" wie "Mehrpreis" erhält.

Irgendwie kam es mir halt vor, dass der Fadeneröffner mal eine allgemeine Haßtirade loswerden wollte.....

Schönen Abend noch

GUM

:-) zurück

BR_103, Dienstag, 13.09.2011, 19:28 (vor 5300 Tagen) @ GUM

zu einem 1. Klasse Ticket gehört doch aber nicht nur mehr Platz und ein höherer Sitzkomfort - mal abgesehen davon das letzterer nur teilweise gegeben ist. Zu einer erstklassigen Fahrt gehört auch ein erstklassiges Umfeld im Bahnhof bzw. eine wirklich adäquate 1. Lounge um Zug, soweit es das Personal betrifft, eine erstklassige Behandlung und die ist definitiv NICHT da.

Hast Du schon mal gefragt, warum das so ist?

liebe70, Dienstag, 13.09.2011, 20:29 (vor 5300 Tagen) @ BR_103

Es gibt nicht wenige DB-Mitarbeiter die Dir sagen können, warum manches gegen den Baum geht und warum sie frustriert sind. Dein pauschales Draufhauen zeigt lediglich, daß Du keine Ahnung von den (Hinter-)Gründen hast. Ich weiß auch nicht, ob Du daran interessiert bist, es zu erfahren oder ob Du nur meckern willst.
Hast Du Dich schon mal mit einem Eisenbahner zusammengesetzt und Dich intensiv mit ihm unterhalten? Vermutlich nicht, denn sonst würdest Du einiges anderssehen und dementsprechend (nicht) kommentieren.

Hast Du schon mal gefragt, warum das so ist?

BR_103, Dienstag, 13.09.2011, 21:16 (vor 5300 Tagen) @ liebe70

Also selbst auf die Gefahr hin das ich vielleicht als Bahn Hasser angesehen werde, so bin ich dies absolut nicht. Die Bahn ist, aller Missstände zum Trotz, seit sehr langer Zeit mein bevorzugtes Beförderungsmittel - nicht zuletzt auch deswegen weil die freie Fahrt für freie Bürger auf der Autobahn kaum noch möglich und seit Jahren mit zunehmend viel Stress verbunden ist.

Natürlich weiss ich auch das Zub, Tf und sonstige Leute nur die "Frontschweine" der Bahn sind, die erst einmal der ganzen Ärger der Kunden abgekommen und das entscheidende strategische Fehler an anderer Stelle begangen werden, das weiss ich auch. Irgendjemand hier hat so nett von der Specketage oder so ähnlich gesprochen. Selbst auf die Gefahr hin das es mir hier kein Mensch abnimmt - aber ich unterhalte mich auch sehr gerne mit Eisenbahner wann immer sich die Gelegenheit dazu ergibt und ich kenne auch einige in meinem privaten Umfeld, wobei es in der Mehrzahl ex Bundesbahn Mitarbeiter sind, wobei mir fast alle sagen bzw. gesagt haben, das sie nicht mehr für die DB AG arbeiten müssen. Und sicherlich habe ich auch mit Interesse die Wandlung von der Deutschen Bundesbahn zur DB AG verfolgt und bekomme es auch oft genug mit wo Reibungsverluste zwischen den versch. Bahnuntergesellschaften gibt. Es kommt jedesmal ein Schmunzeln über mich, wenn ich eine Cargo Lok vor einem Regio oder FV Zug zu sehen bekomme. Ich stelle mir dann immer vor, wie dann fleisige Menschen im Hintergrund sich gegenseitig Rechnungen für etwas zuschicken, was zu Zeiten der DB wildes Gelächter ausgelöst hätte.

Aber jetzt mal ganz ehrlich - was nützt mir dieses Wissen und letztlich muss ich all das, auch wenn es mich rein privat noch so sehr interessiert, als zahlender Kunde wirklich wissen? Ich sage einfach mal NEIN. Als zahlender Kunde, der jährlich höhere Fahrpreise zahlt, erwartet man auch eine funktionierende Gegenleistung. Und wenn ich auf dem Bahnsteig stehe dann will ich nicht wirklich wissen warum im Hintergrund da irgendetwas schief läuft, sondern da erwarte ich eine angemessene Gegenleistung für meinen Fahrpreis. Im Bereich der 1. Klasse noch mehr als in der 2. Klasse. Oder könntest du es wirklich akzeptieren das du in eimem 4-5 Sterne Hotel absteigst wo dich muffelige Mitarbeiter mit einer mitunter halbherzigen Serviceeinstellung empfangen - so frei nach dem Motto - ich mach´s ja wenn´s unbedingt sein muss. So etwas würdest du in einem Hotel auch nicht wirklich witzig finden. Oder stelle dir vor du kaufst zum x. Male in einem Autohaus einer Nobelmarke ein. Da würdest du doch auch eine zuvor kommende Behandlung erwarten. Und das gleiche erwarte ich eben auch von der Bahn wenn ich in der ersten Klasse unterwegs bin. Egal ob im Zug, in der DB Lounge oder im Reisezentrum.

Wenn du es mal aus der Sicht eines zahlenden Kunden siehst, dann muss dieser nicht unbedingt wissen warum bestimmte bahninterne (Fehl-) Entscheidungen zu dem ein oder anderen Problem geführt haben oder führen werden. Und was die oben erwähnten Frontschweine betrifft, so vertreten bzw. bestimmen diese Berufsgruppen wie insbesondere das Zugpersonal oder aber auch die Leute im Reisezentrum das Bild der Bahn nach aussen hin. Das ist einfach mal so. Von daher muss man von diesen Berufsgruppen auch ein entsprechend professionelles Auftreten erwarten können. Der Otto Normalbahnkunde hat mit Sicherheit weniger Kenntnisse über die Bahn Hintergründe wie ich sie habe. Aber ich sage es noch einmal das es den Kunden auch nicht wirklich interessieren muss. Der Kunde bezahlt für eine Leistung einen bestimmten Betrag und erwartet dann auch zu Recht das diese Leistung in vollem Umfang erbracht wird und will er auch nicht hören das etwas nicht funktioniert hat weil, weil, weil..........

In einem der ganz krassen Fälle wie z.B. der Berliner S Bahn mit der ich auch regelmässig zu kämpfen habe, würden solche Begründungen im Sinne von weil weil weil im Laufe der Zeit auch eher lächerlich wirken. Da passieren einfach Dinge die sind so haarstäubend das kein normaler Mensch sich so etwas ausdenken kann. Sandstrahlrohre die im Winter zu frieren und deswegen die S Bahn im Winter mit gerademal 60 km/h unterwegs ist oder andere NV Triebwagen deren Bremsen, obwohl es eine neue Baureihe ist, Schwierigkeiten haben im Herbst auf rutschigen Schienen klar zu kommen.

Von daher sage einfach mal das all dies ein Kunde weder wissen noch interessieren muss, sondern ein Kunde will nur die Leistung bekommen für die er auch bezahlt hat. Nicht mehr aber eben auch nicht weniger.

Internas haben Kunden nicht zu wissen

ckx2, Dienstag, 13.09.2011, 23:05 (vor 5300 Tagen) @ liebe70

Wenn ich für eine (Mehr)Leistung etwas bezahle, dann wünsche ich mir auch eben jenen Komfort, Service und Umgang, der mir auf der hauseigenen Seite auch angepriesen wird. Als zahlender Kunde darf es mir recht herzlich egal sein, welche internen Probleme die Bahn hat. Ich sehe, als nicht Mitleser dieses Forums, nunmal nur eine Seite und will nicht das Gespräch mit Mitarbeitern suchen um die Hintergründe herauszufinden (müssen).

Internas haben Kunden nicht zu wissen

liebe70, Mittwoch, 14.09.2011, 02:34 (vor 5300 Tagen) @ ckx2

Wenn ich für eine (Mehr)Leistung etwas bezahle, dann wünsche ich mir auch eben jenen Komfort, Service und Umgang, der mir auf der hauseigenen Seite auch angepriesen wird.

Das Anpreisen einer bestimmten Mehrleistung dient dem Generieren von mehr Umsatz. Du hast aber lediglich Anspruch darauf was Dir vertraglich zugesichert wurde. Wenn Du eine 1.Klasse-Fahrkarte kaufst,dann hast Du Anspruch auf die Beförderung in derselben. Wenn Dir die "hauseigene Seite" der DB noch anpreist, daß Du zusätzlich noch einen kostenlosen Kaffee bekommst, dann fällt das meiner Meinung nach in den Bereich der Werbung. Was das ist, steht wunderbar in der Wikipedia erklärt. Anspruch auf den kostenlosen Kaffee hast Du nur, wenn das in Deinem mit der DB abgeschlossenen Vertrag schriftlich(!) fixiert wurde. Sonst nicht.

Als zahlender Kunde darf es mir recht herzlich egal sein, welche internen Probleme die Bahn hat.

Ich habe *nirgends* verlangt, daß die internen Probleme der DB öffentlich gemacht werden, sondern nur darauf hingewiesen, daß viele Eisenbahner erklären können, warum vieles gegen den Baum geht. Eine Unterhaltung mit ihnen halte ich durchaus für sinnvoll, um die eigne Sichtweise zu prüfen und Verständnis für den Gegenüber zu entwickeln. Nichts anderes passiert hier im Forum: ein Austausch von Sichtweisen und Meinungen. So kann jeder von jedem lernen und in der weiteren Folge Verständnis entwickeln.

Ich sehe, als nicht Mitleser dieses Forums, nunmal nur eine Seite und will nicht das Gespräch mit Mitarbeitern suchen um die Hintergründe herauszufinden (müssen).

Ich finde es schade, daß Du Dich beharrlich weigerst, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen, nämlich aus der des DB-Mitarbeiters. Der DB-Mitarbeiter wird dagegen permanent aufgefordert, genau *dieses* zu tun - und zwar sich in die Lage des Reisenden zu versetzen. Das ist doch ein Widerspruch, nicht wahr?

Ich versetze mich regelmäßig in die Lage des Reisenden. Als damals seitens der Bahn bei der Buchung des Onlinetickets damit geworben wurde, daß der Reisende sich "bequem" während des Buchungsvorganges registrieren könne, habe ich auch das probiert. Der Erfolg war, daß ich in hohem Bogen aus dem gesamten Buchungsvorgang rausflog - und von neuem beginnen mußte.
Ich habe auch die Beförderungsbedingungen der Bahn in Frage gestellt und mit einem Vertreter der zuständigen Abteilung am Telefon diskutiert.

Rückblickend muß ich feststellen, daß ich mich viel zu oft in viel zu viele Dinge eingemischt und diese hinterfragt habe. Dafür bin ich auch regelmäßig auf die Schnauze geflogen, nicht zuletzt wegen der hier auch anwesenden DB-Spitzel. Bis auf viele Genickschläge und blaue Flecken (im übertragenen Sinn) hatte ich nichts davon. Inzwischen ist das egal, ich habe die Lektion gelernt.

Natürlich mußt Du das alles als Reisender nicht wissen, ist Dein gutes Recht. Aber wer lernt nicht gern hinzu?

Internas haben Kunden nicht zu wissen

Henrik, Mittwoch, 14.09.2011, 06:51 (vor 5300 Tagen) @ liebe70

Wenn ich für eine (Mehr)Leistung etwas bezahle, dann wünsche ich mir auch eben jenen Komfort, Service und Umgang, der mir auf der hauseigenen Seite auch angepriesen wird.

Das Anpreisen einer bestimmten Mehrleistung dient dem Generieren von mehr Umsatz. Du hast aber lediglich Anspruch darauf was Dir vertraglich zugesichert wurde. Wenn Du eine 1.Klasse-Fahrkarte kaufst,dann hast Du Anspruch auf die Beförderung in derselben. Wenn Dir die "hauseigene Seite" der DB noch anpreist, daß Du zusätzlich noch einen kostenlosen Kaffee bekommst, dann fällt das meiner Meinung nach in den Bereich der Werbung. Was das ist, steht wunderbar in der Wikipedia erklärt. Anspruch auf den kostenlosen Kaffee hast Du nur, wenn das in Deinem mit der DB abgeschlossenen Vertrag schriftlich(!) fixiert wurde. Sonst nicht.

Es geht ja nicht um einklagbare vertragliche Grundlagen.
Das sind sicherlich nur die Beförderungsleisungen u.ä.
Aber die Bahn ist zum Glück schon lange nicht mehr zum reinen bewegen von Beförderungsfällen da.
Seit der Bahnreform ist sie ein Dienstleistungsunternehmen - und da wird nunmal Komfort & Service groß geschrieben, sollte zumindest.
Und genau damit bewirbt die DB ihre 1.Klasse, "in Sachen Komfort und Service", "eine hohe Servicequalität", ...
...und vom Service war der Threaderöffner indy3 ja auch sehr angetan
(ich ebenso auf meinen 1.Klasse-Fahrten der letzten Monate).

Als zahlender Kunde darf es mir recht herzlich egal sein, welche internen Probleme die Bahn hat.

Ich habe *nirgends* verlangt, daß die internen Probleme der DB öffentlich gemacht werden, sondern nur darauf hingewiesen, daß viele Eisenbahner erklären können, warum vieles gegen den Baum geht. Eine Unterhaltung mit ihnen halte ich durchaus für sinnvoll, um die eigne Sichtweise zu prüfen und Verständnis für den Gegenüber zu entwickeln. Nichts anderes passiert hier im Forum: ein Austausch von Sichtweisen und Meinungen. So kann jeder von jedem lernen und in der weiteren Folge Verständnis entwickeln.

Eine Unterhaltung mit einem "Eisenbahner" ist aber keine zwingende Voraussetzung für sowas.
Mit Verlaub, in einer ICE-Fahrt hab ich weiß Gott Besseres zu tun - und das Personal ebenso.
So geht es nunmal den allermeisten ICE-Fahrgästen.
Verständnis ist ja schön & gut. Aber für Frust? Frust sollten Bedienstete eines Dienstleisters draußen vor der Tür ablegen - der hat im Verhalten den Kunden gegenüber nichts zu suchen. Dafür wurden sie ausgebildet.

Ich sehe, als nicht Mitleser dieses Forums, nunmal nur eine Seite und will nicht das Gespräch mit Mitarbeitern suchen um die Hintergründe herauszufinden (müssen).

Ich finde es schade, daß Du Dich beharrlich weigerst, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen, nämlich aus der des DB-Mitarbeiters. Der DB-Mitarbeiter wird dagegen permanent aufgefordert, genau *dieses* zu tun - und zwar sich in die Lage des Reisenden zu versetzen. Das ist doch ein Widerspruch, nicht wahr?

Er weigert sich nicht dahingehend, das hat er so nicht gesagt (glaube ich auch kaum).
Es geht um den nicht-Mitleser dieses Forums, den Kunden der DB,
und der ist sicher nicht gewillt, erst große Hintergründe über ein Forum zu erfahren oder über Gesprächen, um dann ....
Ein Widerspruch besteht nicht.
Es ist die Aufgabe des Dienstleisters, sich in die Situation seines (potenziellen oder auch gar tatsächlichen) Kunden hineinzuversetzen, das ist sein Beruf, seine Aufgabe, seine Berufung.
Der Kunde hat das nicht zu machen - er ist der König - der Kunde.
Wird er nicht entsprechend behandelt, kann er für sich Konsequenzen ziehen.
so ist das.

Ich versetze mich regelmäßig in die Lage des Reisenden.

Das ist schön und gut, löblich.
Das machen aber nicht alle Deine Kollegen.
Letztens im ICE von Berlin aus weg kurz nach Abfahrt - fand der Schaffner meine (irrtümlicherweise wg. fehlerhaften Automaten) IC-Fahrkarte vor.
Die kam aus dem Automaten in Berlin Hbf obwohl ich ICE nicht abgewählt hatte,
wollte nur ne Fahrkarte, dann direkt zum Bezahlen.
Sein Kommentar: "Das kann nicht sein - das stimmt nicht!"
Na toll, er meinte es besser zu wissen als ich, der es direkt erlebt hat, zudem einem bahn.comfort-Kunden, der sich nun nicht gerade schlecht damit auskennt.
Frech wie er davon abgesehen auch noch war, machte er dann die von mir noch zu zahlende Differenz zur ICE-Fahrkarte 2 Euro teurer, wie mir jetzt auffällt.
Mir wars egal, war eh auf Wolke 7 nach 4 Tagen sehr schönen Festival.
....dieser Schaffner ist sicher nicht das nächste Mal zu dem Automaten in B Hbf gegangen und hat's ausprobiert & hat den Bug nach oben weiter gereicht.

