Reisebericht (Schienen-)Kreuzfahrt Spanien 2/3 (m.v.Bild.) [ (Reiseberichte)

TD, Sonntag, 28.08.2011, 13:11 (vor 5319 Tagen)

Hallo zusammen,

in Teil 1 des Reiseberichts sind wir bis Valencia gekommen, jetzt geht es von dort weiter durch Spanien.


Tag 5: Valencia – Madrid – Toledo – Madrid

Heute fahren wir weiter nach Madrid, zunächst bleibt aber noch Zeit um Valencia bei Tageslicht anzuschauen.

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Palmen vor dem Gebäude der Banco de Valencia

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Die Kathedrale bei Tageslicht

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Auf der Plaza de la Reina

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Miguelete-Turm

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Markthalle Mercade Central

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Santa Catalina

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Lonja de la Seda, die Seidenbörse, seit 1996 UNESCO Weltkulturerbe.

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Vertragshalle der Seidenbörse

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Palacio del Marqués de Dos Aguas

Anschließend wollen wir mit der U-Bahn zum neuen Fernbahnhof Joaquín Sorolla fahren. Ich bemerke aber nicht, dass die Linien 3 und 5 in anderer Reihenfolge als zunächst angezeigt abfahren und so steigen wir in die falsche Bahn. Das ist aber nicht weiter schlimm, so fahren wir eben zum Bahnhof Estación del Norte und können dieses imposante Bauwerk noch anschauen, Zeit ist genug.

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Valencia Estación del Norte

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Von hier fährt wohl auch ein Shuttlebus zum Bahnhof Joaquín Sorolla, man kann die Strecke aber auch gut laufen, es sind 700 Meter und die Strecke ist auch ausgeschildert.

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Die Hälfte des Fußweges ist fast geschafft, nur noch 400 Meter

Der Bahnhof Joaquín Sorolla ist genau das Gegenteil vom altehrwürdigen Estación del Norte, nämlich ein moderner Bau aus viel Stahl und Beton. Von hier fahren die Hochgeschwindigkeitszüge nach Barcelona und Madrid ab.

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Bahnhof Joaquín Sorolla in Valencia

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Vor dem Zugang zu den Zügen wird das Ticket kurz vorgeprüft, dann wird das Gepäck durchleuchtet und an einem Schalter auf dem Bahnsteig der Barcode auf dem Ticket gescannt, im Zug selbst wird die Fahrkarte dann nicht mehr kontrolliert. Auf der Strecke nach Madrid kommt ein AVE 112 zum Einsatz, ich habe online in der Business-Class gebucht.

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AVE 112 in Valencia zur Fahrt nach Madrid

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Business-Class

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Sogar eine Schuhputzmaschine ist an Bord.

Bei der Buchung auf der Renfe-Seite kann man die Sitzplätze platzgenau wählen und auch angeben, ob man ein spezielles Menü (z.B. vegetarisch, glutenfrei usw.) möchte. Beim Einsteigen läuft im Zug leise Musik, es gibt ein Audio- und Videoprogramm (erst läuft eine Tierdoku, dann ein spanischer Film). Kurz nach der Abfahrt beginnt das Serviceprogramm in der Business-Class, als erstes gibt es Gratis-Kopfhörer, dann Gratis-Zeitungen, dann die Getränke-Karte, dann ein Hot Towel, dann werden die Hot-Towels wieder eingesammelt und der Imbiss kommt, dazu kann man ein Getränk aus der Getränke-Karte wählen und zusätzlich gibt es auch Kaffee (alles im Ticket inbegriffen). Anschließend wird das Geschirr wieder abgeräumt und sogar der Tisch noch abgewischt, dann kommt noch eine Lindor-Praline – ja, und dann sind wir auch fast schon in Madrid angekommen. Der Zug fährt auf der Strecke fast durchgehend 250 bis 300 Stundenkilometer schnell.

