Massive Serviceverschlechterung bei der DB (Allgemeines Forum)

Münchner, Montag, 19.07.2021, 18:34 (vor 14 Tagen)

In diesem Sommer habe ich seit einiger Zeit mal wieder einige Bahnfahrten unternommen.

Das Fazit, was die Deutsche Bahn angeht, ist ernüchternd. Von aktuell 9 längeren Fahrten ist keine ansatzweise pünktlich geendet. Man ist schon froh, wenn es „nur“ 30 Minuten bei einer planmäßigen Fahrzeit von 3 Stunden sind. Defekte Züge, Reparaturen an Strecke, Signalen und Oberleitung sind die Regel.

Die Auslastung ist ordentlich, wenn man statt einem ICE4 mal wieder einen ICE1 einsetzt. Da kann man bei der Reservierung Plätze freihalten. Trotzdem sitzt man übereinander.

Ehrlich: Ich bin extrem enttäuscht. Dass sich der Service derart rapide verschlechtert, hätte ich nicht im Albtraum erwartet.

Massive Serviceverschlechterung bei der DB

Warinese, Montag, 19.07.2021, 18:43 (vor 14 Tagen) @ Münchner
bearbeitet von Warinese, Montag, 19.07.2021, 18:44

Traurig aber wahr…gestern in Berlin am Hauptbahnhof. Alle Anzeigen defekt…wegen Bombenräumung 45 Minuten längere Fahrtzeit nach Hannover (kein Bahn-Verschulden), aber aus 45 Minuten wurden leider fast 120 Minuten. Im Zug keine Anzeigen welcher Zug es wirklich ist. Auf dem Bahnsteig keine Hilfe. Man wird noch blöd angemacht von anderem Personal, ob man die Auskunft sei nur weil man ein Logo der DB trägt.

Der DB-Navigator hat auch keine richtigen Informationen geliefert. Am Bahnsteig wurde ein Zug angekündigt, der nicht einfuhr…

So ein Durcheinander habe ich noch nie erlebt.

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ICE-Treff-Tipp-Weltmeister 2014 ;D

Ein Hoch auf die Beschäftigungsgarantie...

MvG, Dienstag, 20.07.2021, 09:58 (vor 13 Tagen) @ Warinese

- kein Text -

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Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der ICE 4-Sitz ersetzt werden muss!

Ein Hoch auf die Beschäftigungsgarantie...

Münchner, Dienstag, 20.07.2021, 11:33 (vor 13 Tagen) @ MvG

Sorry, aber die Mitarbeiter am Bahnhof können nichts für den planlosen Verein. Um den Betrieb zu organisieren gibt es ein Management.

Ich hätte auch keine Lust, mich ständig anpflaumen lassen zu müssen. Auch wenn ich die Fahrgäste, die die Schnauze voll haben, ebenso verstehen kann.

Ein Hoch auf die Beschäftigungsgarantie...

MvG, Dienstag, 20.07.2021, 12:51 (vor 13 Tagen) @ Münchner

Vom Rotkäppchen hat auch keiner geredet.
Aber natürlich, die Bahn fährt nicht von allein, und wenn dort Mist produziert wird, dann natürlich durch die Mitarbeiter.

Was ich aber eigentlich meinte: Wenn die Firma auf politischen Druck hin Sozialverein spielen muss, bleiben halt nicht mehr so viele Stellen, an denen man etwas vom Milliarden-Loch einsparen kann. Da bleiben dann nur Betrieb, Instandhaltung & Co.
Dabei gäbe es im DB Konzern gigantische Einsparpotenziale beim Personal. Nein, nicht bei Fahrdienstleiter, Lokführer und Schaffner, die braucht man nun mal so viel wie Züge fahren, daran ändert sich nichts und genug hat man von denen auch nie. In der Verwaltung jedoch, gibt es ganze Abteilungen die du komplett streichen könntest, ohne dass es irgendeinen Unterschied machen würde. So etwas kann sich nur ein Staatskonzern leisten, der sein Geld nicht selbst verdienen muss.

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Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der ICE 4-Sitz ersetzt werden muss!

Einspruch

Tobias Brunnbach, Dienstag, 20.07.2021, 13:08 (vor 13 Tagen) @ MvG

Dabei gäbe es im DB Konzern gigantische Einsparpotenziale beim Personal. Nein, nicht bei Fahrdienstleiter, Lokführer und Schaffner, die braucht man nun mal so viel wie Züge fahren, daran ändert sich nichts und genug hat man von denen auch nie. In der Verwaltung jedoch, gibt es ganze Abteilungen die du komplett streichen könntest, ohne dass es irgendeinen Unterschied machen würde. So etwas kann sich nur ein Staatskonzern leisten, der sein Geld nicht selbst verdienen muss.

Ach ja? Das übliche Verwaltungs-"Bashing" wird vom ständigen Wiederholen auch nicht wahr. Würdest du dich auskennen, wäre dir die teils extreme Personalsituation z.B. in der Planung oder Disposition von allen möglichen Dingen in verschiedensten DB- und anderen Unternehmen im Bahnbereich bekannt. Oder ganz provokant gesagt: Fdl und Tf können keinen Zug fahren, wenn diverse Mitarbeiter zuvor nicht tätig wurden – im Gegensatz zu deinem "Schaffner", der heute betrieblich gar nichts bis wenig beiträgt und nach deiner Logik längst unsozial herausgeschmissen gehörte ...

Einspruch

Münchner, Dienstag, 20.07.2021, 13:29 (vor 13 Tagen) @ Tobias Brunnbach

Ach ja? Das übliche Verwaltungs-"Bashing" wird vom ständigen Wiederholen auch nicht wahr. Würdest du dich auskennen, wäre dir die teils extreme Personalsituation z.B. in der Planung oder Disposition von allen möglichen Dingen in verschiedensten DB- und anderen Unternehmen im Bahnbereich bekannt. Oder ganz provokant gesagt: Fdl und Tf können keinen Zug fahren, wenn diverse Mitarbeiter zuvor nicht tätig wurden – im Gegensatz zu deinem "Schaffner", der heute betrieblich gar nichts bis wenig beiträgt und nach deiner Logik längst unsozial herausgeschmissen gehörte ...


Jede größere Firma hat ihre Flecken, wo sich Mitarbeiter tummeln, die sich für wichtig halten, aber zur Leistung der Firma absolut Null beitragen.


Das wird bei der Bahn nicht anders sein. Nur, dass da noch politische Aspekte hinzukommen.

So, wie man den Pofalla dort endplatziert hat, so wird man noch unzählige andere gediente Parteisoldaten dort in Lohn und Brot bringen und das nicht zu schlecht.

Einspruch

Tobias Brunnbach, Dienstag, 20.07.2021, 13:40 (vor 13 Tagen) @ Münchner

Jede größere Firma hat ihre Flecken, wo sich Mitarbeiter tummeln, die sich für wichtig halten, aber zur Leistung der Firma absolut Null beitragen.


Das wird bei der Bahn nicht anders sein. Nur, dass da noch politische Aspekte hinzukommen.

So, wie man den Pofalla dort endplatziert hat, so wird man noch unzählige andere gediente Parteisoldaten dort in Lohn und Brot bringen und das nicht zu schlecht.

Schon wegen des Pofalla-Vergleichs ist dein Beitrag keine Diskussion wert; frei nach dem Motto, dass die komplette Verwaltung (z.B. mit den Mitarbeitern in der Betriebsplanung) mit irgendwelchen Altpolitikern am Futtertrog zu vergleichen ist. Ist der Stammtisch ausgefallen?

Einspruch

MvG, Dienstag, 20.07.2021, 13:30 (vor 13 Tagen) @ Tobias Brunnbach
bearbeitet von MvG, Dienstag, 20.07.2021, 13:32

Dabei gäbe es im DB Konzern gigantische Einsparpotenziale beim Personal. Nein, nicht bei Fahrdienstleiter, Lokführer und Schaffner, die braucht man nun mal so viel wie Züge fahren, daran ändert sich nichts und genug hat man von denen auch nie. In der Verwaltung jedoch, gibt es ganze Abteilungen die du komplett streichen könntest, ohne dass es irgendeinen Unterschied machen würde. So etwas kann sich nur ein Staatskonzern leisten, der sein Geld nicht selbst verdienen muss.


Ach ja? Das übliche Verwaltungs-"Bashing" wird vom ständigen Wiederholen auch nicht wahr. Würdest du dich auskennen, wäre dir die teils extreme Personalsituation z.B. in der Planung oder Disposition von allen möglichen Dingen in verschiedensten DB- und anderen Unternehmen im Bahnbereich bekannt.

Tatsächlich kenne ich mich aus und weiß daher, dass diese pauschale Aussage so nicht haltbar ist.

Oder ganz provokant gesagt: Fdl und Tf können keinen Zug fahren, wenn diverse Mitarbeiter zuvor nicht tätig wurden

Versuch doch bitte nicht andere Leute, die offenbar deutlich mehr Ahnung haben als du, mit solchen lächerlichen Laien-Allgemeinplätzen zu belehren, das tut ja fast schon körperlich weh.

– im Gegensatz zu deinem "Schaffner", der heute betrieblich gar nichts bis wenig beiträgt und nach deiner Logik längst unsozial herausgeschmissen gehörte ...

Das war in diesem Fall ein umgangssprachlicher Sammelbegriff für das fahrgastbetreuende Zugpersonal, was eigentlich auch ziemlich leicht zu verstehen ist. Muss man dir wirklich alles erklären? Und das Personal gehörte auch nicht rausgeschmissen, sondern an sinnvolle Stellen versetzt.

Also, da ich selber dort - in der DB-Verwaltung - arbeite, kannst du mir schon glauben. Ein Teil der Verwaltung beschäftigt sich hauptsächlich mit sich selbst und ist einer effizienten Unternehmensführung im Wege. Vieles könnte mit weniger Leuten genausogut bzw deutlich besser gemacht werden (Schnittstellenreduzierung, Prozessverschlankung). Und dass an manchen Stellen Personal fehlt, während an anderer Stelle 10 VZP in Kaffeekränzschen-Stimmung das ganze Jahr so ein bisschen rumwurschteln, ohne viel zu erreichen, ist auch Ausdruck dieses Missmanagements.

Aber Hauptsache irgendwelche sinnlosen Beißreflexe ausleben, wenn mal was gegen die heilige Kuh Personal gesagt wird.

Also halt mal den Ball flach und versuch nicht Leute zu belehren, die sich deutlich besser als du auskennen.

In der echten Welt (freien Wirtschaft), wäre der Laden dann halt pleite und dicht. Da könnte sich das Personal dann freuen.

Aus diesem Grund würde ein Unternehmen, dass sein Geld selbst verdienen muss, schon zusehen dass es so effizient wie möglich arbeitet.

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Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der ICE 4-Sitz ersetzt werden muss!

Einspruch

Tobias Brunnbach, Dienstag, 20.07.2021, 13:52 (vor 13 Tagen) @ MvG

Tatsächlich kenne ich mich aus und weiß daher, dass diese pauschale Aussage so nicht haltbar ist.

Stell dir vor ... pauschale Aussagen sind weder in der einen wie in der anderen Richtung vollumfänglich passend. Welch neue Erkenntnis.

Oder ganz provokant gesagt: Fdl und Tf können keinen Zug fahren, wenn diverse Mitarbeiter zuvor nicht tätig wurden

Versuch doch bitte nicht andere Leute, die offenbar deutlich mehr Ahnung haben als du, mit solchen lächerlichen Laien-Allgemeinplätzen zu belehren, das tut ja fast schon körperlich weh.

Och, ich rechne mir nicht weniger "Ahnung" als dir zu. Auf pauschalierende Stammtischparolen gibt es von mir aber auch keine tiefgründigen Antworten.

Das war in diesem Fall ein umgangssprachlicher Sammelbegriff für das fahrgastbetreuende Zugpersonal, was eigentlich auch ziemlich leicht zu verstehen ist. Muss man dir wirklich alles erklären? Und das Personal gehörte auch nicht rausgeschmissen, sondern an sinnvolle Stellen versetzt.

Eben: Wer braucht nach deiner Logik schon "schmarotzende Fahrgastbetreuer", die teils nichts Betriebliches beitragen (wenn doch schon die Beitragenden der "Verwaltung" verzichtbar sind)? ;-)

Und wen würdest du nun an welche "sinnvollen Stellen versetzen"?

Also, da ich selber dort - in der DB-Verwaltung - arbeite, kannst du mir schon glauben. Ein Teil der Verwaltung beschäftigt sich hauptsächlich mit sich selbst und ist einer effizienten Unternehmensführung im Wege. Vieles könnte mit weniger Leuten genausogut bzw deutlich besser gemacht werden (Schnittstellenreduzierung, Prozessverschlankung). Und dass an manchen Stellen Personal fehlt, während an anderer Stelle 10 VZP in Kaffeekränzschen-Stimmung das ganze Jahr so ein bisschen rumwurschteln, ohne viel zu erreichen, ist auch Ausdruck dieses Missmanagements.

Du klingst nach einer Mischung aus Frust/Neid einerseits und nachgeplappertem Powerpointgesülze andererseits.

Aber Hauptsache irgendwelche sinnlosen Beißreflexe ausleben, wenn mal was gegen die heilige Kuh Personal gesagt wird.

Aus irgendeinem Grund hat es noch niemand geschafft, die weitgehend personalbefreite Bahn ans Laufen zu bringen, auch wenn das schon seit vielen Jahrzehnten immer wieder propagiert wird. Erinnert an die ebenso immer wieder aus der Schublade geholte papierlose Bahn.

In der echten Welt (freien Wirtschaft), wäre der Laden dann halt pleite und dicht. Da könnte sich das Personal dann freuen.

Am System Bahn sind nicht nur DB-Unternehmen beteiligt. Diese zählen für dich aber sicherlich auch nicht zur "echten Welt" (!) ...


Aus diesem Grund würde ein Unternehmen, dass sein Geld selbst verdienen muss, schon zusehen dass es so effizient wie möglich arbeitet.

Natürlich. Bei der DB hat man auch noch nie strikte Rationalisierungen (oder wie man es gerade nannte) durchgezogen ...

Ok das hat keinen Sinn mit dir...

MvG, Dienstag, 20.07.2021, 14:04 (vor 13 Tagen) @ Tobias Brunnbach

- kein Text -

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Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der ICE 4-Sitz ersetzt werden muss!

Aufsicht jibbet nich - aber 3 MA in der leeren Lounge

jotxl, Mittwoch, 21.07.2021, 11:35 (vor 12 Tagen) @ MvG
bearbeitet von jotxl, Mittwoch, 21.07.2021, 11:35

die nur sporadisch anzutreffenden wenigen Rotkäppchen im Berliner Hauptbahnhof sind keine wirkliche Hilfe für die Reisenden.
Es muss ja nicht auf jedem Klitschenbahnhof eine Ausicht wie früher geben. An solchen Knotenpunkten wie im Hauptbahnhof wäre das allerdinsg mehr als angebracht.

