An- und Abkuppeln von Triebzügen (Allgemeines Forum)

moonglum, Hagen, Dienstag, 08.02.2011, 09:30 (vor 5633 Tagen)

Moin moin,

hatte ich irgendwo einmal gelesen, dass es dafür bestimmte Signaltechniken braucht (z.B. in Köln vorhanden)...?

Jetzt habe ich beobachtet, dass in Hagen Hbf ohne jede veränderte Signalschaltung die Triebzüge der S8 auseinander- und wieder zusammengekuppelt werden. Spannend dabei - keine Warnmeldung. Türen beim stehenden Triebzug sind geöffnet, und wenn der zweite Zug ankuppelt, schwankt man doch ein wenig beim Einsteigen. Ich habe es gestern ausprobiert :-)

Wie werden denn solche Geschichten eigentlich signaltechnisch "geregelt"?

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

An- und Abkuppeln von Triebzügen

Christian Snizek, Dienstag, 08.02.2011, 11:19 (vor 5633 Tagen) @ moonglum

Hallo moonglum,

zuweilen war ich im Rahmen von DB-Regio neben der RheinNeckar-S-Bahn auch in und um Karlsruhe mit der gelben Bimmel unterwegs. Bei beiden Verkehrsunternehmen ging das Stärken und Schwächen von Fahrzeugverbänden ohne weitere Signale vonstatten. Innerhalb von Karlsuhe im BO-Strab-Bereich eh kein Problem, da dort wie im Straßenverkehr auf Sicht gefahren wird. Auf der/den DB-Strecken wurden zum Beispiel die Verbände entweder als Rangierfahrt verstärkt, was keine größeren Signalisierungen bedarf, bzw. wenn laufende Zugfahrten als Verstärkung benutzt wurden/werden, erhielt man zuweilen an den entsprechenden (Haupt-)Signalen einen Signalzusatz mit zum Beispiel 20 km/h, um die Einfahrt signaltechnisch in ein bestztes Gleis zu ermöglichen.

Mfg Christian

An- und Abkuppeln von Triebzügen

Burkhard, Dienstag, 08.02.2011, 12:16 (vor 5633 Tagen) @ moonglum

Jetzt habe ich beobachtet, dass in Hagen Hbf ohne jede veränderte Signalschaltung die Triebzüge der S8 auseinander- und wieder zusammengekuppelt werden.

Auseinander ist sowieso nie ein Problem.
Zusammen gehts in dem Fall ja so, dass der zweite Triebwagen leer als Rangierfahrt ankuppelt. Das ist auch kein Problem.

Wie werden denn solche Geschichten eigentlich signaltechnisch "geregelt"?

Problem ist immer dann, wenn der zweite - also heranfahrende - Zugteil mit Fahrgästen ankommt und nicht als Rangierfahrt ankuppeln kann. Dann brauchst Du ein Zwischensignal am Bahnsteig, dass "rot" zeigt, wenn der Zug in den Bahnhof fährt. Erst nachdem der Zug angehalten hat, wechselt es auf "weiße Lichter", der Zug kuppelt dann langsam an.

Das ist übrigens in Köln Hbf vorhanden. Auch in Dortmund.

An- und Abkuppeln von Triebzügen

moonglum, Hagen, Dienstag, 08.02.2011, 12:22 (vor 5633 Tagen) @ Burkhard

Ah sehr interessant - danke ....

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

An- und Abkuppeln von Triebzügen

citaro, Dienstag, 08.02.2011, 12:42 (vor 5633 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von citaro, Dienstag, 08.02.2011, 12:43

In München gibt es diese Zusatzsignale nicht, hier hatte man vor ein paar Jahren , am Samstags ein ICE T , aus der Garmischer Richtung, der auf einen bereits im Bahnhof stehenden ICE gekuppelt werden sollte.
Das wurde dann so praktiziert, das der erst auf einem anderen Gleis zum Aussteigen hielt u. dann als Rangierfahrt (mit Fahrgästen) auf den bereits am anderen Gleis stehenden Zug auffuhr. (War natürlich ein etwas längerer Aufenthalt in M !)

Das war aber nur ein Zug u. nur Samstags im Winter vor ein paar Jahren.

Ansonsten wird das hier so praktiziert , das natürliche der leere als Rangierfahrt , als zweiter angekuppelt wird.

An- und Abkuppeln von Triebzügen

Burkhard, Dienstag, 08.02.2011, 13:09 (vor 5633 Tagen) @ citaro

Das wurde dann so praktiziert, das der erst auf einem anderen Gleis zum Aussteigen hielt u. dann als Rangierfahrt (mit Fahrgästen) auf den bereits am anderen Gleis stehenden Zug auffuhr. (War natürlich ein etwas längerer Aufenthalt in M !)

