Reisebericht (Schienen-)Kreuzfahrt Spanien 3/3 (m.v.Bild.) (Reiseberichte)
Hallo zusammen,
hier im Reisebericht geht es etwas im Zeitraffer vorwärts, so sind wir nach 3 Tagen schon beim letzten Teil angelangt, in Teil 1 und Teil 2 waren wir bis Madrid gekommen.
Tag 6: Madrid – Barcelona
Heute fahren wir von Madrid weiter nach Barcelona. Auf dieser Strecke fährt der Velaro E (ICE 3), in diesem Zug gibt es drei Klassen, Turista (2. Klasse), Preferente (1. Klasse) und Club (Luxus-Klasse). Ich wäre ja gerne mal in der Club Class gefahren, allerdings gibt es hier keine Sparpreise (oder sie sind schon weg), jedenfalls sind mir über 420 € für zwei Personen für knapp 3 Stunden Luxus dann doch zu viel. Stattdessen habe ich Preferente gebucht. Diesmal habe ich kein Ticket der Renfe, sondern ein Ticket von tgv-europe, das dauert bei der Ticketkontrolle dann einen Augenblick länger, weil das Ticket von Menschenauge kontrolliert wird und nicht einfach per Scanner geprüft wird. Einen Sitzplatz konnte ich per tgv-europe auch nicht sitzplatzgenau buchen, das ist aber auch egal, es sind sowieso alle Sitzplätze in Fahrtrichtung.
Velaro E Madrid-Barcelona
Preferente-Klasse
Imbiss auf der Fahrt
Der Service an Bord entspricht dem auf der Hinfahrt, also erst Kopfhörer, dann Zeitungen, dann die Getränkekarte usw. Die Fahrt über die 620 Kilometer lange Schnellfahrstrecke dauert 2:52 Stunden, in Zaragoza-Delicias gibt es einen Zwischenhalt. Eine Fahrkartenkontrolle im Zug findet nicht statt, es geht aber ein Zugbegleiter durch den Zug, der auf einem mobilen Gerät offenbar sieht, welche Plätze gebucht sind und nun prüft, ob die Leute auch auf ihren Plätzen sitzen und sich nicht in die falsche Klasse verirrt haben oder sich durch die Fahrkartenkontrolle gemogelt haben.
Irgendwo zwischen Madrid und Saragossa
Wir sind mit bis zu 300 Stundenkilometern unterwegs
Zwischenhalt in Saragossa, der Bahnhof Zaragoza-Delicias an der Schnellfahrstrecke wurde 2003 in Betrieb genommen.
Weiter geht die Fahrt von Saragossa nach Barcelona
Ein paar Minuten vor der Zeit erreichen wir Barcelona-Sants, überhaupt hatte keiner unserer AVE-Züge auch nur eine Minute Verspätung, weder bei Abfahrt noch bei Ankunft, was sicher auch am Check-in-Verfahren liegt (der Check-in endet 2 Minuten vor Abfahrt), überhaupt ist das alles ganz gut durchorganisiert.
Den Rest des Tages verbringen wir auf Entdeckungstour mit der U-Bahn durch Barcelona. Zunächst fahren wir zur Sagrada Família, dann ins Barri Gòtic, die historische Innenstadt mit der Catedral. Über die Flaniermeile Rambla nach Barceloneta zum Kolumbus-Denkmal und an den Strand.
Sagrada Familia
Stadtgeschichtliches Museum – der Palast wurde 1931 am ursprünglichen Platz abgetragen und hier wieder aufgebaut.
Kathedrale von Barcelona
In der Altstadt Barri Gòtic
Flaniermeile Rambla
World Trade Center im Hafen mit Turm der Seilbahn
Strand mit Hotelneubau
Vom Stadtviertel Barceloneta fahren wir mit der Seilbahn über den Hafen auf Barcelonas Hausberg Montjuic, von wo aus man einen tollen Blick über Stadt und Hafen hat. Den Abend verbringen wir dann in den Gassen der Altstadt.
