US: neue Studien über HGV-Netz (Megaregion concept) (Allgemeines Forum)
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 12.01.2011, 23:32 (vor 5576 Tagen)
Hallo ICE-Fans,
bekanntlich möchten die US-Amerikaner auch ein HGV-Netz haben.
Nur schade, dass man sowas nicht in einem Tag baut, sogar die Chinesen schaffen das nicht.
Dafür gibt es aber zahlreiche Studien (dank Mitgliedschaft einer Facebook-Gruppe bekomme ich manchmal Verknüpfungen zu interessanten Internet-Dokumenten).
Diesmal wurde ich auf America 2050 aufmerksam gemacht.
America 2050 sieht sogenannte "Megaregions" vor.
In Stufe 1 sollen in diesen Megaregions HGV-Projekte entstehen. Zuerst East Coast (New York, Washington), Chicago und West Coast (San Francisco, Los Angeles).
In Stufe 2 wird das East Coast Netz nach Atlanta ausgebaut, das Chicago Netz nach Detroit und das Kaliforniennetz nach Phoenix. Neue Megaregions mit HGV sind dann Miami, Houston/Dallas und Seattle.
In Stufe 3 soll das Netz von New York/Atlanta mit Miami und Chicago/Detroit verknüpft werden. Ab Houston erreicht man schon Oklahoma, ab Chicago Kansas City. Neue Megaregion mit HGV wird Denver/Albuquerque.
Schlußendlich sollen alle Megaregions miteinander verknüpft werden und ist theoretische eine HGV-Reise New York-Los Angeles möglich (obwohl ich vermute dass solche Strecken auch 2050 wohl noch geflogen werden, dafür dann New York-Chicago nicht mehr). Vorerst sind aber normale Verbindungen (IC oder Nachtzug) vorgesehen, aber ich sehe hier dann auch gute Chancen für eine berührungsfreie Bahn, zumal man viele hunderte von Kilometern nonstop fahren kann.
Mal ganz ehrlich: sieht toll aus, aber: I'll believe it when I see it!
Cheers,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Ich bin pesimistisch!
Chrispy, Donnerstag, 13.01.2011, 00:23 (vor 5576 Tagen) @ Oscar (NL)
Hallo,
HGV Projekte haben und hatten in den USA seit je her schweren stand (Siehe Texas: gekippt in den 90ern nach erfolgreichem lobbying der Southwest Airlines). Das grosse problem ist die starken Auto- und Flugverkehrslobby. Das Projekt um Chicago wurde kürzlich nach einem Regierungswechsel wieder eingestellt (die Staatsgelder fliessen nun nach Kalifornien).
Und in Kalifornien, gibt es das nächste problem. Der Bundesstaat weisst eine grössere pro Kopf Versuldung auf als Griechenland und den USA insgesammt geht es auch nicht viel besser. California-HSR soll insgesammt 40 Mia $ kosten, doch wird wohl kaum unter 60 Mia $ zu machen sein (Gegenstudien (es gibt auch welche mit 80 Mia)). Bis jetzt sind, soviel ich weiss, etwas unter 10 Mia $ als finanzierung sichergestellt.
Habe mich vor einiger Zeit viel mit den Projekten in den USA beschäftigt und festgestellt, dass es zwei Fronten gibt. Die Befürworter (wie America 2050 und USHSR) warten mit utopischen Vorschlägen auf und die Gegener reden alles viel schlechter als es eigentlich ist. Doch es gibt kaum moderate Positionen zu finden. Darum bin ich, genau so wie Oscar, sehr skeptisch, wenn ich solche Pläne sehe
America 2050 sieht sogenannte "Megaregions" vor.
Nun das Konzept ist nicht gerade neu. Hier gibt es den selben Plan jedoch bis 2030.
Gruss
Christoph
Ich bin vorsichtig optimistisch!
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 13.01.2011, 00:48 (vor 5576 Tagen) @ Chrispy
Hallo,
Servus,
America 2050 sieht sogenannte "Megaregions" vor.
Nun das Konzept ist nicht gerade neu. Hier gibt es den selben Plan jedoch bis 2030.
Auf Schienen wird man dem Flugzeug keine große Konkurenz machen können. Hier könnte der Transrapid mal richtig zeigen was er drauf hat. Die Strecken über oder durch die "Rocky Mountains" nach Kalifornien, machen das Projekt aber sehr teuer. Darum finde ich, sollte erstmal ohne Kalifornien geplant werden.
Wenn in den USA ein Umdenken einkehrt, wird das möglicherweise realisiert werden. Ansonsten bleibt es ein "american Dream".
--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Re: Ich bin vorsichtig optimistisch!
Chrispy, Donnerstag, 13.01.2011, 01:42 (vor 5576 Tagen) @ 218 466-1
Hallo
Auf Schienen wird man dem Flugzeug keine große Konkurenz machen können. Hier könnte der Transrapid mal richtig zeigen was er drauf hat. Die Strecken über oder durch die "Rocky Mountains" nach Kalifornien, machen das Projekt aber sehr teuer. Darum finde ich, sollte erstmal ohne Kalifornien geplant werden.
Da braucht es nicht einmal die Rocky Mountains dazwischen damit der Transrapid teuer wird ;-). Ich glaube nicht, dass sich Maglev technologie auf langen Strecken durchsetzen wird. Es sind vorallem die Bau und Unterhalts-Kosten die schlicht zu hoch sind.
1. Muss die Strecke als Hochbahn gebaut werden
2. Der halbe Elektromotor befindet sich an der Strecke
3. Höhere genauigkeit beim Bau und Betrieb
Bis jetzt wurde eine komerzielle Strecke nur in einem nichtdemokratischen Land als Prestige-objekt errichtet. Zudem in einer nicht kritischen Klimazone (kein Schnee) und nur 30km langen strecke. Dies lässt auch nicht unbedingt auf eine Preiswerte lösung schliessen.
In der Schweiz wollte man mit dem Projekt Swissmetro sogar einen Schritt weiter gehen. Doch es wurde auf Eis gelegt (zu teuer). Die USA "könnten" sich sowas jetzt sowieso nicht leisten.
Gruss
Christoph
Ich bin sehr pessimistisch
Meinrad aus Kanada, Oakville, Canada, Donnerstag, 13.01.2011, 05:14 (vor 5576 Tagen) @ Chrispy
Fuer einen Nicht-Amerikaner bist Du sehr gut informiert. Ich habe da noch etwas hinzuzufuegen.
In den 80er-Jahren wurde in Vancouver (Canada) eine aufgestaenderte Nahverkehrlinie mit Linearmotor gebaut ("Skytrain"). Keine Probleme. Detroit hat sich dann die gleiche Technology verpasst, und es klemmte hinten und vorne. Warum? Weil die Beton-Giess-Genauigkeit so miserabel war, dass der Linearmotor-Spalt solchen Fluktuationen unterworfen war, dass die Technik schlicht und einfach nicht funktionierte. Mit kanadischer Hilfe ist schliesslich ein Einbahnsystem in downtown Detroit daraus geworden. Die Genauigkeitsanforderungen fuer vergossenen Beton muessten fuer eine Maglev noch einmal nach oben verschoben werden. Dafuer kannst Du aber keinen Bauunternehmer in den USA gewinnen.
Darueberhinaus ist der Durchschnittsamerikaner niemals zu dem bereit, was die Schweizer in grosser Mehrheit mit der NEAT gemacht haben: mit offenen Augen fuer eine Staatsausgabe stimmen, wissend, dass das eine Stange Steuergelder kostet. Die Staatsverschuldung der USA ist so gigantisch dass man sich fuer lange Zeit derartige Infrastrukturprojekte total abschminken kann.
aufgeständert?
fabs, Braunschweig, Donnerstag, 13.01.2011, 09:57 (vor 5576 Tagen) @ Chrispy
1. Muss die Strecke als Hochbahn gebaut werden
Moin!
Wieso? Verstehe ich nicht.