Das Verfahren gab es in Hamm zu den Anfangszeiten der Linien RB69/89 auch mal - im "Normal"fall ist das Verfahren aber aufgrund der Zeit nicht praktikabel.

Niederlande: Zwergsignale

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 08.02.2011, 13:53 (vor 5633 Tagen) @ moonglum

Moin moin,

hatte ich irgendwo einmal gelesen, dass es dafür bestimmte Signaltechniken braucht (z.B. in Köln vorhanden)...?

In Utrecht hat man auf Gleis 11/12 solche Signale ("dwergsein" = Zwergsignal)
Dieses Signal teilt ein Bahnsteiggleis in 2 Signalblocken.
Zuerst fährt der Zugteil aus Rotterdam ein, bis das Zugende das Zwergsignal vorbei ist.
Der Zugteil aus Den Haag kommt dan 3 Minuten später und darf dann bis zum Zwergsignal fahren. Dann findet der Kuppelvorgang statt.
Der Ganzzug fährt dann um '20 nach Groningen/Leeuwarden und um '50 nach Enschede und wechselt dabei die Fahrtrichtung.

Jetzt habe ich beobachtet, dass in Hagen Hbf ohne jede veränderte Signalschaltung die Triebzüge der S8 auseinander- und wieder zusammengekuppelt werden.

Das geht bei uns auch, denn in Eindhoven gibt es diese Signale zumindest nicht an Gleis 5.
Hier fährt dann der IC 8 aus Maastricht/Heerlen (2x VIRM-4) bis "Quadrat 12" durch.
Vom Rangierfeld kommt dan der 3. Zugteil und wird auf Sicht gekuppelt.
Der so entstandene 12-Wagen-IC fährt danach nach Amsterdam.

Türen beim stehenden Triebzug sind geöffnet, und wenn der zweite Zug ankuppelt, schwankt man doch ein wenig beim Einsteigen. Ich habe es gestern ausprobiert :-)

Ist auch so in Eindhoven. Lediglich beim Trennvorgang bleiben die Türen der Triebwagen geschlossen.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

An- und Abkuppeln von Triebzügen

Heeni, Hamburg, Dienstag, 08.02.2011, 14:35 (vor 5633 Tagen) @ Burkhard

Mahlzeit!

Das Verfahren gab es in Hamm zu den Anfangszeiten der Linien RB69/89 auch mal - im "Normal"fall ist das Verfahren aber aufgrund der Zeit nicht praktikabel.

Stimmt! Jetzt wo du´s sagst.
Haben uns damals ab und zu den Spaß gemacht und sind in Hamm von Gleis 4 nach Gleis 2 gefahren... ...und pinkeln konnte man auch während dieser "Fahrt"...
Und was war ich am Anfang von den 425ern beeindruckt - Diese Beschleunigung. ;-)
Schön war´s!

Wir hatten damals teilweise keine Fahrkarte. "Man fährt ja nicht weg".
War diese annahme richtig, oder hätte man einen Fahrschein für gebraucht, wie "Hamm Einzelfahrt" für 1,80EUR ?

Einen schönen Tag!

aus dem sonnigen Berlin
Heeni

--
So lange es voran geht, kommt man weiter!

An- und Abkuppeln von Triebzügen

GUB, Bremen, Dienstag, 08.02.2011, 14:52 (vor 5633 Tagen) @ Burkhard

Jetzt habe ich beobachtet, dass in Hagen Hbf ohne jede veränderte Signalschaltung die Triebzüge der S8 auseinander- und wieder zusammengekuppelt werden.


Auseinander ist sowieso nie ein Problem.
Zusammen gehts in dem Fall ja so, dass der zweite Triebwagen leer als Rangierfahrt ankuppelt. Das ist auch kein Problem.

Wie werden denn solche Geschichten eigentlich signaltechnisch "geregelt"?


Problem ist immer dann, wenn der zweite - also heranfahrende - Zugteil mit Fahrgästen ankommt und nicht als Rangierfahrt ankuppeln kann. Dann brauchst Du ein Zwischensignal am Bahnsteig, dass "rot" zeigt, wenn der Zug in den Bahnhof fährt. Erst nachdem der Zug angehalten hat, wechselt es auf "weiße Lichter", der Zug kuppelt dann langsam an.

Das ist übrigens in Köln Hbf vorhanden. Auch in Dortmund.

In Innsbruck gibt es dafür zwischensignale, peinlich, dass ich dies von hannover nicht weiß....