Blick auf den Strand vom Turm der Seilbahn
Fahrt mit der Seilbahn über den Hafen
Blick von der Seilbahn auf die Moll de Barcelona
Parkanlage auf dem Montjuic
Langsam wird es Abend in Barcelona
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Reisebericht (Schienen-)Kreuzfahrt Spanien 3/3 (m.v.Bild.)
Vielen dank!!!
Wie seiht ihr zurück nach Konstanz gelangen?
Reisebericht (Schienen-)Kreuzfahrt Spanien Fortsetzung 3/3
Tag 7: Barcelona – Paris – Konstanz
Heute steht die Heimreise an. Da ich ja leidenschaftlicher Fenstergucker bin, habe ich mir für die Rückfahrt eine Tagesverbindung ausgesucht. Die Fahrt dauert 14:30 und ist damit gut zwei Stunden kürzer als die Hinfahrt mit dem Nachtzug. Die Strecke ist jedoch eine andere. Beim Blick auf die Karte mag die Strecke über Paris ein riesiger Umweg sein, tatsächlich spukt die Fahrplanauskunft diesen Weg aber als schnellsten aus.
Hier nochmal die Karte:
![[image]](http://www.bahnreiseberichte.de/18-Karte.jpg)
Hauptbahnhof Barcelona-Sants
Um 9 Uhr starten wir in Barcelona Sants mit einem Media Distancia bis nach Figueres Vilafant. Der Zug führt nur die Turista-Klasse.
Media Distancia von Barcelona nach Figueres-Vilafant
Zwischen Barcelona und Figueres-Vilafant nahe der spanisch-französischen Grenze ist eine Schnellfahrstrecke im Bau. Die neue Strecke verläuft teilweise in Sichtweite zur Altbaustrecke, auf der wir fahren und sieht schon recht fertig aus (Oberleitung hängt, Signale stehen). Unsere Höchstgeschwindigkeit auf der alten Strecke liegt bei 140 Stundenkilometern. Unser Media Distancia wird als internationaler Zubringerzug zum TGV nach Paris geführt und schon in Barcelona wird auf den Anschluss-TGV verwiesen.
Fahrt über den Fluss Onyar in Girona
Die neue Schnellfahrstrecke verläuft häufig in Sichtweite zur Altstrecke, hier kurz vor Figueres-Vilafant
Figueres-Villafant ist ein Umsteige-Bahnsteig auf der grünen Wiese, am Bahnsteig gegenüber steht schon der TGV nach Paris.
Angekommen in Figueres-Villafant, hier unser Media Distancia...
...und am gleichen Bahnsteig der TGV nach Paris
Es ist ein TGV Duplex, ich habe uns Plätze im Oberdeck reserviert. In 5-einhalb Stunden bringt uns der TGV von hier nach Paris, zunächst an der Küste entlang nach Montpellier, dann weiter nach Norden.
1. Klasse im Oberdeck des TGV Duplex
Fahrt zwischen Figueres und Perpignan
Der TGV wird hier als Kooperation zwischen spanischer Renfe und französischer SNCF geführt, auch die Ansagen sind zumindest anfangs noch zweisprachig, später nur noch auf Französisch. Früher wurde ja viel über die langen Ansagen in deutschen Fernzügen geschimpft, hier im TGV ist es aber auch nicht viel besser, erst ständig der Hinweis, dass aus Sicherheitsgründen das Gepäck mit Namensschildern zu versehen ist, dann Gastrohinweise und jedes Mal vor der Abfahrt ein Warnhinweis (und hier im Süden hält der TGV noch vergleichsweise häufig, Perpignan, Narbonne, Béziers, Agde, Sète, Montpellier und Nîmes), wobei mir auch die langen Aufenthaltszeiten auffallen.