Viele Grüße
fabs
--
Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...
aufgeständert?
Mario, Freitag, 14.01.2011, 12:57 (vor 5575 Tagen) @ fabs
1. Muss die Strecke als Hochbahn gebaut werden
Moin!
Wieso? Verstehe ich nicht.
Ich auch nicht, denn er Transrapid kann genau so gut ebenerdig gebaut werden. Nur weil man ihn bisher oft auf Stelzen gebaut hat, heißt das nicht, dass man das zwangsweise so machen muss. Wenn er ebenerdig gebaut wird, dann muss nur sichergestellt sein, dass ein betreten der Trasse verhindert wird (z.B. durch Zaun, Highway-Mittelstreifen, Troglage in bestimmten Abschnitten oder ähnliches).
aufgeständert?
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 14.01.2011, 16:11 (vor 5575 Tagen) @ Mario
Ich auch nicht, denn er Transrapid kann genau so gut ebenerdig gebaut werden. Nur weil man ihn bisher oft auf Stelzen gebaut hat, heißt das nicht, dass man das zwangsweise so machen muss.
Bei uns wurde die HSL-Zuid sogar auf Stelzen gebaut. Das Viadukt zwischen dem Tunnel des Grünen Herzens und der Tieflage bei Bleiswijk durfte eines der längsten Eisenbahnviadukte der Welt sein.
Grund für den Hochbau ist, dass es in diesem Gebiet eine intensive Landwirtschaft gibt.
Dadurch, dass die Strecke auf Stelzen steht, können Farming-Maschinen und HGV-Züge einander umbehindert kreuzen und werden Ernteflächen nicht unnötig geteilt.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
aufgeständert?
Mario, Freitag, 14.01.2011, 16:59 (vor 5575 Tagen) @ Oscar (NL)
Bei uns wurde die HSL-Zuid sogar auf Stelzen gebaut. Das Viadukt zwischen dem Tunnel des Grünen Herzens und der Tieflage bei Bleiswijk durfte eines der längsten Eisenbahnviadukte der Welt sein.
Grund für den Hochbau ist, dass es in diesem Gebiet eine intensive Landwirtschaft gibt.
Dadurch, dass die Strecke auf Stelzen steht, können Farming-Maschinen und HGV-Züge einander umbehindert kreuzen und werden Ernteflächen nicht unnötig geteilt.
Und genau das ist ja ein Vorteil des Transrapid, nämlich dass er individuell entweder ebenerdig oder aufgeständert gebaut werden kann, ja nach Wunsch des Kunden. Und weil eine Magnetbahn sein Fahrzeuggewicht gleichmäßig über den gesamten Fahrweg verteilt (Flächenlast), hat ein normaler HGV-Zug hohe Punktlasten, da er sein ganzes Gewicht über die sehr kleinen Auflageflächen der Stahlräder auf die Schienen überträgt. Dadurch kann eine aufgeständerte Trasse beim Transrapid wesentlich schlanker und mit größerer Spannweite je Pfeiler gebaut werden, was die beanspruchte Fläche für die Trasse so verringert. Der mögliche Einwand, dass die Stelzen in China aber so dick sind, ist hier nicht ganz korrekt, da sie sie trotz besserer Konzepte des Herstellers unbedingt diese Betonmonster haben wollten - eben weil SIE es dann selber bauen können.
In großen Städten bietet eben diese relativ schlanke Bauweise den Vorteil, dass eine Führung über bestehende Straßen, Wege, Kreuzungen, etc. wesentlich einfach zu machen ist als eine Rad-Schienen-Trasse. Und Masten für die Oberleitungen bräuchte man so ja auch nicht.
Und bei den großen Haltepunktabständen in den USA kann der Transrapid auch seine hohe Geschwindigkeit voll ausspielen. Die 430km/h in Schanghai sind ja nur wegen der kurzen Streckenlänge so, doch das System ist auf 550km/h ausgelegt und könnte diese oder zumindest 500km/h hier endlich mal ausfahren. Und die Chinesen arbeiten wie bekannt sein dürfte bereits an einem eigenen Zug, der sogar jenseits der 600km/h fahren soll. Schau mer mal...
Re: Ich bin vorsichtig optimistisch!
Henrik, Donnerstag, 13.01.2011, 15:22 (vor 5576 Tagen) @ Chrispy
Hi,
Auf Schienen wird man dem Flugzeug keine große Konkurenz machen können. Hier könnte der Transrapid mal richtig zeigen was er drauf hat. Die Strecken über oder durch die "Rocky Mountains" nach Kalifornien, machen das Projekt aber sehr teuer. Darum finde ich, sollte erstmal ohne Kalifornien geplant werden.
Da braucht es nicht einmal die Rocky Mountains dazwischen damit der Transrapid teuer wird ;-).
Jedes HGV-System ist teuer - das ist also trivial ;-).
Berge machen den Transrapid eher deutlich billiger im Vergleich zu anderen Systemen (vgl. Teneriffa, Brasilien).
Die Rocky Mountains sehe ich da aber jetzt nicht direkt im Wege....
Ich glaube nicht, dass sich Maglev technologie auf langen Strecken durchsetzen wird.
Wenn denn doch eher auf längeren Strecken und da bietet sich USA an.
Es sind vorallem die Bau und Unterhalts-Kosten die schlicht zu hoch sind.
Mag sein, dass sich Maglev nicht durchsetzen wird,
wenn nicht, dann scheitert das aber auf keinen Fall an den Bau- und Unterhaltskosten,
die entweder kaum höher sind als bei R/S oder bei Unterhalt sogar eher prinzipiell bedingt erheblich geringer als bei R/S (kein mechanischer Verschleiß!).
1. Muss die Strecke als Hochbahn gebaut werden
Muss sie das? Nein, muss sie nicht.
2. Der halbe Elektromotor befindet sich an der Strecke
Die Statorpakete beim Transrapid, das ist ja grade der prinzipielle Vorteil, ja.
3. Höhere genauigkeit beim Bau und Betrieb
wenn man 300 km/h fahren will und schneller, dann sollte da schon eine gewisse Genauigkeit vorhanden sein,
egal ob nun eine Kontaktfläche in Größe eines Fingernagels zu den Schienen besteht
oder ein Abstand von etwa 10 cm zum Fahrweg.
In NYC wird grad das OWTC mit einer Höhe von 1776 Fuß gebaut, die Amis können mit Stahl & Beton genau bauen.
Bis jetzt wurde eine komerzielle Strecke nur in einem nichtdemokratischen Land als Prestige-objekt errichtet.
...in China, Shanghai
Das ist aber weniger das Problem, sondern gut,
problematisch ist eher, dass es im Entwicklerland keine Einsatzstrecke gibt,
aus bekannten politischen Gründen.
Gab keine Regierung die über eine Planungs- und Baulänge konstant & überzeugt hinter einem TR-Projekt hier in Deutschland stand.
In China sah das anders aus und die Zeiten waren kürzer, was nicht direkt unbedingt mit dem politischen System zusammenhängen muss.
Prestigeobjekte sind in China alle HGV-Projekte, Flughafenprojekte und so etliches weiteres.
Es ging darum, den Transrapid ins Land zu holen, die Technik zu haben, zu ertesten etc.
Das war alles sehr erfolgreich.
Die haben inzwischen ihren eigenen Transrapid-Klon erschaffen.
Die S1-Linie in Shanghai wird grade als Maglev errichtet.
Im japanischen Nagoya verkehrt der Linimo, wenn auch am Rande der Stadt.
In Korea gibts den Rotem.
Zudem in einer nicht kritischen Klimazone (kein Schnee) und nur 30km langen strecke. Dies lässt auch nicht unbedingt auf eine Preiswerte lösung schliessen.
Da ist ein "nicht" zuviel?! Sonst macht ja auch Deine Schlussfolgerung keinen Sinn.