Natürlich mußt Du das alles als Reisender nicht wissen, ist Dein gutes Recht. Aber wer lernt nicht gern hinzu?

.....deswegen wird er ja sicher auch in diesem Forum sein & lesen.

Internas haben Kunden nicht zu wissen

ckx2, Mittwoch, 14.09.2011, 08:25 (vor 5300 Tagen) @ liebe70

Hey,

ich glaube du hast mich falsch verstanden, ich bezog mich in meinem Text auf die Position eines Fahrgastes, der z.B nicht hier im Forum tätig ist und sich ggf. nicht für die Bahn und das "drumherum" (so sehr) interessiert. Genau jene Personen stellen ja meiner Meinung nach immernoch den größten Kundenanteil.

Internas haben Kunden nicht zu wissen

BR_103, Mittwoch, 14.09.2011, 10:23 (vor 5300 Tagen) @ liebe70

Wenn ich für eine (Mehr)Leistung etwas bezahle, dann wünsche ich mir auch eben jenen Komfort, Service und Umgang, der mir auf der hauseigenen Seite auch angepriesen wird.


Das Anpreisen einer bestimmten Mehrleistung dient dem Generieren von mehr Umsatz. Du hast aber lediglich Anspruch darauf was Dir vertraglich zugesichert wurde. Wenn Du eine 1.Klasse-Fahrkarte kaufst,dann hast Du Anspruch auf die Beförderung in derselben. Wenn Dir die "hauseigene Seite" der DB noch anpreist, daß Du zusätzlich noch einen kostenlosen Kaffee bekommst, dann fällt das meiner Meinung nach in den Bereich der Werbung. Was das ist, steht wunderbar in der Wikipedia erklärt. Anspruch auf den kostenlosen Kaffee hast Du nur, wenn das in Deinem mit der DB abgeschlossenen Vertrag schriftlich(!) fixiert wurde. Sonst nicht.

Du glaubst doch nicht im Ernst das ein Kunde der 1. Klasse erst einmal die AGB der Bahn liest. Wenn mir auf einer Bahn Seite eine Leistung für die 1. Klasse angeboten wird, dann haben die Mitarbeiter stramm zu stehen und die Leistung zu liefern. In jedem anderen Fall hat ein Fahrgast mein vollstes Mitgefühl, wenn dieser seine Gefühle nicht mehr so ganz unter Kontrolle hat.

Bei allem Verständnis für die Probleme der Eisenbahner, so vergessen diese doch gerne mal eines - es sind die zahlenden Kunden die ihren Job sichern und deren Gehalt bezahlen.

Da muss ich mich dann als zahlender Kunde der 1. Klasse auch nicht dafür entschuldigen wenn ich letztlich auch eine adäquate Gegenleistung abfordere. Du wirst ja wohl auch nicht auf die Idee kommen einen Urlaub in einem 4-5 Sterne Hotel zu buchen und dafür die Leistung einer Jugendherberge zu akzeptieren. Genau dieses Verhältnis bekommt ein Kunde der ersten Klasse in weiten Teilen bei der Bahn geboten. Letztlich sind die Eisenbahner nicht für die Bahn sondern vor allen Dingen für die Kunden da - egal ob im Cargo oder im Personenverkehr.

Als zahlender Kunde darf es mir recht herzlich egal sein, welche internen Probleme die Bahn hat.

Ich versetze mich regelmäßig in die Lage des Reisenden.

Genau dafür werden die Eisenbahner, die im direkten Kundenkontakt stehen, ja auch geschult. Wenn Eisenbahner das dennoch nicht können oder wollen, dann zeigt dies das diese im harmlosesten Fall einen Nachschulungsbedarf haben oder eben besser den Beruf wechseln sollten.

Online-Ticket buchen und dessen Bezahlung

br120fanboy, Mittwoch, 14.09.2011, 22:06 (vor 5299 Tagen) @ liebe70

Guten Abend,

ich hatte ja bis ende Juli 2011 noch meine Freifahrtscheine oder für 20 € Freifahrtscheine mit Zuzahlung, man war dass angenehmes fahren Datum drauf fertig und bei normales freifahrtscheinen Züge kontrollieren Speziel Freitag und Sonntag teilweise auch Montag oder Donnerstag.

Jetzt wollte ich kurzfristig ein Ticket kaufen von Hannover HBF nach Stuttgart HBF zu einem für den späten Buchungstag günstigen Fahrkartenpreis doch was mich dann Empfang war der letzte Dreck(Mein Vater als Bahner war schockiert).

Anmeldung "Meine Bahn" schön und gut und einfach,dann Ticket raus gesucht alles eingegeben stand da auf Kreditkarten Nr.
Nach langem hin und her fand ich heraus dass man auch per Bankeinzug bezahlen kann.
Man soll was ausfüllen und wider wegschicken doch bis die ein Freischalten kann wahrscheinlich dauern.

Nach guten 60-90 Minuten des Verzweifenls bin ich dann geflogen und habe eine günstiges Ticket bei LturFly günstig per Bankeinzug gekauft.

Mit freundlichen Grüßen

Marvin

Online-Ticket buchen und dessen Bezahlung

bahnerausleidenschaft, Mittwoch, 14.09.2011, 22:56 (vor 5299 Tagen) @ br120fanboy

Erstmal passt dein Bericht hier überhaupt nicht rein. Völlig am Thema vorbei. Und dann wünsche ich einen angenehmen Flug.

Laß ihn doch.

liebe70, Donnerstag, 15.09.2011, 11:36 (vor 5299 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Ich bin es schon gewohnt, regelmäßig Buhmann der Nation bzw. der DB zu sein, auf den man einprügeln darf - und das nur, weil ich nicht in das allgemeine Geheul "die Bahn ist scheiße" einstimme, sondern sie durchaus verteidige. Sooo schlecht, wie es dargestellt wird, ist sie nicht - auch nicht deren Mitarbeiter. Natürlich ist es ärgerlich, wenn etwas gegen den Baum geht und der unmittelbar Betroffene es alles andere als schön findet.

Es gibt Firmen die sind noch grottiger, was natürlich weder als Maßstab noch als Entschuldigung gilt. Vodafone nervt beispielsweise regelmäßig mit ungebetenen Anrufen und versucht mit fragwürdigen Methoden ihre Produkte an den Kunden zu bringen. ich hkann da auch intzwischen Geschichten erzählen...

So soll ich dauernd etwas geschenkt bekommen, was natürlich kein Geschenk ist, dann sollen die in der Rechnung ausgewiesenen Beträge Nettobeträge sein und so weiter.

Online-Ticket buchen und dessen Bezahlung

liebe70, Donnerstag, 15.09.2011, 12:42 (vor 5299 Tagen) @ br120fanboy

ich hatte ja bis ende Juli 2011 noch meine Freifahrtscheine oder für 20 € Freifahrtscheine mit Zuzahlung, man war dass angenehmes fahren Datum drauf fertig

Ja, das ist immer schlecht, wenn die Kinderregelung bei DB-Mitarbeitern ausläuft. Ganz schlecht ist es für die Kinder, die sich plötzlich der harten Realität des Fahrscheinkaufs gegenübver sehen und spätestens dann merken, wie gut sie es hatten.

...und bei normales freifahrtscheinen Züge kontrollieren Speziel Freitag und Sonntag teilweise auch Montag oder Donnerstag.

??? Was willst Du mir mit diesem Geschreibsel mitteilen?

Jetzt wollte ich kurzfristig ein Ticket kaufen von Hannover HBF nach Stuttgart HBF zu einem für den späten Buchungstag günstigen Fahrkartenpreis doch was mich dann Empfang war der letzte Dreck(Mein Vater als Bahner war schockiert).

Anmeldung "Meine Bahn" schön und gut und einfach,dann Ticket raus gesucht alles eingegeben stand da auf Kreditkarten Nr.
Nach langem hin und her fand ich heraus dass man auch per Bankeinzug bezahlen kann.
Man soll was ausfüllen und wider wegschicken doch bis die ein Freischalten kann wahrscheinlich dauern.

Dein Vater war schockiert? Worüber? Daß man bei einer spontanen Buchung eines Onlinetickets nur per Kreditkarte zahlen kann? Oder daß man eine Lastschrifteinzugsermächtigung nur schriftlich geben kann? Was meinst Du, warum der elektronische BPA kommt? - genau um sowas zu erleichtern!

Hat Dein Vater denn nicht die zu seinem Handbuch Zub gehörenden und damit Bestandteil seiner Arbeitsunterlagen seienden Beförderungsbedingungen der DB gelesen???

Da steht das nämlich drin, und zwar konkret im Tfv 600/I - Bedingungen für den Internet-Verkauf von Fahrkarten, Punkt 10. Zahlungsverfahren:
10.3 Der Lastschrifteinzug ist für Bestellungen über www.bahn.de bzw. für per Post eingehende Bestellformulare, für Online- und Handy-Tickets und online durchgeführte Sitzplatzreservierungen möglich. Voraussetzung für den Lastschrifteinzug von Zahlungen ist ein Wohnsitz in Deutschland sowie die Anmeldung auf www.bahn.de und der vorherige Eingang des gesonderten schriftlichen Einverständnisses zur Abbuchung von einem bei einer Bank/Sparkasse mit Sitz in Deutschland geführten Konto. Das ausgefüllte Lastschriftanmeldeformular muss mit Unterschrift per Postsendung oder Fax beim ReiseService (Nr. 13.2) eingegangen sein. (Hervorhebung von mir)

Wenn Dein Vater darüber schockiert ist, bedeutet das zwangsläufig, daß er die von seinem Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Unterlagen nicht gelesen hat, sie also nicht kennt. Das wiederum bedeutet, daß Dein Vater nicht in der Lage ist, seine Arbeit so zu machen, wie es sein Arbeitgeber wünscht. Und dafür bekommt er auch noch Geld...

Jetzt bin ich "schockiert". - Natürlich bin ich das nicht, denn ich weiß, wie ein großer Teil meiner Kolleg/innen mit ihrem "Wissen und Können" arbeitet und wo ich stehe.

Nach guten 60-90 Minuten des Verzweifenls bin ich dann geflogen und habe eine günstiges Ticket bei LturFly günstig per Bankeinzug gekauft.

Bankeinzug ist nicht gleich Bankeinzug. Das Eine ist das Bezahlen mittels Einzugsermächtigung. Hierzu muß das schriftliche Einverständnis beim Gläubiger vorliegen und das andere ist das Bezahlen per Abbuchungsauftrag, wobei der Schuldner den Auftrag selbst erteilt. Der Oberbegriff für beide Verfahren ist "Bankeinzug", Einzelheiten zu den einzelnen Verfahren stehen in der Wikipedia.


Wäre ich Dein Vater, wäre ich auch schockiert - allerdings erst nach dem Lesen Deines Beitrages! Warum? Weil Du mich (also den bei der DB im Zub Fernverkehr Hannover tätigen Vater) in die Pfanne gehauen und das Nichtwissen über den Inhalt von Teilen der vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Arbeitsunterlagen bestätigt hast.

Nachdem das nun geklärt ist: Was wolltest Du mir und den anderen nochmals mitteilen?

? Handbuch Zub und Handbuch Erziehungsberechtigte

fjk, Donnerstag, 15.09.2011, 12:55 (vor 5299 Tagen) @ liebe70

Hallo Ralf,

Hat Dein Vater denn nicht die zu seinem Handbuch Zub gehörenden und damit Bestandteil seiner Arbeitsunterlagen seienden Beförderungsbedingungen der DB gelesen???

kennst Du die beiden? Oder woher weißt Du, dass Vaddern Zub ist? Und wer dann wen durch Rumreiterei in welche Pfanne haut, ist die nächste Frage. Aber das möchte ich gar nicht wissen (steht ja im Bundesregister Erziehungsberechtigte - oder ich frage bei der DB-Detektei nach), sondern:

Da steht das nämlich drin, und zwar konkret im Tfv 600/I - Bedingungen für den Internet-Verkauf von Fahrkarten, Punkt 10. Zahlungsverfahren:
10.3 Der Lastschrifteinzug ist für Bestellungen über www.bahn.de bzw. für per Post eingehende Bestellformulare, für Online- und Handy-Tickets und online durchgeführte Sitzplatzreservierungen möglich. Voraussetzung für den Lastschrifteinzug von Zahlungen ist ein Wohnsitz in Deutschland sowie die Anmeldung auf www.bahn.de und der vorherige Eingang des gesonderten schriftlichen Einverständnisses zur Abbuchung von einem bei einer Bank/Sparkasse mit Sitz in Deutschland geführten Konto. Das ausgefüllte Lastschriftanmeldeformular muss mit Unterschrift per Postsendung oder Fax beim ReiseService (Nr. 13.2) eingegangen sein. (Hervorhebung von mir)

Was geht es den Zub an, auf welchem Wege Onlinetickets bezahlt worden sind oder werden können? Im Zug können wohl keine gekauft werden, und selber wird er wohl keins so verkaufen müssen. Und ein vorhandenes Onlineticket ist in aller Regel schon bezahlt.

Oder ist die Aufnahme Zub-fremder Bestimmungen in diese Bibel ein reiner vorausschauender Serviceeinfall der Handbuch-Zub-Redaktion für
a) Bahnbedienstete, die ihren Kindern die Bahn erklären müssen (manchmal mag man denken: die Armen)
b) den Fall, dass ein Passagier genau diese -an Bord des Zuges doch ziemlich irrelevante- Frage hat

fragt arglos
fjk

! Handbuch Zub

liebe70, Donnerstag, 15.09.2011, 15:26 (vor 5298 Tagen) @ fjk

Hallo Ralf,

Hat Dein Vater denn nicht die zu seinem Handbuch Zub gehörenden und damit Bestandteil seiner Arbeitsunterlagen seienden Beförderungsbedingungen der DB gelesen???


kennst Du die beiden? Oder woher weißt Du, dass Vaddern Zub ist?

Er schrieb schon vor geraumer Zeit, daß sein Vater im Zub Fernverkehr Hannover arbeitet.

Und wer dann wen durch Rumreiterei in welche Pfanne haut, ist die nächste Frage.

Möglich. Ich habe nur etwas dagegen, wenn ich ich für Dinge verantwortlich gemacht werden soll, für die ich nichts kann. Hätte Papa seine Unterlagen gelesen, wäre er nicht "schockiert" gewesen, sondern hätte es seinem Sohn erklärt, warum die Onlinebuchung nicht so funktioniert, wie er (Sohn) sie sich vorstellte. Dann hätte Marvin den Flug gebucht und fertig. Marvins obiger Beitrag wäre dann gar nicht erst entstanden.

Aber das möchte ich gar nicht wissen ..., sondern:

Da steht das nämlich drin, und zwar konkret im Tfv 600/I - Bedingungen für den Internet-Verkauf von Fahrkarten, Punkt 10. Zahlungsverfahren:
10.3 Der Lastschrifteinzug ist für Bestellungen über www.bahn.de bzw. für per Post eingehende Bestellformulare, für Online- und Handy-Tickets und online durchgeführte Sitzplatzreservierungen möglich. Voraussetzung für den Lastschrifteinzug von Zahlungen ist ein Wohnsitz in Deutschland sowie die Anmeldung auf www.bahn.de und der vorherige Eingang des gesonderten schriftlichen Einverständnisses zur Abbuchung von einem bei einer Bank/Sparkasse mit Sitz in Deutschland geführten Konto. Das ausgefüllte Lastschriftanmeldeformular muss mit Unterschrift per Postsendung oder Fax beim ReiseService (Nr. 13.2) eingegangen sein. (Hervorhebung von mir)


Was geht es den Zub an, auf welchem Wege Onlinetickets bezahlt worden sind oder werden können? Im Zug können wohl keine gekauft werden, und selber wird er wohl keins so verkaufen müssen. Und ein vorhandenes Onlineticket ist in aller Regel schon bezahlt.

