Zug auf dem Schiff: Zeitvorteil? (Allgemeines Forum)

Thalyseo, Donnerstag, 20.01.2011, 08:58 (vor 5598 Tagen) @ Oscar (NL)

brandenburger:

Aber warum wird der Zug dann überhaupt auf die Fähre gefahren, wenn man doch aussteigen muss? Ich meine, früher in Richtung England oder zwischen GB und Irland muss doch auch jeder zu Fuß auf die Fähre.

Blickpunkt Bahnunternehmen: wenn am Ufer alle Fahrgäste aussteigen, ist der Zug für die Rückfahrt wieder verfügbar, und kann losfahren etwa sobald die Fähre losgefahren ist und die Fahrgäste der Rückfahrt eingestiegen sind. Würde der Zug mittransportiert, stünde er erst bei Ankunft am anderen Ufer wieder zur Verfügung. Solange ein Zug auf einer Fähre steht, ist er nicht für Fahrten anwendbar = arbeitslos.

Blickpunkt Schifffahrtsunternehmen: wenn Fahrgäste aussteigen, braucht man keine Gleise auf der Fähre, braucht man ein paar hundert Tonnen weniger Todlast mitzunehmen und sind aufwändig Konstruktionen von Fähre und Ufer nicht nötig.

Das ist ja auch genau das, was "Brandenburger" geschrieben hat und was auch ich nicht verstehe:

Wenn man sowieso aussteigen muss, macht es doch wenig Sinn, den Zug "mitzunehmen":

Könnte man durchgehend sitzen bleiben, hätte das - zumindest für mich - einen Vorteil, man kann sich (mehr oder weniger) ausbreiten und ungestört kontinuierlich arbeiten (= vor allem im ICE). Genau dieser Vorteil wird "ausgehebelt", wenn die Arbeit durch das Aussteigen unterbrochen und die Unterlagen ein- und später wieder ausgepackt werden müssen.

Dann doch lieber über Jütland (= je nach Zeitverlust) oder eben direkt eine gebrochene Reisekette. Aber gut, das ist jetzt auch nur meine Meinung!


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