Es ist eine kritische Klimazone, entsprechend dahingehen mussten die Fahrwegträger entwickelt werden
und auch sehr tief gegründet werden, was in der Lage begründet ist - im Landesinneren sähe das anders aus.
In China geht es auch nicht so sehr um den Preis ;-)
....eher um Preisverhandlungen.^^
In der Schweiz wollte man mit dem Projekt Swissmetro sogar einen Schritt weiter gehen. Doch es wurde auf Eis gelegt (zu teuer).
Nee, am Geld mangelte es dort nie.... Schweiz, SCHWEIZ, Schweiz!^^
Es ging eher um die Technik,
und da schauten sie schon sehr auf den großen Nachbarn, der grade nicht weit ab eine TR-Strecke plante.
Die scheiterte........
Beachten sollte man dort jetzt eher http://www.swissrapide.ch
Die USA "könnten" sich sowas jetzt sowieso nicht leisten.
neeeeeee, bestimmt nicht.
Fliegen zum Mond, bald zum Mars, sind in der halben Welt in Krisengebieten drin,
aber so was läppisches wie spurgeführte Verkehrssysteme im HGV könnten sie sich nicht leisten...., die sich zudem im Betrieb auch noch selbst rentieren.
Genau deswegen postete Oscar ja auch grad einen Thread vor paar Tagen,
wie sich Hillary Clinton mit ihrem japanischen Kollegen getroffen hatte, zwecks japanischer Maglev (die um Dimensionen teurer ist als TR) zwischen Washington und Baltimore.
http://www.nhk.or.jp/daily/english/08_03.html
Leisten könnten die sich das allemal.
Wenns um "sich leisten können" ginge und um "pro Kopf....." z.B. BIP/Einkommen,
dann hätte Spanien in letzten Jahren nicht so viele HGV-Strecken bauen können
und China schon erst recht nicht.
Gruß
Henrik
Re: Ich bin vorsichtig optimistisch!
Meinrad aus Kanada, Oakville, Canada, Donnerstag, 13.01.2011, 23:10 (vor 5575 Tagen) @ Henrik
In NYC wird grad das OWTC mit einer Höhe von 1776 Fuß gebaut, die Amis können mit Stahl & Beton genau bauen.
Gruß
Henrik
Mit Stahl: ja. Mit Beton: Ueberhaupt nicht. Im Gegensatz zu Europa, Asien und Canada werden in den USA alle Hochhaeuser in Stahlbau angefertigt. Wenn ueberhaupt, ist gerade mal der Aufzugsschacht betoniert. Alles andere ist Stahlbau. Die Toleranzen in Beton sind meist "halber Zoll" (12.7mm), gelegentlich auch "ein Zoll", waehrend sonstwo auf +/- 2mm geschalt wird, aber oft auch auf +/- 1mm.
Re: Ich bin vorsichtig optimistisch!
Chrispy, Freitag, 14.01.2011, 01:18 (vor 5575 Tagen) @ Henrik
Hallo Henrik
Berge machen den Transrapid eher deutlich billiger im Vergleich zu anderen Systemen (vgl. Teneriffa, Brasilien).
Also das musst du mir jetzt genauer erläutern. Inwiefern sollen Berege irgendwelche terestrische Transportinfrastrukturen durch Berge billiger werden?
Wenn denn doch eher auf längeren Strecken und da bietet sich USA an.
Da hast du recht. Die geschwindigkeit wird sich nur auf grossen Distanzen auszahlen. Jedoch halte ich die Technologie nicht für Kostendeckend und dann ist der Schaden kleiner bei nur 30km.
Mag sein, dass sich Maglev nicht durchsetzen wird, wenn nicht, dann scheitert das aber auf keinen Fall an den Bau- und Unterhaltskosten, die entweder kaum höher sind als bei R/S oder bei Unterhalt sogar eher prinzipiell bedingt erheblich geringer als bei R/S (kein mechanischer Verschleiß!).
Diese Argumente sind mir bekannt, jedoch höre ich die immer nur von Herstellerseite. Klar hat man kein Mechanischer verschleiss, jedoch ist die Technologie anfälliger:
Man muss für einen Maglev zwangsläufig auf der ganzen Streckenlänge Spulensysteme einbauen, damit das Magnetfeld gewärleistet wird. Nun kann man argumentieren, dass man ja beim konventionellen HGV auch eine oberleitung braucht. Doch diese oberleitung muss nicht aktiv gesteuert (nur an und aus) werden wie dies Spulen. Eine E-Lok hat einen transformator der die Spannung/den Strom und so die Geschwindigkeit regelt. Bei Maglevs sind es die Spulen die geregelt werden müssen. Dies bedarf vieler komplexer Systeme (sensoren steuerelektronik).
1. Muss die Strecke als Hochbahn gebaut werden
Muss sie das? Nein, muss sie nicht.
Müssen vielleicht nicht. Jedoch muss die Fahrbahn tief Verankert werden um eine Veränderung der Fahrbahn zu verhindern. In China werden dafür sogar Hydraulische stützen verwendet um kleinste Unebenheiten auszugleichen.
3. Höhere genauigkeit beim Bau und Betrieb
wenn man 300 km/h fahren will und schneller, dann sollte da schon eine gewisse Genauigkeit vorhanden sein,
egal ob nun eine Kontaktfläche in Größe eines Fingernagels zu den Schienen besteht
oder ein Abstand von etwa 10 cm zum Fahrweg.
In NYC wird grad das OWTC mit einer Höhe von 1776 Fuß gebaut, die Amis können mit Stahl & Beton genau bauen.
Ein Wolkenkratzer steht auch noch wenn er 2cm kürzer gerät als geplant. Die erforderte Genauigkeit bei Maglevs ist mindestens eine grössenordnung kleiner als bei SFS300 oder Gebäuden.
Das ist aber weniger das Problem, sondern gut, problematisch ist eher, dass es im Entwicklerland keine Einsatzstrecke gibt, aus bekannten politischen Gründen.
Ich sehe da kein Problem darin, dass China das einzige Land mit Komerziellem Maglev ist. Doch es ist ein Indiz dafür, dass es sich um Prestige (Propaganda: wir sind die schnellsten etc.) handelt und nicht unbedingt um ein wirtschaftliches Projekt.
Das war alles sehr erfolgreich. Die haben inzwischen ihren eigenen Transrapid-Klon erschaffen.
Das Kopieren war vielleicht erfolgreich, doch die Strecke in Shanghai ist nicht wirtschaftlich (bis 2007 100Mio € Verlust).
Nee, am Geld mangelte es dort nie.... Schweiz, SCHWEIZ, Schweiz!^^
Es ging eher um die Technik, und da schauten sie schon sehr auf den großen Nachbarn, der grade nicht weit ab eine TR-Strecke plante.
Natürlich ging es auch um die Technik, doch in erster Linie ums Geld: 25Mia CHF mit Preisstand 1997. Mit Teuerung und Mehrkosten sicher nicht unter 50Mia zu realisieren.
Beachten sollte man dort jetzt eher http://www.swissrapide.ch
LOL! Also Swissrapide ist wohl der grösste Witz. Ein feuchter Traum einiger Studienabgänger. Für Swissmetro gab es immerhin einen Versuchstunnel und es gab eine Kooperation mit Hochschulen. Selbst wenn man es bauen Wollte wäre man 100Jahre mit den Einsprachen beschäftigt. Beachten sollte man hierzulande dann eher diesen Vorschlag.
Fliegen zum Mond, bald zum Mars, sind in der halben Welt in Krisengebieten drin, aber so was läppisches wie spurgeführte Verkehrssysteme im HGV könnten sie sich nicht leisten...., die sich zudem im Betrieb auch noch selbst rentieren.
OT: Nun, falls du es noch nicht mitbekommen hast, das Mond- und das Marsprogramm sind auf Eis gelegt (auf unbestimmte Zeit).
Gruss
Christoph
Re: Ich bin vorsichtig optimistisch!