Dafür sah man in der fast menschenleeren DB-Lounge (ohne Catering !) 2-3 Mitarbeiter...versteht man nicht.

Aufsicht jibbet nich - aber 3 MA in der leeren Lounge

Tobias Brunnbach, Mittwoch, 21.07.2021, 12:50 (vor 12 Tagen) @ jotxl

die nur sporadisch anzutreffenden wenigen Rotkäppchen im Berliner Hauptbahnhof sind keine wirkliche Hilfe für die Reisenden.
Es muss ja nicht auf jedem Klitschenbahnhof eine Ausicht wie früher geben. An solchen Knotenpunkten wie im Hauptbahnhof wäre das allerdinsg mehr als angebracht.

Dafür sah man in der fast menschenleeren DB-Lounge (ohne Catering !) 2-3 Mitarbeiter...versteht man nicht.

Und du willst irgendwelche Mitarbeiter vom Fernverkehr (Gastro?) als öA einsetzen oder wie?

Und auch eine öA kann nur auf die Daten zugreifen, wie es die Prozesse vorsehen.

Aufsicht jibbet nich - aber 3 MA in der leeren Lounge

ICE2020, Mittwoch, 21.07.2021, 13:00 (vor 12 Tagen) @ Tobias Brunnbach

Dafür sah man in der fast menschenleeren DB-Lounge (ohne Catering !) 2-3 Mitarbeiter...versteht man nicht.


Und du willst irgendwelche Mitarbeiter vom Fernverkehr (Gastro?) als öA einsetzen oder wie?

Und auch eine öA kann nur auf die Daten zugreifen, wie es die Prozesse vorsehen.

Es geht ja nicht darum, dass hier sicherheitsrelevante Aufgaben wie Abfertigung oder ähnliches übernommen werden. Aber Dinge wie Verbindungen suchen, auf das RIS zugreifen, das können andere Mitarbeiter ja durchaus auch. Und Ansprechpartner am Gleis sind allemal hilfreicher als Mitarbeiter, die de facto nichts zu tun haben. Im Übrigen setzt die DB ja auch gerne sonst Aushilfen ein, oft gesehen in Hamburg in Köln. Von denen können manche einen Zug kaum von einem Flugzeug unterscheiden, also so Qualifikations-fixiert ist man da nicht zwangsläufig.

Köln

sflori, Mittwoch, 21.07.2021, 13:09 (vor 12 Tagen) @ ICE2020

Im Übrigen setzt die DB ja auch gerne sonst Aushilfen ein, oft gesehen in Hamburg in Köln. Von denen können manche einen Zug kaum von einem Flugzeug unterscheiden, also so Qualifikations-fixiert ist man da nicht zwangsläufig.

Hihi. Da ist jetzt schon was dran.

Andererseits stellen 50 % der Kunden auch echt blöde Fragen. Da passt das dann schon fast wieder. ;)

Genug der Boshaftigkeiten: In Köln gabs genau in der Unterführung so mobile Desks, an denen die Mitarbeiter arbeiten konnten. Geniale Idee! So geht Kundenservice. Da könnte man dann theoretisch auch Mitarbeiter aus anderen DB-Firmen hin ausleihen. Präsenz zeigen, den Kunden zeigen, dass sie im Störungsfall nicht alleine dastehen.

Zusammenfassung: Das Prinzip in Köln, das ich damals erlebt habe, fand ich gut.


Bye. Flo.

Köln

Tobias Brunnbach, Mittwoch, 21.07.2021, 13:13 (vor 12 Tagen) @ sflori
bearbeitet von Tobias Brunnbach, Mittwoch, 21.07.2021, 13:14

Genug der Boshaftigkeiten: In Köln gabs genau in der Unterführung so mobile Desks, an denen die Mitarbeiter arbeiten konnten. Geniale Idee! So geht Kundenservice. Da könnte man dann theoretisch auch Mitarbeiter aus anderen DB-Firmen hin ausleihen. Präsenz zeigen, den Kunden zeigen, dass sie im Störungsfall nicht alleine dastehen.

Wo kommt die Personalflut bei ungeplanten Unregelmäßigkeiten plötzlich her, die man hinstellen könnte?

Köln

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Mittwoch, 21.07.2021, 22:19 (vor 11 Tagen) @ Tobias Brunnbach

Genug der Boshaftigkeiten: In Köln gabs genau in der Unterführung so mobile Desks, an denen die Mitarbeiter arbeiten konnten. Geniale Idee! So geht Kundenservice. Da könnte man dann theoretisch auch Mitarbeiter aus anderen DB-Firmen hin ausleihen. Präsenz zeigen, den Kunden zeigen, dass sie im Störungsfall nicht alleine dastehen.


Wo kommt die Personalflut bei ungeplanten Unregelmäßigkeiten plötzlich her, die man hinstellen könnte?

Da fällt mir spontan DB Zeitarbeit ein oder die AA. Es gibt auch bahnintern genug Leute, die zu Hause sitzen und darauf warten, endlich wieder eine sinnvolle Tätigkeit ausüben zu dürfen. Diese Leute haben alle ein Telefon und können zum Teil exzellent mit RIS und Co umgehen. Wie wäre es denn mit diesen Leuten?

Ansonsten sei die Frage gestattet: Suchst Du mit uns nach Wegen, den Service am Bahnhof und für den Kunden tu verbessern oder eher zu verhindern?

Köln

Tobias Brunnbach, Mittwoch, 21.07.2021, 22:50 (vor 11 Tagen) @ Tabernaer

Da fällt mir spontan DB Zeitarbeit ein oder die AA. Es gibt auch bahnintern genug Leute, die zu Hause sitzen und darauf warten, endlich wieder eine sinnvolle Tätigkeit ausüben zu dürfen. Diese Leute haben alle ein Telefon und können zum Teil exzellent mit RIS und Co umgehen. Wie wäre es denn mit diesen Leuten?

Aha, und wer soll sie nun bezahlen? Und welcher Teil davon ist überhaupt bereit, sich für geringes Geld in unserer auseinandergehenden Gesellschaft öffentlich als "Helfer" und Angriffsziel für den Hass zu vieler Leute zur Verfügung zu stellen? Und gerade "Zwangsarbeiter" über die AA werden den Service wohl nicht verbessern, bevor sie den Zettel verschicken.

Ansonsten sei die Frage gestattet: Suchst Du mit uns nach Wegen, den Service am Bahnhof und für den Kunden tu verbessern oder eher zu verhindern?

Unrealistische Vorschläge verbessern außerhalb der heimischen Modellbahn gar nichts, ganz im Gegenteil.

Du suchst - und bist fündig geworden.

Der Blaschke, Mittwoch, 21.07.2021, 23:43 (vor 11 Tagen) @ Tobias Brunnbach

Huhu.

Und welcher Teil davon ist überhaupt bereit, sich für geringes Geld in unserer auseinandergehenden Gesellschaft öffentlich als "Helfer" und Angriffsziel für den Hass zu vieler Leute zur Verfügung zu stellen?

Ich!

Und so konnte ich am Wochenende mal wieder 9 Fahrgäste glücklicher machen.

2 hatten Einzeltickets Bremen Kirchweyhe. Waren Neukunden. Und empfanden das als teuer. Jetzt kennen sie auch das Tagesticket. Und wissen, dass das nicht nur im Zug, sondern auch in der Bremer Straßenbahn gilt. Und im Bus.

2 Jungspunde waren am Wochenende in Hamburg gewesen. Und hatten jeder ein Niedersachsenticket für 23 Euro. Jetzt wissen sie, dass EIN Ticket für zwei auch gegangen wäre.

Und einmal 3 und einmal 2 Reisende wollen bei Ankunft 15.26h in Osnabrück mit dem IC um 15.53h in die Niederlande. Durch frühzeitiges Ermitteln der aktuellen Verkehrslage konnte ich Ihnen mitteilen, dass sie evtl in Osnabrück noch den IC, der 13.53h fahren sollte, erreichen können; der hatte was bei plus 95, wenn ich mich recht erinnere. Sie sollten sich deswegen sofort zu Gleis 12 begeben und das eruieren. Der 15.53h wurde zu dem Zeitpunkt auch schon mit irgendwas bei plus 70 gemeldet.

Alle haben sich bedankt und fanden das nett. Während ich wegen dieser Veröffentlichung hier - oder wenn es wer mitbekommt - womöglich wieder Ärger bekomme oder rausfliege, weil mir solche Auskünfte wie alles andere auch untersagt sind. Vorgabe der Direktion. Interessiert mich aber nicht. Das Denken muss immer vom Kunden her ausgehen. Der muss zufrieden sein. Denn schlussendlich bezahlt der mich. Und das ist immer das wichtigste: ich muss den Kunden so befragen und behandeln, dass ich den auch noch mal befragen kann und der Kunde beim nächsten Mal so denkt wie nach dem Zahnarztbesuch: war ja gar nicht schlimm; im Gegenteil. Die Ergebnisse müssen natürlich richtig sein und korrekt ermittelt werden; beim Rest lasse ich mir aber nicht reinquasseln von Vorschriftenjüngern, die immer wissen, was alles nicht vorgesehen ist oder etwas praxisferne Ideen haben.

Da ich unterschiedlos jeden in der Platzgruppe zu befragen habe, mache ich das auch bei jedem. Da hab ich mich auch schon zu Fußballfans getraut. Und zu Partymäusen. By the way: die sich da mal mit am meisten daneben benahmen, war eine Gruppe Damen aus Minden mit DB-Mitarbeiterausweisen.

Jedenfalls gibt mir das regelmäßige Lächeln der Fahrgäste recht. Und wenn ich an der Tür Aussteiger zähle und sich die befragten Kunden mit netten Worten verabschieden, kann auch nicht so viel falsch gelaufen sein. Das reicht mir übrigens als Motivation völlig aus: den Menschen ein Lächeln auf's Gesicht zu zaubern. Und das klappt auch oft genug, wenn man's vernünftig angeht. Bei manchen klappt es nicht, aber auch das ist in Ordnung. Man wüßte die Netten ja viel weniger zu schätzen, wenn es nicht auch unfreundliche gäbe.

Ich bin allerdings nicht der einzige Gute. Ich kenne einige Kollegen, die sind mindestens genau so gut wie ich, wenn nicht auch noch besser. Und ich kenne auch viele gute und sehr gute Schaffner.

Wie es das Gegenteil auch gibt. Schlechte Interviewer und Schaffner, die ich während der ganzen Fahrt nicht einmal zu Gesicht bekomme.

Wer mit Menschen und deren Vielfältigkeit und den vielen verschiedenen Situationen des Aufeinandertreffens aber nicht klarkommt, der ist im Dienstleistungssektor schlichtweg falsch. Da empfiehlt sich Tunnelbau oder Kranführer oder Käferartenzähler oder Aktenverwalter. Ich käme ja auch nicht auf die Idee, Diätberater oder Cola Zero-Promoter zu werden.

Ach ja, und dem 'Hass' hier im Forum stelle ich mich natürlich auch. Gibt ja ein paar Spezialisten, denen ich mit manchen Beiträgen eine Freude mache, weil sie sich dann an mir mal wieder abarbeiten können - nicht zu verwechseln mit fundierter Gegenargumentation. Wie auch hier im Baum ein Leidensgenosse unterwegs ist - natürlich im Gegensatz zu mir nicht unter Klarnamen. Ja mei - es belastet mich nun nicht ... Wie sagte schon dereinst Jean-Paul Satre: wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen. Ich würde es nun etwas höflicher ausdrücken, aber so vom Grundsatz lag der Satre da schon nicht ganz falsch. Und jetzt beißen diejenigen welchen wieder in die Tischkante und warten auf die nächste Gelegenheit. C'est la vie. Und das ist ja auch gut so. Wäre ja sonst auch langweilig. Wobei mir übrigens die Ehre ja schon dadurch erwiesen wird und die Relevanz nachgewiesen ist, dass sie mit ihrer Schreiberei ja kundtun, dass sie noch immer meine Beiträge lesen, obwohl sie doch genau wissen, dass ohnehin selten was sinnvolles drinsteht und sie der Inhalt nur wieder erregt. Warum sie es trotzdem lesen, ist mir dann ein Rätsel - als Schnitzelfan lese ich nun auch nicht regelmäßig Veggie-Magazine. Aber das werde ich vermutlich nie mehr ergründen. Aber damit lebe ich auch ...

Schöne Grüße von jörg

Das ist nicht die Regel.

Tobias Brunnbach, Donnerstag, 22.07.2021, 15:07 (vor 11 Tagen) @ Der Blaschke

Ich!

Meinen Eindrücken nach arbeiten einige Reisendenerheber eher aus Freude am Arbeits(um)feld als aus (vorrangigem) Gewinninteresse; manche sind auch einfach gelangweilt und/oder ohne soziale Kontakte und rechnen sich die Erhebungen als Freizeit schön. Was ich sagen will: In gewissen Einzelfällen mögen deine Ausführungen passen, aber in der Masse (der es zwangsläufig um die Hauptfinanzierung ihres Leben gehen muss) wirst du nicht genügend Menschen mit einer solchen Liebhaberei finden. Zumal sich die Beschäftigungsverhältnisse und Arbeits-/Lohnbedingungen bei rechtlicher Prüfung in viel zu vielen Fällen als unzulässig herausstellen würden.