Die Strecke führt durch die Lagunenlandschaft an der südfranzösischen Mittelmeerküste
Blick aus dem Zugfenster auf Kathedrale St. Nazaire und Pont Vieux von Béziers
Fahrt über die Landzunge zwischen Mittelmeer und der Lagune Étang de Thau bei Sète.
Nach Nîmes nimmt der Zug dann richtig Fahrt auf, schade, dass es hier keine Geschwindigkeitsanzeige gibt (und das GPS-Gerät von meinem Bruder hat hier drin auch keinen Empfang, siehe mein Reisebericht durch Polen). Ohne Unterbrechung fahren wir jetzt 3 Stunden bis nach Paris.
Irgendwo auf der LGV Sud-Est zwischen Nîmes uns Paris – die Landschaft wirkt jetzt schon wieder sehr mitteleuropäisch
Mit einer Viertelstunde Verspätung erreichen wir den Bahnhof Paris Gare de Lyon. Jetzt müssen wir an den Bahnhof Paris Gare L‘Est, wo der TGV nach Strasbourg abfährt. Eigentlich hatten wir zwischen beiden Bahnhöfen einen Übergang von 65 Minuten, durch die Verspätung ist die Zeit auf 50 Minuten geschrumpft. Bei der Wegbeschreibung von tgv-europe für den Übergang zwischen beiden Bahnhöfen mit den Metro-Linien 1 und 5 ist die Zeit mit 20 Minuten angegeben. Trotzdem wird es jetzt doch aufregend, denn dieser Bahnhofswechsel ist neu für mich und wir müssen uns auch erst mal orientieren und auch noch Tickets für die Metro kaufen. Unser TGV aus Figueres Vilafant hat irgendwo unterwegs einen zweiten Zugteil bekommen und so sind wir jetzt im letzten Wagen eines 400-Meter-Zugs und müssen erst mal ein ganzes Stück über den vollen Bahnsteig. In Spanien waren ein- und aussteigende Fahrgäste streng getrennt, d.h. der Zug kam an einem abgesperrten leeren Bahnsteig an, hier in Paris wimmelt es jetzt von Fahrgästen, die in alle Richtungen wuseln. Und so brauchen wir statt der angegebenen 20 Minuten etwa eine halbe Stunde, bis wir am Gare L’Est ankommen – aber immer noch rechtzeitig.
Paris Gare de l’Est
Hier steht schon der TGV POS Est nach Strasbourg bereit. Die folgenden gut 2 Stunden dauernde Fahrt ist unspektakulär; auf der Schnellfahrtstrecke geht es nach Osten, dann auf der Altbaustrecke durchs Elsass.
TGV von Paris nach Strasbourg
1. Klasse im TGV
Sogar ein Defibrillator ist an Bord.
Blick aus dem Fenster irgendwo zwischen Paris und Elsass
Die Strecke um Saverne ist dann landschaftlich ganz reizvoll. Als uns der erste Zug links entgegenkommt, merke ich, dass die Heimat nun näher rückt (in Frankreich herrscht eigentlich Linksverkehr, im Elsass aber Rechtsverkehr). Pünktlich erreichen wir Strasbourg und steigen um in Richtung Offenburg. Gedanklich hatte ich mich auf dieser kurzen Strecke auf die Ortenau-S-Bahn eingestellt, dann steht aber ein X73900 (Blauwal) am Bahnsteig – gut, da hätte ich auch selber draufkommen können, denn im Fahrplan steht RB und nicht OSB.
Ein Baleine bleue (Blauwal) bringt uns über die Grenze
Im Bauch des Wals (SNCF X 73900)
Über die Rheinbrücke bei Kehl erreichen wir nun wieder Deutschland, fast gleichzeitig ist auch das Regenwetter wieder da.