Henrik, Freitag, 14.01.2011, 06:09 (vor 5575 Tagen) @ Chrispy
Hi Christoph
Berge machen den TR eher deutlich billiger im Vergleich zu anderen Systemen (vgl. Teneriffa, BRA).
Also das musst du mir jetzt genauer erläutern. Inwiefern sollen Berege irgendwelche terestrische Transportinfrastrukturen durch Berge billiger werden?
Erst meinst Du noch, der TR müsse auf jeden Fall als Hochbahn ausgeführt werden, stets.
Wenn er dieses nun schon als grundlegende Eigenschaft hätte, wieso sollten ihm denn dann noch Berge stören?
Er bewältigt Steigungen bis zu 10% und geht auch eleganter durch die Kurven, da machen Höhenunterschiede einfach weniger Probleme.
Wenn denn doch eher auf längeren Strecken und da bietet sich USA an.
Da hast du recht. Die geschwindigkeit wird sich nur auf grossen Distanzen auszahlen.
nicht nur, sondern auch.
Der TR hat ja auch sehr gute Beschleunigungswerte.
Jedoch halte ich die Technologie nicht für Kostendeckend und dann ist der Schaden kleiner bei nur 30km.
Ich kenne keine einzige HGV-Studie, nach der HGV im allgemeinen bzw. TR im speziellen defizitär im Betrieb wäre.
Nahverkehr dagegen ist höchst defizitär, insofern ergibt Deine Schlussfolgerung überhaupt keinen Sinn.
Bei Strecken von 30 km und eingebunden in das NV-Tarifsystem ist nicht unbedingt mit Kostendeckung zu rechnen, bei Aufpreis schon eher, aber noch immer ist mit weniger Nutzen zu rechnen als bei einer Langstrecke.
(Vgl. in Dt. HH-B besseren Nutzen als HH-HB-Amsterdam besseren Nutzen als MUC besseren Nutzen als Metrorapid)
Der Betrieb ist nicht teurer als R/S. Mit TR ist man hingegen Stunden eher am Ziel,
was ein erheblich höheres Potenzial an Fahrgästen anzieht und somit einen höheren Gewinn erzielen lässt.
Mag sein, dass sich Maglev nicht durchsetzen wird, wenn nicht, dann scheitert das aber auf keinen Fall an den Bau- und Unterhaltskosten, die entweder kaum höher sind als bei R/S oder bei Unterhalt sogar eher prinzipiell bedingt erheblich geringer als bei R/S (kein mechanischer Verschleiß!).
Diese Argumente sind mir bekannt, jedoch höre ich die immer nur von Herstellerseite. Klar hat man kein Mechanischer verschleiss, jedoch ist die Technologie anfälliger:
Man muss für einen Maglev zwangsläufig auf der ganzen Streckenlänge Spulensysteme einbauen, damit das Magnetfeld gewährleistet wird. Nun kann man argumentieren, dass man ja beim konventionellen HGV auch eine Oberleitung braucht. Doch diese oberleitung muss nicht aktiv gesteuert (nur an und aus) werden wie dies Spulen. Eine E-Lok hat einen transformator der die Spannung/den Strom und so die Geschwindigkeit regelt. Bei Maglevs sind es die Spulen die geregelt werden müssen. Dies bedarf vieler komplexer Systeme (sensoren steuerelektronik).
.....ja und weiter?
Die Aussage dessen hab ich nicht ganz verstanden und was das mit einer Anfälligkeit zu tun haben soll.
Dass die Regelungstechnik prinzipiell nicht grundlegend unterschiedlich ist bei Maglev/RS hast Du gut erkannt.
Beim TR sitzen die i.a. 4 Umrichter in den Unterwerken und bespeisen beidseitig einen Antriebsabschnitt.
Beim ICE sitzen die 4 Umrichter im Zug.
Einziger Unterschied sind die stationären Unterwerke bei RS zur Umwandlung des Landesnetzes auf 15 kV / 16,7 Hz. Dieses gibts beim TR nicht.
Von einer generellen besonderen speziellen hohen Anfälligkeit dieser Regelungstechnik hab ich bisher nicht gehört.
Auch nicht, dass der TR besonders anfällig sei.
Die Statistik des SMT spricht eine ganz andere Sprache.
Kennst Du auch nur irgendein RS-System weltweit, das eine noch höhere Verfügbarkeit aufweist?
Dann lass es der Fachwelt wissen.^^
Anstatt sich immer Herstellerseiten anzuhören, würde ich eher Fachliteratur empfehlen.
Von der TU Dresden ist da so einiges vorhanden, aber auch aus Berlin.
1. Muss die Strecke als Hochbahn gebaut werden
Muss sie das? Nein, muss sie nicht.
Müssen vielleicht nicht. Jedoch muss die Fahrbahn tief Verankert werden um eine Veränderung der Fahrbahn zu verhindern. In China werden dafür sogar Hydraulische stützen verwendet um kleinste Unebenheiten auszugleichen.
Ist das wieder so ein "müssen vielleicht (doch) nicht"?! - ! -
Auch wenn hier in Deutschland zahlreiche Häuser und auch Verkehrswege (!) auf Pfählen gegründet wurden, heißt das nicht gleich, dass es absolut immer so sein muss, auch nicht beim Transrapid.
Natürlich wurden die Stützen in Shanghai sehr tief (meist 40 m) gegründet, bei der Gegend, dem schlechten Baugrund aber auch kein Wunder. Auf tragfähigem Baugrund können die Stützen flach gegründet werden.
Das sieht bei anderen Verkehrssystemen, bei anderen Bauwerken aber auch nicht anders aus.
Ich weiß nicht, was Du mit "Hydraulische stützen" genau meinst.
Der Fahrwegträger lagert natürlich auf den "Lagern" der Stützen auf.
Das ist bei jeder konstruktiven Brücke so, das ist nichts besonderes.
Diese sind sehr wichtig und sensibel, sollten wartungsarm, lange haltbar und eben auch nachstellbar sein, damit bei Setzungen der Stützen die Trägerlage nachjustiert werden kann.
3. Höhere genauigkeit beim Bau und Betrieb
wenn man 300 km/h fahren will und schneller, dann sollte da schon eine gewisse Genauigkeit vorhanden sein,
egal ob nun eine Kontaktfläche in Größe eines Fingernagels zu den Schienen besteht
oder ein Abstand von etwa 10 cm zum Fahrweg.
In NYC wird grad das OWTC mit einer Höhe von 1776 Fuß gebaut, die Amis können mit Stahl & Beton genau bauen.
Ein Wolkenkratzer steht auch noch wenn er 2cm kürzer gerät als geplant. Die erforderte Genauigkeit bei Maglevs ist mindestens eine grössenordnung kleiner als bei SFS300 oder Gebäuden.
Der Vergleich ist trivial.
Wenn in Fahrbahnmitte - egal ob RS oder TR - der Beton etwa 2 cm erhöht ist, macht das auch nichts aus.
Wenn beim Wolkenkratzer hingegen an einer empfindlichen Stelle z.B. im Fundament die eine Seite auf ganzer Linie 2 cm kürzer ist als die andere Seite, kann das sehr kritisch sein.
2 cm in der Fahrwegbreite sind sowohl beim TR als auch bei ICE noch nicht gefährlich,
um 4 cm verbreiterte Spurweite ist nach EBO schon nicht mehr zulässig
und stellt beim TR so grade eben schon die Toleranzgrenze dar.
Da ist die Toleranz wohl beim TR gar höher als RS,
beim japanischen Maglev erst recht mit seinem 100 cm Abstand.
Beim Bau wird beim TR bei den Fahrwegträgern eine schärfere Toleranz gefordert (l/4000) als bei RS-Brückenbauwerken (l/600).
Das ist Faktor 6,7 - das geht... dafür sind die Belastungen aus den RS-Zügen erheblich höher,
die statischen aber auch vor allem die dynamischen und die Einwirkungen im Lasteintragungsbereich von Brücken:
78 kN/cm² bei RS ... 0,007 kN/cm² bei TR,
Unterschied von ca. 10.000 - das sind Dimensionen.