Kleiner Exkurs: Ich kenne jemanden, der viele Jahre lang hauptberuflich Tag und Nacht als Reisendenerheber in ganz Deutschland und manchmal darüber hinaus unterwegs war. Bei jedem Gespräch/Treffen spürte man seine Leidenschaft für Bahn (u.a.) und Menschen. Der kannte quasi jeden kleinen Haltepunkt nachts im (Unterwegs-) Schlaf, quasi jede tarifliche Kleinigkeit aus etlichen Verbünden und war auch betrieblich sehr interessiert. Er kam auch mit nahezu jedem als "Risikofahrgast" Abgestempelten gut zurecht und sorgte ganz nebenbei für kundenfreundlich wie wirtschaftlich lohnenswerte Zugfahrten. Wenn sich das Zugbegleitpersonal nicht "übergangen" sah (da gab es tatsächlich immer wieder Beschwerden), wurden ihm kurzerhand oft noch kundendienstliche und manchmal betriebliche Aufgaben anvertraut (mal als inoffizielle Unterstützung, mal aus Bequemlichkeit). Trotz bester Scoringwerte bei den Erhebungsinstituten wurde ihm von den Prüfern diverser Auftraggeber irgendwann der Strick aus irgendwelchen Formalien ohne negative Auswirkung aufs Arbeitsergebnis gedreht. Anschließend boten ihm diverse EVU als Kundenbetreuer u.ä. entweder keine Chance, er war unter lauter Angelernten und eingezwängt in regionalen Teilnetzen heillos unterfordert oder das fremdgeplante Dasein als Angestellter bildete nicht seine planerische Kreativität und tägliche Lust aufs Neue ab. Letztlich musste er sich eingestehen, für den Bahnbereich zu engagiert zu sein. Heute ist er in einer anderen Branche leitend tätig, hat keine finanziellen Sorgen und wird trotz seiner Funktionen gern als Vorbild für Kollegen im direkten Kundenontakt tätig, zusätzlich in ehrenamtlicher Form. Bahn und ÖPNV blieben sein Hobby. Da er auch hier still mitliest, liebe Grüße an dieser Stelle :-)

Inhaltliche Kehrtwende: Leider habe ich schon viele Projekte erlebt, wo speziell Fahrgastlenker, Servicekräfte und dgl. rekrutiert wurden. Leider hat man schön "bürokratisch" und gut für Statistik und Presse auf Kandidaten von der AA, örtlichen JC, Zeitarbeitsfirmen, politisch passende Menschen u.ä. zurückgegriffen, während inhaltlich Interessierte ungleich "offiziellem Sozialfall" usw. gleich wieder abtreten durften, weil es für sie z.B. keine Förderung/statistische Auswirkung/Provision/positive Presse gegeben hätte. Oder man annahm, sie könnten Kritik üben, weil sie sich zu sehr auskennen. Kurz: Man musste die "richtigen" Leute schnell die restliche Vertragslaufzeit über irgendwo versteckt ihre Zeit absitzen lassen (sofern noch jemand erschien), nachdem sich die Beschwerden von Fahrgästen und Personal gehäuft hatten. Da waren schon schlimme Ereignisse dabei. Und das elendig oft in verschiedenen Regionen wiederholt und von den üblichen Consultingfirmen "unterstützt".

Wer mit Menschen und deren Vielfältigkeit und den vielen verschiedenen Situationen des Aufeinandertreffens aber nicht klarkommt, der ist im Dienstleistungssektor schlichtweg falsch. Da empfiehlt sich Tunnelbau oder Kranführer oder Käferartenzähler oder Aktenverwalter. Ich käme ja auch nicht auf die Idee, Diätberater oder Cola Zero-Promoter zu werden.

Sag das mal den Leuten, die hier irgendwelche angeblich "gelangweilten" Personale aus der Verwaltung oder von woher auch immer an die "Front" stellen wollen.

Schön das Systemversagen beschrieben!

Der Blaschke, Donnerstag, 22.07.2021, 16:24 (vor 11 Tagen) @ Tobias Brunnbach
bearbeitet von Der Blaschke, Donnerstag, 22.07.2021, 16:25

Huhu.

Meinen Eindrücken nach arbeiten einige Reisendenerheber eher aus Freude am Arbeits(um)feld als aus (vorrangigem) Gewinninteresse; manche sind auch einfach gelangweilt und/oder ohne soziale Kontakte und rechnen sich die Erhebungen als Freizeit schön.

Yüp ...

Was ich sagen will: In gewissen Einzelfällen mögen deine Ausführungen passen, aber in der Masse (der es zwangsläufig um die Hauptfinanzierung ihres Leben gehen muss) wirst du nicht genügend Menschen mit einer solchen Liebhaberei finden.

Stimmt. Auch da herrscht Personalmangel ...

Zumal sich die Beschäftigungsverhältnisse und Arbeits-/Lohnbedingungen bei rechtlicher Prüfung in viel zu vielen Fällen als unzulässig herausstellen würden.

Allerdings nicht nur da. Da kenne ich diverse andere Branchen. Ist eben auch eine Form der Bananenrepublik: die Gesetze sind zwar alle da, aber auf wirtschaftlichen Wunsch hin gucken halt alle weg. An deiner 'rechtlichen Prüfung' hat ja niemand ein Interesse. Auch der Arbeiter nicht. Wenn nämlich z.B. das Finanzamt ahnungslos ist. Wiegt die fehlende Sozialversicherung wieder auf. Oder es Geld im Umschlag vom Spediteur persönlich gibt und der Gläubiger oder die Ex-Ehefrau in die Röhre schauen ...

Kleiner Exkurs: Ich kenne jemanden, der viele Jahre lang hauptberuflich Tag und Nacht als Reisendenerheber in ganz Deutschland und manchmal darüber hinaus unterwegs war. Bei jedem Gespräch/Treffen spürte man seine Leidenschaft für Bahn (u.a.) und Menschen. Der kannte quasi jeden kleinen Haltepunkt nachts im (Unterwegs-) Schlaf, quasi jede tarifliche Kleinigkeit aus etlichen Verbünden und war auch betrieblich sehr interessiert. Er kam auch mit nahezu jedem als "Risikofahrgast" Abgestempelten gut zurecht und sorgte ganz nebenbei für kundenfreundlich wie wirtschaftlich lohnenswerte Zugfahrten. Wenn sich das Zugbegleitpersonal nicht "übergangen" sah (da gab es tatsächlich immer wieder Beschwerden), wurden ihm kurzerhand oft noch kundendienstliche und manchmal betriebliche Aufgaben anvertraut (mal als inoffizielle Unterstützung, mal aus Bequemlichkeit). Trotz bester Scoringwerte bei den Erhebungsinstituten wurde ihm von den Prüfern diverser Auftraggeber irgendwann der Strick aus irgendwelchen Formalien ohne negative Auswirkung aufs Arbeitsergebnis gedreht. Anschließend boten ihm diverse EVU als Kundenbetreuer u.ä. entweder keine Chance, er war unter lauter Angelernten und eingezwängt in regionalen Teilnetzen heillos unterfordert oder das fremdgeplante Dasein als Angestellter bildete nicht seine planerische Kreativität und tägliche Lust aufs Neue ab. Letztlich musste er sich eingestehen, für den Bahnbereich zu engagiert zu sein. (...) Da er auch hier still mitliest, liebe Grüße an dieser Stelle :-)

Unbekannterweise grüße ich ihn auch. Ich werde ja genauso enden. Auch zu engagiert ... Kommt mir jedenfalls alles seeeehr bekannt vor. Außer dass ich mich bei einem EVU je beworben habe. Und auch nie werde. Weil ich da in der Tat mit meiner Individualität nicht reinpasse; egal wo.

Aber in meinen anderen Jobs kenne ich das von dir erwähnte Fazit ähnlich. Engagement ist nicht gewollt und nicht gefragt. Wichtig ist Klappe halten, nicht mitzudenken und einfach die Vorgaben umsetzen, egal wie sinnlos sie sind.

Auch da weigere ich aber seit jeher. Hatte deswegen auch ständig überall Ärger. Und ich werde nur deswegen nicht entlassen, weil die Beschäftigungslage aus Arbeitgebersicht schlicht katastrophal ist. Da beißt man man in die Tischkante und erträgt den Großkotz halt. Zumal ich mittlerweile gelernt habe, keine Verbesserungsvorschläge nach oben zu reichen, sondern ich einen Deal eingehe: ich lasse sie da oben in Ruhe - wenn sie im Gegenzug mich in Ruhe lassen.

Natürlich richtet man so jedes Unternehmen zugrunde. Und man wundert sich auch gar nicht, warum so unendlich viel falsch läuft und nicht klappt. Aber ich bin nicht so masochistisch und so größenwahnsinnig zu meinen, da was ändern zu können. Das war ich vielleicht noch in jungen Jahren. Mittlerweile nehme ich den oben verzapften Unsinn zur Kenntnis, denke mir da meinen Teil und gut ist's. Und wie geschrieben: sollen sie sich oben Pöstchen und Einkommem zuschustern und sich in Rundschreiben und Infos wichtig aufpumpen - mir alles egal; ich möchte nur in Ruhe gelassen werden und in meiner kleinen Welt leben. Da werde ich nicht Millionär und sehe nicht viel von der Welt. Aber so habe ich auch nicht viel zu verlieren. Und für meine Ansprüche reicht's. So lange ich mir Cola in gewünschter Menge leisten kann ... Und ich habe meinen Seelenfrieden. Muss nicht im Hamsterrad des Erfolges rumrennen, muss nicht mobben und Mobbing ertragen, um die Stelle zu verteidigen oder weiter empor zu kommen.

Inhaltliche Kehrtwende: Leider habe ich schon viele Projekte erlebt, wo speziell Fahrgastlenker, Servicekräfte und dgl. rekrutiert wurden. Leider hat man schön "bürokratisch" und gut für Statistik und Presse auf Kandidaten von der AA, örtlichen JC, Zeitarbeitsfirmen, politisch passende Menschen u.ä. zurückgegriffen, während inhaltlich Interessierte ungleich "offiziellem Sozialfall" usw. gleich wieder abtreten durften, weil es für sie z.B. keine Förderung/statistische Auswirkung/Provision/positive Presse gegeben hätte. Oder man annahm, sie könnten Kritik üben, weil sie sich zu sehr auskennen. Kurz: Man musste die "richtigen" Leute schnell die restliche Vertragslaufzeit über irgendwo versteckt ihre Zeit absitzen lassen (sofern noch jemand erschien), nachdem sich die Beschwerden von Fahrgästen und Personal gehäuft hatten. Da waren schon schlimme Ereignisse dabei. Und das elendig oft in verschiedenen Regionen wiederholt und von den üblichen Consultingfirmen "unterstützt".


Ja, so ist das überall modern. Deswegen läuft auch so viel falsch überall. Aber so isses halt. Das ist auch das schöne am Alter und dem bevorstehenden Ende: da erträgt sich's leichter ...


Schöne Grüße von jörg

Köln

ICE2020, Donnerstag, 22.07.2021, 00:12 (vor 11 Tagen) @ Tobias Brunnbach

Unrealistische Vorschläge verbessern außerhalb der heimischen Modellbahn gar nichts, ganz im Gegenteil.

Sorry, aber unrealistisch ist hier doch vor allem Deine Argumentation.

– Es ging damit los, dass Deiner Auffassung nach Mitarbeiter aus der Lounge schon deswegen nicht an anderen Stellen im Bahnhof eingesetzt werden dürfen, weil sie nicht die Qualifikation einer "örtlichen Aufsicht" haben.
– Auf den Einwand hin, dass es a.) für einfache Serviceaufgaben die Qualifikation nicht braucht und b.) die DB gerne noch weniger qualifizierte Mitarbeiter einsetzt antwortest Du dann "woher sollen die denn kommen", "wer soll die denn bezahlen" und sowieso "wer will den Job denn machen"?

Da kann man nur sagen: Genau das war ja Thema: Mitarbeiter aus einem anderen Bereich bei Bedarf flexibel einsetzen. Du wirst Dich wundern: Die sind erstens sowieso da und werden zweitens auch bezahlt! Und Dein Argument, niemand würde im Service arbeiten wollen entkräftet sich schon dadurch, dass es der DB immer wieder gelingt die erwähnten Aushilfen zu finden, die man dann ohne jede Qualifikation auf die Kunden loslässt. Insofern kann man festhalten: Mit solchen Gedankengängen kann man guten Service effektiv verhindern und sicherstellen, dass sich da nichts aber auch gar nichts tut.

Köln

Tobias Brunnbach, Donnerstag, 22.07.2021, 15:15 (vor 11 Tagen) @ ICE2020

Da kann man nur sagen: Genau das war ja Thema: Mitarbeiter aus einem anderen Bereich bei Bedarf flexibel einsetzen. Du wirst Dich wundern: Die sind erstens sowieso da und werden zweitens auch bezahlt!

Du wirst keinen Beschäftigten finden, der erfreut darüber ist, auf seine bisherige angeblich "sinnlose" Arbeit hingewiesen zu werden. Ebensowenig nicht den Beschäftigten, der sich ohne (z.B.) finanziellen Ausgleich über zusätzliche Aufgaben freut. Von formalen Hürden wie Beschäftigungsverhältnissen, Tarifverträgen, Vereinbarungen/Abrechnungen zwischen den Unternehmen/OE usw. mal ganz zu schweigen. Es ist nicht alles so einfach wie z.B. in irgendeiner halblegalen Gastrobude.

Und Dein Argument, niemand würde im Service arbeiten wollen entkräftet sich schon dadurch, dass es der DB immer wieder gelingt die erwähnten Aushilfen zu finden, die man dann ohne jede Qualifikation auf die Kunden loslässt. Insofern kann man festhalten: Mit solchen Gedankengängen kann man guten Service effektiv verhindern und sicherstellen, dass sich da nichts aber auch gar nichts tut.

Aha, die laufen ihr also zu. Soso. In der Wirklichkeit gibt es überbewertete Arbeitskräftequellen und dabei handelt es sich bei weitem nicht nur um solche mit Stichwort "2015" ...

Köln

ICE2020, Donnerstag, 22.07.2021, 15:36 (vor 11 Tagen) @ Tobias Brunnbach

Du wirst keinen Beschäftigten finden, der erfreut darüber ist, auf seine bisherige angeblich "sinnlose" Arbeit hingewiesen zu werden. Ebensowenig nicht den Beschäftigten, der sich ohne (z.B.) finanziellen Ausgleich über zusätzliche Aufgaben freut. Von formalen Hürden wie Beschäftigungsverhältnissen, Tarifverträgen, Vereinbarungen/Abrechnungen zwischen den Unternehmen/OE usw. mal ganz zu schweigen. Es ist nicht alles so einfach wie z.B. in irgendeiner halblegalen Gastrobude.

Es geht nicht um sinnlose Arbeit, sondern darum, dass es in bestimmten Situationen eben verschiedene Prioritäten geben kann, sprich um Flexibilität. Die tarifvertraglichen Regelungen kenne ich nicht, aber ich denke, dies sind alles Dinge die man ausloten kann/sollte, wenn man nicht wie Du Verhinderungsrhetorik betreiben möchte sondern sich über mögliche Verbesserungen für den Kunden Gedanken machen will.

Aha, die laufen ihr also zu. Soso. In der Wirklichkeit gibt es überbewertete Arbeitskräftequellen und dabei handelt es sich bei weitem nicht nur um solche mit Stichwort "2015" ...

Was bedeutet Stichwort "2015"?

Köln

Tobias Brunnbach, Donnerstag, 22.07.2021, 18:35 (vor 11 Tagen) @ ICE2020

Es geht nicht um sinnlose Arbeit, sondern darum, dass es in bestimmten Situationen eben verschiedene Prioritäten geben kann, sprich um Flexibilität.

