Mitfahrer-Freifahrt mit BC100 und die Infolage der Zub ;-( (Fahrkarten und Angebote)

heineken, Sonntag, 21.08.2011, 11:44 (vor 5527 Tagen)
bearbeitet von heineken, Sonntag, 21.08.2011, 11:48

Nachdem ich hier mal nachgefragt und von euch viele gute Antworten erhalten hatte, kam es nun gestern zum »Zweiteinsatz« einer Mitfahrer-Freifahrt. Der Prämien-Zettel trug bereits vier Zangenabdrücke einer eintägigen »Hin- und Rückfahrt« in eine andere Richtung der Republik.
Sicherheitshalber hatte ich mich mit den entsprechenden Stellen aus den BB gewappnet (was schon schlimm genug ist). Denn es kam so wie ich es befürchtet hatte: Der Zugchef im ersten ICE (Zugnummern nenne ich jetztmal nicht) verweigerte prompt die Anerkennung als gültigen Fahrschein für die mitreisende Person. Einige freundliche aber bestimmte Wortwechsel später einigte man sich darauf, daß der Zub (in diesem Fall der Zugchef) von seinem Diensthandy aus die bc-Hotline anruft und sich dort die Bestätigung geben lässt für die Korrektheit des Reisenden Einschätzung.
(Ich selbst sehe überhaupt nicht mehr ein, für teure 49 Cent die Minute von meinem Handy die – oftmals inkompetent agierenden Mitarbeiter – der bc-Hotline zu befragen. Funktioniert übrigens auch schon mal an einem »ServicePoint«, von dort aus die Hotline anrufen zu lassen ;-)
Geschlagene bald zehn Minuten später, inkl. Abfrage der BC100-Nummer (wozu eigentlich? Nur um das Kundenprofil um einen negativen Eintrag mehr zu verlängern?) und wohl einiger Rückfragen bei der Teamleitung kam dann die Ansage der bc-Hotline an den Zugchef, daß das alles so seine Richtigkeit hätte.
Ich empfand die ganze Situation als reichlich peinlich, sowohl für den Zugchef als auch die Reisenden selbst. Sodaß ich mich, ganz ähnlich wie den häufigen Diskussionen zum 1.Klasse-Upgrade in Verbindung mit der BC100 frage, wann die Sprechblasenverursacher in den Plüschetagen der Bahn endlich einmal für Klarheit sorgen. Und sei es nur durch einen zusätzlichen Aufdruck auf die Prämien-Zettel – was ja wohl so schwer nicht sein kann, da diese sowieso über die BC-Nummer individualisiert gedruckt werden!

Auf der Rückfahrt im ICE gestern Abend dasselbe Spiel, wieder gleich mit dem Zugchef. Allerdings agierte dieser nach einem ebenso freundlichen wie bestimmten Wortwechsel deutlich smarter. Er kam später sogar noch einmal vorbei und zeigte den Reisenden sogar den entsprechenden Passus im Handbuch Zub – dessen Existenz sein Kollege vom Morgen vehement bestritten hatte.

Die Kollegen aus den Regionalzügen dazwischen hatten dagegen überhaupt keine Schmerzen, die Prämie anzuerkennen.
Durchaus auch mit eigenem Zangenabdruck.

Ich kann also nur jedem BC100-Inhaber, der ähnliches vorhat raten bei einer drohenden Verweigerungshaltung seitens der Zub freundlich, aber standhaft zu bleiben! Es steht im Handbuch Zub und im Zweifelsfall sollen sie halt bei der bc-Hotline anrufen (sich dort aber gleich unter Verweis auf Teamleitung etc. KOMPETENTEN Rat einholen.)
Wobei es schon unwührdig genug ist, daß die bc-Hotline einem Mitarbeiter des Betriebsdienstes sagen soll, wie die Sache liegt.

Marketingfuzzies in den Plüschetagen und der Betriebsdienst als Fußabtreter – Ein Trauerspiel seit Jahren. Und ohne Aussicht auf ein Ende ;-(


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