An- und Abkuppeln von Triebzügen

Turbonegro, Dienstag, 08.02.2011, 23:06 (vor 5633 Tagen) @ moonglum

Ui, endlich mal wieder was betriebliches, wo man als Fahrdienstleiter mal auch was dazu weis :D

Auseinanderkuppeln:

Also, beim auseinander kuppeln wird der Zug getrennt, der erste Zug fährt dann ganz normal Signalmäßig aus. Es ist sogar zulässig, sofern es die Anlage her gibt und es keine anderen Gründ im Weg stehen, direkt für einen Zug, der einen zweiten Teil abhängt Durchfahrt zu stellen. (Nach dem Motto muss der Loki ja wissen, dass er was abhängen muss)
Der zweite Zugteil bekommt ebenfalls ganz normal Signalmäßig Ausfahrt, darf aber erst abfahren, wenn der Fdl dem Tf mündlich den Auftrag gegeben hat. ("Tf 4711, Ausfahrt Gleis 4 gilt für dich") Grund hierfür ist der Unfall einer S-Bahn in Neufahrn bei München.
Das wars schon zum auseinander kuppeln.

Zusammenkuppeln:

Betrieblich etwas schwieriger, da gibt es verschiedene Möglichkeiten.

a) Zugdeckungssignal.

Zug 4711 fährt Signalmäßig nach Gleis 1 ein, das Zugdeckungssignal zeigt Kennlicht (betrieblich abgeschalten). Zug 4711 fährt vorbei und kommt im Abschnitt hinter dem Zugdeckungssignal zum Halten.
Zug 4713 erhält eine Einfahrt bis zum Zugdeckungssignal, das Zugdeckungssignal zeigt Hp0. Die Geschwindigkeit beträgt vom vorleigenden Signal (Esig oder Zsig) 20 km/h. Also Hp 2 + Zs3 oder Ks 2 + Zs3

Der Zug hält an, das Zugdeckungssignal kann wieder in Kennlicht gestellt werden. Der Zug darf kann jetzt dem anderen Zug "hinten" drauf fahren.

Beispiele hierfür sind Köln, Mannheim, Frankfurt am Main...

Dies ist die heute gängige Methode.

b) Rangierfahrt

Zug 4711 fährt wie oben beschrieben ein. Im Bahnhof gibt es aber kein Zugdeckungssignal, dafür Mittelweichen und Mittelweichenteilfahrstraßen.

Zug 4713 fährt auf dem anderen Gleis bis zum Hauptsignal ein (Signalmäßig ohne Geschwindigkeitsbegrenzung), wird am Signal zur Rangierfahrt erklärt und rangiert (mit Sh1) mit den Reisenden auf den anderen Zug drauf.

Beispielskizze

O-| Asig...........................O-| Zsig
______ZUG 4711____________________________________________________________
............................. \
........Bahnsteig...........\ O-| Zsig
..................................\ _________________Zug 4713_________________

Dies wird nur angewand, wenn keine Zugdeckungssignale vorhanden sind. Meist in Bahnhöfen, die zufällig diese Mittelweichen haben und noch zufälliger zu Bahnhöfen geworden sind, an denen man flügelt und noch noch zufälliger kein Geld für Zugdeckungssignale übrig war.

c) Geschwindigkeitsprüfeinrichtung + Zugdeckungssignal

Anscheinend soll es Versuche geben, mit dem der zweite Zug nicht auf ein Zugdeckungssignal einfährt, sondern nur die 20 km/h am Esig angezeigt bekommt. Er überfährt dort eine GEschwindigkeitsprüfeinrichtung und kann dann ohne Zugdeckungssignal auf den ersten Zug drauffahren. Wos das gibt weis ich nicht, hab davon aber schon gelesen, dass sowas erprobt wird. Spart ein Zugdeckungssignal und die Zeit, die vergeht, bis sich das Zugdeckungssignal wieder in Kennlicht schalten lässt.

d) leere Einheiten beistellen

Leere Einheiten können problemlos als Rangierfahrt von einem Betriebswerk oder einer Wartegruppe als Rangierfahrt auf einen besetzten Zug drucfgestellt werden.

Wichtig bei allen vorgestellten Methoden, der zweite Zugteil muss kurz vor dem Fahrzeug nochmals anhalten.

Joa, mehr fällt mir grad nciht mehr ein.

An- und Abkuppeln von Triebzügen

Manitou, Dienstag, 08.02.2011, 23:27 (vor 5633 Tagen) @ Turbonegro

Zugdeckungs-/Zwischensignale können auch ein rotes (Hp 0 / Ks 0) und zwei weiße Lichter (Ra 12) zeigen. Dies bedeutet Halt für Zugfahrten und Fahrt für Rangierfahrten. Damit müßte der Lokführer entweder kurzs vor dem Zugdeckungs-/Zwischensignal anhalten bzw. dieses mit Schrittgeschwindigkeit auf Sicht als Rangierfahrt überfahren, wenn es örtlich zulässig ist, ohne Halt von einer Zug- in eine Rangierfahrt überzugehen. Dann müßte erst unmittelbar vor dem stehenden zugteil kurz gehalten werden.
Ohne besondere Signalisierung wäre auch ein Einfahren auf Befehl (ggf. mit einer aufgestellten Wärterhaltscheibe (Sh2 DR))möglich. Sofern am Einfahrsignal ein rotes Mastschild vorhanden ist (permessives Fahren, nur noch Berliner S-Bahn) darf man theoretisch sogar auf Ersatzsignal in besetzte Gleise einfahren, sollte aber wenn es nicht fahrplanmäiß so gehandhabt wird dennoch den Triebfahrzeugführer auf die Einfahrt in ein besetztes Gleis hinweisen.