Welche Arbeitsstellen (möglichst im selben Unternehmen, möglichst ähnlich gelagert) sind denn kaum ausgelastet, wenn z.B. ein größerer Ausfall der Fahrgastinformation auf- oder eine größere Störung eintritt? Die in der DB(P)L (außerhalb der aktuellen Einschränkungen) sicherlich nicht. Oder willst du die Wartenden in der DB(P)L uninformiert und unbedient lassen, um z.B. die Sparpreisfahrer am Bahnsteig zu priorisieren (die pro zu betreuender Person wirtschaftlich ohnehin sehr wenig beitragen)? Zur wirklichen Qualitätsverbesserung müssten schon echte Arbeitsstellen mit Perspektive eingerichtet werden, aber ... nun ja.

Die tarifvertraglichen Regelungen kenne ich nicht, aber ich denke, dies sind alles Dinge die man ausloten kann/sollte, wenn man nicht wie Du Verhinderungsrhetorik betreiben möchte sondern sich über mögliche Verbesserungen für den Kunden Gedanken machen will.

"Aber ich denke, ..." – ich betreibe keine "Verhinderungsrhetorik", sondern weiß, ab wann eine Idee Träumerei ist. Denkst du ernsthaft, deine ganzen "neuen Einfälle" hätte (u.a.) ich nicht schon unzählig gehört und gelesen?

Was bedeutet Stichwort "2015"?

Falls du das ernst meinen solltest: Eine vorgesehe(n gewesene) Arbeitskräftequelle besonders für "einfachere" Tätigkeiten, die sich längst nicht so sprudelnd wie geplant angestellt hat.

Köln

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Donnerstag, 22.07.2021, 08:44 (vor 11 Tagen) @ Tobias Brunnbach

Da fällt mir spontan DB Zeitarbeit ein oder die AA. Es gibt auch bahnintern genug Leute, die zu Hause sitzen und darauf warten, endlich wieder eine sinnvolle Tätigkeit ausüben zu dürfen. Diese Leute haben alle ein Telefon und können zum Teil exzellent mit RIS und Co umgehen. Wie wäre es denn mit diesen Leuten?


Aha, und wer soll sie nun bezahlen? Und welcher Teil davon ist überhaupt bereit, sich für geringes Geld in unserer auseinandergehenden Gesellschaft öffentlich als "Helfer" und Angriffsziel für den Hass zu vieler Leute zur Verfügung zu stellen? Und gerade "Zwangsarbeiter" über die AA werden den Service wohl nicht verbessern, bevor sie den Zettel verschicken.

Da bin ich aus eigenem Erleben anderer Meinung. Ich hatte mehrfach das Vergnügen mit derartigen Leuten zusammen zu arbeiten und wurde bisher nie enttäuscht. Bei DB Zeitarbeit zum Beispiel gibts "arbeitslose" Zugbegleiter, die sehr gern wieder mal mit den Kunden zu tun haben möchten.
Schwarze Schafe gibts überall...

Ansonsten sei die Frage gestattet: Suchst Du mit uns nach Wegen, den Service am Bahnhof und für den Kunden tu verbessern oder eher zu verhindern?


Unrealistische Vorschläge verbessern außerhalb der heimischen Modellbahn gar nichts, ganz im Gegenteil.

Unrealistisch? Wohl kaum. Aber da Du ja offenbar mehr kannst und weißt als andere, mach doch mal umsetzbare Vorschläge für solche Fälle...

Und jetzt machen!

Tobias Brunnbach, Donnerstag, 22.07.2021, 15:17 (vor 11 Tagen) @ Tabernaer

Dann richtet eure "fachkundigen, realistischen" Vorschläge doch bitte umgehend an die zutreffenden Stellen. Seine zu kurz gedachten Ideen nur in irgendwelchen Foren zu streuen, verhilft dem "armen Reisenden" zu keinem besseren Kundendienst.

Und jetzt machen!

Paladin, Hansestadt Rostock / Stralsund, Donnerstag, 22.07.2021, 16:11 (vor 11 Tagen) @ Tobias Brunnbach

Also aus Erfahrung bei der DB: Dort Vorschläge machen versickert auch irgendwo im Konzernsumpf…

Und jetzt machen!

Tobias Brunnbach, Donnerstag, 22.07.2021, 18:38 (vor 11 Tagen) @ Paladin

Also aus Erfahrung bei der DB: Dort Vorschläge machen versickert auch irgendwo im Konzernsumpf…

Wenn das deine Meinung ist, dann können wir die Diskussion um mögliche Handlungen der DB (!) doch gleich sein lassen. Was versprichst du dir von Forenbeiträgen, wenn die mögliche Ausführende ohnehin kein Interesse haben soll?

Und jetzt machen!

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Donnerstag, 22.07.2021, 16:37 (vor 11 Tagen) @ Tobias Brunnbach

Dann richtet eure "fachkundigen, realistischen" Vorschläge doch bitte umgehend an die zutreffenden Stellen. Seine zu kurz gedachten Ideen nur in irgendwelchen Foren zu streuen, verhilft dem "armen Reisenden" zu keinem besseren Kundendienst.

Und warum weichst Du jetzt aus, anstatt meine Frage zu beantworten? Von Dir kommt immer nur, geht nicht, darf man nicht oder ähnliches. Du scheinst ja in der Bahnhierarchie ziemlich weit oben tu stehen, das Du alle Vorschläge schon im Vorraus als nicht durchführbar abtun kannst. Wie wäre es denn mal zur Abwechslung mit einem Blick durch die Kundenbrille mit dem Wissen des Insiders? Und mit der Suche nach umsetzbaren Ideen? Das würde mehr helfen...

Und jetzt machen!

Tobias Brunnbach, Donnerstag, 22.07.2021, 18:48 (vor 11 Tagen) @ Tabernaer

Dann richtet eure "fachkundigen, realistischen" Vorschläge doch bitte umgehend an die zutreffenden Stellen. Seine zu kurz gedachten Ideen nur in irgendwelchen Foren zu streuen, verhilft dem "armen Reisenden" zu keinem besseren Kundendienst.


Und warum weichst Du jetzt aus, anstatt meine Frage zu beantworten?

Meine diesbezüglichen Vorstellungen werde ich nicht in einem Internetforum breittreten. Sie sollen schließlich auch umgesetzt werden können (was mit den Jahren auch immer wieder eingetreten ist, so viel dazu ...).

Von Dir kommt immer nur, geht nicht, darf man nicht oder ähnliches. Du scheinst ja in der Bahnhierarchie ziemlich weit oben tu stehen, das Du alle Vorschläge schon im Vorraus als nicht durchführbar abtun kannst. Wie wäre es denn mal zur Abwechslung mit einem Blick durch die Kundenbrille mit dem Wissen des Insiders? Und mit der Suche nach umsetzbaren Ideen? Das würde mehr helfen...

Wenn du die Hass- und Vorurteilsbrille herunternimmst, fällt dir möglicherweise auf, welch große Zahl an Beschäftigten direkt wie indirekt im Kundensinne handelt, täglich das Optimum aus den vorhandenen Ressourcen herausholt und Verbesserungen im Rahmen des Möglichen (!) erarbeitet. Es ist nicht alles "kundenfeindlich", wo ein Keks draufgepappt ist. Noch einmal: Welchen Benefit soll es bitte bringen, auf Dingen herumzureiten, die schon x-mal genannt wurden, aber ohnehin nicht umsetzbar sind?

Sinnvoll ist es hingegen, auf politischer Ebene eine Änderung der Rahmenbedingungen zugunsten einer gesellschaftlich verankerten Bahn ins Blickfeld zu rücken. Und dieses Zugehen auf "die Politik" fängt bei dir vor Ort an. Ganz persönlich und hartnäckig.

+1 mit *

Garfield_1905, Donnerstag, 22.07.2021, 18:55 (vor 11 Tagen) @ Tobias Brunnbach

Besonders für diesen Absatz:

Wenn du die Hass- und Vorurteilsbrille herunternimmst, fällt dir möglicherweise auf, welch große Zahl an Beschäftigten direkt wie indirekt im Kundensinne handelt, täglich das Optimum aus den vorhandenen Ressourcen herausholt und Verbesserungen im Rahmen des Möglichen (!) erarbeitet. Es ist nicht alles "kundenfeindlich", wo ein Keks draufgepappt ist. Noch einmal: Welchen Benefit soll es bitte bringen, auf Dingen herumzureiten, die schon x-mal genannt wurden, aber ohnehin nicht umsetzbar sind?

Und jetzt machen!

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Donnerstag, 22.07.2021, 19:47 (vor 10 Tagen) @ Tobias Brunnbach

Wenn Du wüsstest, was Du nicht weißt...
Aber sei es drum. Es ging nicht darum, das die überwiegende Mehrzahl der Beschäftigten der DB gute bis sehr gute und sogar herausragende Leistungen abliefert. Das ist mir mehr als bekannt. Es ging jetzt darum, wie man im Störungsfall und auch sonst die Reidendeninformation verbessern kann. Alle Ideen/Vorschläge, die kamen wurden von Dir als nicht durchführbar abgebügelt. Auf meine konkrete Frage hin bist Du ausgewichen. (Oder hab ich's nur überlesen?)
Es geht nicht um utopische Planspiele mit hätte wöllte könnte sondern ganz konkret um das was man mit den vorhandenen Mitteln umsetzen kann. Und da denke ich, gibt es durchaus Möglichkeiten. Man muss nur wollen. Das es ohne Bezahlung abgehen soll, verlangt niemand.
Nur mal ein fiktives Beispiel: Es gibt einen Zugbegleiter, der aus welchen Gründen auch immer nicht mehr seinen Beruf ausüben kann. Gekündigt wurde Er nicht. Er wartet darauf, das man Ihn innerhalb der DB auf einen anderen Arbeitsplatz umsetzt. Dieser Typ sitzt also zu Hause und dreht Däumchen. Nun kommt es an seiner Einsatzstelle zu einer größeren Störung. Warum kann man denn nicht auf offiziellem Weg den Mann anfordern, damit Er bei der ReisendenInformation hilft? Bezahlt wird Er doch eg für diesen Tag. Das man das dann am Ende iwie intern verrechnet (wobei ich auch dazu eine eigene Meinung habe) sollte machbar sein ohne größere Probleme. Die interne Kommunikation zwischen den einzelnen GB findet doch statt-auch im Störungsfall.
Ein zusätzlicher Mann/Frau/?? an der Front bewirkt Wunder...nicht immer und überall aber doch oft.
Das es Verbesserungsbedarf gibt, steht außer Frage und das die Politik nachsteuern muss ebenfalls.

mobile Auskünfte in Köln

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 22.07.2021, 21:40 (vor 10 Tagen) @ sflori
bearbeitet von Alibizugpaar, Donnerstag, 22.07.2021, 21:41

In Köln gabs genau in der Unterführung so mobile Desks, an denen die Mitarbeiter arbeiten konnten. Geniale Idee! So geht Kundenservice.

Kann es sein, daß ich die schon sehr lange Zeit nicht mehr gesehen habe? Ich weiß wo die mal standen. Aber sind die umgezogen oder wieder abgeschafft worden? Bin allerdings nur noch selten am Hbf, achte nicht bewusst darauf.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Aufsicht jibbet nich - aber 3 MA in der leeren Lounge

Tobias Brunnbach, Mittwoch, 21.07.2021, 13:11 (vor 12 Tagen) @ ICE2020

Es geht ja nicht darum, dass hier sicherheitsrelevante Aufgaben wie Abfertigung oder ähnliches übernommen werden.

Die öA hat aber nun mal betriebliche Aufgaben.

Aber Dinge wie Verbindungen suchen, auf das RIS zugreifen, das können andere Mitarbeiter ja durchaus auch.

Aufs RIS zuzugreifen bringt bloß nichts, wenn die Daten eben noch nicht vorhanden sind (z.B. die Gleisangabe für eine noch im Werk befindliche Zuführung, Fälle dispositiver Unmlaufregelungen usw.).

Und Ansprechpartner am Gleis sind allemal hilfreicher als Mitarbeiter, die de facto nichts zu tun haben.

Zufällig anwesende Mitarbeiter dürfen (und sollen) auf dem Weg zur Arbeit, auf Gastfahrt, in der Arbeitsschutzpause usw. möglichst auch "nichts zu tun haben".

Im Übrigen setzt die DB ja auch gerne sonst Aushilfen ein, oft gesehen in Hamburg in Köln. Von denen können manche einen Zug kaum von einem Flugzeug unterscheiden, also so Qualifikations-fixiert ist man da nicht zwangsläufig.

Was denn nun? Wenn man jemanden einsetzt, ist es auch wieder falsch?

Aufsicht jibbet nich - aber 3 MA in der leeren Lounge

ICE2020, Mittwoch, 21.07.2021, 14:32 (vor 12 Tagen) @ Tobias Brunnbach

Was denn nun? Wenn man jemanden einsetzt, ist es auch wieder falsch?

Nein, selbstverständlich nicht. Aber der Personaleinsatz der DB ist eben an manchem Punkt merkwürdig. Man nehme auch die in Berlin eingesetzten Reiniger, die an eingefahren ICE langgehen und die Türtaster reiniger. Spätestens seitdem es wissenschaftlicher Konsens zu sein scheint, dass Schmieringektionen bei Corona kein großes Thema sind eine reiner PR- oder ABM-Maßnahme. Oder die Kofferträger in Köln-Deutz an Gleis 11 und 12, die es garantiert schaffen, nur im äußersten Notfall einen Koffer zu tragen.

Aber zurück zum Thema: Lässt man die örtliche Aufsicht einmal außen vor, die spezielle Aufgaben und Qualifikationen hat, so ist doch klar, dass zusätzliches Personal zur Kundeninformation oftmals schön wäre. Die zusätzlichen Infopunkte in Köln wurden ja auch schon erwähnt und oft rege genutzt. Und wie eben schon festgestellt wurde: Die meisten Fragen sind simpel, da sehe ich nicht das Problem, warum Lounge-Mitarbeiter das nicht beantworten können sollten, zumal sie das oft auch in der Lounge machen. Jedenfalls sind sie deutlich besser qualifiziert als manche Aushilfen, die ein Tablet und eine DB-Weste bekommen und dann ans Gleis geschickt werden. Und sie sind eben auch vor Ort. Sie sind auch eh vor Ort – ich hatte auch die Situation am Hamburger Hauptbahnhof – Lounge außer mir und drei Mitarbeitern leer, am Hbf wegen einer Großstörung aber Chaos. Da einfach ein paar Leute vor Ort zu haben ist immer gut, selbst dann wenn man keine Lösung anbieten kann, aber einfach das Gefühl vermitteln wir kümmern uns und helfen. Habe ich im Positiven auch schon erlebt, ein paar Mitarbeiter bei Großstörung vor der DB Information, damit man Dinge klären kann und vielleicht nicht jeder anstehen muss.