Vgl. hier auch die sehr hohen punktförmigen direkten Lastübertragungen bei RS (Fingernagelgroße Fläche) im Bereich Rad/Schiene von 500 N/mm² bis 800 N/mm² (ICE Tk) gegenüber den linien/flächenmäßigen berührungslosen Zugkraftübertragungen beim TR in Höhe von lediglich 0,07 N/mm² bis 0,1 N/mm².
Da ergeben sich ganz andere Belastungen auf die Lager, Widerlager, Fundamente etc.
Das ist aber weniger das Problem, sondern gut, problematisch ist eher, dass es im Entwicklerland keine Einsatzstrecke gibt, aus bekannten politischen Gründen.
Ich sehe da kein Problem darin, dass China das einzige Land mit Komerziellem Maglev ist. Doch es ist ein Indiz dafür, dass es sich um Prestige (Propaganda: wir sind die schnellsten etc.) handelt und nicht unbedingt um ein wirtschaftliches Projekt.
Das Problem darin ist, dass die Vermarktungschancen des TR bzw. Maglev i.a. weltweit dadurch erheblich schwächer sind, womit wir auch wieder direkt bei den USA wären.
Dass in China die einzige TR-Strecke steht, ist doch überhaupt kein Indiz dafür, dass es sich dort um Prestige handelt. Der Zusammenhang besteht doch überhaupt nicht.
Wie gesagt handelt es sich dort zweifelssohne um Prestige wie sämtliche andere HGV-Projekte dort auch und es war dort so auch nicht als ein vordergründig wirtschaftliches Projekt gedacht.
Das war alles sehr erfolgreich. Die haben inzwischen ihren eigenen Transrapid-Klon erschaffen.
Das Kopieren war vielleicht erfolgreich, doch die Strecke in Shanghai ist nicht wirtschaftlich (bis 2007 100Mio € Verlust).
Das Kopieren war äußerlich erfolgreich - insgesamt offensichtlich noch nicht so ganz, sonst hätten sie die Strecke schon weitergebaut.
Die Strecke sollte auch nie wirtschaftlich sein so wie sie gebaut wurde,
dafür wurde sie nicht gebaut, das erkennt schon jeder Laie allein an der Streckenführung.^^
Nee, am Geld mangelte es dort nie.... Schweiz, SCHWEIZ, Schweiz!^^
Es ging eher um die Technik, und da schauten sie schon sehr auf den großen Nachbarn, der grade nicht weit ab eine TR-Strecke plante.
Natürlich ging es auch um die Technik, doch in erster Linie ums Geld
Ums Geld ging es dort nie bzw. das war immer reichlich vorhanden, es handelt sich um die Schweiz! ^^
Es ging einfach nur um die Technik an sich.
Beachten sollte man hierzulande dann eher diesen Vorschlag.
LOL! Also ist ja wohl der grösste Witz. Ein feuchter Traum von so nem Studientypen...
Für Swissmetro gab es immerhin einen Versuchstunnel und es gab eine Kooperation mit Hochschulen. Selbst wenn man es bauen Wollte wäre ...
Fliegen zum Mond, bald zum Mars, sind in der halben Welt in Krisengebieten drin, aber so was läppisches wie spurgeführte Verkehrssysteme im HGV könnten sie sich nicht leisten...., die sich zudem im Betrieb auch noch selbst rentieren.
OT: Nun, falls du es noch nicht mitbekommen hast, das Mond- und das Marsprogramm sind auf Eis gelegt (auf unbestimmte Zeit).
OT: Also falls Du es noch nicht mitbekommen hast, die Amis waren wirklich auf dem Mond. Das war doch kein Fake.
Gruß
Henrik
Re: Ich bin vorsichtig optimistisch!
Chrispy, Samstag, 15.01.2011, 13:11 (vor 5574 Tagen) @ Henrik
Hallo Henrik
Er bewältigt Steigungen bis zu 10% und geht auch eleganter durch die Kurven, da machen Höhenunterschiede einfach weniger Probleme.
Dafür bräuchten tunnel dann einen viel grösseren Querschnitt, denn nicht überall kommt man mit 10% Steigung drüber.
Da hast du recht. Die geschwindigkeit wird sich nur auf grossen Distanzen auszahlen.
nicht nur, sondern auch.
Das sehe ich anders. Warum sollt man einen TR mit v_mittel=400km/h auf 30km fahren lassen? Fahrzeit 4.5min im vergleich zu v_mittel=200km/h 9min. Man spart also 4.5min und hat viel teurere Infrastruktur (schon alleine weil für die höhere Geschweindigkeit kompromissloser gebaut werden muss).
Der TR hat ja auch sehr gute Beschleunigungswerte.
Nun, der TR in Shanghai kommt auf einen mittleren Beschleunigungswert von ca. 0.6m/s^2. Finde ich nicht Wahnsinnig atemberaubend. (3.5min bis 430km/h in 12.5km).
Ich kenne keine einzige HGV-Studie, nach der HGV im allgemeinen bzw. TR im speziellen defizitär im Betrieb wäre.
Nun das gegenteil wird es wohl auch nicht geben oder?
Nahverkehr dagegen ist höchst defizitär, insofern ergibt Deine Schlussfolgerung überhaupt keinen Sinn.
Nun den NF kann man auch als zubringer zum FF verstehen. Zudem ist NV eine Verkehrspolitisches Ding. Die Frage die sich dabei stellt ist nicht nur der Preis, sondern ob man den Strassenverkehr in den innenstädten noch beweältigen kann. Darum verstehe ich nicht, weshalb man den nahverkehr dann auch noch mit maglevs abwickeln sollte (bezieht sich auf dein: "nicht nur, sondern auch" von vorhin).
Der Betrieb ist nicht teurer als R/S. Mit TR ist man hingegen Stunden eher am Ziel, was ein erheblich höheres Potenzial an Fahrgästen anzieht und somit einen höheren Gewinn erzielen lässt.
Nun, wenn dem so wäre, hätte China sicher nur noch auf TR gesetzt. Weslhalb baut man denn dort über 1000km lange R/S mit v_max an die 400km/h, wenn doch der TR viel billiger und höheres Potenzial hätte?
.....ja und weiter?
Die Aussage dessen hab ich nicht ganz verstanden und was das mit einer Anfälligkeit zu tun haben soll. Dass die Regelungstechnik prinzipiell nicht grundlegend unterschiedlich ist bei Maglev/RS hast Du gut erkannt. Beim TR sitzen die i.a. 4 Umrichter in den Unterwerken und bespeisen beidseitig einen Antriebsabschnitt. Beim ICE sitzen die 4 Umrichter im Zug.
Genau, nun braucht man um Energie zu sparen und viele Züge fahren zu lassen kurze Abschnitte -> viele Abschnitte -> viele Unterwerke. Um einen Stau zu vermeiden, wird die Anzahl Unterwekre immer mindestens doppelt so hoch sein wie die Ahnzahl Fahrzeuge auf der strecke.
Auch nicht, dass der TR besonders anfällig sei. Die Statistik des SMT spricht eine ganz andere Sprache. Kennst Du auch nur irgendein RS-System weltweit, das eine noch höhere Verfügbarkeit aufweist?
SMT betreibt eine 30km Strecke. Da steigt die verfügbarkeit aufgrund veringerter Risiken. Wenn man mal eine mehrere 100km lange strecke bauen würde, frage ich mich, ob die Zuverlässigkeit noch so hoch ist.
Anstatt sich immer Herstellerseiten anzuhören, würde ich eher Fachliteratur empfehlen. Von der TU Dresden ist da so einiges vorhanden, aber auch aus Berlin.
Vielen dank für die Empfehlung. Werde ich bei gelegenheit lesen.
1. Muss die Strecke als Hochbahn gebaut werden
Muss sie das? Nein, muss sie nicht.