Einzelheiten zu den Onlinetickets stehen im Handbuch Zub im entsprechenden Modul. Dort wird gleich besonders (unter Zuhilfenahme der Aufforderung "Beachte") zu Beginn des Moduls auf das Tfv 600/I verwiesen. Im weiteren Modul wird allgemein auf die Art der Zahlungsart verwiesen. Es gehört meiner Meinung nach zur Allgemeinbildung eines Erwachsenen zu wissen, welche Zahlungsarten es gibt und wie diese in etwa funktionieren.

Oder ist die Aufnahme Zub-fremder Bestimmungen in diese Bibel ein reiner vorausschauender Serviceeinfall der Handbuch-Zub-Redaktion für
a) Bahnbedienstete, die ihren Kindern die Bahn erklären müssen (manchmal mag man denken: die Armen)
b) den Fall, dass ein Passagier genau diese -an Bord des Zuges doch ziemlich irrelevante- Frage hat

Wieso Zub-fremde Bestimmungen? Beispielsweise fordern einige User - nicht unberechtigt - daß die DB-Mitarbeiter im unmittelbaren Kundenkontakt einfache bis mittelschwere Fragen beantworten können. So sollte beispielsweise ein Mitarbeiter der DB Sicherheit in der Lage sein, von welchem Gleis der vom Reisenden gefragte Zug abfährt, richtig zu beantworten. Bei komplizierten Fragen beispielsweise zu Fahrkarten sollte er den Reisenden wenigstens ins Reisezentrum schicken.

Im Übrigen sind die BB Bahn und die darin enthaltene EVO nebst den EU-Bestimmungen zu den Verspätungen die Arbeitsgrundlage des Zub. Das Handbuch Zub beinhaltet eigentlich nur die Vorgaben, wie in den einzelnen Fällen zu handeln ist. Darum ist es auch richtig, daß die Beförderungsbedingungen der DB Bestandteil des Handbuches sind.


Was die scheinbar irrelevanten Fragen eines Reisenden zu den Fahrkarten betrifft, so hatte ich neulich diesen Fall:

Ein Reisender bucht ein Onlineticket von A nach B. Es passiert gar nichts, es gibt weder eine Zahlungsbestätigung noch das Onlineticket. Er wartet also eine angemessene Zeit und erst danach, weil immer noch nichts passierte, bucht er das Onlineticket nochmals. Dieses Mal klappt alles. Nach der Reise sieht er, daß die Zahlungsbestätigung für das zuerst gebuchte Onlineticket sehr viele Stunden später nach der Buchung bei ihm eintraf - und daß der Preis für beide Onlinetickets von seinem Konto abgebucht wurde. Verständlicherweise möchte er das Geld für das erste (weil verspätet zugestellte und somit nicht genutzte Onlineticket) erstattet haben. Er ruft die Onlineticket-Hotline an - und landet in der Warteschleife. Also probiert er es mehrmals, immer mit gleichem negativen Erfolg.

Also fragt er als nächstes denjenigen, der sich damit vermutlich seiner Meinung nach am besten auskennen sollte: einen Zugbegleiter. Soweit machte der Reisende alles richtig. Allerdings waren die "Antworten", die er bekam... Naja. Nicht nur er fragte sich, was er mit einem Fahrgastrechteformular soll, um zu seinem Geld zu kommen.

Kurzum, er fragte mich - seiner Aussage nach - als gefühlten 20. DB-Mitarbeiter ebenfalls. Ich rief daraufhin über unsere interne Telefonnummer die Onlineticket-Hotline an, schilderte das Problem und fragte, was der Reisende tun könne. Die erhaltene Antwort gab ich an den Reisenden weiter: Auf der DB-Webseite zum Onlineticket gibt es einen Erstattungsantrag. Der ist auszufüllen, als Grund "Doppelbuchung" anzugeben und nebst dem nicht genutzten Onlineticket an die auf der Webseite ebenfalls angegebenen Adresse schicken. Meine zusätzlich an den Mitarbeiter der Hotline gestellte Frage, ob und wenn ja wie hoch das Bearbeittungsentgelt ist, konnte dieser leider nicht eindeutig beantworten. Auch diese Info gab ich an den Reisenden weiter - verbunden mit einer weiteren Handlungsempfehlung, falls ein Bearbeitungsentgelt anfallen sollte.

Beim Aussteigen bedankte sich der Reisende über meine überaus kompetente und unkomplizierte Hilfe.


Ich erwarte nicht, daß andere DB-Mitarbeiter genauso wie ich handeln, allerdings sollte der Hinweis auf die mögliche schriftliche Kontaktaufnahme zum Onlineticketservice schon kommen. Die Kontaktdaten stehen im Tfv 600/I, Punkt 13.

Genau aus solchen Gründen - wie der von mir geschilderten Begebenheit - ist es zweckmäßig, daß der Zub die Bb Bahn kennt und im Zweifelsfall nachlesen kann. Im Übrigen hat der Zub auf Wunsch des Reisenden in die BB Bahn Einsicht nehmen zu lassen (steht auch im Handbuch Zub drin).

Handbuch Zub - Danke

fjk, Donnerstag, 15.09.2011, 17:20 (vor 5298 Tagen) @ liebe70

Hallo,

und danke für die ausführliche Antwort mit erläuternder Geschichte: gut gemacht!

Also lag ich mit Idee b) gar nicht so daneben. Dass die Beförderungsbedingungen beim Zub vorhanden sein sollten, macht schon Sinn - und dass in diesem Sammelwerk die Buchungsbedingungen für das Onlineticket nun einmal enthalten sind, auch irgendwie (dass die Bezahlabwicklung des Tickets und die Voraussetzungen dafür mit der Beförderung nichts zu tun haben - und damit in den Beförderungsbedingungen nichts zu suchen, ist schon seeeehr haarspalterisch...).
Dass man die (nichts mit der Beförderung an sich zu tun habenden Onlineticketbezahlprozeduren) im Eifer des Gefechts oder auch nach Feierabend aber nicht unbedingt spontan auf der Pfanne haben muss, finde ich schon nachvollziehbar. Ob man über das Prozedere allerdings "schockiert" sein muss, steht auf einem anderen Blatt. Und dass Servicegrund b) die Durchführung von a) nicht unbedingt ausschließt, ebenfalls.

Sagte hier jemand Feierabend?
Auf geht's
fjk

! Handbuch Zub

michael_seelze, Donnerstag, 15.09.2011, 20:03 (vor 5298 Tagen) @ liebe70

Genau aus solchen Gründen - wie der von mir geschilderten Begebenheit - ist es >zweckmäßig, daß der Zub die Bb Bahn kennt und im Zweifelsfall nachlesen kann. Im >Übrigen hat der Zub auf Wunsch des Reisenden in die BB Bahn Einsicht nehmen zu >lassen (steht auch im Handbuch Zub drin).

Danke für die Info. Dann kann ich mir ja Ausdrucke der für meine Reise wichtigen Passagen aus den BB Bahn in Zukunft sparen, weil ich ja Einsicht nehmen kann, wenn ich den Wunsch dazu äußere. Haben die Zugbegleiter nun nur die nationalen oder auch die internationalen BB zur einsichtnahme durch die Reisenden in ihrem Handbuch?

! Handbuch Zub

liebe70, Donnerstag, 15.09.2011, 20:15 (vor 5298 Tagen) @ michael_seelze

Genau aus solchen Gründen - wie der von mir geschilderten Begebenheit - ist es >zweckmäßig, daß der Zub die Bb Bahn kennt und im Zweifelsfall nachlesen kann. Im >Übrigen hat der Zub auf Wunsch des Reisenden in die BB Bahn Einsicht nehmen zu >lassen (steht auch im Handbuch Zub drin).


Danke für die Info. Dann kann ich mir ja Ausdrucke der für meine Reise wichtigen Passagen aus den BB Bahn in Zukunft sparen, weil ich ja Einsicht nehmen kann, wenn ich den Wunsch dazu äußere.

Darauf würde ich mich lieber nicht verlassen. Manche Zub haben das Handbuch dabei und manche nicht. Ich selbst nehme - neben den Beförderungsbedingungen - nur das mit, was ich nicht weiß, also die Module mit den eher seltenen Fahrkarten.

Haben die Zugbegleiter nun nur die nationalen oder auch die internationalen BB zur einsichtnahme durch die Reisenden in ihrem Handbuch?

Die Zub bekommen nur die nationalen Beförderungsbedingungen.

Lakai? Herzlichen Dank, denn jetzt weiß ich....

indy3, Dienstag, 13.09.2011, 10:28 (vor 5301 Tagen) @ liebe70

Nach kurzer Zeit reichte ein Lakai Erfrischungstücher und Karamellplätzchen.

...was einige Reisende von den Mitarbeitern, die im Zug arbeiten, halten. :-( Ich bekomme Brechreize.

Insgesamt finde ich den Aufpreis happig und werde die 1. Klasse wohl weiterhin nur mit Upgrades nutzen. Eine konsequente Nutzung der 1. käme für mich vor allem in Frage, wenn der Arbeitgeber zahlt oder wenns mir um das Geld nicht schade wäre.

Hoffentlich erspart Dir Dein Arbeitgeber das - und uns auch. Das ist für Dich und uns das Beste.


Grüße von einem "Lakai"

Entschudligung für die unpassende Wortwahl. Das sollte mehr ein humorvoller Begriff für Kellner oder so sein. Ich wollte damit nicht zum Ausdruck bringen, dass ich Servicekräfte im Zug oder anderswo geringschätze. Ich weiß, dass sie einen schweren Job machen und dafür nur zu wenig Anerkennung und Lohn bekommen. Ich versuche jedem stets respektvoll zu begegnen und ich bin auch immer bestrebt Servicekräften zu zeigen, dass ich ihre Leistung anerkenne und schätze.

Danke !

GUM, Dienstag, 13.09.2011, 11:58 (vor 5301 Tagen) @ indy3

Grüße GUM

Lakai? Herzlichen Dank, denn jetzt weiß ich....

liebe70, Dienstag, 13.09.2011, 18:08 (vor 5300 Tagen) @ indy3

Nach kurzer Zeit reichte ein Lakai Erfrischungstücher und Karamellplätzchen.

...was einige Reisende von den Mitarbeitern, die im Zug arbeiten, halten. :-( Ich bekomme Brechreize.

Insgesamt finde ich den Aufpreis happig und werde die 1. Klasse wohl weiterhin nur mit Upgrades nutzen. Eine konsequente Nutzung der 1. käme für mich vor allem in Frage, wenn der Arbeitgeber zahlt oder wenns mir um das Geld nicht schade wäre.

Hoffentlich erspart Dir Dein Arbeitgeber das - und uns auch. Das ist für Dich und uns das Beste.

Grüße von einem "Lakai"

Entschudligung für die unpassende Wortwahl.

Akzeptiert.

Das sollte mehr ein humorvoller Begriff für Kellner oder so sein.

Lakai war noch nie ein humorvoller Begriff. Lakaien waren schon früher nur Arschkriecher. Nur diejenigen, die am besten schleimen konnten, bekamen den trotz allem angesehenen Job als Diener beim Herrn. Ich glaube immer noch nicht, daß der Spruch "Ich bin nicht Dein Lakai!" völlig unbekannt sein soll.

Ich wollte damit nicht zum Ausdruck bringen, dass ich Servicekräfte im Zug oder anderswo geringschätze. Ich weiß, dass sie einen schweren Job machen und dafür nur zu wenig Anerkennung und Lohn bekommen. Ich versuche jedem stets respektvoll zu begegnen und ich bin auch immer bestrebt Servicekräften zu zeigen, dass ich ihre Leistung anerkenne und schätze.

So? Wie bringst Du das zum Ausdruck? Das ist Anerkennung und Wertschätzung, wobei es für die Kollegen noch besser gewesen, wäre, wenn der Beobachter (also der Threadersteller) dieses so auch dem Kundenservice mitgeteilt hätte - verbunden mit der Bitte, das Lob an die Chefs des Gastropersonals weiterzuleiten. Keine Ahnung, ob er es tat.

Preis/Leistung ...

ckx2, Montag, 12.09.2011, 22:48 (vor 5301 Tagen) @ indy3

Das größte Problem an der 1. Klasse in Deutschland ist das miserable Preis/Leistungs Verhältnis auf innerdeutschen Fahrten. Ich durfte in den letzten Monaten innerhalb des europäischen Auslands in der "First" fahren und wünsche mir, dass sich die Bahn daran mal an Beispiel nimmt.

Die stets freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeiter können das leider nicht wett machen :(

Kaltes Leder und Erfrischungstücher - Willkommen in der 1.

SvenHamburg, Montag, 12.09.2011, 23:09 (vor 5301 Tagen) @ indy3

Nur noch im IC Grossraumwagen der DB kann man wirklich noch das 1.Klasse Feeling geniesen, leider nur noch paar Jahre.Dann komm auch im IC die schmallen Sitze dünnbezogen ,kalt, weniger Beinfreiheit.Oder man fährt mit Wagen der Partner Bahnen wie IC3 nach Dänemark oder Wagen der "CD" nach Prag kann man weiterhin breite Stoffsitze geniesen.Leider muss ja die ÖBB der DB alles nachmachen was Ledersitze angeht.1.Klasse Sitzplatz für 2.Klasse Geld gibt es natürlich auch.Nein nicht der Ruhesessel der CNL, der Ruhesessel der "PKP" nach Warschau ist einfach nur der Hammer.

Kaltes Leder und Erfrischungstücher - Willkommen in der 1.

Lars(DK), Montag, 12.09.2011, 23:34 (vor 5301 Tagen) @ SvenHamburg

Hej Sven,
stimmt, die PKP-Ruhesesselwagen haben wirklich ihren flauschigen Charme ;-). Aber irgendwie harmonierte bei mir Sitzneigung nicht mit meiner Körpergrösse (186).
Der IC3 ist schon sehr gemütlich (im Jahrhundertsturm 1999 sassen wir ganz gemütlich fest und merkten eigentlich vom Sturm recht wenig, bei Würstchen mit Rotwein ;-))
Allerdings ist die Beinfreiheit ausser bei Platz 37 und 14 schon arg eingeschränkt. Bei den Einzelsitzen kann man zumindest noch den Gang nutzen. Da waren die alten A-Wagen schon bequemer. Aber die Ergonomie passt hervorragend: selbst bei häufigem, langem Pendeln keine Rückenschmerzen ;-)))
VG
Lars

Kaltes Leder und Erfrischungstücher - Willkommen in der 1.

Matze86, München, Dienstag, 13.09.2011, 07:24 (vor 5301 Tagen) @ SvenHamburg

Nur noch im IC Grossraumwagen der DB kann man wirklich noch das 1.Klasse Feeling geniesen, leider nur noch paar Jahre.

Da finde ich die Abteilwagen um einiges bequemer!

Kaltes Leder und Erfrischungstücher - Willkommen in der 1.

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 13.09.2011, 19:41 (vor 5300 Tagen) @ Matze86
bearbeitet von 218 466-1, Dienstag, 13.09.2011, 19:42

Nur noch im IC Grossraumwagen der DB kann man wirklich noch das 1.Klasse Feeling geniesen, leider nur noch paar Jahre.

Sie Zeiten, in denen sich die 1. Klasse noch gelohnt hat, sind leider vorbei.
Die ICE1/2 waren vor dem Redesign in der 1. Klasse wesentlich bequemer, gilt beim ICE1 auch für die 2. Klasse. (ICE3/T hatten noch nie bequeme Sitze). Nur in den EC/IC gibt es in der 1. Klasse Sitze, die wirklich angenehm sind - bis der ICx auch da den Abstieg herbeiführen wird.
Im NV kann man sich die 1. Klasse eigentlich komplett sparen. In den neuen Triebzügen sind überwiegend die gleichen Sitze wie in der 2. Klasse, nur mit Armlehnen und minimal größerem Sitzabstand. Die 2. Klasse in den NV- Bpmz, Bnrz und Bimz finde ich wesentlich komfortabler als die 1. Klasse in den Dosto, 425, 440, 648... . Einzige "echte" 1. Klasse im NV sind die ABnrz mit Abteilen.
Schade dass heuer in allen Zügen beim Sitzkomfort generell gespart wird. :( Die einzigen Vorteile sind die angenehmeren Fahrgäste und ggf. der Service.