An- und Abkuppeln von Triebzügen

Twindexx, St. Gallen (CH), Dienstag, 08.02.2011, 23:37 (vor 5633 Tagen) @ Turbonegro

Hallo, in der Schweiz macht man das ganz einfach, da gibt es am Einfahrtsignal die Möglichkeit "Einfahrt in einen besetzten Block" zu signalisieren und der Tf weiss dann schon selber, ob er mit diesem Zug kuppeln muss oder sich einfach vorne dran hinstellen muss. Dem Signal geht ein "Ankündigung 40 km/h" zeigendes Signal voraus. Ab dem Einfahrtsignal gilt dann "Fahrt auf Sicht".
Wenn dann gekuppelt wird, dann geht das meist direkt bevor die Türen öffnen, nur selten wird vorher nochmal angehalten.

Durch das, dass man an einem Bahnsteig die Züge nach belieben hinstellen kann, kommt es planmässig vor (z.B. in Weinfelden in der HVZ), dass an ein und dem selben Gleis drei Züge in drei verschiedene Richtungen stehen, die alle innerhalb von acht Minuten abfahren.

An- und Abkuppeln von Triebzügen

Fabian318, Münster i. W., Dienstag, 08.02.2011, 23:40 (vor 5633 Tagen) @ Turbonegro

Danke für deine Erläuterung!

Wieso darf Möglichkeit e) - ähnlich zu d) - nicht genutzt werden?

Zug geht am Zwischensignal in eine Rangierfahrt über und erhält dort das entsprechende Signal. Da Rangierfahrten ohnehin auf Sicht durchgeführt werden, sollte dies doch keine Problem sein? Nur ab dem Einfahrsignal wird es dann problematisch, weil dort ja im Regelfall keine Signale für Rangierfahrten vorhanden sein sollten.

An- und Abkuppeln von Triebzügen

Turbonegro, Dienstag, 08.02.2011, 23:46 (vor 5633 Tagen) @ Fabian318

was is Möglichkeit e)? Steh ich grad aufm Schlauch? ...

An- und Abkuppeln von Triebzügen

Fabian318, Münster i. W., Mittwoch, 09.02.2011, 00:29 (vor 5633 Tagen) @ Turbonegro

was is Möglichkeit e)? Steh ich grad aufm Schlauch? ...

Möglichkeit e) wäre eine weitere, von mir vorgestellte. Scheint aber offenbar eine Unmöglichkeit zu sein, weil du sie ja eben nicht genannt hast.

An- und Abkuppeln von Triebzügen

ICE-TD, Mittwoch, 09.02.2011, 00:39 (vor 5633 Tagen) @ Fabian318

Was meinst du genau, das nochmalige Anhalten vor dem Zug? Das ist zumindestens bei den ICE-Zügen erforderlich, da erst dort die Kuppelbreitschaft der Leittechnik des Zuges hergestellt wird, gleichzeitig wird von dieser die AFB umgeschaltet auf max. 2 km/h. Wenn ich das bereits am Einfahrsignal machen würde, könnte ich nur mit 2 km/h ab dort fahren.

An- und Abkuppeln von Triebzügen

Fabian318, Münster i. W., Mittwoch, 09.02.2011, 01:11 (vor 5632 Tagen) @ ICE-TD

Was meinst du genau, das nochmalige Anhalten vor dem Zug? Das ist zumindestens bei den ICE-Zügen erforderlich, da erst dort die Kuppelbreitschaft der Leittechnik des Zuges hergestellt wird, gleichzeitig wird von dieser die AFB umgeschaltet auf max. 2 km/h. Wenn ich das bereits am Einfahrsignal machen würde, könnte ich nur mit 2 km/h ab dort fahren.

Nein, prinzipiell das Heranfahren ohne Zugdeckungssignal als Rangierfahrt. - Das sollte aber nur bei Zwischensignalen machbar sein, da Einfahrsignale keine entsprechende Ausrüstung haben.

Keine Rangierfahrt mit Passagieren? Und "früher"?

fjk, Mittwoch, 09.02.2011, 09:12 (vor 5632 Tagen) @ Turbonegro

Moin,

schön dass das hier mal aufgeschlüsselt wird. Denn die landläufige Aussage "hier kann nicht geflügelt/gestärkt/geschwächt werden, weil kein Deckungssignal vorhanden ist" erscheint doch ein bisschen billig - irgendwelche anderen Methoden muss es ja geben, so lange eine entsprechende Weiche da ist.