Müssen vielleicht nicht. Jedoch muss die Fahrbahn tief Verankert werden um eine Veränderung der Fahrbahn zu verhindern. In China werden dafür sogar Hydraulische stützen verwendet um kleinste Unebenheiten auszugleichen.
Ist das wieder so ein "müssen vielleicht (doch) nicht"?! - ! -
Ich hab da nicht sehr viel gedacht dabei. Wieso wieder? Meine Aussagen sind keine Dogmen (sie repräsentieren nur meine Meinung).
Ich weiß nicht, was Du mit "Hydraulische stützen" genau meinst.
Die von Shanghai sind verstellbar um Veränderungen der Fahrbahnlage wieder auszugleichen. (War von meiner Seite zu wenig ausführlich formuliert.)
Beim Bau wird beim TR bei den Fahrwegträgern eine schärfere Toleranz gefordert (l/4000) als bei RS-Brückenbauwerken (l/600).
Das ist Faktor 6,7 - das geht...
Es bleibt jedoch das Fakt, dass Maglev viel geringere Toleranzen bei der Fahrbahnposition hat als jegliche R/S-Systeme. Eine Verformung an den Geleisen, kann besser ausgeglichen werden als an der TR-Strecke. Der TR schwebt nunmal auf einem Magnetfeld und dieses dämft Schwingungen nicht so gut (es sei denn man verwendet einzeln ansteuerbare magnete (teuer)) wie mechanische Dämpfer. Zudem ist der TR schneller, was den Effekt noch verstärkt. Ich spreche hier von Vertikalen abweichungen. Die toleranzen hinzukriegen ist das eine, sie über jahrzehnte zu halten (Setzungen vermeiden etc.) ist nicht einfach.
die statischen aber auch vor allem die dynamischen und die Einwirkungen im Lasteintragungsbereich von Brücken:
78 kN/cm² bei RS ... 0,007 kN/cm² bei TR,
Unterschied von ca. 10.000 - das sind Dimensionen.
wobei die das Eigengewicht der Brücke dominiert!
Dass in China die einzige TR-Strecke steht, ist doch überhaupt kein Indiz dafür, dass es sich dort um Prestige handelt. Der Zusammenhang besteht doch überhaupt nicht.
Ich spreche von Indizien und nicht von Beweisen! Ein weiteres Indiz dafür ist, dass SMT defizitär ist.
Wie gesagt handelt es sich dort zweifelssohne um Prestige wie sämtliche andere HGV-Projekte dort auch und es war dort so auch nicht als ein vordergründig wirtschaftliches Projekt gedacht.
??? Hat du nicht gerade gesagt, dass es kein Indiz ist und dass es sich nicht um Prestige handelt? Welche Meinung hast du denn jetz über diesen Punkt?
Ums Geld ging es dort nie bzw. das war immer reichlich vorhanden, es handelt sich um die Schweiz! ^^
Es ging einfach nur um die Technik an sich.
OT: Ich weiss jetzt nicht so recht, ob ich mich als Schweizer über dein Schweizbild aufregen oder lachen soll. Ich lasse dieses Klischee mal so im Raum stehen.
LOL! Also ist ja wohl der grösste Witz. Ein feuchter Traum von so nem Studientypen...
Ich weiss vermutlich besser, welches Projekt hierzulande auf Resonanz stösst als du. Der Typ ist ein anerkannter Verkehrsplaner. Im gegensatz zu den Swissrapide leuten.
OT: Also falls Du es noch nicht mitbekommen hast, die Amis waren wirklich auf dem Mond. Das war doch kein Fake.
OT: Ja das weiss ich. :-D Doch es gab wieder ein neues Mondprogramm (als vorstuffe zum Marsprogramm). Dieses wurde zusammengestrichen.
Gruss
Christoph
Re: Ich bin vorsichtig optimistisch!
Mario, Samstag, 15.01.2011, 19:26 (vor 5573 Tagen) @ Chrispy
Dafür bräuchten tunnel dann einen viel grösseren Querschnitt, denn nicht überall kommt man mit 10% Steigung drüber.
Der Unterschied ist nur, dass man so beim Transrapid weniger bzw. erheblich weniger Tunnel braucht als mit R/S-Technik, was das ganze wieder relativiert.
Nun, der TR in Shanghai kommt auf einen mittleren Beschleunigungswert von ca. 0.6m/s^2. Finde ich nicht Wahnsinnig atemberaubend. (3.5min bis 430km/h in 12.5km).
Der ICE3 benötigt in der Ebene 5,4 Minuten und 18km Strecke, um auf 300km/h zu kommen, was einer Beschleunigung von nur knapp 0,26m/s² entspricht. Und dann ist er wie gesagt erst auf 300 anstatt auf 430km/h. Mit seinen ca. 0,6m/s² braucht der Transrapid auf 300km/h übrigens nur ca. 2,3 Minuten, was weniger als die Hälfte dessen ist, was der ICE3 dafür braucht! Da ist er Transrapid also schon ne ganze Ecke schneller als der ICE3.
SMT betreibt eine 30km Strecke. Da steigt die verfügbarkeit aufgrund veringerter Risiken. Wenn man mal eine mehrere 100km lange strecke bauen würde, frage ich mich, ob die Zuverlässigkeit noch so hoch ist.
Also streitest du die hohe Verfügbarkeit bei der SMT nicht ab, oder? Nur weil es sich hier um eine kurze Strecke handelt und der Zug hier sehr zuverlässig fährt, heißt das im Umkehrschluss nämlich nicht, dass er er gleich viel anfälliger und schlechter wird, wenn er auf einer längeren Strecke fährt. Der Shinkansen hat ebenfalls eine sehr hohe Zuverlässigkeit und das obwohl er in einem sehr komplizierten Fahrplangebilde mit drei verschiedenen Zuggattungen ber hunderte von Kilometer fährt. Die Streckenlänge und die Zugdichte sagen also nichts über die zu erwartende Zuverlässigkeit aus, da diese maßgeblich von anderen Faktoren abhängen.
Ich spreche von Indizien und nicht von Beweisen! Ein weiteres Indiz dafür ist, dass SMT defizitär ist.
Nochmal: SMT war nie dazu gedacht, wirklich Gewinn zu erwirtschaften, denn sonst hätte man die Strecke nicht am Stadtrand verrecken lassen, was ja sehr untypisch für China ist (Da wird auf dem Weg in die Stadt normal einfach alles abgerissen!). Wer etwas weiter denken kann der erkennt, dass es hier schlichtweg um das Einverleiben der Technoloie ging um sie dann selber nachzubauen und selber zu nutzen. Die Kosten für diese kurze Strecke waren im Vergleich zu den Gesamtausgaben für neue HGV-Strecken in China weniger als Peanuts und damit eine locker hinzunehmende "Bildungsausgabe".
OT: Ja das weiss ich. :-D Doch es gab wieder ein neues Mondprogramm (als vorstuffe zum Marsprogramm). Dieses wurde zusammengestrichen.
Vielleicht weil man sich um derzeit wichtigere Dinge wie neue Verkehrsinfrastruktur kümmern muss?
Re: Ich bin vorsichtig optimistisch!
Henrik, Sonntag, 16.01.2011, 07:32 (vor 5573 Tagen) @ Chrispy
Hi Christoph
Er bewältigt Steigungen bis zu 10% und geht auch eleganter durch die Kurven, da machen Höhenunterschiede einfach weniger Probleme.
Dafür bräuchten tunnel dann einen viel grösseren Querschnitt, denn nicht überall kommt man mit 10% Steigung drüber.
.....bei Entwurfsgeschwindigkeit von Ve=400 km/h
Bei einer von lediglich 300 km/h ist der Querschnitt natürlich viel kleiner als bei einem ICE-Tunnel, wenn man dann überhaupt noch einen Tunnel für den TR braucht.
Da hast du recht. Die geschwindigkeit wird sich nur auf grossen Distanzen auszahlen.
nicht nur, sondern auch.