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Die Kopfhörer gibt’s gratis

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Auf der Schnellfahrstrecke Valencia-Madrid

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Imbiss an Bord

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Wir sind mit Tempo 300 unterwegs, bei diesem Schnappschuss sogar etwas schneller.

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In der Anfahrt auf Madrid werden Streckenkarten eingeblendet

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Nein, das ist kein Flughafen, wir sind auf dem Bahnhof Madrid-Atocha. Aussteigende Fahrgäste gelangen per Laufband in die Empfangshalle und sind so komplett von einsteigenden Fahrgästen getrennt.

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Blick auf die Fernverkehrsflotte in Madrid-Atocha

Nach meiner ursprünglichen Reiseplanung hätten wir nun den Rest des Tages in Madrid verbracht. Einige Tage vor der Abreise hatte ich dann noch im Reiseführer für Madrid geblättert und dort als Empfehlung einen Besuch in der Stadt Toledo gelesen, die eine der schönsten Städte Spaniens sei. Die Stadt mit mittelalterlichem historischem Zentrum liegt 70 Kilometer südlich von Madrid. Mit dem Zug sind es nur 33 Minuten, und so hatte ich kurzentschlossen noch Fahrkarten nach Toledo gebucht.

Wir bringen nun das Gepäck ins Hotel und machen uns bald darauf also wieder auf den Weg zum Bahnhof Estación de Puerta de Atocha. Zur Expo in Sevilla im Jahr 1992 wurde für die neue Schnellfahrstrecke ein neuer Bahnhof direkt neben der bisherigen Bahnhofshalle gebaut. Die historische Bahnhofshalle beherbergt seither einen Palmengarten – und so können wir bis zur Abfahrt unseres Avant noch den Fischen und Wasserschildkröten zusehen.

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Palmen in der früheren Bahnhofshalle der Estación de Atocha

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Statt Zoo und botanischer Garten: Wasserschildkröten im Bahnhof

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Auch für diesen Avant läuft dann wieder das gleiche Prozedere, das Gepäck wird durchleuchtet und das Ticket vor dem Zugang zum Bahnsteig gescannt. Im Zug selbst lässt sich dann kein Zugbegleiter blicken. Auch hier habe ich wieder Onlinetickets der Renfe gebucht. Offiziell führt der Avant nur Turista-Klasse, es gibt aber noch einen deklassierten Erste-Klasse-Bereich. Bei der Sitzplatzwahl habe ich mich dann natürlich in diesen Wagen gebucht. Es gibt auch einen Gastrobereich (Theke), dieser ist aber bis auf einen Automaten geschlossen. Nach der Abfahrt kommt eine Bandansage (spanisch und englisch) mit Begrüßung usw. und dem Hinweis, dass man das Handy leise stellen soll und nur in den Wagenübergängen telefonieren soll – das finde ich gut. Wir fahren zunächst auf der Schnellfahrstrecke Richtung Sevilla und biegen dann auf die Stichstrecke nach Toledo ab, wo die Strecke endet. Die Strecke wurde 2005 eröffnet und ist ebenfalls als Schnellfahrstrecke ausgelegt. Es gibt keine Unterwegshalte.

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Im Avant nach Toledo

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Die Schnellfahrstrecke Madrid – Toledo ist unspektakulär

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Ankunft in Toledo

Zu Fuß überqueren wir dann den Fluss Tajo und bezwingen in der spanischen Mittagshitze die Anhöhe, auf der die Stadt liegt.

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Auf dem Weg vom Bahnhof in die Altstadt

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Puerta del Sol

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Kathedrale – in der Stadt sind viele jugendliche Pilger unterwegs, die sich auf den Weltjugendtag in einigen Tagen in Madrid vorbereiten.

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Blick auf den Fluss Tajo

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Festung Alcázar von Toledo

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[image] "Fensterplatz, bitte." - Meine Bahnreiseberichte.de.| instagram.com/fensterplatz.bitte/


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