Die Informationssysteme der DB sind ein anderes Thema, klar das da vieles im Argen liegt. Ich würde aber gerade argumentieren: Wenn meine Systeme nicht gut laufen brauche ich mehr Leute vor Ort, um das etwas aufzufangen!

Erwartung und Realität

Tobias Brunnbach, Mittwoch, 21.07.2021, 22:42 (vor 11 Tagen) @ ICE2020
bearbeitet von Tobias Brunnbach, Mittwoch, 21.07.2021, 22:43

Mehr (Service-) Personal klingt immer schön und gut. Aber der Eigentümer hat lieber eine "wirtschaftliche" Bahn. Und damit z.B. eine DB Fernverkehr, die sich das Ziel gesteckt hat, gegen EVU im Billigsektor und zu geringe Pkw-Kraftstoffrechnereien anzutreten. Und gerade für (S)SP-Nutzer und dergleichen ist eben kein höherer Personalaufwand darstellbar. Im Gegenteil: Beim Vertrieb, am Bahnhof, im Zug, beim Service usw. wird der Kunde seit vielen Jahren auf Selfservices und ggf. halbe Wege (z.B. zentral/regional statt örtlich tätiges Personal) eingestellt.

Natürlich hatte ein "richtiges" System Bahn statt einem aufgesplitterten durchrationalisierten Wettbewerb mitsamt entsprechendem Personal seine guten Seiten, ist im aktuellen Umfeld aber nicht mehr darstellbar. Und was dieses (und das benachbarte) Forum angeht, tummeln sich gerade hier viele Nutzer, die exakt zu diesen Billigkonditionen (gern noch "tiefenoptimiert") und nicht zu den Preisen der "guten alten Bahn" mit hohem Personalaufwand etc. (streiche) reisen (/streiche) transportiert werden wollen – für mich eine klare Doppelmoral.

Wenn man die Materie wüsste, könnte mab es verstehen...

Matze86, München, Mittwoch, 21.07.2021, 15:40 (vor 12 Tagen) @ jotxl

- kein Text -

Massive Serviceverschlechterung bei der DB

Tobias Brunnbach, Dienstag, 20.07.2021, 13:19 (vor 13 Tagen) @ Warinese
bearbeitet von Tobias Brunnbach, Dienstag, 20.07.2021, 13:22

Auf dem Bahnsteig keine Hilfe. Man wird noch blöd angemacht von anderem Personal, ob man die Auskunft sei nur weil man ein Logo der DB trägt.

Was ist daran nicht nachvollziehbar? Bei mehreren hunderttausend Beschäftigten im Konzern fragst du einfach beliebig irgendwen und erwartest eine fachkundige Antwort? Das rechnest du auf einige nicht mitdenkende Fragesteller hoch und kennst den Grund für die Reaktionen.

Der DB-Navigator hat auch keine richtigen Informationen geliefert. Am Bahnsteig wurde ein Zug angekündigt, der nicht einfuhr…

Ich denke, ich weiß, worum es ging. Dass die automatischen Ansagen nicht zutreffen, wurde im Übrigen ständig bekanntgegeben. Und dann hatte z.B. das Zugpersonal eines planmäßig haltenden Zuges Ri. BGS gemeinsam mit dessen Reisenden alle Hände voll zu tun, die Massen wieder aus dem Zug zu bekommen. Manchen Zeitgenossen reichen ein paar gegenteilige Auskünfte (und eindeutige Anzeigen) offensichtlich nicht aus, um nicht doch immer wieder (!) einzusteigen. "Der MUSS es sein, das Gleis STEHT DOCH DA DRIN!"

So ein Durcheinander habe ich noch nie erlebt.

Du hast die letzten Jahrzehnte auf dem Mond gelebt?


Bevor jetzt die üblichen Kommentare folgen: Ich habe u.a. dieser Tage genügend Situationen erlebt, in denen sich z.B. Zugpersonal wirklich (mit weitreichenden Auswirkungen bzw. Beinaheauswirkungen) falsch verhalten hat. Der Adressat ist aber kein Forum zum Ausheulen, sondern der richtige Ansprechpartner ...

Massive Serviceverschlechterung bei der DB

Warinese, Dienstag, 20.07.2021, 21:05 (vor 12 Tagen) @ Tobias Brunnbach

Ich hätte erwartet, dass man es in einem freundlichen Ton sagt oder ist das zu viel verlangt?
Der Ton spielt die Musik und der war nicht angebracht. Es gab keinerlei Hilfe, keine solide Info…nichts…

Es wurde immer wieder darauf hingewiesen auf die Ansagen zu achten, weil die Anzeigen nicht funktionieren. Die Ansagen waren nur auch falsch und der DB-Navigator zum Glück auch noch. Helfendes Personal gab es nicht.

Wieso weiß die Bahn nicht wo ihre Züge sind?

--
ICE-Treff-Tipp-Weltmeister 2014 ;D

Massive Serviceverschlechterung bei der DB

EK-Wagendienst, Münster, Dienstag, 20.07.2021, 23:19 (vor 12 Tagen) @ Warinese

Wieso weiß die Bahn nicht wo ihre Züge sind?

Wer ist denn "die Bahn"?

Es gibt da viel zu viele Unternehmen, und das fördert das Chaos.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Massive Serviceverschlechterung bei der DB

Reservierungszettel, KDU, Dienstag, 20.07.2021, 23:50 (vor 12 Tagen) @ EK-Wagendienst

Wieso weiß die Bahn nicht wo ihre Züge sind?


Wer ist denn "die Bahn"?

Es gibt da viel zu viele Unternehmen, und das fördert das Chaos.

In dem Zusammenhang stimmt es. Manchmal weiß die eine „Bahn“ nicht wo der Zug der anderen „Bahn“ ist.

Da müssen die Systeme noch besser zusammenarbeiten und untereinander Daten zur Verfügung stellen, in einer Vernetzten Welt wie heute sollte das prinzipiell kein Problem mehr sein…

Massive Serviceverschlechterung bei der DB

Tobias Brunnbach, Mittwoch, 21.07.2021, 10:21 (vor 12 Tagen) @ Reservierungszettel

In dem Zusammenhang stimmt es. Manchmal weiß die eine „Bahn“ nicht wo der Zug der anderen „Bahn“ ist.

Weshalb sollte es "in dem Zusammenhang" stimmen? "Die Bahn DB St&S" ist nicht "die Bahn DB Fernverkehr".

Massive Serviceverschlechterung bei der DB

Reservierungszettel, KDU, Mittwoch, 21.07.2021, 10:32 (vor 12 Tagen) @ Tobias Brunnbach

In dem Zusammenhang stimmt es. Manchmal weiß die eine „Bahn“ nicht wo der Zug der anderen „Bahn“ ist.


Weshalb sollte es "in dem Zusammenhang" stimmen? "Die Bahn DB St&S" ist nicht "die Bahn DB Fernverkehr".

Es gibt noch mehr Bahnen falls du das nicht wusstest und da läuft die Kommunikation manchmal nahezu wie in der Steinzeit - wenn ich da an manche Nebenbahn denke wo kaum oder oft falsche Daten im Internet veröffentlicht werden.

Massive Serviceverschlechterung bei der DB

Tobias Brunnbach, Mittwoch, 21.07.2021, 12:58 (vor 12 Tagen) @ Reservierungszettel

In dem Zusammenhang stimmt es. Manchmal weiß die eine „Bahn“ nicht wo der Zug der anderen „Bahn“ ist.


Weshalb sollte es "in dem Zusammenhang" stimmen? "Die Bahn DB St&S" ist nicht "die Bahn DB Fernverkehr".


Es gibt noch mehr Bahnen falls du das nicht wusstest und da läuft die Kommunikation manchmal nahezu wie in der Steinzeit - wenn ich da an manche Nebenbahn denke wo kaum oder oft falsche Daten im Internet veröffentlicht werden.

"In den Zusammenhang" des Ausgangsposters nicht.

Zu "Nebenbahnen": Wie sollte es auch anders sein, wenn von der Alttechnik keine Daten abgegriffen werden können und die Bediener im Zweifel nicht einmal mehr auf LeiDis zugreifen können? Die Mitarbeiter der EVU halten sich fein raus und Fdl/Disponenten sollen das neben dem gestörten Betrieb nebenbei fernmündlich besprechen?

Massive Serviceverschlechterung bei der DB

Reservierungszettel, KDU, Mittwoch, 21.07.2021, 13:20 (vor 12 Tagen) @ Tobias Brunnbach

In dem Zusammenhang stimmt es. Manchmal weiß die eine „Bahn“ nicht wo der Zug der anderen „Bahn“ ist.


Weshalb sollte es "in dem Zusammenhang" stimmen? "Die Bahn DB St&S" ist nicht "die Bahn DB Fernverkehr".


Es gibt noch mehr Bahnen falls du das nicht wusstest und da läuft die Kommunikation manchmal nahezu wie in der Steinzeit - wenn ich da an manche Nebenbahn denke wo kaum oder oft falsche Daten im Internet veröffentlicht werden.


"In den Zusammenhang" des Ausgangsposters nicht.

Zu "Nebenbahnen": Wie sollte es auch anders sein, wenn von der Alttechnik keine Daten abgegriffen werden können und die Bediener im Zweifel nicht einmal mehr auf LeiDis zugreifen können? Die Mitarbeiter der EVU halten sich fein raus und Fdl/Disponenten sollen das neben dem gestörten Betrieb nebenbei fernmündlich besprechen?

Das hast du das Problem schön umschreiben - mit der heutigen Technik wäre es jedoch ohne Probleme möglich.

Wo man doch in Deutschland immer so modern und digitalisiert sein möchte…

Massive Serviceverschlechterung bei der DB

Tobias Brunnbach, Mittwoch, 21.07.2021, 13:33 (vor 12 Tagen) @ Reservierungszettel

Das hast du das Problem schön umschreiben - mit der heutigen Technik wäre es jedoch ohne Probleme möglich.

Wo kommen denn plötzlich die ganzen ESTW/DSTW in der Fläche her? Aber durch die tolle Digitalisierung wären, o weh, ja noch weniger Mitarbeiter vor Ort.

Was entfallene LeiDis-Eingaben, Ansagen durch Fdl usw. angeht: Die Politik bestellt wettbewerbliche, diskriminierungsfreie, wirtschaftlich durchrationalisierte Strukturen, wo jede Stelle ihren Aufgabenbereich hat, und kein System Bahn mehr. Dafür sind die Mitarbeiter vor Ort die denkbar unpassendsten Ansprechpartner.

Wo man doch in Deutschland immer so modern und digitalisiert sein möchte…

Wie auch bei Mobilfunknetzen, Behördenangelegenheiten usw. usf.

Massive Serviceverschlechterung bei der DB

Warinese, Mittwoch, 21.07.2021, 05:13 (vor 12 Tagen) @ EK-Wagendienst

DB FV

--
ICE-Treff-Tipp-Weltmeister 2014 ;D

Massive Serviceverschlechterung bei der DB

Tobias Brunnbach, Mittwoch, 21.07.2021, 12:43 (vor 12 Tagen) @ Warinese

Ich hätte erwartet, dass man es in einem freundlichen Ton sagt oder ist das zu viel verlangt?
Der Ton spielt die Musik und der war nicht angebracht. Es gab keinerlei Hilfe, keine solide Info…nichts…

Beim x-ten Angesprochenwerden (bzw. Angepöbeltwerden), weil derjenige offenbar mit irgendetwas (!) im Konzern beschäftigt ist, sind die freundlichen Floskeln eben auch irgendwann alle.

Es wurde immer wieder darauf hingewiesen auf die Ansagen zu achten, weil die Anzeigen nicht funktionieren. Die Ansagen waren nur auch falsch und der DB-Navigator zum Glück auch noch. Helfendes Personal gab es nicht.

Nun ja, davon ist auch nur ein Teil wahr. Und bitte nicht von einem Zug auf den gesamten Betriebsablauf schließen.

Und ja, freilich wird kein Personal vorgehalten, das im Störungsfall aus der Tasche geholt wird. Da brauchst du nur gewisse Forenteilnehmer anzuschauen, für die es dennoch viel zu viel untätiges, noch nicht wegrationalisiertes Personal gibt ...

Davon abgesehen würde auch ein Haufen betriebskundiges (!) Servicepersonal zumindest nach den vorgegebenen Prozessen keinen Zugriff auf weitergehende Daten (-quellen) haben. Und wer sollte eigene Informationswege anzapfen, um sich anschließend "für die blöde Bahn" beleidigen zu lassen? Und wehe, es ändert sich noch etwas – der hat das doch gesagt! Unfähigkeit! "Die" wissen nichts über "ihre eigenen" Züge!

Wieso weiß die Bahn nicht wo ihre Züge sind?

Woher sollte St&S (oder sogar irgendein zufällig anwesender DB-Beschäftigter) z.B. wissen, wo der noch gar nicht zugeführte Leerzug im Werk gerade rangiert wird? Soll man sich eine Prognose und Gleisangabe für "irgendwann" aus den Fingern saugen, nur weil ein kleiner Teil der Gelegenheitsreisenden ständig von einem Bein aufs andere tritt? Manchmal ist es einfach sinnvoller abzuwarten, als hektisch überzureagieren, weil der gewünschte ICE ja in irgendeiner finsteren Ecke versteckt sein könnte und "die Bahn" einem absichtlich die Gleisangabe vorenthält.

Massive Serviceverschlechterung bei der DB

Münchner, Mittwoch, 21.07.2021, 12:58 (vor 12 Tagen) @ Tobias Brunnbach
bearbeitet von Münchner, Mittwoch, 21.07.2021, 13:02

Beim x-ten Angesprochenwerden (bzw. Angepöbeltwerden), weil derjenige offenbar mit irgendetwas (!) im Konzern beschäftigt ist, sind die freundlichen Floskeln eben auch irgendwann alle.


Als Kunde kenne ich im Normalfall die Struktur und die Organisation eines Unternehmens nicht. Das ist auch nicht meine Schuld. Wenn mich in meinem Job jemand mit was anspricht, was nicht in meinen Bereich fällt, dann leite ich den auch weiter. Punkt, aus.

Ansonsten sind verärgerte Kunden immer schlecht. Ganz egal, an welcher Stelle im Unternehmen ich selbst bin. Aber scheinbar kann man sich das leisten. Die mit der Bahn fahren, tun es scheinbar aus Idealismus oder weil sie keine Alternative haben.

Das hat nebenwas etwas mit Firmenkultur zu tun.

