Ruf der DB sinkt weiter in den Keller... (Allgemeines Forum)

brandenburger, Perleberg, Donnerstag, 23.10.2008, 18:24 (vor 6350 Tagen) @ sappiosa

Nun ja, ein bisschen ist das auch die Situation, dass wenn die DB aus diversen Gründen schon mal im Fokus steht, dann tauchen plötzlich auch Dinge in den Medien auf, die ständig passieren (bei der DB wie auch im Rest der Welt), die man sonst aber gar nicht bemerken würde.

Richtig ist m.E.: An der Weise, wie sie mit Problemen umgeht - insbesondere wie sie sie bekanntgibt - muss die Bahn dringend feilen.
Aber die Aufregung über Kleinigkeiten hat m.E. auch viel Populistisches. Da schreiben die Medien nur, was Lästermäuler hören wollen. Gerade der SPIEGEL tut sich da unschön hervor - "Bild-Zeitung für Intellektuelle" hat einmal ein Lehrer von mir gesagt, nicht zu Unrecht.

Ja, das finde ich sehr schade. Wenn etwas (außergewöhnlich) gut läuft, freut sich der Betroffene, aber es wird nicht sehr bekannt. Alle schlechten Erfahrungen werden in allen Medien breit getreten oder von den Betroffenen noch jahrelang im Bekanntenkreis erzählt.

Was machen wir dagegen? Gutes mehr loben. Ich fange mal an:

Ich fuhr in diesem Frühjahr von Dortmund über Hamburg nach Wittenberge. Der Zug war in Dortmund erheblich verspätet. Auf dem Bahnsteig gaben sehr freundliche Mitarbeiterinnen kostenlos sehr leckeren Rooibuschtee (Kaffee gab's auch) aus. Beim Aussteigen in Hamburg wurde mir noch ein Päckchen O-Saft in die Hand gedrückt. Und das, obwohl mir die Verspätung keinen Nachteil brachte, sondern nur die Wartezeit auf den (pünktlichen) ICE nach Wittenberge verkürzte.

Mit drei Kolleginnen fuhr ich in der letzten Woche zu einer Fortbildung und erklärte mich bereit, Tickets (VBB-intern) zu besorgen, also für die Hinfahrt (vor neun Uhr) eine Gruppenkarte und für die Rückfahrt ein Brandenburg-Berlin-Ticket. Nun waren aber zwei Kolleginnen so übereifrig, sich am vortag bereits Einzeltickets für sich am Automaten zu ziehen, sie hatten unsere Absprache vergessen.

Ich rief also (noch am Vortag) die RAN-Telefonnummer in Potsdam an und schilderte den Fall. Hm, eigentlich könne man die Fahrkarte vor dem Reisedatum noch zurückgeben, sagte die Mitarbeiterin, sie wisse aber nicht, ob das in Wittenberge am Schalter geht, also schicken Sie hinterher die unbenutzten Fahrkarten und eine Kopie der benutzten an die und die Adresse, zu meinen Händen, und ich überweise das Geld zurück.

Ist doch nett, oder? :)

(Solche "kleinen" Sachen finde ich viel wichtiger als hier oder da noch 10 EUR mehr zu sparen oder ob Entschädigungen nach einer oder einer halben Stunde fällig werden.)


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