Da finde ich die Abteilwagen um einiges bequemer!

Zustimmung. Die Abteile der Avmz und ABnrz werden nur vom ex-MET übertroffen. Dort lohnt sich allerdings die 1. Klasse wiederum nicht, da es diese Sitze im MET auch in einem Teil der 2. Klasse gibt. ;)

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
[image]

Kaltes Leder und Erfrischungstücher - Willkommen in der 1.

SvenHamburg, Mittwoch, 14.09.2011, 00:28 (vor 5300 Tagen) @ 218 466-1

Vielleicht sollte man den verantwortlichen der Bahn das mal sagen,wie es um die Qualität der der 1.Klasse bestellt ist.Wie sollen die das auch beurteilen.Muss halt billig und leicht Bauweisse sein.Jedenfalls im Flieger merkt man den Unterschied zwischen First und Touristenklasse.Sollte man auch bei der Bahn merken einen Unterschied.

Schlechte/volle Second ist das 1. Klasse-Verkaufsargument...

Blackcard, Mittwoch, 14.09.2011, 02:18 (vor 5300 Tagen) @ SvenHamburg
bearbeitet von Blackcard, Mittwoch, 14.09.2011, 02:20

Das Hauptargument für die First ist eigentlich überwiegend die inzwischen zu oft überfüllte Second... Statt die 1. Klasse besser zu machen (gut zu halten), wird halt der mangelnde faktische "Reisekomfort" der 2. Klasse das Verkaufsargument (wegen zu weniger ICE-Garnituren etc.)... Clever! ;o)

Selbst wenn im ICE1 in allen sieben 2.-Klasse-Wagen die Leute überall stehen, sind die vier 1.-Klasse-Wagen am Wochenende und außerhalb der Businessstoßzeiten manchmal fast menschenleer! Da hat man gelegentlich schon leicht ein schlechtes Gewissen, wenn man es sich auf dem (mir nicht zu kalten) Leder gut gehen lässt... ;o)

Im IC sieht das anders aus

ktmb, Mittwoch, 14.09.2011, 07:50 (vor 5300 Tagen) @ Blackcard
bearbeitet von ktmb, Mittwoch, 14.09.2011, 07:51

Dafür gibt es dann IC-Züge mit nur einem A-Wagen und einer Handvoll Sitzplätze im Bistrowagen. Auf einer Stecke wie Berlin-Amsterdam sollte auch ein zusätzlicher zweiter A-Wagen dabei sein. Stattdessen werden die zugekauften SBB-Abteilwagen als B-Wagen angeboten.

Leider volle Zustimmung

GUM, Mittwoch, 14.09.2011, 09:40 (vor 5300 Tagen) @ ktmb
bearbeitet von GUM, Mittwoch, 14.09.2011, 09:41

Dafür gibt es dann IC-Züge mit nur einem A-Wagen und einer Handvoll Sitzplätze im Bistrowagen. Auf einer Stecke wie Berlin-Amsterdam sollte auch ein zusätzlicher zweiter A-Wagen dabei sein. Stattdessen werden die zugekauften SBB-Abteilwagen als B-Wagen angeboten.

Und manchmal wird dann auch noch zur "Plünderung" des Bistrowagens aufgerufen: "Fahrgäste mit einer Sitzplatzreservierung im Wagen 9 nutzen den Wagen .."
(Zugnummer und Datum habe ich verdrängt).

Damit gibts dann ein kostenloses Upgrade beinahe für alle 2. Klasse-Kunden, die sich dann einfach umsetzen können.

Damit reduzieren sich die 1. Klasse Plätze weiter, wenn der eigentlich beigestellte Av-Wagen wegen einer kaputten Klimaanlage unbenutzbar ist.

Schlechte/volle Second ist das 1. Klasse-Verkaufsargument...

SvenHamburg, Mittwoch, 14.09.2011, 16:58 (vor 5299 Tagen) @ Blackcard

Leute selber schuld sollen sie doch reservieren oder mal schauen was die 1.Kl kostet und oh Wunder öfters billiger als 2.Kl.Mann kann ja den Leuten nicht alles abnehmen.

Kaltes Leder und Erfrischungstücher - Willkommen in der 1.

Ladywithblackcard, Dienstag, 13.09.2011, 13:11 (vor 5301 Tagen) @ indy3
bearbeitet von Ladywithblackcard, Dienstag, 13.09.2011, 13:12

Das entspricht so ziemlich auch meinen Erfahrungen. Ohne Upgrades (die ich aber nur auf Strecken einsetze, auf denen ich auch eine DB-Lounge mit 1.Klasse-Bereich einbauen kann) würde ich nie den Preis für die 1. Klasse zahlen.
Lediglich auf der Strecke Salzburg-Mannheim per Railjet "lohnt" sich die 1. Klasse vom Sitzkomfort her wirklich, aber das liegt an der 2. Klasse des Railjet - ein moderner Hochgeschwindigkeitszug, in dem in der zweiten Klasse noch nicht einmal die Rückenlehnen verstellbar sind? Da hätten sie lieber mal die Bildschirme eingespart.

Verlust einer Reisekultur

BR_103, Dienstag, 13.09.2011, 13:27 (vor 5300 Tagen) @ indy3

Hallo,

ich habe zuerst überlegt ob ich einen eigenen Thread aufmachen soll, aber ich denke das ich hier gut aufgehoben bin.

Ich selbst kenne den legendären Rheingold aus praktischer Erfahrung wo dieser zwar nicht mehr mit einer S3/6, aber doch zumindest mit der BR 103 und den ebenso legendären Domecar Wagen unterwegs war. Ebenso gerne habe ich den VT601 zu der Zeit benutzt wo dieser noch als TEE bzw. erstklassiger IC unterwegs war.

Wenn ich mir heute den angeblich erstklassigen Komfort in einem ICE ansehe, so ist dies doch nur ein ganz harmloser Abklatsch von dem was einem früher in den genannten Zügen geboten worden ist. Wenn ich in diesem Zusammenhang von Komfort rede, so meine ich damit sowohl den Fahr- bzw. Sitzkomfort wie auch die Bedienung durch das entsprechende Personal und da muss man einfach feststellen das der vermeintliche Komfort von heute absolut, auf gar keiner Ebene, mit dem mithalten kann was früher üblicher Standard war.

Sitzkomfort vergangener Zeiten bekommt man noch am ehesten in den A Wagen, insbesondere in einem Avmz 111, geboten. Die vermeintlich erstklassigen Sitze in einem ICE sind dagegen bretthart. Nachdem der Speisewagen die Mehdorn Ära ganz knapp überlebt hat (fragt sich nur wie lange noch) geht die Ära der Abteile auch in der ersten Klasse leider dem Ende entgegen. Es scheint in der Bahn Chef Etage keinen Mensch zu interessieren das es auch Reisende gibt die mal etwas ungestört unter sich sein wollen und das ist in einem Grossraum Wagen einfach nicht zu realisieren.

Aber auch die Bedienung durch das Bahnpersonal ist auch nicht mehr das was es mal war. Als ich gestern Abend mit einem ICE von München nach Frankfurt unterwegs war, fragte ich den Zugchef bei der Fahrkartenkontrolle, die kurz hinter M Pasing kam, ob er heute für den Service am Platz zuständig sei. Darauf meinte dieser nur "Ja, leider". Also mit Verlaub gesagt, so etwas kann er sich vielleicht denken, aber so etwas aussprechen spricht weder für seine Servicehaltung noch für die Bahn als solches. Immerhin war er witzig genug und kam nach ca. 8 Minuten mit dem Kommentar "210 Meter umsonst gelaufen" (war im ICE 1 in der 1. Klasse im letzten Wagen unterwegs) wieder zurück um mir klar zu machen das meine Wunschbestellung nicht zu realisieren war. Wie so etwas sein konnte, kaum das der Zug München verlassen hat, war mir auch mehr als schleierhaft.

In diesem Thread http://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&id=140616#p140616 wird über Sinn oder Unsinn der Beigaben in der 1. Klasse diskutiert. Solche Beigaben bekomme ich bei 10 Fahrten in der 1. Klasse bestenfalls nur 1-2 Mal. Nicht etwa das ich die 1. Klasse buche um solche Zugaben zu bekommen, aber das Problem ist doch ein ganz anderes. Dadurch das die Bahn auch noch solche netten Zugaben einspart zeigt sie doch sehr deutlich was der Bahn ihre erstklassige Kundschaft wert ist - nämlich nichts. Dabei ist es doch in jedem Hotel der gehobenen Preisklasse üblich das dort auf dem Zimmer ein Früchtekorb oder sonst eine Kleinigkeit vor zu finden ist. Wenn ich bereit bin mehr zu zahlen, dann will ich auch in jeder Beziehung zuvorkommend behandelt werden und genau da muss die Bahn in Sachen Service noch gewaltig dazu lernen. Dazu gehort auch das der Service Gedanke beim Bahn Personal, welches das Unternehmen Bahn an vorderster Front vertritt, noch weiter ausgebaut wird - egal ob in den Zügen oder im Reisezentrum.

Last but not least die DB Lounge 1. Klasse in den 5 versch. Bahnhöfen. Diese unterscheidet sich kaum nennenswert von denen der 2. Klasse. Gestern in der 1. Klasse Lounge fand ich teilweise total abgewetzte rote Sitze vor. Diese gehören ausgemustert. Absolut übelster Standard.

Alles in allem entwickelt sich die Bahn immer mehr zu einem Fast Food Unternehmen wo die Reisekultur einfach auf der Strecke geblieben ist - technisch wie auch personalmässig betrachtet. Bin schon mal gespannt welche Quetsch Büchsen, oder sollte ich sagen der ICx, uns in Zukunft erwarten.

Verlust einer Reisekultur

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Mittwoch, 14.09.2011, 07:58 (vor 5300 Tagen) @ BR_103

In vielen Punkten kann ich dir und anderen "Meckerern" zustimmen. ABER: Es bringt nix, hier im Forum darüber zu meckern. Schreibt doch einfach mal einen Brief/Email an die Bahn und erzählt all das, was hier im Forum erzählt/geschrieben habt. Es müssen nur genügend Leute zusammen kommen, dann bewegt sich auch etwas.

Nicht meckern, sonden Bahnunternehmen gründen!

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 14.09.2011, 09:00 (vor 5300 Tagen) @ BR_103

Hallo BR_103,

Sitzkomfort vergangener Zeiten bekommt man noch am ehesten in den A Wagen, insbesondere in einem Avmz 111, geboten. Die vermeintlich erstklassigen Sitze in einem ICE sind dagegen bretthart.
Nachdem der Speisewagen die Mehdorn Ära ganz knapp überlebt hat (fragt sich nur wie lange noch)...
...geht die Ära der Abteile auch in der ersten Klasse leider dem Ende entgegen.
...ob er heute für den Service am Platz zuständig sei. Darauf meinte dieser nur "Ja, leider".
...dass meine Wunschbestellung nicht zu realisieren war. Wie so etwas sein konnte, kaum das der Zug München verlassen hat, war mir auch mehr als schleierhaft.

1. Offenbar ist man heute nicht mehr in der Lage, mit diesen Verfahren Kunden zu gewinnen. Mit Nutella-Fahrscheinen und REWE-Coupons schon.
Mea culpa: ich war vor 3 Jahren auch dabei, als DB vorübergehend die 1. Klasse für den BC25/50 Second freigab und so die 1. Klasse an die Masse verramschte.
2. Offenbar ist ein gewinntreibendes Geschäft lieber gesehen als ein kundenfreundliches Geschäft.

Na gut, mal sehen, was in Italien passiert. NTV soll dort mit hochluxuriösen Schienenferraris das Massenprodukt von Trenitalia Konkurrenz machen. Vielleicht inspiriert das auch Unternehmen in Deutschland.

Es scheint in der Bahn Chef Etage keinen Mensch zu interessieren das es auch Reisende gibt die mal etwas ungestört unter sich sein wollen und das ist in einem Grossraum Wagen einfach nicht zu realisieren.

Oh doch, auf der HSL-Zuid kann man in dem Fyra-Dauerprovisorium mit Auslastungen von bestenfalls 20% sogar im Großraum Abteilkomfort genießen...:)
Und es ist kein Geheimnis, dass die DB sehr gerne auf die HSL-Zuid fahren möchte. Vielleicht eine Inspiration?

Alles in allem entwickelt sich die Bahn immer mehr zu einem Fast Food Unternehmen wo die Reisekultur einfach auf der Strecke geblieben ist - technisch wie auch personalmässig betrachtet.

Das ist nicht nur bei der Bahn so, sondern fast überall: Autos, Flugreisen, Filme, Popmusik, Lebensmittel, alles massenproduzierte Einheitsbrei.
Und mit der heutigen Wirtschaftskrise wird das wohl weiter verschlimmern, denn kein einziges Unternehmen nimmt das Risiko, seine Innovation mit einer Pleite bestraft zu sehen. Stattdessen versucht man zu überleben.

Bin schon mal gespannt welche Quetsch Büchsen, oder sollte ich sagen der ICx, uns in Zukunft erwarten.

Alles soll besser werden! Und wenn nicht, dann bist Du jederzeit frei, selber ein Bahnunternehmen zu gründen; das Schienennetz ist ja liberalisiert.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Nicht meckern, sonden Bahnunternehmen gründen!

Ösi, Mittwoch, 14.09.2011, 14:14 (vor 5299 Tagen) @ Oscar (NL)

Alles soll besser werden! Und wenn nicht, dann bist Du jederzeit frei, selber ein Bahnunternehmen zu gründen; das Schienennetz ist ja liberalisiert.

Nur leider müsste man dafür ein paar Hundert Millionen Euro herumliegen haben.

In Abwandlung eines bekannten Zitats von Paul Sethe: "Bahnliberalisierung ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihr eigenes Bahnunternehmen zu gründen." (und damit noch mehr Geld in ihre Taschen zu stecken, das in früheren Zeiten an den Staatshaushalt gegangen wäre.)

Nicht meckern, sonden Bahnunternehmen gründen!

Henrik, Mittwoch, 14.09.2011, 14:59 (vor 5299 Tagen) @ Ösi

Alles soll besser werden! Und wenn nicht, dann bist Du jederzeit frei, selber ein Bahnunternehmen zu gründen; das Schienennetz ist ja liberalisiert.

Nur leider müsste man dafür ein paar Hundert Millionen Euro herumliegen haben.

nö. müsste man dafür nicht. studierst Du? ......nicht was im bahnwesen? ok.
würdest du - könnst gleich nach studium mit anderen loslegen.
.....ganz ohne deine milliönchen.

In Abwandlung eines bekannten Zitats von Paul Sethe: "Bahnliberalisierung ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihr eigenes Bahnunternehmen zu gründen." (und damit noch mehr Geld in ihre Taschen zu stecken, das in früheren Zeiten an den Staatshaushalt gegangen wäre.)

na, wenn sich da nich der gute Sethe im Grabe umdrehen würde..
wieviel schöne neue hunderte Bahnunternehmen haben wir?
soviele neue "Reiche"? na, .... so schlecht scheints uns dann ja doch nich zu gehen. ;)
und dem Bahnverkehr erst recht nicht.
(und sie entlasten den Staatshaushalt und belasten ihn nicht wie vor der Reform - aber das Geld gehört auch eh zum Volk, zu uns und nicht in einen Staatssäckle)

Nicht meckern, sonden Bahnunternehmen gründen!

ice-t-411, Mittwoch, 14.09.2011, 15:05 (vor 5299 Tagen) @ Henrik

Hi!

Alles soll besser werden! Und wenn nicht, dann bist Du jederzeit frei, selber ein Bahnunternehmen zu gründen; das Schienennetz ist ja liberalisiert.

Nur leider müsste man dafür ein paar Hundert Millionen Euro herumliegen haben.


nö. müsste man dafür nicht. studierst Du? ......nicht was im bahnwesen? ok.
würdest du - könnst gleich nach studium mit anderen loslegen.
.....ganz ohne deine milliönchen.