Massive Serviceverschlechterung bei der DB

Tobias Brunnbach, Mittwoch, 21.07.2021, 13:05 (vor 12 Tagen) @ Münchner

Als Kunde kenne ich im Normalfall die Struktur und die Organisation eines Unternehmens nicht. Das ist auch nicht meine Schuld. Wenn mich in meinem Job jemand mit was anspricht, was nicht in meinen Bereich fällt, dann leite ich den auch weiter. Punkt, aus.

Klar. Aber was hätte es dem Vorposter genutzt, die Nummer der 3SZ gesagt zu bekommen? Oder sollen jetzt alle unruhigen Reisenden direkten Kontakt mit özF und den Leitstellen der EVU aufnehmen? Dann läuft der Betrieb bestimmt viel fließender ...

Ansonsten sind verärgerte Kunden immer schlecht. Ganz egal, an welcher Stelle im Unternehmen ich selbst bin.

Bloß blöd, dass Reisende womöglich gar keine Kunden des Unternehmens der angesprochenen DB Xyz-Mitarbeiter sind ;-)

Massive Serviceverschlechterung bei der DB

Knochendochen, Mittwoch, 21.07.2021, 11:14 (vor 12 Tagen) @ Tobias Brunnbach

Auf dem Bahnsteig keine Hilfe. Man wird noch blöd angemacht von anderem Personal, ob man die Auskunft sei nur weil man ein Logo der DB trägt.


Was ist daran nicht nachvollziehbar? Bei mehreren hunderttausend Beschäftigten im Konzern fragst du einfach beliebig irgendwen und erwartest eine fachkundige Antwort? Das rechnest du auf einige nicht mitdenkende Fragesteller hoch und kennst den Grund für die Reaktionen.

Warum meinst du eigentlich immer, andere Leute zurechtweisen zu müssen, obwohl du gar nicht dabei warst? Wenn ich auf dem Bahnsteig stehe und einem DB Mitarbeiter eine Frage stelle, dann wäre das richtige Verhalten, diese Frage zu beantworten oder den Kunde höflich an einen anderen Mitarbeiter zu delegieren, wenn man es selbst nicht weiß oder nicht dafür zuständig ist. Aber so einen aggressiven und unhöflichen Spruch rauszuhauen, wie es hier passiert ist, ist nicht angemessen. Man kann ja nicht erwarten, dass Fahrgäste die interne Struktur im DB-Konzern kennen und wissen, wer für was zuständig.

Der DB-Navigator hat auch keine richtigen Informationen geliefert. Am Bahnsteig wurde ein Zug angekündigt, der nicht einfuhr…


Ich denke, ich weiß, worum es ging. Dass die automatischen Ansagen nicht zutreffen, wurde im Übrigen ständig bekanntgegeben. Und dann hatte z.B. das Zugpersonal eines planmäßig haltenden Zuges Ri. BGS gemeinsam mit dessen Reisenden alle Hände voll zu tun, die Massen wieder aus dem Zug zu bekommen. Manchen Zeitgenossen reichen ein paar gegenteilige Auskünfte (und eindeutige Anzeigen) offensichtlich nicht aus, um nicht doch immer wieder (!) einzusteigen. "Der MUSS es sein, das Gleis STEHT DOCH DA DRIN!"

Was soll das jetzt schon wieder? Kritikpunkt: Die Informationen im DB-Navigator und am Bahnsteig stimmten nicht. Dass darauf hin dann Reisende verunsichert sind, was jetzt stimmt, ist doch klar. Viele fahren nicht oft mit dem Zug und wenn dann von verschiedenen Stellen widersprüchliche Informationen kommen, ist man halt erstmal verwirrt.

Bevor jetzt die üblichen Kommentare folgen: Ich habe u.a. dieser Tage genügend Situationen erlebt, in denen sich z.B. Zugpersonal wirklich (mit weitreichenden Auswirkungen bzw. Beinaheauswirkungen) falsch verhalten hat. Der Adressat ist aber kein Forum zum Ausheulen, sondern der richtige Ansprechpartner ...

Ahja, da hat sich also Personal wirklich fehlverhalten, aber wenn sich Personal gegenüber jemand anderem fehlverhält, dann meinst du, aus der Ferne beurteilen zu können, dass nur der Fahrgast zu blöd ist, obwohl du nicht mal bei der Situation dabei warst.

Massive Serviceverschlechterung bei der DB

Münchner, Mittwoch, 21.07.2021, 11:21 (vor 12 Tagen) @ Knochendochen
bearbeitet von Münchner, Mittwoch, 21.07.2021, 11:24

Warum meinst du eigentlich immer, andere Leute zurechtweisen zu müssen, obwohl du gar nicht dabei warst? Wenn ich auf dem Bahnsteig stehe und einem DB Mitarbeiter eine Frage stelle, dann wäre das richtige Verhalten, diese Frage zu beantworten oder den Kunde höflich an einen anderen Mitarbeiter zu delegieren, wenn man es selbst nicht weiß oder nicht dafür zuständig ist. Aber so einen aggressiven und unhöflichen Spruch rauszuhauen, wie es hier passiert ist, ist nicht angemessen. Man kann ja nicht erwarten, dass Fahrgäste die interne Struktur im DB-Konzern kennen und wissen, wer für was zuständig.


Naja, passt doch zu seinen sonstigen Äußerungen.

Deine Erlebnisse sagen eigentlich viel mehr über die Betriebsklima bei der DB und die dortige Einstellung zu denen aus, die für ihren Umsatz und damit letztlich für Gehälter und Gewinn sorgen. Da ist der Kunde eben kein König, sondern bestenfalls eine Beförderungssache und im weniger guten Fall einfach ein Problem, das man irgendwie lösen muss. Mehr nicht.

Der Zustand der Bahn kommt ja nicht von ungefähr...

So, so ...

Garfield_1905, Mittwoch, 21.07.2021, 11:58 (vor 12 Tagen) @ Münchner

Deine Erlebnisse sagen eigentlich viel mehr über die Betriebsklima bei der DB und die dortige Einstellung zu denen aus, die für ihren Umsatz und damit letztlich für Gehälter und Gewinn sorgen. Da ist der Kunde eben kein König, sondern bestenfalls eine Beförderungssache und im weniger guten Fall einfach ein Problem, das man irgendwie lösen muss. Mehr nicht.

Dummes Zeug ! Das mag im Einzelfall so sein, aber das weit überwiegende Gros der Eisenbahner behandeln die Fahrgäste so wie es sich gehört. Der (Fahr-)Gast ist König, auch wenn er mal dummes Zeug erzählt.

Der Zustand der Bahn kommt ja nicht von ungefähr...

So, so, das liegt an den Eisenbahnern ? Und ..., wie ist denn der 'Zustand' der Eisenbahn ? Bei einem solch' komplexen System wäre es schon sehr merkwürdig, wenn es da nicht ständig etwas zu verbessern gibt und ..., ja, wenn da auch mal etwas richtig schief läuft.

So, so ...

Münchner, Mittwoch, 21.07.2021, 13:31 (vor 12 Tagen) @ Garfield_1905

Bei einem solch' komplexen System wäre es schon sehr merkwürdig,

Diese Ausrede wird nicht besser, wenn man sie ständig wiederholt. Jede Unternehmen steht und fällt mit dem Zustand seiner Arbeitsmittel und Anlagen. Wenn die in einem schlechten Zustand sind, dann leidet auch die Qualität der Produktes darunter. (Haupt-)Arbeitsmittel und Anlagen bei der Bahn wären: Züge, Strecken, Signalanlagen usw.

wenn es da nicht ständig etwas zu verbessern gibt und ..., ja, wenn da auch mal etwas richtig schief läuft.

Verbesserungen a la dem Reduzieren von Redundanzen?

So, so ...

Tobias Brunnbach, Mittwoch, 21.07.2021, 13:41 (vor 12 Tagen) @ Münchner

wenn es da nicht ständig etwas zu verbessern gibt und ..., ja, wenn da auch mal etwas richtig schief läuft.


Verbesserungen a la dem Reduzieren von Redundanzen?

Da musst du mal (analog zu "die Bahn") "die Politik" fragen, warum sie eine durchrationalisierte, wirtschaftlich organisierte Bahn und keine Bahn als völlig verlässliches gesellschaftliches Rückgrat wünscht. Weiter "unten" kann aus der Bestellung nur der bestmögliche Kompromiss produziert werden.

So, so ...

Garfield_1905, Mittwoch, 21.07.2021, 18:11 (vor 12 Tagen) @ Münchner

Diese Ausrede wird nicht besser, wenn man sie ständig wiederholt.

Deine 'Kritik' (um keine anderen Wörter zu nutzen ..) wird nicht stichhaltiger, je öfter Du sie wiederholst.

Jede Unternehmen steht und fällt mit dem Zustand seiner Arbeitsmittel und Anlagen.

Dagegen ist nichts zu sagen.

Wenn die in einem schlechten Zustand sind, dann leidet auch die Qualität der Produktes darunter. (Haupt-)Arbeitsmittel und Anlagen bei der Bahn wären: Züge, Strecken, Signalanlagen usw.

Wenn der 'Zustand' sooo schlecht wäre, wäre ein Betrieb, der weit überwiegend störungsfrei läuft, sicher gar nicht möglich. Ich habe bei meinen recht zahlreichen Fahrten in den letzten Monaten kaum Störungen gehabt, die über +10 Minuten hinaus gehen. Letztlich bin ich fast immer pünktlich zu Hause gewesen.

Lassen wir die normalen Wartungsarbeiten o.ä. mal beiseite, so ist in der Vergangenheit, also z.B. in der Ära Mehdorn, hier viel Mist gemacht worden. Und auch wenn das schon ein paar Jahre her ist, so haben wir heute immer noch damit zu kämpfen, weil es gilt, neben den normalen, üblichen Arbeiten am Netz auch noch die Hinterlassenschaften dieses Herrn aufzuarbeiten, soweit das überhaupt möglich ist.

Mehdorn

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 22.07.2021, 03:02 (vor 11 Tagen) @ Garfield_1905

Lassen wir die normalen Wartungsarbeiten o.ä. mal beiseite

Warum? Diese sind ein wesentlicher Faktor der (Un-)Pünktlichkeit.

so ist in der Vergangenheit, also z.B. in der Ära Mehdorn, hier viel Mist gemacht worden. Und auch wenn das schon ein paar Jahre her ist, so haben wir heute immer noch damit zu kämpfen, weil es gilt, neben den normalen, üblichen Arbeiten am Netz auch noch die Hinterlassenschaften dieses Herrn aufzuarbeiten, soweit das überhaupt möglich ist.

Ja der Herr Mehdorn. Aber man kann nicht auf ewig alles auf ihn schieben. Seine Nachfolger haben zwar den Rückbau und Einsparungen allgemein nicht mehr so drastisch vorangebracht (Bahnsteigerneuerungen gehen bis heute mit Rückbau auf minimal nötige Länge einher), aber auch nicht viel unternommen, um Hinterlassenschaften von Mehdorn zu beseitigen.
Es wurden kaum Weichen und Gleise wiederhergestellt, auch da nicht, wo der Platz noch nicht anderweitig verwendet wurde und es möglich wäre, einiges rückgängig zu machen. Von früheren Fehlern in den 1970er ganz zu schweigen. Solche Reaktivierungen gab es nur in Einzelfällen und auf Bestreben von Dritten. Bis jetzt.
Mit Teppich-RE, ICE4 und dem "RESET" Programm wurden nur Billiglösungen und einmalige Sachen umgesetzt. Ansonsten blieb es bei "DB BAHN" Aufkleber die wieder entfernt wurden und Grünen Streifen die häufig wieder nicht - oder unvollständig vorhanden sind und so das Gesamtbild der DB widerzugeben scheinen.
Wenn man unbedingt wollte, könnte man sich schon etwas mehr anstrengen, um den Service zu verbessern. Das betrifft nicht das Betriebspersonal an der "Front", aber die Manager, die von der Eisenbahn eigentlich keine Ahnung haben und vmtl. nichtmal wissen, was "Zs3v", "FRT" oder "Falns" bedeutet...

Bei den Fahrplänen scheint auch der Mund zu voll genommen zu werden. Es gibt zu viele Zugläufe die einfach zu viele "Luftzüge" beinhalten, die fast jede Woche mehrmals ausfallen und DB vmtl. weiss, dass man es nicht schaffen wird, wirklich alles zu fahren, sodass Ausfälle in Kauf genommen zu werden scheinen.
Ich würde es besser finden, den Fahrplan auszudünnen und dafür das was übrig bleibt, wirklich zuverlässig zu fahren. Die tägliche Lotterie mit einer Auswahl die dann tastächlich fährt, finde ich nicht gut.
ICE 733, 736 und 1038 sind z.B. solche Luftzüge. Warum streicht man die nicht, wenn sie doch eh nur selten fahren? Alles was mehr als 10% Ausfallquote hat, sollte hinterfragt, oder zumindest mit einem Hinweis bei der Buchug versehen werden, dass die Verbindung unsicher ist.

Und für alle, die meinen, man müsste vorort sein um das beurteilen zu können: Ich behaupte einmal, dass man online einen besseren Gesamtüberblick hat, als im Zug, wo man nur das mitbekommt, was halt mit dem einzelnen Zug und seinen Gegenzügen los ist. Am 3.6.1998 war ich mittendrin (RE 3210 München 9:51 - Freiburg(Brsg) 16:18) und habe bis auf der Rückfahrt im RE Aulendorf - Memmingen nach 21:00 Uhr nichts von dem ICE-Unfall damals mitbekommen. Soviel dazu.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Massive Serviceverschlechterung bei der DB

Tobias Brunnbach, Mittwoch, 21.07.2021, 13:39 (vor 12 Tagen) @ Münchner

Deine Erlebnisse sagen eigentlich viel mehr über die Betriebsklima bei der DB und die dortige Einstellung zu denen aus, die für ihren Umsatz und damit letztlich für Gehälter und Gewinn sorgen. Da ist der Kunde eben kein König, sondern bestenfalls eine Beförderungssache und im weniger guten Fall einfach ein Problem, das man irgendwie lösen muss. Mehr nicht.

Und schon wieder nur Polemik. Und da fragst du dich ernsthaft, warum es aus dem Wald der "feindlichen" Mitarbeiter manchmal ebenso zurückschallt? Mein Tipp: Das geht für dich besser aus, wenn du deutlich weniger voreingenommen an die Sache gehst.

Der Zustand der Bahn kommt ja nicht von ungefähr...

Wie ist der "Zustand" denn, wenn du Vergangenheitsverklärungen weggewischt hast?

