Reisebericht, Teil III mit Fazit und Bildern (Reiseberichte)

Claus_NN, Nürnberg, Samstag, 02.04.2011, 22:07 (vor 5467 Tagen) @ Claus_NN

Hallo,

zunächst bitte ich um Entschuldigung, dass ich euch so lange mit dem dritten Teil auf die Folter spannen musste, ich war leider unvorhersehbarerweise verhindert. Umso mehr freut es mich, dass der Reisebericht Anklang gefunden hat.


Der Bericht soll nun an der Stelle anknüpfen, an der eine Mitreisende im ICE 685 in Fulda den Umstieg Richtung Frankfurt zur Weiterreise nach Mainz verpasst hat.
Sie verpasste also den Ausstieg, nach ihrer Aussage fiel die Tür, als sie zu ihr gelangte, gerade ins Schloss, sodass sie erst mal "gefangen" war. Natürlich war sie sichtlich verärgert darüber, ich habe das erkannt und ihr, da ich Internetzugang hatte, angeboten, nach einer Alternativverbindung ab Würzburg zu suchen. Da wir Fulda mit +17 verlassen haben, bestand auch nicht die Chance auf einen inoffiziellen Übergang zum pünktlichen ICE 20 in Würzburg, sodass die nächste Fahrtmöglichkeit Richtung Frankfurt der ICE 520 war, der Frankfurt planmäßig um 0:11 erreichen sollte - zu spät, um einen offiziellen Anschluss zur letzten S-Bahn um 0:17 Uhr vom Tiefbahnhof herzustellen. Hoffen wir dennoch das Beste für die Dame!

Hinter Würzburg war ich dann Herr über die 1. Klasse im ICE 685 und habe mir eine kleine Stärkung in Form des schmackhaften Bistro-Baguettes an den Platz bringen lassen. Ansonsten bot der restliche Verlauf der Fahrt keinen weiteren Anlass für Erwähnenswertes bis auf die Tatsache, dass wir Nürnberg mit +16 erreichten. Diese Verspätung fand ich jedoch recht angenehm, verkürzte diese mir doch die Wartezeit auf RE 3437 nach Bayreuth, der aus zwei Triebwagen der Reihe 610 gebildet waren, die bis Hersbruck von einem weiteren Triebwagen nach Amberg geführt wurden. In diesem äußerst schwach ausgelasteten Zug ging die Reise zunächst zügig bis Neuhaus (Pegnitz), kurz dahinter musste der Zug dann nach Aussage des KiN auf einem längeren Abschnitt auf Sicht fahren, was zu einer 18-minütigen Verspätung in Pegnitz führte, die bis Bayreuth noch um zwei Minuten reduziert werden konnte. So endete diese 2899 km lange Tour um 1:30 Uhr am leergefegten Bayreuther Hauptbahnhof.

Fazit

Positiv überrascht haben mich zum einen die bemerkenswerten Fahrzeitreserven, die beispielsweise zwischen München und Ulm (sieben Minuten), Berlin und Hamburg (fünf Minuten) und Hannover und Berlin (fünf Minuten - im Sprinter!) zu stecken scheinen. So kann man den bald beginnenden Baumaßnahmen doch etwas gelassener entgegen sehen. Ebenso positiv gestimmt haben mich die neuen Durchsagen in den Fernverkehrszügen, ich fühle mich keineswegs schlechter informiert als zuvor und die Ansage wird nicht wie ein zäher Kaugummi in die Länge gezogen.
Weniger begeistert war ich doch von einigen technischen Mängeln, so zum Beispiel die ausgefallene Heizung im Avmz des EC 390, der ganz ausgefallene Avmz im IC 2213, der nicht funktionierende Hotspot im ICE 1092 sowie den verlotterten Eindruck, den der Avmz im IC 2173 hinterließ. Auch wenn das Abstellgleis für die ICs in Sichtweite ist - man sollte es schon nicht an der Außenreinigung scheitern lassen ;-).

Als Fahrkarte für diese Reise dienten mir drei online gebuchte Sparpreise 1. Klasse für München-Frankfurt, Frankfurt-Plön und Plön-Bayreuth. Da ich diese zehn Wochen im Voraus gebuch habe, konnte ich noch jeweils die günstigste Preisstufe ergattern. Die Fahrkarte München-Frankfurt sorgte dann zwischen Mannheim, Trier, Koblenz und Mainz für ungläubige Blicke, jedoch keineswegs für eine Beanstandung.
Für Bayreuth-München habe ich ein Normalpreis-Ticket gelöst, dort für die 2. Klasse.

Zum Schluss danke ich für euer Interesse und möchte noch drei Bilder vom Sprinter-Frühstück, der neuen Vorbeugung von Verspätungen und der 1. Klasse im 648 der RBSH nachreichen.

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Die Videos werde ich alsbald nachreichen, danke für den Upload-Tipp, scheint jetzt geklappt zu haben :-).

Mit besten Grüßen,
Claus_NN


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