Naja, also du musst schon jemanden finden, der dir diverse Millionen auftreiben kann. Das müsste mit einer guten Geschäftsidee natürlich prinzipiell schon möglich sein, aber einfach ist es nicht. Außerdem brauchst du einen Eisenbahnbetriebsleiter und den kannst du nur mit mindenstens 3 Jahren im Eisenbahnbetrieb selber machen.

Ansonsten steht einem natürlich vieles offen...

Gruß
Johannes

Nicht meckern, sonden Bahnunternehmen gründen!

Henrik, Mittwoch, 14.09.2011, 15:11 (vor 5299 Tagen) @ ice-t-411

moin,

Alles soll besser werden! Und wenn nicht, dann bist Du jederzeit frei, selber ein Bahnunternehmen zu gründen; das Schienennetz ist ja liberalisiert.

Nur leider müsste man dafür ein paar Hundert Millionen Euro herumliegen haben.

nö. müsste man dafür nicht. studierst Du? ......nicht was im bahnwesen? ok.
würdest du - könnst gleich nach studium mit anderen loslegen.
.....ganz ohne deine milliönchen.

Naja, also du musst schon jemanden finden, der dir diverse Millionen auftreiben kann. Das müsste mit einer guten Geschäftsidee natürlich prinzipiell schon möglich sein, aber einfach ist es nicht. Außerdem brauchst du einen Eisenbahnbetriebsleiter und den kannst du nur mit mindenstens 3 Jahren im Eisenbahnbetrieb selber machen.

Ansonsten steht einem natürlich vieles offen...

Gruß
Johannes

genau. der ist gemeint mit den anderen.
Das wird gelehrt und auch gut empfohlen an den unis.
Eigenes Kapital in 3-stelliger Mio-Höhe braucht man nicht - und auch sonst eben nichts.

gruß,
Henrik

Nicht meckern, sonden Bahnunternehmen gründen!

Ösi, Mittwoch, 14.09.2011, 16:37 (vor 5299 Tagen) @ Henrik

Alles soll besser werden! Und wenn nicht, dann bist Du jederzeit frei, selber ein Bahnunternehmen zu gründen; das Schienennetz ist ja liberalisiert.

Nur leider müsste man dafür ein paar Hundert Millionen Euro herumliegen haben.


nö. müsste man dafür nicht. studierst Du? ......nicht was im bahnwesen? ok.
würdest du - könnst gleich nach studium mit anderen loslegen.
.....ganz ohne deine milliönchen.

Von irgendwem müssen die Millionen trotzdem kommen - und derjenige muss die Millionen a) zunächst einmal haben und b) will dafür auch irgendetwas sehen, am liebsten noch mehr Millionen.

na, wenn sich da nich der gute Sethe im Grabe umdrehen würde..
wieviel schöne neue hunderte Bahnunternehmen haben wir?
soviele neue "Reiche"? na, .... so schlecht scheints uns dann ja doch nich zu gehen. ;)

Weißt du, wem die Westbahn GmbH in Österreich zu je 26% gehört? Hans-Peter Haselsteiner und Stefan Wehinger (bzw. natürlich deren Privatstiftungen - wäre ja noch schöner, wenn sie Steuern zahlen müssten wie du und ich!)

Sie werden nicht erst durch die Bahn reich. Sie waren schon reich und werden auf unser aller Kosten noch reicher.

und dem Bahnverkehr erst recht nicht.

Schau dir die Ersatzzug- und Ausfallthreads an (und bedenke, dass der RV da überhaupt nicht berücksichtigt wird).

(und sie entlasten den Staatshaushalt und belasten ihn nicht wie vor der Reform - aber das Geld gehört auch eh zum Volk, zu uns und nicht in einen Staatssäckle)

Das stimmt einfach nicht.

Im letzten Jahr vor der Bahnreform (1993) kosteten Bundesbahn und Reichsbahn den Steuerzahler umgerechnet 8,2 Milliarden Euro.

Zehn Jahre nach der Bahnreform (2004) kosteten Regionalisierungsmittel, Investitions- und Infrastrukturzuschüsse und das Eisenbahn-Bundesamt den Steuerzahler insgesamt 10,1 Milliarden Euro. Davon kamen 0,5 Milliarden Euro als Dividende zurück, macht also ein Defizit von 9,6 Milliarden. 1,4 Milliarden MEHR als vor der Bahnreform.

Und das trotz stark eingeschränktem Fahrtenangebot, trotz Reservenreduzierung, trotz massiven Sparmaßnahmen, trotz Fahrpreiserhöhungen.

Nicht meckern, sonden Bahnunternehmen gründen!

Henrik, Mittwoch, 14.09.2011, 16:54 (vor 5299 Tagen) @ Ösi

Alles soll besser werden! Und wenn nicht, dann bist Du jederzeit frei, selber ein Bahnunternehmen zu gründen; das Schienennetz ist ja liberalisiert.

Nur leider müsste man dafür ein paar Hundert Millionen Euro herumliegen haben.

nö. müsste man dafür nicht. studierst Du? ......nicht was im bahnwesen? ok.
würdest du - könnst gleich nach studium mit anderen loslegen.
.....ganz ohne deine milliönchen.

Von irgendwem müssen die Millionen trotzdem kommen - und derjenige muss die Millionen a) zunächst einmal haben und b) will dafür auch irgendetwas sehen, am liebsten noch mehr Millionen.

Die Millionen kommen von den Aufträgen, müssen gar nicht mal Millionen sein, sinds auch nicht.
a) vorher musst Du -wie gesagt- absolut überhaupt nichts haben (wenns anders wäre, sähe die Bahnrealität ganz anders aus, wir hätten nicht hunderte von Bahnunternehmen!)
b) es liegt in der Natur der Sache (und des Menschen & der Natur), dass der Unternehmer auch was sehen will für seine Leistung - das ist nur gut & richtig so.

na, wenn sich da nich der gute Sethe im Grabe umdrehen würde..
wieviel schöne neue hunderte Bahnunternehmen haben wir?
soviele neue "Reiche"? na, .... so schlecht scheints uns dann ja doch nich zu gehen. ;)

Weißt du, wem die Westbahn GmbH in Österreich zu je 26% gehört? Hans-Peter Haselsteiner und Stefan Wehinger (bzw. natürlich deren Privatstiftungen - wäre ja noch schöner, wenn sie Steuern zahlen müssten wie du und ich!)

sie generieren Millionen mal mehr Steuern als du und ich je in unserem Leben zusammen abführen.

Sie werden nicht erst durch die Bahn reich. Sie waren schon reich und werden auf unser aller Kosten noch reicher.

Wer "sie"? und wer ist reich?
Mit Sicherheit nahezu absolut kein einziger Bahnunternehmer.
Da denkst Du reichlich verquer.....

und dem Bahnverkehr erst recht nicht.

Schau dir die Ersatzzug- und Ausfallthreads an (und bedenke, dass der RV da überhaupt nicht berücksichtigt wird).

Na, das wäre doch der beste Beleg FÜR Bahnliberalisierung, FÜR mehr Wettbewerb.

(und sie entlasten den Staatshaushalt und belasten ihn nicht wie vor der Reform - aber das Geld gehört auch eh zum Volk, zu uns und nicht in einen Staatssäckle)

Das stimmt einfach nicht.

doch.

Im letzten Jahr vor der Bahnreform (1993) kosteten Bundesbahn und Reichsbahn den Steuerzahler umgerechnet 8,2 Milliarden Euro.

Zehn Jahre nach der Bahnreform (2004) kosteten Regionalisierungsmittel, Investitions- und Infrastrukturzuschüsse und das Eisenbahn-Bundesamt den Steuerzahler insgesamt 10,1 Milliarden Euro. Davon kamen 0,5 Milliarden Euro als Dividende zurück, macht also ein Defizit von 9,6 Milliarden. 1,4 Milliarden MEHR als vor der Bahnreform.

Du vergleichst eine Zahl von 1993 mit 2011? lol
Also, wieviel Milliarden sind die von 1993 heute? 20 Milliarden? 30 milliarden?
Wir haben durch die Bahnreform jährlich eine Entlastung in Millardenhöhe,
bei gleichzeitigem Zugewinn an Zugkilometer in Milliardenhöhe,
mit erheblich flexibleren Tarifen, günstigeren Angeboten, mehr Service & Komfort (Dienstleistungen statt Beförderungbehördenbahn) und moderneren Zügen, nebst schöneren Bahnanlagen & Bahnhöfen, wo nicht mehr einfach nur Penner rumlungern. Das Image der Bahn ist beträchtlich gestiegen. Jetzt fährt man einfach mal so Bahn, auch notorische Autofahrer etc.

Nicht meckern, sonden Bahnunternehmen gründen!

Ösi, Mittwoch, 14.09.2011, 17:32 (vor 5299 Tagen) @ Henrik

Die Millionen kommen von den Aufträgen, müssen gar nicht mal Millionen sein, sinds auch nicht.
a) vorher musst Du -wie gesagt- absolut überhaupt nichts haben (wenns anders wäre, sähe die Bahnrealität ganz anders aus, wir hätten nicht hunderte von Bahnunternehmen!)
b) es liegt in der Natur der Sache (und des Menschen & der Natur), dass der Unternehmer auch was sehen will für seine Leistung - das ist nur gut & richtig so.

Und die Züge schenken mir Bombardier, Stadler und Co.? Die Lokführer arbeiten gratis? Die Trassenbenutzungsgebühren fallen nicht an?

na, wenn sich da nich der gute Sethe im Grabe umdrehen würde..
wieviel schöne neue hunderte Bahnunternehmen haben wir?
soviele neue "Reiche"? na, .... so schlecht scheints uns dann ja doch nich zu gehen. ;)

Weißt du, wem die Westbahn GmbH in Österreich zu je 26% gehört? Hans-Peter Haselsteiner und Stefan Wehinger (bzw. natürlich deren Privatstiftungen - wäre ja noch schöner, wenn sie Steuern zahlen müssten wie du und ich!)


sie generieren Millionen mal mehr Steuern als du und ich je in unserem Leben zusammen abführen.

Sie zahlen 2,5%, wenn sie Geld in eine Stiftung einbringen, und 25%, wenn sie das Geld entnehmen.

Ich zahle hingegen - abhängig von meinem Einkommen - 36,5%, 43% oder 50%, abgesehen von den ersten 11.000 Euro im Jahr, die nicht besteuert werden.

Wer "sie"? und wer ist reich?

Haselsteiner, Wehinger und andere Bahnunternehmer.

Mit Sicherheit nahezu absolut kein einziger Bahnunternehmer.
Da denkst Du reichlich verquer.....

Absolut keiner oder nahezu keiner?

Und warum machen die Bahnunternehmer das, zum Spaß oder doch eher weil sie Geld verdienen wollen?

und dem Bahnverkehr erst recht nicht.

Schau dir die Ersatzzug- und Ausfallthreads an (und bedenke, dass der RV da überhaupt nicht berücksichtigt wird).


Na, das wäre doch der beste Beleg FÜR Bahnliberalisierung, FÜR mehr Wettbewerb.

Durch Liberalisierung und Wettbewerb sind die Probleme entstanden - wie sollen da mehr Liberalisierung und mehr Wettbewerb sie lösen?

Im letzten Jahr vor der Bahnreform (1993) kosteten Bundesbahn und Reichsbahn den Steuerzahler umgerechnet 8,2 Milliarden Euro.

Zehn Jahre nach der Bahnreform (2004) kosteten Regionalisierungsmittel, Investitions- und Infrastrukturzuschüsse und das Eisenbahn-Bundesamt den Steuerzahler insgesamt 10,1 Milliarden Euro. Davon kamen 0,5 Milliarden Euro als Dividende zurück, macht also ein Defizit von 9,6 Milliarden. 1,4 Milliarden MEHR als vor der Bahnreform.


Du vergleichst eine Zahl von 1993 mit 2011? lol

1993 mit 2004. Aktuelle Zahlen sind schwer zu bekommen (wäre ja noch schöner, wenn der Bürger selber nachrechnen dürfte, wie er beschissen wird).

Also, wieviel Milliarden sind die von 1993 heute? 20 Milliarden? 30 milliarden?

Die 8,2 Milliarden Euro (1993) entsprechen etwa 9,4 Milliarden Euro (2004).

Wir haben durch die Bahnreform jährlich eine Entlastung in Millardenhöhe,

Soeben als Falschbehauptung entlarvt.

bei gleichzeitigem Zugewinn an Zugkilometer in Milliardenhöhe,

Zur Abwechslung einmal keine falsche Aussage von dir. Nun eine Frage: Was bringt jemanden dazu, vom Auto auf die Bahn umzusteigen?
- Durch Liberalisierung: teurere Tarife
- Durch Liberalisierung: bunte Züge
- Durch technischen Fortschritt: schnellere und barrierefreie Züge
- Durch kluge Verkehrsplanung: Taktverkehr

mit erheblich flexibleren Tarifen, günstigeren Angeboten,

Zugbindung ist also flexibler als Normalpreis, gut zu wissen.

mehr Service & Komfort (Dienstleistungen statt Beförderungbehördenbahn)

Endlich Plastiksitze - diese weichen, gepolsterten Sitze hat ja kein Mensch ausgehalten.

und moderneren Zügen,

Überraschung: Züge 2011 sind moderner als Züge 1993.

nebst schöneren Bahnanlagen & Bahnhöfen, wo nicht mehr einfach nur Penner rumlungern.

Wenn für dich unkrautübersäte Bahnsteige und graffitiverzierte Wartehäuschen eine Augenweide sind, stimmt das wohl.

Das Image der Bahn ist beträchtlich gestiegen. Jetzt fährt man einfach mal so Bahn, auch notorische Autofahrer etc.

Die Technik hat sich in achtzehn Jahren weiterentwickelt und ermöglicht schnellere Züge als zuvor. Das kann man entweder billig haben (sozialisierte Bahn) oder teuer (privatisierte Bahn).

Nicht meckern, sonden Bahnunternehmen gründen!

Henrik, Mittwoch, 14.09.2011, 18:19 (vor 5299 Tagen) @ Ösi

Die Millionen kommen von den Aufträgen, müssen gar nicht mal Millionen sein, sinds auch nicht.
a) vorher musst Du -wie gesagt- absolut überhaupt nichts haben (wenns anders wäre, sähe die Bahnrealität ganz anders aus, wir hätten nicht hunderte von Bahnunternehmen!)
b) es liegt in der Natur der Sache (und des Menschen & der Natur), dass der Unternehmer auch was sehen will für seine Leistung - das ist nur gut & richtig so.

Und die Züge schenken mir Bombardier, Stadler und Co.? Die Lokführer arbeiten gratis? Die Trassenbenutzungsgebühren fallen nicht an?

Züge mietest oder kaufst Du, Deine Beschäftigten bezahlst Du, Gebühren ebenso - das alles von den Einnahmen.
Wenn Du dazu nach einem erfolgreichen guten Hochschulstudium nicht in der Lage bist - dann mach es auch besser nicht.
Andere machen's. siehe Realität.
Und wenns nicht ginge, dann müsste es Dich doch nur freuen, das würde doch dann Deinen Ausführungen zufolge nur heißen, dass die ganz bösen Reichen ganz altruistisch ihre bösen Millionen in ihre Bahnunternehmen stecken und regelmäßig in die Miese fahren - wäre doch nur in Deinem Interesse, oder etwa nicht?

na, wenn sich da nich der gute Sethe im Grabe umdrehen würde..
wieviel schöne neue hunderte Bahnunternehmen haben wir?
soviele neue "Reiche"? na, .... so schlecht scheints uns dann ja doch nich zu gehen. ;)

Weißt du, wem die Westbahn GmbH in Österreich zu je 26% gehört? Hans-Peter Haselsteiner und Stefan Wehinger (bzw. natürlich deren Privatstiftungen - wäre ja noch schöner, wenn sie Steuern zahlen müssten wie du und ich!)

sie generieren Millionen mal mehr Steuern als du und ich je in unserem Leben zusammen abführen.

Sie zahlen 2,5%, wenn sie Geld in eine Stiftung einbringen, und 25%, wenn sie das Geld entnehmen.

na, ist doch gut so.

Ich zahle hingegen - abhängig von meinem Einkommen - 36,5%, 43% oder 50%, abgesehen von den ersten 11.000 Euro im Jahr, die nicht besteuert werden.