In Offenburg steigen wir das letzte Mal unserer Tour um, und zwar auf die Schwarzwaldbahn nach Konstanz. Zugbegleiter ist Herr K. - wer öfter auf der Schwarzwaldbahn fährt, kennt dieses Original sicherlich, das stets einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. Heute ist er sogar in Begleitung von 2 Mitarbeitern der DB Sicherheit im Zug unterwegs.
Die letzten Kilometer mit der Schwarzwaldbahn
Streckenfotos gibt’s jetzt keine mehr, denn zwischenzeitlich ist es so dunkel, dass man nicht mehr unterscheiden kann, ob wir gerade in einem der 39 Tunnel sind oder nicht. In Villingen-Schwenningen steigen die letzten Mitreisenden aus, jetzt haben wir die erste Klasse für uns allein. Und so kann ich jetzt in Ruhe noch den ganzen Fahrkartenstapel der Tour sortieren.
Reisesouvenirs der anderen Art.
Eine halbe Stunde vor Mitternacht endet unsere Schienen-Kreuzfahrt – pünktlich und reibungslos wie die ganze Tour: eine tolle Rundreise und ein einmaliges Erlebnis.
Viele Grüße
Tobias
PS: Meine früheren Reiseberichte gibt’s hier.
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Reisebericht (Schienen-)Kreuzfahrt Spanien 3/3 (m.v.Bild.)
Du warst zu schnell :) Da die Länge eines Beitrags auf 10.000 Zeichen begrenzt ist, muss ich zwei Teile machen. Obwohl ich den Text mitsamt Bilderlinks in Word vorgeschrieben habe, fällt einem bei der Vorschau dann doch noch die eine oder andere Korrektur auf, deshalb kam der zweite Teile einige Minuten später...
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Danke !!!
Da wird echt neidisch :)))
Danke dir für den tollen Bericht
Sehr schön, nochmal vielen Dank!
- kein Text -
Toll!
Danke! :)
Wie hast du die Karte erstellt? Woher hattest du die Geodaten der Zugstrecken, oder ist das abgeschätzt?
Lustig, dass die spanische Bahn so organisiert ist. In einem Bericht im Deutschlandradio über arbeitssuchende Spanier in Berlin letztens wurde hervorgehoben, dass die Spanier an den Deutschen die Organisation und Effizienz schätzten. Gegen die Bahnbetrieb in Spanien ist der Bahnbetrieb in D aber wirklich eher orientalisch^^
Klasse!
- kein Text -
Toll!
Wie hast du die Karte erstellt? Woher hattest du die Geodaten der Zugstrecken, oder ist das abgeschätzt?
Hallo,
bei den anderen Reiseberichten habe ich die Karten von bueker.net zusammengesetzt, das war mir diesmal aber zu mühsam. Ich habe dann die Rail Map Europe abfotografiert, die Länderumrisse und die Strecken nachgezeichnet und die Ortsnamen ergänzt und danach das Foto wieder rausgelöscht, so dass nur die Karte in der jetzigen Form übrig geblieben ist.
Lustig, dass die spanische Bahn so organisiert ist. In einem Bericht im Deutschlandradio über arbeitssuchende Spanier in Berlin letztens wurde hervorgehoben, dass die Spanier an den Deutschen die Organisation und Effizienz schätzten. Gegen die Bahnbetrieb in Spanien ist der Bahnbetrieb in D aber wirklich eher orientalisch^^
Was die Hochgeschwindigkeitsstrecken und den Ablauf dort betrifft, sind uns die Spanier ein ganzes Stück voraus, wobei da natürlich die Geografie, die Siedlungsstruktur und die sonstigen Verhältnisse nicht vergleichbar sind. Ich würde das System zwar nicht 1:1 übernehmen wollen (z.B. die Globalpreise), aber ich war schon beeindruckt, wie das alles abläuft.
Gerade hinterher merke ich, wie viele Leute ein völlig falsches bzw. veraltetes Bild der Bahn in Spanien haben. Als ich im Kollegenkreis von der Reise erzählt habe, war die ganze Runde baff, dass es in Spanien neue Bahnhöfe, neue Strecken und Züge mit Tempo 300 gibt - die hatten das Bild einer maroden Bummelbahn vor Augen.