Das sehe ich anders. Warum sollt man einen TR mit v_mittel=400km/h auf 30km fahren lassen? Fahrzeit 4.5min im vergleich zu v_mittel=200km/h 9min. Man spart also 4.5min und hat viel teurere Infrastruktur (schon alleine weil für die höhere Geschwindigkeit kompromissloser gebaut werden muss).
Warum man es sollte? Weil man es kann, weil es Sinn macht, Nutzen & Gewinn bringt.
Ich verstehe jetzt nicht ganz Deinen Vergleich & die Aussage dahiner, wofür soll "v_mittel" stehen?
Schau Dir MUC an,
mit dem TR in unter 10 Minuten alle 10 Minuten zum Flughafen vom Hbf,
das ist attraktiv,
mit RS geht das nicht unter ner halben Stunde, Halbstundentakt und auch mit Milliardenaufwand.
....und mit dem TR lässt es sich auch noch erheblich flexibler trassieren.
Der Beschleunigungsvorteil zeigt sich umso mehr, je mehr Halte vorgesehen sind.
Beim Flughafenanbinder sind es ja nur zwei.
Beim Regio-Verbinder sind es mehrere, siehe Metrorapid, oder auch einige Planungen in den USA gehen auch in die Richtung, Megaregionen.
Der TR hat ja auch sehr gute Beschleunigungswerte.
Nun, der TR in Shanghai kommt auf einen mittleren Beschleunigungswert von ca. 0.6m/s^2. Finde ich nicht Wahnsinnig atemberaubend. (3.5min bis 430km/h in 12.5km).
1,0 m/s² von 0 bis 120 km/h, dann fällt's leicht ab auf 0,6 m/s² bis 300 km/h.
Ich finde das sehr beeindruckend.
Vor allem wenn man sich im Beschleunigungsdiagramm den Vergleich mit anderen Bahnsystemen anschaut
(Mnich, Leistungsfähigkeit und Einsatzfelder der Magnetschnellbahn, Dresden 2002, Seite 15),
wird der Beschleunigungsvorteil sehr ersichtlich.
Ich kenne keine einzige HGV-Studie, nach der HGV im allgemeinen bzw. TR im speziellen defizitär im Betrieb wäre.
Nun das gegenteil wird es wohl auch nicht geben oder?
Wie meinen?
Du hältst den TR nicht für "kostendeckend",
meinst der Schaden sei kleiner bei 30 km Strecke,
dabei weiß man, dass bei kleineren Strecken der "Schaden" größer ist und nicht kleiner (NV = defizitär, HGV-FV nicht).
Nahverkehr dagegen ist höchst defizitär, insofern ergibt Deine Schlussfolgerung überhaupt keinen Sinn.
Nun den NF kann man auch als zubringer zum FF verstehen. Zudem ist NV eine Verkehrspolitisches Ding. Die Frage die sich dabei stellt ist nicht nur der Preis, sondern ob man den Strassenverkehr in den innenstädten noch bewältigen kann. Darum verstehe ich nicht, weshalb man den nahverkehr dann auch noch mit maglevs abwickeln sollte (bezieht sich auf dein: "nicht nur, sondern auch" von vorhin).
Das mit "verkehrspolitischen Ding" und Überfüllung von Straßen durch MIV trifft genauso den FV/HGV.
Ausschließlich städtischer Nahverkehr ist kein Einsatzfeld des Transrapid,
sondern Flughafenanbinder, Regio-Verbinder, Langstrecke.
Aber es gibt ja auch andere Systeme, Linimo in Japan, Rotem in Korea und eben Shanghai.
Wieso? Grade im Städtischen Bereich liegt es doch auf der Hand, erheblich geringere Schallemissionen, erheblich weniger Erschütterungen, weniger Verschleiß, höhere Zuverlässigkeit, höhere Sicherheit etc.
Der Betrieb ist nicht teurer als R/S. Mit TR ist man hingegen Stunden eher am Ziel, was ein erheblich höheres Potenzial an Fahrgästen anzieht und somit einen höheren Gewinn erzielen lässt.
Nun, wenn dem so wäre, hätte China sicher nur noch auf TR gesetzt. Weshalb baut man denn dort über 1000km lange R/S mit v_max an die 400km/h, wenn doch der TR viel billiger und höheres Potenzial hätte?
Dem ist so und China hat doch nicht einfach nur auf den TR gesetzt, tja, tschaka.
Wie ich schon sagte, ums Geld an sich gehts denen nicht, aber sehr ums Verhandeln.
Und das beherrschen die sehr gut und versuchen, verschiedenes an Land zu ziehen.
Fährt in China nur der Velaro CN oder auch noch andere Hochgeschwindigkeitszüge? ^^
Die Chinesen wissen sehr wohl um das Potenzial des TR, deswegen forschen sie ja auch weiter, planen und bauen weiter. Es gibt aber auch dort in der Regierung bzw. Ministerien genauso Pufferküsser wie hierzulande, die so ihre Probleme haben mit neuen innovativen Technologien, speziell im Eisenbahnministerium.^^
Und dann haben die natürlich auch auf die Entwicklung hierzulande geschaut.
.....ja und weiter?
Die Aussage dessen hab ich nicht ganz verstanden und was das mit einer Anfälligkeit zu tun haben soll. Dass die Regelungstechnik prinzipiell nicht grundlegend unterschiedlich ist bei Maglev/RS hast Du gut erkannt. Beim TR sitzen die i.a. 4 Umrichter in den Unterwerken und bespeisen beidseitig einen Antriebsabschnitt. Beim ICE sitzen die 4 Umrichter im Zug.
Genau, nun braucht man um Energie zu sparen und viele Züge fahren zu lassen kurze Abschnitte -> viele Abschnitte -> viele Unterwerke. Um einen Stau zu vermeiden, wird die Anzahl Unterwerke immer mindestens doppelt so hoch sein wie die Anzahl Fahrzeuge auf der strecke.
entweder meinst Du jetzt gar nicht den TR damit, verwechselst da etwas, siehst das recht einseitig (Ve ?) und die Aussage wird mir auch hier nicht klar.
Auch nicht, dass der TR besonders anfällig sei. Die Statistik des SMT spricht eine ganz andere Sprache. Kennst Du auch nur irgendein RS-System weltweit, das eine noch höhere Verfügbarkeit aufweist?
SMT betreibt eine 30km Strecke. Da steigt die verfügbarkeit aufgrund veringerter Risiken. Wenn man mal eine mehrere 100km lange strecke bauen würde, frage ich mich, ob die Zuverlässigkeit noch so hoch ist.
Ich sähe es eher andersrum. Bei einer Kurzstrecke mit dichtem 10-15 Minutentakt und sehr hohem Fahrgastaufkommen mit schnellem Wechsel sähe ich eher Risiken für die Verfügbarkeit.
Ansonsten siehe auch den Ausführungen von Mario dazu.
Der Betreiber in Shanghai heißt SMTDC.
eher Fachliteratur empfehlen. Von der TU Dresden ist da so einiges vorhanden, aber auch aus Berlin.
Vielen dank für die Empfehlung. Werde ich bei gelegenheit lesen.
http://www.tu-dresden.de/vkiva/hlb/
1. Muss die Strecke als Hochbahn gebaut werden
Muss sie das? Nein, muss sie nicht.
Müssen vielleicht nicht. Jedoch muss die Fahrbahn tief Verankert werden um eine Veränderung der Fahrbahn zu verhindern. In China werden dafür sogar Hydraulische stützen verwendet um kleinste Unebenheiten auszugleichen.
Ist das wieder so ein "müssen vielleicht (doch) nicht"?! - ! -
Ich hab da nicht sehr viel gedacht dabei. Wieso wieder? Meine Aussagen sind keine Dogmen (sie repräsentieren nur meine Meinung).
Hast sie aber deutlich als Dogmen formuliert, "muss, muss..." und nicht als Deine persönliche Meinung/Einschätzung.