Du zahlst einen nichtmal sichtbaren Bruchteil deren Gelder für den Fiskus.

Wer "sie"? und wer ist reich?

Haselsteiner, Wehinger und andere Bahnunternehmer.

na, denn..... mit Pauschalisierungen und unklaren Worten kommt man recht weit in Gesprächen.^^

Und warum machen die Bahnunternehmer das, zum Spaß oder doch eher weil sie Geld verdienen wollen?

Es liegt in der Natur des Menschen, etwas zu leisten.
Natürlich steckt Spaß auch dahinter, Selbstfürsorge, Gemeinwohl und eben auch das Geldverdienen.
Ein Unternehmer wäre ein schlechter solcher, wenn er nicht auch auf Gewinn hin zielen würde
(gilt analog für den Menschen natürlich ebenso - Unternehmertun ist ja auch was menschliches, natürliches).

und dem Bahnverkehr erst recht nicht.

Schau dir die Ersatzzug- und Ausfallthreads an (und bedenke, dass der RV da überhaupt nicht berücksichtigt wird).

Na, das wäre doch der beste Beleg FÜR Bahnliberalisierung, FÜR mehr Wettbewerb.

Durch Liberalisierung und Wettbewerb sind die Probleme entstanden - wie sollen da mehr Liberalisierung und mehr Wettbewerb sie lösen?

Wo gibt es denn den Wettbewerb im ICE-, im IC-Verkehr? Ich seh ihn nicht.
Du schreibst, im real liberalisierten RV gibts hier keine Ersatzzug- und Ausfallthreads.
Der Logik nach wird es auch keine Ersatzzug- und Ausfallthreads geben, wenn es denn den Wettbewerb auch im ICE-Verkehr geben würde.
klingt nur logisch.

Im letzten Jahr vor der Bahnreform (1993) kosteten Bundesbahn und Reichsbahn den Steuerzahler umgerechnet 8,2 Milliarden Euro.

Zehn Jahre nach der Bahnreform (2004) kosteten Regionalisierungsmittel, Investitions- und Infrastrukturzuschüsse und das Eisenbahn-Bundesamt den Steuerzahler insgesamt 10,1 Milliarden Euro. Davon kamen 0,5 Milliarden Euro als Dividende zurück, macht also ein Defizit von 9,6 Milliarden. 1,4 Milliarden MEHR als vor der Bahnreform.

Du vergleichst eine Zahl von 1993 mit 2011? lol

1993 mit 2004. Aktuelle Zahlen sind schwer zu bekommen

Du nanntest lediglich von allen stets öffentlich einsehbare Staatsausgaben.
Wenn die schwer zu bekommen sein sollten, dann hätten Bund & Länder ein wahrliches rechtliches Öffentlichkeitsproblem.

(wäre ja noch schöner, wenn der Bürger selber nachrechnen dürfte, wie er beschissen wird).

aber sonst gehts noch gut, oder?
ach nee, für so einen Satz wird man ja hier neuerdings verwarnt,
dann sollte ich Dich besser auf Deine Paranoia hinweisen, und Dir ne Therapie empfehlen. ^^

Also, wieviel Milliarden sind die von 1993 heute? 20 Milliarden? 30 milliarden?

Die 8,2 Milliarden Euro (1993) entsprechen etwa 9,4 Milliarden Euro (2004).

ahja, und der Bundeshaushalt ist heute auch in etwa in der selben Höhe wie 1993?
haha, der gut, bzw. vielmehr makaber, harhar.
Wenn dem wirklich so wäre, hätten wir keine Schuldenprobleme mehr und vor allem erheblich geringere Steuersätze, dank FDP und sie selbst nicht die Probleme, die sie jetzt hat.
Ist aber nicht so.^^

Wir haben durch die Bahnreform jährlich eine Entlastung in Millardenhöhe,

Soeben als Falschbehauptung entlarvt.

nee, eben nicht. s.o.
Und lies mal in der Literatur nach.

bei gleichzeitigem Zugewinn an Zugkilometer in Milliardenhöhe,

Zur Abwechslung einmal keine falsche Aussage von dir.

Na, immerhin siehst Du das so. Und das bei um milliarden weniger Staatsausgaben(Deine Quelle).
Scheint also doch nicht so schlecht zu sein, Deine böse Bahnreform.

Nun eine Frage: Was bringt jemanden dazu, vom Auto auf die Bahn umzusteigen?
- Durch Liberalisierung: teurere Tarife

Die Tarife sind billiger günstiger, flexibler als vor der Reform.

- Durch Liberalisierung: bunte Züge

stets neue modernere auch buntere Züge, ja.
nicht mehr alte züge in grau bis dreckigsilber.

- Durch technischen Fortschritt: schnellere und barrierefreie Züge
- Durch kluge Verkehrsplanung: Taktverkehr

genau. auch nicht zu unterschätzen. Sehr wichtige Fortschritte durch die Bahnreform.

mit erheblich flexibleren Tarifen, günstigeren Angeboten,

Zugbindung ist also flexibler als Normalpreis, gut zu wissen.

Zugbindung im Nahverkehr? wo das? Es gibt ne Lenkung auf für ab 9 Uhr für die günstigen Tarife - spezielle Zugbindung ist da aber nicht bei.
Die Zugbindung ist für die Zeitflexiblen, genau. Sie können auch am Donnerstag bzw. Montagfrüh fahren, wenn es denn deutlich günstiger ist und sie sich dafür dann auf einen bestimmten Zug festlegen.

mehr Service & Komfort (Dienstleistungen statt Beförderungbehördenbahn)

Endlich Plastiksitze - diese weichen, gepolsterten Sitze hat ja kein Mensch ausgehalten.

Plastik? Die Stoffsitze im NV ist sicher um welten besser als was es an Holzbelägen in Klapperkisten vorher gab, zudem ergonomischer.

und moderneren Zügen,

Überraschung: Züge 2011 sind moderner als Züge 1993.

wie wenig überrascht Du auch wahrlich sein magst.
Da draußen in der Realität ist es die Masse wahrlich.
Früher fuhr man nunmal in jahrzehntealten stingenden silbergrauen Zügen rum....
Demgegenüber ist die heutige Realität wahrlich überraschend.

nebst schöneren Bahnanlagen & Bahnhöfen, wo nicht mehr einfach nur Penner rumlungern.

Wenn für dich unkrautübersäte Bahnsteige und graffitiverzierte Wartehäuschen eine Augenweide sind, stimmt das wohl.

..genau das war die Realität auf den 6000 Bahnstationen damals - heute schon lange nicht mehr.

Das Image der Bahn ist beträchtlich gestiegen. Jetzt fährt man einfach mal so Bahn, auch notorische Autofahrer etc.

Die Technik hat sich in achtzehn Jahren weiterentwickelt und ermöglicht schnellere Züge als zuvor.

ja. Hervorragender Pluspunkt der Reform.

Das kann man entweder billig haben (sozialisierte Bahn) oder teuer (privatisierte Bahn).

Die sozialisierten Bahnen sind die Bahnen, die aus der Bahnreform hervorentsprungen sind.
Und ja, sie sind für uns Endkunden und für den Staat billig und gut.
Teuer war uns die Behördenbundesbahn - die war alles andere als privatisiert
und gibt es zum Glück nicht mehr.
Jedes Jahr Mrd an Defizit....... heute gibts ein Plus in Millardenhöhe.

Nicht meckern, sonden Bahnunternehmen gründen!

Ösi, Mittwoch, 14.09.2011, 18:40 (vor 5299 Tagen) @ Henrik

Züge mietest oder kaufst Du, Deine Beschäftigten bezahlst Du, Gebühren ebenso - das alles von den Einnahmen.

Das heißt, ich muss meine Züge, Beschäftigten und Gebühren erst bezahlen, wenn ich entsprechend viel Geld eingenommen habe? Oder wollen die Geschäftspartner vielleicht doch eher binnen Monatsfrist das Geld sehen anstatt "in fünf Jahren, wenn wir genug verdient haben"?

Sie zahlen 2,5%, wenn sie Geld in eine Stiftung einbringen, und 25%, wenn sie das Geld entnehmen.


na, ist doch gut so.

Ich zahle hingegen - abhängig von meinem Einkommen - 36,5%, 43% oder 50%, abgesehen von den ersten 11.000 Euro im Jahr, die nicht besteuert werden.


Du zahlst einen nichtmal sichtbaren Bruchteil deren Gelder für den Fiskus.

Also du findest es in Ordnung, dass man (prozentuell gesehen) weniger Steuern bezahlt, je mehr man verdient? Progressive Einkommenssteuer mal umgekehrt?

(gilt analog für den Menschen natürlich ebenso - Unternehmertun ist ja auch was menschliches, natürliches).

Zeitlich gesehen ist in der Geschichte des Menschen Unternehmertum zur Gewinnerzielung eine Fußnote.

Wo gibt es denn den Wettbewerb im ICE-, im IC-Verkehr? Ich seh ihn nicht.
Du schreibst, im real liberalisierten RV gibts hier keine Ersatzzug- und Ausfallthreads.
Der Logik nach wird es auch keine Ersatzzug- und Ausfallthreads geben, wenn es denn den Wettbewerb auch im ICE-Verkehr geben würde.
klingt nur logisch.

*kopfschüttel*
Ich meinte damit: Obwohl wir eine ganze Betriebssparte ausblenden, gibt es pro Tag noch genügend Abweichungen vom Fahrplan.

Du nanntest lediglich von allen stets öffentlich einsehbare Staatsausgaben.
Wenn die schwer zu bekommen sein sollten, dann hätten Bund & Länder ein wahrliches rechtliches Öffentlichkeitsproblem.

Es gibt keine Übersicht über die Gesamtkosten der Bahn. Es gibt lediglich einzelne Übersichten: da Regionalisierungsmittel, dort Projekt X, an anderer Stelle Projekt Y ... man könnte mehrere Wochen daran sitzen, alle realen Kosten der Bahn zu berücksichtigen.

ahja, und der Bundeshaushalt ist heute auch in etwa in der selben Höhe wie 1993?
haha, der gut, bzw. vielmehr makaber, harhar.
Wenn dem wirklich so wäre, hätten wir keine Schuldenprobleme mehr und vor allem erheblich geringere Steuersätze, dank FDP und sie selbst nicht die Probleme, die sie jetzt hat.
Ist aber nicht so.^^

Wenn wir niedrigere Steuern hätten, hätten wir weniger Schulden. So funktioniert Wirtschaft a la Henrik.

nee, eben nicht. s.o.

Na, immerhin siehst Du das so. Und das bei um milliarden weniger Staatsausgaben(Deine Quelle).
Scheint also doch nicht so schlecht zu sein, Deine böse Bahnreform.

9,6 Milliarden Euro sind weniger als 8,2 bzw. 9,4 Milliarden Euro. So funktioniert Mathematik a la Henrik.

Und lies mal in der Literatur nach.

Das nenne ich einmal eine tolle Quellenangabe.

Die Tarife sind billiger günstiger, flexibler als vor der Reform.

So realitätsfremd ist nicht einmal die Bahn selber.

- Durch technischen Fortschritt: schnellere und barrierefreie Züge
- Durch kluge Verkehrsplanung: Taktverkehr


genau. auch nicht zu unterschätzen. Sehr wichtige Fortschritte durch die Bahnreform.

Nur, dass genau diese Fortschritte nichts mit der Bahnreform zu tun haben und es sie auch ohne Bahnreform geben würde (Österreich bis vor kurzem, Schweiz).

..genau das war die Realität auf den 6000 Bahnstationen damals - heute schon lange nicht mehr.

Wann bist du das letzte Mal Bahn gefahren?
Oder reden wir hier über unterschiedliche Länder?

Teuer war uns die Behördenbundesbahn - die war alles andere als privatisiert
und gibt es zum Glück nicht mehr.
Jedes Jahr Mrd an Defizit....... heute gibts ein Plus in Millardenhöhe.

9,6 Milliarden Euro Minus sind kein "Plus in Milliardenhöhe". Punkt.

Nicht meckern, sonden Bahnunternehmen gründen!

Henrik, Mittwoch, 14.09.2011, 20:44 (vor 5299 Tagen) @ Ösi

Züge mietest oder kaufst Du, Deine Beschäftigten bezahlst Du, Gebühren ebenso - das alles von den Einnahmen.

Das heißt, ich muss meine Züge, Beschäftigten und Gebühren erst bezahlen, wenn ich entsprechend viel Geld eingenommen habe? Oder wollen die Geschäftspartner vielleicht doch eher binnen Monatsfrist das Geld sehen anstatt "in fünf Jahren, wenn wir genug verdient haben"?

Das kommt drauf an. Du kannst Züge mieten, kaufen, sofort abbezahlen, auf Raten etc.
Geld wirst Du sofort bekommen.
Kein Unternehmer wird einfach so 5 Jahre lang für lau arbeiten und dann hoffen, dass dann das versprochene Geld fließt.

Sie zahlen 2,5%, wenn sie Geld in eine Stiftung einbringen, und 25%, wenn sie das Geld entnehmen.

na, ist doch gut so.

Ich zahle hingegen - abhängig von meinem Einkommen - 36,5%, 43% oder 50%, abgesehen von den ersten 11.000 Euro im Jahr, die nicht besteuert werden.

Du zahlst einen nichtmal sichtbaren Bruchteil deren Gelder für den Fiskus.

Also du findest es in Ordnung, dass man (prozentuell gesehen) weniger Steuern bezahlt, je mehr man verdient? Progressive Einkommenssteuer mal umgekehrt?

Unser Steuersystem ist so aufgebaut, dass die Einkommenssteuer höher ist, je mehr verdient wird.

(gilt analog für den Menschen natürlich ebenso - Unternehmertun ist ja auch was menschliches, natürliches).

Zeitlich gesehen ist in der Geschichte des Menschen Unternehmertum zur Gewinnerzielung eine Fußnote.

Unternehmertum, Unternehmerprinzipien gibt es seit es Menschen gibt.
Der Mensch will immer mehr - das liegt in seiner Natur.

Wo gibt es denn den Wettbewerb im ICE-, im IC-Verkehr? Ich seh ihn nicht.
Du schreibst, im real liberalisierten RV gibts hier keine Ersatzzug- und Ausfallthreads.
Der Logik nach wird es auch keine Ersatzzug- und Ausfallthreads geben, wenn es denn den Wettbewerb auch im ICE-Verkehr geben würde.
klingt nur logisch.

*kopfschüttel*
Ich meinte damit: Obwohl wir eine ganze Betriebssparte ausblenden, gibt es pro Tag noch genügend Abweichungen vom Fahrplan.

Wir sind hier nunmal im ICE-Forum.
im ICE-Bereich gibt es keinen Wettbewerb

Du nanntest lediglich von allen stets öffentlich einsehbare Staatsausgaben.
Wenn die schwer zu bekommen sein sollten, dann hätten Bund & Länder ein wahrliches rechtliches Öffentlichkeitsproblem.

Es gibt keine Übersicht über die Gesamtkosten der Bahn. Es gibt lediglich einzelne Übersichten: da Regionalisierungsmittel, dort Projekt X, an anderer Stelle Projekt Y ... man könnte mehrere Wochen daran sitzen, alle realen Kosten der Bahn zu berücksichtigen.

Regionalisierungsmittel, Investitionen nach BSchwAG, BKZ etc.
Wo ist das Problem? Alles vorhanden in den Ausgabenberichten.

ahja, und der Bundeshaushalt ist heute auch in etwa in der selben Höhe wie 1993?
haha, der gut, bzw. vielmehr makaber, harhar.
Wenn dem wirklich so wäre, hätten wir keine Schuldenprobleme mehr und vor allem erheblich geringere Steuersätze, dank FDP und sie selbst nicht die Probleme, die sie jetzt hat.
Ist aber nicht so.^^

Wenn wir niedrigere Steuern hätten, hätten wir weniger Schulden.