Viele Grüße
Tobias
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ein 1. Klasse Bericht!!!
- kein Text -
ja, ganz toll! Danke! :) (kwT)
Bye. Flo.
Super Reisebericht, vielen vielen Dank!
- kein Text -
Reisebericht (Schienen-)Kreuzfahrt Spanien 3/3 (m.v.Bild.)
Hallo,
vielen Dank für deinen wie immer sehr interessanten Reisebericht!
Einen Sitzplatz konnte ich per tgv-europe auch nicht sitzplatzgenau buchen, das ist aber auch egal, es sind sowieso alle Sitzplätze in Fahrtrichtung.
D.h. diese Velaros sind quasi Einrichtungsfahrzeuge, die immer entsprechend gewendet werden müssen? Das war mir auch neu.
Gruß
Herzlichen Dank dafür ! (owT)
Grüße GUM
Drehbare Sitze
D.h. diese Velaros sind quasi Einrichtungsfahrzeuge, die immer entsprechend gewendet werden müssen? Das war mir auch neu.
Nein, aber die Sitze können in Fahrtrichtung gedreht werden.
! Übrigens gibt es einen Sitzplan bei der RENFE
Einfach das entsprechende Fahrzeug eingeben und schon gibt es mehr Informationen über das Fahrzeug.
-> www.renfe.es (Hauptseite)
Sprachauswahl in einer oberen Zeile -> Englisch
Our Trains:
http://www.renfe.com/EN/empresa/comunicacion/productos_trenes/index.html
ICE 3 / Velaro E gibt´s hier:
http://www.renfe.com/EN/empresa/comunicacion/productos_trenes/ave_s103.html
Strecke auswählen und Fahrzeug ansehen.
Viel Spaß bei der virtuellen Reise.
Grüße GUM
Reisebericht (Schienen-)Kreuzfahrt Spanien - Vielen Dank
Ok, Du hast mich überzeugt. So eine Tour habe ich dank Deines Reisebericht jetzt auch in Planung. :-)
--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
![[image]](https://i.ibb.co/3FX2shg/signature-met.png)
ES: + moderne Bahn, - nicht in der Fläche
Hallo TD,
zuerst mal vielen Dank für Deine Erfahrungen.
War selber während Interrail 2007 in Spanien (Madrid, Barcelona).
Positiv fand ich, dass die Züge von S-Bahn bis AVE sehr modern waren, Durchschnittsalter etwa 7 Jahre. In Spanien sucht man vergeblich Äquivalenten von 218, n-Wagen und Bimz-Wagen; stattdessen verkehrt sogar die kleinste Bummelbahn noch mit hochmodernen Triebwagen (so gesehen in Latour De Carol).
Negativ an der Sache ist, dass viele Nebenbahnen offenbar eingestellt wurden; es gibt reichlich Gegende wo man mit der Bahn nicht (mehr) kommt. Gegende wo man in Deutschland noch mit der Bahn reisen könnte.
gruß,
Oscar (NL).
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Reisebericht (Schienen-)Kreuzfahrt Spanien 3/3 (m.v.Bild.)
Vielen Dank an alle für die netten Rückmeldungen, ich freue mich, dass Euch der Reisebericht so gut gefallen hat.
Ok, Du hast mich überzeugt. So eine Tour habe ich dank Deines Reisebericht jetzt auch in Planung. :-)
Die Tour war wirklich ein tolles Erlebnis; wenn ich das ich im Bericht so rüberbringen konnte, dass der Bericht als Anregung und Inspiration dient, freut mich das umso mehr.
Viele Grüße
Tobias
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Toll!