Massive Serviceverschlechterung bei der DB

Tobias Brunnbach, Mittwoch, 21.07.2021, 13:22 (vor 12 Tagen) @ Knochendochen
bearbeitet von Tobias Brunnbach, Mittwoch, 21.07.2021, 13:24

Warum meinst du eigentlich immer, andere Leute zurechtweisen zu müssen, obwohl du gar nicht dabei warst?

Wer sagt denn, dass ich nicht dabei war?

Wenn ich auf dem Bahnsteig stehe und einem DB Mitarbeiter eine Frage stelle, dann wäre das richtige Verhalten, diese Frage zu beantworten oder den Kunde höflich an einen anderen Mitarbeiter zu delegieren, wenn man es selbst nicht weiß oder nicht dafür zuständig ist.

Sollen nun alle DB-Beschäftigten aller Unternehmen für Arbeitsweg, Gastfahrt, Pause usw. passende Kontaktkärtchen für die örtlichen St&S-Ansprechpartner bereithalten? Oder lieber gleich den passenden Barcode herumtragen?

Aber so einen aggressiven und unhöflichen Spruch rauszuhauen, wie es hier passiert ist, ist nicht angemessen.

Von welchem aggressiven und unhöflichen Spruch (und aus welcher Quelle) schreibst du eigentlich?

Was soll das jetzt schon wieder? Kritikpunkt: Die Informationen im DB-Navigator und am Bahnsteig stimmten nicht. Dass darauf hin dann Reisende verunsichert sind, was jetzt stimmt, ist doch klar. Viele fahren nicht oft mit dem Zug und wenn dann von verschiedenen Stellen widersprüchliche Informationen kommen, ist man halt erstmal verwirrt.

Welche widersprüchlichen Informationen? Es waren die Plandaten, die während der laufend bekanntgegebenen (!) Störung der Reisendenkommunikation natürlich nicht in jedem Fall mit dem tatsächlichen Betriebsablauf übereinstimmten. Das hat eine kommunizierte Störung so an sich.

Ahja, da hat sich also Personal wirklich fehlverhalten, aber wenn sich Personal gegenüber jemand anderem fehlverhält, dann meinst du, aus der Ferne beurteilen zu können, dass nur der Fahrgast zu blöd ist, obwohl du nicht mal bei der Situation dabei warst.

Wer sagt denn, dass ich nicht dabei war?

Und ich bleibe dabei: Wenn sich der Ausgangsposter an den passenden Ansprechpartner wenden würde, anstatt im Forum unkonstruktiv herumzujammern, wäre ihm eher geholfen.

Massive Serviceverschlechterung bei der DB

Münchner, Mittwoch, 21.07.2021, 13:39 (vor 12 Tagen) @ Tobias Brunnbach

Sollen nun alle DB-Beschäftigten aller Unternehmen für Arbeitsweg, Gastfahrt, Pause usw. passende Kontaktkärtchen für die örtlichen St&S-Ansprechpartner bereithalten? Oder lieber gleich den passenden Barcode herumtragen?

Vielleicht wäre es sogar besser, man würde das Problem an der Wurzel anpacken und nicht nur versuchen, die Auswirkungen erträglicher zu machen.

Würde es eine Fahrgastinformation geben, die diesen Namen verdient, dann würden sich viele Fragen gar nicht erst stellen. Und dann würden die Leute auch nicht anfangen, sich diese Informationen irgendwoher beschaffen zu wollen.

So viele pauschalen Aussagen ...

Tobias Brunnbach, Mittwoch, 21.07.2021, 13:45 (vor 12 Tagen) @ Münchner
bearbeitet von Tobias Brunnbach, Mittwoch, 21.07.2021, 13:48

Vielleicht wäre es sogar besser, man würde das Problem an der Wurzel anpacken und nicht nur versuchen, die Auswirkungen erträglicher zu machen.

Würde es eine Fahrgastinformation geben, die diesen Namen verdient, dann würden sich viele Fragen gar nicht erst stellen.

Weil es an einzelnen Tagen bzw. bei einzelnen Zugfahrten zu Störungen kommt, ist die Fahrgastinformation also nichts wert?

Und dann würden die Leute auch nicht anfangen, sich diese Informationen irgendwoher beschaffen zu wollen.

Erstens reagieren nur wenige Reisende derart über und zweitens wollen sie sich keine "Informationen irgendwoher beschaffen", sondern diese hundertprozentig und allumfassend vom erstbesten Mitarbeiter auf dem Silbertablett präsentiert bekommen.

Die Mehrheit ist dankenswerterweise vernünftig, bekundet ihr Lob üblicherweise aber nicht ansatzweise so laut wie die üblichen Querulanten ihre pauschalen Anschuldigungen.

So viele pauschalen Aussagen ...

Münchner, Mittwoch, 21.07.2021, 13:49 (vor 12 Tagen) @ Tobias Brunnbach

Weil es an einzelnen Tagen bzw. bei einzelnen Zugfahrten zu Störungen kommt, ist die Fahrgastinformation also nichts wert?

Eine Fahrgastinformation wird nur leider gerade dann gebraucht, wenn es zu Störungen kommt.

So viele pauschalen Aussagen ...

Tobias Brunnbach, Mittwoch, 21.07.2021, 13:51 (vor 12 Tagen) @ Münchner

Weil es an einzelnen Tagen bzw. bei einzelnen Zugfahrten zu Störungen kommt, ist die Fahrgastinformation also nichts wert?


Eine Fahrgastinformation wird nur leider gerade dann gebraucht, wenn es zu Störungen kommt.

Sonst etwa nicht?

Und wer sagt eigentlich, dass sie ihren Dienst – außer in einzelnen Ausnahmefällen – nicht anständig verrichtet?

Wie geht das ?

Garfield_1905, Montag, 19.07.2021, 19:03 (vor 14 Tagen) @ Münchner

Die Auslastung ist ordentlich, wenn man statt einem ICE4 mal wieder einen ICE1 einsetzt. Da kann man bei der Reservierung Plätze freihalten. Trotzdem sitzt man übereinander.

Man kann 'Plätze freihalten' und sitzt trotzdem 'übereinander' ? Wie geht das ?

Wie geht das ?

Münchner, Montag, 19.07.2021, 19:25 (vor 13 Tagen) @ Garfield_1905

Man kann 'Plätze freihalten' und sitzt trotzdem 'übereinander' ? Wie geht das ?

Wenn man einen mit den aktuellen Reservierungsbeschränkungen gut gebuchten ICE4 in einen ICE1 quetscht. Leider nicht nur einmal passiert.

Wie geht das ?

JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 19.07.2021, 19:48 (vor 13 Tagen) @ Münchner
bearbeitet von JeDi, Montag, 19.07.2021, 19:50

Man kann 'Plätze freihalten' und sitzt trotzdem 'übereinander' ? Wie geht das ?


Wenn man einen mit den aktuellen Reservierungsbeschränkungen gut gebuchten ICE4 in einen ICE1 quetscht. Leider nicht nur einmal passiet.

Mmh, es sind derzeit rund 65% aller Plätze reservierbar, das entspricht in einem ICE4 knapp 530. Sollte in einem ICE1 mit gut 700 Plätzen also dicke aufgehen.


Vielmehr Frage ich mich, was deine Kritikpunkte (die ja erstmal nicht unberechtigt scheinen) eigentlich mit Service zu tun haben? Verspätungen sind nicht Service, Ersatzzüge auch nicht - das ist letztlich alles Betriebsqualität.

--
Weg mit dem 4744!

Wie geht das ?

Münchner, Dienstag, 20.07.2021, 11:39 (vor 13 Tagen) @ JeDi
bearbeitet von Münchner, Dienstag, 20.07.2021, 11:44

Verspätungen sind nicht Service, Ersatzzüge auch nicht - das ist letztlich alles Betriebsqualität.


Dann nenn es Qualität. Als Service sehe ich hier nicht die ausgeteilten Kekse, sondern die Leistung, die ich kaufe. Und das ist eine Beförderung von A nach B in dem angebenen Zeitfenster.

Und wenn man damit wirbt, dass man wegen Corona einen Teil der Plätze nicht reserviert, dann erwarte ich auch, nicht im vollbesetzen Wagen zu sitzen.

Mir ist es eigentlich auch egal, wie man das macht. Meine Kunden erwarten auch, dass ich die vertraglichen Leistungen und Absprachen erbringe.

Ja, wo gehobelt wird, da fallen Späne und es geht mal was schief. Dafür habe ich auch Verständnis. Aber nicht mehr, wenn es dauernd passiert.

Ich werde jetzt noch meine Buchungen abfahren und dann wird eben wieder auf Auto umgestiegen. Da muss ich nicht mit Koffer zum Bahnhof, dort ewig rumstehen wegen verspäteter Bereitstellung, Verspätung aus vorheriger Fahrt oder sonstwas, was in München Hbf zusätzliche Freude bereitet und ich muss mir nicht die Schnupft- und Triefnase vom Nachbarplatz antun, die ihre Maske nur dann schnell aufsetzt, wenn der Zugbegleiter mal vorbeikommt, und ansonsten seinen stinkenden D&D-Salat dazu nutzt, vorzutäuschen, dass man essen würde.

Wie geht das?

Tobias Brunnbach, Dienstag, 20.07.2021, 13:36 (vor 13 Tagen) @ Münchner

Und wenn man damit wirbt, dass man wegen Corona einen Teil der Plätze nicht reserviert, dann erwarte ich auch, nicht im vollbesetzen Wagen zu sitzen.

Es ist seltsam, dass manche Leute mittlerweile nicht nur einen garantierten Sitzplatz, sondern sogar zwei bis sechs Exklusivplätze erwarten. Welcher Hass unter dem Pandemie-Deckmantel oftmals zuschlägt, wenn es jemand wagt, sich auf einen menschenfreien Sitzplatz setzen zu wollen ...

Und dass diese Menschen dann trotz höchstens 50 % Besetzung nach Sitzplätzen "pandemiegerecht" gedrängt in Einstiegsräumen usw. stehen, weil die Leerplatzbesetzer sich asozial-aggressiv verhalten, muss nicht erwähnt werden.

Mir ist es eigentlich auch egal, wie man das macht. Meine Kunden erwarten auch, dass ich die vertraglichen Leistungen und Absprachen erbringe.

Die Beförderung auf wievielen leeren Sitzplätzen wurde denn vertraglich zugesichert?

Ich werde jetzt noch meine Buchungen abfahren und dann wird eben wieder auf Auto umgestiegen. Da muss ich nicht mit Koffer zum Bahnhof, dort ewig rumstehen wegen verspäteter Bereitstellung, Verspätung aus vorheriger Fahrt oder sonstwas, was in München Hbf zusätzliche Freude bereitet und ich muss mir nicht die Schnupft- und Triefnase vom Nachbarplatz antun, die ihre Maske nur dann schnell aufsetzt, wenn der Zugbegleiter mal vorbeikommt, und ansonsten seinen stinkenden D&D-Salat dazu nutzt, vorzutäuschen, dass man essen würde.

Dann viel Spaß, aber bei wem jammerst du dann über die bitterbösen Verkehrsteilnehmer und anderen Einflüsse? Zur Maskenfrage: Immer aufs Personal hauen, aber bloß nicht selbst denjenigen ansprechen, der unverschämterweise neben einem sitzt ... das ähnelt der Situation mit lautem Musik-/Video-/Spielekonsum (z.B. Eltern, die sich selbst mit Kopfhörer abschotten, während das Kind mit Videospielen in höchster Lautstärke ruhiggestellt wird) und die "graue Masse" im Großraum traut sich nicht, zu widersprechen. Es gibt ja das unfähige Personal als Fußmatte.

Bauarbeiten werden auf Jahre Pümktlichkeit drücken.

CNL484, Dienstag, 20.07.2021, 10:42 (vor 13 Tagen) @ Münchner

Wenn es gut läuft dürfte Berlin-München bald pünktlichste Verbindung werden ab Herbst. Standzeit über 35 min Berlin Hbf aus Hamburg.Wow Vielleicht schaff ich es dann endlich in Halle den RE Halle-Jena zu testen. Auch immer nie bekommen den Umstieg in Halle. Trotz guter Übergänge .Aber ständig war was und er war weg. Und man zuckelt mit Abellio dann weiter. Das nervt. Gute alte Zeit das man 03:45 -4 Stunden brauchte nach Thüringen ist lange vorbei. Da konnte ich noch viele Verwandte und Partner überreden mit Zug Hamburg-Jena zu fahren. Jetzt bei 4.30 h -5 Stunden will das keiner mehr. Dazu ständigen Anschlussverlust. Auto schneller leider.

Bauarbeiten werden auf Jahre Pümktlichkeit drücken.

Münchner, Dienstag, 20.07.2021, 11:34 (vor 13 Tagen) @ CNL484

Wenn es gut läuft dürfte Berlin-München bald pünktlichste Verbindung werden ab Herbst. Standzeit über 35 min Berlin Hbf aus Hamburg.Wow Vielleicht schaff ich es dann endlich in Halle den RE Halle-Jena zu testen.


Als die Verbindung 2018 in Betrieb gegangen ist, war die nach den Anfangsschwierigkeiten super pünktlich. Zumindest wenn man DB-Maßstäbe ansetzt.

Auto schneller leider.

Und komfortabler. Nur leider kann man als Fahrer nicht rumdösen.

Bauarbeiten werden auf Jahre Pümktlichkeit drücken.

MvG, Dienstag, 20.07.2021, 13:02 (vor 13 Tagen) @ CNL484

Ich weiß ja nicht, wie oft du es probiert hast, aber tatsächlich ist die Linie 18 von Berlin aus gen Süden überdurchschnittlich pünktlich und der Anschluss an den RE18 sehr sicher. Aber du hast Recht, mit der Berlin-Hamburger-Bahn-TSP ab September und den damit verbundenen Fahrzeitverlängerungen würde ich auch nicht die Bahn nehmen, wenn ich von Hamburg nach Jena wollte.

Und dann wird es auch nicht mal besser, entstehen doch die Mehrheit der Verspätungen nicht auf der angeblich "maroden" unsanierten Infrastruktur, sondern dort, wo bereits erfolgte Sanierungen mit "optimierten" Gleisplänen den Bahnhöfen einen bunten Strauß zusätzlicher Fahrstraßenausschlüsse und reduzierter Fahrmöglichkeiten spendiert haben. (Bsp: Halle Hbf).

Wenn man das Spiel noch 20 Jahre weiterspielt wird in der Zukunft jede defekte Weiche zwangsläufig zur bundesweiten kompletten Betriebseinstellung führen, so unredundant wie die Infrastruktur dann wäre.

--
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der ICE 4-Sitz ersetzt werden muss!