Die geplanten Steuerreformen und Steuersenkungen werden aktuell wegen der Schuldenlage nicht umgesetzt.
Wären die Staatsausgaben seit 1993 kaum bis nur unwesentlioch gestiegen(s.o.),
hätten wir heute nicht die Schulden, die wir haben (die wir einfach nur wegen den Ausgaben haben - der Staat hat keine Einnahmenprobleme).
Ergo gäbe es die Reform und die Steuerentlastung.

nee, eben nicht. s.o.
Na, immerhin siehst Du das so. Und das bei um milliarden weniger Staatsausgaben(Deine Quelle).
Scheint also doch nicht so schlecht zu sein, Deine böse Bahnreform.

9,6 Milliarden Euro sind weniger als 8,2 bzw. 9,4 Milliarden Euro.

fernab davon was das für Zahlen sind und wo sie herkommen, ob überhaupt vergleichbar,
selbstverständlich sind 16 Mrd DM in 1993 damals mehr gewesen als heute 9,4 Mrd Euro.

Und lies mal in der Literatur nach.

Das nenne ich einmal eine tolle Quellenangabe.

hm?
Wenn Du mich hier in diesem und anderen Foren kennst, kennste auch den Lit.-Hinweis auf ETR & DB/BB auf meiner Stirn.^^
Geh mit "Bahnreform" in Deiner Bilbliothek auf Suche.
als erstes solltes Du Dir antun Das Gutachten der Regierungskommission Bundesbahn, Dez. 1991,
findest Du auch in der Fachliteratur, in den Ausgaben der ETR, DB/BB
Auch sehr empfehlenswert "Die Bahnstrukturreform", IfW, Okt. 1994

Die Tarife sind billiger günstiger, flexibler als vor der Reform.

So realitätsfremd ist nicht einmal die Bahn selber.

Es war eines der wichtigsten Ziele der Bahnreform, das starre behördliche politische Korsett der Bundesbahn abzuschaffen und durch nun deutlich flexiblere Strukturen zu ersetzen.
Für 19 Euro mal eben im ICE von Berlin nach München?
undenkbar damals.

- Durch technischen Fortschritt: schnellere und barrierefreie Züge
- Durch kluge Verkehrsplanung: Taktverkehr

genau. auch nicht zu unterschätzen. Sehr wichtige Fortschritte durch die Bahnreform.

Nur, dass genau diese Fortschritte nichts mit der Bahnreform zu tun haben und es sie auch ohne Bahnreform geben würde.

Nein. Es gibt mehr Effizienz, deutliche strukturelle Veränderungen, mehr Wettbewerb etc.,
nicht mehr das politisch behördliche Korsett, bei dem alles gebilligt und genehmigt werden musste.
Das war eine elementare Forderung der Regierungskommission.
Wäre so vorher nicht möglich gewesen, war auch ein wichtiger Punkt der Reform, s.o.

..genau das war die Realität auf den 6000 Bahnstationen damals - heute schon lange nicht mehr.

Wann bist du das letzte Mal Bahn gefahren?
Oder reden wir hier über unterschiedliche Länder?

möglich. ich von Deutschland und den modernisierten 6000 Bahnstationen, deren Umgestaltung ich in letzten Jahrzehnten mit verfolgt hab, von ersten Planungen bis zur Fertigstellung. Mittlerweile sind ja sogar Bielefeld & Kiel fertiggestellt. ;)

Teuer war uns die Behördenbundesbahn - die war alles andere als privatisiert
und gibt es zum Glück nicht mehr.
Jedes Jahr Mrd an Defizit....... heute gibts ein Plus in Millardenhöhe.

9,6 Milliarden Euro Minus sind kein "Plus in Milliardenhöhe". Punkt.

Mit 9,6 Mrd Euro meinst Du die Investition des Bundes in Instandhaltung sowie Neubau,
plus die Subventionen in den Nahverkehr, die Regionalisierungmittel.
Rechne da den Gewinn der DB gegen.

Und jetzt vergleiche mit den Milliarden Defizite der Bahn vor 1993 plus damaliger Aufwendungen des Bundes.

Jeder Tag um den die Bahnreform hinausgezögert worden wäre, hätte den Steuerzahler 27 Mio DM gekostet, ein ganzes Jahr 10 Mrd DM.
Die Fehlbeträge plus Bundeszuschüsse hätten sich bis zum Jahre 2002 auf insgesamt 535 Mrd DM addiert (Dürr, vorm Verwaltungsrat, Frühjahr 1992).

"Bei Fortbestand der derzeitigen Situation werden in den nächsten 10 Jahren bei beiden Bahnen Verluste von rund 180 Mrd DM (*) auflaufen. Der sich insgesamt für den Bund in dieser Zeit ergebende Finanzbedarf droht, einen Betrag von mehr als 400 Mrd DM zu erreichen."
Eckpunktepapier der Regierungskommission Bundesbahn, halbes Jahr vor Veröffentlichung des Gutachtens,
(*) im Gutachten waren daraus dann 266 Mrd DM geworden

...weitere 6 Monate später wurden sie auf 280 Mrd DM geschätzt (Bilanzpressekonferenz Mai 1992),
die Belastungen des Bundes auf über 500 Mrd DM.

Nicht meckern, sonden Bahnunternehmen gründen!

Ösi, Donnerstag, 15.09.2011, 13:33 (vor 5298 Tagen) @ Henrik

Das kommt drauf an. Du kannst Züge mieten, kaufen, sofort abbezahlen, auf Raten etc.
Geld wirst Du sofort bekommen.
Kein Unternehmer wird einfach so 5 Jahre lang für lau arbeiten und dann hoffen, dass dann das versprochene Geld fließt.

Im SPFV tröpfelt das Geld mit den Fahrkarteneinnahmen ein. HKX, Westbahn und Co. rechnen alle mit mehreren Jahren, in denen sie rote Zahlen schreiben.

Unser Steuersystem ist so aufgebaut, dass die Einkommenssteuer höher ist, je mehr verdient wird.

Nur dass es eben ab einem gewissen Betrag die Möglichkeit gibt, die Einkommenssteuer zu umgehen und weniger Steuern zu zahlen.

Wir sind hier nunmal im ICE-Forum.
im ICE-Bereich gibt es keinen Wettbewerb

Gut so. Man sieht ja, was bereits die Wettbewerbsorientierung der DB angerichtet hat.

Regionalisierungsmittel, Investitionen nach BSchwAG, BKZ etc.
Wo ist das Problem? Alles vorhanden in den Ausgabenberichten.

Das Problem ist das "etc." Du musst z.B. auch die Kosten für das Eisenbahn-Bundesamt hineinrechnen und für Bundespolizisten, die vor der Bahnreform Bahnpolizisten waren.

Die geplanten Steuerreformen und Steuersenkungen werden aktuell wegen der Schuldenlage nicht umgesetzt.
Wären die Staatsausgaben seit 1993 kaum bis nur unwesentlioch gestiegen(s.o.),
hätten wir heute nicht die Schulden, die wir haben (die wir einfach nur wegen den Ausgaben haben - der Staat hat keine Einnahmenprobleme).
Ergo gäbe es die Reform und die Steuerentlastung.

Die Ausgaben werden jedes Jahr weiter steigen - und es gibt keine Möglichkeit, dies aufzuhalten, außer durch Kürzung der Leistungen. Eine Verwaltungsreform o.ä. würde lediglich einen einmaligen Entlastungseffekt bringen.

Aber das macht zum Glück nichts, denn die Wirtschaftsleistung steigt ebenso.

nee, eben nicht. s.o.
Na, immerhin siehst Du das so. Und das bei um milliarden weniger Staatsausgaben(Deine Quelle).
Scheint also doch nicht so schlecht zu sein, Deine böse Bahnreform.

9,6 Milliarden Euro sind weniger als 8,2 bzw. 9,4 Milliarden Euro.


fernab davon was das für Zahlen sind und wo sie herkommen, ob überhaupt vergleichbar,
selbstverständlich sind 16 Mrd DM in 1993 damals mehr gewesen als heute 9,4 Mrd Euro.

Und eine Birne ist grüner als ein Apfel.

Noch einmal zum Mitschreiben:

Gesamtkosten der Bahn für den Steuerzahler 1993: 16,4 Milliarden DM = 8,2 Milliarden Euro.

Ausgaben des Steuerzahlers für die Bahn 2004: 10,1 Milliarden Euro.
Dividende der Bahn 2004: 500 Millionen Euro.
Gesamtkosten der Bahn für den Steuerzahler 2004: 9,6 Milliarden Euro.

Inflationsbereinigt:

Gesamtkosten der Bahn für den Steuerzahler 1993, in Euro des Jahres 2004: 9,4 Milliarden Euro.
Gesamtkosten der Bahn für den Steuerzahler 2004, in Euro des Jahres 2004: 9,6 Milliarden Euro.

Es war eines der wichtigsten Ziele der Bahnreform, das starre behördliche politische Korsett der Bundesbahn abzuschaffen und durch nun deutlich flexiblere Strukturen zu ersetzen.
Für 19 Euro mal eben im ICE von Berlin nach München?
undenkbar damals.

Für 129 Euro mal eben im ICE von Hamburg nach München? Undenkbar damals.
BahnCard mit 50% Rabatt mal eben um 230 Euro? Undenkbar damals.

Nein. Es gibt mehr Effizienz, deutliche strukturelle Veränderungen, mehr Wettbewerb etc.,
nicht mehr das politisch behördliche Korsett, bei dem alles gebilligt und genehmigt werden musste.
Das war eine elementare Forderung der Regierungskommission.
Wäre so vorher nicht möglich gewesen, war auch ein wichtiger Punkt der Reform, s.o.

Was hat das "politisch behördliche Korsett" mit Niederflurfahrzeugen oder Taktverkehr zu tun? Gibt und gab es auch in Österreich und der Schweiz.

möglich. ich von Deutschland und den modernisierten 6000 Bahnstationen, deren Umgestaltung ich in letzten Jahrzehnten mit verfolgt hab, von ersten Planungen bis zur Fertigstellung. Mittlerweile sind ja sogar Bielefeld & Kiel fertiggestellt. ;)

Wenn du schon Zahlen erfinden musst, führe zuerst eine Plausibilitätsprüfung durch. Es gibt nämlich nur 5.400 Bahnstationen in ganz Deutschland.

Mit 9,6 Mrd Euro meinst Du die Investition des Bundes in Instandhaltung sowie Neubau,
plus die Subventionen in den Nahverkehr, die Regionalisierungmittel.
Rechne da den Gewinn der DB gegen.

Nein, die 9,6 Milliarden Euro beinhalten schon den Gewinn.
Ausgaben = 10,1 Milliarden Euro
Dividende = -500 Millionen Euro
Gesamtkosten = 9,6 Milliarden Euro

Und jetzt vergleiche mit den Milliarden Defizite der Bahn vor 1993 plus damaliger Aufwendungen des Bundes.

Damalige Aufwendung des Bundes (Gesamtkosten) = 8,2 Milliarden Euro, oder 9,4 Milliarden Euro inflationsbereinigt.

Eindeutiges Fazit: Staatsbahn ist billiger.

Jeder Tag um den die Bahnreform hinausgezögert worden wäre, hätte den Steuerzahler 27 Mio DM gekostet, ein ganzes Jahr 10 Mrd DM.
Die Fehlbeträge plus Bundeszuschüsse hätten sich bis zum Jahre 2002 auf insgesamt 535 Mrd DM addiert (Dürr, vorm Verwaltungsrat, Frühjahr 1992).

"Bei Fortbestand der derzeitigen Situation werden in den nächsten 10 Jahren bei beiden Bahnen Verluste von rund 180 Mrd DM (*) auflaufen. Der sich insgesamt für den Bund in dieser Zeit ergebende Finanzbedarf droht, einen Betrag von mehr als 400 Mrd DM zu erreichen."
Eckpunktepapier der Regierungskommission Bundesbahn, halbes Jahr vor Veröffentlichung des Gutachtens,
(*) im Gutachten waren daraus dann 266 Mrd DM geworden

...weitere 6 Monate später wurden sie auf 280 Mrd DM geschätzt (Bilanzpressekonferenz Mai 1992),
die Belastungen des Bundes auf über 500 Mrd DM.

Diese Zahlen waren entweder beabsichtigt oder unbeabsichtigt falsch. Die reformierte Bahn kostet den Steuerzahler mehr als die nicht reformierte.

Nicht meckern, sonden Bahnunternehmen gründen!

SvenHamburg, Mittwoch, 14.09.2011, 17:12 (vor 5299 Tagen) @ Oscar (NL)

Wenn der Hamburg -Köln-Express wenn er den mal fährt ordentlich Werbung machen würde dann kann man schon die Leute aus den IC-Züge locken.Reicht ja schon zu plakatieren mit -- > Wir sind günstiger, wir haben breitere schön gut gepolsterte Sitze.Solositze in der 2.Kl und ein Essen in der 1.Kl in Preiss inbegriffen und dann Liebe "DB" könnt ihr das auch?So als Spruch würde mich überzeugen.Aber D ist ein Autoland, meine Verwandten kennen die DB nur aus TV.Was nützt es wenn man keine Werbung macht und die schönen kostenlosen Broschüren wie die Europa Broschüre nur in Reisezentren ausliegt ,wo kein Autofahrem hinkommt. Sowas sollte man mal als Werbung in Briefkästen verteilen oder in Tageszeitung mit reinlegen.

Nicht meckern, sonden Bahnunternehmen gründen!

Lars(DK), Mittwoch, 14.09.2011, 17:26 (vor 5299 Tagen) @ SvenHamburg

Hej Sven
Ja, das fällt mir auch immer wieder auf. Bei uns trifft sich halt alles im Zug ;-)
Gerade beim so gut ausgebauten deutschen Bahnsystem wundert mich die Liebe zur Autobahn und dem Gedrängel dort. Ich erlebe aber häufig, dass private oder geschäftliche Kontakte in Deutschland erstaunt sind, dass ich per Bahn reise "Wie - Sie sind mit der Bahn gekommen? Geht das überhaupt?? Dauert das nicht sehr lange???".
Und ich finde wirklich, dass die DB im europäischen Vergleich sehr weit vorne liegt (sie hat ja den ICE;-), gerade wenn man die Grösse und Komplexität des Landes berücksichtigt.
Bg
Lars

Bahn fahren: ja, das geht (nicht)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 14.09.2011, 19:49 (vor 5299 Tagen) @ Lars(DK)

Hallo Lars(DK),

Gerade beim so gut ausgebauten deutschen Bahnsystem wundert mich die Liebe zur Autobahn und dem Gedrängel dort.

Mich nicht:

1. Trotz Fernverkehr in 15-Minutentakt steht bei uns in NL jeden Tag eine dreistellige Kilometerzahl an Staus auf unseren Autobahnen.
2. Die Schweizer fahren nicht nur sehr viel Bahn, sondern auch sehr viel Auto, zudem in "dicken" Autos.

Ich erlebe aber häufig, dass private oder geschäftliche Kontakte in Deutschland erstaunt sind, dass ich per Bahn reise "Wie - Sie sind mit der Bahn gekommen? Geht das überhaupt?? Dauert das nicht sehr lange???".

..."die Bahn fährt dort ab wo ich nicht bin, bringt mich dort hin wo ich nicht sein möchte, an einem Zeitpunkt der mir nicht passt" (so ein eingefleischter autofahrender Kollege bei mir auf der Arbeit).

Andererseits: ich verreise bequem mit der Bahn zu meinen Breitensportturnieren. Zwar bin ich nicht schneller, aber ich lasse mich bequem in meinem 200 Meter langen bis zu 300 km/h schnellen Limousine samt Fahrer durch die Gegend chauffieren, während meine Kollegen etliche Staus und Baustellen auf den Autobahnen verkraften müssen.

Und ich finde wirklich, dass die DB im europäischen Vergleich sehr weit vorne liegt (sie hat ja den ICE;-), gerade wenn man die Grösse und Komplexität des Landes berücksichtigt.

Dennoch ist da einiges an Verbesserung möglich, vor allem, wenn man bedenkt dass die Franzosen jetzt nicht nur Rennbahnen bauen sondern auch heftig in den Regionalverkehr investieren: eine vierstellige Zahl an neuen attraktiven Fahrzeugen + landesweiter ITF (cadencement).


