Schleifleistenbruch !?... (Allgemeines Forum)

torsten_le, Sonntag, 13.03.2011, 12:42 (vor 5554 Tagen) @ BahnCard100First

Mein ganz persönliches Erlebnis letzten Sommer in einem ICE-T von Leipzig->München, kurz vor Bamberg:

- Ein Knall
- Zwangsbremsung, Stromabschaltung
- Stillstand auf freier Strecke
- Oberleitung auf 300 m runter
- der vordere Stromabnehmer war während der Fahrt oben, dieser erlitt den Scheifleistenbruch, und lag dann 200 m hinter dem Zug im Nachbargleis
- Strecke voll gesperrt, keine Zugfahrten möglich
- nach 10 min kam der Notfallmanager
- nach 15 min kamen 2 Rettungswagen für eine Hochschwangere und eine 93-jährige
- nach 30 min kamen 3 Busse, konnten aber nicht sofort eingesetzt werden, weil mittlerweile durch den Oberleitungswartungswagen (wenn das Ding so heißt) das Nachbargleis befahren wurde
- nach 90 min wurden die ersten Fahrgäste evakuiert
- nach 150 min konnten wir mit 2x218-Vorspann nach Breitengüßbach vorrücken
- nach 180 min Ankunft und Ende der Fahrt in Breitengüßbach
- nach 210 min mit nachfolgenden hochverspäteten ICE weiter nach Nürnberg

Also, wenn so was wie bei dem ICE 104/504 pssiert, sind 3 Stunden ratzfatz um. Und das gesamte Personal leistet eine Höchstleistung, nur den Fahrgästen geht es dabei nicht immer schnell genug. Die Umstände drumherum lassen eine schnelle Evakuierung nicht immer zu. Und die Presse ist bei sowas komischerweise immer als erstes an der Stelle.


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