Was die Hochgeschwindigkeitsstrecken und den Ablauf dort betrifft, sind uns die Spanier ein ganzes Stück voraus, wobei da natürlich die Geografie, die Siedlungsstruktur und die sonstigen Verhältnisse nicht vergleichbar sind. Ich würde das System zwar nicht 1:1 übernehmen wollen (z.B. die Globalpreise), aber ich war schon beeindruckt, wie das alles abläuft.
Ja, den Eindruck hatte ich vom regionalen und überörtlichen Verkehr auch als ich letzten März in Madrid gewesen bin. Sicher möchte man vieles nicht übernehmen, zum Beispiel die Personenkontrollen am Bahnhof, aber etwas durchorganisierter würde ich mir die Bahn bei uns auch manchmal wünschen...
Toll!
Ja, den Eindruck hatte ich vom regionalen und überörtlichen Verkehr auch als ich letzten März in Madrid gewesen bin. Sicher möchte man vieles nicht übernehmen, zum Beispiel die Personenkontrollen am Bahnhof, aber etwas durchorganisierter würde ich mir die Bahn bei uns auch manchmal wünschen...
Nun möchte ich aber auch Beispiele hören wo die in Spanien organisierter sind.
Toll!
Ja, den Eindruck hatte ich vom regionalen und überörtlichen Verkehr auch als ich letzten März in Madrid gewesen bin. Sicher möchte man vieles nicht übernehmen, zum Beispiel die Personenkontrollen am Bahnhof, aber etwas durchorganisierter würde ich mir die Bahn bei uns auch manchmal wünschen...
Nun möchte ich aber auch Beispiele hören wo die in Spanien organisierter sind.
Ich nehme an, das zielt auf den Check-In.
Toll!
Ja, den Eindruck hatte ich vom regionalen und überörtlichen Verkehr auch als ich letzten März in Madrid gewesen bin. Sicher möchte man vieles nicht übernehmen, zum Beispiel die Personenkontrollen am Bahnhof, aber etwas durchorganisierter würde ich mir die Bahn bei uns auch manchmal wünschen...
Nun möchte ich aber auch Beispiele hören wo die in Spanien organisierter sind.
Ich nehme an, das zielt auf den Check-In.
Und wie funktioniert der Check-In? Ist das wie am Flughafen?
Danke für die Info!
- kein Text -
Toll!
Und wie funktioniert der Check-In? Ist das wie am Flughafen?
Das ist in den Berichten detailliert erläutert.
Toll!
Sorry hatte ich nicht gelesen. Aber so etwas wäre in Deutschland überhaupt nicht möglich.
Toll!
Aber so etwas wäre in Deutschland überhaupt nicht möglich.
Das stimmt schon, das geht nur da, wo es räumlich drauf ausgerichtet ist und vor allem wo größtenteils nur nachfragestarke Punkt-zu-Punkt-Verbindungen gefahren wird. Nicht in Deutschland wo auf jedem kleineren Bahnhof in festem Takt gehalten wird und demnach die Kosten für solche Einrichtungen den Nutzen aufzehren würden.
Zum Check-In
Also ich habe das Spielchen 5 mal mitgemacht (Valencia, Madrid, Toledo, Madrid, Barcelona) - inwiefern das repräsentativ ist, kann ich nicht sagen. Ich fand den Ablauf beeindruckend, vielleicht auch einfach weil es so anders abläuft als in Deutschland.
Ich beschreibe das mal:
Der Bahnsteig ist abgesperrt, etwa eine halbe Stunde vor der Abfahrt wird dann das Abfahrtsgleis angezeigt und der Check-in beginnt. Pro Bahnsteigzugang wird nur ein Zug abgefertigt.
Am Bahnsteigzugang stehen dann Mitarbeiter, die einen kurzen Blick auf das Ticket werfen (stimmt Ticketziel mit Zielbahnhof überein), dann geht es weiter zur Gepäckkontrolle. Es gibt keine Personenkontrolle, nur das Gepäck wird durchleuchtet. Das ist völlig harmlos, man stellt den Koffer vorn aufs Band und nimmt in hinten wieder weg - ich habe keinen Fall erlebt, dass ein Koffer geöffnet werden musste.
