Nicht das Getriebe... (Aktueller Betrieb)

Sese, Donnerstag, 14.04.2011, 18:21 (vor 5663 Tagen) @ fjk

... ist der Abschnitt im Wikiartikel über die 103 überschrieben, in dem zu lesen steht

"Einige Lokomotiven der Baureihe 103 konnten Anfang der 1990er Jahre im Stuttgarter Raum auch vor Güterzügen beobachtet werden. Aufgrund der hohen Anfahrzugkraft von bis zu 312 kN war prinzipiell auch ein solcher Einsatz möglich, auch wenn die Lokomotiven u. a. von der Getriebe-Übersetzung her nicht optimal dafür ausgelegt waren."

Also das mit der Getriebeübersetzung halte ich für zweitrangig. Hauptproblem ist, dass die 103 meines Wissens für 120 und 160 km/h ausgelegte Wendefeld-Parallelwiderstand hat, um das Bürstenfeuer in diesen beiden, am häufigsten gefahrenen Betriebspunkten gerning zu halten. Wenn man dann einen Güterzug mit 90 km/h auf langer Strecke befördert, tut das den Schleifringen am Kommutator und den Kohlebürsten alles andere als gut. Zwar könnte man durch die Getriebeübersetzung die Motordrehzahl so ändern, dass die Wendefeld-Parallelwiderstand für Güterzuggeschwindigkeiten ideal ist, aber da dürfte es leichter sein, einen anderen Widerstand zu verwenden ;-)

Kommutatormaschinen sind halt murks, lang lebe der Induktionsmotor ;-)

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Grüße,
Sese


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