Zug auf dem Schiff: Zeitvorteil? (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 20.01.2011, 08:45 (vor 5597 Tagen) @ Holger_HAM

brandenburger:

Aber warum wird der Zug dann überhaupt auf die Fähre gefahren, wenn man doch aussteigen muss? Ich meine, früher in Richtung England oder zwischen GB und Irland muss doch auch jeder zu Fuß auf die Fähre.

Wenn die Fehmarnbeltquerung fertig ist und die Brücke in Messina...

2009 gab es den letzten Versuch, die Verbindung durchzusetzen, als Bestandteil von TEN-T 1.
Allerdings ist über Messina das letzte Wort noch nicht gesprochen. Unsere Betuweroute wurde ja auch von zahlreichen Behinderungen geprägt.

Holger_HAM:

Insgesamt dürfte es deutlich schneller gehen, wenn man den Zug auf die Fähre fährt. Der Zug hält, alle Fahrgäste müssen mit Gepäck aussteigen. Treppen steigen, Gänge laufen,..., Fahrkartenkontrolle, (früher) Zollkontrolle,..., das alles kostete Zeit.

Bin ich mir nicht sicher.
Was Du schreibst, ist Blickpunkt Bahnkunde.

Blickpunkt Bahnunternehmen: wenn am Ufer alle Fahrgäste aussteigen, ist der Zug für die Rückfahrt wieder verfügbar, und kann losfahren etwa sobald die Fähre losgefahren ist und die Fahrgäste der Rückfahrt eingestiegen sind. Würde der Zug mittransportiert, stünde er erst bei Ankunft am anderen Ufer wieder zur Verfügung. Solange ein Zug auf einer Fähre steht, ist er nicht für Fahrten anwendbar = arbeitslos.

Blickpunkt Schifffahrtsunternehmen: wenn Fahrgäste aussteigen, braucht man keine Gleise auf der Fähre, braucht man ein paar hundert Tonnen weniger Todlast mitzunehmen und sind aufwändig Konstruktionen von Fähre und Ufer nicht nötig.


gruß,

Oscar (NL).

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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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