Und davon stehen jetzt ein paar da. Dankeschön.

Der allgemeine Tenor hier ist, dass es keine Rangierfahrten mit Passagieren gibt. Einzige Ausnahme scheint Fall b) zu sein:

b) Rangierfahrt

[...]

Zug 4713 fährt auf dem anderen Gleis bis zum Hauptsignal ein (Signalmäßig ohne Geschwindigkeitsbegrenzung), wird am Signal zur Rangierfahrt erklärt und rangiert (mit Sh1) mit den Reisenden auf den anderen Zug drauf.

Allerdings müssen dafür statt des Deckungssignals eine ganze Reihe baulicher und signaliger "Besonderheiten" (bzw. Zufälle) eintreten:

Im Bahnhof gibt es aber kein Zugdeckungssignal, dafür Mittelweichen und Mittelweichenteilfahrstraßen.

Nun zu meiner Frage: wie war das denn "früher" als noch an allen möglichen Feld-, Wald- und Wiesenhauptbahnhöfen Kurswagen zwischen beliebigen Zügen hin- und hergeschoben worden sind? Gab es da überall Deckungssignale oder die b)-baulichen Voraussetzungen oder waren Rangierfahrten mit Passagieren schlicht "erlaubt"? Sind die überhaupt verboten oder hört es sich hier nur so an (z.B. hier: "Problem ist immer dann, wenn der zweite - also heranfahrende - Zugteil mit Fahrgästen ankommt und nicht als Rangierfahrt ankuppeln kann.")? Oder ist das Problem schlicht, dass die Rangierfahrt "auf Sicht" vom jeweils letzten Signal an (das ja relativ weit weg sein kann) für eine zumutbar-fahrplantechnische Abwicklung zu langsam ist (vgl. AFB-Geschwindigkeitsbegrenzung beim ICE vor dem Kuppeln)? Dann ist allerdings die Frage, wieso das ohne Fahrgäste geht - denn der besetzte Zug muss die entsprechende Zeit ja trotzdem warten.

hofft auf des Rätsels endgültige Lösung, ohne selber die Vorschrift verstehen zu müssen
fjk

An- und Abkuppeln von Triebzügen

Turbonegro, Mittwoch, 09.02.2011, 09:49 (vor 5632 Tagen) @ Fabian318

Ah ok, ich verstehe was du meinst, sorry, Stand doch iwie aufm Schlauch :) Einen Zug am Einfahrsignal zur Rangierfahrt erklären ist nicht zulässig. Rangierfahrten dürfen nur im Bahnhof statt finden. Der Zug steht in diesem Fall noch auf der Strecke, daher gibt es auch kein Esig, das Sh1 zeigen kann.

Rangierfahrt mit Passagieren

Turbonegro, Mittwoch, 09.02.2011, 10:21 (vor 5632 Tagen) @ fjk
bearbeitet von Turbonegro, Mittwoch, 09.02.2011, 10:23

Hey,
wer sagt, das es verboten ist, mit Reisenden zu rangieren? Das man mit Reisenden nicht rangieren darf, ist ein Märchen, das sich immernoch rumtreibt.

Man kann mit Reisende so viel Rangieren wie man will, die einzige Einschränkung sieht die Fahrdienstvorschrift (Ril 408) vor:

408.0822 Abs. 1 (5)
"Werden bei Rangierfahrten mit Reisenden besetzte Fahrzeuge nicht auf durch Fahrtstraßenhebel gesicherten Fahrwegen oder nicht auf Rangierstraßen bewegt, dürfen in diesem Stellwerksbezirk bzw. Stelltischbereich keine Weichen oder Gleissperren umgestellt werden. In den Örtlichen Richtlinien können Ausnahmen zugelassen sein."

Heißt im Umkehrschluss, ich kann mit Reisenden rumrangieren, wohin ich will, solang


Es ist also möglich in jedem Bahnhof Züge zusammen zu kuppeln, frag sich nur wie lange das dauert.
Das von mir unter b) beschriebene Verfahren setzt zumindest ein Zwischensignal voraus, das haben schon nicht viele Bahnhöfe, i.d.R. nur größere oder besonders kompliziert gebaute.
Dann muss das Zsig auch noch vor dem Halteplatz des Zuges stehen, auf den drauf gefahren werden soll und dort muss auch der gewöhnliche Halteplatz des 2. Teils sein. Kommt vielleicht oben nicht so richtig raus. Also mal eben im anderen Bahnhofsteil das Ding zur Rangierfahrt erklären geht auch nicht so einfach. Das dieser Fall b) funktioniert ist nicht einfach!