Beim Bau wird beim TR bei den Fahrwegträgern eine schärfere Toleranz gefordert (l/4000) als bei RS-Brückenbauwerken (l/600).
Das ist Faktor 6,7 - das geht...
Es bleibt jedoch das Fakt, dass Maglev viel geringere Toleranzen bei der Fahrbahnposition hat als jegliche R/S-Systeme. Eine Verformung an den Gleisen, kann besser ausgeglichen werden als an der TR-Strecke. Der TR schwebt nunmal auf einem Magnetfeld und dieses dämft Schwingungen nicht so gut (es sei denn man verwendet einzeln ansteuerbare magnete (teuer)) wie mechanische Dämpfer. Zudem ist der TR schneller, was den Effekt noch verstärkt. Ich spreche hier von Vertikalen abweichungen.
Ist das wieder einfach nur Deine Meinung, aber doch kein Dogma ("Fakt")?
Denn das mit den Toleranzen sieht beim japanischen Maglev mit seinem 100 cm Regelungsabstand sicher ganz anders aus, ebenso bei den anderen NV-Maglevs.
Der TR hat die gleichen Federungssysteme wie R/S.
Eher könnte man meinen, dass beim TR besser, angenehmer abgefedert wird, vor allem wegen der Brührungslosigkeit.
Bei R/S merkt jeder Fahrgast eine Weiche, beim TR merken nur Experten, wenn mal ein Stator etwas aus der Solllage rausgerutscht ist und die benachbarten nachreguliert haben.
Die toleranzen hinzukriegen ist das eine, sie über jahrzehnte zu halten (Setzungen vermeiden etc.) ist nicht einfach.
aber auch nicht schwer, weder das eine noch das andere.
Es ist beherrschbar und auch völlig normal & üblich.
Das sind die originären Aufgaben der Bautechnik.
die statischen aber auch vor allem die dynamischen und die Einwirkungen im Lasteintragungsbereich von Brücken:
78 kN/cm² bei RS ... 0,007 kN/cm² bei TR,
Unterschied von ca. 10.000 - das sind Dimensionen.
wobei die das Eigengewicht der Brücke dominiert!
das ist trivial!
Es wird bestimmt durch die Belastungen und Anforderungen und Abmessungen (Oberleitungsmasten beim TR nicht notwendig).
Dass in China die einzige TR-Strecke steht, ist doch überhaupt kein Indiz dafür, dass es sich dort um Prestige handelt. Der Zusammenhang besteht doch überhaupt nicht.
Ich spreche von Indizien und nicht von Beweisen! Ein weiteres Indiz dafür ist, dass SMT defizitär ist.
Wie gesagt handelt es sich dort zweifelssohne um Prestige wie sämtliche andere HGV-Projekte dort auch und es war dort so auch nicht als ein vordergründig wirtschaftliches Projekt gedacht.
??? Hat du nicht gerade gesagt, dass es kein Indiz ist und dass es sich nicht um Prestige handelt? Welche Meinung hast du denn jetz über diesen Punkt?
Du musst Dich verlesen haben, ich habe mehrfach geschrieben, dass es sich dort um Prestige handelt.
Gruß,
Henrik
über berührungsfreie Bahnen und so
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 14.01.2011, 16:38 (vor 5575 Tagen) @ Chrispy
Ich glaube nicht, dass sich Maglev technologie auf langen Strecken durchsetzen wird. Es sind vorallem die Bau und Unterhalts-Kosten die schlicht zu hoch sind.
1. Muss die Strecke als Hochbahn gebaut werden
2. Der halbe Elektromotor befindet sich an der Strecke
3. Höhere genauigkeit beim Bau und Betrieb
Auch wenn man das alles 100%ig im Griff hat, werden im Jahre 2050 Strecken wie Chicago-Los Angeles 2050 noch geflogen.
1. Der Abstand ist derart, dass auch eine berührungsfreie Bahn (Maglev, Transrapid, Luftkissenbahn, Vakuum-Peoplemover) gegenüber das Flugzeug kaum eine Chance hat. Und wenn schon zeitliche Vorteile, dann sind die Umweltvorteile zunichte.
Es ist auch nicht die Absicht von AHSRA, USHSR usw., alle Autos und Flugzeuge zu verbannen; man zielt auf eine Alternative zu Langstreckenfahrten (sowohl im Chevrolet als im Greyhound-Bus) sowie Kurzstreckenflüge.
2. Die Nachfrage nach Strecken von 500-1000 km durfte um einiges größer sein als das von Chicago-Los Angeles. Und gerade dort kann der "high-speed train" sich beweisen.
Bei uns wird Amsterdam-Moskau doch auch meistens geflogen, dafür aber Amsterdam-Paris "gebahnt"?
3. Während man südöstlich von Chicago zahlreiche Megaregions verknüpfen kann, ist das in westlicher Richtung nicht der Fall.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
...aber Pessimismus führt zum Nirgendwo...
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 13.01.2011, 10:24 (vor 5576 Tagen) @ Chrispy
bearbeitet von Oscar (NL), Donnerstag, 13.01.2011, 10:26
Hallo,
HGV Projekte haben und hatten in den USA seit je her schweren stand (Siehe Texas: gekippt in den 90ern nach erfolgreichem lobbying der Southwest Airlines). Das grosse problem ist die starken Auto- und Flugverkehrslobby. Das Projekt um Chicago wurde kürzlich nach einem Regierungswechsel wieder eingestellt (die Staatsgelder fliessen nun nach Kalifornien).
Aber diese Auto- und Flugverkehrslobby kann man nicht bis ins Ewige durchsetzen. Es sei denn, Autos und Flugzeuge verkehren dort in Kürze klimaneutral. Ansonsten drohen folgende apokalyptische Szenarien:
1. Regionen wie die Ost- und Westküste sowie das ganze Mississippital werden aussehen wie Queensland Australien heute;
2. Ölknappheit führt zu einem 3. Weltkrieg;
3. in vielen Regionen ist die CO2-Quote so hoch, dass Leben schlicht unmöglich ist.
Damit verglichen ist die Kongestion ein kleines Ärger.
Und in Kalifornien, gibt es das nächste problem. Der Bundesstaat weisst eine grössere pro Kopf Verschuldung auf als Griechenland und den USA insgesammt geht es auch nicht viel besser.
Tja, CH investiert in die Bahn, US in eine Kriegsmaschine...
Habe mich vor einiger Zeit viel mit den Projekten in den USA beschäftigt und festgestellt, dass es zwei Fronten gibt. Die Befürworter (wie America 2050 und USHSR) warten mit utopischen Vorschlägen auf und die Gegener reden alles viel schlechter als es eigentlich ist. Doch es gibt kaum moderate Positionen zu finden. Darum bin ich, genau so wie Oscar, sehr skeptisch, wenn ich solche Pläne sehe
Erste Gedanke: die dortigen Fluggesellschaften sollten auch in "Flüge auf Höhe Null" investieren; es fahren ja auch ICEs mit Lufthansa Flugnummern.
Aber angeblich gibt es in den US nicht sowas wie "product differentiation" und muss man z.B. für eine neue Leselampe zum Baumarkt, während man die bei uns auch beim Lebensmittelhändler wie Albert Heijn kaufen kann.
Vielleicht soll DB seine Aktivitäten in Amiland stärken. DB fährt nicht nur Züge, sondern auch Schiffe und LKWs. Das Unternehmen betreibt Parkplätze, Mietwagenagenturen und Fahrradvermietungen, fliegt Flugzeuge, bietet logistische Totallösungen (siehe Fußball-WM 2006). Als Gegenleistung kann Amtrak Cargo dann zeigen, wie man die zweitbeste Güterbahn der Welt wird (oder sogar die beste).
America 2050 sieht sogenannte "Megaregions" vor.
Nun das Konzept ist nicht gerade neu. Hier gibt es den selben Plan jedoch bis 2030.
Den habe ich auch schon gefunden. Bin übrigens auch Abonnent der USHSR-Facebookseite.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.