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Bahn fahren: ja, das geht (nicht)

Lars(DK), Mittwoch, 14.09.2011, 23:56 (vor 5299 Tagen) @ Oscar (NL)

Hej Oscar

Mich nicht:

1. Trotz Fernverkehr in 15-Minutentakt steht bei uns in NL jeden Tag eine dreistellige Kilometerzahl an Staus auf unseren Autobahnen.
2. Die Schweizer fahren nicht nur sehr viel Bahn, sondern auch sehr viel Auto, zudem in "dicken" Autos.

Vielleicht bin ich ein Bahnfossil ;-). Wenn ich im Auto von DK nach NL fahre, bin ich einfach kaputt, weil ich aus DK kommend spätestens in Bremen den schweren Verkehr satt habe und eine Übernachtung um OL einlege. In der Bahn kann ich weit reisen und ankommen mit dem Gefühl, viel geschafft zu haben, und zudem noch Zeit für mich zu haben. Ich vermute aber, das ein grosses Problem in der Undurchsichtigkeit des ÖV liegt. Als häufiger Nutzer weiss man wie das System funktioniert, worauf zu achten ist und wie man bei Störungen reagiert. Als neuer oder seltener Nutzer ist es halt ein Buch mit vielen Siegeln. Lustig finde ich immer, dass viele problemlos um die halbe Welt jetten können, aber den Sitzplatz im Zug anhand der Übereinstimmung von Sitzplatznummer und Reservierung eher nicht ;-))) Ich finde es aber immer wieder nett, Neu- oder Wiedernutzern bei den ersten Gehversuchen beizustehen ;-))


..."die Bahn fährt dort ab wo ich nicht bin, bringt mich dort hin wo ich nicht sein möchte, an einem Zeitpunkt der mir nicht passt" (so ein eingefleischter autofahrender Kollege bei mir auf der Arbeit).

Deswegen finde ich die Häufigkeit des Takts der NS genau den richtigen Weg. Die DSB versucht es auch, obgleich schon sehr verzögert im Vergleich zur NS (Halbstundentakt, z.B). Wann immer aber dichter Takt (z.b. S-Bahn mit 5 Minutenabstand, A-Busse im Abstand 3-7 Minuten, in den Aussenstunden 10 Minuten) eingeführt wird, ist es immer ein Riesenerfolg.

Und ich finde wirklich, dass die DB im europäischen Vergleich sehr weit vorne liegt (sie hat ja den ICE;-), gerade wenn man die Grösse und Komplexität des Landes berücksichtigt.


Dennoch ist da einiges an Verbesserung möglich, vor allem, wenn man bedenkt dass die Franzosen jetzt nicht nur Rennbahnen bauen sondern auch heftig in den Regionalverkehr investieren: eine vierstellige Zahl an neuen attraktiven Fahrzeugen + landesweiter ITF (cadencement).

Ja, aber noch immer finde ich beachtlich, dass ich viele kleine Nester in D öffentlich erreichen kann, und mir auf Fernstrecken ein schneller, komfortabler FV, häufig mit Restaurant, geboten wird.
Aber wie hier schon häufiger diskutiert, fällt es eben trotz Polyzentrik, Einheitsprojekte, Regionalismus (der Göttinger "Fehler") usw auf, dass HH/B/M nach jahrzehntelanger deutscher HGV-Planung nicht auf TGV-Zeitniveau verbunden sind.

Bg
L

DB macht keine Werbung?

GUB, Bremen, Mittwoch, 14.09.2011, 17:44 (vor 5299 Tagen) @ SvenHamburg
bearbeitet von GUB, Mittwoch, 14.09.2011, 17:46

Wenn der Hamburg -Köln-Express wenn er den mal fährt ordentlich Werbung machen würde dann kann man schon die Leute aus den IC-Züge locken.Reicht ja schon zu plakatieren mit -- > Wir sind günstiger, wir haben breitere schön gut gepolsterte Sitze.Solositze in der 2.Kl und ein Essen in der 1.Kl in Preiss inbegriffen und dann Liebe "DB" könnt ihr das auch?So als Spruch würde mich überzeugen.Aber D ist ein Autoland, meine Verwandten kennen die DB nur aus TV.Was nützt es wenn man keine Werbung macht und die schönen kostenlosen Broschüren wie die Europa Broschüre nur in Reisezentren ausliegt ,wo kein Autofahrem hinkommt. Sowas sollte man mal als Werbung in Briefkästen verteilen oder in Tageszeitung mit reinlegen.

Entschuldige, habe ich das gerade richtig verstanden? Ich finde ja, die DB macht sehr wohl Werbung - nicht mal so wenig und auch in der breiten Öffentlichkeit, normalerweise müsste das schon wirksam sein. So eine Werbekampagne bekommt man ja nicht für lau, das muss sich schon rentieren (zumindest rechnen kann ja die sog. "Plüschetage" und deren junge BWLer - mag man zumindest meinen und hoffen).

Neulich erst in der Süddeutschen eine Werbeanzeige der DB gesehen... ;) Die Werbung im TV mit "Jubeln sie in..." gabs auch. Und regelmäßig Werbeeinschaltungen zu aktuellen Angeboten, z.B: Eis für Kinder bei Familienfahrkarte.

Oder meintest du den HKX? Der Fährt ja noch nicht, da gibts noch nix zu bewerben - zumindest nicht glaubwürdig.

Mfg

DB macht keine Werbung?

SvenHamburg, Mittwoch, 14.09.2011, 21:46 (vor 5299 Tagen) @ GUB

Vielversprechendes Foto gibt es ja schon vom HKK.Müssen ja auch mehr Service bieten wenn Sie gegen Monopolist antreten.Unsinnige Werbung macht die DB.Mann müsste mehr auf das wesentliche Eingehen.Und nicht Sparpreise bewerben.zb Schlafwagen mit Dusche/WC im Abteil anpreisen.99% der deutschen wissen garnicht das es sowas gibt.

DB macht keine Werbung?

GUB, Bremen, Mittwoch, 14.09.2011, 22:27 (vor 5299 Tagen) @ SvenHamburg

Vielversprechendes Foto gibt es ja schon vom HKK.Müssen ja auch mehr Service bieten wenn Sie gegen Monopolist antreten.Unsinnige Werbung macht die DB.Mann müsste mehr auf das wesentliche Eingehen.Und nicht Sparpreise bewerben.zb Schlafwagen mit Dusche/WC im Abteil anpreisen.99% der deutschen wissen garnicht das es sowas gibt.

Bilder allein überzeugen wohl niemanden - v.a. wenn nur vage klar ist, wann das Teil wirklich, verlässlich in Betrieb geht. Da sind wir Deutschen glaube ich zu skeptisch.

Man will die Nachtzüge ja auch langsam einstellen - haben ich zumindest die Vermutung. Angeblich sind dies auch die unwirtschaftlichsten Züge. Man könnte es dann zwar mehr bewerben, aber billiger ist es vielleicht, das Nachtreisen den (gänzlich) Privaten zu überlassen.
Das mit den 99% glaube ich nicht wirklich - DB Autozug wirbt zum Teil damit, da denke ich schon, dass Viele das wissen, und einige es auch - für Reisen in den Urlaub - nutzen.

DB macht keine Werbung?

SvenHamburg, Donnerstag, 15.09.2011, 11:08 (vor 5299 Tagen) @ GUB

Bei diesen Fahrzeiten brauchen mn wirklich keine Werbung für CNL stimmt.Währe mir nur peinlich als Chef wenn man zugeben müsste das man 70er ,80er Jahren schneller war als heute.Für privaten Berlin-Night-Express wird auch keiNE Werbung gemacht aber der Zug ist immer gut Ausgelastet.Mann sollte sich Beispiel glaube an China nehmen da gibt es 250 km schnelle Nachtzüge ,würde sich hier auch anbieten.Gerade Züge aus Hamburg könnten Nachts dann Schnellstrecke bis München benutzen, oder Basel.Hamburg -Rom währe dann schnell erreicht über Nacht. Mann kann ja dann 250 km zwischen - Verona-Rom auch fahren.Selbe gilt für Berlin-München-Rom ab 2017 über NBS.Oder runter nach Nizza ab Dez.gibts ja schon dann nach Südfrankreich Tageszug.Da ja CNL gerne Kurswagen auch Kostengründen mit schleift und so Fahrzeiten in Höhe schiessen kann man ja dann auch bei den Nacht bei den NachtICE maschen mit 2 Zutgteilen.Bis jetzt würde von der breite nur der ICE 1 in Frage kommen das da Schlafwagenabteile platz hätten.

Langsam und zum besser lesen

RhBDirk, Donnerstag, 15.09.2011, 14:15 (vor 5298 Tagen) @ SvenHamburg

Bei diesen Fahrzeiten brauchen mn wirklich keine Werbung für CNL stimmt.Währe mir nur peinlich als Chef wenn man zugeben müsste das man 70er ,80er Jahren schneller war als heute.Für privaten Berlin-Night-Express wird auch keiNE Werbung gemacht aber der Zug ist immer gut Ausgelastet.Mann sollte sich Beispiel glaube an China nehmen da gibt es 250 km schnelle Nachtzüge ,würde sich hier auch anbieten.Gerade Züge aus Hamburg könnten Nachts dann Schnellstrecke bis München benutzen, oder Basel.Hamburg -Rom währe dann schnell erreicht über Nacht. Mann kann ja dann 250 km zwischen - Verona-Rom auch fahren.Selbe gilt für Berlin-München-Rom ab 2017 über NBS.Oder runter nach Nizza ab Dez.gibts ja schon dann nach Südfrankreich Tageszug.Da ja CNL gerne Kurswagen auch Kostengründen mit schleift und so Fahrzeiten in Höhe schiessen kann man ja dann auch bei den Nacht bei den NachtICE maschen mit 2 Zutgteilen.Bis jetzt würde von der breite nur der ICE 1 in Frage kommen das da Schlafwagenabteile platz hätten.

Lieber Sven,

strenge Dich doch bitte mal an, Deine Beiträge ordentlich zu schreiben. Das heisst, mit Groß- und Kleinschreibung, Rechtschreibung und Zeichensetzung.

Danke.

DB macht keine Werbung?

Jogi, Donnerstag, 15.09.2011, 13:59 (vor 5298 Tagen) @ GUB

Vielversprechendes Foto gibt es ja schon vom HKK.

Wo denn? Das Bild auf der HKX-Homepage ist doch eine Computermontage.
Google-Schnellsuche hat auch nichts anderes ergeben.

Bilder allein überzeugen wohl niemanden - v.a. wenn nur vage klar ist, wann das Teil wirklich, verlässlich in Betrieb geht. Da sind wir Deutschen glaube ich zu skeptisch.

Würden beim momentanen HKX-Status wirklich nur Deutsche skeptisch werden? ;-)))

Man will die Nachtzüge ja auch langsam einstellen - haben ich zumindest die Vermutung.

Die sicher zum Teil stimmt. So um die Jahre 2000/2002 herum hat der damalige DB NachtZug nochmals einen Relaunch versucht und sich neu aufgestellt, vor allem in Bezug auf die Verbindungen und auf den gebotenen Service.
Davon ist heute nicht mehr so viel übrig. Beispiel Stuttgart: Von 5 Nachtzugabfahrten (einschließlich Nacht-D-Zug nach Paris) ist heute noch eine übrig. Und der Service - da spricht ja die Frühstücksbox im Schlafwagen Bände ;-))

Angeblich sind dies auch die unwirtschaftlichsten Züge.

Dazu s. diesen Beitragsbaum.

Man könnte es dann zwar mehr bewerben, aber billiger ist es vielleicht, das Nachtreisen den (gänzlich) Privaten zu überlassen.

Na ja, per se ist auch das kein Erfolgsrezept. Erinnert sei z.B. an den privaten Nachtzug Stuttgart-Berlin im WE-Verkehr. Nach zwei Wochen ging der Betreiber insolvent, nachdem ein (privater) Investor abgesprungen ist.
Beim Berlin-Night-Express steckt ja immerhin noch die schwedische Staatsbahn SJ mit drin.

DB macht keine Werbung? Für CNL grad wieder aktuell

RhBDirk, Donnerstag, 15.09.2011, 14:16 (vor 5298 Tagen) @ Jogi
bearbeitet von RhBDirk, Donnerstag, 15.09.2011, 14:17

Also die CNL wird momentan wieder auf großen Aushangplakaten und in Zeitungen beworben - nicht nur an Bahnhöfen sondern auch an Plakatwänden in Fußgängerzonen und Flughäfen.

DB macht keine Werbung? Für CNL grad wieder aktuell

Henrik, Montag, 19.09.2011, 23:42 (vor 5294 Tagen) @ RhBDirk

Also die CNL wird momentan wieder auf großen Aushangplakaten und in Zeitungen beworben - nicht nur an Bahnhöfen sondern auch an Plakatwänden in Fußgängerzonen und Flughäfen.

und auch ganz woanders, weit von zentraler Lage entfernt, an der Peripherie
und auch ganz groß im Radio... sehr gelungen, wie ich finde - wie auch die Plakate.

"Bilder" vom HKX

liebe70, Donnerstag, 15.09.2011, 15:34 (vor 5298 Tagen) @ Jogi

Vielversprechendes Foto gibt es ja schon vom HKK.

Wo denn? Das Bild auf der HKX-Homepage ist doch eine Computermontage.

Vielleicht meint er die Fotos von der vielgescholtenen DSO-Seite? ;-)

1. Klasse Erfahrung

michael_seelze, Mittwoch, 14.09.2011, 09:30 (vor 5300 Tagen) @ BR_103

Da ich bisher nur ein einziges Mal in der 1.Klasse im FV fuhr(dank Sparpreis und Coupon für 29 €), kann ich auch nur von dieser Reise berichten:
Es wurden auf dieser Reise 4 Intercity und ein Intercityexpress genutzt.

Zunächst zum Sitzkomfort:
In den beiden Avmz 109.3 waren die Sitze bequem. Sie waren noch mit einer Art Federkern versehen. Die Kopfteile ließen sich in Stufen als Ganzes verstellen, wobei sie in der obersten Stellung für mich mit 1,75 m Größe gerade hoch genug waren.
Im folgenden Avmz 109.2 gab es nur harte Schaumstoffsitze, die ich für eine längere Reise gegenüber den Federkernsitzen weniger geeignet finde. Die Kopfstützen waren an den üblichen Bändern angehängt und sollten zwischen den "Ohren" halten. Allerdings rutschten sie herunter, sobald man nicht mehr den Kopf daran anlehnte (= normaler Verschleiß).
Die Ledersitze im ICE 1 gefielen mir gut. Ich schätze sie auf jeden Fall als bequemer ein als die Schaumstoffsitze im Avmz 109.2.
Von den IC-Wagen schnitt bei mir der Avmz 108.1 am besten ab.
Schöne helle Holzvertäfelung und Sitzgestühl wie im Avmz 109.3.

Zum Service:
In einem IC erfolgte in 50min Reisezeit keine Fahrkartenkontrolle und damit auch kein APS. Jedoch war eine FAZ im Abteil bereits vorhanden.
In den beiden darauf folgenden IC erfolgte mit der Fahrkartenkontrolle der APS (Frage nach Speisewünschen aus dem Speisewagen. Beim letzten genutzten IC entfiel die Frage nach Speisewünschen, weil er keinen Speisewagen/Bistro führte.
Im ICE erfolgte der APS vorbildlich. Eine Süddeutsche Zeitung war noch zu bekommen, und man entschuldigte sich dafür, dass der Zug nicht mit der FAZ beliefert worden war. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass es die (im Internet von der Bahn beworbenen) kleinen Aufmerksamkeiten (Goodies)nur vor ausgewählten Bahnhöfen gibt. Welche sind das? Vor Hannover erhielt ich dann das Rafaelo-Konfekt.

Zu den DB-Lounges:
In Hamburg erhielt ich das schon von einem anderen User erwähnte Tomate-Mozarella-Sandwich. Es schmeckt zwar nicht wirklich nach Tomate, aber als Vollkornbrot ist es durchaus gesund. Auch die Bedienung mit Getränken war gut und freundlich.
Bremen und Hannover waren auch bequem und die Heißgetränke gut. In letzterer Lounge konnte man vor Schließung der Lounge sogar noch zu kostenlosen Tageszeitungen kommen. "Die Zeit" musste als Wochenzeitung da bleiben, weil es nur 4 Exemplare für eine Woche gibt.

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