Sollte es sowas wie in b) nicht geben, wäre es Möglich in ein anderes Einfahrgleis einzufahren, dann den Führerstand zu wechseln, in die Einfahrrichtung wieder zurück zu rangieren, wieder den Führerstand zu wechseln und dann auf den vorderen Zugteil wieder drauf zu rangieren.
Möglich ist das, dauert aber doch relativ lang, dazu kann man dann eigentlich nicht mehr Flügeln sagen :P


---> Also Sinnvolles Zusammenkuppeln eines Zuges ist nur an Zugdeckungssignalen und solchen Bahnhöfen die diese in b) beschriebene Situation aufweisen, sowie die in c) angesprochene Versuchsversion.
Gehen tut es aber überall...

Also alles nur eine Frage der Zeit. Danke.

fjk, Mittwoch, 09.02.2011, 10:35 (vor 5632 Tagen) @ Turbonegro

- kein Text -

Rangierfahrten mit Passagieren sind an der Tagesordnung...

611003 3, Mittwoch, 09.02.2011, 10:55 (vor 5632 Tagen) @ Turbonegro
bearbeitet von 611003 3, Mittwoch, 09.02.2011, 10:57

Das verstehe ich auch nicht, wieso es dieses Märchen gibt. Ich persönlich bin ja recht oft im ALEXsüd. In Immenstadt werden da die Züge aus Oberstdorf an die Lindauer Alex angekuppelt. Das geht da immer recht fix. Der Lindauer steht auf Gleis 2, der Oberstdorfer rumpelt auf Gleis 1 daher. Bleibt eine oder zwei Minuten dort stehen, und dann fährt der Zug nach Ri.Lindau weg, am letzten Wagen steht ein Rangierer. Der Zug kommt dann auf Gl.2, zusammenkuppeln, hintere Lok weg, fertig...
Zuletzt war diese "hintere Lok" eine altrote V100...

Hannover

Ozzwald, Mittwoch, 09.02.2011, 21:06 (vor 5632 Tagen) @ GUB

Hannover hat auch Zwischensignale... hängen entweder an der Decke, oder stehen zwischen den Gleisen

Noch mal Nachfrage an Turbonegro (oder andere Stellwerker)

fabs, Braunschweig, Mittwoch, 09.02.2011, 21:25 (vor 5632 Tagen) @ Turbonegro

Moin!
Ich glaube Fabian meinte folgende Situation (die mir auch gerade in den Sinn gekommen ist):
ESig---ZSig-(Bahnsteig)-ASig
Zug fährt ein und kommt am ZSig (Hauptsignal) zum Halten. Am Bahnsteig steht schon ein Zugteil.
Jetzt sollte es ohne Zugdeckungssignale möglich sein, an den am Bahnsteig stehenden Zug als Ragierfahrt heranzufahren. Oder habe ich einen Denkfehler?

Viele Grüße
fabs

--
Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...

Zwischensignale / Deckungssignale

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 09.02.2011, 22:34 (vor 5632 Tagen) @ fabs

Moin!

Servus,

Ich glaube Fabian meinte folgende Situation (die mir auch gerade in den Sinn gekommen ist):
ESig---ZSig-(Bahnsteig)-ASig

Jetzt darf man ZSig (Hauptsignal (Hp0,Hp1,(Hp2)) nicht mit Deckungssignal (Sh0,Sh1) verwechseln.

Zug fährt ein und kommt am ZSig (Hauptsignal) zum Halten. Am Bahnsteig steht schon ein Zugteil.
Jetzt sollte es ohne Zugdeckungssignale möglich sein, an den am Bahnsteig stehenden Zug als Ragierfahrt heranzufahren. Oder habe ich einen Denkfehler?

Falls tatsächlich irgendwo ein richtiges Hauptsignal als ZSig. mitten am Bahnsteig stehen sollte, dann hat das auch die Funktion des Deckungssignals und zeigt zum Drauffahren Hp0 + Sh1.

P.S. In Immenstadt fahren beide Zugteile (VT 612) von Oberstdorf und Lindau, von beiden Seiten nur bis zum Deckungssignal (gleichzeitig nicht zulässig).
Der zuerst einfahrende Zug (plan. der von Oberstdorf) müsste mit 40 km/h einfahren können (Gleis noch frei). Der zweite Zug fährt nur 20 km/h ins besetzte Gleis.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
[image]

Rangierfahrten mit Passagieren sind an der Tagesordnung...

Holger2, Mittwoch, 09.02.2011, 22:45 (vor 5632 Tagen) @ 611003 3

Hallo,

trotzdem verstehe ich nicht, wieso man Züge in Deutschland nicht genauso wie in der Schweiz verkuppeln darf: spezielles Vorsignal im Bahnhofseingang...fertig.

Bis vor ca. 20 Jahren war es bspw. auch erlaubt, dass eine volle S - Bahn auf eine am Bahnhof wartende S - Bahn auffährt. Das wird heute nicht mehr gemacht. Heute wird die leere S -Bahn immer als Rangierfahrt beigestellt. Hat es hier Unfälle gegeben?