Massive Serviceverschlechterung bei der DB

Fulda_NBS, Montag, 19.07.2021, 20:20 (vor 13 Tagen) @ Münchner

Die Organisation zwecks Verspätung in Hannover letztes Wochenende war - unter uns gesprochen - nicht vorhanden. Abgesehen davon, dass die Weddeler Schleife noch nicht durch ist. Bei meinem ICE (nachdem der IC durch Hochwasser ausgefallen ist) kam 70% der Verspätung erst nach Braunschweig zu Stande - also dort wo keine Infrastrukurknappheit besteht. Verständnis habe ich für Beseitigungen von Sprengstoffen - Verständnis für eine Verspätung von +150% zusätzlich zu der Bombensprengung dazu kommt habe ich nicht.

Massive Serviceverschlechterung bei der DB

Jon4s94, Havelland/Leibnitz, Dienstag, 20.07.2021, 12:37 (vor 13 Tagen) @ Münchner

Bei mir ist es genau andersrum. Habe mir Ende Mai die BahnCard 100 zum Aktionspreis gekauft. Bin seit dem mit insgesamt 34 Fernverkehrszügen gefahren. Es waren bis außer einmal alle Züge pünktlich! Das einzige mal als ich mit Verspätung gefahren bin war von Berlin nach Nürnberg mit ca. 30 Minuten Verspätung! Die Züge waren nie überfüllt und das Personal immer freundlich. Von Schlechtleistung ist zumindest meinem Empfinden nach keine Rede!
(ich weiß natürlich das es auch anders geht)

Das entspricht ziemlich genau meinen Erfahrungen.

Garfield_1905, Dienstag, 20.07.2021, 14:30 (vor 13 Tagen) @ Jon4s94

Ohne Bahncard 100 !

Faszinierender Beitragsbaum ...

Der Blaschke, Mittwoch, 21.07.2021, 16:53 (vor 12 Tagen) @ Münchner

Huhu.

Ein Musterbeispiel an Anschauungsunterricht, warum es nix wird mit der Eisenbahn ...

Die einen erklären, was Kunde erwartet. Und erwarten kann.

Die anderen reagieren mit Unverständnis und Kundenbeschimpfung und können herrlich ausführlich erklären, was alles NICHT geht im Hause DB.

Würde man dasselbe Engagement mal aufbringen FÜR funktionierende Dinge ...


Schöne Grüße von jörg

Faszinierender Beitragsbaum ...

Warinese, Mittwoch, 21.07.2021, 16:58 (vor 12 Tagen) @ Der Blaschke

Die Auszahlung bei Fahrgastrechten funktioniert super. Ich würde mir wünschen, dass dort schlechter läuft und die Umstände dafür abstellt ;)

--
ICE-Treff-Tipp-Weltmeister 2014 ;D

Wie so oft, schwieriges Thema!:-)

ICE619, München, Mittwoch, 21.07.2021, 17:12 (vor 12 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von ICE619, Mittwoch, 21.07.2021, 17:17

Ich bin von überzeugt, dass da beide Seiten am Ende des Tages das selbe wollen.
Mitsamt den Admins hier oder auch den Moderatoren und Betreuer auf den offiziellen Plattformen.
Eine gut organisierte, sichere, zuverlässige und moderne Eisenbahn.
Wo beide Seiten auf sich gegenseitig Rücksicht nehmen.
Aber ja, ich stimme dir zu dass dieser Beitragsbaum auch irgendwo sinnbildlich für vieles steht.

Dieses Muster erkennt man ja auf einigen Plattformen, sei es auf der hauseigenen DB-PV Facebookseite, in der hauseigenen Community(community.bahn.de) und auch hier.
Wirkliche Mitarbeiter, ehemalige Mitarbeiter aus der Eisenbahn"szene" mitsamt denen, die es gerne wärn oder nichts besseres zutun haben - versuchen täglich 24/7 die Fahne ihres Hobbys, Arbeitgebers, Zeitvertreib oä. hochzuhalten.
Gegenüber stehen ihnen mal mehr und mal weniger wissende Kunden, nicht selten verläuft sich das gegenseitig und endet oftmals mit Spott und Hohn.
Gesellschaftlicher Querschnitt 2021 in Reinform!

Irgendwo ist das alles auch irgendwie ein Teufelskreis und mMn machen es sich beide Seiten irgendwo zu einfach.

Auf der einen Seite, die, die argumentieren, argumentieren und argumentieren und gar nicht merken, wie sie sich regelrecht in den eigenen Schwanz beißen, vor lauter im Kreis drehen und auf der anderen Seite der frustrierte Fahrgast, der sich einredet man mache das alles aus Spaß an der Freut und aus purer Absicht.
Die Wahrheit liegt bekanntlich wie so oft irgendwo in der Mitte.

Wahrscheinlich könnte man zu diesem Thema locker ein ganzes Buch schreiben, soll sich ja bekanntlich ganz gut verkaufen;-),
grüße an dieser Stelle an Herrn Luik. *winke*
Falls sie diesen Beitrag wirklich lesen sollten, bitte melden sie sich über das Briefzeichen neben meinem Usernamen - ich hätte gerne ein Autogramm!:-)

Oder auch längere Beiträge schreiben und das Thema weiter und weiter zerlegen,
aber interessiert das am Ende wirklich jemand?
Ich glaube nicht, macht ja doch irgendwie jeder was er will...du ja auch oder Blaschke?;-)

Oder anders ausgedrückt ...

Garfield_1905, Mittwoch, 21.07.2021, 18:24 (vor 12 Tagen) @ Der Blaschke

... die einen sind die 'Guten', die ständig schimpfen und hinter allem irgendwas ganz Hinterhältiges seitens der Bahn sehen. Und die bösen, faulen und zudem ziemlich ahnungslosen Eisenbahner, die in der Hauptsache sehen, wann die nächste Pause kommt und wann es endlich Feierabend wird.

Ja, und die Anderen sind die Spinner, die - etwas verkürzt - darauf hinweisen, das der Bahnbetrieb weitgehend ohne größere Probleme läuft, aber das es weiter gilt, die zweifelsfrei auch weiter vorhandenen Probleme auszuräumen. Und die bei Katastrophen, wie derzeit in NRW und Rheinland-Pfalz, weit mehr tun, als sie eigentlich müssten.

Das is' 'ne eigenwillige Sichtweise, aber von Dir, lieber Herrn Blaschke, war kaum etwas Anderes zu erwarten. Wenn Du Dich in dieser Rolle besser fühlst, sei es Dir gegönnt ! ;-)

Oder anders ausgedrückt ...

sflori, Mittwoch, 21.07.2021, 18:51 (vor 12 Tagen) @ Garfield_1905
bearbeitet von sflori, Mittwoch, 21.07.2021, 18:52

Wenn Du Dich in dieser Rolle besser fühlst, sei es Dir gegönnt ! ;-)

Hey hey! Das ist die Grundlage alles gepflegten Provozierens. Das BILD-Logo ist auch nur zweifarbig. Bloß nicht den Leser darauf kommen lassen, dass es noch feinere Nuancen zwischen rot und weiß gibt. Sonst macht das Poltern doch keinen Spaß mehr. ;)

Zum Thema:
Die Verspätungshäufigkeiten sind meist streckenbezogen. Darum schreibt auch bei DSO und hier oft ein Teil, wie schlimm alles ist und der andere Teil reibt sich verwundert die Augen.

Ich bin neulich nach über einem Jahr Corona-Pause erstmalig wieder Bahn gefahren. Und was soll ich sagen: Es hat Spaß gemacht wie am ersten Tag. Trotz Verspätung. Ein Reisebericht hier folgt in Kürze.


Bye. Flo.

Oder anders ausgedrückt ...

Garfield_1905, Mittwoch, 21.07.2021, 19:11 (vor 11 Tagen) @ sflori

Wenn Du Dich in dieser Rolle besser fühlst, sei es Dir gegönnt ! ;-)


Hey hey! Das ist die Grundlage alles gepflegten Provozierens.

Okay, gebe ich zu.

Das BILD-Logo ist auch nur zweifarbig. Bloß nicht den Leser darauf kommen lassen, dass es noch feinere Nuancen zwischen rot und weiß gibt. Sonst macht das Poltern doch keinen Spaß mehr. ;)

Aber genau DAS ist das Thema ! Hier wird 'schwarz - Weiß' gemalt. Unter dem Dach einer scheinbar ausgeglichenen Betrachtung dieses Beitragsbaums wird zwischen den 'Guten' (= die 'Kritiker') und den 'Spinnern' (= die, die das etwas differenzierter sehen) unterschieden. Kritik, auch unsinnige, ist gut und richtig (Kritik übrigens, richtig angewendet, auch aus meiner Sicht) und alle, die das System Bahn 'verteidigen', sind 'Spinner'. Das ist die Denkweise 'Blaschke' !

Wenn man sich dagegen wehrt, muß man sich nicht wundern, wenn das auch etwas kraß zugeht.

Oder anders ausgedrückt ...

ICE619, München, Mittwoch, 21.07.2021, 19:48 (vor 11 Tagen) @ Garfield_1905
bearbeitet von ICE619, Mittwoch, 21.07.2021, 19:53

Wundert mich aber jetzt auch nicht, dass du dich lieber Garfield wieder irgendwo angesprochen fühlst und natürlich, auch etwas dazu schreiben musst.

Jemand der im einen Moment aufruft nicht immer nur schwarz/weiss zu sehn, sollte aber im nächsten Moment die Klasse haben und nicht wieder direkt einer Seite in die Arme laufen und das Gegenbewegungsschild hochhalten.

Wenn mich nicht alles täuscht, bist du zwar nicht für die DB tätig, aber für ein anderes EVU. Meinst du wirklich, dass du dann hier eine neutrale Sicht reinbringen kannst? Damit tue zumindest ich mich schwer, auch wenn ich natürlich über deine Expertise stets dankbar bin und ja, sehr ernst gemeint!

Erst die Tage, hier im Beitragsbaum, dieses "Ohne Bahn Card 100!" mit der dazu passenden Überschrift, dass sich deine Erfahrungen mit dem zuvor getätigten Beitrag eines anderen Users recht gleich ausfallen, ist halt genau das Klischee, was ich dir ohne es boshaft zu meinen, hiermit vorwerfe und ich einfach nur albern finde - aus mehreren Gründen. Denn wenn du Blaschke vorwirfst die Farbe schwarz einzunehmen, brauchst du dich nicht wundern, wenn man zu der Schlussfolgerung aus deinem Auftreten im Ganzen kommt - dich eben zur Farbe weiß und nicht grau dazu zu zählen.

Noch dazu arbeitest du dich ja explizit hier im Treff an "Blaschke" ab, deine Beiträge werden immer stumpfer und die Polemik kehrt immer mehr ein. Siehst ja denke ich selber, wenn du mal deine Beiträge dir anschaust.

Aber wie schon in dem Beitrag vorher, hier gibt es eben auch zwei Seiten.
Natürlich darf es in Diskussionen mal etwas rauer zugehen, trotzdem fällt schon auf, dass man offensichtlich, bevor man auch mal unsachliche und aus Emotionen heraus verfasste Kritik, sich die offensichtlich erstmal verdienen muss, in dem man sich die Bahnbeförderungsbedingungen als regelrechtes Allgemeinwissen sich anlegt und doch gefälligst zu wissen hat, wieviele Töchter und Söhne die DB hat und wie Fehleranfällig das System doch ist - dass daran die größte Schuld natürlich die Bürger selbst tragen, weil sie ja stets die Regierung wählen und alle Eisenbahner automatisch vollumfänglich Eisenbahner mit Herz aus Leidenschaft für Fahrgast, Volk und Eisenbahn sind.

Beide Seiten stehen sich offensichtlich in nichts nach.

Oder anders ausgedrückt ...

Garfield_1905, Mittwoch, 21.07.2021, 20:19 (vor 11 Tagen) @ ICE619

Wenn mich nicht alles täuscht, bist du zwar nicht für die DB tätig, aber für ein anderes EVU. Meinst du wirklich, dass du dann hier eine neutrale Sicht reinbringen kannst?

Nein, natürlich nicht. Das war nie meine Absicht. Eine völlig objektive, neutrale Sicht gibt es m.E. ohnehin nicht. Der Beitrag von Blaschke aber sollte den Anschein haben.

Natürlich sind meine Beiträge aus meiner beruflichen Sicht gefärbt, sie geben aber nicht notwendigerweise die Sicht meines Arbeitgebers bzw. ganz allgemein 'der Bahn' wieder sondern immer und in jedem Fall meine eigene, zugegeben subjektive, Sicht.

Erst die Tage, hier im Beitragsbaum, dieses "Ohne Bahn Card 100!" mit der dazu passenden Überschrift, dass sich deine Erfahrungen mit dem zuvor getätigten Beitrag eines anderen Users recht gleich ausfallen, ist halt genau das Klischee, was ich dir ohne es boshaft zu meinen, hiermit vorwerfe und ich einfach nur albern finde - aus mehreren Gründen.

Dafür muß ich mich möglichweise entschuldigen, weil es nicht mal im Ansatz so gemeint war, wie Du es offenbar aufgefasst hast. Die 'Überschrift' war völlig ernst gemeint, die Bemerkung 'Ohne BahnCard 100' sollte ein Scherz sein. Vielleicht mißlungen, vielleicht hätte ich ein Smiley dazu setzen sollen, aber ..., egal, jetzt ist es so.

+1

ICE619, München, Mittwoch, 21.07.2021, 20:46 (vor 11 Tagen) @ Garfield_1905

Klasse Antwort, besonders ehrlich - danke dafür!

So meint ich das aber auch, dass das nur deine eigene Sichtweise ist.
Hoffe und denke aber auch, dass das die Regel darstellt.
Auch wenn man manchmal bewusst die Verteidigungshaltung einnimmt, tut man das ja aus eigener Überzeugung heraus.

Entschuldigen musst du dich absolut nicht, ich habe das schon verstanden, dass das eher ein ;-)-Beitrag darstellte.

Ich denke, dass man das Verspätungsschicksal des einen und aber auch die mehr oder weniger grüne Ampelwelle in dem Fall verspätungsfreie Zugfahrten nie miteinander vergleichen kann.

Wie auch? Der eine fährt von 87,5% über irgendeinen Knotenpunkt oä, ganz egal ob es nur Fernverkehrsverbindungen betrifft, der andere dafür recht einfache Strecken unter der Woche Mittags.
Aber wem erzähl ich das, du weisst das eh alles.
Aber genau deshalb find ichs vom Sinn her albern, die Hand zu heben und zu sagen: Hier, hier! Bei mir war auch unterm Strich alles pünktlich. Das macht halt den Zug des anderen nicht um eine Minute pünktlicher.
Worum gehts da dann in dem Moment? Vielleicht um das Gleichgewicht vom Gesamtbild was beim Lesen entstehen sollte?
Auch egal, schönen Abend dir noch.

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