...darum kein HGV in Obamaland! (Allgemeines Forum)

Meinrad aus Kanada, Oakville, Canada, Mittwoch, 12.11.2008, 00:39 (vor 6339 Tagen) @ Rheinländer

Ich bin mir ziemlich sicher das ein HGV-Verkehr in den USA ähnlich erfolgreich sein könnte wie in Japan. Hinzu kommt noch, dass ein HGV-Verkehr auch massiv die Flughäfen entlasten könnte. Somit gibt es mehr Freiraum für Langstreckenflüge.

Ist das eine HGV-Projekt erstmal in Betrieb werden viele Folgen denke ich mal.

Ich habe das Gefuehl dass Du noch nie hier in Nordamerika gewesen bist. Der Grossraum Ottawa hat 1 Million Einwohner (wie Frankfurt), der Grossraum Montreal hat 2 Millionen Einwohner (wie Stuttgart). Die Entfernung betraegt 199km, also wie F-S. Mit dem Auto (und mit unserer 100km/h Limite auf der Autobahn) geht das in etwa 2:15h. Der Zug braucht 1:52h. Es fahren gerade einmal 6 Zuege pro Tag, je mit 4 bis 5 Wagen. Trotz Bord-WiFi, voller Mahlzeit in der 1. Klasse, ist damit das Fahrgastpotential ausgereizt.
Die Sache sieht noch schlechter aus in den USA. Der Grossraum Los Angeles hat 10 Millionen Bevoelkerung, San Diego 1.5 Mio; Distanz: 195km. Da gibt es am Tag 12 Zuege pro Richtung, ebenfalls mit dem Fassungsvermoegen eines 415.
Da muss noch viel geschehen, bis sich Otto Normalverbraucher in einen Zug setzt, gerade auch weil die OePNAV-Anbindung am Zielort unter aller Sau ist. Dabei stechen Kalifornien und Kanada noch als "Musterknaben" hervor. Die HGV-Milliarden werden noch lange nicht zur Verfuegung stehen in einem Land, das gerade seinen Schuldenberg im Handstreich um 1000 Milliarden Euro erhoeht hat.


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