Holger

Noch mal Nachfrage an Turbonegro (oder andere Stellwerker)

Turbonegro, Mittwoch, 09.02.2011, 22:51 (vor 5632 Tagen) @ fabs

Hey,

also da kann ich mit einem klassischen jein antworten.

Die Einfahrmöglichkeit
Esig --- kein Bstg --- Zsig (Zug wird Rangierfahrt) --- Bahnsteig (erster Zugteil steht da) --- Asig
ist offiziell ohne Zugdeckungssignal NICHT erlaubt.
Prinzipiell wäre es logisch, der Zug wird am Zsig zur Rangierfahrt, ist also im Bahnhof, kann ohne Deckungssignal drauffahren. Würde glaube ich auch jeder Fahrdienstleiter so machen, wenns drauf ankommt.

Wenn da nicht einen kleiner, aber fieser Passus in der Ril 408 wäre.

Ich zitiere die Ril 408.0901 Abs 1 (2)a)

"In der Regel darf eine Zugfahrt in einer Rangierfahrt übergehen, wenn der Zug am gewöhnlichen Halteplatz zum Halten gekommen ist."

Leider kann mir keiner sagen, dass ein gewöhnlicher Halteplatz eines Reisezuges vor einem Zsig ohne Bahnsteig irgendwo in der Pampa ist, denn ich zitiere nochmals die Ril 408.0201 Abs.19

" [...] Der gewöhnliche Halteplatz eines Reisezuges mit Regelhalt oder oder Bedarfshalt ist am Bahnsteig [...]"

---> Also Zusammenfassend: Das Kuppeln mittels
Esig --- kein Bstg --- Zsig (Zug wird zur Rangierfahrt) --- Bstg (erster Zugteil steht da) --- Asig
ist offiziell, das heißt vor allem in der Fahrplanerstellung, nicht zulässig.
Wie dieser "gewöhnliche" Halteplatz dann im Betriebsgeschehen, wenns darum geht, iwie noch zu fahren, ausgelegt wird, sei mal dahingestellt.

Zwischensignale / Deckungssignale

Turbonegro, Mittwoch, 09.02.2011, 23:08 (vor 5632 Tagen) @ 218 466-1

Jetzt darf man ZSig (Hauptsignal (Hp0,Hp1,(Hp2)) nicht mit Deckungssignal (Sh0,Sh1) verwechseln.

Hey, leider muss ich dich betrieblich korregieren, du bringst da etwas durcheinander:

Vorsicht: Deckungssignale können KEIN Sh1 zeigen. Sie können lediglich Hp0 und Kennlicht zeigen! Im Monent verwechselst du hochstehende Sperrsignale mit Deckungssignalen!
(ganz kurz am Rande, es gibt bei Lichtsperrsignale kein Sh0 mehr)

Kennlichtschaltung sieht so aus:
http://www.bahnbilder.de/bilder/braunschweig-32281.jpg
Bedeutet: Signal betrieblich abgeschaltet (oder so ähnlich)

Signal Sh 1 sieht so aus:
http://www.spurnull-magazin.de/wp-content/uploads/2010/11/sh1-3.jpg
Bedeutet: Rangierverbot aufgehoben, von Zugfahrt steht da nichts.

(Bilder sind wahllos gegoogelt und das erst beste genommen)

Würde das Deckungssignal Sh 1, würde ich den angekommenen Zug als Rangierfahrt auf den stehenden Zug auffahren lassen. Durch das Deckungssignal bleibt die Zugfahrt eine Zugfahrt.

Deckungssignale mit Sh1

Fabian318, Münster i. W., Mittwoch, 09.02.2011, 23:23 (vor 5632 Tagen) @ Turbonegro

Vorsicht: Deckungssignale können KEIN Sh1 zeigen. Sie können lediglich Hp0 und Kennlicht zeigen! Im Monent verwechselst du hochstehende Sperrsignale mit Deckungssignalen!
(ganz kurz am Rande, es gibt bei Lichtsperrsignale kein Sh0 mehr)

Soweit klar. - Sind es denn entlang eines Bahnsteigs auch als Deckungssignale brauchbare Signale, wenn sie gewöhnlich, wenn eine Zugfahrt einfährt, Sh1 und ansonsten Hp0 zeigen? Gibt es so z.B. in Münster in Gleis 3 und Gleis 17 in Bahnsteigmitte.

Zwischensignale / Deckungssignale

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 09.02.2011, 23:27 (vor 5632 Tagen) @ Turbonegro

Jetzt darf man ZSig (Hauptsignal (Hp0,Hp1,(Hp2)) nicht mit Deckungssignal (Sh0,Sh1) verwechseln.