Je nach Passagieraufkommen sind mehrere Gepäckschleusen geöffnet. Anschließend geht es weiter zu einer kleinen Theke am Bahnsteig, wo das Ticket gescannt wird und dem Fahrgast gesagt wird, wo er seinen Wagen findet. Auch hier gibt es je nach Passagieraufkommen mehrere Schalter. Anschließend läuft man auf dem leeren Bahnsteig zu seinem Wagen (es kommen einem keine aussteigenden Fahrgäste entgegen, keine Fahrgäste, die auf andere Züge warten stehen mitsamt Gepäck im Weg). Wegen der Zwangsreservierung gibt es auch kein Gedränge im Zug - überhaupt läuft das alles sehr zivilisiert ab, kein Stress, kein Gedränge, die Zugbegleiter stehen in Reih und Glied neben den Einstiegstüren und helfen beim Gepäck. 2 Minuten vor Abfahrt schließt der Check-in, der Zug fährt pünktlich los und fährt auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke nonstop zum Ziel, dort kommt man an einem menschenleeren Bahnsteig an und wird per Wegleitsystem zum Ausgang geleitet.
Dass die Voraussetzung in Deutschland völlig andere sind (Mischverkehr, viele Unterwegshalte, Umsteigeverbindungen...) und das nicht übertragbar ist, dürfte ja klar sein.
Viele Grüße
Tobias
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Zum Check-In
Dass die Voraussetzung in Deutschland völlig andere sind (Mischverkehr, viele Unterwegshalte, Umsteigeverbindungen...) und das nicht übertragbar ist, dürfte ja klar sein.
Na ja ich merke das ja im Nahverkehr zwischen Köln und Duisburg immer wieder wenn ich die RB 30528 nutze. Man fährt in Köln Hbf um 16.17 Uhr los (also mitten im Berufsverkehr). Dann hält der Zug in Köln-Deutz und fährt ohne Halt in Köln-Mülheim nach Leverkusen-Mitte. In Düsseldorf-Benrath und Düsseldorf Flughafen wird auch nicht gehalten.
Alles in allem finde ich diesen Zug sehr angenehm, da nicht alle 4 Minuten ein Fahrgastwechsel stattfindet.
Im Fernverkehr ist es sicher ähnlich. Wer von Dortmund nach Köln fährt nimmt wahrscheinlich lieber den Weg über Hagen da der Zug dort nur dreimal hält auf der Route. Über den Pott ist es Stress da der Fernzug bis Düsseldorf alle 10 Minuten hält. Höchstens Freaks die gerne Schnell fahen nehmen hier freiwillig den Weg über Düsseldorf da Duisburg-Köln ja 200 km/h zulässt und man über Hagen nur max. 160 km/h fährt.
Reisebericht (Schienen-)Kreuzfahrt Spanien 3/3 (m.v.Bild.)
Ich habe Teile der beschriebenen Fahrt im Juni 2011 zurückgelegt, auf der Fahrt von Lissabon via Madrid, Barcelona ,Paris , Frankfurt nach Bremen
dabei sind zwei Videos entstanden:
Madrid Barcelona: http://www.youtube.com/watch?v=Qk_mZ-N8tGk
und Barcelona Paris Frankfurt Bremen http://www.youtube.com/watch?v=LgVJJb463Lo
die Hinfahrt erfolgte von Bremen via Amsterdam Paris Irun nach Lissabon http://www.youtube.com/watch?v=t-VkzYdgXa8
die Tickets wurden 2 Monate ( DB/RENFE) bzw 3 Monate (Thalys/TGV) online gekauft. So konnten gradezu Spottpreise erzielt werden zB. Paris Irun im TGV 22€ 2.kl und 45€ in 1. Kl