Hey, leider muss ich dich betrieblich korregieren, du bringst da etwas durcheinander:

Vorsicht: Deckungssignale können KEIN Sh1 zeigen. Sie können lediglich Hp0 und Kennlicht zeigen! Im Monent verwechselst du hochstehende Sperrsignale mit Deckungssignalen!
(ganz kurz am Rande, es gibt bei Lichtsperrsignale kein Sh0 mehr)

Kennlichtschaltung sieht so aus:
http://www.bahnbilder.de/bilder/braunschweig-32281.jpg
Bedeutet: Signal betrieblich abgeschaltet (oder so ähnlich)

Signal Sh 1 sieht so aus:
http://www.spurnull-magazin.de/wp-content/uploads/2010/11/sh1-3.jpg
Bedeutet: Rangierverbot aufgehoben, von Zugfahrt steht da nichts.

(Bilder sind wahllos gegoogelt und das erst beste genommen)

Würde das Deckungssignal Sh 1, würde ich den angekommenen Zug als Rangierfahrt auf den stehenden Zug auffahren lassen. Durch das Deckungssignal bleibt die Zugfahrt eine Zugfahrt.

Ups, da habe ich Rangier- und Deckunssignale durcheinader gebracht. :-P
Deckungssignale zeigen natürlich nur ein weißes Licht (Kennlicht). Das hätte ich eigentlich noch wissen müssen *schäm*.
Danke für den Hinweis.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
[image]

Danke!

fabs, Braunschweig, Mittwoch, 09.02.2011, 23:53 (vor 5632 Tagen) @ Turbonegro

Danke!
Das "Gewöhnlicher-Halteplatz-Problem" war mir unbekannt.

Viele Grüße
fabs

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Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...

Deckungssignale mit Sh1

Turbonegro, Donnerstag, 10.02.2011, 07:24 (vor 5631 Tagen) @ Fabian318

Soweit klar. - Sind es denn entlang eines Bahnsteigs auch als Deckungssignale brauchbare Signale, wenn sie gewöhnlich, wenn eine Zugfahrt einfährt, Sh1 und ansonsten Hp0 zeigen? Gibt es so z.B. in Münster in Gleis 3 und Gleis 17 in Bahnsteigmitte.

Ich kenn den Bahnhof Münster nicht wirklich, daher kann ich pauschal keine Aussage treffen. Wenn die Dinger Hochstehen oder iwo oben am Bahnsteigdach hängen und nur Hp0 und Sh1 zeigen können, dann sind das hochstehende Sperrsignale und keine Deckungssignale. Man könnte sie allerdings als Zielsignal benutzen, sofern die Technik das zulässt und den Zug, der ja dann dort seinen gewöhnlichen Halteplatz hat zur Rangierfahrt erklären.

Also daher sind es keine klassischen Zugdeckungssignale, sondern nur hochstehende Ls. Die kann man aber zum Ankuppeln von Zügen nehmen, man muss das Ding halt vor dem Ls zur Rangierfahrt erklären.

Bilder hochstehendes Ls/Deckungssignal

Fabian318, Münster i. W., Donnerstag, 10.02.2011, 09:05 (vor 5631 Tagen) @ Turbonegro

Also die Signale zeigen eigentlich immer Hp0 und wenn ein Zug auf das gesamte Gleis einfährt (Flügelungen/Vereinigungen gibt's normal nicht) Sh1. Da dachte ich, dass Sh1 und Kennlicht für Zugfahrten immer mehr oder weniger synonym ist. - Gibt es denn auch "Sperrsignale" die sowohl Kennlicht als auch Sh1 zeigen können?

Ach ja, in Münster sehen die Teile so aus:

[image]
Das Signal ist normalerweise gegenüber von dem nächsten installiert.

[image]
...aber baubedingt ist es zur Zeit alles etwas anders. ;-)

Oder sind Zugdeckungssignale immer daran zu erkennen, dass sie auch dann Kennlicht zeigen, wenn weit und breit kein Zug kommt?

Rangierfahrten mit Passagieren sind an der Tagesordnung...

611003 3, Donnerstag, 10.02.2011, 12:59 (vor 5631 Tagen) @ Holger2

Hallo,

trotzdem verstehe ich nicht, wieso man Züge in Deutschland nicht genauso wie in der Schweiz verkuppeln darf: spezielles Vorsignal im Bahnhofseingang...fertig.

Bis vor ca. 20 Jahren war es bspw. auch erlaubt, dass eine volle S - Bahn auf eine am Bahnhof wartende S - Bahn auffährt. Das wird heute nicht mehr gemacht. Heute wird die leere S -Bahn immer als Rangierfahrt beigestellt. Hat es hier Unfälle gegeben?

Holger

Ich vermute eher, dass da irgendein Möchtegernsicherheitsexperte irgendwelche "Gefahren" erkannt hat und es deshalb in D nicht mehr gestattet ist.

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